Simple Survivaltipps für Alleinerziehende an Shice-Tagen

Was tun, wenn du alleinerziehend bist und es dir gerade Scheiße geht, aber du eigentlich keine Zeit für sowas hast? Und du mit deinem Schicksal haderst?

Manchmal kommt es ganz dicke: Das Konto ist leer, die Waschmaschine gibt den Geist auf, die Kinder streiten sich in einer Tour, und weit und breit ist niemand, der dir sagt, wie gut du alles machst, geschweige denn, der dich in den Arm nimmt. Das Wetter geht dir auf den Keks, der Körper entwickelt Zipperlein, irgendwie ist alles richtig blöd. So wie bei mir gestern.

Das gehört dazu, sage ich mir dann. Und beginne mit meinem 7-Punkte-Notfallprogramm für gestresste und frustrierte Alleinerziehende:

Survivaltipps für Alleinerziehende
tookapic auf Pixabay.com
  1. Frust rauslassen. Ganz wichtig für die Seelenhygiene. Aber nicht an den Kindern, sondern im Internet, bevorzugt auf twitter. Oder im Wald schreien, oder ins Schwimmbadwasser hauen. Whatever, aber es muss raus.
  2. Weinen, falls möglich. Vorzugsweise nicht vor den Kindern, denn die beziehen das sonst auf sich und versuchen, eine Erwachsenenrolle einzunehmen. Das wäre nicht gut.
  3. Eine Portion Aktionismus: etwas erledigen, das dringend getan werden muss. Zum Beispiel die Bude gründlich putzen. Super wäre Tanzengehen, aber das geht zumindest bei mir nicht mangels Kinderbetreuung. Alternativ geeignet sind Sport machen, Keller ausmisten, den Garten umgraben. Hauptsache, Action.
  4. Dann ausatmen und ausruhen. Morgen ist auch noch ein Tag, alles ist nicht zu schaffen, Feierabend, finito.
  5. Etwas Schönes tun: Besonders bescheidene Tage erfordern besonders gutes Essen. Und sich mit einem Buch oder einer Zeitschrift ins Bett einzukuscheln, hilft auch. Überhaupt – schlafen. Schlafen ist das allerbeste, wenn alles zu viel wird. Der Tag ist dann auch schneller vorbei.
  6. Sich klarmachen, wie weit man schon gekommen ist, und dass das Leben immer irgendwie weiter geht. So banal das klingt.
  7. Danach: Wieder aufstehen und wieder unter Leute gehen. Das nicht vorhandene Krönchen richten und froh sein, dass es vorbei ist. Fühlt sich an wie früher, wenn frau einen Kater hatte nach zu heftigem Ausgehen. Nämlich viel besser als am Shice-Tag. Fast schon gut!

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Rike
Rike
20. August 2017 21:17

:-) super, so in etwa mache ich das auch. Schlafen finde ich dabei am Besten und hilfsreichsten. Wenn das Kind beim Papa ist kann ich auch locker zwei Tage liegen bleiben.

Anne
Anne
21. August 2017 07:18

A propos Tanzengehen: Deine Älteste ist 17, die Jüngste 8. Warum klappt es nicht mit Tanzengehen? Die Kinderbetreuung hast Du doch quasi im Haus.
Meine Kinder sind 10 und 12, die kann ich problemlos ein paar Stunden allein lassen.

Anne
Anne
21. August 2017 10:32

Warum kann frau sich die Zeit nicht teilen? Sorry, Rücksichtnahme auf die Kinder ist okay und gut – aber bis zur Selbstaufopferung? Dass die Kinder auch füreinander Verantwortung übernehmen empfinde ich gerade bei drei Kindern und als AE extrem wichtig und richtig. Erst Jahre nicht Ausgehen, weil es keinen Babysitter gibt und dann weiter so, damit die Kinder ihren Spaß haben und ihr „Leben unbeschwert leben können“, nur die Mama nicht? Um sich dann in 2-5 Jahren (wenn alle Kids „was mit Freunden“ machen) zu fragen: Was kommt jetzt noch? Sorry. Die Frage stellte sich mir beim Lesen des Blogs… Weiterlesen »

Susann
Susann
21. August 2017 20:04
Antwort  Anne

Ohne die Situation genau zu kennen – ich glaube schon, dass es drin sein muss, dass Große ab und zu die Kleine „babysitten“. Das würden sie vielleicht sogar gerne machen, sehen aber vielleicht die Notwendigkeit von selber nicht – die Freundin meines Sohnes, mit 15 noch mal große Schwester geworden, war wohl damals im Babysitterdauereinsatz und meint, es wäre super für sie gewesen, weil sie noch mal ganz anders Verantwortlichkeit erlebt hätte und eine enge Bindung zu ihrem doch sehr viel jüngerem Bruder aufbauen konnte. Für meinen Geschmack war sie etwas zu viel belastet, fand das wohl damals auch, aber… Weiterlesen »

Sonnenfräulein
Sonnenfräulein
21. August 2017 11:25

Also meine grosse Schwester hat auch auf mich aufgepasst, wenn meine Eltern mal tanzen waren. Da war ich so 5 Jahre alt und meine Schwester ist 12 Jahre älter als ich. Das war 1976.
Und später als ich Tante wurde hab ich mitunter nach der Schule meine Nichte betreut.
Da war ich richtig stolz und hab das gern gemacht

Aber vielleicht ist heute vieles anders.

All.In.One
All.In.One
27. August 2017 00:13

Danke für den Beitrag. Hier prasselt gerade alles auf mich ein – Freunde habe ich nicht und mein Zehnjähriger leidet mit, übernimmt aber eben auch diese Erwachsenenrolle. Danke nochmals für den Hinweis, auch wenn ich zu dem Schluss komme, aus dem Dilemma eben nicht rauszukommen.

Daniel
Daniel
13. Oktober 2017 12:50

Exakt! Reinfressen und nichts tun geht irgendwann nach hinten los. Das kenne ich nur zu gut und habe es mir genau so wie du es beschrieben hast auch angewöhnt. Naja.. ausser Twitter :-) Das meide ich nach wie vor :-D

Ganz liebe Grüße und weiter so.. toller Blog!
Daniel

Armin
Armin
3. November 2017 02:07

danke für den Artikel. Ich glaube, Survivaltipps brauchen alle lebendige Personen, früher oder später mal. Hier kann aber auch ein (spiritueller) Glaube ein großer Halt oder Hilfe sein.

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Sieben Ideen, welche die erste Zeit allein mit Kleinkind und Baby etwas leichter machen
1. Oktober 2018 14:28

[…] Und schliesslich möchte ich euch Christines (aka Mama arbeitet) Survivaltipps für Alleinerziehende ans Herz legen: https://mama-arbeitet.de/kurzgebloggt/survivaltipps-fuer-alleinerziehende […]

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Sieben Ideen, um die erste Zeit allein mit Kleinkind und Baby zu vereinfachen - Chez Mama Poule
10. Januar 2019 20:56

[…] Und schliesslich möchte ich euch Christines (aka Mama arbeitet) Survivaltipps für Alleinerziehende ans Herz legen: https://mama-arbeitet.de/kurzgebloggt/survivaltipps-fuer-alleinerziehende […]