Lustiges Schulheftekauf-Bingo für Eltern

Lustiges Schulheftekauf-Bingo für Eltern

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Sie leiden unter Schweißausbrüchen in der Schreibwarenabteilung, Drehschwindel und pfeifenden Ohrgeräuschen? Das ist ganz normal. Wahrscheinlich haben Sie eine Liste für die Ausstattung ihres Grundschulkinds dabei, auf der steht, was das Kind im kommenden Schuljahr alles benötigt.

Die harmlos wirkenden, sich jedoch über zwei Din A4 Seiten erstreckenden Listen erreichen die Haushalte von Grundschuleltern im besten Falle bereits vor den Sommerferien, so dass sie nicht in der ersten Schulwoche mit allen anderen verzweifelten Eltern von Grundschülern sich um die restlichen Hefte und Umschläge streiten müssen. Denn schlimmstenfalls, das weiß die Autorin dieses Bingos zu berichten, kauft man in seiner Mittagspause oder nach Feierabend gestresst die Utensilien ein.

Der Worst Case ist übrigens ein Schulzubehör-Einkauf mit Säugling. Das ist eine Erfahrung, die man nicht wiederholen möchte.

Was sonst noch schiefgehen kann? Oooooh, eine Menge. Sehen Sie selbst:

 

SCHULHEFTEKAUF-BINGO

eltern schulheftekauf bingo

Naaaa? Wie sieht’s aus – haben Sie schon etwas ankreuzen können? Falls nicht, macht nichts. Der nächste Einkauf für die Schule kommt bestimmt.

 

Ernstgemeinter Tipp:

Empfänger von Wohngeld, Sozialhilfe, ALG II und Kinderzuschlag können beim Staat das „Bildungspaket“ beantragen. Das ist ein kurzer Antrag, schnell ausgefüllt, der einem 100 € pro Schulkind und Schuljahr beschert. Das ist eine Menge Geld. Auch Ausflüge, gemeinschaftliches Mittagessen, Sportvereinsbeiträge und Musikverein werden darüber stark bezuschusst. Exemplarisch der Link zur Webseite der Stadt Konstanz, die das gut erklärt, mit Downloadformular.

Linktipp zum Bildungspaket: Infos beim Bundesministerium für Familie

Schreibwaren 800

schule einkaufsliste

34 Kommentare

  1. Davor hatte ich vor der Einschulung auch immer Angst. Aber ich kann das geschickt umgehen. Ich geh mit meiner Liste in meinen Buchladen um die Ecke, drücken denen den Zettel in die Hand oder sage alles an…und Zack…nach 5-10 Minuten liegt alles, was ich benötige auf dem Tisch. Die vorher bestellten Arbeits- und Trainingshefte haben alle schon passende Umschläge um. Die kennen sich super aus. Jedesmal eine Erleichterung und ich freu mich jedes Mal über diesen Service.

  2. Was bin ich heute dankbar dafür das bei uns das die Schule erledigt hat und man lediglich am Anfang des Jahres dem Kind 12 Euro in die Hand geben musste.

    Claudia

  3. Hallo Christine,

    ich habe vor ein paar Wochen meinen ersten Einkauf absolviert und der war im Vergleich zu Deiner Liste harmlos. Und trotzdem schon anstrengend genug, da das zukünftige Schulkind natürlich alles selbst entscheiden wollte.

    In Neuseeland gibt es offensichtlich fertig gepackte Kartons mit Zubehör nach Vorgaben der Schule für die jeweilige Klassenstufe, die man im Schreibwarenladen bekommt. Aber die haben ja auch Schuluniform.

    Claudia

    • Huhu Claudia,

      haste Glück gehabt, hier war der erste Einkauf der Schlimmste. Und gerade den habe ich damals mit dem Babysohn und der Großen zusammen gemacht, auch noch auf den letzten Drücker, als alles schon recht ausgesucht war. Ich war fix und fertig hinterher!

      So ein fertiger Karton wäre super. Den würde ich auch gerne im Internet bestellen…

      Viele Grüße, Christine

      • Hier ist ja noch das Problem, das jeder Lehrer! zum Teil macht, was er will. Zwillinge von Freunden waren in zwei Klassen – der eine dann mit VA, der andere mit Schuleingangsschrift… Und der eine Lehrer Pappe, der andere Plastik…. Wir hatten Glück : Materialgeld für Hefte und alles ausser Stifte am Anfang des Jahres bei der Lehrerin abgeben und das war’s. Luxus. Die fünfte war da viel komplizierter :-)

  4. Da bricht einem ja schon beim Lesen der Liste der Schweiß aus – wir haben großes Glück: Die Schule unseres Großen, der gerade eingeschult wurde, kauft sämtliche Materialien (bis auf Stifte und Farbkasten) selbst. Dafür wurde ein betrag eingesammelt, der dann aber auch die ersten drei Schuljahre abdeckt. Ich frage mich, warum das nicht öfter so praktiziert wird – das wäre doch für alle viel entspannter.

  5. Ich frage mich grad ob ich selbst meine Kindheit verkläre, aber ich habe es immer GELIEBT am Anfang des Schuljahres neue Sachen zu kaufen. Neue, unbenutze Hefte und Hefter, neue Arbeitshefte denen noch dieser süchtigmachende Geruch neuer Bücher anhängt, neue Stifte deren Mine noch nicht eingedrückt ist und wie wäre es noch mit einem *luftanhalt* GLITZERLINEAL. Aber nicht nur irgendeins, nein, eins das an der anderen Seite, halten Sie sich fest, WELLEN hat. Das habe ich übrigens immer noch ;-)

  6. Ha, ha – ich muss gerade herzhaft lachen. Wenn man mit drei Listen im Schreibwarenladen steht und genau die Dinge nicht verfügbar sind, die die Lehrerin oder der Lehrer möchte. Am schlimmsten ist die Materialhuberei in der Grundschule (aber bitte immer nur Markenware und immer das teuerste Material), und erfahrungsgemäß werden bei uns nicht einmal alle Materialien genutzt, die man da so lustig am Anfang des Schuljahres für viel Geld erstehen muss. Wir haben Hefte teilweise 2x nach unten gereicht und nur die Namen durchgestrichen. Die Schule, an der ich arbeite, bietet auch für die jüngeren Schüler fertige Pakete an. Manche Eltern, so habe ich gehört, machen das aber auch gern. (kann ich ja persönlich gar nicht nachvollziehen, mich macht das WAHNsinnig …)

  7. Schnief, vor lauter Lachen laufen mir die Tränen, weil es GENAU SO abläuft, jedes Jahr. Wie gut, dass es nicht nur mir so ergeht, das ist mal ein Trost. Bei uns kommen die Materialzettel auch immer so mit so rudimentären Angaben, da muss man schon sehr viel Glück haben, das richtige zu interpretieren.

  8. Wieder einen Nerv getroffen! Mich hat dieses Jahr de Füller- samt Patronenauswahl ausgeknockt, nachdem die letzten beiden Hochpreis- (und angeblich auch Leistungs-)Füller permanent ihre Patronen nicht behalten konnten, klecksten und sich schließlich mit verbogener Feder verabschiedeten. Der billige Füller als Schnell-Ersatz schrieb gar nicht erst. Ich habe eine Stunde im Laden zugebracht, obwohl es meine einzige freie Stunde in drei Tagen war, ich habe jeden Beipackzettel gelesen und (tatsächlich laut schimpfende) Mütter nach Erfahrungen befragt. Die Kleine hat jetzt meinen Schulfüller, dem man noch die Tinte aus dem Tintenfass aufziehen muss (den hatte ich schon von meiner Mutter). Die Lehrerin hält unsere Familie eh für verhaltensauffällig.

  9. Ich als „Plötzlich Teenager-Mama“ stand vor einigen Tagen vor der gleichen Problematik….

    Aber bitte, mein leibliches Kind ist in einer Woche drei Jahre alt – nun hab ich schon Bewerbungen geschrieben, Liebeskummer getröstet, Schulveranstaltungen Besucht, ein Jahres-Zeugnis bekommen….aber bei den Schulutensilien hab ich den großen Jungen mitgenommen – dat war mir dann doch zu viel *lach*

    Ich hab ja vieles auf dem Zettel gehabt als wir uns entschieden haben ein Pflegekind auf zu nehmen – aber irgendwie ist es dann doch ganz anders wenn man drinnen steckt….

    Liebste grüße von der plötzlichen Teenager-Mama
    JesSi

      • So war das nicht gemeint. Ich finde solche Listen generell nervig. Warum kann das nicht die Schule erledigen und die Eltern bekommen dann nur die Rechnung. So hat auch jedes Kind wirklich dass was es braucht. Wir hatten nämlich so eine sinnlose Diskussion, wegen eines Zirkels, da wir den gewünschten nicht bekommen haben.

        • Das ist rechtlich fragwürdig. Jeder soll das Recht haben selbst zu entscheiden, wo er die Sachen zu welchem Preis kauft.

  10. Ich habe mir in diesem Jahr erstmals den Luxus erlaubt, die drei Listen bei memo.de zu bestellen, wo tatsächlich fast alles zu bekommen war und superschnell geliefert wurde. Sehr großartige Sache das, die ich vorbehaltlos empfehlen kann!

      • Ich gebe zu, dass ich das nicht durchgerechnet habe. Ich kaufe nicht im Discounter, sondern im örtlichen Fachhandel, was (da inmitten einer deutschen Großstadt) generell teurer ist. Die Preise schienen mir bei Memo damit vergleichbar, es kommt natürlich der Versand dazu (aber auch immer ein Einkaufsgutschein, insofern relativiert sich das). Meine Kinder sind echte Diskussionskönige beim Einkauf mit (mir durchaus nachvollziehbarer) Leidenschaft für Schreibgerät und schöne Papiere. Das zu umgehen, war mir die Großbestellung dann wert. Und der fehlende Rest war schnell vor Ort ergänzt.
        Meine Ausgangssituation ist allerdings ein bisschen anders als deine: Drei Kinder und zwei Jobs, darum schlägt Zeitfaktor manchmal Kostenfaktor.

  11. Was soll eigentlich der Scheiß, die Farbe der Heftumschläge vorzuschreiben? Kann mir irgendwer einen plausiblen Grund dafür nennen, außer, daß der Lehrer zu faul ist und „jetzt die rosa Hefte raus“ zwei Silben weniger hat?

    Einer Schule mit solchen Listen würde ich gehörig was husten. Wieso macht ihr den Scheiß mit?

    • Die Farben finde ich gar nicht schlimm, mir helfen die auch, Dinge zu sortieren. Aber in der Tat dachte ich auch, als ich bemerkte, dass ich den rosa Umschlag nicht brauchen werde, da der Sohn an Religion nicht mehr teilnehmen wird, dass ich den doch gut für Mathe (blau) nehmen könnte, denn den Umschlag hatte ich vergessen. Das wiederum habe ich nicht getan, um den Sohn nicht der Lächerlichkeit Preis zu geben, so einfach ist das. Schulen haben Regeln und Kinder wollen keine Außenseiter sein.

      • Die verschiedenfarbigen Hefter sind aber auch für die Lehrer eine große Hilfe: In der weiterführenden Schule hatte jede Klasse des Lehrers eine andere Umschlagfarbe, damit er die Stapel besser auseinander halten konnte…und in der Grundschule helfen die Farben, die Fächer auseinander zu halten…geht auch zu Hause schneller ;-)

        Wenn alle Mathehefter und Hefte blau sind, passiert es viel seltener, dass man das falsche für die Schule einpackt. Daher habe ich das Farbsystem sogar noch bis zur Uni verwendet. Wenn Chemie immer gelb ist, geht das morgendliche Ordner-in-denRucksack-werfen viel schneller :-)

  12. Ich liebe seine Klassenlehrerin. Wir müssen nur so Sachen wie Farbkasten, Pinsel und Hausschuhe kaufen und sie kauft alle Hefte, Umschläge, Ordner im Großeinkauf. Kostete uns letztes Jahr 10 Euro im Halbjahr.
    *zurücklehn*
    Es gibt doch zum Glück noch vernünftige Menschen auf der Welt. :-))
    Herzliche Grüße!

  13. @ slowtiger:
    Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: 25 Erstklässler, die in der ersten Schulwoche sind, lernen ein Blatt abzuheften, d.h. alle Schreibblätter sollen immer in den gleichen Schnellhefter. Das ist an und für sich schon chaotisch. Dazu dann noch verschiedenfarbige Hefter, dann ist das Chaos perfekt. Noch mühsamer wird es dann mit Hefteinträgen… Deshalb sind farbige Umschläge und Hefter für alle (vor allem für die Kinder!) eine große Entlastung.
    @ viele:
    Wenn die Schule die Materialien besorgt, bedeutet das, dass es die LehrerInnen in ihrer unterrichtsfreien Zeit machen. Rechnen Sie mal hoch, wie viele Stunden das braucht, alles zu besorgen, zu transportieren, Stapel richten, Geld einsammeln (manchmal wochenlang warten) und dann neben vielen dankbaren Eltern doch immer noch viele, die mit diesem Vorgehen nicht einverstanden sind und dementsprechend mürrisch (freundlich formuliert) reagieren. Ich habe schon beide Verfahren gewählt und bin nun wieder zu den Listen zurückgekehrt, die vor den Ferien ausgeteilt werden.

    • Bei uns macht das auch die Schule, udn das Argument mit den vielen zusätzlichen Stunden lass ich nicht gelten. Die Schule hat einen Vertrag mit einem örtlichen Bürobedarfanbieter. Die machen fertige Tüten die dann von den Eltern gekauft werden. Der Verkauft wird auch über den Anbieter gemacht. Der Aufwand ist also für die Lehrer sogar kleiner, weil sie keine Eltern ermahnen müssen wegen falsch gekaufter oder nicht besorgter Hefte. Sie müssen nur die Listen fertig machen und beim Elternabend die Eltern in eine weiter Liste eintragen lassen wer das Komplettset bestellen möchte (alle natürlich).

      Vorteil 2: Alle Kinder haben die selben Materialien.

      • Das klingt ganz hervorragend, Susann. Ich habe jedes Jahr Schweißausbrüche im Laden. Diesmal musste ich sogar für einen 1.-Klässler und einen 4.-Klässler einkaufen, also mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Stöhn!

  14. Ölkreide??? Nicht wahr, oder? Es wäre zwar toll, wenn die Kinder Zeichen- und Malunterricht erhalten würden und tatsächlich mit Öl, Ölkreide und Aquarellfarben, Tusche und anderen Materialien arbeiten könnten. Aber wer soll das bezahlen?

  15. Bei uns gab es die Möglichkeit über die Schule beim lokalen Schreibwarenhandel die komplette Liste im Paket zu erwerben. Das war entspannend ;-) Und das hat JEDER gemacht. Dachte es gibt so ein paar die sich den Spaß machen und alles einzeln kaufen. Nö.

  16. Ich musst grade lachen. Nehmt eure Listen mal vier dann wisst ihr was Wahnsinn zum
    Schulanfang bedeutet. Inzwischen hab ich nur noch zwei Listen am Schulanfang. Vier Kinder sind inzwischen erwachsen.

  17. Bei uns ist es super, man gibt seinen Zettel von der Lehrerin im Örtlichen Schreibwarenladen ab und kommt ein paar Tage später wieder um alle Sachen abzuholen. Das ist sehr praktisch!!

  18. Hallo Christine,
    hier gibt es den unschlagbaren Service der Schreibwarenläden, die Liste einfach abzugeben und am nächsten Tag den fertigen Stapel abholen zu können. Gibt es das in Konstanz nicht? Seitdem habe ich keine Panikattacken mehr, wenn ich die Liste bekomme. :-)
    Viele Grüße
    Anja

  19. Als Kind fand ich die Einkauferei toll – all die schönen, neuen Sachen! Nachdem meine Mutter diesen Wahnsinn allerdings für drei Töchter zu erledigen hatte … nehme ich an, ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen! Ich muss sie mal fragen, wie es für sie war. Jetzt ist es so, dass unsere Schulen (Schweiz) fast alles Material stellen – Blätter, Hefte und Sichtmappen. In der Primarschule gab es sogar die Farbstifte und den Füller gratis. Ich würde so gerne im Laden nach Material wühlen wie früher (ok, eure beschriebenen Listen sind echt grenzwertig) und freue mich, wenn ich Tintenpatronen oder Radierer nachkaufen darf. In der Oberstufe zahlt man dann auf einen Batzen 1.000 Franken, von dem Büchergeld und auch mal ein Ausflug abgebucht wird. Jeder Schüler hat ein eigenes Konto. Klingt nach reichlich Verwaltungsaufwand …

      • Bisher (Jahr zwei) mussten wir nicht nachlegen. Ich gehe davon aus, dass die Einlage noch mindestens ein bis zwei Jahre „verhebt“. Sonst musste ich hier bisher nichts zahlen – na gut … Kantine freiwillig (ca. 10.- pro Essen…) und Zug und Bus – mit etwa 780.- pro Jahr kein Schnäppchen.

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