Unfreiheit als Mutter – Gedanken aus dem Glashaus

Manchmal hab ich dieses Gefühl, eingesperrt zu sein in meinem eigenen Leben. Als habe ich einen langen, beschwerlichen Weg hinter mich gebracht, nur um aus dem goldenen Käfig der Ehe ins Glashaus der Alleinerziehenden zu wandern.

Das Glashaus ist nicht das Internet, in das ich über mein Leben schreibe, und auch nicht meine Bekanntheit, die ich nicht als lästig empfinde. Denn sooo bekannt bin ich gar nicht, und das Internet vergisst eben doch. Menschen vergessen.

Ich bin nicht so gut im Vergessen. Ich habe nicht vergessen, wie es sich anfühlt, frei zu sein. Die Liste der Dinge, die ich tun muss, damit mein Laden läuft, ist lang. Und die Kinder werden zwar größer, aber die Sorgen nicht kleiner, genauso, wie meine Eltern es immer gesagt haben.

Was ich nie wollte, war mich mit etwas abzufinden. Es liegt nicht in meinem Naturell. Aber vielleicht muss ich genau das endlich lernen? Mich damit abfinden, dass ich unfrei bin und bleiben werde?

Freiheit
Oldiefan auf Pixabay.com

Wie gerne würde ich jetzt zum Beispiel einfach in einen Zug steigen und irgendwohin fahren, mich treiben lassen. Gucken, wo ich lande und wen ich auf dem Weg treffe. Ein kühner Gedanke für jemanden, der seit siebeneinhalb Jahren alleine für drei Kinder sorgt. Ich verwerfe ihn.

Ich kümmere mich weiter um alles und versuche, mich zu fügen. Aber es gelingt mir nur schlecht. Hätte, wäre, sollte, könnte, die Konjunktive helfen mir jetzt auch nicht weiter. Ich muss Wäsche waschen, kochen, einkaufen, staubsaugen, Frühstück und Abendessen machen, mich um Arzttermine kümmern, Kleidung besorgen, Tränen trösten, Zettel für die Schule unterschreiben und da sein. Vor allem muss ich da sein. Weil meine Kinder mich brauchen.

Natürlich fahre ich nicht weg, lasse mich nicht treiben, ich halte die Stellung. Und vermisse dabei meinen Exmann, mit dem ich längst Frieden geschlossen habe, auch wenn das ein langer und schwieriger Prozess war.  Denn wenn er eins gut konnte, dann war das unvernünftig sein. Dummerweise war meine vernünftige Entscheidung, ihn zu verlassen, der Todesstoß für die in mir vorhandene Rest-Unvernunft, und es ist gut, dass ich das nicht wusste, als ich mich trennte. Wahrscheinlich sollte ich darüber auch gar nicht nachdenken, sondern etwas fühlen. Aber was ich fühle ist Trauer, und ich weiß nicht, ob mich das jetzt weiterbringt.

Was ich gerne können würde, wäre unvernünftig sein, ohne jemand anderem, also speziell meinen Kindern, zu schaden. Geht das? Und wenn ja, wie kann ich das anstellen? (Und im Nachklapp gedacht: Schadet es meinen Kindern, dass ich so vernünftig bin? Herrje.)

Bloggerin, Autorin, Texterin und alleinerziehende Mutter von 3en. Print und Online. Spezialisiert auf Kinderbücher, Vereinbarkeit von Familie & Beruf, Familienthemen.

74 KOMMENTARE

  1. Mir geht es ähnlich und ich sehe es als eine Art biographischen Irrtum an, dass ich Reisetante hier so festsitze (ich war seit 8 Jahren nicht in Frankreich! Und in Anbetracht der hiesigen Sorgerechtsstreitigkeiten wird das auch so bleiben…). Trauer darüber, auch hier. Aber aus der Trauer, wie aus der Wut entstehen für mich manchmal neue Wege. Dieses Jahr: allerletzte Groschen zusammenkratzen und eine Woche Nordsee. Immerhin.

  2. Hallo, heute ist wohl der Tag zum Nachdenken.
    Bei mir ist es der Gedanke, warum ich zwar Pläne mache , aber sie dann aus Angst meiner Verantwortung als Mutter nicht gerecht zu werden, verwerfe.
    Ich träume davon , mein ganzes Leben noch einmal umzukrempeln. Jetzt wo ich nur noch für
    ein Kind und nicht mehr für vier verantwortlich bin.
    Einer Freundin ging es heute ähnlich, auch wenn sie nicht allein erziehend ist.
    Wir wollten auch einfach raus ans Meer.
    Letztendlich haben wir es nicht getan.

    Ich drück dich mal. Du bist nicht allein mit deinen Gedanken.

  3. Doch. Du kannst auch mit Kindern herrlich unvernünftig sein, Schaumküsse zum Abendbrot essen, im Bett die Krümel verteilen (wer nie sein Brot im Bette aß, weiß nicht, wie Krümel pieken ;-)), durch Pfützen stromern und alles spritzen lassen, auf einer wilden Blumenwiese einen Strauß pflücken… na, und so weiter.

    • Ja – den Teil mit dem Geld habe ich diesmal sogar ausgelassen, weil so ermüdend. Aber der spielt natürlich auch eine Rolle.

      P.S.: Jetzt dämmert es mir. Das ist aus deinem wunderbaren Buch!

  4. Als ich in der 32. Woche ins Krankenhaus musste wegen Frühwehen und dort 3 Wochen nur lag, wimmerte ich der Psychologin vor „ich habe das Gefühl, ich sterbe“. Und so schön und beglückend und nicht hergebbar das Leben mit meiner Tochter ist – mein altes Leben ist mit ihrer Geburt verschwunden, ein Teil von mir ist verschwunden. Die Fremdbestimmtheit von Beginn der Schwangerschaft an ist geblieben, auch wenn die Freiräume größer werden…
    Wir bereiten die Kinder auf ein selbstbestimmten Leben vor, unseres kommt dabei ziemlich kurz.
    Trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen.

  5. Liebe Christine,
    genau das denke ich seit langem. Ich fühle mich nicht mal wie in einen GLAShaus. Denn da sieht man ja noch, was draußen vor sich geht. Ich fühle mich eher wie in einem dunklen Keller. Oder wie in einer sehr abgeschiedenen Waldhütte(leider ist es hier nicht so ruhig!!DAS käme mir sehr entgegen!).
    Mein Horizont erstreckt sich vom Kindergarten über die Autobahn, mit all den anderen Genervten und Gestressten zur Arbeit und wieder zurück. Maximal noch zum Einkaufen. Aber selbst dazu komme ich im Moment nicht direkt, sondern erst mit den Kindern. Und auch da fühle ich mich wie unter einer Glocke, in der ich darauf achten muss, was die Kinder machen, dass sie sich benehmen und dass ich nichts vergesse(da fängt es meist beim Einkaufszettel schon an-und natürlich vergesse ich dann was nach 100maligem Generve „Darf ich dies das jenes“, obwohl ich vorher klar gesagt habe: heute nicht!!).
    Selbiges gilt für Ausflüge. Andere genießen die Natur, ob alleine oder mit Ihren Kindern. Ich bin wieder unter der Glocke. Ich weiß: „Mach dich mal locker!“. Kann ich nicht. Zu sehr bin ich auf die Kinder fokussiert, dass sie zum Beispiel nicht herumschreien oder in den Wald rennen und Wild aufschrecken. Macht man einfach nicht. Auch wenn es vielen sch…. egal ist.
    Zu Hause kann ich mit der Außenwelt nur noch über das Interner kommunizieren. Telefonieren auch im „fortgeschrittenen Alter“ nicht möglich, ohne dass dazwischen gekräht wird. Duschen gehen mitten in der Nacht, wenn endlich alles schläft. Mal einen Krimi gucken? Der ist dann fast schon wieder zu ende. Heute reichten 2 Minuten eingenickt sein im Auto , dass die 4,5 – jährige immernoch um 22:15 wach ist.
    Und von geregelten Besuchswochenenden wollen wir mal gar nicht sprechen. Die finden meistens eh nur von Samstag Abend bis Sonntag Spätnachmittag statt – da lohnt es sich gar nicht zu „entfliehen“.
    Letztes Jahr habe ich mir um den 1.10.rum ein langes Wochenende gegönnt-und habe es krank beim Notdienst verbracht…Ersatzweise werden dann die Kinder krank, kannst Du Dir sicher vorstellen.

    Liebe Grüße aus der Blase (die vielleicht hoffentlich mal platzt…)
    Silke

    • Jaja, mach dich mal locker. Einer der blödesten Ratschläge überhaupt. Und das mit dem Krimi gucken mache ich dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

      • Du meinst in 12 Jahren, oder tagsüber? Da ist ja z.B.in der ARD Mediathek schon die(Jaja, ich weiß, aus Jugendschutzgründen…)Blockade:“Sendung kann erst ab 20 Uhr angesehen werden…“
        Haha, super! Also doch erst in 12 Jahren… ;)

  6. Liebe Christine,

    mir ging es ähnlich einige Monate lang. Ich habe mal wieder unwahrscheinlich unter dem Hamsterrad gelitten und tatsächlich das unvernünftig sein vermisst und ich bin seit 2009 alleinerziehend und meine Kinder sind 9 und 2 Jahre alt. Im Moment ist es etwas besser und das hat einen Grund. Meine Kinder und ich, lieben es ins Freibad zu gehen. Dieser Geruch, von Sonne, Chlor und Pommesfett – herrlich. Meine große Kraftquelle im Sommer und mein Grund unvernünftig zu sein (Wäsche waschen, nee – bleibt liegen – Freibad ruft!). Ich habe auch eine gute Begründung, der Sommer und die Freibadsaison dauern nicht so lange und ich habe mir vorgenommen, so viel wie möglich davon auszukosten. Ein Capuccino auf der Freibadterasse und der Blick auf unsere Festung, die Natur. Dann fühle ich mich frei für den Augenblick und ich habe mir ganz fest vorgenommen, dass ganz bewußt auszukosten diesen Sommer. Mir war das nie so bewußt. Wir sind schon immer ins Freibad gegangen im Sommer. Egal wie wenig Geld ich hatte, irgendwie habe ich die Kosten für eine Dauerkarte immer zusammengekrazt (Einzelkarten wären viel zu teuer). Aber mir war nie klar, dass das eine große Kraftquelle ist für mich, und ich die dann doch auch unbedingt nutzen muss. Denn der Sommer ist kurz. Was ist Dein Freibad, Christine?
    Herzliche Grüße, Claire

    • Ich habe mir gestern erstmalig die Familien-Jahreskarte fürs Freibad gekauft, Claire. Das Freibad ist auch mein Hauch von Glück.

      • Viel Spaß, Christine….. Hoffentlich haben wir morgen Freibadwetter…..ich trinke dann einen Cappuccino und denke an Dich…….

  7. „… ich halte die Stellung“
    Du hälst die Stellung! Dafür hast Du meinen größten Respekt! Wir kennen uns nicht persönlich, aber ich lese Deine Beiträge zu diesem wichtigen Thema. Ich bin nicht alleinerziehend, aber ich ziehe meinen Hut vor Dir, weil Du nicht schweigst, nicht still vor Dich hin rödelst (was höchst verständlich wäre bei der Belastung), sondern irgendwie noch die Kraft findest stellvertretend für so viele andere Betroffene einen überfälligen Kampf zu kämpfen. Eigentlich sollten Dich andere Mütter als eine Art Lobbyistin sehen und sponsern. Vielleicht würde Dir das ein Fitzelchen Deiner Freiheit zurückgeben. Lobbyistinnen unter uns? Ideen anyone?

  8. Das nicht damit abfinden können ist auch meine Triebfeder – ich verlor bei meiner Trennung vor 5 Jahren alles was ich mir in den 15 Jahren Selbständigkeit davor mühsam aufgebaut hatte. Mit dem Baby auf dem Arm war es mir nicht möglich den Ruin aufzuhalten. Seither arbeite ich Tag und Nacht jede Minute um wieder nach vorne zu kommen, chronische Müdigkeit und ich fühle mich so unfrei und unglücklich wie zu keiner anderen Zeit meines Lebens. Das einzige was mich antreibt ist die kleine Perspektive eines besseren Lebens für meine beiden Kleinen und mich. Aber der Weg von ganz unten ist unendlich beschwerlich und Hilfe oder Verständnis sind sehr rar gesät. Irgendwann werde ich einfach tot umkippen und dann werden sie auch alle über mich herziehen und postmortum ihre Vorwürfe anbringen… Aber dann ist es mir definitiv endgültig sowas von egal … Mein Motto ist einfach: Get back to a normal life or die trying … 😜

  9. Ich frage jetzt mal etwas provokant, meine es aber wirklich nicht provokant, sondern weil es mich wirklich interessiert: wolltest Du eigentlich immer eine große Familie und meinst Du, das Du als Nicht-Alleinerziehende mit 3 Kindern (also mit Partner) das Leben führen würdest, das Du immer wolltest? Obwohl es als Außenstehende natürlich schwer zu beurteilen ist, so lese ich zwischen den Zeilen bei Dir oft, das Du so ein freiheitsliebender Mensch bist, gerne auch mal alleine bist, Dich gerne treiben lassen würdest, sehr gerne im Berufsleben stehst, Dinge in der Gesellschaft voranbringst usw…

    Natürlich würdest Du Deine Kinder um nichts in der Welt wieder hergeben wollen, das ist auch nicht die Frage. Ich frage mich aber manchmal, warum wir so entscheiden, wie wir entscheiden (ich meine hier die Entscheidung für eine große Familie, nicht die Entscheidung sich zu trennen).
    Ein Leben mit drei Kindern ist auch mit Partner niemals frei in dem Sinne wie Du es oben beschreibst.. sage ich jetzt mal so aus Erfahrung. Natürlich ist es als Alleinerziehende um ein Vielfaches schwerer, auch das ist keine Frage. Aber so richtig ausklinken, einfach mal unvernünftig ins Blaue fahren, das kriegt man auch als Nicht-Alleinerziehende nur mit viel Planung hin.

    Vielleicht habe ich deinen post aber auch etwas überinterpretiert und Du sehnst Dich nur ganz ab und zu nach kleinen Fluchten und nicht nach einer generellen freien Lebensform.

    Herzliche Grüße
    Korinna

    • Liebe Korinna, ich weiß natürlich, dass auch Nicht-Alleinerziehende nicht einfach ins Blaue verreisen können. Aber je weniger Freiheit im Alltag da ist, desto nagender vielleicht das Gefühl, dass etwas fehlt? Wenn man sich zu zweit die Verantwortung teilt und auch über die Unfreiheit, die mit dem Kinderhaben nun einmal ins Leben tritt, reden kann, ist es besser. Jedenfalls war dieser Teil mit meinem Mann zusammen eher etwas, das uns zusammenschweißte.

    • Also, ich hab Alleinerziehend und Nicht-alleinerziehend durch, und der Unterschied ist schon frappant – wenn ein Parter da ist, kann man sich Freiräume schaffen, das beginnt beim Duschen in Ruhe und endet beim Kurzurlaub ohne Kinder mit Freund/innen. Von finanziellen Freiräumen gar nicht zu sprechen.
      Als Allelinerziehende/r bist du FAST IMMER der einzige Ansprechpartner, der einzige Zuständige, der einzige vor Ort – es mag die superengagierten Trennungsväter geben, aber zu meiner Zeit waren das eher Einhörner, allein auf weiter Flur. Und das schafft einfach viel mehr Unfreiheit, als man das mit einem Partner erlebt.

  10. Zwei Stellen in dem Blog stoßen mir besonders auf:

    „Was ich nie wollte, war mich mit etwas abzufinden. Es liegt nicht in meinem Naturell. Aber vielleicht muss ich genau das endlich lernen?“

    Ja genau liebe Madame Finke. Mit dem Ehemann ganz einfach zufrieden sein und sich damit abfinden, dass eine Ehe eben auch mal bedeutet selbst ab und zu auf das eigene Wollen zu verzichten. Allerdings jetzt ist es auch schon zu spät verehrte Finke, denn deine Kinder wachsen bereits seit etlichen Jahren ohne Papi auf. Hast du gemacht!

    „Was ich gerne können würde, wäre unvernünftig sein, ohne jemand anderem, also speziell meinen Kindern, zu schaden. Geht das?“

    Ja das geht! Dass es völlig ohne Gewissen geht, hast du doch selbst schon bewiesen liebste Frau Finke. Den Kindern den Vater zu nehmen und anschließend noch über ihn herziehen. Mehr Schaden konntest du speziell deinen Kindern nicht gönnen ;-)

    • Dass sich der Vater meiner Kinder so gut wie gar nicht um sie kümmert, ist nicht mein Verschulden. Hier wird die Gärtnerin zum Bock gemacht. Was für ein interessanter Kommentar – wetten, er kommt von einem Mann!? Von einem, der auch verlassen wurde, und der nun seinen Hass auf die Exfrau und die Situation ins Internet verlagert hat?

    • Liebe/r Vailson,

      Sie scheinen einen schlechten Tag zu haben, sonst würden Sie nicht auf Basis mangelnden Wissens so harsch urteilen. Ich wünsche Ihnen für morgen alles Gute!

  11. Ich bin seit 2 Jahren alleinerziehend. 2 Kinder, der Große hat Asperger, also ganz sicher ist hier auch nicht alles nur easy, sowieso weil ich finde arbeiten mit Kindern gehört verboten. Aber was mich tatsächlich erschreckt, ist das ewige Gestöhne von Alleinerziehenden. Ja, ich habe deutlich mehr um die Ohren seither, eben weil ich arbeiten muss, was vorher nicht der Fall war. Alles andere bezüglich der Kinder, Termine, Schule, Kindergarten, Asperger und und und, die hatte ich auch mit Partner. Und hey, ich war 22 bei meinem 1. Wunschkind und damals war mir schon klar das man mit Kinder nie wieder die Freiheiten hat wie ohne, weil man eben Verantwortung trägt. Das ist doch normal. Und jedes weitere Kind bringt wieder weniger Freiheit… Sollte man sich eigentlich denken können.
    Und ganz ehrlich, jetzt seit ich alleinerziehend bin hab ich doch viel mehr Freiheit als vorher. Ich treffe die Entscheidungen… Alleine… Meine Freiheit. Und meine Kinder sind sehr selten bei ihrem Vater. Und jedesmal wenn sie dort sind… Also ich genieße das nicht, ich habe sie lieber bei mir und ich finde es schrecklich wenn ständig gejammert wird „ich habe nicht mal freie Zeit für mich weil der Papa sich nicht kümmert“.
    Ich habe mich vor 11 Jahren mit Haut und Haar für Kinder entschieden und dazu stehe ich… Egal was kommt!
    Da hab ich bewusst auf Freiheiten verzichtet.
    Ich kann dieses Gejammer wirklich nimmer hören.
    Versinkt doch nicht in Selbstmitleid! Genießt die Zeit hier, heute und jetzt! Die Kinder werden so schnell groß und ihr habt eure Freiheit wieder… Aber war dass das Ziel als ihr euch für Kinder entschieden habt?!?

    • Das ist jetzt fast lustig – was ich nämlich nicht mehr hören kann, sind die Frauen, die sagen, sie könnten die Zeit ohne Kinder gar nicht genießen, wenn sie denn mal beim Vater sind. Und dass sie sie lieber bei sich hätten. Da hat wohl jede Gruppe (und ich bin überzeugt davon, dass es viele Gruppen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten und Settings unter den Alleinerziehenden gibt) ihr eigenes rotes Tuch. Ich finde so eine Aussage wie deine völlig schräg.

    • Liebe B.,

      ich frage mich, warum Du den Blog hier liest, wenn Du das Gejammer nicht mehr hören kannst? Ich denke, jeder kann anderer Meinung sein, aber muss es immer so extrem wertend sein? Sollten wir Alleinerziehenden nicht zusammenhalten, weil wir wissen, dass es immer mal schwierige Phasen geben kann, alleine mit Kind? Es ist ja eine Tatsache, dass man nicht mehr so frei entscheiden kann mit Kindern und das ist je nach Tagesform und Persönlichkeit mal besser und mal schlechter auszuhalten. Ich finde “ begrenztes Gejammer“ völlig in Ordnung, solange es nicht zur Dauerschleife wird. Respekt, Christine, dass Du auch auf solche Kommentare antwortest (leider hat es heute mt dem Cappuccino auf der Freibadterasse nicht geklappt, weil es in Strömen regnet – aber am Mittwoch soll es wieder Feibadwetter geben :-)).

      Viele Grüße, Claire

  12. Och, ich genieße meine kinderfreie Zeit durchaus. Ich freue mich zum Beispiel abends darauf wenn sie dann schlafen und ich noch eine Weile für mich sein kann. Oder wenn sie bei Freunden sind. Ich genieße es auch allein einzukaufen wenn sich das ergibt. Aber ich jammere nicht danach. Und ich lebe Freiheiten für mich dann zusammen mit meinen Kindern.
    Und, vielleicht ist das halt auch ein großer Unterschied. Ich bin einfach glücklich. Ich sehe immer das halbvolle Glas und ja, ich kotze manchmal auch… Gehört ja dazu. Aber Selbstmitleid ist nicht meins.
    Und das kommt leider, wirklich leider zu oft aus den Blogs rüber. Denn klaro, eine funktionierende gemeinsame Partnerschaft mit Kindern ist natürlich für einen selber und die Kinder immer noch am schönsten. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Und jammern macht weder mich noch meine Kinder glücklich.

    • Kannst du mir dann, und das ist nicht blöd gemeint, erklären, warum du meinen Blog offenbar manchmal liest? Um dich von Jammertanten wie mir abzuheben? Oder sind doch manchmal Themen und Beiträge dabei, die dich ansprechen? Würde mich aufrichtig interessieren.

      • Bin zwar nicht angesprochen, beteilige mich aber einfach mal aus dem Off: Es gibt viele Beweggründe, einen Blog zu lesen. Z.B. Amüsement. Als kompletter Gegenentwurf zu Frau Dr. F. (Mann, seit zwanzig Jahren glücklich verheiratet, zwei wohlgeratene Kinder, eher rustikale Bildung, gleichwohl üppig alleinverdienend, abbezahltes Haus, zwei Autos, ein Motorrad, drei bis fünf Reisen im Jahr) amüsiert es mich einfach, Zeuge des Scheiterns einer selbstverliebten Akademikerin zu werden. Ist so ungefähr die Motivation, mit der man sich bisweilen auch Horrorfilme oder Doku-Soaps aus dem Prekariat ansieht.

        • Wow, das ist ja bemerkenswert ekelhaft. Immer wieder erstaunlich, was für seltsame Hobbys Menschen haben. Interessant.

          • Meine treusorgende Gattin – die ich heiß und innig liebe – ist auch nach zwanzig Ehejahren noch eine echte Schnitte. Söhnlein überbrückt die Zeit zwischen Abi (1,3) und Studium mit einem Jahr bei den Fallschirmjägern, Töchterlein ist ihrerseits auf gutem Wege zum Abi und genießt ihre Jugend in vollen Zügen. Letzte Familienreise (Ostern) ging in den Harz, vorletzte (Herbst 16) nach Paris. In den Sommerferien steht eine Radreise entlang der Elbe auf dem Programm, anschließend geht es zwei Wochen mit dem Wohnmobil (gemietet, ich bin Amtsrat in der Landesverwaltung, nicht Krösus) durch Norditalien. Für den Herbst ist Binz auf Rügen schon gebucht und vorher werde ich wohl mit drei Kumpels noch eine Wochenendtour mit dem Motorrad durch Meckpom und Brandenburg machen. Unsere Autos (B-max und Ka) sind zugegebener Weise nicht der Burner, meine mattschwarze Suzuki GSR 750 schon. Abbezahlte Doppelhaushälfte befindet sich in einem bullerbühaften Dorf in Nordfriesland, in dem meine Kinder eine glückliche, behütete und friedliche Kindheit erleben durften.
            So eine stinknormale Lebensführung für bemerkenswert ekelhaft, unglaubwürdig und/oder krank zu halten, finde ich nun wieder bemerkenswert…

          • Sie sind toll, Sie haben ein tolles Leben, toll. Ein stinknormaler Amtsrat in der Landesverwaltung, der zum Gruseln Blogs von Alleinerziehenden und deren Problemen liest. Das ist sicher alles ganz normal. Und toll.

        • Harrharr…wohl eher zu viel Sparkassen-Werbung geguckt, was?
          Jaja, das Netz ermöglicht etliche Wunder; in 0,nix lässt sich scheinbar jede erwünschte Identität annehmen und man bleibt nicht länger, was man ist, sondern wird, was man gerne wäre – echt magic.
          Allerdings gilt meist: Wer am lautesten herausposaunt, wie erfolgreich, zufrieden und frei er sei, der ist dies in realita am allerwenigsten. Der hat u.a. all das, womit er sich brüstet, am meisten nötig – und noch viel mehr!

  13. Ich habe meine Kinder nie als Ursache für Unfreiheit gesehen. Ich habe auch keinen Verzicht empfunden. Es warm und ist einfach nur eine andere Art von Freiheit. Ich war dreimal bei einer Vater-Kind-Kur – und habe es genossen, in der Zeit ein grosses Stück Verantwortung abgeben zu können. Ich hatte allerdings das Glück, dass ich meine Kinder ab und zu über ein Wochenende bei Oma „parken“ konnte und dadurch auch eigene Bedürfnisse nicht zu kurz kamen.

  14. Ja, das „Gejammere“… mir wurde bewusst vor Ende der Schwangerschaft gesagt, dass wir mit einem Vater nicht zu rechen hätten. Das halbe Umfeld (seins!) erzählte nur noch von dem traurigen, einsamen, unfreien Leben als Alleinerziehende, dass auf mich warten würde. Jeder kannte „so eine“, die – ach die Arme! – ganz allein sei mit dem/den Kindern. Und nie mehr richtig glücklich.
    Wenn man sich für Kindet entscheidet, ist das Leben, wie man es kannte, IMMER vorbei. Freiheit komplett adé, das weiß doch nun wirklich jeder. Wer das nicht möchte: keine Kinder bekommen. Mit dem alleinerziehenden Status hat das nichts zu tun.
    Trotzdem: man hat ja dann ein anderes Leben. Lebenswerter vielleicht sogar? Und Freiheiten kann man sich nehmen/organisieren. Muss man nur genug wollen, dann geht auch das. Viele meiner verheirateten Freundinnen haben weniger Freiheiten als ich.
    Es ist vielleicht auch eine Frage der Prioritäten: muss die Wäsche immer gewaschen sein? Essen immer brav am Tisch? Haus blitzeblank von oben bis unten? Und das alles statt Essen vom Lieferservice oder alle Kinder organisiert und einfach mal weggefahren? Wenn es denn so dringend ist (ist es bei mir öfter mal, kann das gut verstehen). „Müssen“ muss nur ganz wenig.
    Man muss vor allem nicht alles allein wuppen und daran zerbrechen. Man muss dann aber auch Loslassen können und das Unperfekte umarmen. Sich als Eltern soziale Netzwerke schaffen, die einer Großfamilie gleichen, ist essentiell. Oft habe ich das Gefühl, Eltern (und gerade Alleinerziehende) reißen sich für Ihre Kinder alle linken Beine aus – und verdienen dafür natürlich auch höchste Anerkennung. Aber wieso erwarten Sie die auch, wenn sie sich selbst im Gegenzug so stiefmütterlich (!) behandeln? Das kann es doch nicht sein. Genießt die Zeit mit den Kindern und schafft Euch selbst die Auszeiten, die ihr braucht, um glücklich zu sein – schon Euren Kindern zuliebe. Glückliche Eltern = glücklichere Kinder.
    Ich hasse z.B. Spielplätze, also schicke ich alle Freunde, die das gern machen, mit meinem Kind los. Dafür erledige ich andere Hilfsdienste für sie. Und koche und backe ausgiebig mit meinem Kleinen. Er lernt, das andere Leute ganz anders leben und auch mir Freiräume zustehen. Dass nicht alles „muss“. Dafür muss ich aber akzeptieren, dass andere Leute auch Fehler machen, oder die Dinge anders erledigen als ich. Aber ich mache auch jede Menge Fehler, daher kann ich das gut (und mal weniger gut, klar) akzeptieren. Dafür hat mein Kind mehrere gute und feste Bezugspersonen und mehrere lockere Bekannte in seinem Leben und diese wiederum ein Kind in all seinen Facetten – eine Bereicherung, wie ich finde. Für uns alle. Solidarität und Wertschätzung sind da Stichwörter. Und nein, ich bin weder materiell obenauf, noch Mitglied einer Kommune, sondern arbeite selbst und ständig.
    Vielleicht muss man es aber auch erst erfahren haben, das mit der Freiheit. Meine Mutter machte es vor, ich habe meine eigene Version gefunden.

    • Nur ganz kurz, weil das doch ein recht langer Kommentar ist: blitzeblank ist es bei mir nie. Ich staubsauge 1-2 Mal pro Woche, wenn’s hochkommt. Und vielleicht macht es auch einen Unterschied, wieviele Kinder es sind und wie alleine frau sie betreut (ganz ohne Familie/Netzwerk ist das halt schwieriger. Und Netzwerken bedeutet geben und nehmen. Wer nichts mehr zu geben hat, kann auch nicht einfach nur nehmen. So ging es mir in den ersten Jahren nach der Trennung, als wir finanziell und auch ansonsten ums Überleben kämpften. Da wäre niederschwellige Hilfe einfach gut gewesen!)

  15. Ich lese auf vielen Blogs still über allerhand Themen ab und an einfach mal mit. Querbeet, einfach aus Interesse. Und es fällt mir aber leider bei den Blogs der Alleinerziehenden oft auf das viel gejammert wird. Das es jetzt hier deinen Blog getroffen hat wo ich jetzt mal meinen Senf dazu gegeben habe ist reiner Zufall.

    Mich abheben oder rechtfertigen habe ich zum Glück nicht nötig, weil ich mit meinem Leben sehr zufrieden bin. Weil ich schon immer ein positiver Mensch bin und war und das beste aus allem mache. Und ich wünsche euch von ganzem Herzen, das auch ihr es schaffen könnt, euer Glück nicht von anderen oder euren Lebensumständen abhängig zu machen. Denn dann seid ihr frei.
    Klingt jetzt vielleicht überheblich, isses aber net. Bin ein ganz unkomplizierter, umgänglicher Mensch ;-)

  16. Hallo, ich finde, wenn die Kinder größer werden, dann werden auch die Freiheiten größer. Christine, deine Große ist doch schon so gut wie erwachsen. Sie hilft dir sicher auch ab und zu? Jedenfalls hatte meine Mutter an uns Kindern im Teenager-Alter eine große Unterstützung. Wir haben eingekauft, gewaschen und gesaugt, im Garten geholfen und auch noch die Oma besucht. Ist das heute nicht mehr üblich?
    Die anderen beiden sind 8 und 10 oder 11. Die intensiven Betreuungs- und Pflegezeiten sind auch hier vorbei. Gönne dir doch mal eine Auszeit am Wochenende! Hier werden auch durchaus mal sonntags Verabredungen getroffen. Dein Sohn kann jetzt sicher auch mal alleine zu Hause bleiben und die Kleine mit bald neun Jahren bei einer Freundin den Tag verbringen. Hier freuen sich Einzelkind-Eltern durchaus, wenn mal eine Freundin mit der einzigen Tochter den Sonntag verbringt. Mit so großen Kindern sollten Freiräume schon möglich sein.
    Gruß, Herta

    • Naja, die Große macht gerade Abi – sie ist in Klasse 11. Die Kinder haben da heute einen unheimlichen Stress, müssen echt viel lernen, und haben 36 Wochenstunden Schule! Ich bin so froh, dass das früher nicht so war. Ich musste als Kind übrigens rein gar nichts im Haushalt helfen und fand das gut so.

      • Generell kann ich das, was Du mit „Unfreiheit“ beschreibst, gut nachvollziehen. Und auch, dass es notwendig ist, sich gegen die Ungerechtigkeit zu wehren, dass diese Unfreiheit durch Care-Arbeit hauptsächlich auf den Schultern der Frauen lastet. Ich schätze es sehr, dass Du, Christiane, Aspekte dieser System- und Genderungerechtigkeiten aufzeigst und ansprichst. Trotzdem finde ich auch, dass mit dem wachsenden Alter der Kinder vor allem die physischen Belastungen abnehmen (sollten) – da im Haushalt geholfen werden kann (was der ganzen Familie gut tun kann – durch Übernahme von Verantwortung, Lernen der Selbständigkeit, gegenseitige Unterstützung), Verabredungen außer Haus getroffen werden können, Abends mal auch die Kids alleine bleiben können etc. Ich kann Dich nur ermuntern, das zu nutzen und mit Deinen Kids zusammen an einem Strang zu ziehen, damit auch Du Deinen so sehnsüchtig gewünschten Freiraum ein Stückchen bekommst!

      • Auch ich lese seit einiger Zeit, was Du und andere schreiben. Heute schreibe ich was mir beim Lesen schon öfter durch den Kopf ging.
        In dem Haushalt, in dem Du vermutlich groß geworden bist, gab es Deine Mutter, die dafür nahezu alleine zuständig war. Sie war das, was heute Kindermädchen, Putzfrauen, Bring- und Holdienste etc. im Niedriglohnsektor für Familien leisten, in denen, dank gut bezahlter Erwerbstätigkeit, Mütter / Partnerinnen / Ehefrauen diese Dienste nicht mehr leisten müssen. (Auch wir (!) hatten ein Putzfrau erst ab dem Zeitpunkt, als ich (!) sie bezahlen konnte ;-)) Der Beruf Journalist ist in den vergangen Jahren für viele keine Einkunftsquelle mehr, die bei Vollarbeit, geschweige in Teilzeit, das Einkommen erzielt, welches Dienstleistungen s.o. finanzierbar macht. Die Ursache für Überforderung, speziell auch in Deinem Fall, sehe ich in mangelnden Einkünften. Ja, Fortuna hat Dich kalt abblitzen lassen. Für Dich, die Du in „gesicherten Verhältnissen“ groß geworden bist, war es wohl kaum möglich anzunehmen / vorauszusehen, dass das, was für Deine Eltern normal war, nicht auch für Dich gelten soll – dh.: Es muss doch wohl möglich sein, drei Kinder aufzuziehen, ohne elendig zu leben, bei der guten Ausbildung etc. Als Marie Antoinette sich zu Flucht entschloss, weil sie zu ahnen begonnen hatte, Paris könnte gefährlich für sie und den Rest der Familie werden, fuhr Sie in einer riesigen Kutsche und mit ihrem -zigteiligen Service. Die letzte chinesische Kaiserin, die aus Peking fliehen musste, tat es zu Fuß im Gewand einer Bediensteten. Sie überlebte aufgrund von größerer Weitsicht. Nix für ungut.

        • Komisch, dass hier so viele Freiheit mit Geld assoziieren. Klar, mit Geld ist es leichter, sich Freiheiten zu verschaffen. Aber das ist nicht das, was in diesem Text steht.

      • „Ich musste als Kind übrigens rein gar nichts im Haushalt helfen und fand das gut so.“ Klar, das hätte ich auch gut gefunden! Ich habe schon mit ca. zehn Jahren alles Mögliche im Haushalt mitgeholfen – Treppenhaus geputzt, Geschirr abgetrocknet etc. und hatte oft keinen Bock darauf. Aber eine Familie ist kein „Eltern-Hotel“, schon gar nicht, wenn nur ein Erwachsener da ist.
        Fordern Sie doch von Ihren Kindern etwas Unterstützung, etwas Hilfe ein, auch wenn Sie es in Ihrer Kindheit selber nicht so erlebt haben. Es würde den Kindern gut tun (Verantwortung übernehmen, organisieren lernen, Ihnen HELFEN) und Ihnen etwas mehr Freiraum verschaffen, den sie so oft lautstark vermissen.

        • Nein. Ganz einfach nein. Weder noch.
          (Freiraum hat nichts mit Haushalt zu tun. Und meine Kinder helfen übrigens freiwillig und sind sehr gut im Organisieren.)

  17. Liebe Christine,
    wir könnten dir auch vorschlagen, dein politisches Engagement zurück zu schrauben – aber gerade das wollen wir ja gar nicht! Davon profitieren wir alle.
    Es ist vielleicht eine Typfrage, ob man sich immer Kinder gewünscht hat und sich im Leben mit ihnen trotzdem als unfrei empfindet oder eben nicht (bei mir ist das auch gerade mal wieder Thema, nicht alleinerziehend mit zwei Kleinkindern).
    Aber du hast ein paar Gedanken niedergeschrieben, hast niemandem für irgendwas die Schuld gegeben – verdammt noch mal, wenn man das auf seinem eigenen Blog nicht darf, wo dann? Ich finde das kann man auch einfach mal so stehen lassen.
    Mein Verständnis und meinen gezogenen Hut hast du.

  18. Ich glaube, dass hat auch einfach etwas mit unserem Alter zu tun. Jenseits der 40 und gar 50 werden die Optionen einfach weniger. Ich denke nicht, dass das an den Kindern liegt. So sehr man sich um sie kümmern muss, so sehr verunsichert einen auch der Tag, an dem sie ausziehen. Mit steigendem Alter ist man auch einfach erschöpfter. Beim Mann heißt das dann „Midlife Crisis“ und ist mit einem Motorrad gelöst. Frauen müssen sich irgendwie anders arrangieren und sollten aufpassen, nicht dem Alkohol zu verfallen. Bei Gesprächen mit Freundinnen kamen wir aber zu dem Schluss, dass auch wieder andere Tage kommen!

  19. Liebe Christine,

    ich kenne dieses Gefühl, wenn auch nicht ganz so stark. Und oft geht es eher in die Richtung „Mir ist alles zu viel.“ Allerdings war das auch vor den Kindern so. Wann immer ich unzufrieden mit meinem Leben bin (und ich finde immer was!), ich war auch vor den Kindern nicht immer glücklich. Wie war das bei dir? Kannst du dich erinnern, ob du dich auch früher schon manchmal unfrei gefühlt hast? Aus meiner Pubertät kenne ich das auch noch gut. Und als es mal ganz schlimm war, bin ich mit einer Freundin einen Monat in den Urlaub gefahren. Das hat es leider nicht besser gemacht, meine Probleme kamen mit. Flucht vor mir selbst hat nicht funktioniert…

    Wenn du das Bedürfnis hast, dich in den Zug zu setzen und dich treiben zu lassen: Hast du mal versucht, deine Kinder einfach mitzunehmen? Ich weiß, das ist viel stressiger als ganz allein, aber ein bisschen was geht auch mit den Kindern. Vielleicht kein ganzer Monat, aber einen Samstag an einen ganz neuen Ort fahren? Einfach so? Wenn das für dich so wichtig ist und dich das glücklich macht, werden deine Kinder das doch bestimmt merken und auch glücklicher sein. Je nach Alter geht ja nicht alles, aber ich bin bei meinen oft erstaunt, wie gut viele Dinge doch gehen. Für mich die Herausforderung ist immer, mein eigentliches Bedürfnis wahrzunehmen und dann dem auch nachzugeben (ja, nicht gleich, ggf. mit Planung, aber besser spät als nie!) Und manchmal passiert es auch, dass ich dann feststelle, dass mir das, wovon ich dachte, dass ich es unbedingt brauche, eigentlich gar nicht so wichtig war.

    Ich wünsche dir trotz Unfreiheit viele glückliche Momente in der nächsten Woche!
    Susann

    • Liebe Susann,

      das Gefühl von Unfreiheit kannte ich vor den Kindern nicht – zwischen 15 und 35, grob gesprochen, stand mir die Welt offen. Ich bin viel und gerne gereist, und wenn ich mal Probleme hatte (Liebeskummer z.B.), dann hat bei mir der Ortwechsel (ich erinnere mich gerade an Reisen nach Italien, England und in die USA) dafür gesorgt, dass ich meine Perspektive verändern konnte und der Kummer war nicht nur für die Dauer der Reise weg, sondern auch hinterher fast verschwunden. Ich habe Reisen immer als heilsam erlebt.

      Zu deiner zweiten Frage: Ich nehme die Kinder mit, wann immer es geht. So waren wir gerade in Gera, wo ich auf Einladung der Friedrich-Ebert Stiftung gelesen und diskutiert habe. Aber diese Veranstaltungen sind halt nicht immer in den Schulferien, das war jetzt ein Glücksfall. Zum Verreisen einfach so, aus Lust, fehlt mir das Geld. Denn ich mag auch nicht mehr zelten gehen oder in sehr einfachen Ferienhäusern leben. Da ist es zuhause einfach schöner. Und wenn ich reise, will ich Kultur, Kirchen und Museen sehen – das ist das Gegenteil dessen, was meine Kinder wollen. Ein Urlaub, der zu großen Teilen aus Funkparks, Strand und Ausruhen besteht, wäre für mich nix.

      Liebe Grüße zurück!
      Christine

      • Liebe Christine,

        teilweise kann ich dein Gefühl des unfrei sein verstehen. Mit Kindern ist das so. Mein Bruder (2 Kinder, NICHT alleinerziehend, Oma und Verwandte seiner Frau und viele helfende Freunde vor Ort) nannte es Fremdbestimmung durch die Kinder. Als Alleinerziehende ohne Unterstützung und wenig Geld (auch ich gehöre dazu) ist das natürlich noch anstrengender.

        ABER: Auch dann kann man sich schöne Auszeiten schaffen, in dem man in Urlaub fährt. Natürlich sind das keine Reisen mehr nach Australien, New York oder die Seychellen wie zu meinen kinderlosen Zeiten und keine so tollen Hotels mehr. Aber ich habe in den letzten 10 Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich immer wieder mal eine Tür aufmacht um günstig weg zu kommen, auch in Zeiten mit Hartz IV. Dafür haben wir z. B. Klamotten/Schuhe von Aldi, die Haare schneiden ich den Kindern selbst (ich selbst gehe nur 1x im Jahr) und Pizza kommen lassen ist auch nicht drin.
        Dafür ging es dann z. B.nach Paris mit Kindern inkl. Kultur (zu dem Zeitpunkt waren sie 11 Monate und 4 Jahre). Und ich wusste aus vorigen Besuchen gar nicht wie viele schöne Spielplätze Paris hat. Mein großer Sohn hat später im Kindergarten vom Eifelturm, vom Grande Arche, von Sacre Coeur und Notre Dame soviel erzählt, dass sogar die Erzieherin beeindruckt war.
        Vor 2 Jahren (da waren die Kinder knapp 9 und 12 Jahre) haben wir auf dem Weg zur Mutter-Kind-Kur an der Ostsee einen Zwischenstop in Berlin eingelegt (Karlsruhe-Rügen an einem Tag war uns für die Hinfahrt zu weit). Dort gibt es so viele kostenlose Sehenswürdigkeiten. Noch heute erzählen sie z.B. Von der Familienführung im Reichstag mit anschließendem Kuppelbesuch. Und ein Hotelzimmer (inkl. Frühstücksbüffet) war für uns übrigens billiger als ein Hostel!
        Dieses Jahr geht es an die Côte d’Azur in eine Ferienwohnung (inkl. Spülmaschine, Mikrowelle und Waschmaschine) und da es Ende August/Anfang September ist sogar günstiger als eine von einer Landesregierung bezuschussten Familienreise. So haben wir es in den letzten 10 Jahren fast jedes Jahr geschafft wenigstens 1x im Jahr wegzukommen.
        Was ich mit den Beispielen sagen möchte: Wenn man will, kann man mit wenig Geld und alleinerziehend sich auch schöne Auszeiten schaffen. Dies ist auch eine Frage der Prioritäten. Ok es ist natürlich nicht ganz so erholsam wie alleine und man muss Kompromisse machen, aber trotzdem geben uns die Reisen soviel neuen Input, welcher uns den Alltag wieder bewältigen lässt.

        In diesem Sinne wünsche ich dir und deinen Kindern, falls es mit der Reise nach Berlin im Sommer klappt, ganz viel neuen Input.

        Viele Grüße
        Anja

  20. Hallo, auch Verheiratete haben oft wenig Geld zum Verreisen. Wir können das auch nicht. Ich hab allerdings auch schon gehört, dass manche Kinder am Urlaubsort nur wichtig ist, ob es dort WLAN gibt. Zum Glück sind meine Kinder nicht so – je älter sie werden, um so besser kann man sie überall mit hinnehmen. Wir hatten schon Wanderungen, Schlossführungen, Städtereisen. Kann man alles gut mit ihnen machen, seitdem sie das Baby- und Kleinkindalter hinter sich gelassen haben. Ich finde, mit Kindern über sechs kommen ganz viele Freiheiten wieder zurück – vorausgesetzt sie haben keine körperlichen oder geistigen Behinderungen. Das einzig Lästige ist dann halt die ständige Zuarbeit für die Schule. Da geht bei uns schon sehr viel Zeit drauf.

    • Höhöhö, für mich ist auch wichtig, ob am Urlaubsort, wenn es denn einen gäbe, an dem ich sein wollte, und den ich bezahlen kann, WLAN gibt!

  21. Irgendwo gibt es auch da eine Mitte. Die Freiheiten leben, nur eben mit den Kindern. Wegfahren und anderen Begegnen kann man auch mit Kindern im Gepäck. Mit der Freundin Kaffee trinken gehen, aufs Meer starren, Musik machen, tanzen und hüpfen und lachen – alles mit Kindern machbar. Ich denke das Entscheidende ist, den Kindern zu vertrauen, ihnen alles zuzutrauen und es einfach wagen. Ich war mit meinen beiden Kleinen schon so einiges machen, und der Aufwand hat sich immer gelohnt. Oft habe ich wegen ihnen und durch sie noch mehr Freude gehabt und tolle Menschen kennen gelernt. Also nur Mut, und Kopf hoch. In Liebe, Isabella

  22. Liebe Christine,
    Bitte weiter machen mit dem Blog, weitere Chancen nutzen öffentlich auf die Situation der Alleinerziehenden und deren Kinder aufmerksam zu machen. Öffentlich und medial Lärm machen. Sie sind Sprachrohr für viele. Die Stille Masse merkt, hoppla es geht anderen ähnlich, bin nicht alleine. Vorreiter und Vorbilder wie Sie sind wichtig. Die eine oder der andere Alleinerziehende darf gerne eigene Wege finden. So merken die Entscheidungsträger, die Politik, die allein- oder getrennt erziehenden sind viele Wählerstimmen. Ich muss nicht in allen Details mit ihnen einer Meinung sein, sowas ist nicht wichtig. Wir sind doch tolerant und Kompromissfähig. Sie setzen ihre Stärken öffentlich ein. Dafür danke ich Ihnen sehr. Viel Kraft, Gelassenheit und Gesundheit wünsche ich Ihnen.

  23. Hallo, guten Abend, natürlich ist es klar, dass das ganze Leben sich ändert, wenn man die Verantwortung auf sich nimmt, ein bis mehrere Kinder groß zu ziehen.
    Aber genauso ändern sich die Umstände im Laufe so einer langen Zeitspanne – ich z.B. (nicht allein erziehend, materiell gesichert pipapo) bin schlicht älter und dabei unendlich müde geworden in diesen Jahren.
    Ich liebe meine Kinder über alles, aber ich habe einfach keinen Bock mehr, meine Bedürfnisse dauerhaft anpassen zu müssen.

    Im Gegensatz zu Christine habe ich die Möglichkeit zu kleinen und mehrtägigen Fluchten und ich kann so so so gut verstehen, wie scheiße es sich anfühlen muss, wenn man noch viele Jahre und zwei Pubertäten in dieser Verantwortung vor sich hat!

    Ich halte Ihnen, Christine, die Daumen, dass Sie einen Weg für sich finden.

    Beste Grüße,
    Marie

  24. … als Alleinerziehender Vater mit zwei Kindern ist das schlimmste Leid die Emanzipation. Es sind die Frauen, die überall in Behörden sitzen und ihren Männerhass ausüben. Die Sahnehaube sind viele weibliche PolitikerINNEN, kinderfeindlich bis in den letzten Knochen und obrigkeitshörig. Um es mit den Worten von Sarrazin zu sagen:“ Niemand will kleine Nazis haben. “ Diese Frauen haben Politik im Kindergarten gelernt, lesen nie ein Buch ( Sarrazin würde ihnen gut tun ) und bilden sich ein , junge arabische und dunkel Männer ins Land rufen zu müssen um ihnen fettes Geld vor die Füsse zu werfen. Vom Sex mit will ich gar nicht reden. Von dem Geld könnte Frau Dr. Finke sich einen Fahrer und eine Erzieherin und eine Lehrerin leisten. Aber sie leidet lieber. Und zensiert.

    Es sind Frauen die diesen Staat kaputt gemacht haben … zu retten ist nichts mehr.

    Meinem Vater haben diese Fanatiker noch eine Handgranate in den Rücken geworfen, damit er nach vorn stürmt und mit seinen Kamaraden den Russen besiegt. Die heutigen Frauen sind nicht besser, denn sie machen den Krieg gegen Männer freiwillig. Das Ergebnis ist das gleiche. Leider.

    Vielleicht hat der Islam doch Recht: jeder Frau ist ein Vormund zur Seite zu stellen, damit Frau lernt, wie sich sich zu benehmen hat. Und den Führerschein sollten sie der Frau auch wegnehmen, wie halt bei den Saudis.

    • Sehr geehrter Joachim ganz sauer,

      bitte benutzen Sie den Islam nicht für Ihre möglicherweise verständliche Wut. Der Islam ist nicht mehr oder weniger frauenfeindlich wie die Bibel. Ich arbeite mit Flüchtlingen, habe eine Weiterbildung gemacht den Islam betreffend und habe so den Einblick bekommen, dass das Frauenbild kulturell bedingt ist. Wenn wir uns daran erinnern, war das Frauenbild vor 60 Jahren in Deutchland auch ein ganz anderes. Heute ist das Frauenbild jedoch immer noch nicht fortschrittlich genug und ich finde, Sie können einzelne schlechte Erfahrungen, die Sie gemacht haben, nicht auf alle Frauen beziehen und dann noch den Islam da mit rein ziehen, dass gibt ein verzerrtes Bild ab, dass nicht richtig ist. Sicherlich nützt der Kommentar nicht, Ihre Sichtweise zu beeinflussen, ich finde aber, die Flüchtlinge habe es schwer genug und sollen nicht noch mit Vorurteilen kämpfen müssen, weil der Islam angeblich frauenfeindlich ist. Wir alle sind Menschen und sollten uns auch so verhalten, nämlich weder frauen- , noch männerfeindlich, sondern einfach menschlich.

  25. Was soll man zu einem Schreiber sagen, der so etwas verfasst? Dass er eine arme Sau ist, weil seine Sicht auf die Welt und das Leben so erbärmlich subjektiv ist? Ferndiagnostisch darüber urteilen, mit wem ihn seine Ex und warum betrogen hat? Und, ob sie ihm das Auto abgenommen hat? Ach was…zu viel der Ehre für eine misogyne Wurst.

    • Ich glaube jedenfalls nicht, dass er wirklich alleinerziehend ist. Klingt eher wie einer, der sich selbst als „entsorgt“ bezeichnen würde und drum gleich alle Frauen kollektiv hasst.

    • Misogynie ist ein abstrakter Oberbegriff für soziokulturelle Einstellungsmuster der geringeren Relevanz bzw. Wertigkeit von Frauen oder der höheren Relevanz bzw. Wertigkeit von Männern.
      .
      Aha. Wieder ein neues Wort kennengelernt.

  26. Ja so sind sie! Diesen Frauenhassern würde ich nicht so viel Zeit widmen, das haben sie nicht verdient und sie rauben dir absichtlich die Zeit. Damit schließen sie aus, dass du sinnvolle Arbeit erledigen kannst. Haben die mit mir auch schon gemacht. Einfach abperlen lassen und weiter machen, was wichtig ist.

  27. Wo kommen nur all diese ekligen Kommentatoren her – und warum treiben die sich alle bei dir rum? Bei anderen Mama-Blogs sind sie mir zumindest noch nicht aufgefallen.

    Liegt das nur daran, dass du auch Schattenseiten thematisierst? Die gibt es nunmal. Und „Unfreiheit“ ist eine der wichtigsten. Ich bin zwar nicht alleinerziehend, aber trotzdem kann ich nicht immer machen, wonach mir gerade der Sinn steht, weil ich Kinder habe.

    Ich finde ganz einfach, das ist es wert. Weil die Sonnenseiten überwiegen. Aber ich finde auch, den Schatten darf man trotzdem benennen (und weil es gerade so gut passt – ich habe das auch getan: https://meinglueck.wordpress.com/2017/06/12/wie-es-ist/)

    • Die kommen, weil mein Blog eine gewissen Reichweite und Relevanz erreicht hat, Mona. Und weil ich das Thema Alleinerziehende und die damit verbundenen Schwierigkeiten in die Öffentlichkeit trage. Das erregt sehr viel Hass, weil die Tatsache, dass Frauen alleine leben, immer noch nicht selbstverständlich ist. Viele sind aber einfach auch frustrierte Maskulisten, die sich vom Feminismus bedroht fühlen.

      • Respekt, dass du damit umgehen kannst. Ich moderiere auch die Seite einer willkommensinitiative und muss sagen, dass ich inzwischen Hasskommentare und Provokationen gnadenlos lösche. Ich habe einfach festgestellt, dass die für Argumente komplett taub sind und mich das viel mehr. Beschäftigt und runterzieht als gut für mich ist. Ich hoffe, das ist bei dir nicht auch so!

        Ich habe dazu neulich dieses Zitat gesehen und fand es recht passend:

        «Mit dummen Menschen zu streiten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen.

        Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.»

        • Oh, ich lösche auch den Großteil und habe mir angewöhnt, richtigen Hate gar nicht mehr zu lesen. Das wandert wirklich ungelesen im Papierkorb.

  28. Hallo, hat man denn als kinderlose Frau so viel mehr Freiheiten und Optionen? Meine beiden Freundinnen haben beide weder Partner noch Kinder, aber weder machen sie Weltreisen noch haben sie einen überbordenden Bekanntenkreis oder pflegen zahlreiche Hobbys. Die eine hat eine Arbeit, die sie nicht besonders mag, aber da nicht rauskommt, weil für etwas anderes der Horizont nicht reicht. Das ist nicht böse gemeint, aber es gibt tatsächlich alleinstehende Frauen, denen es nicht vergönnt ist, einen supertollen, vielseitigen Job zu haben, in dem sie aufgehen können und sich bestätigt fühlen. Meine andere Freundin ist rechte Hand vom Chef und arbeitet am Tag etwa 10 Stunden täglich. 1,5 Jahre hat sie nicht einen Tag Urlaub gehabt. Sorry, aber ich möchte weder mit der einen noch mit der anderen tauschen. Ich denke, das Erwachsenenleben ist besonders in fortgeschrittenen Jahren oft von solchen Zwängen begleitet. Und auszusteigen ist nun mal nicht jedermans Sache. Ich kenne jedenfalls auch eine Menge Frauen ohne privaten Anhang, die auch nirgends hinkommen oder Zwängen ausgesetzt sind. Ich beneide niemanden ohne Kinder.

  29. Puh, ich hab was dummes getan und die Kommentare hier gelesen und manche davon…aber na ja. Jedenfalls war dann meine Zeit abgelaufen und ich konnte selbst nicht mehr kommentieren ;)
    Ich hab an keiner Stelle das so gelesen, dass du das als Wettbewerb hinstellst wer am unfreiesten sei: die Kinderlosen oder die Eltern in Partnerschaften, die getrennt Erziehenden oder die ganz Alleinerziehenden.
    Ich glaube aber zu wissen was du meinst (und das obwohl ich in meiner Partnerschaft mit Kindern ja relativ viele Freiräume habe). Manchmal treibt es mir die Tränen in die Augen wenn ich unsere kinderlosen Nachbarn beobachte (das klingt so creepy, aber wir wohnen hier einfach sehr eng bebaut) wenn die am Wochenende den ganzen Tag auf dem Sofa liegen oder unter der Woche einfach mal abends rausgehen, einfach so, ganz spontan vermutlich, unfassbar!
    Jedenfalls: danke für deinen Blog und deine Arbeit und für’s Sichtbarmachen von Problemen!!

  30. Hallo zusammen!
    „Was ich gerne können würde, wäre unvernünftig sein, ohne jemand anderem, also speziell meinen Kindern, zu schaden. Geht das? Und wenn ja, wie kann ich das anstellen?“
    Ich fände es schön, diesen Gedanken von Frau Finke noch einmal aufzugreifen. Allerdings: sich treiben lassen, eigene Wünsche und Bedürfnisse verfolgen und umsetzen – das ist doch Vernunft.
    Auch wenn das eine ganz individuelle Sache ist – wo und wie klappt es denn?
    Liebe Grüße, Vera (alleinerziehend)

  31. Reisen mit SGB II? Ich war die letzten 19 Jahre nicht verreist und Kuren gibt es nur mit Krankheit. Übrigens zahlen wir in SOZIALKASSEN nicht aber in HARTZ IV ein, gewöhnt euch doch ab von einem Vorbestraften zu reden, der Herr Hartz ist, wenn ihr Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch meint. Hartz IV ist ein Schimpfwort und zieht arme Menschen in den Dreck.

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