Gastbeitrag: „Warum wohnt der Papa nicht bei euch?“

Heute brauche ich Eure Hilfe. Ich bin eine Freundin von Mama arbeitet (wir kennen uns recht gut aus dem Internet und sind schon länger virtuell befreundet). Ich hab vor einigen Jahren beziehungstechnisch so richtig daneben gelangt. Neben viel psychischer Gewalt war die Beziehung auch von seinem Alkoholismus geprägt. Ich hielt es eine Weile aus, dann beschloss ich mich zu trennen. Genau in diesen Entschluss platze der positive Schwangerschaftstest.

Abtreibung war kein Thema, ich habe mein Kind von der Sichtung des zweiten Strichs weg geliebt. Ich zog aus, gab meinem Ex aber noch eine Chance, wegen des Kindes. Unsere Tochter Lisa* kam im Frühjahr zur Welt. Er war noch bei der Geburt dabei, aber innerlich hatte ich die Beziehung schon beendet. Da war nichts mehr, keine Liebe, kein Vertrauen. Ich habe dann kurz nach der Geburt endgültig einen Schlussstrich gezogen und mich getrennt, doch er wollte das nicht akzeptieren.

Er verfolgte Lisa und mich, terrorisierte uns, bedrohte uns. Eines Nachts wollte er bei uns einbrechen und drohte, uns zu töten. Es war ein Albtraum! Polizei, Gericht, Jugendamt, Gutachter usw. alle waren involviert! Der Gutachter kam zu dem Schluss, dass mein Ex am Kind kein Interesse habe, sondern Lisa nur nutze, um an mich ran zu kommen. Als das nicht klappte, verlor er das Interesse. Kein Umgang, kein Unterhalt, gar nichts und das seit fast fünf Jahren.

Lisa wird nächsten Monat fünf. Sie kennt ihren Erzeuger nicht, er ist bei uns noch nie Thema gewesen, weil sie noch nie nach ihm gefragt hat. Sie ist ein glückliches Kind und hat ein sehr enges Verhältnis zu ihren beiden Großvätern, die sie beide regelmäßig sieht, ihre Welt ist für sie völlig normal und darüber bin ich glücklich! Mein Ex wurde irgendwann verurteilt, Bewährung, aber es hat ausgereicht. Er ist zurück in seine Heimatstadt gezogen. Wir haben nie wieder von ihm gehört.

© Gstudio Group - Fotolia.com
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Nun aber der Punkt, bei dem ich Eure Hilfe brauche. Lisa geht seit letztem Frühjahr in den Kindergarten. Eine Kindergartenfreundin von ihr fing nun an, ihrer Mutter Fragen zu stellen. Wo sei denn eigentlich Lisas Papa? Warum wohnt der nicht bei mir und Lisa? Die Mutter war überfordert und sagte, das Mädchen solle sich an mich wenden, doch was sage ich ihr?

Das eigentlich naheliegende, warum ich nicht einfach erkläre, dass der Vater da nicht wohnt, weil wir getrennt sind, geht für mich nicht. Ich will einfach nicht mit einem anderen Kind über den Erzeuger sprechen, wenn ich es mit meinem eigenen Kind noch nicht habe, außerdem weiß man nie, was dann an Folgefragen noch kommt.

Lisa hat noch nie gefragt und ich möchte ihr die Zeit lassen, selbst zu fragen und ihr nichts aufzwingen. Ich bin um jeden Tag dankbar, den sie älter wird, weil es schwer wird, ihr all das zu erklären. Am liebsten würde ich dem anderen Kind nur sagen, dass ich ihm das später mal erkläre. Aber ist das richtig? Was würdet Ihr tun?

*Name des Kindes von der Fragestellerin geändert. Sie ist der Inhaberin dieses Blogs persönlich und namentlich bekannt, möchte aber anonym bleiben. Ich (Christine aka Mama arbeitet) habe ihr angeboten, diese Frage als Gastbeitrag hier zu stellen, als sie bei mir Rat suchte.

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Julia Graf
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Julia Graf

Zunächst mal denke ich, Du siehst das ganz richtig, dass Du nicht einem anderen Kind lang und breit auseinandersetzten kannst, um seine Neugier zu befriedigen, was Du mit Deinem eigenen Kind noch nicht besprochen hast. Warum die andere Mutter da auf Dich verweist, ist mir allerdings auch ein bisschen schleierhaft. Sie hätte doch irgendetwas einfaches (wie „weiß ich nicht, vielleicht haben sich die Eltern nicht mehr lieb gehabt, geht uns aber auch nichts an“) sagen können. Ich bin mir unsicher, ob Lisa nicht fragt, weil es sie im Moment nicht berührt oder weil sie einfach spürt, dass das für Dich… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Hallo Julia! Danke für Deine Antwort! Ich hab unten schon irgendwo geschrieben das ich denke das die andere Mutter auch schlicht nicht wusste, was sie sagen soll, weil sie unsere Geschichte kennt. Ich verheimliche da nämlich nichts und wenn mich ein Erwachsener fragt, sehe ich keinen Grund rumzulügen. Es ist wie es ist, aber es ist natürlich ein Unterschied ob ich das einer anderen Mutter erkläre oder einem kleinen Kind. Ich glaube übrigens nicht das Lisa spürt das das ein schmerzhaftes Thema für mich ist, dann hätte sie sicher auch mal wo anders nachgefragt, bei ihren Opas, bei den Omas… Weiterlesen »

AnjaSchlueter
Gast
AnjaSchlueter

Ich schließe mich da meiner Vorrednerin an, was das andere Kind betrifft. Natürlich kannst Du ihr sagen, dass Du da jetzt nicht drüber reden möchtest. Fünfjährige können das. Dein eigenes Kind würde ich fragen lassen. Solange sie nicht fragt, ist es in Ordnung. Und Fragen werden kommen, irgendwann. Ich persönlich hätte es übrigens auch wie die andere Mutter gemacht. Ich bin immer dafür, dass meine Kinder selber fragen, wenn sie etwas wissen wollen. Vielleicht ein nicht ganz passendes Beispiel: Meine Jüngste hat eine ziemlich große Narbe von einer Herz-Op auf der Brust. Kinder, die mich interessiert fragen, bekommen immer auch… Weiterlesen »

Lisas Mum
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Lisas Mum

Danke für Deine Antwort :-)
Ja, grundsätzlich hast Du recht, aber hier bringt es mich halt wirklich in eine doofe Situation, weil ich bisher nie darüber nachgedacht habe, dass ja mal andere Kinder fragen könnten. Ich war immer nur auf Lisa fokussiert und deswegen war ich gestern erstmal überfordert. Man möchte ja einfach alles richtig machen!
Ich glaube auch das die andere Mutter schlicht überfordert war. Sie kennt unsere Geschichte und hat wohl selbst nicht mit dieser Frage gerechnet.

Magdalena Hirschberg
Gast
Magdalena Hirschberg

Bei uns war es ähnlich, es gibt keinen Kontakt und die gemeinsame Geschichte hörte sehr schräg auf. Meine Tochter ist gerade 5 geworden, ich habe ebenfalls lange überlegt und wollte meinem Kind keine Informationen auf den Bauch binden. Dann habe ich mich aber entschlossen, ihr doch davon zu erzählen. Häppchenweise. Neugierde hatte sie eigentlich nicht. Aber ich wollte ihr einige Antwortmöglichkeiten an die Hand geben, wenn andere Kinder fragen und sie nicht dumm da stehen lassen. Das hat aus meiner Sicht viel gebracht. Viel mehr als „der wohnt nicht bei uns“ und „der wohnt wo anders“ braucht sie gar nicht.… Weiterlesen »

Lisas Mum
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Lisas Mum

Hallo Magdalena, danke für Deine Antwort! Ich habe die Geschiche sehr gut aufgearbeitet und gehe sehr offen und positiv damit um. Es war wie es war, ändern kann ich es nicht mehr. Ich habe eine wundervolle Tochter und wir sind ein ganz starkes Team. Ich denke das ist wohl auch einer der Gründe, weswegen Lisa bisher keinen Bedarf hat, irgendetwas nachzufragen. Ich vermittle ihr nie das Gefühl das bei uns etwas nicht normal ist, im Gegenteil. Wir sind eine Familie, auch wenn es eben die kleinstmögliche Familienform ist :-) Ich empfinde für meine Ex auch keinen Hass oder Rachegedanken, das… Weiterlesen »

Magdalena Hirschberg
Gast
Magdalena Hirschberg

Lisas Mum, etwas weiter unten schreibst Du, „Ich mache mir überhaupt keine Gedanken wegen ihr. Sie wird irgendwann mal fragen und dann reden wir darüber, genau so wie es die Fachleute empfohlen haben :-)“ Deine Eingangsfrage war jedoch „Aber ist das richtig? Was würdet Ihr tun?“ Auf der einen Seite fragst Du, suchst Rat – und auf der anderen Seite bist Du eigentlich schon gefestigt in Deiner Meinung. Das wirkt auf mich etwas inkongruent und ich möchte meine Gedanken dazu noch einmal aufschreiben: Du schreibst, dass Du „dankbar“ bist, je länger es sich herauszögert. Für Dich hat die Erinnerung an… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Ich suche Rat wegen einem ANDEREN Kind, nicht wegen meinem ;-)
Ich habe gefragt ob es richtig ist dem anderen Kind zu sagen, dass ich mit ihm da nicht drüber reden will. Der komplette Beitrag oben bezieht sich NUR auf das andere Kind.

Wie gesagt, bezüglich meines Kindes habe ich einen genauen Plan, ich habe da ausreichend mit Fachleuten drüber gesprochen und werde es auch genau so machen, wie ich mir das überlegt und es auch besprochen habe. Danke Dir aber trotzdem für Deine Meinung.

Laura
Gast
Laura

Erstmal Respekt! Das du den Mut und die Kraft hattest für dich und deine Tochter den richtigen Weg zu gehen.. Mein Sohn ist jetzt 3 Wochen alt und der Vater wollte seit dem „zweiten Strich“ mit ihm nichts zu tun haben.. für mich kam auch nie etwas anderes in Frage.. ich habe mir auch schon oft überlegt wie ich dem Kleinen das erklären soll und finde es eine tolle Lösung zu warten bis die Fragen kommen… Einen Rat für deine Situation kann ich dir leider nicht geben, da ich selbst noch damit am Anfang stehe..aber ich denke du findest auch… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Danke für Deinen lieben Worte!
Ja, ich bin auch überzeugt das ich das schaffen werde, aber wenn man dann plötzlich mit solchen Fragen konfrontiert ist, dann ist das doch sehr seltsam und macht einen unsicher. Ich hatte immer nur Lisas Fragen auf dem „Radar“ und hab mich innerlich darauf vorbereitet, an ihre Freunde hab ich gar nicht gedacht.
Ich wünsche Dir und Deinem Nachwuchs auch alles Gute und das Ihr ein ebenso tolles Team werdet, wie Lisa und ich!

Noga
Gast
Noga

Bei der OP-Narbe kann eine außenstehende Person nicht wissen, worauf die genau zurückzuführen ist. Deshalb finde ich es sinnvoll, das Kind selber fragen zu lassen. Bei der Frage nach dem Papa der Freundin, der da nicht wohnt, finde ich es anders. Da ist für einen Erwachsenen die Antwort naheliegend. Warum die Mutter nicht einfach antwortet „wahrscheinlich verstehen die sich nicht mehr gut“, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht befürchtet sie vom eigenen Kind die Frage, ob in der eigenen Familie so was auch passieren kann. Ich bin sehr dafür, daß Kinder Fragen stellen können und adäquate Antworten bekommen. Ich finde… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Auch Dir danke ich für Deine Antwort! Du hast eigentlich recht, auch ein Kind kann Intimsphäre erklärt bekommen und das gewisse Dinge eben privat sind.

Jule
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Jule

Ich würde vielleicht dem Kind sagen, dass es keinen Vater gibt und fertig.
Vielleicht traut sich aber auch deine Tochter nicht dich von selbst zu fragen, was mit ihrem Vater ist. Mein Sohn ist 4 und er fragt schon immer warum in vielen Kinderbüchern (Regenbogenfisch) keine Papas, sondern nur Mamas vorkommen. Ich will dir nichts vorschreiben. Jedes Kind ist anders.

Aber warum die Mutter des anderen Kindes, auf dich verwiesen hat ist mir schleierhaft. Vielleicht wusste sie auch nicht was sie sagen soll oder war selbst neugierig. …

Nina
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Nina

Ich gehe mal erstmal nur darauf ein, wie das Gespräch mit dem eigenen Kind sein könnte – na klar muss das zuerst kommen. Ich plädiere dafür, dass das eher bald geschieht – das wird nämlich immer schwieriger, je länger darüber geschwiegen wird. „Dem Kind soviel Info geben, wie es erfragt“ – ist eine gute Leitlinie für vertiefende Informationen, aber ich wäre damit vorsichtig, wenn es darum geht, ein Thema überhaupt erst einzuführen. Kinder haben ein feines Gespür dafür, was für die Eltern/ den Elternteil möglicherweise ein belastendes oder ein belastetes Thema ist – und fragen dann einfach nicht danach. Gilt… Weiterlesen »

meikedeluxe
Gast
meikedeluxe

Ich finde es, wie die meisten hier, genau richtig von Dir, Deine Tochter mit ihren Fragen kommen zu lassen und sie bis dahin nicht mit Deiner Geschichte zu belasten. Das finde ich sehr feinfühlig von Dir und ich glaube es zeigt, wie sicher Dich Deine Tochter bei Dir fühlt, dass sie sich auf Dich verlässt und darauf vertraut, dass es seine Gründe gar, warum Du nur das erzählst, was Du erzählst. Mit ihren 5 Jahren hat sie sicher schon längst gespürt, dass es da etwas gibt. Meine Tochter ist auch 5, da kann ich mir das gut vorstellen. Was ich… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Huhu! Ich hab kein Problem mit Nachfragen, ich war darauf einfach nicht vorbereitet. Also nicht das ein fremdes Kind vor meinem fragt. Mag aber auch daran liegen, weil bei dem anderen Kind die Situation grad auch nicht so leicht ist und der Papa, berufsbedingt, seit einiger Zeit nur noch selten da ist. Mir ist es nur wichtig das eben ich mit meinem Kind über das Thema sprechen möchte und zwar in unserem Tempo und ich möchte nicht mit einem anderen Kind vorher über dieses Thema reden. Außerdem ist das andere Kind nicht fünf, sondern erst drei, da ist es noch… Weiterlesen »

Nina
Gast
Nina

Ich glaube es reicht, wenn Eltern bei einem Thema denken „darüber spreche ich mit dem Kind, wenn es fragt“, damit Kinder merken, dass es sich dabei um ein Thema handelt, über das man eben nicht „einfach so“ spricht. „Ich erkläre es, wenn sie fragt“ impliziert doch, dass es einen Grund gibt, warum man darüber nicht genauso spricht wie über … warum Kinder zur Schule gehen müssen … warum man nicht unbegrenzt Süßigkeiten kriegt … was dagegen spricht, den ganzen Nachmittag fernzusehen … warum es Altenheime gibt… warum es regnet… warum manche in Urlaub fahren und andere zu Hause bleiben etc.… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Ich denke „Dein Vater wollte uns töten“ und „Zu viele Süßigkeiten sind nicht gesund“ sind doch ein gewisser Unterschied. Das mein Kind bisher nicht gefragt hat, habe ich bereits mit Fachleuten besprochen und die haben dafür eine recht plausible Erklärung und sehen es als positives Zeichen. Weil es bedeutet das ihr nichts fehlt. Sie hat ein ganz normales Familienleben und anstatt eines Vaters eben einen Großvater, mit dem sie jeden Tag zusammen ist. Außerdem hat sie im Kindergarten ja auch noch andere Kinder die eben keinen Vater haben, z.T. getrennt, einer ist tot usw. also ist sie auch kein absolutes… Weiterlesen »

Nina
Gast
Nina

Ich denke “Dein Vater wollte uns töten” und “Zu viele Süßigkeiten sind nicht gesund” sind doch ein gewisser Unterschied. Zwischen „gar nicht mit dem Kind über den Vater sprechen“ und „dem Kind sagen „dein Vater wollte uns töten“ “ gibt es aber auch noch was. Und je früher man anfängt, darüber zu sprechen, desto eher kann man auf der ‚unproblematischen Seite‘ dieser Skala anfangen. Das Risiko wächst einfach, dass deine Tochter es irgendwann nicht mehr unproblematisch findet (vermutlich durch irgendeinen Anstoss von außen), und dann wird es ungleich komplizierter, mit dem Erklären anzufangen. Im Moment brauchst du eher noch gar… Weiterlesen »

Julia
Gast
Julia

Hallo! Danke für´s Teilen dieser Geschichte. Meine Tochter wird jetzt dann drei Jahre alt, ich bin geschieden (getrennt noch bevor sie 1 Jahr alt war und davor nur Wochenend-Beziehung, sie kannte es also auch nie anders). Im Unterschied zu Dir sieht sie aber ihren Papa an manchen Wochenenden, immerhin. Ich find es gut, zu warten, bis Deine Tochter selber fragt. Ich warte auch – und bisher kamen nie Fragen dazu. Ihre Welt ist wie sie ist und immer schon war, und sie ist happy damit. Genau das finde ich einen guten „Aufhänger“ – als Erklärung reicht mE völlig “ alle… Weiterlesen »

Perlenmama
Gast
Perlenmama

Hallo, also ich kann dir nur sagen wie wir es hier halten (Papa ist zwar alle zwei Wochen am WE aktuell und zugegen, aber wohnt für den rest der Zeit weiter weg). Hier haben wir gesagt, dass es schlicht und einfach normal ist. Das war nie anders, man kennt es nicht anders und daher ist es auch gar kein Problem. Und so wird es auch behandelt, wie etwas ganz normales. Und wenn es so ist und das Kind auch so darüber fühlt, dann wird es auch wissen, wie es das erklärt. „Mein Papa wohnt woanders“ ist doch eine völlig ausreichende… Weiterlesen »

Lisas Mum
Gast
Lisas Mum

Huhu! Du hast was missverstanden, ich sehe unsere Familienform nicht als Problem, im Gegenteil, ich finde es prima wie es ist und genau das vermittle ich ja auch meiner Tochter. Mir geht es nur darum das ich eben nicht mit fremden Kindern über dieses Thema sprechen möchte, zumindest aktuell nicht. Ich hab einmal bei einem anderen, wesentlich älteren Kind was gesagt und hinterher hat mich der Vater total zusammengeschissen, dass ich so etwas nicht sagen darf und hat dann hinterher seiner Tochter eine Lüge zu unserer Situation erzählt. Das ist jetzt vier Jahre her, ist mir aber deutlich im Kopf… Weiterlesen »

Christina
Gast
Christina

danke, dass du deine geschichte mit uns geteilt hast. ich hatte mich vor dem positiven schwangerschaftstest getrennt, und das war gut so:-) inzwischen besteht ab und an noch kontakt, allerdings leider keine feste bindung oder ähnliches… mmh, ich finde es etwas seltsam, dass das thema früher noch nicht aufgekommen ist. ich bin schon von zweijährigen gefragt worden, wo denn der papa ist und da reicht dann oft, der wohnt in einer anderen stadt und arbeitet dort. oder wir haben uns nicht mehr verstanden und deshalb wohnt er in einer andren stadt. mehr erklärung ist da nicht notwendig und kriegen fremde… Weiterlesen »

Elisabeth
Gast
Elisabeth

Ich bin Mama von 3 kleinen Kindern, lebe in einer anstrengenden Beziehung mit meinem sehr eigenen Mann – den ich immer wieder zu lieben lerne und erlebe diese Diskussion als nicht ehrlich! Willst Du tief in Deinem inneren mit Deiner Tochter darüber sprechen, was Du erlebt hast in – kindgerechten Worten und Happen verpackt und aufgeteilt, ist das nicht Teil Eurer beider Biographie? Ich lebe mit meinen Kindern eine sehr offene, ehrliche Beziehung, sie sehen mich weinen, manchmal verzweifeln und schreien, sie sehen mich lachen und das Leben lieben, sie sehen mein Hadern in meiner Ehe, sie sehen das Versöhnen;… Weiterlesen »

meikedeluxe
Gast
meikedeluxe

Ho Elisabeth, Ich habe vor einigen Wochen meinen Vater verloren, der schwer krebskrank war. In dieser Zeit habe ich wieder sehr genau gespürt, was es bedeutet, Kind (seiner Eltern) zu sein und eine sichere Bindung zu ihnen zu haben, auf die ich mich in allen Situationen verlassen kann. Ich habe in den letzten Lebenswochen meiner Vaters genau gespürt, dass es Dinge gab, die meine Eltern nicht mit mir besprochen haben – sicher, weil es für sie selbst zu schwer war. Aber ich habe das nicht als schlimm empfunden, weil ich wusste, ich kann mich auf meine Eltern verlassen, sie werden… Weiterlesen »

meikedeluxe
Gast
meikedeluxe

Ich finde es vollkommen vertretbar, einem fremden Kind zu sagen „Das ist unsere eigene Geschichte und ich möchte mit Dir darüber nicht sprechen.“ So kann das Kind doch auch nur lernen, dass es so etwas wie Privatsphäre gibt.

cat
Gast
cat

Hallo, ich habe einen 5jährigen Sohn und wir sind eine Familie mit zwei Mamas und ohne Papa. Bei uns gab es schon sehr früh Rückfragen in der KiTa. Die Fragen kamen klar auch eher von den anderen Kindern und nicht von unserem Sohn. Er kennt seine Familie ja nur so wie sie ist. Unser Sohn hat auf die Frage nach seinem Papa immer sehr souverän mit ich haben keinen Papa ich habe zwei Mamas reagiert. Jetzt langsam werden die Fragen etwas tiefer gehend in die Richtung wie babies überhaupt entstehen und das es dazu ja Mann und Frau braucht. Ich… Weiterlesen »

Susann
Gast
Susann

Was ich dem anderen Kind sagen würde: „Lisas Papa und ich verstehen/mögen uns nicht mehr und deshalb wohnt er weit weg.“ Aber ich finde auch ein „Darüber möchte ich nicht mit dir sprechen“ völlig okay. Ich selbst habe meinen Vater nie kennengelernt. Dass der Mann meiner Mutter (sie haben sich kennengelernt als ich drei war) nicht mein Vater ist, hat sie mir gesagt, als ich sieben war. Ich finde das rückblickend ein gutes Alter. Ich war alt genug, um das zu verstehen und jung genug, um noch nicht im pubertären Selbstfindungstrip zu sein. Aber du hast ja gesagt, dass du… Weiterlesen »

Aada
Gast
Aada

Ich befand mich in einer ähnlichen Situation wie Du. Allerdings dauerte dieser Alptraum ganze acht Jahre an. Auch mein Ex putschte sich mit Alkohol, (absichtlich!), auf, nur um sich dann leichter in die Lage versetzen zu können uns weh zu tun. Zum Schluss versuchte er uns ebenfalls ins Jenseits zu befördern. All Deine genannten Instanzen waren auch bei uns involviert. Was anders ist: Der Vater meines Sohnes war über sein Verhalten über alle Maßen schockiert und seine Bewährungsstrafe schien ihn wachgerüttelt zu haben. Mein Anwalt natürlich auch, wenn es um Unterhaltszahlungen geht. – Anders als Dein Ex-Partner, kümmert sich meiner… Weiterlesen »

Frau Pingaga
Gast
Frau Pingaga

Hallo Lisas Mum, also, ich hab keine Antwort auf Deine Frage… aber Deine Geschichte kommt mir unglaublich bekannt vor… ich habe Ähnliches erlebt und kämpfe noch mit dem Kindsvater … würde mich freuen, wenn Du mal auf meinem Blog vorbeischauen würdest und Kontakt aufnehmen… vielleicht kannst Du mir noch ein paar Ratschläge geben.