Jahresvorschau 2017 – statt eines Rückblicks

Ich bin ein bisschen spät dran. In den Jahren zuvor habe ich die Jahresvorschau bereits am 29.12. (das war die für 2013, die erste, die ich je schrieb) und am 30.12. (jene für 2016) geschrieben. Und draußen wird es gerade auch schon wieder dunkel. Trotzdem – liebgewonnene Rituale soll man fortführen. Und wenn das Jahr dann vorbei ist, und man darauf zurückblickt, ist es wirklich erhellend, zu sehen, was man sich zum Jahreswechsel so dachte, was passieren würde.

Jahresvorschau

Für 2016 lag ich mit meiner Jahresvorschau erstaunlich nahe an dem, was auch eingetroffen ist. Bis auf das mit der Reise zur Buchmesse, das habe ich auch in 2016 nicht geschafft. Für 2017 nehme ich mir das gar nicht erst vor. Für einen Tag nach Leipzig oder Frankfurt zu fahren, ohne dort berufliche Termine zu haben, ist sowieso nichts, was in meinen engen Terminkalender passt. Außer, wenn ich dort berufliche Termine hätte. Dann würde ich fahren. Womit wir gleich bei der ersten meiner im vergangen Jahr eingeführten Vorschaurubriken wären:

Berufliches

Ich möchte noch ein Buch schreiben. Worüber genau, und ob es nochmal ein Sachbuch sein wird, weiß ich noch nicht. Und bei welchem Verlag, auch nicht. Bastei Lübbe und ich haben gut zusammengearbeitet, aber ich bin vertraglich nicht gebunden, von daher lasse ich mich überraschen, ob jemand auf mich zukommt, so wie das vor meinem Alleinerziehend-Buch der Fall war, oder ob ich selbst ein Konzept entwerfe und damit irgendwo anklopfe. Lust, zu schreiben, habe ich jedenfalls. Vielleicht wird es ein Alleinerziehenden-Roman, wer weiß? Oder Kurzgeschichten?

Das Texten von Kinderbüchern für den Stuttgarter Verlag werde ich weiter frei und sehr gerne machen, und da ich das schon seit 3 Jahren tue und wie jedes Jahr eine sehr freundliche Weihnachtskarte erhielt, in der stand, dass man sich auf weitere Projekte mit mir freue, gehe ich davon aus, dass das auch so klappen wird.

Sehr gerne will ich auch weiterhin für große Medien (wie in der Vergangenheit für Die Zeit, die Emma, der freitag, das Handelsblatt, die Brigitte Mom etc.) Texte aus Sicht von oder über Alleinerziehende schreiben, und auch die Medienarbeit ausbauen, die sich in 2016 fulminant entwickelt hat. Mir macht das alles sehr viel Spaß, ich mag Radio, ob live oder im Feature, Fernsehen in allen Formaten, und möchte in 2017 mal schauen, wie gut ich in einer (politischen?) Talkshow punkten kann.

Blogger-Aktivitäten

Nachdem ich 2016 erstmalig Vorträge auf Bloggerkonferenzen hielt und auch an einer Podiumsdiskkussion teilnahm (#denkst in Nürnberg und SwissBlogFamily in Basel) und ich feststellte, dass mir das sehr liegt, kann ich mir vorstellen, diesen „Nebenzweig“ des Bloggens weiter auszubauen. Vielleicht sogar zu einer Speakerinnen-Tätigkeit für Firmen, Netzwerke, Organisationen, die fachliches Input von Bloggern oder aber von Expertinnen zu Alleinerziehenden brauchen. Da ist auch schon etwas angedacht, in Kooperation mit einem JobCenter, das Mitarbeiter für die speziellen Bedürfnisse/Probleme Alleinerziehender sensibilisieren will. Sowas finde ich gut und wichtig, und eigentlich sollte das flächendeckend in ganz Deutschland gemacht werden. Dann wäre ich auf Jahre vollbeschäftigt…. ;)

Ich würde furchtbar gerne, und auch wenn es unbescheiden ist, das hier zu schreiben, mal einen Preis gewinnen. Vielleicht klappt das sogar schon Ende Januar, denn ich bin bei den #goldeneblogger Awards gleich in zwei Kategorien nominiert, und ich werde nach Berlin fliegen, wo dann am 30.01. eine Jury, das Publikum im Saal und das Internet abstimmen, wer nachher als gekürter Blogger nach Hause geht. So oder so werde ich eine Menge wundervoller, interessanter Menschen an dem Abend treffen – mit einigen von ihnen schreibe ich schon seit Jahren hin und her, und wir lesen uns auf allen Social Media Kanälen. Ich freu mich sehr darauf!

Stadtrat/Politik

Die durch die Aktion #muttertagswunsch und meine Blogger-Aktivitäten doch recht guten Kontakte zum Familienministerium, die ich habe, möchte ich weiter ausbauen und dazu nutzen, Eltern- und Alleinerziehendenthemen Gehör zu verschaffen. Eigentlich würde ich Frau Schwesig gern mal persönlich treffen, und das am liebsten zu einem konkreten Arbeitsanlass wie einer Tagung oder einem Workshop.

Was den Stadtrat betrifft, so hoffe ich, dass die vielen Termine in Sachen Gesundheit und Förderung meiner Kinder, die ich 2017 schon sehr konkret auf mich zukommen sehe, mich nicht daran hindern, dieses Ehrenamt weiter auszuüben. Es war in den letzten Monaten schon gelegentlich eng, und ich bin sehr froh, dass meine Ratskollegen aus der Fraktion meine Situation gut verstehen und mittragen. Die Kinder gehen vor, aber irgendwo bin ja auch noch ich. Und ich brauche intellektuelles Futter und möchte nicht nur noch für meine Kinder da sein.

Sex und Liebe

Brauche ich nicht. Ersetzen wir für 2017 durch die Rubrik Selbstliebe und Gesundheit, denn ich muss mich dringend um meine zwackende Schulter kümmern und mal wieder Sport machen, und zwar nicht, um abzunehmen, sondern der Kondition und des Seelenheils wegen. Vor lauter Terminen und Dingen, die rund um die Kinder zu erledigen sind, mich selbst nicht zu vergessen, ist der einzige Vorsatz, den ich für das kommende Jahr habe. Hoffentlich ist es nicht derjenige, der wie der Vorsatz, zur Buchmesse zu fahren, dann unter den Tisch fällt. Das sehen wir dann in einem Jahr, wenn ich auf 2018 blicke.

Und nun wünsche ich euch alles Gute, ich freue mich auf Begegnungen mit euch, ich lese euch gerne, und will euch nicht missen. Kommt gut ins neue Jahr!

Bloggerin, Autorin, Texterin und alleinerziehende Mutter von 3en. Print und Online. Spezialisiert auf Kinderbücher, Vereinbarkeit von Familie & Beruf, Familienthemen.

13 KOMMENTARE

  1. Liebe Christine,
    das ist ja ein strammes Programm, das du dir für das nächste Jahr wünscht ;). Ich wünsche dir, dass da auch noch genug Licht und Luft und (Selbst-)liebe dazwischen passt und dass du weiterhin so viel Erfolg hast mit den Dingen, die du gerne tust!

    Lieben Gruß!

  2. Danke, dass Du Dich so sehr für uns einsetzt und im letzten Jahr eingesetzt hast. Lass es Dir im neuen Jahr so richtig gut gehen! Möge die Kraft mit Dir sein :)
    Deine virtuell-mentale Kraft hat mir oft sehr geholfen! Und das, obwohl ich Dein Buch immer noch nicht gelesen hab!!!!!
    Liebe Grüße, Eva

  3. Liebe Christine,
    Ich bin schon eine Weile eine stille Bewunderin. Solltest du dich doch für die Buchmesse in Frankfurt entscheiden, kannst du gerne bei mir und meinen zwei Jungs unterkommen.
    Für deine Pläne für 2017 Alles Gute!

  4. Hallo liebe Christine,
    Wie schön was du mit deinem Blog alles erreicht hast! Einladungen in fremde Städte und Leben, so viel Dankbarkeit und Feedback.. Du kannst wirklich stolz auf dich sein- und das vermutlich nicht nur auf den Blog. Habe die letzten Tage viel bei dir gelesen.. vermutlich weil ich mich mit dem Gedanken an Trennung von meinem Partner befassen muss. Manchmal fehlt mir noch ein bisschen die Perspektive deiner Kinder- wie geht es ihnen mit einer alleinerziehenden Mutter? Die Sorge, dass es für meine Kleinen doch der falsche Schritt wäre, lässt mich die Beziehung zu ihrem Vater oft „durchhalten“..

    Dir ein 2017 wie du es dir für dich und deine Liebsten wünschst!!

    • Liebe Lama,

      das ist eine schwierige Entscheidung, und man sieht mal wieder, auch wenn Väterrechtler das gerne behaupten, dass Frauen/Mütter sich eben nicht leichtfertig trennen. Ich wünsche dir alles Gute, egal wie du dich entscheidest!

      Zu deiner Frage/Anmerkung: Die Kinder waren am Anfang stinkesauer auf mich. Denn der Vater sagte ihnen mehrfach und über Monate, er habe die Trennung ja nicht gewollt (dazu steht mehr in meinem Buch, das ist jetzt kein Werbeblock in der Antwort, aber alles abzutippen wäre auch albern), und es war für die Kinder deswegen schwierig, die Situation zu erfassen. Aber nach ein paar Jahren (ja, so lange dauert es leider) haben sie verstanden, dass und warum ich mit ihrem Vater nicht mehr leben konnte. Und dass es auch für sie die beste Entscheidung war, die ich schweren Herzens getroffen habe.

      Im Englischen sagt man, man sei „between a rock and a hard place“, was grob übersetzt „zwischen den Stühlen sitzen“ bedeutet, aber das mit dem Felsen und der Härte trifft es besser. Die Entscheidung, sich zu trennen, ist so eine. Alles Gute für dich !

  5. Liebe Christine,

    lass uns das Buch zusammenschreiben. Du weißt schon… ;-)
    Und Sex und Liebe wünsche ich dir 2017 dennoch. Ich wiederhole mich zwar, aber…DU WEIßT SCHON!

    Ich wünsche mir, dass wir uns 2017 endlich mal wieder sehen! Das haben wir im letzten Jahr nämlich gar nicht hinbekommen!

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