Mama arbeitet ist eine Marke – Neues vom Blog

Mama arbeitet ist eine Marke – Neues vom Blog

Weichenstellungen für den Blog: ein Mitarbeiter, eine Markeneintragung, eine URL

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Setzling
Kruscha Pixabay.com

Es tut sich was bei mir. Mein Blog macht gerade einen Entwicklungssprung, um das mal im Elternjargon auszudrücken – ich habe wichtige Weichen gestellt, weil ich entscheiden musste, ob ich den Blog weiter ernsthaft betreiben oder nur so nebenbei laufen lassen will.

Ein bisschen Flucht nach vorne ist auch dabei, denn ich wäre die Dinge nie angegangen, hätte ich nicht Sorge gehabt, dass wenn ich das eben nicht tue, ich mich hinterher schwarz ärgere. Immerhin bin ich schon seit 1999 neben meinen Print-Aktivitäten schreibend im Internet unterwegs, da lernt man eine Menge darüber, wie Firmen ihre Webseiten aufbauen und absichern.

Eintragung von „Mama arbeitet“ als Wortmarke

Im Frühling 2015, als die Anfrage von Lübbe kam, ob ich ein Buch über Alleinerziehende schreiben wolle, und ich den Vertrag unterschrieben hatte, wurde mir klar, wie sehr ich „Mama arbeitet“ bin und das auch bleiben will. „Du bist eine Marke!“, hatten mir Freunde schon zuvor gesagt, und auf einmal merkte ich, dass das zwar in gewissem Maße stimmte, aber dass darin auch eine Gefahr lag: Was, wenn sich jemand diesen Namen als Wortmarke sichern würde, und mir untersagen würde, als Mama arbeitet zu bloggen? Dass mir die URL schon seit 2011 gehört und ich seit 2009 auf twitter so heiße, würde mir nur bedingt helfen beim Widerspruchsverfahren. Was auch eine teure Sache wäre, bei der Patentanwälte involviert wären – und überhaupt, würde ich überhaupt mitbekommen, wenn sich jemand „meinen“ Namen beim Patentamt sichert? Eher nicht.

WortmarkeDas war mir zu riskant. Also habe ich einen Freund gefragt, der sich mit diesen Dingen bestens auskennt, und der mir sagte, dass meine Bedenken absolut gerechtfertigt seien. Er riet mir dazu, die Marke einzutragen. Und er half mir dabei.

Mama arbeitet ist also nun ganz offiziell eine Wortmarke. Die Eintragung erfolgte im September, und die Widerspruchsfrist ist Mitte Januar abgelaufen, darum erzähle ich das jetzt auch.

Minijobber als technischen Betreuer eingestellt

Wer einen relativ beliebten, gut besuchten Blog mit polarisierenden Themen hat, hat auch viele Feinde. Oder erfährt einfach genügend Aufmerksamkeit, um auch unliebsame Besucher anzuziehen: Hacker, Spammer, Eindringlinge durch Sicherheitslücken in Plugins, Leute, die den Blog kapern wollen oder DDOS-Attacken starten. All diese Dinge können einen Blog existenziell bedrohen – auch mir sind sie schon mehrfach passiert, nur das mit dem Blog Kapern konnte bisher verhindert werden. Da rutscht einem jedes Mal das Herz in die Hose und der Puls steigt in schwindelerregende Höhen, ich sag‘ euch! Es braucht unbedingt jemanden, der sich mit sowas auskennt im Hintergrund, und der das System überwacht.

Ich habe so jemanden gefunden, es ist jemand, den ich schon länger kenne, und von dem ich weiß, was er tut und wie zuverlässig er arbeitet. Und den habe ich nun zum 1. März hochoffiziell als Minijobber im gewerblichen Bereich eingestellt, was mit Hilfe der Minijobzentrale recht gut geklappt hat (ist nicht so einfach wie die Anmeldung einer Kindersitterin oder Putzfrau, aber man wird telefonisch durch den Prozess begleitet. Das war wirklich gut!).

Mir ist nun etwas bange, weil ich jeden Monat Fixkosten haben werde, aber es muss wirklich sein, wenn der Blog weiterhin schnell laufen soll, auf dem neuesten Stand bleiben soll und vor allem sicher sein soll. Ich investiere in die Zukunft, wie so ein Unternehmer. Und ich hoffe sehr, dass ich in ein paar Jahren sage, das habe ich genau richtig entschieden.

URL fürs Buch reserviert

Und dann habe ich noch etwas drittes getan: mir eine gute Domain für das Buch gesichert, das am 11. März erscheinen wird. In den kommenden Tagen und Wochen werde ich die Seite mit Inhalten füllen und dann natürlich auch verraten, wie die URL lautet.

Einen Root-Server mit reichlich Speicherplatz habe ich schon seit Mitte letzten Jahres gemietet, von den technischen Gegebenheiten her ist also alles vorhanden (auch das kostet jeden Monat Geld). Und die Inhalte zu erstellen macht mir ja Spaß, darauf freue ich mich.

Wer soll das bezahlen?

Wie ich schon sagte, nun ist mir etwas flau wegen der finanziellen Verpflichtungen. Aber das wird schon klappen, ich habe mich noch nie Hals über Kopf in wilde Geldgeschichten gestürzt, bis auf in meiner Ehe, aber das ist ja nun vorbei. Und meine Arbeit als freie Kinderbuchtexterin und Journalistin trägt mittlerweile auch Früchte, sogar so gut, dass es steuerlich absolut sinnvoll ist, was ich gerade tue.

Entscheidend für mich aber ist: hätte ich all diese Schritte jetzt nicht unternommen, würde ich schlechter schlafen. Und es wäre dumm gewesen, sich nicht darum zu kümmern.

Werbung möchte ich weiterhin nicht schalten hier, es soll meine private Spielwiese und euer Wohnzimmer bleiben. Einzige Ausnahme wird mein Buch sein, das bekommt vielleicht einen Banner. Aber mehr Monetarisierung ist nicht auf diesem Blog. Keine Kooperationen, keine Verlosungen, keine gesponsorten Artikel. Ich möchte das nicht.

Drückt Ihr mir die Daumen, dass ich das finanziell alles gut stemme? Das wäre nett!

40 Kommentare

  1. Und wie du das schaffen wirst! Du hast so Vieles schon gepackt, oder?
    Das Buch habe ich schon vorbestellt – ich bin mega gespannt!

    Liebe Grüsse
    Anna

    • Prima, da freue ich mich – und habe gesehen, dass es als Vorbestellung sogar deutlich billiger ist. Wusste ich bis eben gar nicht. :)

  2. Das klingt nach den letzte Blogs doch mal richtig, richtig gut!!! Ich hoffe es geht Dir besser, nahm still Anteil an Deiner Geschichte.
    Finde es großartig, was Du machst! Weiter so!
    Ganz liebe Grüße!

      • Liebe Christine, vorbestellen kann man nicht nur bei amazon. Wie wäre es, wenn du auf eine inhabergeführte, steuerzahlende Buchhandlung deiner Vorliebe wie zB Osiander oder Greuter verlinken würdest?

        • Bei Osiander habe ich geguckt, aber noch nichts gefunden – genau das wollte ich nämlich verlinken, Birgit. Zwei Seelen, ein Gedanke.

          • Bestellbar: ja. Verlinkbar: nein. Schade.

            Dabei kann ich den Osiander online Service sonst nur in den höchsten Tönen loben…. nutze den Geschenkservice gerne und oft last minute.

  3. Liebe Christine, bin auch eher von der Sorte leise-mitlesen, muss jetzt aber definitiv sagen: Ich drück ganz fest die Daumen!!! …und D A N K E für Deinen Blog, der mir in den letzten Wochen ganz viel Kraft und Zuversicht gegeben hat – hab grad mein erstes Kind bekommen und vermiss meinen Job seeehr… ich Rabenmutter ;-) Bin gespannt aufs Buch. Viele Grüße, Dori

  4. Liebe Christine,
    Ich lese schon lange mit und liebe Deinen Blog! Aus diesem Grund freue ich mich, auch für Dich, dass er professioneller wird:-) Dein Blog ist jedenfalls absolut der authentischste, den ich kenne. Dir scheint das ja auch sehr wichtig zu sein, sonst würdest Du Dich nicht so konsequent gegen Sponsoring entscheiden. Ich bewundere das. Ich könnte aber mit ein bisschen Sponsoring und Werbung auf Deinem Blog gut leben und fände das gar nicht schlimm.
    Viel Erfolg beim Entwicklungsschritt!! Und ich freu mich aufs Buch!

  5. Toi, toi, toi, liebe Journalistin, Kleinunternehmerin, Buchautorin, Mama und Frau (das kommt auch wieder ;-)! Spannend all das…ich schätze, damit hast Du beim nächsten Abi-Treffen mit Abstand die interessanteste Lebensgeschichte ;-) Alles Gute und herzliche Grüsse von der anderen Seeseite aus den Bergen. Petra ..und natürlich: nurMUT! :-)

  6. Daumen sind ganz fest gedrückt Christine! Aber mit deinem Riecher für Medienwirksame Themen (die Trüffelschweinnase ;-) ) bin ich mir ganz sicher das der Blog sich auch weiterhin ganz prächtig entwickeln wird!

    Liebe Grüße,
    Katarina

  7. Hui, das klingt sehr aufregend, ich drücke dir die Daumen!!
    Dein Blog beschäftigt mich als verheiratete Person ebenso viel als wenn ich
    direkt zu deiner „Zielgruppe“ gehören würde.. Wahrscheinlich, weil es uns alle in der Gesellschaft betrifft.
    Das, was man im Link von deinem Buch erfahren kann, klingt schon sehr
    interessant :)
    Alles Gute auf deinem neuen Weg!

  8. Herzlichen Glückwunsch zu dem mutigen Schritt. Bin schon gespannt auf das Buch, dann kommen ja dieses Jahr gleich zwei tolle Alleinerzieher Bücher raus :-)

    • Mindestens. Ich weiß noch von einem dritten, das sicher auch gut wird. Aber thematisch alle anders ausgerichtet. Das wird das Jahr der Alleinerziehenden! :)

      • oh echt, darfst du schon verraten welches das dritte wird? Das von dir und von Alexandra sind schon vorbestellt, warte schon ungeduldig auf die erste Lieferung – nächste Woche dann hoffentlich :-)

  9. Liebe Christine,
    ich denke, das hast du absolut richtig gemacht, aber ich drücke natürlich trotzdem die Daumen! „Energie folgt der Aufmerksamkeit“ heisst es so schön und eine klare Ausrichtung (bei entsprechendem Einsatz, aber daran mangelt es ja nicht bei dir) trägt immer Früchte.
    Toi, toi, toi und einen herzlichen Gruss,
    Nora

  10. Liebe Christine,
    ich drücke Daumen und grosse Zehen! Und viel Erfolg mit Deinem Buch. Ich hatte mit 3 Kindern wenigstens als Alleinerziehender wenigstens das „Glück“ von der Gesellschaft nicht missachtet zu werden. Und für häusliche Notfälle konnte ich auf Geschwister und Omas zurückgreifen – was eine sehr grosse Hilfe war.
    Ich hoffe, dass Dein Buch grosse Beachtung findet – auch bei Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft.

  11. Wow, Du nimmst die Dinge in die Hand – und das ist gut so! Meine Daumen sind ganz fest gedrückt und falls Du für das Buch mit dem spannenden Titel noch Rezensenten suchst, sag einfach Bescheid :)

    Liebe Grüße und ganz viel Rückenwind

    Küstenmami

  12. Alles, alles Gute für Blog und Buch. Schön, dass Du die Kraft wieder gefunden hast, so positiv darüber zu berichten.

  13. Salute, Chris,

    ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Es ist spannend, dank deiner Hilfe das Wachsen eines Herzensprojektes beobachten zu dürfen.

    Wieviel kostet die Eintragung als Wortmarke in der Regel?

    Best, Nic

    … aktuell blogtechnisch auf der Erholspur, nicht Überholspur

    • Rein verwaltungstechnisch sind das 290 €, Nico. Aber wenn man das mit Patentanwalt macht, wie es sich empfiehlt, weil Klassen ausgewählt werden müssen und auch gewisse Formalien einzuhalten sind, kommt man schnell auf 4.000 € und mehr (wenn noch Widersprüche vor der Ablaufsfrist kommen, nach oben offen) – das weiß ich von meinem letzten Job. Ich habe aber auch von Bloggern gelesen, die das in Eigenregie gemacht haben. Ob das dann wasserdicht ist, kann ich nicht beurteilen.

      Viele Grüße!
      Christine

  14. Liebe Christine,
    ich fände es besser, wenn dir durch den Blog keine zusätzlichen Kosten entstehen würden, schließlich schreibst du ja schon ehrenamtlich. Wieso startest du nicht einfach – z. B. jedes Jahr im November -auf deinem Blog einen Spendenaufruf. Falls dann Überschüsse entstehen und du mit dem Blog kein Geld verdienen willst, dann könntest du diese Geld ja einfach wiederum selbst spenden.
    Freundliche Grüße, Katja

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