Elternabend – alleinerziehend ein Problem

Schon wieder trudelt eine Einladung zu einem Elternabend ein, es ist die dritte in diesem Schuljahr für den 1. Klässler, der zweite Elternabend für die 7. Klässlerin steht im April an, und gestern war Elternabend im Kindergarten.

Mich als Alleinerziehende mit kleinen Kindern stellt das vor Probleme. Hätte ich mehr Geld, könnte ich mir einen Babysitter nehmen, aber das kostet hier in Konstanz locker 10 € pro Stunde, macht 25-30 € für einen Elternabend, das sind bei 8-10 Elternabenden fast 300 Euro im Jahr.

© DOC RABE Media - Fotolia.com
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Als Bezieherin von Wohngeld, die in öffentlich gefördertem Wohnraum wohnt (mit WBS) und mit der Selbstständigkeit als Redakteurin gerade erst angefangen hat, und Mutter von drei Kindern, ist das viel Geld.

Geld, das ist nicht einfach so übrig habe, denn Ende März hat z.B. mein Sohn Geburtstag, der braucht ein neues Fahrrad – oder eben ein ordentliches Gebrauchtes -, muss eine Feier haben, und natürlich auch Geschenke. Neue Schuhe muss ich auch für alle Kinder kaufen im Frühling, und Kleidung sowieso.

Ich kann also nicht auf jeden Elternabend, und seit neuestem sage ich das auch so: “Ich kann nicht kommen, weil ich kein Geld für einen Babysitter habe.” “Oh”, sagen die Leute dann, “Hast du keine Familie, Nachbarn, Freunde oder Bekannte, die einspringen können?” Dann seufze ich innerlich und versuche, ruhig und freundlich zu antworten, weil es mich so wütend macht, dass ich nicht einmal zu einem Elternabend gehen kann, und sich offenbar kaum jemand vorstellen kann, dass das nicht an meiner Unfähigkeit, mir Hilfe zu organisieren, liegt.

Weil es mir ein Bedürfnis ist, das im Einzelnen mal aufzudröseln, erkläre ich das mal, und hoffe, dass dies auch ein Politiker liest, viele Erzieher und Lehrer, und Menschen, die in Ämtern sitzen:

Warum ich manchmal nicht zum Elternabend kommen kann

  • Meine Kinder sind jung. Selbst die älteste Tochter ist mit 12 Jahren zu jung, um zwischen 19:30 und 22 Uhr ganz alleine auf ihre 4 und 6 Jahre alten Geschwister aufzupassen. Sie geht auch meist um 21 Uhr ins Bett und braucht ihren Schlaf.
  • Die Jüngste macht im Kindergarten einen Mittagsschlaf, worauf die Einrichtung besteht, und was ich auch in 2 Elterngesprächen nicht ändern konnte. Sie ist abends bis mindestens 21:30, teilweise auch bis 22 Uhr wach, weil sie von 13-15 Uhr tief und fest schläft – es ist also kein “einfaches Babysitten” mit ferngucken.
  • Eben diese Jüngste hat starke Trotzphasen und ist nicht nur schwer zu bändigen, sondern auch furchtlos, ausdauernd und extrem stinkig. Das ist nichts, was dein müder Nachbar oder eine 12-Jährige abends um sich haben sollten.
  • Verwandte? Habe ich eine Menge, aber nicht hier in der Stadt. Die nächsten Verwandten wohnen 2 Autostunden von mir, und sind meine lieben Eltern, beide Mitte 70, und mein Bruder mit Familie, beide berufstätig.
  • Nachbarn: Viele nette, wunderbare Nachbarn habe ich in der von öffentlichen Geldern errichteten Siedlung, in der ich wohne. Sie haben fast alle Kinder, arbeiten hart für ihr Geld, und sind bis über beide Ohren mit ihrem Leben beschäftigt.
  • Freunde – meine Freundinnnen haben allesamt Kinder, ich habe 4 gute Freundinnen im Ort, die jeweils 3 kleine Kinder, 2 Kinder, 2 Kinder und 1 Kind haben – zwei dieser Mütter sind alleinerziehend und berufstätig, und dementsprechend abends hungrig, müde und müssen sich um Haushalt und eigene Kinder kümmern.
  • Bekannte: An denen mangelt es mir auch nicht. Unter anderem zwei wunderbare andere Alleinerziehende mit 3 Kindern kenne ich gut, die eine Frau arbeitet Schicht im Krankenhaus, die andere ist Witwe und Hebamme mit Dienst auf Abruf.
  • Babysittter: Hätte ich an der Hand, aber wie gesagt kein Geld – dafür muss ich mit 30 € rechnen.
  • Kinderlose Bekannte habe ich übrigens nicht mehr. Und glücklich Verheiratete bleiben am liebsten bei ihrer Familie abends, oder finden, ich habe selbst schuld, alleinerziehend zu sein – die will ich auch nicht bitten.
  • Der Vater der Kinder kommt aus verschiedenen Gründen, die ich  hier nicht ausführen kann, nicht als Kinderbetreuung für einen Elternabend infrage.

Ein Lösungsansatz – aber taugt der etwas?

© Hans-Jörg Nisch - Fotolia.com
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Eine Idee wäre, die älteste Tochter eben doch mit den Geschwistern alleine zu lassen von 19:40 bis 21:45 (auf den letzten Drücker kommend und auf den ersten gehend), und eine Nachbarin/Freundin im Haus zu bitten, auf Anruf der großen Schwester schnell parat zu stehen. Denn ich brauche 15 Minuten vom Elternabend bis nach Hause.

Zweite Idee: Der Lehrerin mitteilen, dass ich kein Geld habe, um einen Babysitter zu organisieren. Aber der Sohn wünscht sich, dass ich zum Elternabend gehe. Dilemma.

Und das wirkt für Menschen, die so ein Problem nicht keinen, vielleicht einfach faul und desinteressiert. Gestern, beim Elternabend im Kindergarten habe ich das so gehandhabt – es war das erste Mal und hat für ziemliches Erstaunen gesorgt, obwohl ja klar ist, dass bei zwei voll vom Staat finanzierten Kindergarten- bzw. Hortplätzen inklusive Mittagessenszuschuss wenig Geld im Haus ist.

Dritte Idee: Babysitter buchen und auf Nummer sicher gehen, dafür notfalls am Monatsende bei “Die Tafel” Mittag essen und Essen holen.

So, und jetzt Ihr. Kann ich eine 12-jährige mit ihrem 6 Jahre alten Bruder und einer zickigen 4-Jährigen alleine lassen?

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54 Kommentare auf "Elternabend – alleinerziehend ein Problem"

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Zirkusdoktorin
Gast

Ich denke, Du kannst Deine Große mit den beiden Kleinen alleine lassen. Ich kenne Deine Tochter zwar nicht aber normalerweise sind 12-jährige durchaus in der Lage stundenweise auf ihre kleinen Geschwister aufzupassen. Vielleicht die Kleinen schon vorher mit Büchern / CDs ins Bett verfrachten?

Mit Nachbarin als Backup und Dir am Handy, falls was ist. Elternabende kann man ruhig gegen 21 Uhr mit dem Hinweis auf den fehlenden Babysitter verlassen, das mache ich auch regelmäßig so.

Lg, Deine

Zirkusdoktorin

Tina
Gast
Hallo Christine, das ist wirklich eine verzwickte Idee. Ich habe in einer ähnlichen Situation angeboten bekommen, dass eins der Kinder bei der Kindergartenfreundin schläft und ich sie morgens dort abhole und von dort in den kindergarten bringe. Mir hat das damals nichts gebracht, weil da ja immernoch das andere betreuungsbedürfteige Kind hatte. Deine große Tochter würde es aber durchaus entlasten, wenn sie “nur” auf den Bruder aufpassen müsste. Der hätte auch nen Ansporn besonders lieb zu sein, weil es ja “sein” Elternabend ist. Ich würde niemandem in meinem Kindergartenbekanntenkreis zumuten, abends auf meine beiden und die eigenen Kinder aufpassen zu… Read more »
Ute
Gast
Erstmal: Ja, ich hoffe auch, dass Politiker, die das entscheiden deinen Beitrag lesen. Zweitens: Ob du deine 12-Jährige mit den Kleinen allein lassen kannst, kann von außen niemand beurteilen. Ich kann mir Kinder vorstellen, bei denen das gut klappt, aber auch solche, bei denen es nicht geht. Alternativen: Die Kleinen übernachten einzeln bei Freunden, dafür nimmst du dann auch mal deren Kids. Die 12- Jährige allein ist ja kein Problem. Die Jüngste übernachtet auswärts, die 12-jährige kann nur mit dem 6-Jährigen allein bleiben. Insgesamt, alles schwer und leider ohne perfekte Lösung, es braucht bezahlbare Kinderbetreuung auch für Abendtermine. Ich befürchte,… Read more »
jgoschler
Gast

Will mich ja eigentlich nicht in die Schar der nutzlosen Ratgeber einreihen, aber… die Kleine mitnehmen (wenn sie sowieso so spät einschläft)? Dann hat man auch immer einen guten Grund, früher zu gehen. Die Große mit dem Mittleren allein lassen. So kommst du auf den Elternabend, vielleicht brauchst du allerdings danach einen Tag frei zum Erholen. Und die anderen Eltern werden auch genervt sein. Aber wen kümmert das?

Maren
Gast

Ich habe mal meine 1-Jährige auf eine Eigentümerversammlung mitgenommen. Das ging schon. Allerdings sind andere Eltern ja gnadenlos, wenn eine 4-Jährige um 21 Uhr noch nicht im Bett ist. Ich weiß nicht, ob man sich den Blicken / Bemerkungen aussetzen muss.

Susi
Gast

Die Anzahl Elternabende entsetzt mich!! In CH gibt’s pro Schuljahr genau einen, zu Beginn. Weitere Fragen regelt man individuell mit dem Lehrer. Ich finde es eine Frechheit und würde Dir empfehlen, den Elternabend eine halbe Stunde zu besuchen und dann mit deutlichen Worten zu gehen! Mache konstruktive Vorschläge für sinnvollere Zeiten (und Anzahl …). So kommt Deine Älteste pünktlich ins Bett und Du enttäuschst Deinen Sohn nicht, denn Du bist ja schliesslich hin. Protokoll einfordern nicht vergessen! Küsschen!

Vumenblase
Gast

Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Einen Versuch ist es allemal wert.

Und wenn es gut klappt, dann überraschst du deine Große mit einem ‘Frauennachmittag’ in einem schönen Café (ein Stündchen reicht ja)
Sie wird mit dieser (zum Glück seltenen) Aufgabe wachsen. :-)

Ich habe zwar zum Glück die Oma(60) und nur ein Kind, aber ich muss morgens immer früh raus und meine Tochter oft schon um 7 im Frühhort abgeben. Länger als bis 21:00 tue ich mir keinen Elternabend an. Was ich verpasse, kann ich ja im Protokoll nachlesen, bzw. bei den Elternvertretern erfragen.

Alles Liebe
Vumenblase

Vumenblase
Gast

Mit Vorrednerin meinte ich die Frau Zirkusdoktorin…

Rebecca
Gast

Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Meine Tochter ist 13 und wäre wohl in der Lage auf zwei jüngere Geschwister aufzupassen aber du hast Recht-es ist eine grosse Aufgabe und mir wäre auch nicht wohl dabei.
Falls du unbedingt zum Elternabend musst finde ich die Lösung mit Handykontakt und Nachbarin Bescheid sagen am besten. Ich schwänze die Elternabende seit 10 Jahren, es ging meist nicht anders. Ich wünsche dir viel Glück und Kraft! Halt durch!

cloudette
Gast
Ja, krass, so viele Elternabende. Ich kenne das nur so, dass es 2 im Jahr gibt. Wären aber immer noch 6 bei 3 Kindern … Raten kann man da von außen ja nicht so viel, finde ich, du kennst die Kids am besten und wichtig ist, dass du mit gutem Gefühl gehen kannst und nicht die ganze Zeit wie auf heißen Kohlen sitzt. Ich (<– also ganz subjektiv gemeint) würde vermutlich die Variante 1 mal ausprobieren (wäre ja auch für angenehmere Termine schön, wenn das klappt ;-) ). Noch ne komische Nerd-Idee: sich über google-Hangout oder ähnliches live zum Elternabend… Read more »
Mara
Gast
Also die Online-Idee finde ich geradezu genial! Hier mal meine bisherigen Erfahrungen: Als 12jährige habe ich auch abends öfter auf zwei kleine Mädchen aufgepasst, später kam noch ein kleiner Bruder dazu. Allerdings wohnten meine Eltern zwei Häuser weiter, da konnte ich notfalls anrufen. (Ist aber nur einmal passiert) In Notfällen arbeite ich gerne mit Belohnungen, damit meine drei sich gut benehmen, wenn ein Babysitter da ist (der auch hier in Bonn annähernd 10 Euro kostet). Meist wünschen sie sich eine Packung Tic Tac oder Kaugummis. Bei einem Einsatz gab es einen Regenschirm für jedes Kind (2,75 beim DM). Daer Belohnungstrick… Read more »
Birgit Geistbeck
Gast

Absolut vertrackte Situation. Danke für diesen Artikel. Ich muss zugeben, darüber habe ich mir, die ich mit Oma und Opa quasi nebenan gesegnet bin, noch nie Gedanken gemacht.

Gibt es denn keine älteren Nachbarn, die gerne mal Ersatzoma oder -opa spielen möchten?

Und mach dir nicht soviel Gedanken darüber, ob du das jemandem zumuten kannst. Fragen kostet nichts und Nein sagen kann auch jeder, wenn es ihm zuviel ist.

Lieben Gruß
Birgit

Daniel Anderson
Gast
Liebe Christine, ich kenne dieses Problem. Als Elternsprecher bin ich in der Grundschule meiner Tochter des öfteren damit konfrontiert worden. Ich habe damals zusammen mit der Klassenlehrerin einen Modus ausgehandelt, dass auch Alleinerziehende, die nicht zu jedem Elternabend kommen können, einfach, weil sie sich keinen Babysitter leisten können, über das, was auf dem Elternabend vorgegangen ist, umfassend informiert werden. Allen Eltern wurde nach dem Elternabend ein ausführliches Protokoll zugeschickt – das kann man den Kindern ruhig mitgeben. Die Eltern, die nicht teilgenommen und Fragen oder Anmerkungen zu dem haben, was besprochen und entschieden wurde, setzen sich mit dem Klassenelternvertreter in… Read more »
Katharina
Gast
Liebe Christine, Meine Schwester und ich haben mit 13/14 unsere kleinen Brüder (damals ca. 4 und Säugling) abends gehütet wenn unsere Eltern mal weggingen. Das war in den Achzigern und Handy gab’s noch nicht. Eventuell würde ich in Betracht ziehen, die Kleinste mitzunehmen. Das könnte zwar für alle anderen nervig werden, aber einmal pro Schule/Lehrperson müsste im Prinzip reichen, damit die merken, um was es geht. Wir haben das Problem selber noch nicht, mein LG musste aber sein Mandat im Einwohnerrat niederlegen weil wir nicht beide gleichzeitig an Sitzungen konnte, weil Kurzer sich nur zuhause hüten lässt, Schwie-Ma aber mit… Read more »
Ivonne G.
Gast

Würde ich das machen, meine Kinder allein zuhause lassen, und die sind auch in dem Alter deiner Kinder, würden unsere Nachbarn uns beim Jugendamt anzeigen. Was sie auch schon getan haben. Und auch das JA ist der Meinung, das Kinder erst ab 14 Jahren Babysitter machen dürfen. Also mach es nicht, wenn was passiert, bist du dran schuld.

Cecilia
Gast
Hallo, Ich kann Dein Problem recht gut nachvollziehen. Ich würde der grossen auch nicht die zwei Kleinen zumuten wollen. Der Hort meiner Kinder löst das Problem folgendermaßen: Das Elternabend findet direkt in Anschuss an die übliche Betreuungszeit. Für den Tag organisieren Sie zwei FSJler die 90 Minuten die Kinder und deren Geschwister bespaßen. Die Person, die das Kind in der Regel nach dem Hort betreut besuch den Elternabend (bei manchen Kindern ist es die Oma, da die Eltern noch eine oder zwei Stunden arbeitet). Weitere Idee: schicke Deinen Text (den ich übrigens hervorragend finde, ich liebe Deine Art zu schreiben)… Read more »
Sabine
Gast
Wie machen das denn die anderen alleinerziehenden Freundinnen und Bekannte? Dort wird es ja auch Elternabende etc geben und wenn man sich gegenseitig mit Babysitten hilft, ist das schon viel einfacher. Klar ist man abends müde und hungrig aber sie sollten nicht im Vorhinein schon eine Absage der Personen einkalkulieren und somit gar nicht erst fragen (selbsterfüllende Prophezeihung ist in beide Richtungen möglich). Helfen sie denn nie oder werden bei sowas nicht gefragt? Grad ein Netzwerk von helfenden Müttern ist so wertvoll für alle Beteiligten, allerdings muss man auch erstmal anfangen und ggfs auch mal eine Absage vertragen. Alles Gute… Read more »
Monika
Gast
Liebe Christine, ich danke dir für diese Niederschrift, so kann ich beim erneuten Einstieg ins Grundschullehrer-Dasein nach der Kinderpause auch dies mit berücksichtigen. Bisher wusste ich nur, dass alle gern schnell fertig werden wollen und ich in dem Dilemma stecke in möglichst kurzer Zeit viel Sinnvolles zu sagen und andererseits die Fragen derer, die gerne “schwafeln” nicht zu unsanft abzuwürgen… Wie gefällt dir denn der Protokoll-Vorschlag? Ich weiß, man ist dann nicht dabei, aber wenigstens informiert. Aber wozu dann überhaupt einen Elternabend, frage ich mich dann, und nicht gleich Informationen per Email plus Einzelgespräche…? Die Vorschläge hier sind schon so… Read more »
Gaby
Gast

Toll, dass man hier liest, dass sich durch den Beitrag auch von Lehrern Gedanken gemacht wird :-) freu

Dana
Gast

Hallo Christine,

das Jugendamt ist nicht immer „der Böse“, die haben auch super Hilfsangebote. Ich weiß nicht, wie das in eurer Stadt ist, aber frag mal nach, ob die evtl. den Babysitter bezahlen oder noch andere Angebote haben.
Ansonsten (auch wenn du’s vielleicht nicht so toll findest): Laß den Vater blechen. Egal ob, er das (Mit-)Sorgerecht hat oder nicht, werden ihm seine Kinder doch was bedeuten & gerade wenn’s um ihre Bildung geht, kann er bestimmt was extra dazu beisteuern. Da wird, je älter deine Kinder werden, ehh finanziell noch einiges auf euch zukommen (Ausflüge/Klassenfahrten, Bücher & wer weiß was für Sonderkosten).

Anke
Gast
Dieses Dilemma kenne ich sehr gut, denn ich war bis vor kurzem alleinerziehend mit meiner vierjährigen Tochter. In unserer Berliner Kita gab es einmal den Versuch, den Elternabend zwischen 16:00 und 17:00 Uhr durchzuführen – mit Kinderbetreuung, da die Kita ja noch offen hatte. Ich fand’s prima. Gescheitert ist es allerdings an den nicht-alleinerziehenden Eltern, denen war der Zeitpunkt einfach zu ungünstig ^^ Ich denke, es ist wichtig, wenn man als Alleinerziehende(r) in der Kita oder Schule auf seine Situation aufmerksam macht und sich mit anderen Alleinerziehenden zusammenschliesst und ggf. Druck auf die Einrichtung ausübt. Es muss den Eltern ermöglicht… Read more »
Nadja
Gast
Liebe Christine, auch ich kenne das Dilemma gut. Und ich kann Yvonnes Aussage bestätigen: auch bei uns gab es (allerdings nicht von den Nachbarn…..) eine Anzeige beim Jugendamt, als ich die Kinder alleine gelassen habe. Ich bin dann dort zu einem Gespräch eingeladen worden, bei dem mir deutlich mitgeteilt wurde, dass ich meine Kinder nicht alleine zu Hause lassen darf. Das ist unverantwortlich und gefährdet das Kindeswohl. Das ist zumindest die Aussage der Sachbearbeiterin. Nicht mal den 13jähren durfte ich alleine zu Hause lassen (auch nicht, wenn die anderen beiden betreut waren). Ich kann Dir also nur dringend davon abraten,… Read more »
Julia
Gast
Hallo Christine, noch eine Option: Nehm das kleinste Kind mit in Kita zu Elternabend. Vielleicht kann es derweil in der Spielecke spielen. Vielleicht wird es den anderen Eltern so bewußt, dass die Betreuung ein Problem darstellt für den ein oder anderen – egal ob allein erziehend oder nicht. Die Mitnahme verkürzt auch definitiv die Elternabendzeit an sich – niemand stellt die beliebten sinnlosen Fragen! ;-) Ach: und so sieht die Kita auch, wie mobil der Mittagsschlaf macht! ;-) Bei uns werden Elternabende immer am Nachmittag gemacht und eine zeitgleiche Betreuung der kleinen Kindergartenkinder ist gewährleistet. Die 12erin und der 6er… Read more »
Goldammer
Gast
Hallo Christine, bei uns in der Kita finden die Eltermabende ab 16:30 statt, vielleicht kannst Du das, zumindest für Deine Jüngste als Vorschlag einbringen. Dann sind alle Kinder noch wach und könnten entweder bei Freunden untergebracht werden oder pädagogisch unwertvoll Fernsehen schauen. In Stuttgart gibt es vom Jugendamt ausgebildete Jugendliche, die babysitten, soweit ich weiß umsonst für Familien mit Einkommen, die unter einer bestimmten Grenze liegen. Vielleicht gibt es sowas bei Euch auch? Und noch eine Idee aus Stuttgart: Hier gibt es einen Tauschring, der mit der virtuellen Währung Eiswürfel handelt. Eine Stunde Arbeit kostet 8 Eiswürfel, egal welche Art… Read more »
Nena
Gast
Ich habe ein paar Komentare gelesen und ich bin schon genervt. Ich bin auch alleinerziehende Mama und ich arbeite seit meine Tochter 3 geworden ist. Sie ist jetzt 12 und nach so vielen Jahren habe ich gemerkt, wie viel ich in der Erziehung verpasst habe. Für mich kamen auch keine Elternabende in Frage, weil ich Nachtschicht auch arbeite, und morgens eine Stunde brauche, wenn wir die Kinder zur Schule bringen (habe Zeit zum Schlafen nur so lange, wie meine Tochter in der Schule ist, Nachtschicht ist nicht einfach) und ich brauche nicht erzählen, wie andere Mamis(Hartz IV Empfängerinen und Hausfrauen)… Read more »
Nena
Gast

Ich habe vergessen…
Ein 12 Jahre altes Kind darfst du laut Gesetz nicht alleine lassen und ein 12-jähriges Kind darf nicht auf kleinere Kinder aufpassen! Das ist deutsches Gesetz!

Bele
Gast
Irrwitzigerweise darf man aber laut Gesetzeslage ein krankes Kind nur bis zum Alter von 12 Jahren mit unbezahlter Freistellung pflegen. Bei älteren Kindern muß man dann also Urlaub nehmen, wenn das Kind bspw. mit einer starken Erkältung einen Tag Pause machen sollte? Ich regel das inzwischen über Überstunden (die ich eigentlich für die nicht betreuten Schulferien bräuchte), aber die muß man sich ja auch erst einmal “erarbeiten”. Alleine lassen würde ich sie auch nicht, aber die Idee mit der “Übertragung” finde ich schon ganz cool. Zumindest wird dann das Problem deutlicher als wenn Du nicht auftauchst, was eher unter “Desinteresse”… Read more »
Carsten
Gast
Du hast hier viele Kommentare bekommen und ich habe nicht alle gelesen – nur überflogen. Hoffe ich wiederhole nichts, was schon vorher diskutiert wurde. Da Problem scheint aber nicht selten zu sein: Das Einkommen (egal woher) reicht nicht aus, um Dienstleistungen (hier: Kinder-/Babysitten) zu kaufen, die man wirklich braucht. Die Idee: Tausch statt Geld. Es gibt fast immer Leute, die das können, was du brauchst und etwas brauchen, was du kannst. Und oft auch kein Geld dafür haben. Beispiele: – KünstlerInnen, die keine Werbetexte schreiben können. – Mütter, die Vormittags jemanden zum Aufpassen brauchen – Eltern, die Nachhilfe für ältere… Read more »
Tina
Gast
Bin gerade auf meiner Suche nach “alleinerziehend + Kinderbetreuung” auf Deine Seite gestoßen… Danke, daß Du das mal thematisierst ! Ich habe zwar nur 1 Kind, aber das Problem haben wir auch. Mein Sohn (8) mußte schon öfter abend allein bleiben, seit er 7 war. Ich bin dann immer mit einem miesen Gefühl gegangen, aber gottseidank ging bis jetzt alles gut. Mein aktuelles Problem ist, daß ich eine 2-jährige Umschulung machen muß (wir haben Hartz4) und früher aus dem Haus muß als mein Sohn, er hat zudem 2 Therapietermine in der Woche und außerdem bleiben noch ein paar Ferientage übrig,… Read more »
tünde licz-egharevba
Gast

Ich wäre neugierig ob ihr eine Idee habt wie man eventuell so ein Elternabend anders organisieren kann. Ich leite drei Kindertagespflegestellen und mache auch Elternabende. Manche Eltern haben kein Betreuungsproblem aber natürlich haben wir auch Alleinerziehende. Was wäre die ideale Lösung. Was wäre mit Elternnachmittag mit Kinderbetreuung.

Anika
Gast

Eine Idee habe ich: Elternsamstage anstatt Elternabende. Samstags Nachmittags findet sich auch leichter eine Alternative als in der Woche am späten Abend. Man kann da schon mal die Kinder verteilen oder eben mitnehmen und auf dem Gelände spielen lassen. Man kann bei Kaffee und Kuchen gemütlich die Sachen durch gehen ohne die lästigen Gedanken über allerlei Probleme die man an einem Abend hat. Frühzeitige Bekanntgabe der Termine wäre auch ein guter Anfang um voraus planen zu können wegen Arbeit und der gleichen. ;)

Gisbert
Gast

Habe nicht alles gelesen, deshalb bitte ich um Entschuldigung, falls der Vorschlag schon kam. Wenn der Vater nicht für die Betreuung der Kinder in Frage kommt, kann dann nicht er die Teilnahme am Elternabend übernehmen? Ist er in der Lage, ordentlich mitzuschreiben und ggf. nachzufragen, wenn etwas unklar ist? Oder ist er aus der Verantwortung für seine Kinder so weit raus, dass das keine Option ist?

yemanya
Gast

In unserer kita macht immer ein Erzieher oder Praktikant aus einer anderen Gruppe in einem anderen Raum die kinderbetreuung. das muss natürlich bezahlt werden aber da mehrere Kinder betreut werden sind es nie mehr als 2 oder 3 €.

Anika
Gast
Hallo, ich habe deinen Beitrag erst eben gelesen und bitte verzeihe meine Schreibart bin eher die Mathematikerin. Ich habe das selbe Problem! Einen 12j. Sohn und daraufhin kleinere Kinder. Elternabende erst 19:30Uhr, 3 von 4 Orte sind nicht Fußläufig zu erreichen. Dies würde bei dem längsten Weg bedeuten das ich 1 1/2h benötige um hin zu kommen und zurück dann 2h wegen der Uhrzeit (bin Bus/Bahnabhängig). Ich müsste also spätestens um 18 Uhr los und käme frühestens um 23:30 Zuhause an. Ich hab meinen 12j. einmal auf seinen 7j. Bruder aufpassen lassen um mal eben den Müll in den Keller… Read more »
Jule
Gast

Ich bin zwar nicht alleinerziehend, aber mein Mann arbeitet in der Woche 600 km entfernt. Selbst wenn ich mir den Babysitter leisten könnte, oder die Großeltern da wären: das will ich gar nicht, ich sehe meine Jungs sowieso viel zu wenig, um mir dann noch gemeinsame Zeit durch Elternabende abzwacken zu lassen, wo meist nur gelabert und Klein-Klein-Probleme erörtert werden.

Nyn
Gast
das kenne ich so gut! Na klar, man kann eine 12jährige mit einem 4 jährigem alleine lassen, aber doch nichts abends! Deine Tochter wird den Kleinen wohl kaum ins Bett bringen können und sich artig selbst auch noch bettfertig machen. Wenn du dann um 10 eintrudelst, sind alle hellwach, was viel Spass am nächsten Morgen macht, in meinem Fall ist der ganze nächste Tag hinüber, ich kann mich übermüdet nicht auf die Arbeit konzentrieren und die Kinder kommen müde in die Kita. Die Essenz der meisten Elternabende kann man meist auch in einer kurzen Rundmail zusaammenfassen, Spart Zeit für ALLE… Read more »
Schlingeline
Gast
Dieses Problem trifft ja generell viele Eltern, AE oder nicht.. Hier im Ort ist es auch so, dass z.B. die Männer unter der Woche oft geschäftlich unterwegs sind, oder erst um 9 oder 10 daheim aufschlagen. Alleinerziehend mit Mann nennt sich das wohl. Elternabende beginnen in der Regel um 19 Uhr. Vor 17 Uhr wäre ungünstig, weil da sowohl AE als auch Frauen mit Partner halt noch arbeiten. Und man kann sich nicht für jeden Elternabend einfach ne Stunde früher verabschieden, Je nach Anzahl der Kinder kommt da nämlich einiges zusammen! Ansätze gibt es hier folgende: Man wechselt sich mit… Read more »
Kati
Gast
Moin, ich habe deinen Post jetzt erst gelesen- da dieser aber trotz allem aktuell ist – hier meine Antwort. Einfach nein. Grund 1: Der Gesetztgeber selbst siehe auch so. Grund 2: Es ist nicht deine Pflicht deinen Alltag durchzuwirbeln um fremdbestimmte Termine einzuhalten. Es sollte Pflicht für Lehrer/Erzieher zu sein in Einladungen entsprechende Themen schon mit anzugeben damit man im Vorfeld schon mal seine Meinung dazu kundgeben kann und im Anschluss sollte ein Protokoll an die Eltern verschickt werden. Grund 3. dein Bauchgefühl. Ich habe 2 Jungs im Alter von 14und fast 12 und ich konnte sie schon immer auch… Read more »
Inga
Gast
Liebe Christine, von der Variante “große Schwester passt auf” rate ich ganz klar ab: als ich das das letzte mal gemacht habe und es Probleme gab, hat der Vater eine Kinderschutzmeldung beim Jugendamt gemacht. Heute weiß ich, dass mein jüngerer Sohn deshalb oft “Probleme” macht, weil er vom Asperger-Syndrom betroffen ist, einer Form des hochfunktionalen Autismus. Bitte denke an diese viel zu selten erkannte Behinderung, falls Deine jüngste weiter schwierig bleibt: nicht schlafen, oft wütend und der Vater ein A-loch (womöglich auch Asperger), das kenne ich auch von meinem Sohn. Als ich in unserem Kinderladen darum bat, ihn keinen Mittagsschlaf… Read more »
Ulrike
Gast
Seit ich alleinerziehend bin, seit Juli 2013 habe ich an keinem einzigen Elternabend mehr teilnehmen können (Kindergarten). Der Grund hierfür liegt ähnlich: a) unregelmäßiger bis garkein Umgang mit dem Vater, den ich nie bitten würde b) alle freunde sind entweder selbst auf dem Elternabend und der Partner betreut die Kinder – und nein mitten in der Woche übernachtet mein Kind nicht woanders, da sie dann erst spät einschläft und es wie gesagt mitten in der Woche ist. c) verwandtschaft gibt es hier aber gut 1,5 Stunden weit entfernt am anderen Ende von Berlin, eine Tante. Diese Tante wird für folgendes… Read more »
Pinocino
Gast

Liebe Christine,
witzig. Ich plane gerade einen Elternabend und lese das daher auch aus der Lehrerinnensicht! An deiner Stelle würde ich deine “Nicht-Erscheinen-Gründe” knapp dem Lehrer darlegen und um sämtliche Infos per Papier/Email bitten! Wenn ich die Lehrerin deines Sohnes wäre, würde ich das sofort machen und evtl dir einen Termin bei dir Zuhause anbieten, falls du Fragen hast, die besser persönlich geklärt werden sollten!
Grüße
Katja

Silke
Gast
Halli Hallo. Schön, daß sich jemand mal dem Thema widmet. Die Thematik ist für alleinerziehende wirklich schwierig (oder auch für Paare, bei denen der andere Elternteil die Betreuung ncht übernehmen kann) Vergangene Woche bekam ich zeitgleich zwei Einladungen zu Elternabenden in einer Woche (Kindergarten und Schule)- Beide wichtig, und ich würde so gern gehen. Aber es wird nicht gehen. Wenn ich (wie so häufig) bei solchen Terminen absagen muss, dann kommen sie wieder…diese bemitleidenden Blicke und Sätze, wie “ach, das ist aber schade…hast du denn keine Familie, Oma,Opa, Freunde oder Nachbarn, die einspringen könnten?” Nein, hab ich nicht :-( und… Read more »
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[…] gehe zum Kinderarzt, fahre sie zu Geburtstagen und halte ihre Launen aus. Ich trockne ihre Tränen, gehe zu Elternabenden, wasche ihre Haare und muss auch noch ihre Reaktionen auf den abwesenden Vater kompensieren bzw. […]

Lilifee
Gast
Das klingt mega anstrengend. Hut ab! Wir leben in einer Patchworkfamilienkonstellation. Da ich meine zwei Stiefkinder bereits seid sie 2 und 3 sind kenne und sie auch komplett miterziehe, fand ich es sehr wichtig, dass wir uns mit der Kindsmama abwechseln was die Elternabende betrifft! Denn es ist doch generell etwas anderes wenn man direkt von der Lehrerin die Infos bekommt und nicht von der Mama die vll doch, für uns wichtige Infos weglässt. Ich finde es sehr schade das der Papa sich da nicht mit einbringt! Sei es auch mal auf eine. Elternabend zu gehen! Ich war damals mit… Read more »
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Das schwarze Mütter-Loch mit Alleinerziehenden-Faktor

[…] Elternabend – alleinerziehend ein Problem […]

Oli Mama
Gast
Ich bin offiziel nicht Alleinerziehende aber irgendwie doch…? Mein Mann arbeitet und Abends hat schule noch…. Ich habe zwei kleine Kinder 3 und halb Jahre alt und 1 und halb Jahre alt… Oma arbeitet auch Opa wohnt weit weg… alle meine Freundinnen haben selber 3-4 Kinder…Nachbarn sind alt und könnten nicht auf zwei kleine kindern aufpassen. Babysitter muss mann bezahlen und vertauen kann ich auch nicht an fremden… Meine Kleine würde nur weinen ohne mich. Echt schwer so ein Elternabend besuchen… oh und hab noch garnicht geschrieben das ich jede Nacht 3-4 Stunde schlafe nur ? also ich bin Abends… Read more »
Tanja
Gast
Geht mir genauso. Hinzu kommt, dass mein Kind chronisch krank ist und sich keiner traut. Es könnte nämlich sein, dass … da haben alle Angst. Ich verdiene mit 35 Std. so “viel”, dass ich Hortplatz, Ferienbetreuung usw. alles selber zahlen muss. Unter dem Strich habe ich damit weniger Geld als jemand, der Anrecht auf kostenlosen Platz und 1-Euro Mittagessen statt 3-Euro hat. Ich zahle GEZ, bekomme keine Vergünstigungen darf nicht zu den Tafeln gehen usw. (..) Interessiert auch keinen, ich verdiene halt über der Grenze. Meine Lösung: Kind wird mitgenommen. Das sorgt für irritierte Blicke und all die Schuldzuweisungen, die… Read more »
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