Noch ein Blogstöckchen – vormals Best Blog Award

Ihr habt’s geschafft, mein Antwortreflex ist aktiviert. Die geschätzte Patricia Cammarata aka dasnuf hat mich heute getaggt und auch Tinkaa vor ein paar Tagen. Also mach ich eine Runde mit, ich lese solche Fragebögen auch bei anderen gern. Aber ich tagge keinen – wer sich angesprochen fühlt, möge mitmachen.  :)

1. Was machst du / ihr bei Schnee?

Ich denke an früher, meine Kindheit im Schwarzwald, wo es zuverlässig Unmengen an Schnee gab, jeden Winter. Und bin also halb wehmütig und halb froh über die Flocken, wenn sie denn am Bodensee mal danieder rieseln (dieses Jahr hatten wir noch keinen Schnee! Das Bild unten ist aus dieser Woche). Die Kinder zwängen sich ohne Meckern in dicke Schneeklamotten, rennen raus und freuen sich.

Weinberg in Konstanz, Dezember 2013
Weinberg in Konstanz, Dezember 2013

2. Schlitten schon entrostet?

Hahahaha! (Äh, wie geht das? Wachsen kenne ich.)

3. Was gibt es Weihnachten bei euch zu essen?

Raclette mit diesen Pfännchen, und zwar mit gaaaanz viel Beiwerk: Maiskörner, Pilze, Kochschinken, Gurken, Kartoffeln, Zwiebeln, Oliven, Kartoffeln. Die Kinder bestehen drauf.

Weihnachten 2012
Weihnachten 2012

4. Was versuchst du besser als deine Eltern zu machen?

Hm. Meine Eltern lesen diesen Blog. Ich liebe meine Eltern. Wie war noch mal die Frage?

5. Worauf freust du dich 2014?

Das wird mein erstes Jahr als geschiedene Frau. Ich freue mich auf das neue Lebensgefühl der Freiheit. Getrennt leben war schon gut, aber offziell geschieden zu sein, ist noch einmal ein groβer Schritt. Vielleicht verliebe ich mich sogar noch mal?

6. Was bewegt dich derzeit am meisten?

Die Frage, ob und wie der Umgang der Kinder mit ihrem Vater endlich geregelt wird. Das Jugendamt ist involviert und versucht, eine Einigung oder überhaupt erstmal eine Festlegung zu erreichen. Falls das nicht gelingt, spricht irgendwann das Familiengericht ein Machtwort. Und auch unsere Finanzen – es ist jeden Monat wieder spannend, ob das Geld bis zum Ende reicht. Und schlieβlich das Warten auf ein offizielles Dokument vom Familiengericht, ob ich denn nun geschieden bin.

Wendeltreppe im Familiengericht Konstanz
Wendeltreppe im Familiengericht Konstanz

7. Worauf kannst du gerne verzichten?

Das ist doch eine Falle? Wenn ich gerne verzichte, dann wäre es ja kein Verzicht? Also was ich überhaupt nicht brauche, ist dass die beiden jüngeren Kinder mit in meinem Bett schlafen. Auf 1,60 Metern ist das ziemlich eng. Ich schlafe echt gerne alleine.

8. Was ist das sinnloseste Teil, das Du zur Geburt deines ersten Kindes erworben oder geschenkt bekommen hast?

Ganz klar die Wickelkommode. Um das ganz deutlich zu sagen: NIEMAND braucht eine Wickelkommode. Bei Kind 2 habe ich mit Unterlage auf der Waschmaschine gewickelt und bei Kind 3 auf dem Teppich. Das ist sowieso das beste, dann kann das Kind nicht von der Wickelkommode fallen.

9. Was ist das sinnvollste Teil, das Du zur Geburt deines ersten Kindes erworben oder geschenkt bekommen hast?

Schwierig. Ich habe im Hormonrausch so viele unnötige Dinge in der Schwangerschaft mit Kind 1 vor knapp 14 Jahren gekauft, dass ich tatsächlich nicht darauf komme, was wirklich sinnvoll war. Am ehesten noch das 10er Pack Molton-Spucktücher!

Kind 1 lag nicht im Kinderwagen, obwohl wir einen hatten, schrie im Stubenwagen, spielte nicht mit all dem Babyrassel-Turncenter-Zeugs, und hätte eigentlich nichts gebraucht, was man kaufen kann.

10. Was ist mit dem zweiten Kind viel leichter als mit dem ersten Kind?

Alles. Insbesondere Stillen. Was mir beim ersten Kind noch unangenehm und lästig war, schien mir bei Kind 2 natürlich und wunderbar. Bei Kind 3 ebenso.

Pustekuchen, äh, -blumen
Pustekuchen, äh, -blumen

11. Was hast Du vor der Geburt Deines ersten Kindes geglaubt (oder für richtig gehalten) und dann völlig verworfen?

Privat: Ich war so vermessen, zu glauben, ich sei als Mensch recht gelassen und gefestigt, und dass ich einem Kind die Welt zeigen könnte, im Sinne von zeigen, wo’s langgeht. Ich wurde eines besseren belehrt.

Beruflich: Ich habe allen Ernstes geglaubt, es sei gar kein Problem, als Frau eine Karriere zu haben, wenn Kinder da sind. Dass einen keiner mehr einstellt, schon gar nicht als Alleinerziehende, hätte ich als absurde Idee abgetan.

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Mama arbeitetdie_aus_HamburgSteffi 231AlmiGiesela Dreiner Letzte Kommentartoren
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dasnuf
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dasnuf

Raclette ist eine sehr gute Idee. Das plane ich jetzt mal für den 2. Weihnachtstag ein.
Wickelkommode und Babybett hätte ich auch gesagt und Spucktücher (!) – das ist so wahr! Kind 2.0 war ein sogenanntes Spuckkind. Bis zum 10. Monat, was wir da an Spucktüchern verbraucht haben, das hab ich total verdrängt.
Und Punkt 11: Privat hatte ich diese Gedanken auch und beruflich: wünsche ich Dir und allen (alleinerziehenden) Eltern mit Kind endlich familienfreundliche ArbeitgeberInnen.

Sehr gerne gelesen, Danke!

Mama notes
Gast
Mama notes

Haha, Christine,
lustige Fragen! Besonders 11! (kicher) ich war auch so vermessen wie Du und habe ernsthaft gedacht, dass ich meine Selbständigkeit und eine Art Ladengeschäft weiterführen kann. Mit Baby mittendrin oder auf der Krabbeldecke. Die schlafen doch so viel…. :) (Ich habe es keinen einzigen Tag so gemacht.)
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch, Mama notes

Giesela Dreiner
Gast
Giesela Dreiner

Ja Punkt 11, beruflich ist leider immer noch oder wieder traurige Realität. Zwischenzeitlich gab es vor ungefähr 30 Jahren bis 10 Jahren bessere soziale Verhältnisse und sozialere ArbeitgerInnen. Seitdem der Neid, Gier und Gewinnmaximierung eine neue Evolutionsetappe erklommen haben, ist es schwer diese Entwicklung wieder verträglicher zu erleben. Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute für die weitere Zukunft!

Almi
Gast
Almi

Sehr schön, ich werde auch mitmachen :-)

Steffi 231
Gast
Steffi 231

Oh ja, ich hätte mir insbesondere Punkt 11 beruflich) nie träumen lassen. Dass man erst einen super Job aufgeben muss, weil man keine Betreuungsmöglichkeit für die Kinder hat und wenn man dieses Problem gelöst hat, der Job aber weg ist, man auch leider keinen neuen findet. Ich habe es mir schlicht und erfreifend nicht ausgemalt, was das bedeutet. Und alleinerziehend setzt dem ganzen für Arbeitgeber scheinbar dann auch noch die Krone auf. Aber ich möchte meine beiden Süßen dennoch keinen einzigen Tag mehr missen, das Leben mit ihnen ist trotz allem das Beste,was mir je passiert ist. Ich drücke uns… Weiterlesen »

die_aus_Hamburg
Gast
die_aus_Hamburg

Punkt 11 deprimiert mich in beiden Teilen gerade ganz fürchterlich! Aber danke für Deine Ehrlichkeit!
Ich hab übrigens mal gelesen, dass „verheiratet mit Kind“ noch schlimmer auf dem Arbeitsmarkt sein soll, weil dann alle Arbeitgeber denken, der Ehemann wird schon für die Familie sorgen. Im Bekanntenkreis habe ich auch erlebt, dass in diesem Fall ein geringeres Gehalt angeboten wurde, weil der Mann ja genug verdiene.

*grmpf*