Männer, die „Zensur!“ schreien. Über Blogkommentare und Freischaltung

Guten Tag, Mann mit Meinung!

Ich weiß nicht, was dich auf meinen Blog geführt hat, ob es ein Thread in irgendeinem Forum war, in dem Ihr Männerrechtler euch verabredet, um zu kommentieren und vorgefertigte Absätze zu copypasten oder kurze, knackige Provokationen in den Ring zu werfen. Vielleicht kamst du auch über eine Facebook-Gruppe oder einen Maskulinistenblog hierher, wo manche Aktivisten direkt auf Blogbeiträge verlinken, von denen sie meinen, es fehlten ein paar männliche Ansichten. Oder du hast mich einfach privat auf dem Kiecker, weil ich dir irgendwann mal im Weg stand mit meiner unbequemen Meinung, und du noch Rachegelüste hast.

Alexas_Fotos auf Pixabay.com

Egal, was dich hierher brachte, ich sage es jetzt mal ganz deutlich, es gibt kein Recht, weder ein moralisches noch sonstiges, auf Veröffentlichung deines Kommentars. Auch wenn du das irrigerweise glaubst. Denn das hier ist mein privater Blog. Und hier gelten meine Hausregeln. Wenn ich nur Kommentare von Menschen freischalten möchte, deren Nachname mit einem S beginnt oder 7 Buchstaben hat, dann könnte ich das tun. Oder wenn ich nur Kommentare von LeserInnen zulasse, die mir ihren Ausweis mailen und damit beweisen, dass sie eine Frau sind und kein Fake Account, der nur so tut, als sei er weiblich, dann wäre auch das mein gutes Recht.

Aber keine Sorge, ich schalte die Kommentare hier nicht rein willkürlich frei. Und ich freue mich auch über Kommentare von Männern, jedenfalls über die meisten. Was ich mir aber herausnehme, ist unkonstruktive, nicht zum Blogpost passende, und mir als Copypaste-Material erscheinende Kommentare in den Papierkorb zu verschieben. Und die Meinungsmache, die Väterrechtler im Internet betreiben, wird sich sicher auf diesem Blog nicht breitmachen.

Denn was du nicht kapiert hast, ist dass du hier mein Hausrecht missbrauchst. Ich bezahle den Server, auf dem dieser Blog läuft, ich investiere meine Zeit, ich gebe Geld für die Technik aus. Und ich habe nicht die geringste Lust, deinem Getippsel Platz auf meinem Server zu geben. Warum sollte ich!?

Es ist alleine meine Entscheidung, wessen Kommentar ich freischalte. Und wer mir nicht auf den Keks geht, vernünftig argumentiert, und echtes Interesse an Austausch hat, dem spendiere ich Serverplatz für seinen Kommentar. Der Rest darf gerne „Zensur!“ schreien und sich woanders austoben.

Tschüssi, ein schönes Leben noch!

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24 Kommentare auf "Männer, die „Zensur!“ schreien. Über Blogkommentare und Freischaltung"

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Susi
Gast

Vor allem raubt dieses Geschwafel wertvolle Zeit … aber ich denke, Du erkennst die Pappenheimer bereits am Nick, der IP oder anhand der ersten männlich-markigen Sätze LOL

almut
Gast

Word! :)

Rona
Gast

Wie Recht Du hast. Dass man das überhaupt sagen/schreiben muss, sagt schon alles.

Nicky
Gast

Wunderbar, Du und Rona, Ihr macht das genau richtig. Man muß den Spacken keine Plattform bieten.

Jessica
Gast

Richtig so! *daumenhoch*

Johannes Kettlack
Gast
Also bitte nicht beeindrucken lassen, aber diesen Rat brauchen Sie ja gar nicht. Als Vater von drei alleinerziehenden Töchtern, von denen eine unter die Kategorie fällt „Vater kümmert sich nicht“, haben Sie meine volle Unterstützung. Ich habe den MdB meines Wahlkreises Jens Spahn schon zweimal angeschrieben und ihn gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die Verlängerung der Vorschussregelung um sechs Jahre ebenso schnell und unbürokratisch geregelt wird wie die Versorgung der bedauernswerten unbegleiteten Kinder und Jugendlichen aus dem Nahen Osten. Wir sind ein reiches Land und können uns beides leisten, wie die Einnahmeüberschüsse beim Bund und den anderen Gebietskörperschaften gerade erst… Read more »
Kinderdok
Gast

Word

Ursula SCHÖN-HERRMANN
Gast

Es ist richtig und wichtig, das immer wieder deutlich zu sagen. Zensur kann nur vom Staat ausgeübt werden, von niemandem sonst. Gebt dem Hass einfach keinen Raum.

Im_Vorbeigehen
Gast

1. Die Aussage, dass nur der Statt zensieren könnte halte ich für falsch: Wenn eine Zeitung oder ein TV-/Radiosender Über ein bestimmtes Thema/eine bestimmte Partei nie berichten und Leserbriefe mit einer bestimmten Mainung nie abgedruckt werden, übt hier ein privates Unternehmen Zensur aus. Ebenso wenn jetzt auf Facebook „Hatespeech“ und „Fake News“ gelöscht werden sollen.
2. Hatespeech/Hass: Bisher galt die Frage, ob etwas den Tatbestand der Beleidigung erfüllte. Ich denke dabei sollte man bleiben und auf unpräzisere Ausdrücke wie „Hatespeech“ und „Hass“ verzichten.

Marco S.
Gast
Es gibt mehr als den Tatbestand der Beleidigung. Außerdem geht es bei der Etablierung des Begriffs ja auch einfach darum, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie sie mit anderen umgehen. Es kann ja nicht sein, dass im Netz hemmungslos alle Regeln über Bord geworfen werden, an die man sich im realen Leben hält. Suchen Sie mal etwas Positives zu #EheFürAlle in der Jungen Freiheit. Wahrscheinlich werden Sie scheitern. Ist das gleich Zensur? Nein, natürlich nicht. Nennt sich Tendenzschutz. Zeitungen sind nicht dafür da, einfach nur Fakten aufzuzählen. – welch irrige Annahme – Sie dienen dazu, Perspektiven aufzuzeigen und ja, auch… Read more »
Sonja
Gast

Tschaka. So sieht es aus. Guter Schritt.

Dori
Gast

Sehr gut! Ich hab bei einem anderen Thema aktuell mit ähnlichen Menschen zu tun und fühl mich grad sehr ermutigt mich durchzusetzen. Danke für deine bestimmten Worte! Die geben mir Kraft :-)

Susanne
Gast

Ich bekomme auf meinem Blog häufiger mal Besuche von Vertreterinnen der Mütterlobby. Deren Kommentare schalte ich eigentlich alle frei, außer sie sind einfach nur beleidigend. Sehr schnell werden diese in der Regel wenig empathischen Kommentare, die gegen die Stiefmütter einfach nur hetzen und nichts begreifen wollen, dann von sehr bedachten Antworten der Väter und Stiefmütter auf meinem Blog in den Schatten gestellt. Ganz ohne Beleidigung, ohne Zensur, ohne mein Zutun. Ich bin sehr stolz auf meine Leser, die das super hinbekommen. Gefällt mir eigentlich viel besser als einen Kommentar nicht frei zu schalten.

Lothar
Gast

Vielen Dank für die aufmunternden Worte!

veritar
Gast
Also ich finde, Du machst alles richtig. Klar hast Du hier zu allererst Hausrecht. Das bedeutet eben auch, daß Du Beiträge anderer Menschen nicht veröffentlichst, von denen Du nicht möchtest, daß sie auf Deinem Blog erscheinen. Manchmal ist es, daß es eindeutig strafbare oder verächtliche Kommentare sind – klar werden die nicht veröffentlicht. Manchmal ist es, daß es Dinge sind, die Du einfach nicht auf Deinem Blog lesen möchtest – klar werden die ebenfalls nicht veröffentlicht. Alles völlig legitim und nicht nötig, daß Du Dich dafür rechtfertigst. Wir sind alle Menschen, mit dem Recht, die Welt so sehen zu dürfen,… Read more »
Silke
Gast

Absolut richtig, denn es ist dein Blog. Wo kämen wir denn hin, wenn andere nun entscheiden, was freigeschaltet wird und was nicht? Klar, man kann zu vielen Themen eine Meinung haben, aber die sollte angemessen geäußert werden. :)

Marco S.
Gast
Schöner Blog, mach weiter so! :) Ich schwanke ja immer zwischen Fassungslosigkeit und Faszination, wenn ich Leute erlebe, die im Netz wirklich der Meinung sind, Meinungsfreiheit wäre die Freiheit hemmungslos zu beleidigen. Sind diese Leute wirklich so verroht, dass sie außerhalb des Netzes auch so mit ihren Mitmenschen umgehen? Oder meinen sie, das Netz wäre der passende Ort, ihren Mr. Hyde auszuleben? So oder so, der Umgang mit so Leuten ist anstrengend und selbst wenn man versucht, konstruktiv darauf einzugehen, meistens fruchtlos. Ignorieren ist ein probates Mittel. Und natürlich ist das keine Zensur. Ein dieser Tage eh viel zu oft… Read more »
Florentine
Gast

Christine lass dich nicht unterkriegen. Du machst das richtig toll!!!
Sollen die Kerle ihre ewige Meckerei doch woanders loswerden. Wenn man darauf einfach keinen Bock mehr hat, ist das doch keine Zensur. Das ständige Fordern und die unaufhörliche Suche nach Aufmerksamkeit sind ja schon im Real Life anstrengend genug.

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