Wie geht selbstbestimmtes Einschlafen?

Wie geht selbstbestimmtes Einschlafen?

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Einschlafen
Jüngste, Juni 2011 (1 Jahr und 5 Monate alt)

Bei uns gibt es keine festen Schlafenszeiten, und das seit über 5 Jahren. Anfangs war das eine Notlösung, weil ich bemerkte, dass es mich und die Kinder fertig macht, wenn der Tag mit Anschreien und Tränen endet, weil ich versuchte, feste Bettzeiten einzuhalten.

Mittlerweile ist es für uns selbstverständlich, dass meine Kinder dann schlafen, wenn sie müde sind. So wie sie dann essen, wenn sie Hunger haben, und nicht wenn die Uhrzeit suggeriert, es sei Zeit, etwas zu essen. Neulich gab’s eine Diskussion auf twitter, in der Mütter (sic!) überlegten, wie denn das selbstbestimmte Einschlafen funktioniert. Ich las daraufhin meinen alten Blogpost dazu nochmal durch und bemerkte, dass sich da auch bei uns einiges geändert hat, und es viel mit dem Alter der Kinder zu tun hat, wie das selbstbestimmte Einschlafen konkret abläuft. Das Thema scheint viele zu interessieren. Hier also meine Erfahrungen/Tipps:

Selbstbestimmtes Einschlafen beim Baby

Merkt Ihr selbst, oder? Babys haben es eigentlich noch ganz gut drauf. Sie schlafen einfach ein, egal wo sie sind – das ist völlig unkompliziert. Bei meinem Sohn führte das zu der lustigen Situation, dass ich mehr als ein Mal beim Passbildfotografen mit ihm saß, als er 3 Monate alt war, und ein Bild für den Kinderausweis machen lassen wollte. Aber mein Sohn schlief immer tief und fest, wenn wir beim Fotografen ankamen. Und ein Passfoto mit geschlossenen Augen akzeptiert die Ausweis ausstellende Behörde nicht. (Wir brauchten das, weil wir oft in die benachbarte Schweiz fuhren, ins Nicht-EU-Ausland.) Beim vierten Anlauf schoss der Fotograf dann endlich ein Bild, auf dem mein Baby mit geöffneten Augen zu sehen war. Tschakka.

Selbst bestimmtes Einschlafen beim Klein- und Kindergartenkind

Da meine drei Kinder sehr verschieden sind, auch was ihr Schlafverhalten angeht, kann ich mit Sicherheit sagen, dass Erziehung nicht alles ist beim Schlafverhalten. Es geht eben NICHT um Gewohnheiten und Training, sondern um persönliche Vorlieben. Der Sohn (10) ist Frühaufsteher und Früh-ins-Bett-Geher, der ist auch in den Ferien zwischen 6 und 7 wach. Die Jüngste (7) schlief schon mit 2 Jahren erstaunlich lange, oft bis nach 9 Uhr, und hat abends erstaunliche Ausdauer, die Große schlief als Baby und Kleinkind fast nie, ab Grundschulalter aber meist gut, und das sind Konstanten. Auch was den Mittagsschlaf betraf, waren die drei total unterschiedlich.

Es geht uns allen, auch den Kindern, am besten, wenn ich ihnen sage, sie sollen ins Bett gehen, wenn sie  müde sind. Und dass sie selbst entscheiden, wann das ist. Auch, wenn das erst um 22 Uhr ist. Das braucht ein bisschen (2-3 Monate?) Geduld und Ausdauer als Elternteil, weil man dann a) abends nicht mehr alleine ist und b) es eine Weile dauert, bis sich das Schlafverhalten einpendelt. Aber es funktioniert.

Als die Jüngste noch klein war, so 2-4 Jahre alt, schlief sie oft auf dem Sofa oder dem Teppich ein, und ich trug sie dann in ihr Bett. Dass sie beim nächtlichen oder morgendlichen Aufwachen erschrocken gewesen wäre, in einer anderen Umgebung aufzuwachen, wie das einige Erziehungsratgeber behaupten, konnte ich nicht feststellen.

Ja, schläft das Kind dann nicht zu wenig?, kann man sich fragen. Das komische ist: Nein. Der Körper holt sich seinen Schlaf. Und das Kind lernt, auf seinen Körper und dessen Bedürfnisse zu hören.

Selbstbestimmtes Einschlafen beim Grundschulkind

Mit der Schule ändert sich alles, denn nun muss das Kind morgens fit sein. Und wirklich pünktlich im Klassenzimmer sitzen. Von daher sage ich häufig: „Wenn du jetzt nicht schlafen gehst, bist du morgen müde“, und man glaubt es kaum, meine Kinder verstehen das und legen sich dann oft hin. Von selbst und ohne Murren.

Denn morgens müde zu sein ist doof, und außerdem haben sie Schlafen als etwas Schönes kennengelernt, genauso wie Susanne Mierau das in ihrem Buch beschreibt. Ich finde, man kann gar nicht genug Wert darauf legen, den Kindern möglichst liebevoll und mit langer Leine beizubringen, wie toll schlafen ist. Das geht halt nur, wenn es nicht mit Erpressung, Drohungen und Geschrei verbunden ist. Logisch eigentlich.

Selbstbestimmtes Einschlafen beim Teenie

Auch hier sehe ich die Früchte meines Ansatzes: meine älteste Tochter, die 15 Jahre alt ist, entscheidet ebenso wie ihre Geschwister natürlich seit Jahren selbst, wann sie das Licht ausmacht. Ich kann und will auch nicht bei einem Kind, das über 13 ist, ständig kontrollieren, was es gerade in seinem Zimmer tut. Das fände ich albern und unangemessen.

Und das Gute ist: manchmal geht sie schon um 21:30 Uhr schlafen, manchmal bleibt sie länger wach als ich, holt den versäumten Schlaf dann aber nachmittags nach, und morgens tut sie, was alle Teenager gerne machen: ausschlafen bis in die Puppen, wenn keine Schule ist. Und ich gönne ihr das von Herzen. Noch ein kleines bisschen mehr allerdings, seitdem ich auch am Wochenende wieder ausschlafen darf, weil die beiden jüngeren Kinder mich in Ruhe lassen.

Selbstbestimmtes Einschlafen bei Mama

Wenn ich sehr müde bin, dann sage ich zu meinen Kindern, dass ich jetzt ins Bett gehe, und überlasse es ihnen, ob sie mit mir noch kuscheln oder noch wach bleiben wollen (die Jüngste kuschelt eh so gern, die kommt immer mit. Und der Sohn guckt noch ein Video auf dem Handy, um dann auch bald einzuschlafen). Und dann schlafen wir schon um 21 Uhr, alle Mann, und es ist herrlich.

Und wenn ich mal ganz, ganz alt bin, und die Kinder aus dem Haus sind, dann bleibe ich wieder bis Mitternacht wach und schlafe bis mindestens 9 Uhr früh. So ist der Plan. Aber die nächsten 11 Jahre habe ich hier noch Schulkinder im Haus. Was freue ich mich auf 2027!

52 Kommentare

  1. Liebe Christine,

    ein tolles Prinzip. Schön, dass dies bei Euch klappt. Ich habe es wirklich ausprobiert. Bei Kind 2 klappt es wunderbar. Kind 1 schläft dann in der Schule ?. Hier jetzt wieder allabendliches Meckern meinerseits. Liebe Grüße J.

  2. huhu Christine,

    bei uns funktioniert das auch ganz gut das selbstbestimmte Einschlafen von meinen Kindern. Die sind 9,13 und14 Jahre alt. Es hat sich eingependelt das sich alle um 20 uhr schon ins Bett gehen und dann aber noch was lesen, musik hören , videos schauen bis sie müde sind. Und auch ich kann mich mal früher hinlegen weils so schön klappt. Liebe Grüße T.S.

  3. liebe Christine,

    toll dass du das hier thematisierst – bin noch nicht so in der Twitterwelt angekommen und hatte es doch glatt verpasst.

    Dein Artikel hat mich richtig genial ermutigt :D – wir praktizieren theoretisch selbstbestimmtes Einschlafen – praktisch ist es leider so, dass das Kleinkind im müden Zustand unglaublich übermutig wird und sowohl sich als auch seine Umwelt verletzungsgefährdend mitnimmt.

    Deshalb ernte ich da gerade etwas Widerstand, wenn ich das Ende des Abends erkläre.

    Leider hat späteres ins-bett-gehen zusätzlich ein noch früheres Aufstehen zur Folge und anschließend einen Schlafmangel, der mit einem vom Kind nicht gewollten Mittagsschlaf kollidiert.

    Ach ja – ist mein Probeknödel … ich übe noch.

    Nehme mir mal die Ideen zum Kommunizieren der Müdigkeit mit …bin mal gespannt – danke. Tabea.

    • du sprichst mir aus der seele. <3
      mein kind ist aber auch als säugling niemals "einfach so" eingeschlafen. das setting musste immer stimmen. und selten war er vor 23 uhr bereit für den nachtschlaf. tagsüber mit müh und not ein paar powernaps.
      ich übe auch noch, hauptsächlich an meiner geduld und dem auskommen mit möglichst wenig schlaf.
      ich freue mich über den ausgeprägten eigenen willen meines kleinen und hoffe drauf, dass es stimmt was alle sagen : ES GEHT VORBEI! ;)

      • Hallo Martha,

        ich finde es total toll, dass du das „Setting“ ansprichst. Denn bei aller Selbstbestimmtheit (die ich toll finde), muss trotzdem erwähnt werden, dass die äußeren Faktoren schon von den Erwachsenen „gelenkt“ werden sollten.
        Sprich, eine ruhigere Atmosphäre mit kuscheln, lesen usw. schaffen, damit sich die Kinder nicht in einer permanenten Überforderung befinden, besonders wenn sie klein sind.
        Ich finde es Schwierig, wenn man Eltern dazu rät, ihre Kinder selbst bestimmt schlafen (oder was auch immer) zu lassen, ohne zu erwähnen, dass es eben nicht ohne Hilfe der Erwachsenen geht, sei sie noch so subtil.
        Könnten Kinder einfach alles vollkommen selbst bestimmt entscheiden (also auch überblicken!) wären wir Eltern längst von der Evolution abgeschafft worden ;-)
        Das bedeutet nicht, dass unsere Kinder nicht lernen sollen auf sich und ihre Bedürfnisse zu hören, im Gegenteil, dass finde ich absolut wichtig.
        Ich finde es aber ebenso wichtig, Kinder alters- und entwicklungsgerecht zu unterstützen, um genau das zu lernen.

    • Wenn meine Tochter anfängt übermütig zu werden bzw überdreht geh ich nochmal mit ihr raus. Vorhin waren wir bei Regen spazieren und wir hatten total Spaß. Bisher hats gut funktioniert. Vielleicht ist das auch was für euch.

  4. Ich habe damals meine 3 gegen 8 Uhr ins Bett geschickt mit der Bemerkung, ich brauche auch noch Zeit für mich. Habe aber auch nie nachgeschaut, wann das Licht ausgeht. Meine Jüngste hat in meinem Bett geschlafen bis sie eingeschult wurde. War so für uns beide entspannter.

  5. Schon beim Lesen des ersten Absatzes musste ich schmunzeln: “ Babys haben es eigentlich noch ganz gut drauf. Sie schlafen einfach ein, egal wo sie sind – das ist völlig unkompliziert.“ nö, also bei meinen beiden Kindern war vom ersten Lebenstag an JEDES einschlafen mit Kampf und Arbeit verbunden. Keiner von beiden ist mal (mit Ausnahme im Kinderwagen oder Auto- oder Farhradsitz) „einfach so“, also z.B. unterm Mobile liegend eingeschlafen.
    Wir haben feste Bettgehzeiten und ich finde das bis jetzt auch noch ganz gut so. Oft ist das Kind (der Große früher, jetzt der Kleine) nämlich ganz eindeutig todmüde, Augenreiben, die Augen fallen beinahe zu, kann schon kaum mehr aufrecht stehen etc…, aber es wehrt sich trotzdem brüllend gegen das Einschlafen. Wenn ich es dann nicht ins Bett „zwingen“ würde würde sich das alles nur noch Hochschaukeln und das Kind wäre am Ende nur noch übermüdet und würde sich brüllend reinsteigern. So, also mit meiner Hilfe, kommt es dann doch zur Ruhe und schläft relativ schnell ein.
    Meine Kinder sind aber noch klein, 20 Monate und fast 4 Jahre alt. Beim Großen ist Schlafengehen eigentlich mittlerweile auch kein Problem mehr, er verneint zwar auch dass er müde ist, akzeptiert aber das Bettgehritual zu einer festen Zeit meistens gut und schläft danach fast immer auch sofort ein. Sprich, er MUSS tatscächlich müde genug gewesen sein, will es aber nicht „zugeben“ (oder kann es in seinem Alter noch nicht richtig einschätzen).

    • sie haben bisher schlafen gehen als notwendig aber noch nicht als was schönes kennen gelernt. diese erfahrung haben sie noch nicht – daher entsteht vor dem kontrollverlust angst und gegenwehr

    • DANKE! Ich kann jedes deiner Worte unterschreiben. Unsere Tochter ist in 16 Monaten auch NIE „einfach so“ eingeschlafen. Sie hat einen solchen Willen und eine solche Energie, dass sie es selbst fast nicht schafft, den Hebel auf „Entspannung“ umzulegen. Was beneide ich Eltern, deren Kinder beim Spielen oder Essen einschlafen… Ich glaube, es gibt einfach Kinder, denen es mehr hilft, wenn die Eltern Strukturen und Regeln vorgeben.

    • Hier genau das Gleiche – bei beiden Kindern war dieses berühmtberüchtigte „Einschlafen in jeder Lebenslage“ vielleicht zweimal beobachtet. Während sich die Ältere stundenlang in den Schlaf hineinweinte, dreht der Kleine komplett durch. Beim ersten Kind wurde getragen, geschaukelt, gesungen, erzählt, später vorgelesen, alles vergebens. Nun, als Schulkind, darf sie nach dem Vorlesen solange selbst lesen, wie sie will und das tut uns allen gut. Beim Kleinen habe ich bemerkt, dass es wirklich hilft, Grenzen zu ziehen. Auf sein allabendliches „Aber ich kann ja gar nicht „schafen““ sage ich konsequent – „dann bringe bitte Mama ins Bett, erzähle mir eine Geschichte.“ Er fängt an „Vor langer, langer Zeit“ und schläft nach diesem Dreizeiler (denn selten geht die Geschichte über die Einführung der Protagonisten hinaus :)) auch relativ schnell ein. Allerdings selten früher als 21.3o :(

      • bei uns sind selbst feste rituale tödlich. sobald er das merkt, dass es auf das schlafen hinausläuft schreit er , als würde ich ihn foltern. daher ist bei uns jeder abend anders ;) ich bin gerade dabei das zu akzeptieren ;)

  6. Hier klappt das mit Schlafenszeiten ohne Meckern (zu 90%) mit meinem Sohn hatte ich 2,5 Jahre Familienbett vlt. ist es deshalb auch so entspannt.

  7. Ich denke, diese Art des Einschlafens ist für Kleinkinder völlig ungeeignet. Da ich zu einer bestimmten Uhrzeit im Büro sein muss, muss ich die Kinder morgens zu einer festen Zeit wecken und zur Tagesmutter bringen. Bei einer selbstgewählten zu-Bett-geh-Zeit wären sie morgens todmüde und könnten in dem Alter den Zusammenhang noch gar nicht herstellen.
    Das Kind schläft auf dem Teppich ein und wird dann ins Bett getragen? Was ist mit Windel wechseln, Schlafanzug anziehen und Zähne putzen?

    • Naja, Zähne putzen kann man ja auch vorher. Zum Beispiel direkt nach dem Essen? Und es ist einfach etwas, was eine Weile dauert: einige Monate braucht es schon, dass sich das einpendelt. Die fixen Uhrzeiten am Morgen sind natürlich schwierig.

  8. oh, ich wusste gar nicht, dass das ein „Modell“ ist – denn wir machen das mehr oder weniger schon immer von selbst so. Haben meine Kinder am nächsten Tag keine Verpflichtungen, dürfen sie selbst entscheiden wann sie ins Bett gehen. und ich lege mich ebenfalls dann hin, wann ich müde bin.
    Mein kleiner würde am liebsten den ganzen tag schlafen, und wenn er nicht zwingend zur Kita muss (wenn mein Mann und ich – beide im Schicht Dienst – beide mal Vormittags arbeiten müssen), dann wecke ich ihn auch nicht vor 12 Uhr mittags. meistens wird er kurz vor 12 dann selbst wach.
    Beim Großen hab ich eine Deadline bis wann er selbst entscheiden darf, aber ab dann MUSS er in sein Zimmer. Er darf dann noch CD hören oder ähnliches, den Zeitpunkt wann er schläft bestimmt er selbst, aber dann muss einfach Ruhe einkehren. Ihm fehlt da das Gefühl und auf VIEL zu wenig Schlaf reagiert er mit Aggression. Jede Mutter kennt ihre Kinder, jedes Kind ist individuell in seinem Schlaf Bedürfnis, aber wichtig ist sich darauf einzustellen und kein Raster zu entwerfen was nicht zu einem passt.

    LG
    Steffi

  9. Ich denke, wie bei vielen Sachen, kann es sich lohnen, das auszuprobieren. Aber es muss nicht klappen.

    Beispielsweise mein eigener Biorhythmus kollidierte immer ganz furchtbar mit den Schulzeiten. Ich war abends einfach nicht vor 23 Uhr – Mitternacht müde. Nie. Musste aber am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen und war dann den Tag über so fix und fertig, dass ich mitten im Unterricht eingeschlafen bin…

  10. Wenn ein Kind dermaßen übermüdet einschläft wo es gerade steht oder sitzt, auf dem Teppich wie oben beschrieben, ist das doch keine Lösung. Nur weil man keine Lust hat, es ins Bett zu bringen? Ich kann verstehen, dass es eine Notlösung ist wenn das abendliche Ritual nur noch ein Kampf ist. Aber meiner Meinung nach ist es sinnvoll Kindern zu lernen, dass es schön ist nach einem aufregenden Tag herunter zu kommen, abzuschalten und zu erkennen wann man müde ist. Und dass es sich ausgeruht viel besser spielt als total müde. Wir haben feste Bettgehzeiten (abends), ich variiere aber etwas und achte auf Müdigkeitszeichen. Ich nehme meine Kleine Tochter an die Hand, so sehe ich das.

  11. Hallo Christine,
    davon halte ich schlicht gar nichts. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen mit entsprechendem Urteilsvermögen. Die spüren ihre Bedürfnisse gar nicht, obwohl sie vorhanden sind. Deswegen muss es Erwachsene geben, die ihnen sagen, was für sie gut ist. Meine Tochter merkt von alleine manchmal gar nichts (Müdigkeit, Hunger, Kälte), da muss man sie ´drauf hinweisen. Das wird natürlich mit zunehmenden Alter immer weniger nötig.
    Aber Kindergarten- und Grundschulkinder können meiner Meinung nach das nicht wirklich beurteilen.

    Wir machen doch auch kein selbstbestimmtes Essen mit den Kindern. Dann würden die Kinder den ganzen Tag nur Pizza, Pommes und Süßigkeiten in sich hineinstopfen aber kein Fitzelchen Gemüse.

    • Zu der Sache mit dem selbstbestimmten Essen: es gibt seriöse Studien, die belegen, dass sich Kinder nach einer Weile ausgewogen ernähren, wenn man ihnen über längere Zeit wirklich die freie Wahl lässt (wurde mit Buffet getestet, über einen längeren Zeitraum, ich muss mal gucken, ob ich die Studie finde. Es waren Kinder im Vorschulalter). Doch, Dirk, das funktioniert!

      Und natürlich spüren Kinder ihre Bedürfnisse. Ich sehe es als meinen Job, ihnen beizubringen, genau das zu tun. Und zwar auch in den Bereichen Schlaf und Essen.

      P.S.: Das mit der Studie habe ich in Herbert Renz-Polsters Buch „Kinder verstehen: wie die Evolution unsere Kinder prägt“ gelesen, soviel weiß ich noch. Er behandelt nämlich dezidiert die Essensfrage.

      • Weisst Du: für mich als Vater ist es durchaus hart zu erlernen: Kinder brauchen Grenzen und Leitlinien. Die muss ich Ihnen vorgeben. Damit tue ich Ihnen keine Gewalt an, ganz im Gegenteil, das tut ihnen gut, die fordern das sogar ein.
        Das Schlafengehen ist auch nur so eine Grenze, die man zieht.

        • I beg to differ, Dirk. Aber ich habe ja auch nicht gesagt, dass alle Kinder selbstbestimmt einschlafen sollten, und es das einzig Wahre sei. Jeder, so banal das klingt, muss da seinen Weg finden. (Ich denke nochmal über die Grenzen nach, die haben es mir ja sowieso leitmotivisch angetan.)

      • Danke!!! Genau so ist es. Kinder kommen kompetent auf die Welt. Ich kann aus meiner Erfahrung als Erzieherin ganz klar berichten: nach einer gewissen Zeit pendelt sich das essverhalten der Kinder ein. Und zwar bei den Kindern, die Zuhause selbst wählen können was und wieviel sie essen Viel schneller, als bei denen, die das nicht dürfen

  12. Hallöle,

    trotz aller Tipps, Rituale, Globuli und jeglicher Musik will unsere kleine Prinzessin (jetzt 11 Monate) einfach nicht länger als 2-3 Stunden am Stück schlafen bzw. dann alleine einschlafen. Von Durchschlafen wollen wir gar nicht erst sprechen…

    Bekannte von uns hatten vor einigen Jahren so eine Baby Einschlafhilfe, wussten aber den Namen nicht mehr… Nach eigener Recherche sind wir dann auf das Produkt gestoßen, es nennt sich Sleepy Relax. Im Shop des Hersteller (http://www.sleepy-relax.com) ist es allerdings ausverkauft! Man hat lediglich die Möglichkeit sich per Newsletter über die Verfügbarkeit informieren zu lassen, hab schon beim Hersteller angefragt…

    Nun zu meiner Frage: Hast du, oder eine deiner Leserinnen, eine Ahnung, ob das das richtige ist? Und wenn ja, vielleicht weiß sogar jemand wie ich da ran komme (lebe in Frankreich…)???

    Danke vorab, müde Grüße und einen schönen Tag euch allen,
    Jenny

  13. Prinzipiell unterschreibe ich das, unsere Versuche dazu sind nur leider gescheitert. Es gibt halt in der Früh Termine und selbstbestimmt würden unsere zwei erst so um 23 Uhr völlig übermüdet und aus Erfahrung schon schreiend (weil müde) ins Bett kippen. Ich würde Ihnen diese Freiheit gerne geben aber ich merke, erstens ist ihnen das zu spät, weil sie dann schon übermüdet sind und zweitens brauchen die auch einen Mittagsschlaf, den sie aber selbstbestimmt immer auslassen, wenn ich Ihnen die Wahl lasse. Deshalb begleite ich beide in den Schlaf und da sie auch um 21 Uhr sehr müde sind, schlafen sie meist schnell ein. Hätten sie die Wahl, würden sie völlig überdreht weitermachen, bis schreiend umkippen. Leider.

  14. Ich habe die Bettregeln damals für mich gebraucht – damit ich am Ende des Tages noch ein wenig Zeit für mich habe. Wie sehr das dem Kind schmeckt oder nicht. Ich bin nicht so der Fan der ganzen Selbstbestimmungsgeschichte. Wir haben Freunde, die kochen, was die Kinder sich abends wünschen. Die fragen ihre Kinder, wohin sie in den Urlaub fahren sollen!! Und wenn sie bei Regen Sandalen tragen möchten, dann dürfen sie dies… Aber ich bin der Erwachsene & ich finde, ich muss das Kind (an)leiten. Im Urlaub darf unser Kind zwischen ein, zwei Alternativen entscheiden, was heute gemacht wird. Einmal im Monat gibt es das Extra-Wunsch-Menü. Naja – was nun besser ist, darüber streiten die Experten (und Eltern).

    • Erwischt – ich frage die Kinder auch, was sie essen wollen – aber jeden Tag Pfannkuchen mache ich trotzdem nicht. :)
      Aber mit der Kleiderordnung bin ich auch super liberal. Alles, was der Gesundheit nicht schadet, lasse ich durchgehen. Und gelegentlich dürfen sie auch selbst merken, dass es echt kalt ist, wenn man im Winter mit kurzen Hosen raus will.

      • Das finde ich dann leider nicht fair für die Kinder und äußerst unauthentisch.
        Wenn du die Kinder fragst, was sie essen wollen, dann müssen sie auch die Möglichkeit haben sich zum 100. Mal für Pfannkuchen zu entscheiden.

        Ich denke auch, es ist nichts schlimm daran, dass unsere Kinder nicht immer die Wahl haben.
        Es ist authentisch, denn niemand, ob Kind oder Erwachsener hat ständig die Wahl, also brauchen wir als Erwachsene auch nicht so zu tun, als ob.

        Schau doch gerne mal in mein Video zum Thema, wenn du magst: https://youtu.be/3P3_lHJp30U

  15. Ich habe mehrere Jahre in Perú gelebt und da ist es ganz normal, dass die Kinder abends lange mit dabei sind und an allem teilhaben, auch wenn Schule ist. Ich selbst sehe es auch nicht so streng, meine Tochter (12) ist schon seit Jahren ein Selbstläufer und schläft dann, wann sie will und meistens ist bei ihr gegen 22.00 h das Licht aus. Mein Kleiner ist vier und sagt von ganz alleine wenn er müde ist und dann bringe ich ihn zu Bett mit Gutenachgeschichte und Lieder singen, meistens so gegen 21.00 h, an manchen Tagen legt er sich nachmittags nach dem Kindergarten aufs Sofa und schläft dort noch ne Stunde oder zwei. Kinderfreie Zeit habe ich abends im Prinzip nicht, weil ich selbst auch so gegen 21.30 h ins Bett gehe, denn mein Kleiner ist morgens spätestens um 6.00 h putzmunter und ich würde es sonst nicht schaffen mit aufzustehen … ;) Mit dem Essen ist es dasselbe, wir essen wann wir Hunger haben und die Kinder dürfen meistens aussuchen was, ich koche in der Regel abends gegen sechs, manchmal auch eher.

  16. Ich bin prinzipiell ein großer Fan davon, den Kindern beizubringen, auf ihren eigenen Körper zu hören. Allerdings gibt es leider Kinder, die es einfach nicht schaffen, alleine einzuschlafen. Mein Großer hat sich vom allerersten Tag an schrecklich schwer mit einschlafen getan, wenn er als Neugeborener auf 8 Stunden Schlaf am Tag kam, war ich schon wirklich stolz. Er war immer übermüdet, konnte aber nicht abschalten und braucht e dafür sehr viel Hilfe. Den Versuch, zu warten bis er alleine einschläft, habe ich abgebrochen, als er 26 Stunden am Stück wach war mit 4 Monaten! Auch jetzt noch lege ich fest wann Schlafenszeit ist, dann schläft er auch Ruck zuck ein.

    Sein kleiner Bruder ist das genaue Gegenteil,mich stelle immer wieder voller Erstaunen fest, das er einfach einschläft, wenn er müde ist, wenn die Grundvorraussetzungen (satt, trocken, Ruhe) stimmen. Von daher lasse ich ihn auch so gut es geht selbst entscheiden, wann er schlafen möchte, solang es nicht mit unseren Terminen kollidiert.

  17. Himmel, die Sache mit dem „wenn du morgen fit sein willst, wäre es jetzt Zeit um zu schlafen“ funktioniert ja tatsächlich. *STAUN*

    Nicht dass wir wegen des Schlafengehens jemals Streit hätten, wir haben es immer kontraproduktiv gefunden, bei den Punkten, wo Grundbedürfnisse im Spiel sind (essen, schlafen, kacken), Machtkämpfe anzuzetteln. Ich glaube die Kinder spüren ihre eigenen Bedürfnisse viel besser, wenn wir ihnen das nicht ABtrainieren (oder übersteuern).

  18. Also nach verschiedenen ausprobierten Modellen bin ich ganz klar für eine Grenzzeit ab wann das Licht aus ist: Erstens brauche ich Zeit für mich, Zweitens bringts nicht gegen das Herumgezetete – dann haben wir das halt morgens statt abends.
    Das mit dem Selbstbestimmten Essen habe ich bloss mit Süsskrsm durchgezogen – ich will ja nicht ständig kochen und gemeinsam Essen ist für uns alle ein wichtiges Familienritual wo auch über alles diskutiert und von der Seele geredet wird. Ist irgendwie such eine Frage des Anstandes und des gegenseitegen Respekts und Wertschätzung. Wenn da jeder einfach kommt und geht wie er will – wozu dann Familie? Oder zwingt man dann die Kinder zwar nicht zum Essen und nicht zum Schlafen dafür aber zu gemeinsamen Unternehmungen? Irgendwo muss doch das „gemeinsam als Familie“ sein?! Wo bringt man da den Kindern bei, dass man gewisse Zeiten dann schon einhalten soll -zum Beispiel später im Arbeitsleben – oder überlässt man das getrost der Schule – ich finde mit diesen so schön genannten „Modellen“ macht man es sich als Eltern einfach bequem und gibt die „Probleme“ einfach an die Gesellschaft weiter. Finde ich als auch mal währen einigen Jahren Alleinerziehende völlig nicht ok.

    • Wozu dann Familie? Nun, ich denke, Familie ist mehr als eine Zweckgemeinschaft, aber sicher kein System aus Zwängen und Ritualen. Für mich ist Familie ein Verbund, in dem man sich auf besondere Art aufeinander verlassen kann. Ich zwinge meine Kinder auch nicht zu gemeinsamen Ausflügen, ich wüsste gar nicht, welchen Sinn das haben sollte – ich hätte keine Freude an einem Ausflug, bei dem das Kind ein Gesicht wie 7 Tage Regenwetter macht. Klar, manchmal kommt dann der Spaß noch während des Ausflugs, das kenne ich aus meiner Kindheit. Aber trotzdem werden bei uns auch Freizeitaktivitäten gemeinsam beschlossen.

      P.S.: Ich brauche auch Zeit für mich, und hätte sie bitter gebraucht in den vergangenen Jahren. Das war halt eine Abwägung. Es war für mich unerträglich, abends über 1 Stunde ums Schlafengehen der Kinder zu kämpfen, teils auch 2 oder 3 Stunden. Das ist für alle schrecklich gewesen. Und so musste ich halt in den sauren Apfel beißen, dass die Kinder das selbst entscheiden. Es war, wie ich ja auch schrieb, anfangs eine Notlösung. Die sich dann aber als gute, praktikable Sache herausstellte.

  19. Liebe Christine,

    ich finde diese Herangehensweise einfach wunderbar. Die ganzen beschissenen, verkrampften Machtspiele kann man sicher sehr wohl sparen. (Ich würde mir wünschen, dass ich das selbst immer so klar erkennen könnte)

    Wenn das Kind ohne feste Regeln bis 23 Uhrh durchmachen würde, dann weil es den Mittagsschlaf halt doch nicht mehr braucht (oder tagsüber wirklich kaum Bewegung hatte), nicht weil es wie verrückt gegen die abendliche Müdigkeit ankämpft.

    Das wäre dann schon sehr seltsam, muss ich sagen.

    Viele Eltern machen sich auch schlicht Illusionen darüber, wieviel Schlafbedarf kleine Kinder haben. Die Zeit, in der sie wirklich 12 Stunden oder mehr brauchen, ist sehr schnell vorbei, machmal schon nach zwei Jahren.

    Wobei das eben sehr unterschiedlich ist.

  20. Ist nicht jedes einschlafen selbstbestimmt? wer zwingt denn sein Kind dazu?
    Ich kann auch nicht auf Kommando einschlafen.
    Bei uns ist es so das wir um 19:30 uhr hoch gehen, bett fertig machen und dann dürfen beide Kinder 8 und 6 Jahre alt noch in ihrem Bett selber lesen oder gar im Zimmer leise spielen. Die große liest nur kurz und schläft schnell ein, die kleine ist auch mal bis 21 Uhr noch wach. Trotzdem klappt es morgens beim aufstehen super. Wir Eltern möchten auch gerne noch etwas Zeit füreinander haben. Bedingung ist wirklich oben im Zimmer zu bleiben.

    • Wenn das so funktioniert, ist es doch super! Meine Kinder wollen halt nicht so gerne im Zimmer alleine sein, die bleiben lieber noch in meiner Nähe. Und da mich das nicht stört, lasse ich sie. Und mir ist klar, dass das eventuell anders wäre, hätte ich einen Partner, mit dem ich abends noch alleine Zeit verbringen möchte.

  21. Wir haben bei unseren Kindern geregelte Schlafenszeiten durchgesetzt – es gab glücklicherweise kaum Unmut deswegen. Als Belohnung hatten wir Abends „frei“, während die Nachbarskinder noch bis in die Puppen um ihre erschöpften Eltern herum geturnt sind. Am nächsten Morgen waren unsere Kinder dafür früh fit, was an Wochenenden dann natürlich die Kehrseite der Medaille ist. Ich würde es trotzdem wieder gleich machen.

  22. Hallo,
    wir müssen bei unseren Kindern auf feste Bettgeh-Zeiten achten. Sie schaffen das nicht alleine, selbst der Elfjährige noch nicht. Mit dem Essen sieht es genauso aus. Ich kenne viele Kinder, die auch essen dürfen, was sie wollen – so sieht der Speiseplan dann aber auch aus…
    Ohne feste Vorgaben würde es bei uns nicht gehen. Ich merke aber, dass sie das auch so wollen. Meine Tochter will immer nur Gummibärchen essen, nimmt dann aber doch das Obst, wenn ich es ihr direkt vor die Nase stelle.

    Herta

    • Die Frage ist halt, wann und wie die Kinder das lernen sollen, oder? Ich denke, je früher man damit anfängt, ihnen beizubringen, das selbst zu spüren, desto besser.
      viele Grüße!

      Christine

      • Nachdem ich teils kopfschüttelnd durch die Kommentare gelesen habe, muss ich sagen, dass es diese Antwort genau den Nagel auf den Kopf trifft! Kinder brauchen eine Umgebung, in der sie lernen später als Erwachsene selbstbewußt und unabhängig zu leben. Wenn sie den lieben langen Tag gesteuert, genötigt und erzogen werden, wie sollen die dann eigene Bedürfnisse spüren? Ganz sicher gibt es Kinder, die nicht „einfach so“ laufen gelassen werden können, weil ihnen vielleicht selbstregulative Instrumente fehlen, sie ein höheres Bedürfnis nach „Ordnungsrahmen“ haben etc. Aber es gibt doch kein entweder/oder! Wichtig ist, sich dessen bewußt zu sein, was man mit welchen Aktionen erreicht. Unsere Tochter, 5, ist beispielsweise eine ausgeprägte Eule, wie die Eltern auch. Da ist morgentliches Aufstehen schwierig, unter der Woche gibts schon mal zu wenig Schlaf. Ich habe hier auf jeden Fall die Anregung mitgenommen, dass man das „konfliktträchtige“ Umziehen & Zähneputzen einfach vorziehen könnte, und dann bei Müdigkeit eben schlafen geht. Mal schauen, wie es fruchtet :) Ein Vorschlag zur „Eingrenzung“ der Freiheit, wem es nicht geheuer ist – späteste Zeit festlegen, wenn man schlafen sollte. Das geht doch Erwachsenen auch so. Gemeinsam ausrechnen, wie lange das Kind selbstbestimmt, z.B. am Wochenende schläft, dann ausrechnen, wann man bei bestimmter Aufstehzeit ins Bett sollte. Und darüber reden, um die Zeit dran erinnern, das in sich Hineinspüren trainnieren.

    • Danke. Aber ich heiße Christine. :)

      Habe deinen Text übrigens gelesen, und finde es durchaus spannend, was du schreibst. Die Frage, ob es nicht dazu führe, dass man fremdbestimmt sei, wenn die Kinder so vieles selbst- oder mitentscheiden dürfen, würde ich auch klar mit „Oh ja!“ beantworten. Ich bin sowieso fremdbestimmt, seitdem ich Kinder habe. So fühlt sich das für mich an. Und von daher ist dieses selbstbestimmte Einschlafen, wie wir es praktizieren, wahrscheinlich nur die logische Konsequenz dieser Erkenntnis.

      Viele Grüße!

  23. […] Leider habe ich sehr vieles von dem erst jetzt so langsam verstanden. Ich bin auch in der Umsetzung immer noch sehr unsicher, weil die alten Muster der aufopferungsvollen Mutter ohne eigenes Leben und ohne eigene Bedürfnisse sehr hartnäckig an mir kleben. Dadurch, dass ich es erst jetzt mehr und mehr verstehe, habe ich viel zu korrigieren in unserem täglichen Zusammenleben. Das ist nicht leicht, weil beide Söhne diese Haltung von mir nicht gewohnt sind. Ich wünsche mir aber sehr, dass mehr und mehr Mütter frühzeitig verstehen, dass bedürfnisorientierte Erziehung auch heißt, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten – auch wenn das z.B. heisst, dass Du abstillen willst, dass Du in Deinem eigenen Bett schlafen willst oder dass Du möchtest, dass die Kinder um 8 in ihren Zimmern sind – oder umgekehrt, dass Du die Kinder wie Christine Finke auf dem Sofa selbstbestimmt einschlafen lässt. […]

  24. Liebe Christine,

    was für ein toller Artikel! Ich finde, solche dieser Art sollte es öfter in Eltern-Zeitschriften geben. Nur so als Anregung, als Möglichkeit. Es ist bestimmt nicht für Jedermann und Jederfrau etwas, aber es ist herrlich, durch Artikel wie diesen den Horizont weiten zu lassen, in eine andere Richtung denken zu können :) Danke dafür!

    • Die Elternzeitschriften lesen hier mit. Würde mich nicht wundern, wenn das demnächst mal Thema wird. Die haben halt längere Vorlaufzeiten als so ein Blog. Warte mal 3-4 Monate… ;)

  25. Ein Artikel, den ich mit Nicken lese ;-).
    Ich habe – gegen wortgewaltigen Protest vor allem der Großeltern – das damals bei meinen beiden Kindern auch eingeführt, als sie noch in die Grundschule gingen. Es war jeden Abend ein Kampf, den ich nicht mehr wollte. Vorteil dieser Altersstufe war, dass ich klare Ansagen machen konnte: ich sage abends nicht, dass sie ins Bett gehen müssen, aber nur solange, wie sie morgens beim ersten Wecken auch aufstehen (das war beim Großen der zweite Kampf gewesen). Und siehe da, letzteres klappte sofort, der Große blieb ein paar Tage sehr lange auf, aber dann pendelte es sich ein, dass er freiwillig gegen zehn Uhr im Bett verschwand – und morgens ausgeschlafen war. Die Kleine ging ohnehin gerne früher schlafen und stand als Morgenmensch im Allgemeinen zeitig auf. Ich lernte: ein Kind, das weniger Schlaf braucht, zu früh ins Bett zu zwingen, führt dazu, dass es morgens nicht rauskommt.

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