Der neueste heiße Scheiß: Malerhose statt Löcherjeans!

Insgeheim bin ich ja Modebloggerin, wie einige von euch wissen. Und deswegen verrate ich jetzt ganz exklusiv in meinem Blog, was bald in allen Läden hängen wird: Die extrem angesagte Malerhose.

Diese Jeans mit den Löchern, die sind bald out – der Moderator im Morgenmagazin trägt sie, die mittelalten Männer, die mir auf der Straße begegnen (auch bei Minus 10 Grad!), Politiker habe ich damit zwar noch nicht gesehen, aber ich wette, die Lehrer meiner Kinder tragen solche zerfetzten Jeans in ihrer Freizeit. Meine Schwägerin, die einer hippen Freiburger Nachtleben-Gastronomensippe entstammt, war eine der ersten, die ich mit löchrigen Jeans sah – wann war das, 2009? Die Zeit ist reif für etwas Neues, etwas wirklich cooles, und ich verrate euch, was das sein wird.

Es ist die Malerkleckse-Hose! Sie steht für einen Wertewandel, der sich momentan in der Gesellschaft vollzieht: Denn während die zerfetzte Jeans ursprünglich die Botschaft transportiert, man habe kein Geld, sich eine neue Hose zu kaufen und stehe darüber, vermittelt die Malerhose, dass man selbst anpackt und sich nicht zu fein ist, sich schmutzig zu machen. Jeder, der Menschen mit zerfetzten Jeans kennt, weiß, dass diese ein Vermögen gekostet haben. Doch bald werden sie in Altkleidersammlungen landen, denn hier kommt der neueste heiße Scheiß!

Malerhose

Trendsetter haben jetzt die Chance, sich ihre Malerhose selbst herzustellen – mit diesen einfachen Tricks:

Kauft eine beliebige Wandfarbe oder fragt eure Nachbarn nach Farbresten. Dann streicht Ihr eine schäbige, renovierungsbedürftige Ecke der Wohnung neu (dafür bieten sich Kinderzimmer oder Küche an), am besten in verschiedenen Farben, und nicht in langweiligem Weiß. Wenn Ihr nicht mit übermenschlichen Malerfähigkeiten ausgestattet seid, habt Ihr danach eine individuell gestaltete, farbenfrohe Hose. Die Farben sind, wenn man sie gut antrocknen lässt, waschmaschinenfest bis mindestens 60° C, und bleiben lange farbecht. Wahrscheinlich halten sie länger als die Hose selbst. Mindestens aber, bis Hosen mit Löchern wieder angesagt sind. Und dann könnt Ihr ja dort, wo jetzt die Farbe ist, mit einer Schere feine Risse einziehen, dann seid Ihr wieder up to date.

Wer sich etwas mehr traut, kann das Ganze auch noch mit Fettflecken garnieren, wie auf dem Bild oben zu sehen. Das gibt der Malerhose einen zusätzlichen verlotterten, aber gleichzeitig heimeligen Touch – denn wo Fettflecken sind, ist auch leckeres Essen. Die subtile Wirkung der Fettfleck-Hose in Kombination mit Malerflecken ist nicht zu unterschätzen, was zu einer enormen Nachfrage nach diesem Artikel führen wird und schwindelerregende Absatzzahlen für die Bekleidungsindustrie verspricht.

Besonders Mutige versuchen das Ganze mit einem Rock. Aber Obacht, das ist beim Streichen weniger praktisch. Wobei, wenn ich das zuende denke, hatten wir schon Röcke mit Löchern als neuesten heißen Scheiß? Mensch, ich hätte meinen schwarzen Lieblingsrock nicht wegschmeißen sollen!

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ChristophAnonymaBlogprinzessinBrickwall Letzte Kommentartoren
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Brickwall
Gast
Brickwall

Top Figur….da kommen der modische Klimbin erst richtig zur Geltung ;-)

Blogprinzessin
Gast
Blogprinzessin

Bin dabei!

Gesendet aus meinem neuen pinken Büro.

Anonyma
Gast
Anonyma

Wie immer klasse geschrieben, sorgte für einen ersten Lacher heute und Hut ab für die Figur mit 50+, da könnten sich alte dickbäuchige und glatzköpfige Hater eine Scheibe abschneiden

Christoph
Gast
Christoph

Bodyshaming ist also ok, sobald es nur Männer trifft?

Christoph *machttäglichAnwesenheitskontrolleaufdemKopf“