Bloggen – mein Setup

Bloggen – mein Setup

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Isabella Donnerhall, @patschbella, hat damit angefangen – und vor ein paar Tagen beantwortete Kiki Thaerigen alias @e13Kiki den Fragenkatalog zum Blogger-Setup. Die drittletzte Frage ist „Wer sollte diese Fragen auch beantworten?“, und an dieser Stelle komme ich ins Spiel :). Da bin ich gerne dabei. Ich liebe Fragenkataloge, schon als Kind verschlang ich das F.A.Z. Magazin – ohgott, das klingt jetzt so intellektuell, stimmt aber – und wartete wöchentlich auf „den Fragebogen, den Marcel Proust in seinem Leben gleich zweimal ausfüllte“.

  • Bloggerinnen-Typ: Newcomer, Spätberufene, Alleinerziehende-Mama-Networkerin
  • Gerätschaften digital: Dell Laptop, Nokia Tastentelefon, Funkmaus und Gelpad, Kamera Panasonic DMD-FS16. Kein Smartphone. Ich kann damit nicht, brauche klappernde Tastaturen zum Schreiben. Hatte ein I-Phone, als die ganz neu waren, und hab’s wieder weggegeben.
  • Gerätschaften analog: regenbogenfarbener Notizblock, Kugelschreiber
  • Arbeitsweise: impulsiv

blog-setup-arbeitsplatz

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Ich schreibe ausschließlich direkt in WordPress mit meinem Laptop, verwalte meine Bookmarks in Firefox und merke mir gute Links durch Favs auf twitter. Beim Bloggen recherchiere ich nicht – das ist für mich der Kontrapunkt zum Journalismus, den ich gelernt habe, und ganz weit weg vom universitären Wissenschaftsbetrieb, aus dem ich ursprünglich komme.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Gar nicht. Wenn ich eine Idee habe, setze ich sie entweder sofort um (das geht, weil ich freiberuflich arbeite und unterbeschäftigt bin) oder falls der Rechner nicht an ist, schreibe ich mir einen Arbeitstitel auf einen kleinen Notizttettel, wie ich ihn zum Schreiben von Einkaufslisten in der Küche habe.

blog-setup-kuche

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Da muss ich passen. Zeitmanagement war noch nie mein Problem, ich bin eine dieser ekelhaft gut organisierten Frauen, die stets 3 Minuten vor der Verabredung oder 2 Tage vor der Deadline parat sind.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Nope. Höchstens einen Zettel von meinem bunten Notizblockstapel, den ich per Magnet an meine Dunstabzugshaupe pinne.

waschmaschine mit geldGibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Ganz klar meine Waschmaschine und der Geschirrspüler. Mit drei kleinen Kindern ist das unabdingbar.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Sprachen lernen (habe 10 Fremdsprachen gelernt), sowohl Fremdsprachen als auch Deutsch innerhalb soziologischer Schichten und lokale Varianten. Ich bin enorm anpassungsfähig, ich kann sehr schnell lesen und denke sehr weit vor. Letzteres kann auch ein Nachteil sein.

Ich verfüge auch über die wundersame Gabe, nahezu immer und überall einschlafen zu können, wenn ich das möchte.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Herrliche Stille. Musik mag ich nur in der Disco (in Berlin war ich sogar DJ in einer subversiven Location, Anno 1997!), und da gehe ich schon lange nicht mehr hin.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Eigentlich egal, Hauptsache 9-10 Stunden am Stück, am liebsten jedoch mit gut 5 Stunden Dunkelheit, und bitte nicht unter 8 Stunden. Als Studentin ging ich nie vor 2 Uhr nachts ins Bett und erhob mich nicht vor 10:30 morgens, mit Kindern hat sich der Schlafrhythmus komplett verändert, sodass ich nun meist schon um 21:30 das Bett aufsuche, um auf meinen Schlaf zu kommen.

Wanderung-1975Eher introvertiert oder extrovertiert?

Extrovertiert – und es war ein langer Weg dorthin.

Als Teenager und Twen war ich sehr, sehr schüchtern. Es erfüllte mich mit Panik, mit (nicht vor!)  fremden Menschen zu sprechen, ich hatte Herzklopfen vor einfachen Telefonaten, und wäre am liebsten unsichtbar gewesen.

In der Schule war ich das Mädchen, dessen Namen die Lehrer am Ende des Schuljahres nicht kannten, wenn es um die Vergabe der mündlichen Noten ging.

Heute gehe ich gerne und mit Leichtigkeit auf Menschen zu und schlage dann gelegentlich auch über die Stränge. Hyperkorrektur eben.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Maike Büttner, Cloudette und Jochen Reinhardt. (Spontan und komplett aus dem Bauch heraus).

Der beste Rat den du je bekommen hast?

Versuchen Sie, nicht alles auf sich selbst zu beziehen (Therapeutin Berlin, 1996)

Noch irgendwas wichtiges?

Das Leben ist zu kurz, um den Anschein zu wahren.

9 Kommentare

  1. Süßes Kinderfoto von dir hier, liebe Christine. Du sag mal – ist meine Antwort auf deine Mail jetzt angekommen?

    Hab mir ein paar schöne Fragen ausgedacht und dir gestern geschickt – es wäre mir eine Ehre, dich für meine Seite interviewen zu dürfen :-)

    Einen sonnigen Tag und alles Liebe von der

    Elischeba

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