Männer als Kollegen? Mehr Fluch als Segen!

Für Mama arbeitet sind Männer als Mitarbeiter vor allem eins: purer Horror. Da sie stets Sonderrechte einfordern, aber den Anforderungen des Jobs nur selten gerecht werden. Die Autorin fordert daher: Extra-Männerarbeitsplätze müssen her!

Der Großteil aller Männer in Deutschland ist berufstätig, und fast alle davon in Vollzeit. Teilzeit wählen Männer nicht freiwillig, sondern nur aus der Not heraus. Viele Jahre hatte ich mit Männern als Kollegen zu tun. Und es war der pure Horror. Ständig fordern sie Anerkennung für ihre tollen Taten, und für Dinge, die ihre weiblichen Kolleginnen in Nullkommanix und ohne Orden verlangen, wünschen Männer sich eine Beförderung. Oder zumindest den Titel „Mitarbeiter des Monats“.

Ein Mann braucht mehr Platz im Büro als eine weibliche Mitarbeiterin, er will immer den besseren, bequemeren Schreibtischstuhl, den Platz mit Aussicht, den moderneren Computer. Das macht Männer zu sehr teuren Mitarbeitern, die ihre eigene Arbeitskraft stetig überschätzen und sich für unsersetzlich halten, was wiederum eine unglaublich anstrengende Haltung im Büro-Miteinander ist. Abgesehen davon dünsten Männer Schweiß aus und riechen stark nach After-Shave. Wie soll frau sich denn da konzentrieren können!?

Mann im Anzug
© shin28 Fotolia

Ein weiterer, lästiger Nebeneffekt von Männern im Büro ist, dass sie während der Sommermonate die Klimaanlage ständig aufdrehen und bei den im Rock im bei der Arbeit erschienenen Frauen für Frösteln und Erkältungen sorgen. Dabei sind Klimaanlagen wahre Virenschleudern, aber gegenüber logischen Argumenten ist so ein Mann ja nicht aufgeschlossen!

Männer organisieren ihre Freizeit während der Arbeitszeit

Kollege M. schreibt auf WhatsApp mit seinen Freund B. und verabredet sich um Feierabendbier. Ich hab’s genau gesehen, denn ich war kurz an seinem Arbeitsplatz, um mir Unterlagen von ihm zu holen. Gestern erst hat er sich eine Stunde lang in den Konferenzraum zurückgezogen, um mit seiner Geliebten zu telefonieren. Und er dachte, das merkt bei uns keiner im Büro – aber wir sind fast nur Frauen, wir sehen das an seinem Gehabe beim Telefonieren. Und Kollegin Martha von der IT-Abteilung hat das Voice Over IP Telefonat verfolgt. Das war KEIN berufliches Telefonat.

Männer verursachen Mehrarbeit bei den Kollegen

Ständig schlagen Männer verkatert und übernächtigt am Arbeitsplatz auf, besonders jene ohne Kinder. Sie tragen noch die Klamotten von gestern, stürzen zitternd Energy Drinks herunter und sind kaum einsatzfähig. Und wer darf das ausbaden? Genau, die fleißigen Frauen, die Mütter und insbesondere die Alleinerziehenden, die arbeiten wie bekloppt, weil ihnen so viele Vorurteile entgegenschlagen. Bei Mann glaubt ja sowieso jeder, er sei unheimlich fleißig und habe eine 60-Stunden-Woche. Anwesenheit rules.

Männer brauchen Extra-Arbeitspätze

Ich habe weder etwas gegen Männer, geschweige denn etwas dagegen, dass diese arbeiten. Aber Männer, seien wir ehrlich, sind nur bedingt einsatzfähig. Sie sind leicht ablenkbar, von Machtgelüsten und Arroganz gesteuert, nicht selten von den eigenen Hormonen völlig geflutet. Außerdem haben sie ein erhöhtes Risiko, an Größenwahn und Selbstüberschätzung zu leiden. Das beweisen Studien eindeutig, ebenso wie eine höhere Quote an Psychopathen, je höher hierarisch sie angesiedelt sind, desto wahrscheinlicher.

Fazit: Männer, die einer Berufstätigkeit nachgehen, benötigen besondere Arbeitsplätze. Sie benötigen Rücksichtnahme darauf, dass sie nicht nur Angestellte, sondern auch Männer sind. Zeitgleich. Männer arbeiten im Regelfall nicht so konzentriert und effizient, wie dies ihre weiblichen Kollegen tun. In vielerlei Hinsicht beeinflussen sie die Produktivität sogar negativ.

Warum gibt es keine Männerarbeitspätze? Damit wäre sowohl den Männern, als auch den Kolleginnen, die immerzu kompensieren müssen, sowie den Arbeitgebern mehr geholfen, als mit der Vortäuschung falscher Tatsachen.

Schöne Grüße an Marion Hackl (gut geschrieben!) und die ebenfalls sehr geschätzte Brigitte. Und dieser Text ist natürlich frei erfunden.

Link für die Inspiration: Text bei Brigitte Online, starke Stimmen, Anfang Mai 2015, in dem „Mütter als Kollegen – mehr Fluch als Segen!“ gebasht werden.

Nachtrag vom 9. Mai 2015: Der Orignaltext auf der Brigitte ist verschwunden. Der Link führt nun zur Übersichtsseite der „Starke Stimmen“. Finde ich sehr schade.

Nachtrag vom 18. Mai 2015: Der Originaltext hat bei mir im Blog als Gastbeitrag ein neues Zuhause gefunden.

Bloggerin, Autorin, Texterin und alleinerziehende Mutter von 3en. Print und Online. Spezialisiert auf Kinderbücher, Vereinbarkeit von Familie & Beruf, Familienthemen.

23 KOMMENTARE

  1. DANKE, danke, danke! Habe gerade Tränen gelacht.
    (In diesem Fall braucht es tatäschlich nichts weiter, als die „Opferrollen“ zu tauschen um so eine Absurdität wie Frau Hackls Artikel als solche zu outen.)

  2. den Worten von Yummy Mummy bleibt wirklich nichts hinzu zu fügen. Ich hoffe mal die Redakteure der Brigitte haben genügend Courage diesen Artikel zur Gegenüberstellung zu verwenden.

  3. Warum „Opfer“? Hier ist überhaupt niemand Opfer. Das wird sich schon zeigen. Ich glaube, ihr denkt insgesamt falsch herum. Bitte etwas mehr Selbstbewußtsein.

  4. Super! Mütterfeindlichkeit so lustig in „Männerfeindlichkeit “ umzudrehen, finde ich klasse.

  5. Sehr gern gelesen und die ultimative Antwort auf diesen absurden Beitrag von Frau Hackl… einen Punkt könnte ich noch beisteuern; Männer wollen immer tratschen und fordern dabei die uneingeschränkte Aufmerksamkeit (jüngerer) Frauen ein. Ganz ganz nervig. Noch nie ist mir schlimmeres Tratschtantentum als im Büro mit männlichen Kollegen aufgefallen… nicht mal im Krankenhaus ;)
    Liebe Grüße, Frida

  6. Sehr schöne Replik – wo wir schon mal dabei sind – ich fordere auch Männer-Parkplätze in Parkhäusern und vor Supermärkten – kann doch nicht angehen, dass ich mein Feierabendbier soweit schleppen muss ;-)

  7. Ich fühle mich spontan an „Töchter Egalias“ erinnert. Damals beim Lesen wurde mir klar, wie sehr ich doch ein gewisses Rollenverhalten erwarte.

  8. Yeppp, Daumen hoch! Vor allem die Bespaßung und Besänftigung der Zweitfrau bzw. – falls nicht vorhanden – die Aquise erfolgt während der Arbeitszeit (langjãhrige Beobachtung und Verhaltensstudium der Kollegen!!!).

  9. Hallo,
    ich habe in meinen beiden letzten Berufen jeweils in Abteilungen gearbeitet wo der Frauenanteil über 90% lag…es war die Hölle…Da konnte niemand produktiv arbeiten, weil von morgens bis abends nur gelästert oder geschnattert wurde. Auch hat mindestens einmal pro Woche irgendeine geheult, wegen irgendwelchen Kleinigkeiten. Das hat fast die komplette Abteilung immer lahm gelegt. Was mir auch aufgefallen ist, wenn viele Frauen miteinander arbeiten, es gibt es IMMER ärger bzw. streit untereinander! So konnte in meiner Abteilung damals Kollegin XY nicht mit Kollegin YZ arbeiten, da diese ja angeblich einmal morgens nicht gegrüßt hat… welche ein unnötiges Drama!

    Glaub mir, reine Frauenarbeitsplätte wären absolut unproduktiv!

    • Also, ich kenne jetzt den Beitrag der zitierten Frau Hackl nicht, aber ich arbeite seit Jahren mit 3 Männern in einem Büro und bin sehr glücklich dabei. Im Leben nicht will ich mir den Zickenterror unter Frauen antun. In einem früheren Büro hat schon eine gereicht, um Terror in einem Team von 12 oder 13 zu machen. Mit Männern kann man wenigstens Klartext reden und mal einen Spaß machen, wenn es ein Problem gibt. Dann wird es gelöst und gut. Frauen müssen erst alles analysieren, dann alles endlos ausdiskutieren, und wenn man Glück hat, halten sie einem ständig alle Fehler oder Missgeschicke ewig vor. Zum Davonlaufen!

  10. Danke! Musste breit grinsen. Allerdings fehlt noch das all-montägliche Revue passieren lassen des letzen Bundesliga Spieltages. Inklusive Diskussion über Kader, Ein- & Auswechselungen, Spielzüge, Tore, Abwehr- und Sturmleistung (ach Mittelfeld nicht zu vergessen), Spieler-, Trainer (inkl. Interviews in Pressekonferenz) und vor allem Schiri-Leistung, Fehlentscheidungen, gute und schlechte Kommentatoren (gerne Sky im Vergleich zur Sportschau)…bei englischen Wochen auch Donnerstags und Freitags…dramatische Duskussionen über Trainerentlassungen und Verletzungspech, Fans…Nicht zu vergessen auch Pokal-, WM-, EM-, Championsleague Spiele…was in anderen Ligen und der Fanszene so los ist…da braucht es Stunden für eine vernünftige Analyse…und im Streitfall werden natürlich Videos gesucht und gesichtet…

  11. Hallo,
    selten soviele klischees gelesen, schade drum. und vielleicht mal die innere einstellung uberprüfen. man schliesst ja gerne von sich auf andere.

    • Lieber Renee, ich darf Dir empfehlen, im Fusstext des Blogs zu lesen, warum Christine diesen ironischen Text geschrieben hat. Das erklärt einiges. Schöne Grüsse.

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