„Schnellstarterin“ – 3 Monate nach der Geburt wieder im Beruf?

Linoleumgeruch, blitzeblanke lange Flure, eine Wartezone mit Ficus Benjamini und unbequemen Plastikstühlen. Das Arbeitsamt in Hamburg-Mitte war hässlich, aber ich hatte nichts anderes erwartet. Draußen novembergrau, drinnen ich mit dem nagelneuen dunkelblauen Kinderwagen. Ich fror und ich war müde, die ersten Wochen mit dem Baby waren anstrengend gewesen.

Pünktlich zum vereinbarten Termin klopfte ich an der Tür der Sachbearbeiterin und trat ein. Sie sah missbilligend auf das Baby auf meinem Arm, bot mir einen Platz an, fragte ein paar Daten ab, und sagte dann den Satz, den ich auch 15 Jahre später nicht vergessen habe: „Sie wollen doch gar nicht arbeiten. Bleiben Sie mit dem Kind zuhause.“ Das war wie eine Ohrfeige für mich. Ich war schlagartig wach. Und ich war wütend. Was bildete sich diese Frau ein!? Klar, wenn ich mich nicht arbeitslos melde, spart der Staat Geld, das konnte mich mir denken. Aber zum einen mussten wir ja von irgendetwas leben, und zum anderen war ich bis zu diesem Tag überhaupt nicht auf die Idee gekommen, nach dem Mutterschutz nicht gleich wieder zu arbeiten.

Bewerbungsfoto für das Praktikum bei Familie&Co, Hamburg im Spätherbst 2000
Bewerbungsfoto für das Praktikum bei Familie&Co, Hamburg im Spätherbst 2000. Ich bekam den Job.

 

Ich fand die Idee absurd, zuhause zu bleiben. Elternzeit gab es damals noch nicht, Modelle für gelungene Vereinbarkeit von Familie und Beruf kannte ich nicht, weil ich trotz des hohen Alters (ich war 34 bei der Geburt des ersten Kindes) keine Paare mit Kindern im Freundeskreis hatte. Zuhausebleiben!? Das meinte die Sachbearbeiterin ernst, ihr drohender Gesichtsausdruck ließ keinen Zweifel zu. „Ich kann Ihre Arbeitslosmeldung nur aufnehmen, wenn Sie mir schriftlich geben, dass Sie jemanden haben, der sich um Ihr Baby kümmert“, schob sie noch hinterher, und ich versicherte ihr, dass mein Mann das tun würde, so sei es besprochen. „Das brauche ich schriftlich“, wiederholte die gnadenlose Frau vom Amt. Gut, das sollte sie bekommen, ich würde diese Betreuungsbestätigung nachreichen, kündigte ich an.

Während ich ob dieser Behandlung zwischen Wut, Bestürzung und dem Wunsch, in Tränen auszubrechen schwankte, schaukelte ich sanft mein Baby, was wahrscheinlich mich in diesem Moment mehr beruhigte als mein Kind, und dann verließ ich so schnell wie möglich diesen schrecklichen Ort, und nahm mir vor, möglichst wenig mit Arbeitsämtern zu tun zu haben wollen. Es war sowieso nur dazu gekommen, weil ich schwanger die Journalistenschule besucht hatte und quasi direkt nach dem Erwerb des Abschlusszertifikats das Baby auf die Welt gekommen war. Ich war also nicht in der halbwegs bequemen Position, aus einem Job heraus wieder in den Beruf zu starten, sondern musste neu anfangen, in einer Stadt, in die ich für meine Ausbildung gezogen war.

Vollzeit arbeiten und sich dabei pudelwohl fühlen – Säugling hin oder her

Über die Empfehlung einer Freundin fand ich dann noch vor dem Ende des Mutterschutzes einen festen Vollzeitjob, den ich gut 4 Monate nach der Geburt meines Babys angetreten habe. Es handelte sich um einen gut bezahlten Job, für den ich perfekt qualifiziert war: Leitende Online Redakteurin der englischsprachigen Version einer Event-Webseite, und ich freute mich darauf. Vorher machte ich noch einen Monat lang ein Praktikum bei Familie & Co, die damals noch in Hamburg waren, ich ging also direkt nach dem Mutterschutz wieder voll arbeiten, 3 Monate nach der Geburt. Früh kam mir das nicht vor, ich fand das selbstverständlich.

Mir hat auch mein Kind tagsüber nicht gefehlt, im Gegenteil, ich war froh, etwas tun zu können, worin ich gut bin, unter Leuten zu sein im Büro, und gutes Geld zu verdienen. Niemand dort, in der Firma, fragte mich, ob ich das Kind nicht vermisste, nur meine Mutter rief öfter Mal bei uns zuhause an, wo der Mann sich ums Baby kümmerte und nebenbei seine Firma gründete. Und ulkigerweise war meine Mutter bei jedem Anruf bass erstaunt, dass ich bei der Arbeit war, obwohl sie das eigentlich genau wusste. Ich ärgerte mich zuerst darüber, dann fand ich es lustig und zuckte die Schultern. Meine Mutter war ihr Leben lang Hausfrau, natürlich passte mein Verhalten nicht in ihr Weltbild.

schnellstarterinnen
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 04.10.2915

Der Fortschritt ist eine Schnecke

Dass aber heute noch verwundert nachgefragt wird, wenn Frauen „schon“ 3 oder 6 Monate nach der Geburt wieder arbeiten wollen, finde ich schon etwas anachronistisch. „Die Schnellstarterinnen“ titelt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung heute, und lässt dort 3 Frauen zu Wort kommen, die relativ schnell wieder in den Beruf einstiegen. Keine von den dreien berichtet davon, dass sie diese kurze Auszeit normal fand. Alle erzählen von einem gewissen Druck im Berufsleben, nicht von dem eigenen Wunsch, zu arbeiten. Auch vom schlechten Gewissen ist die Rede. Ja, bin ich denn total sonderbar!? Ich hatte kein schlechtes Gewissen, wenn ich arbeitete, nie.

Dabei habe ich nicht nur ein Kind, sondern drei. Beim zweiten Kind habe ich 14 Tage nach der Geburt schon wieder Interviews am Telefon geführt und frei geschrieben, und ich fand das großartig. Dafür leistete ich mir einen Babysitter und zahlte jeden Euro gern. Denn nur Windeln und Spazierengehen, das füllte mich nicht aus. Und als das dritte Kind kam, war ich fest in der Schweiz angestellt, mit einer 42-Stunden-Woche; da gab’s keinen Mutterschutz vor der Geburt per Gesetz, nur hinterher 14 Wochen, in denen die Frau nicht am Arbeitsplatz erscheinen darf. Für diese Zeit habe ich eine freie Journalistin als Vertetung organisiert und eingearbeitet, mich aber bereits eine Woche nach der Geburt wieder um meine Mails gekümmert und stundenweise auf der Webseite, die ich betreute, nach dem Rechten geschaut. Nach 14 Wochen war ich wieder voll im Job, weil ich es wollte, und auf die Kinder passte mein Au-Pair auf. Es ging allen gut.

Christine mit Baby
Mit dem zweiten Baby, Sommer 2006. Bodensee.

 

Ich habe immer gearbeitet, weil ich es wollte. „Das ist borniert!“, hatte mir mal ein Freund vorgeworfen, der als Werkzeugmacher schwer malochte, und der mich darauf aufmerksam machte, dass viele Leute nur des Geldes wegen arbeiten und ihren Job hassen. Diese Leute tun mir leid, und ich bin froh um meine gute Ausbildung, das Studium, die Auslandserfahrung, die Dinge, die ich lernen konnte. Lernen ist toll. Und arbeiten auch, jedenfalls, wenn man etwas tun kann, das man liebt. Als Schnellstarterin habe ich mich nie gesehen. Ich finde den Begriff an dieser Stelle albern – nein ärgerlich. Nur weil ich ein oder mehrere Kinder austrage und gebäre, eventuell auch stille, bin ich doch kein anderer Mensch. Den Vätern sagt ja auch niemand, „Oh, Sie wollen schon direkt nach der Geburt/nach 2 Monaten Elternzeit wieder arbeiten? Trauen Sie sich das denn zu?“

Es hat sich offenbar wenig getan in den vergangenen 15 Jahren, zwischen der Geburt meines ersten Kindes und jetzt. Im Gegenteil, bei Alleinerziehenden, wie ich es seit 6 Jahren bin, scheinen Arbeitgeber davon auszugehen, dass frau eh nicht zuverlässig bei der Arbeit erscheine oder besser bei den Kindern aufgehoben sei. Wenn ich keine Arbeit mehr bekomme, dann schaffe ich sie mir eben selbst, habe ich mir bockig gesagt. Und arbeite seit 3 Jahren selbstständig von zuhause aus. Jetzt bin ich nicht nur Schnellstarterin, sondern auch noch Spätstarterin. Und zeige denen, die meinen, als dreifache Mutter könne eine Frau nicht arbeiten, eine lange Nase. So viel Genugtuung darf sein.

Link zum Artikel in der FAS, online seit 10.10.2015

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Murmelmama
Murmelmama
4. Oktober 2015 19:14

Liebe Christine, zum Glück war ich in der komfortablen Situation aus einer Festeinstellung heraus in den Mutterschutz zu gehen. Ich bin auch nicht ganz so schnell wieder arbeiten gegangen wie Du und dennoch bin ich auf eine Menge kritische Äußerungen gestoßen, als ich 8 Monate nach der Geburt der Murmels wieder arbeiten ging. Mein Chef (und auch Schnittstellen-Kollegen aus anderen Fachbereichen) waren froh und vor allem dankbar. Hinterfragt und kritisiert haben es in erster Linie die kinderlosen… Grundsätzlich hat es natürlich wirtschaftliche Gründe aber ganz wesentlich für mich war auch > ich habe immer gerne gearbeitet! Ich bin gut in… Weiterlesen »

jongleurin
jongleurin
4. Oktober 2015 21:23

Ich glaube ja, dass sich das mit dem Elterngeld insofern geändert hat, dass die allermeisten Mütter nach einem Jahr wieder im Job sind – zu deiner Zeit, Christine, waren ja drei Jahre noch die Norm. Da hat sich also schon ziemlich viel getan. Ich habe die vage Vermutung, dass das mit dem Elterngeld Plus noch statistisch erkennbar weiter geht und die Auszeit tendenziell kürzer wird. Ich habe nach der Krabbengeburt nach sechs Monaten begeistert wieder im Büro gesessen. Das hat niemanden tangiert, bei meiner Arbeitgeberin war das ziemlich Usus – immerhin saß ich in der politischen Fachebene der Partei herum,… Weiterlesen »

Regine Franck
Regine Franck
4. Oktober 2015 21:56

Schweiz, Februar 2005: Selbstständig und mit 5 Tage alter Tochter – (noch) keine staatliche Mutterschaftsversicherung; Leben von Auftrag zu Auftrag, Vater wohnt anderswo und ist nicht bereit, sich an mehr als gelegentlichem Spielen und Windelnwechseln (immerhin!)zu beteiligen. Fazit: Am Tag, nach dem Tochter und ich aus der Klinik kamen, sass ich am nächsten Auftrag, Tochter im Arm bzw. an der Brust. Zwei Monate später Kommentar eines Kunden: „Toller Text, aber weshalb steht auf Folie 18 plötzlich „P…s (=Windelmarke)“?“ Januar 2008: Immer noch selbstständig, Sohn 2 Tage alt. Staatliche Mutterschaftsversicherung gibt es unterdessen für sechs Monate, aber – wer das Geld… Weiterlesen »

SchlimmeHelena
SchlimmeHelena
5. Oktober 2015 07:44

Liebe Christine, heute ist alles so sehr auf die finanzierte Elternzeit zugemünzt, dass das der einzige Weg zu sein scheint, wie man mit Kind zu leben hat. Ein Jahr daheim bleiben und dann schön in Teilzeit zurück in den Job. Wehe, wehe man weicht in irgendeine Richtung davon ab. Ich habe beim ersten Kind noch studiert und wegen dem Uniwechsel nach der Geburt hatte ich tatsächlich 8 Monate mit meiner Tochter daheim, bevor es los ging. Beim zweiten Kind habe ich nach 10 Wochen wieder Vollzeit angefangen zu arbeiten. Das war anstrengend, weil es Winter war und wir viele Infekte… Weiterlesen »

SchlimmeHelena
SchlimmeHelena
5. Oktober 2015 07:58

Mein Sohn hat drei Jahre lang nicht durchgeschlafen. Drei Jahre mit zu wenig Schlaf ziehen sich wie Kaugummi. Damals war ich kurz davor Menschen Gewalt anzutun, die ein „hach, sie werden so schnell groß“ in meine augenberingtes Gesicht sagten…

Und ja, ich freue mich auch daran wie sie wachsen und groß werden und mich eines Tages nicht mehr brauchen. Denn ich kann nicht immer für sie da sein. Und das Ziel ist, dass ich mir später keine Sorgen um sie machen muss. Weil sie alles haben werden, was man braucht, um ein Leben zu meistern.

e-milka
e-milka
7. Oktober 2015 11:45

Liebe Christine, liebe Helena willkommen im Klub der nicht durchschlafenden Kinder. Ich kam zu dem ersten Kind wirklich wie die sprichwörtliche Jungfer, nichts ahnend, nichts wissend. Den ersten Einkauf für das Kind habe ich im 3. Monat Schwangerschaft frohen Mutes in der Buchhandlung erledigt, so gut war ich vorbereitet, darauf was kommt. Und Durchschlafen – klar, das kommt ja spätestens mit 3 Monaten. Die gingen jedoch vorbei und mein entzückendes Schreibaby wollte nicht durchschlafen. In der PeKip-Gruppe fingen die Kinder es angeblich langsam an. Das Streberbaby, das alles als Erstes vor der Gruppe beherrschte, konnte es sogar von der ersten… Weiterlesen »

Kirsten
Kirsten
6. Oktober 2015 13:28

Oh Mann. „Sie werden ja so schnell groß, genießen Sie das doch ein bisschen“ – sagte mir original die Kita-Leiterin, bei der ich mit dickem Bauch einen Platz für das noch ungeborene Kind haben wollte (ist schon ein paar Jahre her, aber auch noch nicht soo lange). Da dachte ich auch mal kurz, hier hat jemand seinen Beruf verfehlt, und das bin grad mal nicht ich!

jongleurin
jongleurin
5. Oktober 2015 08:36

Ich finds total super,dass es „so schnell“ vorbei geht. Das ist in schlechten Zeiten das einzige, was mich aufrecht erhält und der einzige Grund, über noch ein Kind nachzudenken: dass sie so fix größer werden.
Zumindest im Nachhinein. Wenn man mitten drin steckt, wirkt es wirklich sehr zäh.

Maja
Maja
5. Oktober 2015 10:10

Liebe Christine, hätte ich einen Blog, würde ich direkt die Gegenrede dazu schreiben. Nach 17 Jahren Berufstätigkeit – auch neben dem Studium – und der Diagnose „so gut wie unfruchtbar“ freue ich mich gerade unbändig auf mein erstes Kind und möchte mir das erste Jahr absolut nicht nehmen lassen. Leider hat mein Arbeitgeber, der Wissenschaftsbetrieb, wo man sich sowieso von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangelt – dafür überhaupt kein Verständnis und die mündlich zugesagte Verlängerung des Arbeitsvertrags um drei Jahre wurde zurück gezogen. Würde ich direkt nach dem Mutterschutz zurück kommen, sähe es anders aus. Ich habe auch immer gearbeitet, weil… Weiterlesen »

Frau Kreis
Frau Kreis
5. Oktober 2015 10:40

Ich bin nach K1 wie K2 nach zwei Monaten beruflich wieder eingestiegen, was bei K1 nichts daran geändert hat, dass mein alter Führungsjob erst einmal weg war. Bis auf die Müdigkeit ging das Ganze eigentlich, aber die genderbezogenen Anmerkungen (bei mir waren es meist Männer, deren Frauen eine lange Auszeit genommen hatten) fand ich anstrengend, weil sie emotional-moralisierend, nie sachlich-neutral oder gar neugierig fragend waren. Und im Grunde hat sich das Ganze immer noch nicht geändert: auch mit drei Kindern werde immer ich gefragt, wie ich das Ganze vereinbare. Auch zwei Grundschul- und ein Gymnasialkind werden gern als „viel zu… Weiterlesen »

Nadine
Nadine
5. Oktober 2015 11:06

Brauchen Kinder ihre Eltern also heute nicht mehr?

Rosalie
Rosalie
5. Oktober 2015 11:32

Du bist gar keine Ausnahme, Christine! Und es ist auch nicht unnormal, so schnell wieder arbeiten zu gehen. Ich werd auch K3 nach 4 Monaten in die Kita eingewöhnen, kein schlechtes Gewissen dabei haben und finde das gut – vor allem für mich. Denn nach so 3 Monaten zu Hause ist dieses Babyding irgendwie nicht mehr ganz so spannend. Bei K1 ging ich nach 16 Wochen wieder Vollzeit arbeiten und es war und ist schlicht kein Problem, wenn man eine gute Kinderbetreuung hat – egal ob Kita, Papa oder Oma etc. Nur in eine Kita, die nicht auf Babys eingerichtet… Weiterlesen »

goldammer
goldammer
5. Oktober 2015 20:48

So schön!

Wieso hat die FAS eigentlich nur drei mit schlechtem Gewissen behaftete Frauen gefunden, während sich hier in den Kommentaren mindestens acht (meine Wenigkeit eingerechnet) tummeln, die gerne arbeiten UND gerne Kinder haben (ups, jetzt wäre mir fast „Wie so’n Mann!“ rausgerutscht).

Peter
Peter
5. Oktober 2015 23:27

Beim Lesen habe ich mich gefragt: Wie hat sie das denn mit dem Stillen gemacht? Natürlich weiß ich, dass es Gründe gibt, nicht stillen zu können oder wollen. In unserer Elternzeitplanung hat das Säugling-Füttern jedoch eine so große Rolle gespielt, dass mir die Erwähnung des Themas hier wirklich fehlt. Hast du gestillt? War es eine Entscheidung nicht oder wenig zu stillen oder ein Zwang? Ich gehöre auch zu denen, die hauptsächlich des Geldes wegen arbeiten gehen. Ich würde gerne Stunden reduzieren, wenn wir es uns leisten könnten. Ich würde gerne andere Sachen ausprobieren. Aber mir wird immer wieder gesagt, dass… Weiterlesen »

die schon wieder
die schon wieder
7. Oktober 2015 20:36

Schreibst Du doch selbst, dass es mit Kind 1 und 3 fürs Kind sch…… war. Bei Kind 2 warst Du arbeitend zuhause und alles war schön. Bei Kind 1 hättest Du im Nachhinein das Stillen lieber ganz sein gelassen. Warum Dir Deine Anpassung an die Arbeitssituation wichtiger ist als Deine Anpassung an die kindlichen Bedürfnisse ist mir unverständlich. Intellektuell fordern kann Frau sich doch immer und noch ein Leben lang, eine Stillbeziehung mit Deinem Baby kommt nie wieder. Ich finds jedenfalls noch heute (bin 40, Mutter von 2 Kindern, wissend um die Besonderheit des Stillens) Sch….von meiner Mutter, dass sie… Weiterlesen »

Nicht nur Mama
Nicht nur Mama
9. Oktober 2015 16:07

Hallo Die schon wieder, meiner Meinung nach sollte jede Familie das Stillen oder Nicht-Stillen so handhaben, wie es für sie passt. Ich halte Stillen für sinnvoll, solange es allen Beteiligten dabei gut geht. Dazu gehört auch die Mutter. Wenn sie aber aus welchen Gründen auch immer nicht Stillen möchte, halte ich Flaschenernährung für die bessere Variante. Eine Beziehung, die eine der Personen nur wiederwilllig eingeht, scheint mir keine gute Alternative zu sein. Mein Kind (jetzt gut ein Jahr) habe ich fünf Monate voll gestillt bis ich aus medizinischen Gründen abstillen musste. Es war oft sehr anstrengend, da es schlecht trank,… Weiterlesen »

Jil Peren
Jil Peren
6. Oktober 2015 09:03

Kann ich nicht nachvollziehen, dieses schnell wieder arbeiten wollen, wenn es in Abwesenheit des Kindes geschieht. Denke nicht, dass die Mutter gut durch andere Personen ersetzt werden kann und das das Vertrauen in die Mutter, bzw. die Bindung(sfähigkeit/-qualität) des Kindes dadurch Schaden nehmen kann. Finde auch Stillen sehr wichtig. Ein Baby ist so voller Unruhe und Unsicherheit und die Mutter, als Verantwortliche, bzw. diejenige, die dem Kind das Leben „schenkt“, sollte dem Kind soviel Nähe, Geborgenheit und Sicherheit geben wie nur möglich, besonders am Anfang (bis mind.1 Jahr).

Frau Kreis
Frau Kreis
6. Oktober 2015 12:46
Antwort  Jil Peren

Muttersein an sich ist auf Dauer kein Alleinstellungsmerkmal. Ein Vater, eine Oma, eine Kinderfrau kann einem Säugling genau so viel Sicherheit bieten. Stillen kann man z.B. auch während der Arbeitszeit (Stillpausen sind gesetzlich vorgeschrieben) oder die Muttermilch wird regelmäßig abgepumpt. Es gibt daneben auch genügend Frauen, die mit Flasche füttern. Mir machen diese ideologischen Überfrachtungen der Mutterrolle, die ein Kind des bürgerlichen 19. Jahrhunderts darstellen, Angst – und ich glaube, dass u.a. auch dieses Mutterbild junge Frauen davon abhält, Kinder zu bekommen.

Jil Peren
Jil Peren
6. Oktober 2015 13:45
Antwort  Frau Kreis

Sind für mich keine ideologischen Überfrachtungen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie eine Mutter es übers Herz bringt, diese Innigkeit und Nähe zum Baby nicht zu haben/ zu wollen. Quantitativ und qualitativ. Ich finde es pathologisch/gestört und das wird an die Kinder weitergegeben.

Jil Peren
Jil Peren
6. Oktober 2015 15:05

Von „rund um die Uhr“ und „nicht Loslassen können“ war nicht die Rede. Das Kind zu Beginn (mind. die ersten 9 Monate) nicht intensiv begleiten zu wollen, empfinde ich als gestört und an den Bedürfnissen des Kindes vorbei.
Aber ich höre jetzt auf, wollte auch gar nicht stänkern.
Ich lese Deinen Blog gerne und finde Deine Power beeindruckend. Alles,alles Gute

Frau Kreis
Frau Kreis
6. Oktober 2015 14:13
Antwort  Jil Peren

Als pathologisch kann man das Abweichen von der 24-Stunden-Mutterschaft nur bezeichnen, wenn man biologistisch argumentiert. Frauen sind aber, ebensowenig wie Männer, ausschließlich physiologisch gesteuert. Es geht in diesem Beitrag nicht darum, dass Frauen keine Nähe zum Kind zulassen, sondern meines Erachtens um den Ausschließlichkeitsanspruch, den die Gesellschaft mit dem Muttersein verbindet.

goldammer
goldammer
6. Oktober 2015 20:02
Antwort  Frau Kreis

Tatsächlich kann man sogar biologistisch argumentieren und darauf kommen, dass eine 24-Stunden-Mutterschaft genau das Gegenteil von dem ist, was in der Biologie des Menschen verankert ist. Hätten wir Frauen wirklich den Instinkt, unsere Babies 24 Stunden am Tag an unserem Körper zu haben, dann könnte diese Diskussion gar nicht stattfinden, weil wir gar nicht auf den Gedanken kämen, es anders zu tun. Es gäbe auch keine Männer, die sich um Neugeborene kümmern, weil das komplett ihrem Instinkt widerspräche. Bei den großen Menschenaffen ist das so. Da sind die Babies nonstop bei ihrer Mutter und wenn sie einem männlichen Mitglied, auch… Weiterlesen »

Verena
Verena
6. Oktober 2015 15:14

Ich finde es schön, mich ein paar Jahre ganz dem Kind zu widmen. Ich werde noch viele Jahrzehnte (gerne) arbeiten und finde es aus eigener Erfahrung auch gut, eine Mutter zu haben, die voll im Berufsleben steht. Beim ersten Kind war ich ein Jahr zuhause und auch da erst vollständig von Geburt und Stillzeit „genesen“. Beim zweiten Kind werde ich zwei oder drei Jahre Auszeit nehmen. Da werde ich von anderen Eltern schief angeschaut: „Was, du bleibst länger als ein Jahr zuhause? Dann ohne Elterngeld?“ Schade, dass man sich immer rechtfertigen muss – ob nun zwei Monate zuhause oder drei… Weiterlesen »

Katja
Katja
6. Oktober 2015 22:17

Ach Mensch Mädels macht euch locker, arbeiten kann man doch schließlich noch das ganze Leben. Was macht da schon das eine Jährchen nach der Geburt aus? Es ist doch schön, wenn frau nicht sofort das Baby vom Busen weg reißen muss. Das ist doch Krampf, also auf Milchpumpe hatte ich z. B . überhaupt keine Lust. Und auf diese Weise entsteht ein tiefe Verbundenheit zwischen Mutter und Kind, die weit über die Stillzeit hinausreicht.

Hanne
Hanne
19. Oktober 2015 21:08

Liegt denn die einzige mögliche intellektuelle Stimulanz für eine Mutter im Job? Nach Studium und Promotion weiß ich mich auch ein Jahr lang zu Hause beim Baby auf vielerlei Weise anspruchsvoll und geistreich zu unterhalten. Wozu gibt es Bücher, gute Zeitungen, wozu Debattierclubs, Museen, Theater? Es muss nicht der Job sein, der fordert, man ist (mit jedem Bildungshintergrund!) fähig, sich selbst intellektuell herauszufordern. „Ich bin beim Baby intellektuell unterfordert!“ – Ja, mei, wer ist das nicht? Aber um zu beweisen, dass meine Synapsen noch zu etwas taugen, muss ich, wenn das Finanzielle geregelt ist, nicht ins Büro spurten. Bildung lässt… Weiterlesen »

Monalisa
Monalisa
8. Oktober 2015 10:21

Hm, so ganz überzeugt mich das auch nicht. Ist zwar schön, wenn man sich die Fürsorgearbeit gleichberechtigt mit dem Vater teilt oder auch von der weiteren Verwandtschaft unterstützt wird, sodass eine frühe Rückkehr an den Arbeitsplatz überhaupt erst möglich ist, aber wie andere schon sagten…Zeit für’s Erwerbsleben hat man doch ein Leben lang genug. Ich finde, dass das Eltergeld, wie wir es derzeit haben, durchaus eine Errungeschaft ist: es ist stillfreundlich, mütterfreundlich und somit familienfreundlich. Der Gedanke, ein Baby mit ein paar Monaten schon an irgendeine Institution abzugeben, erfüllt mich dagegen mit Grauen und das heißt nicht, dass ich nicht… Weiterlesen »

Frau Dreieinhalb
Frau Dreieinhalb
8. Oktober 2015 11:36

Liebe Christine, danke für diesen Beitrag! Ich bin immer wieder erstaunt – wie man ja auch hier in den Kommentaren merkt – wie dogmatisch viele Menschen argumentieren, sobald es um Kinderbetreuung und angemessenes mütterliches Verhalten geht… Zu akzeptieren, dass Frauen unterschiedlich sind, dass manche gerne arbeiten gehen und es das Beste für ihr Kind ist, während andere gerne zuhause bleiben und das ebenfalls das Beste für ihr Kind ist, scheint vielen schwer zu fallen. Ich habe gerade mein erstes Kind bekommen. Meinem Freund und mir ist es wichtig, die Betreuung gleichermaßen auf uns beide zu verteilen. Ich werde nach fünf… Weiterlesen »

Wolfgang
Wolfgang
10. Oktober 2015 11:33

Ich kann nicht wirklich mitreden weil es bei mir anders lief. Mein 3. Kind war 11 Monate alt als die Mutter nach schwerer Krankheit 1996 verstarb. Ich hätte ja noch 2 Jahre lang Anspruch auf Kinderbetreuungsurlaub gehabt. Die Sozialarbeiterin des Jugendamtes riet dringend davon ab. Hauptargument: Ihren Kindern ist besser geholfen, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse im Haushalt stabil und sicher bleiben, denn mein Arbeitgeber hätte meinen Posten unmöglich 2 Jahre lang frei halten können. Und Grosseltern seien keine gute Lösung. Ich erhielt wirtschaftliche Nothilfe vom Amt: Haushaltshilfe für 11 Stunden am Tag – ich musste finanziell nur ca. den Betrag… Weiterlesen »

Anna
Anna
13. Oktober 2015 07:46

Liebe Christine, danke für deinen Beitrag zu diesem Thema. Ich finde es absolut richtig, dass Mütter und Väter selbst entscheiden, wie sie am besten Beruf und Familie unter einen Hut bekommen, das sollte nur sie etwas angehen. Ich persönlich mache aber genau gegenteilige Erfahrungen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Angehörige der sogenannten „Generation Y“ bin. Ich habe eher das Gefühl dass junge (Akademiker-)Frauen heutzutage eher ein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn sie „nur“ Elternzeit machen ohne irgendwelchen toll klingenden Projekte wie „ich gründe gerade eine Firma“, „ich mache nebenher Akquise“, „ich studiere“ oder „ich mache eine Weltreise“. Ich selbst… Weiterlesen »

Mutti
Mutti
13. Oktober 2015 12:09

Liebe Christine, meine Tochter ist die Tage 4 geworden und ich blicke auf das eine Jahr Babypause zurück. Ich fand es grauenvoll… Ich habe stets den Kontakt zu meiner Arbeit gesucht und nach einigen Monaten zum Glück kleinere Projekte von zu Hause aus betreut. Hätte ich das nicht getan, wäre ich kreuzunglücklich gewesen. Seltsam dass man mir als Mutter dafür Vorhaltungen machte. Mein Mann konnte ohne schlechtes Gewissen sagen, dass er sich das nicht vorstellen könne und verrückt würde mit dem Baby zu Hause. Dass ich genauso selbstverständlich sage, dass ich mir auch vorstellen könne den ganzen Tag zu arbeiten… Weiterlesen »

Monalisa
Monalisa
14. Oktober 2015 16:10

Natürlich kann man da drüber nachdenken. Meiner bescheidenen Lebenserfahrung nach rechnet sich das Studium für viele Frauen nicht.

Manuel
Manuel
30. Oktober 2015 17:00

Meine Frau hat mir eben den Link zu diesem.. – Hm, keine Ahnung wie man „das“ nennen soll was hier runtergetippt wurde – geschickt. Ehrlich gesagt habe ich auch nach den ersten beiden Abschnitten direkt aufgehört weiter zu lesen weil ich es allmählich nicht mehr hören kann wie „Frau von heute“ einerseits danach lechzt irgendwann in ihrem Leben einmal Kinder zu haben, andererseits aber keinerlei Anstalten macht dann auch eine „Mama“ sein zu wollen. Sorry – Aber ich empfinde es als Beleidigung für jede „Mutter“ wenn sich solche wie Sie ebenso betiteln. Für mich ist diese Anwandlung die von Generation… Weiterlesen »

Hamburger Deern
Hamburger Deern
9. Juni 2016 21:03
Antwort  Manuel

Ich finde das ist eine ganz schön anmaßende Bemerkung. Ist das Thema wie man seine Kinder aufzieht beziehungsweise wann und wie man sie betreuen lässt nicht die Sache von genau zwei Menschen, nämlich den Eltern? Ich finde diesen unsachlichen und kränkenden Beitrag nicht angebracht, besonders schockierend finde ich dass Ihre Frau Ihnen den Link zukommen ließ – wie ich annehme mit der selben Entrüstung. Muss das sein? Müssen Eltern sich immer so gegenseitig bewerten? Können wir nicht einfach davon ausgehen, dass alle Eltern gleichermaßen das Beste für sich und ihre Kinder wollen? Besonders bei Frauen fällt mir das Phänomen des… Weiterlesen »

Andrea
Andrea
31. Oktober 2015 02:29

Ich muss ja gestehen ich bewundere es, wenn Mütter so früh wieder arbeiten gehen wollen(!) und es dann auch tun. Schade finde ich es aber, wenn Mütter früh wieder arbeiten gehen weil sie das Gefühl haben dass sie das müssen, obwohl sie lieber mit ihren Kind zuhause bleiben würden. Ich bin gerade frisch gebackene Mutter, meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und ich könnte mir nicht vorstellen, nächsten Monat wieder meine Ausbildung aufzunehmen. Dabei sitze ich dort die meiste Zeit nur in der Schule rum und habe noch dazu das Glück für gute Noten nicht viel tun zu müssen.… Weiterlesen »

Herta
Herta
2. November 2015 20:58

Hallo, ich kenne auch einige Frauen, die die Fürsorge ihrer Kleinstkinder überwiegend einer Tagesmutter, der Oma, dem Vater oder sonstwem anvertraut haben. Das ging mal sehr gut – und auch mal weniger gut. Das hing immer ganz vom Engagement der Bezugsperson(en) und der Art der Betreuung ab. Wichtig ist doch, dass die Babys sich geliebt und gut aufgehoben fühlen. Wenn dies gewährleistet ist – egal von wem – ist es doch wunderbar! Brenzlig wird es halt, wenn es solche Bezugspersonen nicht gibt und sich niemand für das Kind emotional wirklich zuständig fühlt. Wenn die Mutter nicht zur Verfügung stehen kann… Weiterlesen »

GL
GL
10. November 2015 09:52

Eine berufstätige Mütter, die finanziell unabhängig ist und für Alter vorsorgen kann, ist enorm wichtig. Ich erzähle jetzt mal meine Geschichte. Meine Mutter hat insgesamt vier Kinder bekommen. Ich war die jüngste und bei der Geburt war meine Mutter 42. Sie hat seit ihrem 27 Lebensjahr nicht mehr gearbeitet und sich ganz auf die Versorgung durch meinen Vater verlassen. Als ich zehn war hat sich mein Vater aus den Staub gemacht. Keinen Kontakt mehr und von einem auf den anderen Tag hat er keinen Euro mehr bezahlt. Wir hätten fast unser Haus verloren, sind beinahe aus der Krankenkasse geflogen und… Weiterlesen »

Herta
Herta
14. November 2015 20:27
Antwort  GL

Hallo, ich glaub, du hast da was falsch verstanden. Es ging hier nicht um die Frage, ob Mütter mit Kindern überhaupt jemals wieder arbeiten sollten, sondern ob es gut machbar ist, ein Baby bereits für 8-10 Std. von jemand anderem als der Mutter versorgen zu lassen. Zu deinem Beitrag: Deine Mutter war mit der Versorgung von vier Kindern sicher mehr als genug ausgelastet. Zudem gab es in den 70er und 80er Jahren zumindest in Westdt. keine adäquate Kinderbetreuung – wo hätte sie die Kinder lassen sollen? Kindergärten und Grundschulen schlossen um 12 Uhr ihre Pforten – so war das jedenfalls… Weiterlesen »

aenima
aenima
18. Dezember 2015 18:12

ist natürlich auch eine option, unbequeme kommentare zu löschen.

Ela
Ela
21. Januar 2016 10:38

Ich bin Mutter eines 4jährigen Sohnes. Und ich war bewußt drei Jahre für ihn Zuhause. Und für mich! Diese Zeit, mit dem Kind, kann weder das Kind noch die Mutter jemals wieder nachholen. Was nützt einem rückblickend eine große Karriere und berufliche „Erfüllung“ (man hält es vielleicht in dem Moment für DIE Erfüllung) wenn man irgendwann einmal zurück schaut und sieht, das man sowohl sich, als auch dem Kind ganz wichtige Erfahrungen verwehrt hat weil man etwas „leisten“ wollte um sich dadurch „wert“ zu fühlen. Nein, ich finde, dass diese Bewegung, weg von so einem kleinen Kind eher auf eine… Weiterlesen »

Karina
Karina
4. Februar 2016 05:38
Antwort  Ela

„Weibliche Energie“? Klingt stark nach esoterischer Verblendung, gemischt mit Westentaschenpsychologie. Dieser(!) Text klingt eher nach verbitterung und vorallem Missgunst. Missgunst darüber, dass jemand mit einem anderen Lebensentwurf (als dem eigenen) Glücklich sein kann, mit glücklichen Kindern – ALSO, das darf natürlich nicht sein. Vielleicht bist du ja mit deinem Modell nicht so glücklich, wie du dir einredest und machst andere Lebensentwürfe deswegen schlecht, oder fehlt die Empathie um zu akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich sind? Was es auch ist, es ist traurig. Jede Frau sollte ihren Lebensentwurf frei wählen könne, nur so wird sie als Mutter (vorallem als Mensch) und damit… Weiterlesen »

Juristin
Juristin
25. Januar 2016 11:37

Hallo Christine,

vielleicht hast Du Lust, mit einem Deiner Artikel zum Thema Vereinbarkeit bei mir tielzunehmen: https://juraexamenmitkind.wordpress.com/eltern-im-job-persoenliche-erfahrungsberichte-zur-vereinbarkeit/

Ich freue mich über viele verschiedene Sichtweisen.

VG!

Cat
Cat
8. Februar 2016 10:49
Antwort  Juristin

Hallo Juristin,

kann man dir einfach Mails/Links zusenden, wenn man dazu selbst was geschrieben hat?

LG Cat

Cat
Cat
8. Februar 2016 10:38

Hallo Christine, ich bin angehende Journalistin, beende im Mai mein Volontariat und bekomme mit meinem Mann im Juli mein erstes Kind. Da mein Vertrag befristet ist, werde ich aufgrund meiner Schwangerschaft nicht übernommen (wahrscheinlich wird mir das keiner schriftlich geben). Finde ich schon ene Frechheit – doch genug des Gejammers, dran machen kann ich eh nix, wenn man gefühlt auch mit seinem Kühlschrank über mögliche Lösungen reden könnte. Bei einer Übernahme wäre ich nach zwei Monaten wieder ins Büro gekommen (mit Papa in Elternzeit, also ohne Fremdbetreuung). Ich muss voranschicken, ich habe zwei Uniabschlüsse und mich durch eine lange Bewerbungsphase… Weiterlesen »

mom
mom
27. März 2016 22:36

Ich habe zwei Kinder mit einem Altersabstand von ca. 20 Jahren. Kind 1 musste aufgrund meiner ungünstigen Lebensumstände sehr früh in die Fremdbetreuung, während ich den Stress meines Lebens damit hatte, Kind, Arbeit, Studium irgendwie zu organisieren und zu schaffen. Der Vater fühlte sich nicht weiter berufen, sich da ernsthaft zu kümmern. Das Kind mochte die Fremdbetreuung nicht besonders, erst der Kindergarten ab 3 Jahre gefiel ihm. Es war rundum besch*eiden, nicht gut für das Kind, nicht gut für mich, und ich würde gern die Zeit zurückdrehen und ihm eine gelungere frühe Kindheit schenken können. Bei Kind 2 bin ich… Weiterlesen »

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"Vater, Mutter, Staat" von Rainer Stadler #Vereinbarkeit
5. Juni 2016 18:46

[…] Entscheidendes nicht verstanden – leider kann Stadler mir nicht erklären, was das ist. Gerade als Feministin, die nach jeder Geburt früh wieder Lust hatte, zu arbeiten, und das auch in V… hatte ich beim Lesen ständig den Eindruck, dass ich in den Augen des Autors meine Mutterschaft nur […]

Claire
Claire
6. Juni 2016 10:07

Liebe Christine, es ist heute auf dem Arbeitsamt immer noch so wie vor 15 Jahren! Ich habe, nachdem ich seit 2009 in verschiedenen befristeten Anstellungsverhätlnissen gearbeitet habe, im September 2014 mein 2. Kind (alleinerziehend) bekommen und mich sofort wieder beworben im April 2015 (da war mein kleiner Sohn 7 Monate alt). Nach Ablauf des Elterngeldes habe ich mich arbeitslos gemeldet, da ich bis dahin immer noch keine Stelle gefunden hatte. Ich habe im Arbeitsamt natürlich mitgeteilt, dass ich alleinerziehend bin und auf das Einkommen angewiesen bin. Man hat mich hier aber erst ernst genommen, als ich im April 2015 beim… Weiterlesen »

Anna
Anna
22. September 2016 21:51

Liebe Christiane, vielen Dank für diesen Blog. Ich arbeite auch vollzeit an Online-Projekten. Meine „große“ Tochter ist 4 Jahre alt, die kleine 3 Monate. Ich habe wahrscheinlich einen der interessantesten Jobs auf Erden, die flexibelsten Arbeitszeiten (vormittags Büro, nachmittags Home-Office – der Papa im Übrigen andersherum. Im Homeoffice unterstützt tagsüber eine Tagesmutter.) Ich ernte auch viel Unverständnis – mache meinen Job sehr gern und möchte auch meine Ausbildung nicht einfach so aufgeben. Ohne 10 Jahre in einer Leitungsfunktion, wäre ich auch eine andere Mama – und das nicht im positiven Sinne. Zu diesem Artikel: Ich hätte vielleicht auch gerne mal… Weiterlesen »

Sandra
Sandra
12. August 2017 08:21

Hallo! I habe heute deinen Beitrag gegoogelt, und ich fand es toll! Ich habe keine Kinder aber meine Einstellung ist gleich -ich möchte arbeiten gehen 3 Monate nach dem Geburt. Ich meine jede Frau soll es machen, wie sie es möchte, aber ich will durch andere nicht verurteilt werden, weil so etwas nicht gewöhnlich ist -so früh arbeiten zu gehen. Allerdings als ich den Beitrag gelesen habe, hat es mich gefreut, dass ich mit den Gedanken nicht alleine bin – wieder schnell arbeiten zu gehen, weil ich es will. Und es ist OK etwas anders zu sein. :-) LG

Bathingape
Bathingape
28. September 2017 20:10

Danke für ihren beitrag. Ich bin 25 Jahre alt und habe mittlerweile 2 Kinder, 5 Jahre und 4 Monate. Ich habe seit dem ersten Kind nur halbtags Schulen besucht und meine schulische Ausbildung vor kurzem abgeschlossen. Ihr Artikel hat mir die nötige Motivation gegeben, wieder arbeiten zu gehen. da ich heute am ersten Tag so ein schlechtes Gewissen wegen meinem Baby hatte, habe ich doch mit dem Gedanken gespielt noch ein Jahr zu Hause zu bleiben. Aber ich möchte einfach aus dem hartz4 raus. Mein mann steht da vollkommen hinter mir. Ich habe bald die Routine raus.

Janina
Janina
25. April 2019 20:30

Hallo Christine, ich trage mich nun seit einer Weile mit dem Gedanken ein zweites Kind zu bekommen. Ich möchte aber nach dem Mutterschutz wieder arbeiten. Weil ich meinen Job liebe und es mich nicht ausfüllt nur Windeln zu wechseln. Meine Mutter würde die Betreuung übernehmen und da ich im Home Office arbeite wäre theoretisch alles klar. Natürlich habe ich Zweifel, ob ich mir das alles zu einfach vorstelle.. Dein Erfahrungsbericht ist der einzig ehrliche und brauchbare, den ich gefunden habe. Selbst meine (Akademiker-) Freundinnen sehen mich an, als wäre ich verrückt, wenn ich von meinem Plan erzähle. Danke für die… Weiterlesen »