Meine 8 peinlichsten Momente als Mutter (Amnesie-Verdacht)

Komisch, wie viel man offenbar so vergisst im Laufe der Jahre. Ich bin nun schon fast 18 Jahre lang Mutter von drei Kindern, und bestimmt war noch viel mehr Peinliches dabei.

Schrecksekunden hatte ich jede Menge, sowas wie Kinder, die mit dem Laufrad auf einmal sehr viel Tempo draufhaben und fast vor ein Auto rollen, oder schmiedeeiserne Wasserpumpenhebel, die zu einem ausgeschlagenen Milchzahn führten, Kinder, die von Trampolinen oder Turnstangen stürzen – aber diese Augenblicke, in denen du denkst: „Das kann doch alles nicht wahr sein, es ist geradezu grotesk!“, die scheint man entweder gut zu verdrängen oder sie sind doch nicht so häufig. Wisst Ihr sie noch? Können es wirklich so wenige sein, wie ich hier aufgeschrieben habe?

peinlichste Momente
ErikaWittlieb auf Pixabay.com

Hier meine persönlichen 8 peinlichsten Momente:

  1. Du denkst es ist Mittwoch, aber es ist Dienstag, und dein Kind kommt 2 Stunden zu spät in die Schule. Heute so passiert.
  2. Dein Kind ist gerade frisch windelfrei und pinkelt vor den Augen des Personals mitten in die Apotheke. Unaufhaltsam und nicht wenig. Diesen Laden betrittst du nie wieder.
  3. Jeder fremde Mann wird als „Papa!“ begrüßt, was für errötende Männerköpfe und peinlich berührte Blicke sorgt. Auch und insbesondere bei den so begrüßten Männern.
  4. Die Erzieherin steht mit deinem 4-Jährigen im Garten, weil du vergessen hast, es von der Kita abzuholen und gerade dein Baby badest (Es war Freitag und nicht Donnerstag, also die Kita schon um 16 Uhr aus.)
  5. Du feierst mit den Nachbarn ein Straßenfest, plötzlich fehlt dein Kind. Ihr sucht und sucht, und du bist kurz davor, die Polizei zu holen – da findest du dein Kind hinterm Sofa. Im Tiefschlaf. Die Nachbarn reden heute noch davon.
  6. Dein Grundschulkind ist ohne Schulranzen in die Schule gegangen, denn du hast komplett übermüdet das Baby gestillt, als das Kind das Haus verließ.
  7. Du rennst stillend, dein Baby an der Brust, und ohne Bikinioberteil durchs Freibad, weil dein Kleinkind im Babybecken gefährlich wankt.
  8. Dein Kind kotzt ins nagelneue Auto deiner Bekannten, die es freundlicherweise zu einem Ausflug mitgenommen haben. Zum Glück warst du nicht dabei, denn eine Spucktüte hatten sie nicht.

Vielleicht liegt es auch daran, dass einem immer weniger peinlich ist, je länger frau Mutter ist. Der Vorfall von heute, dass ich das Kind versehentlich erst zur dritten Stunde geschickt habe, fiel für mich eher unter die Kategorie „dumm gelaufen“, und noch vor 10 Jahren wäre mir das wahrscheinlich hochnotpeinlich gewesen. Mir ist mittlerweile so erfreulich wenig noch peinlich, es ist eigentlich die helle Freude.

Insofern kann ich Kinderhaben nur empfehlen – eine Verhaltenstherapie wäre eventuell günstiger, aber Situationskomik ist einfach charmanter. Das nächste Fettnäpfchen kommt bestimmt. Freut euch drauf!

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Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)Veronika Letzte Kommentartoren
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Veronika
Gast
Veronika

Verhaltenstherapie wäre eventuell günstiger, aber Situationskomik ist einfach charmanter. Das denke ich mir auch immer wieder! Mir war zb als Teenager und danach auch noch lange Zeit die Meinung anderer über mich sehr wichtig. unlängst habe ich in einem TED Talk von Till Gross von „comfort zone challenges“ gehört, wo es darum geht durch exposition sich selbst diese Angst zu nehmen. Eine sehr bekannte Übung: Man legt sich 30 Sekunden auf einen viel begangenen Platz in der Fußgängerzone. Hehe – DAS hat mein kleinkind mit mir die letzten Jahre schon so gut trainiert. wir sind auch schon 30 Minuten in… Weiterlesen »

Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast
Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)

Bei meinem Sohn (8 3/4) ist Ess-eh-ix zur Zeit ein grosses Thema, das er mit allen und jedem diskutiert. Auch im Bus. Auch mit den Nachbarn. Das kann schon zu hochnotpeinlichen Begegnungen führen.