Buchtipp: Die Autogeburt von Susanne Mierau/Anja Gaca

Ein Geniestreich und ganz auf die aktuellen Bedürfnisse werdender Eltern zugeschnitten: das neue Buch „Die Autogeburt“ von Susanne Mierau und Anja Constance Gaca.

Die beiden Elternbloggerinnen haben sich als Autorinnen und Expertinnen einen Namen gemacht, die eine (Mierau) ist für Attachment Parenting, also bindungsorientierte Elternschaft, und den Blog geborgen wachsen bekannt. Und die andere (Gaca) bloggt und schreibt aus der Sicht einer Hebamme auf vonguteneltern.de – die perfekte Kombination, um den aktuellen Trend des geborgenen und kostengünstigen Gebärens im Auto den Leserinnen nahezubringen.

Dass das Vorwort von Gesundheitsminister Jens Spahn ist, zeigt, wie ernst die Politik die Bedürfnisse und Lebensrealitäten von Schwangeren und Familien nimmt, denn dieser Mann wurde unter anderem dadurch bekannt, dass er ausgesprochen weise „Eine Geburt passiert ja nicht plötzlich und auch nicht alle zwei Wochen. Da kann man schon mal bereit sein, weiter zu fahren“ gesagt haben soll. Wir bewegen uns also aufeinander zu, und dieses von Mierau und Gaca wie immer sehr gut lesbare und warmherzig geschriebene Buch tut seinen Teil dazu.

Autogeburt Mierau

Gerade als Alleinerziehende ist es ja besonders tricky, eine Geburt auch noch mit Autofahren und völlig frei von Überraschungen durchzuziehen, und deswegen habe ich mein Rezensionexemplar sehr gespannt gelesen. Mierau und Gaca geben viele gute Tipps, zum Beispiel ab 3 Wochen vor dem errechneten Termin neben der Geburtsstation campieren, oder aber gleich eine bindungsorientierte Autogeburt einplanen, für die zwei, drei gute unerschrockene Freundinnen sowie eine Fahrerin mit Nerven aus Drahtseilen benötigt werden.

Es ist ja nicht ohne, von Geburtsstation zu Geburtsstation zu fahren, während auf dem Rücksitz jemand in den Wehen liegt. Sollte es, was durchaus vorkommen kann, dann vor dem Erreichen eines Kreißsaales, der a) noch nicht weggespart ist b) noch angestellte Hebammen und c) freie Kapazitäten hat, zur Geburt kommen, dann ist das nicht weiter tragisch, sondern ein Glücksfall. Denn so eine Autogeburt spart dem Staat sehr viel Geld, benötigt kein Personal oder Betten, und ist möglicherweise die Geburtsform der Zukunft. Ja, ein wahrhaft visionäres Buch. Erschienen ist es im G&G Verlag, und ich kann es allen Eltern mit Kinderwunsch sehr empfehlen!

Wer mehr wissen will: Hier geht’s zum Inhaltsverzeichnis von „Die Autogeburt“

Update: Das Buch erfährt schon am Erscheinungstag, dem 1. April, riesiges Echo in der Elternbloggerszene. Rezensiert haben unter anderem das das nuf, Runzelfüßchen Blog, Papa und das Rosablau.

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Sabine
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Sabine

Lol ????

René
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René

… mann, war ich gerade erschrocken!