Ernährermythos – wieso, Männer!?

Väter seien Opfer gesellschaftlicher Umstände, sie arbeiteten nicht deswegen länger nach der Geburt des ersten Kindes, weil sie aus dem ungemütlich und laut gewordenen Zuhause fliehen wollen, sondern weil sie den Druck spüren, die Familie zu ernähren, schreibt Peter Unfried gestern auf der Webseite der Heinrich Böll Stiftung, und verweist auf das Buch von Robert Habek (das ich mir soeben bestellt habe) mit dem Titel „Verwirrte Väter“.

Männer, ich verstehe euch nicht. Könnt Ihr mir das mal erklären? Aus meiner Warte, nämlich der einer alleinerziehenden Mutter, ist es klar, dass ich Familienoberhaupt und Ernährerin bin. Druck verspüre ich auch, und zwar reichlich, von allen Seiten (wahlweise Raben- oder Helikoptermutter, auch noch politisch aktiv!), und ich habe auch schon, als ich verheiratet war und nur ein Kind hatte, das Haupteinkommen nach Hause gebracht, einfach, weil ich mehr Geld verdienen konnte mit meinem Job als mein Mann. Der übrigens damals zuhause blieb und sich tagsüber um unser 4 Monate alte Baby kümmerte, während er sich nebenbei selbstständig machte.

Armdrücken
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Ich glaube euch nicht, dass es bei diesem „Ernährerdruck“ um Fürsorglichkeit für die Familie geht, ich denke vielmehr, es geht um Macht. Wenn der Mann das Geld nach Hause bringt, ist er wichtig, hat das Sagen, darf durchschlafen und sitzt bei vielen Entscheidungen, die die Familie betreffen (Wohnort? Miethöhe? Auto? Urlaubsort?) am längeren Hebel. Und die Frauen sollen sich freuen, dass der Mann so gut für sie und das gemeinsame Kind sorgt. Dankbarkeit ist auch noch Teil dieses Gesamtpakets. Damals, als ich das Geld verdiente, habe ich leider versäumt, auf irgendwelchen Privilegien zu bestehen, ich war nämlich nach Feierabend und vor Schichtbeginn für das Kind zuständig, und von Durchschlafen konnte ich nur träumen. Ich fühlte mich nicht mächtig, nur müde. Aber ich war heilfroh, arbeiten zu können, in einem Job, den ich liebte.

Die wenigen Frauen in meinem Bekannten- und Freundeskreis, die Hauptverdienerin sind, spüren zwar auch Druck, Geld nach Hause zu bringen. Aber ich kenne keine einzige, die sich deswegen zum weiblichen Pascha aufspielt. Es liegt uns Frauen (anerzogen?) einfach fern, sich zum Familienoberhaupt zu stilisieren, nur weil sie den Löwenanteil des Geldes verdienen.

Die Sache mit dem Ernährerdruck jedenfalls nehme ich euch nicht ab, meine Herren. Vielleicht habe ich auch einfach nur zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, das will ich gar nicht ausschließen. Aber ich bin nicht alleine damit. Und ich frage mich, wie Ehen stabil sein sollen, in denen solch schiefe Machtverhältnisse herrschen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass der Ernährermythos beim Mann und die Frau in der Teilzeitfalle ein Grund sind, warum so viele Ehen scheitern.

Also, liebe Männer, erklärt mir das mal – woher kommt dieses Gefühl, dass ohne die eigene Erwerbstätigkeit alles zusammenbreche? Ist der Ernährermythos nicht vielleicht einfach eine Ausrede dafür, in Ruhe Karriere machen zu dürfen? Hm?

Linktipp: Kind und Karriere: Männer arbeiten länger, wenn sie Kinder haben. FAZ vom 12.05.2015

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Normann Richter
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Normann Richter

Als Vater der 90% des Haushaltseinkommens bestreitet, bin ich glaube ich in der Position die Du meinst. Ich fühle mich aber auch nicht in der Ernährer-Rolle. Der Druck ist natürlich da, ich kann mir in meiner Karriere keinen Fehler leisten, da wir auf das Geld angewiesen sind um unseren Lebensstandard zu halten. In unserer Beziehung haben wir auch gemerkt, das sich damit subtil Machtstrukturen einschleichen. Als eher reflektiertes Paar, das aber eigentlich mal angestrebt hat irgendwie zu 50-50 zu kommen, versuchen wir das aber zu diskutieren und auszugleichen. Ein ähnliches Phenomen gibt es nach meiner Erfahrung auch in andere Richtung,… Weiterlesen »

Sara
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Sara

Liebe Christine,
mein Mann würde gerne weniger arbeiten, das weiß ich. Aber leider würde nicht einmal mein Vollzeit Gehalt für die Kreditrate unseres Hauses reichen.
Und somit steht mein Mann tatsächlich unter Druck und muss das „Geld ran schaffen“. Weniger arbeiten ist in seinem Bereich leider auch nur theoretisch möglich. Fakt ist, es gibt zu viel Arbeit und zu wenig Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel hat schon eingesetzt…
Sicher sind wir nur ein Beispiel und es gibt genug Mütter, die mindestens genau so gut verdienen, wie ihr Mann, aber das trifft eben nicht in jeder Familie zu.

Liebe Grüße
Sara

Sophie
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Sophie

Liebe Christine, was du schreibst scheint plausibel, was ich nur nicht verstehe: Warum gibt es dieses Haus? Also nur mal angenommen, dass ihr eigentlich ein anderes Modell angestrebt HÄTTET: Damit habt ihr die Rollenverteilung ja zementiert, oder? Mich würde ernsthaft interessieren, ob ihr das mit erwogen habt. Und wie ihr euch abgesichert habt für den Fall der Trennung. Das klingt immer unspaßig, ist mir klar. Doch der von dir geschilderte Fall hat für mich eine Schieflage, denn – verkürzt gesagt – entweder ist das Haus überdimensioniert oder dein Gehalt nicht existenzsichernd. Häuser kosten Zeit und Geld, warum werden die Ressourcen… Weiterlesen »

fs
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fs

Ich bin eine Frau, die 90% des Familieneinkommens nach Hause bringt. Mein Mann ist selbstständig, und zwar Vollzeit. Und? Ich verspüre auch ein starkes Bedürfnis, „Karriere“ zu machen. In meinem Fall auf den unteren bis mittleren Führungsebenen. Denn das Geld ermöglicht einem die eine oder andere Annehmlichkeit. Es macht ruhig und gelassen, wenn man eben nicht den letzten Cent umdrehen muss und für Notfälle vorgesorgt ist. ABER: Bei Kollegen meiner Einkommensklasse sind die Frauen mit maximal 25 h die Woche beschäftigt. Den Rest der Zeit kümmern sie sich um die Kinder. Sie sagen, das ist einfacher, der Mann verdiene ja… Weiterlesen »

Sophie (kinderhaben.de)
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Sophie (kinderhaben.de)

Sehe vieles was du schreibst ganz genauso. Besonders an diesem Satz ist wohl oftmals was Wahres dran: „Ich kann mir sogar vorstellen, dass der Ernährermythos beim Mann und die Frau in der Teilzeitfalle ein Grund sind, warum so viele Ehen scheitern.“, zumindest dann wenn die Frau nicht 100% zufrieden mit Teilzeit und ohne Karrierechancen ist. Die eigenen Wünsche zurückzustellen und dabei zuzusehen wir der Mann sich seine (beruflichen) Wünsche erfüllt, muss frustrierend sein. Ich möchte das niemals erleben und hoffe, dass wir es in unserem Fall gut hinkriegen.

Benjamin
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Benjamin

„Druck“ habe ich was das angeht nicht gespürt, aber es schleicht sich alles so rein. Bei uns fing es so an: Meine Frau wollte unbedingt die Kinder voll stillen, da bin ich raus gewesen. Dann hat sich das fürs erste Jahr also so gefestigt. Mit einem Jahr wollten wir gemeinschaftlich 75% arbeiten. Die Kita, bei der wir einen Platz hatten, stellte sich aber als Kinderqualhölle heraus und ging nicht. Ein anderer Platz war nicht zu bekommen. Da wir aber auch finanzielle Ziele, eigenes Haus etc. hatten und ich wesentlich mehr als sie verdient habe, fiel die Wahl, wer den Beruf… Weiterlesen »

herforth
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herforth

Hallo Benjamin, wieso arbeitet ihr nicht zu gleichen Teilen, wie vorher ? Nur weil es für SIE nicht ok ist ? Was ist mit DIR ? Du arbeitest Vollzeit, sie überhaupt nicht ….wie passt das denn für die Kinder zusammen ?/ wenn es dir ja anscheinend nicht so viel ausmacht…. Schon mal überlegt sich die Verantwortung für die Kinder zu teilen ? Kein Wochenend Vater mehr zu sein oder KEIN Zahl Vater ? Du könntest den Kindern ein gleichwertiges ZUHAUSE bieten wie bei MAMA. Zuhause wäre dann auch bei dir ! Ihr könntet euch die Verantwortung für die Kinder teilen,… Weiterlesen »

Evelyn
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Evelyn

Danke für den Artikel, ich stimme dir voll zu, dass es bei vielen „Ernährern“ um Macht geht. Das ist natürlich ganz unterbewusst und schon von klein auf eingeübt und daher dem einzelnen vielleicht nicht vorzuwerfen. Viele Frauen denken jedoch, ihre Männer wären zu vertrottelt oder zu faul für Familienarbeit, weil sie die einfachsten Dinge einfach nicht machen. Nein, sie wollen ihre gute Position nicht aufgeben! Sich nur auf den Job zu konzentrieren ist natürlich entspannt. Im Büro die Zeit auf dem Klo nutzen um sich zu überlegen, was man abends kochen soll und so ständig mehrere Jobs parallel im Blick… Weiterlesen »

Dirk (@Dgerkrath)
Gast
Dirk (@Dgerkrath)

Liebe Christine, ja, klar, das gibt es auch heute noch häufiger als man denkt, dass Männer diesem Mythos tatsächlich gerecht werden wollen. Kenne ich gut. Nicht aus meiner Ehe (da erwirtschaftet meine Frau mittlerweile zwei Drittel des Familieneinkommens), sondern von meinen Eltern. Mein Vater hat sich quergelegt, damit er mehr verdiente als meine Mutter damals, die als Vorarbeiterin in einer Textilfabrik damals ganz gut bezahlt. Der hat Überstunden gemacht und nebenbei schwarz gearbeitet. Schließlich hat er durchgesetzt, dass meine Mutter wegen mir zu Hause bleibt. Dann war er erst zufrieden. Aber gibt es da nicht noch eine andere Seite ?… Weiterlesen »

Anonyme
Gast
Anonyme

Liebe Christine, ich wünschte ich könnte zu diesem Beitrag etwas schreiben, ohne anonym zu sein. Aber das ist mir derzeit nicht möglich. Wir hatten diese Konstellation, in der er mehr Geld verdient hat. Zu Beginn sogar deutlich mehr, da ich noch studiert habe, als das erste Kind kam und lediglich von meinen Eltern finanzielle Unterstützung bekam, die ich in meinen Mietanteil, Kinderbetreuung etc investierte. Da war dann sicherlich eine gefühlte Verantwortung beim Mann, für die Familie mit verdienen zu müssen. Und damit war da auch die Globalausrede für Vieles. Das Kind konnte nur von mir zur Betreuung gebracht und geholt… Weiterlesen »

Gerd
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Gerd

Ich kann hier nur sehr eingeschränkt bis überhaupt nicht zustimmen. Auch ich bestreite zwar 90% des Einkommens und meine Frau arbeitet zu 80% als Familienmanagerin und zu 20% Teilzeit für ein anderes Unternehmen, aber derzeit ist es einfach nicht anders machbar. Bedingt durch meine akademische Ausbildung haben wir knapp 5000 Euronen pro Monat auf dem Konto, wovon wir zu siebt leben müssen. Als meine Frau noch vollzeit berufstätig war, waren bei ihr 1.500 Euronen der Topscore. Wir wechseln uns ab, so gut es geht, z. B. bringe ich mehrmals pro Woche die Kids in die Kita/Schule auf dem Weg zur… Weiterlesen »

Nico Lindner
Gast
Nico Lindner

Hallo Christine,

tut mir Leid, ich kann nur wenig zur Beantwortung deiner Frage beitragen.

Mir geht es alleine darum, dass es unserer Familie gut geht. Ob jetzt meine Frau oder ich oder wir beide dafür sorgen, ist mir schnurzpiepegal. Hauptsache, wir sind halbwegs gesund. Das war leider in der jüngsten Vergangenheit nicht immer der Fall. Und regt dich zum Nachdenken über die Versorgung deiner Familie an. Was passiert beispielsweise, wenn ich komplett ausfallen sollte, aus welchem Grund auch immer? Solche Momente machen mir Sorgen.

Männer, die ihre Position des Hauptverdieners ausnutzen, sind für mich keine Vorbilder. Im Gegenteil.

Best, Nic

mauerunkraut
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mauerunkraut

Ich würde den Ernährerdruck, zumindest wenn ich mich so in meinem Kollegenkreis umhöre, nicht ganz von der Hand weisen. Ich denke, da spielen sehr wohl Erwartungsstrukturen mit rein. Allerdings wirft sich mir dann doch die Frage auf, wie nach einer Trennung dieser Ernährerdurck plötzlich verschwindet, wenn es um Unterhaltszahlungen geht.

Falko Meister
Gast
Falko Meister

Warum sollte ein Ehemann willig sein seine Frau zu versorgen und zu unterstützen, die untreu ist, und ihm die Kinder nimmt ? Das ist die Antwort auf die aufgeworfene Frage.

Bämmie
Gast
Bämmie

Vollkommen am Thema vorbei, der Klassiker.
Nirgends stand etwas von Untreue – und auch Väter bleiben Väter, wenn eine Ehe geschieden wird.
Grandios, wenn man(n) schlussendlich die gemeinsamen Kinder bestraft, weil der „undankbaren Frau“ kein Geld mehr zukommen sol.

maike
Gast
maike

Da kann ich mal für meinen Mann sprechen, er wäre gerne länger als 2 x 2 Monate in Elternzeit gegangen. Leider ist er nun mal der Hauptverdiener im Haus. Falls dem nicht so wäre ,auch aktuell, würde er lieber gerne mit mir tauschen. 20-25 std die Woche fände er glaub ich auch ganz nett, plus die anfallenden Tätigkeiten der Kinder/Haus. Da ich aber keine grosse Kariere anstrebe in meinem kaufmännischen Beruf stecke ich nun zurück.

Kathrin
Gast
Kathrin

Ich arbeite 75% und trage zu 1/3 zu unserem Haushaltseinkommen bei, mein Mann arbeitet 100%. Klar bleibt bei mir mehr Zeit mit und für die Kids, wahrscheinlich auch für den Haushalt, aber mein Mann macht mit, wo er kann. Er ist tgl. 12 Std. abwesend an 4 Tagen der Woche, an dem anderen Tag holt er die Kids ab und kümmert sich, weil ich länger arbeite. Wir treffen alle großen Entscheidungen gemeinsam (Urlaub, Wohnen, Anschaffungen). Wir haben uns auch gemeinsam für die Kids entschieden. Wir haben jeder unseren Sportabend in der Woche und gönnen uns gegenseitig Mädels- und Männerabende. Keiner… Weiterlesen »

Kathrin
Gast
Kathrin

Gesellschaftlich stelle ich mir speziell bei uns natürlich schon die Frage, warum verdient mein Mann bei ähnlicher Ausbildung soviel mehr als ich? Sind das die 4 Jahre, die er schon länger arbeitet? Oder sind es die interessanteren Alternativen, die er in der gleichen Branche, wie ich, gewählt hat oder würden ihm sie angeboten und musste ich öfter kämpfen und kam nie da an, wo er ist, weil ab nem gewissen Alter mir eh nur das Kinderkriegen unterstellt wurde? Naja wenigstens mache ich jetzt auch etwas, was mir Spaß macht… Manchmal gebe ich meinem Mann aber auch Tipps, die werden bei… Weiterlesen »

Bine
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Bine

Tut mir Leid, aber das hört sich so unglaublich frustriert an. Natürlich hat der Haupternährer einen unglaublichen Druck in der heutigen Zeit. Dabei spielt es doch garkeine Rolle ob Mann oder Frau. Es gibt tatsächlich auch Familien, und ich kenne einige, die sich zusammen ganz bewusst dafür entscheiden, dass nur einer außer Haus arbeiten geht. Da wird tatsächlich trotzdem alles gemeinsam entschieden. Da gibt es kein Machtgefälle. Außerdem muss man ja nur in die Vergangenheit gucken. Als klassische Rollenmodelle noch normal waren. Die Ehen da wurden weniger geschieden und haben funktioniert. Und nein, sicher waren es nicht nur qualvolle Ehen,… Weiterlesen »

Kathrin
Gast
Kathrin

Also ich lese aus dem Artikel von Christine eher Enttäuschung raus. Enttäuschung darüber, dass sie weder auf Arbeit noch vom Partner die Anerkennung bekam, die sie gebraucht hätte, damit ihr das ganze Spaß macht. Das ist sehr schade! Ich kann verstehen, dass sie daher manch „männliche“ Verhaltensweise hier im Blog anprangert. Es gibt ja auch tatsächlich solche Männer, die sich hinter ihrer Arbeit verstecken und glauben, dass der, der das Geld heim bringt, auch die Entscheidungen trifft. All das muss in jeder Beziehung verhandelt werden. Wo hoffentlich beide Partner verhandeln wollen mit Respekt! Auf der anderen Seite sollten wir alle… Weiterlesen »

Falko Meister
Gast
Falko Meister

super! Danke.

Anke
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Anke

Ich bin 100%tig bei Gerd. Also diese These ist mir jetzt auch ein bisschen too much. Wenn Frau mehr arbeitet als Mann, steht der Mann unterm Pantoffel oder was weiß ich. Bleibt Frau zuhause, lässt sie sich aushalten, geht nur Kaffee trinken und verprasst das schwer verdiente Geld des Mannes… Geht Frau Vollzeit arbeiten ist sie auch noch die Rabenmutter… Lasst doch jeden mit seinem Familienmodell glücklich werden, zumal die Entscheidungsgrundlagen doch für jede Familie anders aussehen. trotzdem finde ich natürlich, dass noch eine Menge passieren muss, dass alle die, die die klassische Rollenverteilung anders gestalten wollen, gesellschaftlich noch mehr… Weiterlesen »

Thomas
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Thomas

Ehrlich gesagt halte ich es für eine Illusion, das es „das“ ideale Familien- und Erwerbsmodell gibt. Ich halte es sogar für zweifelhaft, dass es mehr als 20% der Familien schaffen das von ihnen bevorzugte Modell umzusetzen. Natürlich gibt es „Rabenväter“, die sich nur um den Job kümmern und Heim&Herd der Frau überlassen. Und ja, viele drücken sich vor den Pflichten wie Unterhaltszahlungen usw. Ich verstehe persönlich auch nicht wieso jemand so handelt. Was ich aber täglich erlebe ist wie schwer der Kampf immer noch ist, dem eigenen Familienbild Rechnung tragen zu können. Wenn eine Mutter arbeiten will ist die die… Weiterlesen »

Falko Meister
Gast
Falko Meister

Es mag ja auch einen anderen wichtigen Aspekt geben. Kompensatoin von 1) für den Mann zu wenig Sex, weil Frau Mama’s Brüste belegt sind. Der Hormonhaushalt einer Frau, nach der Geburt, ist nicht förderlich. 2) der Mann ist Zuhause nicht so Wichtig, weil an der Wichtigkeit für die Kinder steht die Frau Mama an erster stelle. Nach der Geburt gibt es keine Gleichberechtigung. Genauso wie während der Geburt, oder Schwangerschaft. Das ist natürlich, und normal. Aber emotional hart für ihn, deshalb der Selbstwert-Rettungsanker Arbeit. Das Verknüpfung Arbeit = Geld = Macht = Böses Ungleichgewicht sehe ich im letzten Punkt als… Weiterlesen »

Martin
Gast
Martin

Die Ernährerrolle sollten Männer ganz schnell ablegen und auf beiderseitige finanzielle Beteiligung bestehen, sonst schaut es nach der Trennung/Scheidung (gut 50%tige Wahrscheinlichkeit) sehr schlecht aus. Dann wird der Mann als Ernährer nicht nur gewünscht, sondern per Gesetz eingefordert.

Jana B
Gast
Jana B

Hallo an alle, Ich denke eines der größten Probleme ist doch, dass sich viele Familien finanziell überlasten und dann in solche „zwänge“ kommen. Wir müssen das Haus bezahlen… den Urlaub … den Lebensstil… mein Mann und ich haben zwei Kinder und das erste bekommen als wir beide noch Studenten waren. Nummer zwei kam 2 Jahre später, als wir unsere Ausbildung abgeschlossen hatten und beide begannen zu arbeiten. Aktuell arbeiten wir beide Teilzeit, ich etwas weniger als er. Aber für uns beide ist klar: Karriere und Vollzeit arbeiten um einen Chef glücklich zu machen kommt für uns nicht in frage. Am… Weiterlesen »