Mein Wochenendeinkauf – Blogparade

Ich geb’s zu – wenn ich Lebensmittel einkaufe, schaue ich immer bei den anderen Leuten in den Einkaufswagen. Manchmal sogar, bevor ich ihnen ins Gesicht gucke. Das ist so schamlos indiskret von mir, dass ich versuche, es ganz unauffällig zu tun. Aber gucken muss ich.

Ein gefüllter Einkaufswagen sagt so viel über den Menschen aus, der ihn schiebt! Vor allem aber regt er meine Fantasie an. Was ist das für eine/r? Wie lebt sie/er? Welche Überzeugungen hat er, und ist der Mensch mir sympathisch?

Manche Einkaufswagen sind scheinbar wahllos gefüllt, die Waren liegen kreuz und quer gestapelt. Andere sortieren schon beim Einkauf nach Kühlschrankwaren, Tiefkühlwaren, Lebensmitteln mit langer Haltbarkeit und Drogerieartikeln.

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Ich bin so eine, bei der bereits im Einkaufswagen strenge Ordnung herrscht: Die schweren Dinge ganz nach hinten, empfindliches Obst und Salat muss am Schluss nach oben auf den prall gefüllten Wagen, und die Warengruppen stehen stramm beeinander. Die Milch, das war mir beim Einkaufen gar nicht bewusst, habe ich in Reih und Glied aufgestellt, als stünde sie im Verkaufsregal. Das ist ein alter Reflex aus den Zeiten im Einzelhandel, vermute ich.

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An der Kasse, wenn die Einkäufe vom Laufband wieder in den Einkaufswagen kommen, wiederhole ich das Sortieren. Und beim Einpacken in Tüten, wenn ich das Auto belade, ebenso.

Ein Mal hätte ich mich beinahe in jemanden verliebt, der an einer Kasse neben mir stand und auf die gleiche akribische Weise seine Einkäufe liebevoll in dem Wagen stellte, so wie ich das immer tue. Er sah sogar auch ansprechend aus. Und dann habe ich mich doch nicht getraut, mehr zu tun als zu lächeln.

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Markenware kaufe ich übrigens nur, wenn sie im Sonderangebot ist und mir der Mehrwert zu No Name den bereits reduzierten Preis wert ist. Da ich gerne Werbeprospekte studiere, kenne ich die Preise von vielen Dingen und kann zwischen Lockangebot und echtem Preisknüller unterscheiden.

wocheneinkauf-6Und als interessierte Verbraucherin weiß ich bei vielen Produkten auch, welche Firmen hinter den No Names stecken bzw. wie man über die Herstellerkennzeichnung herausbekommt, wer das Nahrungsmittel produziert hat. Dazu gibt’s mehrere kleine Büchlein mit dem Titel “Welche Marke steckt dahinter?”.

Ich bin Wechselkäufer: mal gehe ich zu Aldi, mal zu Edeka, mal zu Kaufland oder Penny. Ich kann nicht genau sagen warum, aber Lidl, Netto und Norma mag ich nicht. Ich vermute einen Zusammenhang zum Publikum und den angebotenen Waren.

Heute habe ich bei Edeka eingekauft, weil dort “Sternefleisch” angeboten wird, also Fleisch von artgerecht gehaltenen, gut gefütterten und ehemals glücklichen Tieren. Wenn es finanziell drin ist, dann kaufe ich mein Fleisch am liebsten dort. Außerdem haben die noch echte Metzger, die einen beraten und anstrahlen.

Einen Einkaufszettel habe ich normalerweise nicht, außer wenn ich dringend Dinge für die Kinder besorgen soll, an die ich sonst nicht denken würde (spezielle Haarspülung oder Sammelbox von Edeka für die Aufkleber). Gedanklich gehe ich “ein Mal alles” einkaufen, vor jedem Wochenende.

Und jetzt Ihr! Mitmachen bei der Blogparade geht so:

Ein Foto vom Wochenendeinkauf machen, ein bisschen dazu schreiben, und vor allem nicht schummeln! (Kann auch der Wocheneinkauf am Mittwoch sein – logisch.)

Idee: Ulrike @isntfamous und ich vergangene Woche auf twitter. Ulrikes Blog “Die Eskapistin” ist übrigens auch sehr lesenswert.

blogparade-wochenendeinkauf

Liste der teilnehmenden Blogs:

Die Eskapistin

Momatka

Clumsymama

Frische Brise

Munich’s Working Mom

Nullpunktzwo

Alltagsschrott

Die kleine Ostfriesin

Uteles Blog

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16 Kommentare auf "Mein Wochenendeinkauf – Blogparade"

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Marco
Gast

Das ist aber mal eine schöne Blogparade. :-) Ich liebe es auch in die Einkaufswagen der Anderen zu spitzeln. Und sich dazu einen Geschichte auszudenken, welcher persönliche und soziale Hintergrund wohl hinter der jeweiligen Person steht. Im Umkehrschluss hat man dann selbst manches mal Angst davor, falsch einsortiert zu werden, weil man vielleicht nur ein paar Kleinigkeiten braucht, die sich “ungünstig” zusammen setzen. ;-) Aber Sortieren im Einkaufswagen kann ja jeder, ich sortiere meine Sachen auch auf dem Fliessband! :-)

momatka
Gast

Liebe Christine,
eine lustige Idee, eure Blogparade. Da mache ich gerne mit. Hier mein Beitrag.
http://muttermensch.wordpress.com/2013/10/19/mein-wochenendeinkauf-blogparade/
Ich spanne ja noch viel lieber auf die Schreibtische/Schreibplätze anderer Leute und überlege zu einer Fotoaktion aufzurufen. Nicht unbedingt als Blogparade, vielleicht als Fotoprojekt. :-)
Herzliche Grüße, Momatka

Frische Brise
Gast

Ich habe auch mitgemacht:
http://berlinerluftinhamburg.blogspot.de/2013/10/wochenendeinkauf.html

Und fürs Sortieren ist bei uns der Liebste zuständig ;-)

Schönes Wochenende!

Clumsy Mama
Gast

Puh, ich muss Dir gestehen, Dein sortierter Einkaufswagen beeindruckt mich nachhaltig. Und dann noch, dass Du Deine Ablage sofort erledigst. Ich würde mir dann gerne eine Scheibe abschneiden – also vom Ablageverhalten, das mit dem Einkaufswagen ist für mich nix.
Ich finde es tatsächlich interessant, dass Momatka beispielsweise komplett nach Regalen ihre Einkaufszettel schreibt. Irre!

TheSwissMiss
Gast

Schade, dass ich den Beitrag erst heute sehe, war am Freitag einkaufen. Vielleicht beim nächsten Mal – aber eins kann ich jetzt schon verraten: So perfekt wie du deinen Wagen ein- und ausräumst geht das bei mir garantiert nicht zu und her….lustige Idee.

Clinus
Gast
Oh, der Einkaufswagen, ein nettes Thema! Ich versuche zu sortieren, aber weils hier in CH zuerst die weichen, quetschbaren Dinge wie Obst, Gemüse, Brötchen, Eier gibt und dann erst das Schwere wie Mineral und so weiter, beige ich ständig um. Meist fällt mir dann am Ende ganz hinten ein, dass ich unbedingt viel Mineral brauche – dh. sechs Sixpacks mindestens und die passen natürlich nicht hinten drauf sondern müssen auch in den Wagen. Also wieder “umbeigen”. Dann bei der Kasse … das Schwere zuerst, das Leichte zum Schluss (wieder umbeigen) – damit ich das dann entsprechend in die mitgeführten grossen… Read more »
Alltagsheldin
Gast

Eine total klasse Idee! Ich hab auch mitgemacht (http://alltagsschrott.de/2013/10/blogparade-mein-wochenendeinkauf/).

Liebe Grüße,
die Alltagsheldin

Steffi
Gast
momatka
Gast

Beim heutigen Wochenendeinkauf habe ich mir ein Beispiel an deinem gut sortierten Wagen genommen und im Laden, an der Kasse und am Auto alles ordentlich gepackt. :-)
Lieben Gruß, Momatka

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Blogparade: Mein Wochen(end)einkauf • Nullpunktzwo

[…] ich bei Mama arbeitet (zusammen mit Ulrike Die Eskapistin) letzte Woche mitbekam, dass sie ihre Einkäufe und vor allem […]

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[…] ihr in noch mehr Einkaufswagen schauen wollt, lege ich Euch folgende Blogs ans Herz: Mama arbeitet Die Eskapistin Clumsymama Frische […]

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[…] und an meine Blogparade „Wochenendeinkauf“ aus dem Oktober 2013 gedacht, die ich gemeinsam mit der Eskapistin veranstaltet habe – von der liest man auch nix […]

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[…] aber ich hab in den Weiten des WWW übrigens zwei Blogparaden ohne Verfallsdatum gefunden: mama-arbeitet.de […]

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Braucht eine Blogparade ein Enddatum? - so-gedacht

[…] aber ich hab in den Weiten des WWW übrigens zwei Blogparaden ohne Verfallsdatum gefunden: mama-arbeitet.de […]