Aktion Familie 2.0 – ein offener Brief. Hallo Politik, hör mal zu!

Prolog zu Familie 2.0

Ich möchte kein Politiker sein. Soweit ich das verstehe, müssen die eher der Partei gehorchen als ihrem Gewissen, auch wenn das anders in unserer Verfassung steht. Ständig stehen irgendwo Wahlen an, bei denen den Wählern nach dem Mund geredet werden muss bzw. Mehrheiten von Wählern nicht vergrätzt werden dürfen.

Nein, ich bin froh, nur eine Bloggerin zu sein, die sich den großen Luxus einer eigenen Meinung erlauben kann. Politiker sind aber auch Privatmenschen, die in irgendeiner Form (und sei es als Onkel, Patentante oder Opa) mit Familie zu tun haben – genau wie wir Elternblogger. Und von daher habe ich die Hoffnung, dass wenn genügend Menschen die Aktion Familie 2.0 unterstützen, wir damit die Anliegen der Familien und der Kinder ein klein wenig vorwärts bringen können.

 

Worum geht es bei der Aktion Familie 2.0?

Offiziell startete die Aktion am internationalen Weltfrauentag, dem 8. März 2013.

Vor allem geht es darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass es so nicht weitergehen kann. Es liegt an der Politik, den Eltern zuzuhören (denn wir haben keine Lobby!) und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es möglich machen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Dann sind wir zuversichtlich, dass auch die Geburtenrate steigt.

Wer steckt hinter der Aktion Familie 2.0?

4 Frauen und Mütter mit einem gehörigen Maß an Unzufriedenheit, Ehrgeiz, Talent und Ideen: Rebecca, Tina und Andrea, allesamt verheiratet und mit insgesamt 10 Kindern. Auch ich bin unterstützend dabei und bediene den twitter-Account der Initiative. Alle 4 Initiatorinnen (so man mich mitzählt) sind schon länger als Blogger, auf twitter und Facebook privat unterwegs und haben sich in einem Mütter-Netzwerk auf Facebook kennengelernt.

Der Austausch über die Schwierigkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, brachte die Netzwerkerinnen über die Stationen tiefe Frustration, Wut, Verzweiflung, Solidarität und Ärmelhochkrempeln auf die Idee, sich mit einem offenen Brief an die Politik zu wenden. Konkret angeschrieben wurden Frau von der Leyen, Frau Merkel und Frau Schröder. Wir sind in keiner Partei politisch aktiv.

© fotomek - Fotolia.com
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Was sind die Forderungen/Vorschläge von Aktion Familie 2.0?

1. Ein einheitliches Bildungssystem in allen Bundesländern
2. Qualitativ hochwertigere Betreuungsangebote für unsere Schulkinder innerhalb unserer Arbeitszeiten
3. Besser bezahlte Erzieher/ Pädagogen
4. Eine bessere Einbindung der Generation 60+
5. Flexible Arbeitszeitlösungen für Mütter und Väter
6. Kein Ehegattensplitting, sondern eine steuerliche Entlastung der Familien mit Kindern

Die Details zu diesen Vorschlägen sind auf der Homepage von Familie 2.0 nachlesbar.

Brief-in-Papierform

Was kann ich tun, um die Aktion Familie 2.0 zu unterstützen?

  • Die Facebookseite der Aktion liken
  • Die Aktion über Facebook teilen, bzw. unsere Posts dort teilen, kommentieren, liken
  • Auf twitter folgen, selbst retweeten und eure Meinung kundtun mit #familie20
  • Als Blogger: drüber schreiben
  • Den Brief Familie 2.0 ausdrucken, unterschreiben und zur Post bringen
  • Den Brief als Onlineversion ans Familienministerium mailen: poststelle@bmfsfj.bund.de
  • Das Familie 2.0 Logo auf deiner Webseite einbauen und auf unsere Homepage verlinken
  • Auf google+ teilen und unsere google+ Seite plussen
  • Drüber reden!

4 KOMMENTARE

  1. werde das hier auch nochmal teilen, ich finde die aktion gut!!!! Ich hoffe dass sich ein paar daran beteiligen :)

  2. Ich finde es toll, daß ihr diese Aktion ins Leben gerufen habt. Ich laufe derzeit selbst wegen unzureichende Kinderbetreuung regelrecht jeden Tag gegen eine Wand. Das Jugendamt, das Ministerium für Frauen und Gedöns von NRW und auf Bundesebene alle bedauern meine Situation, aber keiner ist gewillt irgendwas zu ändern. Einelternfamilien haben halt Pech. Ich weiß echt nicht weiter.

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