Kinderbücher und Trennung

Kinderbücher und Trennung

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Ich habe gerade eine Geschichte verfälscht. Meine Jüngste (3) schleppte ein Kinderbuch aus meinem reichhaltigen Fundus an Büchern an, das „“Ein toller Tag auf der Baustelle“ heißt. Soweit sehr passend, denn wir leben ja auf der Baustelle.

Und dann kam gleich auf der ersten Seite der Satz „Heute fahren Mama und Papa zur Baustelle.“ Ich las „Heute fährt Mama zur Baustelle“, und verfremdete den ganzen Rest des Buches auch so, dass kein Papa vorkommt.

Denn der Papa ist ein genderideologisch beladenes Problem in deutschen Kinderbüchern, und auch im Fernsehen – von Caillou bis zu Lauras Stern, überall gucken meinen Kindern glückliche Familien mit kleinen Differenzen entgegen, die sich schnell in Luft auflösen.

Nicht einmal in der offiziellen Trennungsliteratur für Kleinkinder – ich habe sie alle gekauft – wird auch nur halbwegs adäquat eine Familie gespiegelt, wie wir sie leben. Es mag kurzen Streit geben, die Mama weint ganz doll, und der Papa zieht aus – aber am Ende haben sich alle ganz gern und essen Eis miteinander. Es haben auch nicht alle getrennten Kinder ein schönes zweites Kinderzimmer beim Vater, wie etliche Bilderbücher suggerieren. Da könnte ich, entschuldigt die Wortwahl, kotzen. So ein Buch müsste den Titel „Wir wohnen jetzt mit Mama woanders“ tragen, oder „Mama mag nicht mehr mit Papa wohnen.“

In meinem Wohnblock kenne ich innerhalb von 5 Metern Luftlinie 3 Frauen, die alleinerziehend sind, wo der Papa sich nicht so vorbildlich verhält wie in diesen Büchern geschrieben. Den Papa sehen die Kinder auch nicht am Wochenende, wie einem die Trennungsbücher erzählen, sondern unregelmäßig.

In keinem der Trennungsbücher, die ich kenne, trennt sich die Frau von dem Ehemann, obwohl das statistisch die Regel ist, und stets beteuern alle Protagonisten, dass sich durch die Trennung der Eltern an der Beziehung zu den Kindern nichts ändert.

Klingt toll, ist aber nicht so. De facto verlieren innerhalb eines Jahres nach der Trennung viele der Kinder den Kontakt zum Vater. Pustekuchen mit alle haben sich lieb, obwohl sie woanders wohnen. Das einzige Buch, das ich kenne, das ein realistisches und positives Bild von Alleinerziehenden vermittelt, ist „Lotte will Prinzessin sein“ von Doris Dörrie. Da kommt der Papa erst gar nicht vor, und den beiden Mädels geht es gut. Ich überlege gerade angestrengt, wer mir das geschenkt hat. Es steht schon lange bei uns im Bücherregal, definitiv bevor der Sohn 2006 zur Welt kam. Irgendjemand ahnte wohl, dass meine Tochter und ich alleine besser dran sind. Anna, warst du das?

Nachtrag, Juli 2014:

Dank eines Kommentars hier wurde ich auf das 2013 erschienene Bilderbuch „Julian und die Wutsteine“ aufmerksam. Geschrieben hat es Marion von Vlahovits, und es ist das bisher beste Buch, das ich zum Thema „Nicht einvernehmliche Trennung und Riesenschlamassel“ gesehen habe.

Julian und die Wutsteine
Julian und die Wutsteine

Meine Jüngste, die jetzt 5 ist, bittet mich seit Tagen immer wieder, dieses Buch noch einmal vorzulesen. Es hat eine ausdrucksstarke Bildersprache, die meine Tochter vollkommen in den Bann zieht, und genau wie es im Nachwort der Autorin und der Illustratorin im Buch beschrieben wurde, zum Nachdenken und Reden einlädt.

Ich finde das kindliche Unglück sehr gut dargestellt in diesem Buch, die Einsamkeit und eben diese große Wut, die sich als Schuldgefühl beim Kind gegen sich selbst richten kann und bei dem Protagonisten Julian dazu führt, dass ihm das Herz wehtut. Der Knoten löst sich, als eine ältere Nachbarin die Not des Kindes sieht und es mittels ihres Hundes schafft, den Jungen zu erreichen. Das ist mein Lieblingssatz im Buch: „Sie hatte keine Angst vor Julian. Sie hatte Angst um Julian.“ Am Ende des Buchs ist zwar alles wieder gut, aber nur auf Julians Ebene.

Es wird nicht vermittelt, dass sich die Eltern vertragen hätten, sondern nur die Gefühlswelt des Jungen betrachtet. Von solchen Trennungsbüchern hätte ich gerne noch ein paar. Es ist, wie Autorin Vlahovits im Nachwort schreibt, ein Buch für Kinder, deren Eltern eben nicht nach der Trennung gemeinsam für das Kind weiterhin da sind. Und davon gibt es leider ziemlich viele.

Ein gutes Bilderbuch für 3 bis 6-Jährige (meine Einschätzung), das ich wirklich empfehlen kann. Deswegen verlinke ich auch gerne die Verlagsseite zum Buch bei Papierfresserchen.de.

Linktipps:

Bloggerin Frau Kreis über „Wie heil muss die (Kinder)welt sein?“

Bloggerin mamahatjetztkeinezeit über Kästners unheile Kinderwelt

beides Reaktionen auf diesen Blogpost

63 Kommentare

  1. Liebe Christine,

    ein Thema, das mich auch bewegt. Die Ach-so-heile-Familie in den Bilderbüchern. Das Buch „Der Kleine und das Biest“ gefällt mir gut – gab dazu auch einen Kurzfilm. Immerhin sind hier die Eltern nicht superglücklich und es erklärt, dass Mama sich manchmal so schlecht fühlt (wobei das VOR der Trennung auf manche Eltern mehr zutrifft als NACH der Trennung…).

    Ich kenne glaube ich nur zwei Kinderbücher, in denen die Kinder „ganz selbstverständlich“ nur bei einem Elternteil leben. Die Linnea-Serie von Kerstin Boie (Mama alleinerziehend mit 3 Kindern, Papa lebt in einer anderen Stadt, hat eine Freundin und taucht nur gelegentlich auf). Und dann hatten (haben) wir noch ein Buch über einen Jungen, der in den Kindergarten geht und allein mit Mama lebt (aber den Titel habe ich nicht im Kopf).

    Tja. Eine Marktlücke? Die einzig Alleinerziehenden in der Kinderliteratur sind sonst wohl nur Donald und Daisy Duck (mit immerhin je drei Neffen bzw. Nichten). Vielleicht haben andere Leser(innen ) noch gute Tipps?

    Ich gucke morgen mal, wie das Kindergartenbuch heisst.
    Besten Gruss,
    Silke

    • Liebe Silke,

      Kerstin Boie gefällt mir auch, die Linnea-Bücher sind aber etwas für Grundschulkinder, oder? In der deutschen Kleinkindliteratur ist sogar die dysfunktionale Familie heil, stimmt :).

  2. Liebe Christine,

    habe gestern mal in mein Bücherregal geschaut und allerhand unverfängliche Kinderbücher entdeckt, wo von Anfang gar keine Elternproblematik auftaucht.

    Die Raupe Nimmersatt
    Petterson und Findus (alle Bände toll illustriert)
    Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt
    Bibi und das Schweinchen Jo
    Der Star im Apfelbaum
    Vom Jörg, der Zahnweh hatte (alles neu aufgelegte Kult-DDR-Kinderbücher, toll illustriert, guck mal nach, da gibts noch mehr: Kinderbuchverlag Berlin)
    Piggeldy und Frederik (die Schweine-Brüder)
    Pippi Langstrumpf (ich habe die dicke Astrid Lindgren Biografie, demnach wollte Astrid Lindgren unbedingt Kinder haben, aber die Väter ihrer Kinder waren für sie eher das leidliche Übel, das man dabei in Kauf nehmen muss, und in der Art hat sie auch ihre Bücher geschrieben)
    Rotkäppchen
    Frau Holle

    Wenn mir noch so ein Buch übern Weg rennt, schreibe ich es Dir.
    Liebe Grüße,
    Anke

    • Liebe Anke,

      danke dir! Die Lindgrenbücher stehen bei uns auch, und sie stechen wohltuend aus dem Einheitsbrei aus Ringelpiez mit Anfassen :). Was mir aber wirklich fehlt, ist ein Kinderbuch zur „schwierigen Trennung“ – ich habe keins gefunden, und auch keines, in dem die Mutter modern dargestellt wird. Das ärgert mich.

      Wir haben, berufsbedingt (ich arbeitete für einen Kinderbuchverlag), bestimmt 300 Kinderbücher zuhause. Und die skandinavischen sind immerhin dahingehend modern, dass Mama nicht immer kocht und Papa zur Arbeit geht. Und natürlich gibt’s viele gute Sachbücher mit Klappen, die man auch vorlesen kann. Der grundsätzliche Tenor bei Trennungsbüchern und in Kleinkindliteratur ist jedoch höchst altmodisch und realitätsfremd, finde ich.

      Lieben Gruss, Christine

      • Liebe Christine,

        oh, das ist ja mal was. 300 Kinderbücher. Du lebst ja im Paradies!
        Und dann bist Du bei den unverfänglichen Büchern mindestens 3 Klassen weiter als ich mit meinem Otto-Normalverbraucher-Stand. Dann kann ich Dir wirklich gar nicht helfen.

        Anderes Thema:
        Was wirklich schön wäre: Vielleicht könntest Du meiner 8-jährigen etwas empfehlen. (Im August) Sie mag keine dicken Bücher, dicke Bücher schrecken sie ab, weil sie es sich einfach nicht zutraut, dass sie das dicke Buch bis zum Ende schafft. Und für Zweitklässler gibt es jetzt nicht die tolle Auswahl. Es gibt da wenig, das sie anspricht. Dabei liest sie wirklich gern…
        Okay, ist aber jetzt nicht Dein Thema.
        ich schleich mich mal raus, ganz leise.
        Liebe Grüße! Anke

        • Liebe Anke,

          da muss ich mal meine Grosse fragen – wobei die von jeher die ganz dicken Schmöker bevorzugte, weil sie rasend schnell liest. Spontan fällt mir „Gregs Tagebuch“ ein, das ist unterhaltsam, mit Bildern, lustig, nicht zu dick, und gibt’s in mehreren Bänden. Als meine Grosse in dem Alter war, hat sie die sehr gerne gelesen.

          • Hier wird das von Cousinen und Cousins (Alter 8-10 Jahre) auch gelesen!
            Scheint ein tolles Buch zu sein…

  3. Hallo Christine,

    mir fiel spontan auch Kirsten Boies „Linnea“ ein – das lesen auch unsere beiden Kiga-Kinder zu Hause gern. Ansonsten ganz spontan – in der Kita-Bücherecke steht:

    Sylvia Schneider: Papa wohnt nicht mehr bei uns.
    Martina Baumbach: Und Papa seh ich am Wochenende.

    allerdings weiß ich nicht, wie gut oder schlecht die Bücher sind, ich habe sie nicht zu Hause.
    (Auch wenn man nicht alleinerziehend ist, kann man sich über deutsche Bilderbücher mehrere Runden aufregen: in der Mehrzahl der Bücher steht eine hübsche Mami mit Schürze und Stöckelschuhen allseits an der Seite ihrer Kinder, hegt und pflegt, während Papa zur Arbeit eilt … Wenn Mutti arbeitet, dann nur halbtags und dann so, dass sie Conny und Konsorten auf jeden Fall pünktlich vor dem Mittagessen wieder vom Kiga abholen kann … Und da sollen unsere Kinder im 21. Jahrhundert lernen, was gleichberechtigte Partizipation am Berufs- wie Familienleben bedeutet. *grusel*)

    liebe Grüße
    Frau Kreis

    • Liebe Frau Kreis,

      willkommen auf meinem Blog und vielen Dank für deine Gedanken! Exakt die beiden Bücher, die du mir nennst (Papa wohnt nicht mehr bei uns/Und Papa sehe ich am Wochenende) habe ich gemeint, als ich so ärgerlich wurde, dass ich bloggen musste. Denn die besitzen wir – siehe Bild im Text – und ich meine, wenn das die Creme de la Creme der Trennungsbilderbücher für Kinder ist, dann ist das extrem traurig, denn es bildet die Wirklichkeit eben nicht ab. Auch „Fips versteht die Welt nicht mehr“ ist keinen Deut besser. Und das war’s dann auch, soweit ich das sehe.

      Conny mögen meine Kinder auch gern, und die tut mir etwas weniger weh im Herzen als z.B. Caillou, wo schon die Titelmelodie kräht „Und Mama und Papa sind immer dabei!“….

      Lieben Gruss, Christine

  4. Okay, wer genau liest, ist im Vorteil ;-) … entschuldige bitte! Ich glaube, die Redewendung „wie im Bilderbuch“ hat mehr denn je Berechtigung … Kannst du gut für Kinder schreiben? Ich glaube, so ein Bilderbuch (vielleicht erst einmal als print-on-demand) wäre eine Marktlücke.

    (ich war damals als Kleinkindmutter heilfroh, als ich die Bilderbücher von Tove Appelgren entdeckt habe. Einfach weil ich endlich mal ein Buch in der Hand hielt, in dem die Wohnung aussieht wie Sau, die Mutter unausgeschlafen am Frühstückstisch sitzt, die Kinder heulend am Boden liegen und und und … voll das Leben eben. Sicher brauchen Kinder auch manchmal Idylle – aber doch nicht nur. Der Sohn unserer Bekannten sagte letztens mit 13 ganz entrüstet, er habe heute in der Schule eine Geschichte gelesen von Eltern, die sich scheiden lassen. Er hatte gar nicht gewusst, dass es so etwas gibt … – und die Erde ist eine Scheibe)

    • Hihi, Frau Kreis,

      lesen kannst du – nur die unwesentlichen Bilder hast du geflissentlich übersehen. :) Ja, die Erde ist eine Scheibe, in Bilderbüchern und Schulbüchern teilweise auch. Grmpf.

      Und Tove Appelgren kenne ich noch nicht, die schaue ich mir gleich mal an!

  5. Hier ähnlich!

    Wir haben zwar „Und Papa seh ich am Wochenende“ daheim stehen, gelesen wird es aber nicht (mehr).

    Hier hat sich die Frau damals (vor 3 Jahren) von meinemPartner getrennt, die Kinder sind nun 5 / 6 Jahre alt. Sie sehen ihren Papa jedes zweite Wochenende und auch so sehr häufig (er ist einer der „tollen“ Papas ;) würde ich mal so sagen).

    Aber trotzdem: SIE hat sich getrennt – wird kaum behandelt. Nirgendwo. Habe es aufgegeben danach zu suchen.
    Und die Mutter verhält sich auch nicht unbedingt immer vorbildlich. Aber so wird das ja in den Büchern immer aufgezeigt.

    • Liebe S.,

      alleine schon die Titel sind bezeichnend – der Fokus liegt auf dem Papa. Nicht Mama ist aktiv und handelt, sie kommt überhaupt nicht vor im Titel! Immerhin ist das Kind bei „Und Papa sehe ich am Wochenende“ die handelnde Person. Mama ist die Heulsuse, und Oma und Opa erklären die Welt. Wenn die Kinder eine starke, fröhliche Mama erleben, passt das alles hinten und vorne nicht zusammen. Schade um das Geld, das ich damals, nach der Trennung (auch schon 2-3 Jahre her) für diese Bücher ausgegeben habe. Denn billig sind die nicht.

      • Billig sind sie nicht, stimmt.

        Hier ist die Trennungsgeschichte noch um einiges komplexer, auch wenn sich Mama trennte (und Papa damals untröstlich war).

        Aber mir gefallen die Bücher auch nicht. Gar nicht. Ich lese sie auch nicht gerne, weil sie irgendwie nicht passen…

  6. Liebe Christine,
    Mein Sohn liebt ja Bobo Siebenschläfer. Bei dem dort vermittelten Rollenbild kann ich mir auch nur an den Kopf packen. Ich verstehe daher, dass dich die in den Büchern zum Thema Trennung unrealistisch dargestellte Situation ärgert. Es gibt doch aber sicherlich Bedarf für diese Bücher, um den Kindern ein bißchen die Sorgen nehmen zu können, oder? Plädierst du für mehr Kinderbücher, in denen eine Trennungssituation nur ganz beiläufig Erwähnung findet, oder siehst du auch Bedarf für Bücher, die die Kinder mit realistischen Trennngsszenarien konfrontieren, die dann aber auch ganz schön schwer verdaulich sein dürften?
    LG Mia

    • Liebe Mia,

      ich plädiere für mehr Vielfalt und weniger Schönfärberei. Die Realität ist ja nun einmal nicht, dass alle Trennungskinder ein eigenes Zimmer beim Papa haben, und schon gar nicht, dass Mama unbedingt untröstlich ist, dass Papa auszieht – es sind ja eher die Frauen, die sich scheiden lassen und trennen, und sich dann befreit fühlen. In einer idealen Welt gäbe es sogar Bilderbücher über Elternteile, die abwesend sind, oder psychisch krank, oder süchtig. Das ist der Alltag von Kindern, und gar nicht selten. Und dann wär’s noch gut, wenn auch die beiläufige Erwähnung von Trennung in Kinderbüchern normal würde, quasi als „2. Stadium“ – denn nach der akuten Phase der Trennung wird das für die Kinder normal, so wie es auch in der Schule normal ist, und im Kindergarten, dass Eltern getrennt sind.

      Gruss, Christine

      • Hier ist es leider noch immer nicht normal, die Kinder „leiden“ noch immer, wollen Mama+Papa haben, gemeinsam. Finden es doof, dass man nicht als Familie in den Urlaub fliegt.
        Und ich bin keineswegs die „böse Stiefmama“, die Kinder lieben mich und ich liebe sie – sehr.

        Aber sie sehen bei Freunden, wie es dort ist… und ja, vielleicht sind es dann eben auch Bücher, es ist eben heute noch „unnormal“ Trennungskind zu sein. Wieso eigentlich? Es gibt doch so viele? Das ist wirklich schade. Sehr schade!

      • Hab Dein Blog grad über Nido entdeckt: Ganz toll!!!
        Ich empfehle Dir die Rico Bücher von Andreas Steinhöfel. Für – sagen wir mal – ab Drittklässler. Rico wohnt alleine mit seiner Mutter. Sein Freund Oskar mit seinem Vater. Trennung spielt weniger eine Rolle. Aber manchmal die Sehnsucht nach einem neuen Partner/ Vater. Alle Charaktere sind echt speziell! Tolle Bücher! Macht auch dem vorlesenden Erwachsenen Spaß!
        Liebe Grüße

        • Liebe Jana, da danke ich dir herzlich. Der Sohn ist in der zweiten Klasse und mag nicht so gerne lesen, aber ich werde mir die Bücher auf alle Fälle anschauen!

          Viele Grüsse, Christine

  7. Hallo Christine,

    kennst Du „Paul trennt sich“? An diesem Buch gefällt mir, dass es die Perspektive des Kindes annimmt und die Ängste und Schmerzen einer Trennung wirklich in Bilder verwandelt. Allerdings ist es auch hier der Vater, der geht – ist mir vorher nie aufgefallen – und die Mutter, die „einen See weint“….. tja, das bildet tatsächlich nicht die Realität ab….

    http://www.amazon.de/Paul-trennt-sich-Martin-Baltscheit/dp/3860421689

    Liebe Grüße
    Ruth

    • Hallo Ruth,

      bei „Paul trennt sich“ gefällt mir schonmal der Titel ausnehmend gut, und auch die grafische Gestaltung des Covers. Leider vergriffen. Aber eine der Rezensionen erzählt, dass dem Kind tatsächlich die Körperteile nach und nach abgetrennt werden, das klingt sonderbar – wobei man nie weiss, was einem Kind so gefällt, kann ja sein, dass das gut funktioniert als Bild? Tja, die Mutter cries a river, so sieht’s aus in deutschen Kinderbüchern. Definitiv nicht die getrennten Frauen, die ich kenne, kann ich nur sagen!

      Lieben Gruss, Christine

  8. Stimmt schon, und wundert nicht, dass Kinderbücher Heile Welt zeigen wollen. Wobei die originalen Grimmschen Märchen (um mal ein sehr urwüchsiges Kindergenre zu wählen) gerade nicht so waren.
    Ob sich die Realität dem Wunschbild in Zukunft anpasst, das bleibt zu hoffen – ich könnte es mir vorstellen, denn es gibt ja einen leichten Trend hin zum Neuen Papa. Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, ohne meine beiden Sonnenscheins zu leben.

    • Huhu Papa rockt,

      du bist ja auch ein Vorbild, ein moderner Mann, wie er geklont werden müsste! (Keine Ironie, nicht dass du das falsch verstehst). Die anderen hinken halt teilweise noch hinterher. Und manche werden es nie kapieren.

      • Danke für die Blumen – aber es ist zu einfach, in der selbst geschriebenen Chronik vorbildlich zu erscheinen. Im echten Leben lassen wir alle Bartstoppeln im Waschbecken kleben, und so.

  9. Das kommt mir sehr bekannt vor. Es ist ebenfalls nicht einfach, Bücher zu finden, in denen es Kinder mit (wie in unserem Fall) zwei Mamas zu finden. Immer gibt es Mama, Papa, Kind und alle sind happy. Wir ersetzen dann den Papa gerne mal durch Mommy, aber das geht auch nur, wenn da kein Bild von einem Mann zu sehen ist. Ansonsten muss es halt den Papa geben, auch wenn der bei uns keine Rolle spielt. Und auch nicht Papa sondern Vater bzw. eher noch mit seinem Vornamen thematisiert wird.

    • Hallo Belle,

      an Euch Lesben habe ich auch gedacht, als ich den Artikel schrieb, wollte aber nicht zu weit ausholen. Denn man kann ja sagen, dass lesbische Paare und schwule Männer mit Kindern eine Randgruppe sind, aber getrennte Eltern sind Normalität – und eben auch, dass die Mütter sich trennen, was total unter den Teppich gekehrt wird.

      Danke für deinen Kommentar! LG Christine

  10. Liebe Christine,

    Um eine Frau zu finden, die sich getrennt hat, kannst Du wirklich zu Kästners „Doppeltem Lottchen“ zurückkehren, wo Lieselotte sich von ihrem Mann getrennt hatte, weil der so ein Egomane war mit seiner Komponiererei und sie so gerne als Journalistin gearbeitet hat :-)

    Aber für Zwei- oder Dreijährige kommt mir echt auch nichts in den Sinn. Die Listen hier kennst Du sicher:
    http://www.allein-erziehend.net/buchempfehlungen/kinderbuecher-trennung.htm
    http://www.eb-regensburg.de/pdf-Dateien/TS_Literatur.pdf
    http://www.hallofamilie.de/service/buchempfehlungen/trennung-scheidung.html

    Herzlich, Katharina

    • Liebe Katharina,

      die Listen kannte ich nicht – vielen Dank! Es bleibt dabei: Die Trennungsliteratur für Kleinkinder, die ich kenne, präsentiert Eltern, die sich einigen können und Eltern- und Paarebene trennen können. Wenn der Vater aber das Weite sucht, sei es weil die Mutter sich getrennt hat, oder aus anderen Gründen, und komplett aus dem Leben des Kindes verschwindet, dann wäre eigentlich noch mehr Trauerarbeit angesagt. Und das ist gar nicht so selten. :(

    • Problem bei Erich Kästners Doppeltes Lottchen?
      Hier wollte dann ein Kind plötzlich gerne bei Papa Leben… (vermutlich in der Hoffnung, dass….)

        • Ich bezog das „Hier“ auf unsere persönliche Situation.
          Die Kinder haben sich dann im doppelten Lottchen wiedergefunden und hatten (so vermute ich) die Hoffnung, würden sie erstmal getrennt leben, dass Mama+Papa wie im Buch irgendwann wieder zusammenleben würden.

  11. Es dauert manchmal, bis einem der Groschen fällt. Mir ist gerade klar geworden, dass mein „Der Tag, als der Regen nicht mehr aufhörte“ genau so einen Fall beschreibt: Papa weg, Kind bei Mama und etwas geknickt, dass ihm eine Hälfte fehlt.

    • Das habe ich leider noch nicht gelesen – und im Grunde auch gar nichts dagegen, denn die meisten Kinder leben ja nach der Trennung der Eltern bei der Mutter, und natürlich fehlt ihnen der Vater. Aber etwas mehr Vielfalt wäre einfach schön für die Kinder, bei denen alles etwas anders läuft als im Bilderbuch. Und dass die Mutter nach der Trennung aufblüht, ist recht häufig der Fall, insofern wäre es nur angemessen, wenn das in der Literatur auch vorkommt, oder?

  12. Die Bücher befassen sich zwar nicht mit Trennung, aber in den „Willi Wiberg“ Büchern die ich letztens den Kindern im Kindergarten vorgelesen habe kommt z.B. keine Mama vor.

    Willi lebt alleine mit seinen Vater, ohne das dies weiter Thematisiert wird kommt eine Mutter gar nicht vor.

    Allgemein finde ich es aber auch schwer das Thema „massgeschneidert“ in Kinderbüchern rüber zu bringen. Ich kann durchaus verstehen, das die Bücher versuchen zu vermitteln das sich durch die Trennung nix ändert und Mama und Papa immer noch fester Bestandteil des Lebens sind.
    Aus meinen direkten Bekanntenkreis kenne ich übrigens mehr Fälle in denen sich die Eltern auf Gemeinsames Sorgerecht geeinigt haben und die Kinder eben immer 1-2 Wochen bei Mama leben und dann eben die nächsten 1-2 Wochen bei Papa und immer so weiter.

    Die wenigen Alleinerziehenden Mütter die ich kenne, sind nach der Trennung leider so gar nicht aufgeblüht – aber ich vermute das liegt an der anderen Altersschicht. Wer mit 18 schwanger wird und bestenfalls gerade mal ne Ausbildung abgeschloßen hat und dann alleine mit einen Kind da steht, hat es wohl einfach schwerer aufzublühen und gut klar zu kommen. Aufgrund meines eigenen Alters (Mitte 20) kenne ich eben nur Eltern die sich in meinen Altersbereich bewegen.

    • Liebe Katinka,

      ja, das klingt logisch – die Sache mit der Altersstruktur, und gemeinsames Sorgerecht ist ja die Regel. Das haben mein Ex und ich auch, allerdings nimmt er es nicht wahr. Es gibt keine Pflicht zum Umgang, niemand kann, sogar wenn ein Familienrichter den Umgang festlegt, dazu gezwungen werden, ihn auch durchzuführen. Was ja irgendwo auch sinnvoll ist, denn wenn der Vater keine Lust auf die Kinder hat oder sie ihm zu anstrengend sind, dann sollten sie besser nicht so viel Zeit mit ihm verbringen. Oder wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, weil sie sich vor ihm fürchten. Gibt’s ja alles…. Aber das ist ein anderes Thema.

      Herzlich, Christine

  13. Hallo Christine,

    hier wurde ja fast schon alles gesagt in den Kommentaren, aber ich wollte Dir auch noch kurz sagen, dass ich finde, Du hast ein sehr wichtiges, größtenteils unbeachtetes Thema aufgegriffen. In den allermeisten Kinderromanen findet man tatsächlich die heile Familie in klassischer Konstellation. Und in den Trennungsbüchern haben sich am Ende alle lieb. Dass das in der Realität leider oft ganz anders aussieht, davon können viele ein Lied singen! Es sollte auch dazu mehr Bücher geben, die Kindern (und Eltern) helfen, mit einer so schwierigen Situation besser umzugehen.

    LG Thalea

  14. hm, hier noch ein link zu einem nebenthema, das hier aufgetaucht ist, bücher für kinder psychisch kranker eltern:
    http://www.mabuse-verlag.de/Mabuse-Verlag/Produkte/Mabuse-Verlag/Unsere-Buecher/Kinder-Jugendliche
    ich habe noch keines davon gekauft, aber immerhin gibt es sowas. das einzige vorkommende trennungsbuch spricht allerdings auch davon, dass papa auszieht.

    in unserer mutter-kind-kur gab es nicht wenige mütter, die sogar geschlagen wurden, und dennoch haben sie jahre gebraucht, um auszuziehen. mir kam so die idee eines buches, das mehrere szenarien durchspielt, lesben, geschlagene mütter, der alleinerziehende vater, die harmonische trennung, die fröhliche aufblühende mutter… schreib doch mal sowas, wäre doch sehr cool. außerdem hast du doch kontakte zu einem verlag, oder?

    bei meinen erfahrungen mit lektorinnen gab es stets den tenor: die geschichte soll ermutigen, nix negatives (die fanden meinen blog zu negativ!), das kaufen die leute nicht, bloß nix unangenehmes… der verlagsfilter scheint also sehr stark zu sein, aber mit den e-books dürfte es doch für selbstverlegerinnen einfacher werden.

    und meine persönliche theorie ist übrigens, dass autoren selbst auch oft sehr sensible menschen sind, die eben bücher schreiben, die nicht die realität abbilden, sondern aufzeigen, wie sie sein sollte. im letzten jahr habe ich einen fantasyroman geschrieben, mit heiler familienwelt … und warum auch nicht, ich lebe das modell, das dort beschrieben wird.

    im übrigen erinnere ich mich, dass ich von der realität nach der lektüre meiner mädchenbücher (im teenageralter) -leider sind wir nicht in die bücherei gegangen! – auch sehr enttäuscht war. in der realtität hat mein papa sich nicht entschuldigt, erwachsene haben kinder ignoriert oder sogar der lüge bezichtigt, die etwas aufzeigten, was nicht richtig ist. in den fantasybüchern, die in der realtität spielen, sind erwachsene fast immer einsichtig oder ändern ihr verhalten. wohlwollend herausstechen da die wilden hühner von frau funke, da gibt es eigentlich keine heile welt und die mutter von sprotte ist mit ihrem leben als taxifahrerin eine frau, die im leben steht.

    witzigerweise habe ich mich gerade vor einigen wochen darüber aufgeregt, dass z.b. in der krimifernsehwelt keine heilen familien vorkommen. und wo es ein scheinbar glückliches ehepaar gibt, da kann man davon ausgehen, dass er oder sie der mörder ist. und unsere bücherei zb strotzt vor büchern, in denen es die mama-papa-familie eben nicht gibt. da war ich umgekehrt dann ein wenig angepieselt, weil ich doch etwas suche, was wir leben.

    und nun bin ich gespannt, ob du alle meine schreibfehler korrigieren magst, ich hätte nichts dagegen, ich verfalle nur manchmal in die kleinschreibung, eine folge der sehnenscheidenentzüdnung, die meinen rechten daumen manchmal lahmlegt.

    hihi und liebe grüße,

    mara

    • Hallo Mara,

      da bist du ja ;). (Für Uneingeweihte: ich habe bei Maras Blog kommentiert, und sie ist mir gefolgt, sozusagen). Bis auf die Kleinschreibung habe ich mir erlaubt, editierend einzugreifen, ja. Und ansonsten kann ich nur bestätigen, was du schreibst: Als ich heranwuchs, war ich masslos enttäuscht darüber, dass das Leben eben nicht so ist wie in den Büchern. Nur „Christiane F.“, die mit den Drogen in Berlin, war lebensnah, der Rest Quark, der mich am Reifen hinderte, und mich ziemlich blauäugig durch meine Teeniezeit laufen liess.

      Ein Kinderbuch schreibe ich gern, wenn mich jemand fragt – aber gerade, weil ich Kontakte zu Verlagen habe, weiss ich, dass es unheimlich schwierig ist, Titel dort unterzubringen, die so ein Verlag nicht selbst produziert hat. Ein E-Book, das käme schon in Frage, aber ich brauche einen Illustrator. Kinderbücher für die Kleinsten leben ja nicht nur vom Text….

      Lieben Gruss zurück, Christine

  15. habe jetzt nicht alle kommentare gelesen, aber es gibt ein großartiges tolles fantastisches buch ohne heile welt, aber mit allen familienkostellationen und -varianten. heisst: Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten“ von Alexandra Maxeiner.

    ich habe drei bücher davon auf halde liegen, weil es immer wieder trennungskinder und patchworkkinder im bekanntenkreis gibt und in dem buch ist alles normal und möglich, mal traurig und mal fröhlich. wirklich uneingeschränkte empfehlung!

    viele grüße

    Nachtrag von Janntje, per Mail, eingetragen von Christine Finke:

    Link zu Janntes Buchempfehlung:
    http://www.djlp.jugendliteratur.org/2011/sachbuch-4/artikel-alles_familie-135.html

  16. Ja, das eine ist die Wunschvorstellung der Gesellschaft und Autoren – und das andere ist die Wirklichkeit. Aber es scheint ja doch eine ganze Sammlung an entsprechender Literatur zu geben. Die Tipps sind eine große Hilfe für mich, denn ich kann sie gleich in meine Arbeit mit einbeziehen, bzw. weiter empfehlen. Vielen Dank.

  17. Wahre Worte! Mir persönlich ist auch kein Buch bekannt, wo dieses trügerische Bild einer glücklichen Familie (auch nach Trennung) nicht bestehen bleibt. Den Kindern wird damit etwas vorgemacht, was meiner Meinung nach nicht fair ist. Sie sollten zumindest die Chance haben zu erfahren, wie es wirklich sein kann. Man muss ihnen vorsichtig zeigen, dass auch ohne einen Vater, der ständig da ist, ein glückliches Leben möglich ist.

  18. Oh ja. Das Problem der Kinderbücher kenne ich auch. So wie es aussieht ist das eine Marktlücke. Also sollten wir eben unsere eigenen Kinderbücher schreiben!!! Die Verlage müssten doch scharf diese Thema sein. Doch bei welchem Verlag soll man es versuchen? Das ist mein Problem. Es gibt einfach so viele und die meisten erteilen einem eine Absage oder lassen überhaupt nichts von sich hören. Als nächstes werde ich es bei einem Privatverlag versuchen. Ich habe z.B. schon viel positive Kritik über den Frieling Verlag in Berlin gehört. Kennt den hier zufällig jemand?

    http://www.frieling.de

    LG
    Milena

    • Ich suche nach einer guten Trennungsliteratur, in der es nicht darum geht wie man den Kontakt mit dem Vater regelt, sondern die sich mal damit beschäftigt wie es ist, wenn der Vater einfach gegangen ist und sich nicht meldet und man auch gar nicht weiß wo er ist. Und wie man das dann mit den Kindern bespricht ohne dass sie Schuldgefühle entwickeln. Ich freue mich über hilfreiche Tipps.

  19. Ich bin zufällig auf diesem Blog gelandet und melde mich jetzt als Autorin eines Trennungsbuches mal zu Wort. Ich arbeite als Lehrerin und habe mich auch immer an diesen heile Weltbüchern gestört in denen sich nach der Trennung beide Eltern vorbildlich und gemeinsam um ihre Kinder kümmern. Leider erlebe ich es oft so, dass der Vater keinen Kontakt mehr hat, nicht zahlt, oder nichts von den Kindern wissen will – aber auch der umgekehrte Fall kommt vor – oder es einen permanenten Krieg zwischen den Elternteilen gibt. Für diese Kinder sind die heile Welt Bücher der blanke Hohn. Deshalb habe ich ein Buch verfasst indem es nicht um die Eltern, sondern um die Gefühle des Kindes bei der Trennung geht. Seit einem Jahr ist es auf dem Markt. Es heißt Julian und die Wutsteine und ist beim Papierfresserchens MTM Verlag erschienen. Von einigen Therapeuten, die mit Trennungskindern arbeiten habe ich schon positive Rückmeldungen bekommen. Vielleicht können Blogger beim Verlag ja ein Rezensionsexemplar erhalten.

    • Liebe Frau Vlahovits,

      das Buch sieht gut aus – vielen Dank für den Hinweis! Ich habe eben bei der Pressestelle ein Rezensionsexemplar angefragt.

      Grüße, Christine

      • Liebe Christine,
        das freut mich aber. Nun hoffe ich, dass es auch beim näheren Betrachten gefällt und wenn dann auch noch eine Rezension folgt wäre das natürlich super.
        Vielen Dank und herzliche Grüße, Marion

  20. Liebe Christine,
    auch ich habe noch eine Buchempfehlung. Ich habe meiner Tochter in meiner ersten Familie (als Alleinerziehende) gerne die Geschichten ab 3 von Hanne Schüler vorgelesen. In den Geschichten mit Knuschelmuschel, Schwarzpfötchen, Weißnäschen und Schu-schu kommt ein Vater überhaupt nicht vor.
    Ich finde auch, dass in Kinderbüchern die ganze Lebenswelt vorkommen sollte – eben solche mit Vater-Mutter-Kind und auch die anderen. In allen (Regenbogen-)farben dieser Welt.

    • Danke, Silke – die werde ich mir auch mal anschauen!
      Viele Grüße, Christine

      1 Minute später, Nachtrag: gibt’s nur noch in gebraucht. :( Nicht, dass das für mich ein Problem wäre, ist aber rezensionstechnisch etwas unglücklich. Hm.

  21. Ich sitze gerade zu Tränen gerührt vor meinem Laptop und freue mich riesig über dieses wunderbare Urteil über mein Buch. Ich fühle mich durch die Rezension in meiner Intention hundertprozentig verstanden. Besonders der Lieblingssatz war auch für mich ein entscheidender. Es wäre mein Herzenswunsch, dass jedes Kind Menschen in seinem Umfeld hat, die nicht nur auf die Handlungen der Kinder schauen, sondern mit offenen Augen und wachem Herz erkennen, welche Gefühle im Kind durch sein Verhalten ihren Weg nach außen suchen. Vielen Dank Christine Finke für diese großartige Rezension und ganz herzliche Grüße an die „Jüngste“. Marion von Vlahovits

  22. Das Lieblingsbilderbuch in meiner Familie war und bleibt „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Eric Carle.
    In der Geschichte kommt auf selbstverständliche Weise kein Vater vor, und es fällt mir schwer, mir einen Schluss vorzustellen, in dem einer auftauchen würde.

  23. Liebe Christine,
    so wie Marion von Vlahovits habe ich ein Kinderbuch zum Thema „Trennung der Eltern“ geschrieben. Es ist jedoch kein Bilderbuch. Das Lesealter darf höher angesetzt werden als bei Marion. Es ist kein Heile-Welt-Buch und meine Protagonistin fällt anfangs tief (was dem Buch auch bereits Kritik eingebracht hat – in der Art, dass die Eltern meine kleine Emma auf die Trennung hätten vorbereiten müssen). Da hier viel über die „Heile Welt“ diskutiert wurde, interessiert mich natürlich sehr, wie „Auf und weg!“ hier aufgenommen wird. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich dir ein kostenloses Rezensionsexemplar zukommen lassen dürfte. Eine Leseprobe gibt es auch auf meiner Website http://www.pebbyart.blogspot.de
    Freue mich sehr über eine Nachricht.
    Liebe Grüße
    Petra Brüning

  24. Hallo Christine,

    ich lese schon seit einer Weile mit, hatte aber nie etwas beizutragen.

    In meinem Kinderbuchregal steht noch „Klar, dass Mama Ole lieber hat/ Klar, dass Mama Anna lieber hat“ von Kirsten Boie und Silke Brix-Henker. Es handelt sich hierbei nicht um ein Trennungsbuch. Stattdessen geht es um Streit und Rivalität unter Geschwistern. Die Geschichte wird einmal aus Sicht von Ole, einmal aus Sicht von Anna erzählt und trifft sich in der Mitte. Es kommt kein Papa im Buch vor und ich denke, dass die Mutter alleinerziehend ist. (Sie macht die Kinder morgens alleine fertig, ist den ganzen Tag mit ihnen alleine und auch spätabends taucht kein Vater auf.)

  25. Guten Morgen liebe Christine,

    herzlichen Dank für die Empfehlung! Ich habe das Buch direkt bestellt.

    Sobald es da ist, werde ich mich dazu noch mal hier melden :-)

    Liebe Grüße

    Tanja
    (@murmelmum)

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