Früher war weniger krank (es Kind)

Ständig kranke Kinder - das war doch früher nicht so?

Jeden Winter dasselbe: ich sehe meine Kinderärztin häufiger als meine Eltern oder meine beste Freundin.

Die Kinder von heute erkranken an drölfzig Dingen, von deren Existenz ich erst erfuhr, als ich selbst Mutter wurde. Das war doch früher nicht so – als ich Kind war, hatte ich zwar gelegentlich Ohrenschmerzen, alle paar Jahre die Grippe, und zwischendurch die eine oder andere Kinderkrankheit. Heute ist im Winter Krankheit ein Dauerzustand in den Familien, die ich kenne und deren Leben ich im Internet verfolge, ständig erbricht jemand, hat einer hohes Fieber, erliegt ein Familienmitglied nach dem anderen (oder schlimmer noch: alle gleichzeitig!) einer Infektionskrankheit.

stethoskop

Woran liegt denn das?, frage ich mich. Ist das ein Filterblasenphänomen, im Sinne von ‚die Erkrankungen werden sichtbarer durchs Teilen in den Social Media‘? Ich glaube das ja eher nicht. Rein empirisch, also auf meine Familie und Freunde bezogen, berichten alle, dass es in ihrer Kindheit kaum Magen-Darm Erkrankungen gab (hatte ich zum ersten Mal mit 27!), dass Läuse unbekannt waren, Hand-Mund-Fuß Krankheit erst Recht, und an schwere Halsentzündungen, die einer Antibiotikahandlung bedurften, kann ich mich nicht erinnern.

Irgendwas ist immer. Wie lange dauert das noch!?

Meine Kinder haben gefühlt den ganzen Winter hindurch irgendwas. Und es ist nicht einmal so, dass sie sich gegenseitig anstecken, sie bringen die Krankheiten aus der Schule, früher aus dem Kindergarten und davor aus der Krippe, mit. Nun kam ich erst mit 5 Jahren in den Kindergarten, das mag dafür gesorgt haben, dass ich als Kleinkind recht wenig mit Krankheitskeimen in Berührung kam, aber auch zu Grundschulzeiten nahm bei mir die Infektionshäufigkeit nicht zu.

Man liest ja immer, dass die Kinder heute früher und umfassender immunisiert werden durch den frühen Besuch von Krippe und Kita, und das mag ich auch gerne glauben. Wie viele Jahre dauert denn das, frage ich mich gerade? Sind die Kinder mit 10 dann halbwegs fit, oder wie!? Wenn ich mir meine Große anschaue, dann haut dieser Zeitrahmen in etwa hin. Sie ist nun fast 16 und selten krank (bis zur 5. Klasse auch immer wieder Halsinfekte, Ohrenschmerzen, Magendarm….). Boah, dauert das lange. Ich weiß manchmal beim besten Willen nicht, wann und wie ich meine Arbeit erledigen soll. Und dabei habe ich als Selbstständige sogar einen ziemlich freien Zeitrahmen!

Und dann die anderen Dinge, die mir als Kind nie passierten: Beinbrüche, ausgeschlagene Zähne, Mandel- und Polypenoperationen, diverse Krankenhausaufenthalte meiner Kinder wegen Rotaviren, Gehirnerschütterung, Pipapo. Zum ersten Mal im Krankenhaus war ICH im Alter von 26, als ich einen Autounfall hatte.

Vereinbarkeit? Hahaha.

Ehrlich, ich hatte keine Vorstellung davon, wie oft und wie heftig so ein Kind krank wird. Und vielleicht sagen wir es lieber nicht weiter, sonst trauen sich noch weniger Leute, Kinder zu bekommen. Denn dass eine solche Häufung von Krankenständen einem Arbeitgeber nicht gefällt, ist logisch. Und da die Männer sich im Augenblick erst spärlich trauen, auch gelbe Zettel für Krankentage mit Kind beim Chef abzugeben, bleibt die Pflege des kleinen Patienten fast immer an der Mutter hängen. Anerkennung oder Geld gibt’s dafür keins, eher schon schiefe Blicke („Die fehlt ja schon wieder!“) und am Ende die Kündigung.

Eigentlich, denke ich gerade, hätte ich damals, als Kind, viel häufiger krank sein sollen. Meine Mutter war Hausfrau, und das gerne. Die hätte sogar Zeit gehabt dafür!

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Christine
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Christine

Mit meiner Tochter habe ich großes Glück. In viereinhalb Jahren habe ich ihr exakt zwei Mal ein Fieberzäpfchen gegeben. Mal Schnupfen, aber sonst nichts. Aber auch ich habe mich mein Lebtag noch nie krankschreiben lassen müssen.
Ich denke, dass Eltern heute sensibler mit Kindern umgehen. Früher wurde man so wahrschenlich noch in die Schule geschickt. Heute kann man schnell mal im Internet nachgucken, ob die leichte Erkältung vielleicht doch eine schwere Infektion ist und behandelt diese anders.

heibie
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heibie

Also ich hatte in meiner Kindheit schon Brüche, Schürfwunden und wurde auch an den Mandeln operiert. Ich glaube, früher waren wir auch oft krank, aber man weiss das heute im Nachhinein nicht mehr so genau. Eltern vergessen auch ziemlich schnell. Ich weiss ja jetzt schon Sachen nicht mehr, die vor 4 Jahren waren, wie soll sich meine Mutter da an alle meine Kinderkrankheiten von vor 35 Jahren erinnern?

Gute Besserung!

Sven
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Sven

Da stimme ich zu. Ich habe mal versucht, aus meinem Vater – meine Mutter kann ich leider nicht mehr fragen – dazu auszuquetschen, als unsere Zwillinge nacheinander dauerschniefend und fiebernd alles an uns beide weitergaben. Aber er schüttelte nur den Kopf, dass er es nicht mehr so wisse. Natürlich erinnere ich mich auch noch daran, in den Wintermonaten ab und an krank gewesen zu sein. Dann drufte ich mit Bettzeug auf dem Sofa liegen und darauf hoffen, dass das Nachmittagsprogramm einen Kinderfilm brachte ;-). Aber wie das wohl so ist, vieles verwischt die Zeit. Früher war auch mehr Schnee. Oder?

Andrea
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Andrea

Naja, du hast drei Kinder. Da ist eben immer was. Ich hatte früher auch ab und zu mal Angina, jede Menge MOE, Magen-Dram etc. An Erkältungen kann ich mich nicht erinnern, die gab es sicher auch massig. Aber nie Läuse und auch sonst nix weiter. Ausser einer Blinddarm-OP direkt am ersten Tag der Sommerferien mit 7). Ich glaube es fällt nur mehr auf weil alle drüber schreiben, lesen, reden. Früher hat jede Familie ruhig ihr Ding gemacht.. da waren Kinder kein großes Thema. Die Eltern haben ja auch meist nicht mit den Kindern gespielt oder etwa HA gemacht. Der Fokus… Weiterlesen »

Sophie
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Sophie

Da sprichst du was Wahres aus! Ich hatte auch keine Ahnung, wie oft so ein Kind krank wird. Und meins ist erst 2, heißt: Da kommen noch viele viele weitere Krankheiten. Ich kann nicht unbedingt bestätigen, dass die Kinder früher seltener krank gewesen wären. Mein Bruder und ich haben auch alles mitgenommen, was ging. Vielleicht kann es aber sein, dass die vielen Kaiserschnittkinder (ich war auch eins) und der Umstand, dass viele Mütter nur kurz stillen, zu einem erst mal schwächeren Immunsystem beitragen. In Kita und Grundschule begegnen sich dann viele Kinder mit schwachem Immunsystem und stecken sich ständig gegenseitig… Weiterlesen »

Moneypenny
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Moneypenny

Bei uns ist der Kleine schon manchmal krank, aber es ist normal, würde ich sagen. Mit 3 Kindern ist das aber schon ne andere Hausnummer, auch wegen dem „Ping-Pong“-Effekt.
Seitdem mein Kleiner damals chronische Bronchitis hatte, und ich wirklich große Angst um ihn hatte, nehme ich das „Kranksein“ eher gelassen. NIX war bisher wieder so schlimm, und das entspannt mich persönlich sehr. Euch wünsche euch baldige und vollständige Genesung :-x
LG Moneypenny

Claudia
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Claudia

Stimmt, geht mir genauso.

Dirk Görtz
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Dirk Görtz

Hallo Christine, also, wir waren doch früher doch genauso viel krank. Ich selber: Lungenentzündung (zwei Wochen Krankenhaus), Masern, ausgeschlagener Scheidezahn (kein Milchzahn), Schlüsselbeinbruch (da konnte ich dann keine Schultasche tragen), verstauchte Knöchel, zusätzlich die üblichen grippalen Infekte und Erkältungen. Der Unterschied ist eben genau das mit der Vereinbarkeit. Die war doch früher noch nicht mal angedacht. Mama war zu Hause und stand als Krankenpflegerin zur Verfügung. Nicht schlimm, die war ja eh zu Hause. Deshalb wurde es nicht als Belastung wahrgenommen, wenn die Kinder krank waren. Heute ist das von der Wahrnehmung was anderes. Beide Elternteile arbeiten, aber trotzdem hängt… Weiterlesen »

Birgit
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Birgit

Einen großen Unterschied zu früher sehe ich, dass kranke Kinder früher tendenziell länger zu Hause blieben. Genau weil der Vereinbarkeitsdruck spürbar ist, gehen heute mehr Kinder halbkrank bzw. halbkuriert zurück in Kita und Schule. Was aber auch daran liegt, dass man selbst bei Grundschulkindern schon überlegt, welche Folgen zwei Wochen Fehlzeit für das Kind auch schulisch bedeuten. Von G8 – Schülern ganz zu schweigen.
Also vermutlich eine wenig gesundheitsfördernde Mischung aus mehr Leistungsdruck, mehr externer Betreuung in virengeschwängerter Umgebung und weniger Spielzeit auf Feldern, Wiesen und Wäldern.

Ilsa
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Ilsa

In unserer Familie waren wir als Kinder mindestens genauso häufig krank und ich erinnere manche Krankheiten sogar als richtig lang. Ich glaube eher, dieser Eindruck „ständig krank“ entsteht dadurch, dass heutzutage jede Krankheit von Kindern als Störung bis hin zur Katastrophe angesehen und entsprechend kommentiert wird. Dadurch erscheint das nicht mehr als Normalität. Was ich übrigens, gerade im Sinne von #Vereinbarkeit, als kontraproduktiv ansehe. Zu #Vereinbarkeit gehört für mich kein unauffälliges Kind, sondern ein selbstverständlich vorhandenes und demnach auch bemerkbares Kind.
Gute Besserung!
Ilsa

Tagpflueckerin
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Tagpflueckerin

Oh mei, wir waren schon ordentlich krank. Aber den Arzt brauchten wir wirklich nicht so oft. Und ausgerechnet den Blinddarmdurchbruch, den meine Eltern früh genug als ernsthaft und behandlungswürdig erkannt hatten, den hatten die Ärzte verschleppt/damit verursacht. Ich erinnere mich auch an die Regel, dass wir 3 Tage fieberfrei zu sein hatten, bevor wir wieder raus durften. Bei meinen Kindern springen meine Eltern immer noch zuverlässig ein, doch 3 fieberfreie Tage sind nach vorangegangenen Fehltagen nur ganz schlecht drin. Da gibts so viel nachzuschreiben, dass meine Jüngste letzthin grad wieder schlaff in den Seilen hing. Zum Glück gibts jetzt eine… Weiterlesen »

Claudia
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Claudia

Also mit dem häufiger Krank kann ich (noch) nicht bestätigen. Habe auch drei Kinder und der Älteste kommt im Sommer in die Schule, da werden wir dann sehen ob das Thema halbkurierte Kinder da ein drängenderes Thema wird als jetzt in der Kita. Ich kann eher bestätigen das es eine Frage der persönlichen Veranlagung ist. Mein ältester Bruder war fast nie krank, wenn dann aber richtig und immer mindestens 2-3 Wochen. Ich war fast nie krank und wenn dann auch nicht wirklich doll, bis auf ein zwei Mal im Leben hatte ich kein ernstzunehmendes Fieber, Krankenhaus als Kind nur einmal… Weiterlesen »

Annett von SchnippSchnapp-Kragenab
Gast
Annett von SchnippSchnapp-Kragenab

Ein Blick in mein Zeugnis zeigt: Bis zur fünften Klasse hatte ich pro Schuljahr 30 bis 35 Fehltage. Macht bei damaligem Samstagsunterricht fünf komplette Wochen. (Wir waren auch drei Kinder und meine Eltern haben beide voll gearbeitet). Ich erinnere mich an Röteln, Lungenentzündung, Mittelohrentzündung. Was auch immer ich den Rest der Zeit hatte – danach waren es nur noch maximal fünf Tage pro Schuljahr. Meine Kinder sind glücklicherweise nicht so häufig krank.
Viele Grüße
Annett

Pfiffika
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Pfiffika

Als 65-er Jahrgang hatte ich Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, eine Sorte Scharlach und Mittelohrentzündungen, Fehlzeiten lt. Zeugnisse im Schnitt 14 Tage. Wir lebten in einer 3-Zimmer-Wohnung und meine Mutter ging halbtags arbeiten. Ich blieb dann allein zu Haus. Die Nachbarin, die unter uns wohnte, hätte ich im Notfall mit dem Besen erreicht, durch kräftiges Aufstampfen desselben. Es kam zu der Zeit kein Mensch auf die Idee, innerhalb eines Mietshauses anderere Parteien anzurufen, zumal nicht jeder ein Telefon hatte. Im Vergleich dazu sind meine Mädels sind viel weniger krank als ich, den Impfungen sei dank. Magen-Darm haben sie ein-, zweimal angeschleppt… Weiterlesen »

Katinka
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Katinka

Ich glaube durchaus dass das was mit Wahrnehmung zu tun hat. Sicher es gibt immer Leute die nie krank waren als Kind. Genauso gibt es auch Erwachsene die einfach ständig krank werden. Ich und auch meine Schwester kamen (typisch DDR) sehr früh in Krippe und Kita und wir waren auch ständig krank. Insbesondere ich hatte eigentlich immer irgendwas. Auch viele Kinder in meiner Umgebung (gerade die mit mehreren Geschwistern) waren eigentlich ständig krank. Was sich geändert hat, sind einfach die Umstände. Darum wird es heute viel eher bemerkt. Früher waren viel mehr Frauen zuhause, da fiel es der Umgebung eben… Weiterlesen »

Anna
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Anna

Ja, genau dasselbe habe ich vor einiger Zeit mit meiner Mutter diskutiert. Mein Eindruck ist ja, dass wie früher nie krank waren, aber laut meiner Mutter ist diese Erinnerung wohl wirklich verzerrt… Angeblich war ich genauso oft krank wie meine Kinder (und mammamia, die waren und sind sooo oft krank – und meine KiAe und ich sehen uns viiiiel zu oft), aber ich kann mich wirklich NICHT mehr daran erinnern. Wahrscheinlich ist es Beides, verlorengegange Erinnerungen einerseits und andererseits unsre Mütter, die wirklich immer zu Hause waren und dadurch ganz viel Stress einfach schon gar nicht da war… Halbkrank in… Weiterlesen »

Anne
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Anne

Bei mir ist es eher andersrum. Ich war bis zu meinem 6. Lebensjahr eigentlich jeden Monat krank. Immer wieder Mandelentzündung. Wirklich alle 3-5 Woche und dann immer eine Woche zu Hause (ich bin mit 3 Jahren in den Kindergarten gekommen). Mit 6 Jahren waren meine Mandeln chronisch vereitert und mussten raus. Dann ging es wieter (zwar nicht mehr ganz so häufig) mit bronchialen Infekten. Erst als ich 12 oder 13 war wurde es besser. Vorher hatte ich meist Sptzenzeiten als fwehltage in der Schule. Ich habe dann auch noch Röteln, Masern und windpocken mitgenommen (trotz Impfung) und so einiges an… Weiterlesen »

kinderdok
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kinderdok

Bestimmt eine Sache der Wahrnehmung. Fährt man einen Käfer, sieht man plötzlich nur noch Käfer. Baust Du ein Haus, wunderst Du Dich, wieviele Häuser in Deiner Umgebung gebaut werden. Es hat früher bestimmt nicht weniger Erkrankungen gegeben (ich erinnere mich an viele Klassenkameraden, die ständig krank waren), zum Glück gibt es dank der Impfungen so Sachen wie Windpocken oder Masern nicht mehr. Dazu kommt bestimmt, dass Eltern heute schneller und häufiger zum Arzt gehen als früher, außerdem gibts mehr (Kinder)-Ärzte, die zur Verfügung stehen. Und ja: Dank der Medien wird auch mehr publiziert. Und dann hast Du eine große Familie,… Weiterlesen »

Susi
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Susi

Bei uns ist es glücklicherweise gerade andersrum. Ich hatte ständig Angina und lag dann eine Woche im Bett (wie herrlich, wie öde!). Das Klingeln, wenn der Hausarzt kam, die heisse Zitrone, der Zwieback auf dem Tablett, die Einlaufsuppe … Dinge, die ich nicht vergesse und manches wiederholt sich bei unseren Kindern. Sie sind zum Glück selten krank und dann meist nur 1-2 Tage – Sie sind weniger aussen als wir damals, ist das der Grund?! ;-) Aber auch sie kommen in den Genuss von Tablett am Bett, Zwieback, heisser Zitrone … nur den Hausarztbesuch gibts nicht mehr. Brauchen wir eine… Weiterlesen »

Cousine Claudia
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Cousine Claudia

Ich habe Glück, meine Tochter hat meine gute Gesundheit geerbt. Wir sehen die Kinderärztin nur zu den Vorsorgeuntersuchungen – und wir sind schon bei der U10 angekommen. Meine Mutter hat uns Kinder immer zur Schule geschickt, nur bei Fieber durften wir zu Hause bleiben, was bei mir praktisch nie vorkam. Wenn dann mal was war, dann aber gleich mit Krankenhaus (Mandeln raus, Blinddarm), das hatte ausreichend abschreckende Wirkung;-)
Ich kann eindeutig sagen, dass meine Tochter noch weniger krank ist als ich. Und wenn man nicht zum Arzt muss, dann fängt man sich auch nichts neues ein.
Ich wünsche gute Besserung!
Claudia

Stephie
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Stephie

Ich hatte als Kind jedes Jahr Magen-Darm, genau wie der Rest der Familie und die Freunde. Erkältet waren wir auch oft, Läuse hatte ich in der 4. Klasse, Scharlach mit AB erinnere ich mich mindestes 4 mal dran. Früher gabs häufiger einfach so Fieber, heute heißt das dann halt Herpangina oder 3-Tages-Fieber. Ich kann diesen Text überhaupt gar nicht bestätigen. Meine eigene Mutter hat wegen rezidivierender Mittelohrentzündungen in ihrer Kindheit Löcher im Trommelfell. Und wenn ich mit meiner Schwiegermutter spreche, unterscheidet sie ihre Kinder in „das Mittelohrkind“, „das Angina-Kind“, „das Magen-Darm-Kind“ und das „Allergiekind“. Jahrgänge 1975 bis 1982. Also ich… Weiterlesen »

Susanne
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Susanne

Ich glaube, es liegt auch daran, dass es Kindern von klein auf nicht gestattet wird, krank zu sein. Das kleinste Anzeichen von Krankheit im Babyalter wird mit Antibiotikum kuriert, damit ja schnell alles wieder funktioniert und das Kind nicht leiden muss (Fieber wirkt heilend und muss nicht gesenkt werden!). Von den vielen Impfungen im Babyalter will ich gar nicht sprechen. Dadurch ist es den Kindern nicht möglich, ein normal funktionierendes Immunsystem aufzubauen. Meine Kinder (6 und 9) haben noch nie Antibiotikum bekommen, durften fiebern und auch mal krank sein. Außer Husten, Schnupfen und mal etwas Fieber haben sie noch nie… Weiterlesen »

Jennifer Stark
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Jennifer Stark

Schön wie ehrlich das geschrieben wurde! Ich sehe es genauso! Ich kenne das von früher auch nicht!?

Saranya
Gast
Saranya

Chronischer Stress schlägt sich auf den (Immunsystem, etc.) nieder. Bei Frauen sogar noch stärker als bei Männern. (siehe z.B. Daniel Goleman im Buch Soziale Intelligenz) Und Kinder reagieren mit den Eltern meiner Erfahrung nach.

Chronischer Stress hängt von vielen Faktoren ab. Einige davon sind: Alleinerziehend zu sein, finanzielle Unsicherheit, schlechte Atmosphäre zwischen den Eltern, wenig/keine Unterstützung von Nachbarn, Freunden und Familie, eigene chronische Erkrankung oder die des Kindes, Scheidung, lange Arbeitszeiten, keine Zeit für eigenes Privatleben, etc.

Über mich möchte ich nicht viel schreiben, außer dass ich oft krank war als Kind und in einer sehr gestressten Atmosphäre aufwuchs.

Bea
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Bea

Wenn das stimmen würde, wären meine Kinder dauerkrank, weil ich ms habe. Sind sie aber nicht.

Anni
Gast
Anni

Also aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass wir Kinder früher (in den 80ern) ebenso viel krank waren. Von Windpocken, über Scharlach, Magen-Darm bis zur Mittelohrentzündung war alles dabei. Hand Mund Fuß hatte tatsächlich noch niemand bei uns. Aktuell sind hier zwei Kids und ich seit Wochen krank mit diversen fiebrigen Infekten. Ich glaube, es ist leider weitestgehend normal. Meine Mutter erzählte, dass auch sie sich zwei Mal eine Lungenentzündung geholt hatte, als wir klein waren. Einzig und allein die Grippewelle ist eine Modeerscheinung und meiner Meinung nach „menschgemacht“; aber das ist ein anderes Thema. Ich bin von den Infekten… Weiterlesen »

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Krankenlager - Monsterviren in der Unternehmerfamilie | feierSun.de

[…] Irgendwie war früher weniger krank (es Kind) – darüber sinniert Christine Finke auf Mama arbeitet.de, woran das wohl liegen mag????? […]

Katharina
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Katharina

Ich denke, da kommt vieles zusammen. Erstmal macht dir der Kindergarten heute ein schlechtes Gewissen, wenn das Kind mit Schnupfen in den Kindergarten geht. Es wird, natürlich wegen den anderen Kindern, erwartet, dass du so ein Kind zu Hause behältst. Ich war eins der Kinder, die noch mit Windpocken in die KiTa gebracht wurde. Jahre später hatte die meine jüngere Schwester. Wochenlang war die zu Hause, es ging ihr elendig. Ich war mit dem Zeug bis 18 Uhr in der KiTa… Ich schätze, dass ich, wenn es sogar mit Windpocken ging, ich bei Schnupfen garantiert auch dort war… Also ja,… Weiterlesen »

Marie
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Marie

Guten Morgen, ich (Jg 1964, kein KiGa, Mutter Hausfrau) kann mich auch nicht an diese ansteckenden und dauerhaft hin- und hergewechselten Infektionswellen erinnern. Aber gek*tzt habe ich auch. Jedes Frühjahr und jeden Herbst Mandelentzündungen und/ oder Bronchialinfekte. Plus Mumps, Masern, Röteln, WiPo. Das war nicht wenig, allerdings fand ich das nie so dramatisch, also für mich jetzt. Meine Kinder waren natürlich auch häufig erkältet und die Adventszeit habe ich jahrelang gefütchtet – hier wurden keine Kerzen angezündet, sondern Brecheimer gereicht. Mit fieser Regelmäßigkeit. Ich glaube nicht, dass meine Kinder unterm Strich kranker waren als ich im vergleichbaren Alter, aber es… Weiterlesen »

Marie
Gast
Marie

Oh, yay, um mich meiner Vorschreiberin anzuschließen – meine Kinder hatten das große Glück, dass sie ihre Infekte auskurieren konnten. Ich habe da dramatisch günstige Lebensumstände (sozusagen Wolkenkuckucksheim pur)… Zeit ist ganz sicher ein nicht zu vernachlässigender Faktor!!

Ich kann mich auch noch an das stete Wort meiner Mutter erinnern, wenn ich zu früh vom Krankenlager zurück ins Leben wollte. „Der Rückfall ist schlimmer als die Ersterkrankung.“ So oder so ähnlich sprach sie und wenn nur alle am Arbeitsprozess beteiligten das heutzutage auch so sehen würden, wäre schon viel in Sachen Vorbeugung und Stabilisierung getan.

Marie again :)

Anna Nymhoff
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Anna Nymhoff

Sehr gute Beobachtung. Dass die Kinder heute öfter krank werden, liegt daran, dass die erblichen Belastungen durch immer mehr und immer frühere Impfungen dramatisch verschärft werden und wie auch eine Vorschreiberin sagte, sehr häufig und viel die Krankheiten unterdrückt werden durch Antibiotika, Fiebersaft etc. Jede Krankheit ist der Versuch des Organismus etwas auszugleichen. Irgendwann ist dann die Konstitution der meisten Kinder so geschwächt, dass Dauerkrankheit im Winter zur Norm wird und kaum noch jemandem auffällt, dass das eben nicht normal ist. Genau aus diesem Grunde gibt es heute auch so viel mehr chronische Erkrankungen und Allergien bereits im frühesten Kindesalter.… Weiterlesen »

Jil
Gast
Jil

Homöopathie, son Bullshit. Mir fehlt das glauben, vermuten, denken, annehmen in diesem Kommentar.
Kotz.

Ella
Gast
Ella

Uns hat am Anfang auch der Glaube an Homöopathie gefehlt. Dennoch hab ich es seit der Geburt des 1. Kindes ausprobiert und obwohl wir nicht daran geglaubt haben, brauchten unsere Kinder (Inzwischen 10 und 8 Jahre alt) in ihrem Leben noch keine Medikamente nehemen. Da ist es doch egal ob man dar n glaubt oder nicht…

Barbara
Gast
Barbara

Ähm, also ich war bis zum Abitur nicht einen einzigen Tag krank.
Und meine Mitschüler sehr, sehr selten, das war schon ein Ereignis.
Hab mir nix gebrochen – nix geprellt, nix gehabt. Ringsrum auch keiner.
Kinderkrankheiten natürlich, die müssen sein – vor dem Kindergarten.
Da wurde aber nichts gegeben an Medikamenten.
Ich denke, Anna hat recht, es wird zu viel und zu zeitig mit Antibiotika gewirtschaftet – bis heute kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich sie bekam.
Und heute bin ich 64.
Also – darüber kann man jetzt mal nachdenken.
Herzlichst
Barbara

Jaelle Katz
Gast
Jaelle Katz

Nee, früher war nicht alles besser… Immer mal gab es Fälle von Gelbsucht, dann stand eine Schüssel mit Desinfektionszeug in der Schule herum, in die jeder seine Hände tauchen musste. Ich kann mich daran erinnern, dass zwei Dörfer weiter die Tochter einer Bekannten daran starb, die war damals etwas älter als ich. War mein kleiner Bruder krank, musste ich (fünf Jahre älter) zu Hause bleiben, damit meine Mutter weiter arbeiten gehen konnte. Meine älteste Tochter war ziemlich viel krank, die jüngste dagegen kaum. Ob sich daraus eine Regel ableiten lässt? Ich glaube nicht. Ich wünsche Euch gute Besserung – und… Weiterlesen »

joelle
Gast
joelle

Damals, in den 70ern, da gab es wenigstens noch „richtige“ Kinderkrankheiten. Ich kam mit 5 in den Kindergarten und handelte mir noch kurz vor der Schule Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ein. Übrigens trotz aller Impfungen strikt nach Vorschrift und auch zum vorgesehenen Termin. Es wurde überliefert, dass sich meine Familie sehr darüber gefreut hat, weil dadurch davon auszugehen war, dass ich keine Fehlzeiten in der Schule haben würde. Ich war in der Schule über viele Jahre dauererkältet und musste sogar im Hochsommer mit einem Schal herumlaufen. Der alte erfahrene Allgemeinmediziner verschrieb über viele Jahre immer wieder neue Halstabletten, bis… Weiterlesen »

Ella
Gast
Ella

Unsere Kinder waren beide noch nie wirklich krank. Sie sind inzwischen 10 und 8 Jahre alt und kennen einen Kinderarzt nur von den Vorsorgeuntersuchungen. Medikamente haben sie noch nie bekommen. Wenn sich mal ein Husten, Schnupfen oder Bauchschmerzen ankündigen wollten, haben sie die passenden Globoli bekommen und nach wenigen Stunden war alles wieder gut. In meinem Bekanntenkeis gibt es übrigens mehre Familien, in denen es auch nur gesunde Kinder gibt, die noch nie Fehltage hatten. Komischerweise sind es genau die Kinder, die 1. lange gestillt wurden (um ein intaktes Innunsystem aufzubauen) und 2. nie geimpft wurden (um das Immunsystem nicht… Weiterlesen »