Warum ist Hausarrest noch erlaubt?

„Mama“, überlegte meine große Tochter heute laut am Wohnzimmertisch, „Wenn Kinder hauen und einsperren verboten ist, wie kann es sein, dass Hausarrest noch erlaubt ist?“ Recht hat sie, dachte ich. Sie fragte das aus aktuellem Anlass, weil nämlich eine ihrer Freundinnen wegen schlechter Schulnoten eine Woche Hausarrest bekommen hat. Und das ist kein Einzelfall, auch von anderen Mädchen aus der 8. Klasse, die meine Große (13) besucht, höre ich, dass sie Hausarrest haben oder ihnen welcher angedroht wird.

Bei mir gibt’s keinen Hausarrest, gab es noch nie. Ich habe meine Fehler in der Erziehung gemacht und mich geoutet, dass ich bei jedem Kind ein einziges Mal innerhalb von 13 Jahren so wütend wurde, dass ich eine Ohrfeige gab. Aber Hausarrest ist kein Affekt, sondern eine gezielte Strafmaßnahme. Was soll das nützen? Und wieso, das ist wirklich nicht einzusehen, darf das in Deutschland heutzutage noch ein ganz normales Erziehungsmittel sein? Ich finde das nicht richtig.

© jules - Fotolia.com
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Auch bei uns im Wohnblock ist Hausarrest für Kinder, die nicht „spuren“, eine gängige Strafe. Mich gruselt es manchmal, mit welcher Selbstverständlichkeit zu Strafen gegriffen wird, die nicht mehr zeitgemäß sind. Was natürlich zu der Frage führt, welche Strafen denn überhaupt zeitgemäß seien. Liebesentzug ist ja auch nicht besser, sondern viel schlimmer – psychische Gewalt nennt man das, auch wenn das aus eigener Hilflosigkeit geschieht.

Mein Vater fragte mich im vergangenen Sommer, als wir die Ferien gemeinsam an der Ostsee verbrachten und die Jüngste gerade ganz schlimm trotzte, was um Himmels Willen man denn überhaupt noch tun dürfe oder solle als Eltern, wenn Vernunft, Ansprache und Augenhöhe beim Kind gerade versagen. Ich hatte keine Antwort darauf, außer dass ich genau weiß, was nicht geht. Es ist kompliziert.

Eine befreundete Tagesmutter erzählte mir, als wir uns über diese Problematik unterhielten, dass sie in ihren Fortbildungen lerne, die Kinder in extrem schwierigen Situationen einfach festzuhalten. So sehe ich das auch bei den Erziehern im Kindergarten, die halten die Kleinen auch gelegentlich fest am Arm, wenn sie sehr störrisch sind. Auch da habe ich Hemmungen. Aber wenn Fortbildungen dieses Vorgehen lehren, dann ist es vielleicht ein Mittel der Wahl bei Kindergartenkindern?

Erziehungswissenschaftler sagen wahrscheinlich, nicht strafen sondern motivieren sei die Zauberformel. Dummerweise funktioniert das nicht immer. Ich kann meine 4-Jährige nicht motivieren, im Restaurant nicht 30 Minuten rumzuschreien, weil sie kein Eis als Hauptgericht bekommen kann. Rausgehen mit ihr, das kann ich. Und ihr zeigen, dass ich nicht erpressbar bin.

Und während jetzt vielleicht fast alle Leser zustimmend nicken, will ich aber nicht verschweigen, dass ich im Extremfall auch ein sehr tobendes, um sich hauendes und im wahrsten Sinne des Wortes wütendes Kind in sein Zimmer zu verfrachte (tragend, gegen seinen Willen. Auch Gewalt), die Türe schließe und sage, dass es jederzeit wieder rauskommen dürfe, wenn es wieder normal sei. Wir hatten das seit Monaten nicht mehr, aber es war zeitweise die einzige Möglichkeit, meine extrem trotzende Jüngste zu erden. 2 Minuten im Zimmer, und sie war aus der Hysterie raus. Gut fühlte sich das trotzdem nicht an. Und hinterher war vertragen angesagt. Ich wusste mir nicht anders zu helfen. Anschreien ist ja auch keine Lösung.

Aber Hausarrest? Nein, das ist grausam und entwürdigend. Für kleine und für große Kinder. Ich finde, der gehört verboten.

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Perlenmama
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Perlenmama

Also ich find Hausarrest ganz legitim. Hat das Kind mit meinem Vertrauen gespielt , dann fällt das Privileg, dass ich ihm/ihr vertraue dass, wenn es unterwegs es ist keinen Mist zu machen, eben weg. Für’s erste. Hausarrest ist doch kein Einsperren und mit Wasser und Brot auf der Zelle sitzen. Es ist ein „so, nun hast du mal Zeit darüber nachzudenken“. Ich fänd es sehr unangenehm, wenn meine 8-Klässlerin einfach sagen könnte „du kannst mir gar nichts, ich geh jetzt!“ Wie gesagt, es kommt darauf an, was bestraft wird, ich denke eine Strafe muss zum „Vergehen“ passen, soweit das möglich… Weiterlesen »

Polly
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Polly

Kinder sind kein Eigentum, Voraussetzung für Bewegungsfreiheit ist nicht, nur dass zu tun was die Eltern wünschen. Freiheitsberaubung ist eine Straftat.

Claudia
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Claudia

Ich halte Hausarrest für eine Mittel um Grenzen aufzuzeigen. Denn manchmal geht es nicht anders als klare Grenzen zu ziehen. Das tun wir auch mit Menschen die etwas gestan haben das nicht Gesellschaftskonform ist wie zum Beispiel Steuern hinterziehen. Dafür dass sie etwas getan haben, das anderen schadet, gehen sie ins Gefängnis. Dafür dass mein Kind mein Vertrauen missbraucht hat oder etwas getan hat, das eine Strafe nach sich ziehen muss, hat dann vielleicht auch ein Mal Hausarrest. Es zeigt eine klare Grenze. Aber, es muss ein für mich sinnvoller Zusammenhang da sein. Viel schlimmer finde ich zum Beispiel ein… Weiterlesen »

Polly
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Polly

Ist das dein ernst? „Faul“ sein und schlechte Noten werden also mit Hausarrest bestraft, weil Steuerhinterziehung wird ja auch mit Gefängnis bestraft?! Meinst du wirklich, dass sollte man miteinander vergleichen? Gute Noten sind übrigens nicht alles im Leben, ich bin froh um jedes Kind, dass lieber LEBT, als sich dem Diktat des erfolgreich- sein- Müssens zu unterwerfen. In dem blog wurde doch gerade erst ein Artikel gepostet der diesen Unsinn aufzeigt.

Barbara
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Barbara

Bin ich völlig deiner Meinung. Ich habe mit 17 (!!) Jahren von meiner Mama 1 1/2 Monate Hausarrest bekommen, weil wir gestritten hatten und es ging im Grunde darum, dass ich nicht ihrer Meinung war. Es war extrem demütigend. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und wir verstehen uns jetzt gut, aber ich finde es noch immer nicht in Ordnung, was damals passiert ist. Auch dass mein Papa nichts dagegen gesagt, was er heute übrigens bereut… Wie dem auch sei, ich werde meinem Sohn sicherlich nie Hausarrest geben – es bringt einfach nichts und ist nur entwürdigend. Ich habe meinen „Fehler“… Weiterlesen »

alasKAgirl
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alasKAgirl

Ich finde Hausarrest nur in einer Situation legitim. Wenn das Kind permanent und grundlos nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kommt. Ich sehe das aber nicht als Zeit zum Nachdenken, sondern einfach dafür, dass mal einen Tag nicht alle auf das verspätete Kind warten müssen. Hausarrest für schlechte Schulnoten finde ich völlig daneben. Das Bestrafen schlechter Noten finde ich ohnehin doof. Auch wenn die schlechten Noten auf Faulheit zurück zu führen sind. Ich finde es gibt durchaus Unterschiede zwischen Strafen und Konsequenzen. Das Restaurant mit einem schreienden Kind zu verlassen, sehe ich z.B. nicht als Strafe. Bei einer Strafe schwingt… Weiterlesen »

Anke
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Anke

Stubenarrest ist auch hier im sächsischen Raum weit verbreitet, ebenso kenne ich es von den Mitschülern meiner Kinder, gerade von den Gymnasiasten: Wenn die Schulnoten nicht stimmen, nehmen die Eltern den Kindern für eine Woche das Handy weg oder die Spielkonsole. Mache ich nicht, es zeigt auch bei den Mitschülern meiner Kinder keinerlei Wirkung, sprich deren Leistungen verbessern sich trotzdem nicht. Eher sitzen die Kinder elternhassend in ihrem Zimmer, und aus lauter Trotz machen sie erst recht nicht ihre Hausaufgaben. Meine Lösung: Streng geregelte Spielzeiten an Handy und Laptop, meine trotzdenden Kinder gehen von selbst in ihr Zimmer (weil sie… Weiterlesen »

Karo
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Karo

Liebe Anke, du hast mir gerade echt geholfen! Wir sind gerade am Beginn der Trotzphase würde ich mal sagen und jedesmal, wenn das Kind losweint wegen irgendwas, will es auch sofort in meine Arme und getröstet werden. Drüber reden geht noch nicht so gut, aber in den Arm nehmen dafür umso besser. Werde ich jetzt weiter so machen :) Danke!

LG
Karo

Karo
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Karo

So. Und nun noch mal zum eigentlichen Thema: Ich hab schon als Kind nicht verstanden, wozu Stubenarrest gut sein soll…Gab’s bei uns nie. Und das Mädchen um die Ecke, dass ständig wegen irgendwelcher Lapalien Stubenarrest hatte, war nachmittags trotzdem draußen. Mit dem Hund oder so. Und da die Eltern arbeiteten, konnten sie das ja auch irgendwie nicht so gut kontrollieren… Und Schulnoten bestrafen ist ja auch irgendwie blöd. Kann mich auch nicht erinnern, dass mir das passiert ist…Vielleicht sollten die Eltern sich lieber mal mit den Kindern hinsetzen und zusammen überlegen, wo das Problem liegt? Klar, das ist mit Teenies… Weiterlesen »

Elli
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Elli

Ich denke auch mal, Hausarrest ist ein legetimes Mittel um klare Grenzen zu ziehen. So hat das Kind Zeit, um in Ruhe über seine Fehler nachzudenken. Natürlich soll das keine gängige Strafe sein. Aber in einem Extremfall ist so ein Arrest über höchstens ein bis drei Tage schon angebracht.
Allerdings weiß ich jetzt nicht so genau, ob das Kind diesen Hausarrest wirklich als Strafe empfindet. Wofür hat man denn Computer, Playstation und Co? Damit kann man die Zeit ganz gut rumkriegen. :-)

Grüßchen
Elli

Julia Graf
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Julia Graf

Ich glaube zunächst einmal, dass wir Eltern heutzutage leider unsere Ratlosigkeit und unsere Unsicherheit, wie denn nun in Problemsituationen zu verfahren ist, aushalten müssen. Wie die Diskussion zeigt, gibt es zu kaum mehr einer „Erziehungsmaßnahme“ eine einhellige Meinung. Jeder muss seinen Weg finden. In schwierigen Situationen mit meinen Kindern weiß ich auch oft nicht, wohin mit meiner eigenen Wut. Es gibt einen Raum zwischen Reiz und Reaktion. Ich versuche dorthin zu gelangen und mich in Ruhe zu fragen: Möchte ich so behandelt werden? Nehme ich mein Kind gerade noch wahr? Wer bin ich gerade? Vielleicht selber das verletzte Kind? Was… Weiterlesen »

Frau Haselmayer
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Frau Haselmayer

Vielen Dank für Deine klugen Worte! Ich werde nie verstehen, warum sich nicht jeder diese wichtigen Fragen stellt und allem voran die Frage: Möchte ich so behandelt werden?

Corina
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Corina

Absolut d’accord, @Mama arbeitet. Ich habe selbst nie Hausarrest bekommen und das auch bei Freunden nie verstanden. Ich wurde auch nur in extremen Situationen aufs Zimmer geschickt, kann mich jetzt gar nicht erinnern. Handhabe das bei meiner Tochter auch so, dass es höchstens zum runterkommen mal ins Zimmer geht. Wird erklärt mit „wir beide müssen jetzt mal eine Pause machen“ bzw dem Hinweis, dass sie mal ein bisschen über den Streit nachdenken soll. Dann Versöhnung. OK, sie ist jetzt vier. Wie das in der Pubertät wird, weiß ich nicht. Ich rechne damit, dass ich aus ihren mund auch mal eine… Weiterlesen »

Tina
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Tina

Ich denke, grundsätzlich sollte man sich als Eltern fragen, ob die eingesetzte „Konsequenz“ tatsächlich eine ist oder lediglich der Machtausübung dient im Sinne von „dir zeige ich es schon“. 1,5 Monate halte ich zum Beispiel für ein Machtding. Das man allerdings nicht weiter Halligalli machen kann, wenn diverse Aufgaben (Hausaufgaben, Mithilfe im Haushalt) nicht erledigt sind und somit ein Aufenthalt zu Hause die logische Folge ist – bis zur Erledigung der Aufgaben – halte ich für denkbar und auch für nicht verwerflich.

Aada
Gast
Aada

Hm, also ich muss zugeben, dass ich bei meinem Sohn tatsächlich ab und zu mit Hausarrest angetrabt gekommen war. Aber diesbezüglich war ich eher immer sehr inkonsequent. Sobald sich für ihn eine Gelegenheit bot, z.B. ein Freund zum Spielen bei uns klingelte oder wenn das Wetter besonders schön war, brachte ich es bislang niemals übers Herz in drinnen zu behalten. – Ich glaube, dass weiß er sogar zu schätzen. Er ist deswegen jetzt nicht mehr oder weniger gut oder schlecht erzogen. Für grundsätzlich falsch halte ich es jedoch nicht. Es kommt m.E. immer darauf an. Wenn er z.B. keine Schularbeiten… Weiterlesen »

Alltagsheldin
Gast
Alltagsheldin

Ich bin da irgendwie ein wenig zweigespalten. Auf der einen Seite finde ich Hausarrest auch total blöd. Auf der anderen Seite aber ist das ab und zu ganz lehrreich. Wir handhaben das auch so, dass die große Tochter ab und zu Zuhause bleiben muss und nicht weg kann. Das dann aber um gezielt gegen „Vergehen“ vorzugehen. Wenn sie z.B. ständig gesagt bekommt, sie solle die Wäsche runter bringen, den Schreibtisch aufräumen und das Bett machen und da passiert nichts. Dann muss sie mal einen Tag da bleiben und all das erledigen. Wenn das dann passiert ist, ist auch wieder gut.… Weiterlesen »

Frau Wundertoll
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Frau Wundertoll

Hm. Ich bin da etwas hin und her gerissen. Wir haben hier so gesehen keinen Hausarrest als Strafe, aber es kommt vor, dass die Kinder sich mal nicht verabreden dürfen, weil sie ihr Zimmer nicht aufgeräumt haben. Ist es aufgeräumt, alles gar kein Problem – aber wenn nicht, dann halt nicht – in meinen Augen ist das aber eben kein Hausarrest. Ich setze außerdem voraus, dass jedes Kind „seine“ Aufgaben erledigt hat, bevor es nach draußen geht zum Spielen. Manch einer möchte meinen, dass meine Kinder mit fast 6 und 7 Jahren dafür noch „zu klein“ seien – aber das… Weiterlesen »

Mama spinnt
Gast
Mama spinnt

Mir ist Hausarrest komplett fremd. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich es als Mittel einsetzen würde. Ich schicke auch schon mal ein Kind, das extrem wütend ist und sich von mir nicht mehr beruhigen lässt, auf sein Zimmer. Die Tür kann dann auch offen sein, darum geht es mir gar nicht. Ich habe auch schon ein Kind ins Zimmer getragen und habe die Tür hinter mir zu gemacht. Es geht hier aber nur um Minuten der Beruhigung für beide Seiten und die Tür kann jederzeit wieder geöffnet werden. Ich bleibe auch beim Kind und gehe ins Zimmer, sobald… Weiterlesen »

Alexandra
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Alexandra

Bedenklich, dass Kinder ab ca. vier Jahre heutzutage sofort mit der Polizei und dem Jugendschutz drohen, sobald sie mal ein autoritäres NEIN hören!
Ihre Rechte kennen sie, aber ihre Pflichten nicht. Sehr viele jedenfalls.
Das wird durchaus noch gesellschaftliche Probleme geben, denke ich.

Lisa
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Lisa

Ich bin normalerweise stumme Leserin, aber hier möchte ich mich mal zu Wort melden. In der 8. Klasse hatte ich eine ganz schlimme Phase mit sehr schlechten Noten. Zu den Herbstferien bekam ich dann „Hausarrest“. Ausgesehen hat das so, dass ich nicht etwa eingesperrt wurde, sondern dass ich nur noch eine Stunde pro Tag raus durfte und Freunde treffen, maximal einmal in der Woche einen Nachmittag auswärts verbringen, natürlich durfte ich trotzdem das Haus verlassen aber eben nicht um Freunde zu treffen, denn das war ja die „Strafe“. Dazu höchstens eine Stunde TV oder eine Stunde PC pro Tag. Das… Weiterlesen »

Aada
Gast
Aada

Ich finde auch, man sollte grundsätzlich von Strafe und Konsequenz unterscheiden. Hausarrest muss nicht immer eine Strafmaßnahme sein. Konsequenzen unterstützen meiner Meinung nach die Erziehung. Schulnoten sind da das perfekte Beispiel. Wenn man um sein Leben büffeln muss, um wieder besser zu werden, kann man nicht mit ‚Stunden lang draußen spielen‘ belohnt werden.

Und ich klinke mich, bezüglich Alexandras Aussage, auch noch einmal ein und würde sagen: Es macht bereits gesellschaftliche Probleme…aber ein schlimmerer Zustand ist zu erwarten.

Mamamaj
Gast
Mamamaj

Also ich finde nicht, dass Hausarrest mit Freiheitsberaubung gleichzusetzen ist. Für mich heißt das einfach, dass sich das Kind für einen bestimmten Zeitraum am Nachmittag nicht mit Freunden verabreden darf. Ich hatte als Kind einmal Hausarrest, weil ich frech zu meiner Mutter war. Ich fand es damals gerechtfertigt und ich finde es heute auch noch gerechtfertigt. Meine Kinder hatten bisher noch keinen Hausarrest, aber ich würde nicht ausschließen, dass das mal passieren kann. Wobei ich finde, dass es keinen Sinn macht, den Hausarrest über mehrere Wochen auszudehnen und ihn nur anzudrohen und dann nicht umzusetzen ist meiner Meinung nach auch… Weiterlesen »

MissG
Gast
MissG

Ich weiß gar nicht, ob es die Kinder heutzutage noch bestraft Hausarest zu haben. Oft beobachte ich in meinem Umfeld, dass Kinder lieber zu Hause sind. TV, Computer, Handy und Co. sind viel interessanter als das wahre Leben da draußen. Abgesehen davon empfinde ich es als reines Machtspiel und Kontrollsucht, zumindest bei kleineren Dingen wie „frech sein“. Im EInzelfall kann es sicher ein Mittel sein…..

des
Gast
des

Ich finde man kann es auch uebertreiben mit der Kritilk an Erziehungsmassnahmen anderer. Hausarrest bedeutet ja meistens nicht dass man „angekettet“ wird sondern dass man sich eben mal ein paar Tage nicht draussen „rumtreibt“ wie man gerade will. (Rumtreiben meine ich hier durchaus nicht negativ, ich hab mich als Kind auch viel rumgetrieben, mit dem Rad die komplette Umgebung erkundet, alleine, mit 12, 13.) Hausarrest bedeutet fuer mich dass man Privilegien einbuesst, rausgehen, rumhaengen mit Freunden, zocken am Computer etc. Und ich denke dass ist bei manchen Dingen einfach auch mal angebracht. So lernt man hoffendlich dass man gegen schlechte… Weiterlesen »

Chris
Gast
Chris

So ich möchte hier auch mal ein Kommentar einbringen… Also ich bin auch noch jugendlich und bekomme auch Stubenarrest von meinen Eltern. Ein Beispiel, ich komme zu spät weil ich den Zug verpasst habe (das passiert jedem mal) aber nein ich bekomme 3 Tage Stubenarrest. Meiner Meinung nach ist das das schlimmste was du einen Kind im Alter von so 10-18 antun kannst, weil es einfach raus möchte, sich mit Freunden treffen etc. Ich meine ich gehe hier mit Stubenarrest total unter also liebe Eltern das bringt das nix und wieder nix Stubenarrest zu geben, weil es nur noch wütender… Weiterlesen »

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Lieber einen Rant schreiben als Hauen. Jüngste lernt.

[…] Kind blöd seien, und ihre Mama viel netter, weil die nie „haußareßt“ gebe (und das stimmt, das ist hier keine Option). Und dass die anderen Eltern gemein seien. Diese beiden Briefe warf meine Jüngste bei den Nachbarn […]