10 Ideen, die mein Leben als Alleinerziehende sofort leichter machen

10 Ideen, die mein Leben als Alleinerziehende sofort leichter machen

36

Es sind die kleinen Dinge, die mein Leben als Alleinerziehende auf einen Schlag schon viel leichter machen würden. Sie würden auch nicht viel Geld kosten.

Die großen Reformen werden noch auf sich warten lassen, da mache ich mir keine Illusionen. Wir sehen das bei der gerade diskutierten Frage, ob die 6 Jahre Bezugszeit mit Altersgrenze von 12 Jahren beim Unterhaltsvorschuss abgeschafft werden sollen. Und ob es nicht doch irgendwie möglich sein sollte, mehr Väter* dazu zu bringen, den Unterhalt fürs Kind zu bezahlen, anstatt bedauernd die Hand zu heben, ohne dass der Staat Handhabe hat, ihre Konten zu überprüfen oder nach Einkommensverschleierung zu forschen. Auch das Familiensplitting wird nicht so schnell kommen, ebenso wie Reform der Steuerklasse II noch dauern wird.

Wie ich mir das vorstelle, das mit den vielleicht kurzfristig umsetzbaren Dingen, die mein Leben als Alleinerziehende erleichtern würden?

Alleinerziehende
9355 auf Pixabay

1) Elternabende um 17 Uhr anstatt um 20 Uhr

Am besten mit Kinderbetreuung oder der Möglichkeit, die Kinder mitzubringen. Dann zieht sich das auch nicht so. Kann auch 18 Uhr sein, dann passt das für Viele noch. Aber 2o Uhr ist einfach zu spät und geht nicht ohne Kindersitter. Das Argument, man müsse auch an die berufstätigen Väter denken und deswegen sei 20 Uhr ein guter Zeitpunkt, erweist sich angesichts meist eh nur anwesender Mütter sowieso als absurd bzw. Wunschtraum.

2) Automatische Vollmacht für Gesundheitssorge, Schule, Behörden bei Scheidung für Alleinerziehende als Standard vor Gericht

Wer die Alltagssorge trägt, sollte auch Entscheidungen des Alltags alleine treffen dürfen. Und welche Schule ein Kind besucht, ob es geimpft wird, die An- und Ummeldung, die Beantragung von Ausweisen und die Inanspruchnahme von Therapien sind oft unnötig schwierig, wenn noch die Unterschrift vom anderen Elternteil eingeholt werden muss.

Um ein Mitspracherecht nicht auszuschließen, wäre es sinnvoll, eine Vollmacht, wie es sie jetzt schon gibt, als NORM vor Gericht anzustreben. Solch eine Vollmacht ist jederzeit widerrufbar. Der nicht die Alltagssorge tragende Elternteil vergibt sich nichts.

3) Alleinerziehenden-Beauftragte in Städten/Familienministerium

Jemand, der als zentraler Ansprechpartner für Alleinerziehendenbelange verfügbar ist, der/die sich politisch einsetzt, netzwerkt, Lobbyarbeit betreibt und als Mittler zwischen den Welten tätig ist. Ergänzt vom Familienlotsen, siehe Punkt 6.

4) Vernetzungsplattform für Alleinerziehende im Internet (kein Forum!)

Wer hilft mir Einkaufen, kann mir ein Auto leihen, kennt einen Arzt, der Alleinerziehende versteht, eine Rechtsberatung, möchte eine Alleinerziehenden-WG oder eine Gruppe gründen? Vernetzung jenseits von Facebook-Gruppen und Vereinen ist überfällig. Alexandra Widmer macht sich gerade daran, diese Idee umzusetzen.

5) Pflicht der Väter, sich auch zu kümmern, nicht nur Rechte (als Ansprache vor Gericht)

„Keine Scheidung ohne Umgangsregelung“, so ist die offizielle Regelung. Aber de facto haben Väter kaum Pflichten, jedoch viele Rechte (Umgangspflicht z.B ist nicht einforderbar). Deswegen wäre eine Ansprache des Familienrichters oder eine Art Vertrag, in dem auch Pflichten klar benannt werden, ein Anfang.

6) Lotse für Behördenfragen, speziell für Alleinerziehende

Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialpass, Wohnberechtigungsschein, Melderecht, Bildungs- und Teilhabepaket, Fördertöpfe, Ferienangebote für Alleinerziehende, Gruppen vor Ort – es gibt vieles, was für den Laien undurchschaubar ist. Deswegen braucht es einen zentralen Ansprechpartner, der sich auskennt.

7) Haushaltshilfe statt Mutter-Kind Kur für Alleinerziehende

Wie in meinem Buch beschrieben. Für diejenigen, die es wünschen, lieber Prävention und Entlastung im Alltag als alle 2 Jahre das Recht auf eine 2-wöchige Mutter-Kind-Kur. Denn der Nutzen einer Kur ist für manche Alleinerziehende gleich Null. Entlastung im Haushalt hingegen würde wirklich helfen. Die Kosten der Kur sind genauso hoch wie die für eine (angemeldete!) Haushaltshilfe/Putzfrau für 3 Stunden jede Woche.

8) Sensibilisierung/Schulung von Lehrern zu Alleinerziehenden

Es sollte Lehrkräften nahegebracht werden, dass die Kapazitäten Alleinerziehender, was nachmittags bei den Hausaufgaben helfen, Kinder zum Sport/Musikunterricht fahren, und bei schulischen Aktivitäten helfen, begrenzt sind. Noch begrenzter als in den herkömmlichen Familien. Und dass dies mit strukturellen Problemen zu tun hat, nicht mit Desinteresse oder Unfähigkeit der Alleinerziehenden.

9) Familienermäßigung auch für Alleinerziehende

Das ist, neben den finanziellen Erleichterung auch ein Zeichen der Wertschätzung. Und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wenn der Staat den Kommunen empfiehlt, darauf bei der Preisgestaltung zu achten, wäre schon viel gewonnen. Bustickets, Schwimmbadtickets, Eintritt in Museen und Freizeitparks, alle sollten Alleinerziehendenfamilien mitdenken. Anstatt die Preise fürs Familienticket immer auf 2 Eltern mit 2 Kindern zu kalkulieren. Die freie Wirtschaft würde so zumindest indirekt sensibilisiert.

10) Unbürokratische und schnelle Hilfe fürs Kind, wenn ich krank werde

Denn die Aufsichtspflicht kann ein mit Grippe total flachliegender Mensch nun wirklich nicht wahrnehmen. Geschweige denn Kochen, Kinder zur Schule/Kita bringen, Kleinkinder wickeln und versorgen. Gesundwerden ist furchtbar schwierig, wenn man mit 5% Restkraft noch ein oder mehrere Kinder zu versorgen hat und ganz auf sich allein gestellt ist.

Die Haushaltshilfen der Krankenkassen nach dem jetzigen System jedenfalls greifen hier nicht, weil kurzfristig und unbürokratisch so gut wie gar nix geht. (Nur falls jemand meint, das wäre doch schon alles längst geregelt. Ist es nicht.) Wir brauchen dringend so etwas wie „Notfallmamas“!

*Hier ist von „Vätern“ die Rede, weil 90% der Alleinerziehenden Frauen sind. Ich weiß, dass sich einige darüber aufregen. Aber solange die gesellschaftlichen Realitäten so sind, wie sie sind, werde ich so formulieren.

36 Kommentare

  1. Recht hast Du!! Gerade Punkt 8 bringt mich regelmäßig auf die Palme. Mein Ältester ist Autist und Veränderungen regen ihn auf. So braucht er auch immer etwas länger um nach den Schulferien wieder „anzukommen“. Das ist bekannt. Trotzdem werd ich nach jeder Ferienzeit gefragt, ob sich in meinem Privatleben etwas geändert hat. Natürlich! Ich sitze neuerdings nicht mehr im Büro sondern treffe mich mit all den anderen alleinerziehenden Junkies unter der Brücke zum „Drücken“ oder hebe das Röckchen am Straßenrand… Ich könnte die Wände hochgehen, denn Elternpaare werden das nicht ständig gefragt…

    • Liebe Julia, Elternpaare werden das auch gefragt wenn sie kranke Kinder haben, ich habe 5 Kinder von denen 3 ADHS haben. Mein Mann muss arbeiten gehen, er ist den ganzen Tag nicht da, was bin ich denn dann??

      • Ohje, wie machst du das? Einen Kindersitter für 3 ADHS-Kinder zu finden, ist doch sicher ultra schwierig? Muss der/die nicht speziell geschult sein?

      • Liebe Klein Maria,
        ja, da hast du sicherlich recht. Sobald die Kinder nicht der gewünschten Norm entsprechen fangen spätestens in der Schule die Probleme an deutlich mehr zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass dein Alltag ganz und gar nicht einfach ist und ich ziehe den Hut. Vielleicht empören wir Alleinerziehenden uns auch schneller, weil unser Nervenkostüm durch den sowieso schon anstrengenden Alltag und das Gefühl einer ständigen Beobachtung zu unterliegen schon recht dünn ist.

  2. Sehr wichtige Punkte, die mehr Beachtung verdienen! Bei mir speziell sind es die Punkte 2 & 5. Das habe ich gerade jetzt wieder bei der Umschulung des Jüngsten gemerkt. Wenn der Vater dann noch über 500km entfernt wohnt, gestaltet sich das doch recht schwierig.
    Pflichten für Väter! Ganz wichtig. Vor allem für die Kinder, die nun seit 2 Jahren nur noch sporadischen Whatsapp-Kontakt mit dem Vater haben. Sie tun mir so leid!

  3. Punkt 10 denke ich mir immer, wenn ich mit Migräne flach liege. Oder letztens eine anständige Magen-Darm-Grippe hat. Wenn man sich kaum selbst um sich kümmern kann? Wer kocht essen, wer versorgt die Kinder?? Keine Ahnung, wie das Alleinerziehende dann hin bekommen?

    • Gar nicht. Alles bleibt stehen und liegen, und es kann zu gefährlichen Situationen kommen, speziell mit Kindergartenkindern oder Kindern unter 3.

    • Das bekomme Alleinerziehende dann so hin, wie die vielen Mütter deren Männer müssen arbeiten gehen oder auf Montage sind und dann auch niemanden haben.

      • Aber an die anderen, nicht Alleinerziehenden, könnte man doch auch denken – das berühmte Boot, in dem alle sitzen. Es ist wesentlich einfacher, um 17 Uhr aus dem Haus zu gehen als um 20 -22 Uhr. Und irgendjemand muss die Kinder auch ins Bett bringen. Grundschulkinder kann man vielleicht von 20-22 Uhr alleine lassen, wenn Nachbarn mit ein Auge auf die Wohnung haben. Aber schlafen legen die sich nicht von selbst.

  4. Was du beschreibst ist 100%ig zutreffend. Den Vater vom Sohn haben wir seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen. Eine Mutter-Kind Kur bietet kein Erholungssetting für alle Mütter, aber wenn ich krank bin läuft nichts. Im Alltag fehlt nicht selten die Kraft, um all das was permanent von Eltern verlangt wird zu liefern. Da wird man mürbe und ist tiefenerschöpft. Ich frage mich, warum weder Studien noch gesunder Menschenverstand an den kleinen aber notwendigen Dingen, die Erleichterung verschaffen können, etwas ändern. Wann endlich?

  5. Alles zusammen wäre herrlich, ist aber utopisch.

    Mir würde zunächst Punkt 1 erheblich weiterhelfen. Ich kann niemanden bezahlen, um auf mein Kind aufzupassen, wenn also Oma und/oder Opa nicht einspringen können (was ungefähr 5 % meines Bedarfs abdeckt – immerhin, ich weiß!), dann muss ich zuhause bleiben und verpasse eben den Elternabend.

    Eine Vernetzung wäre phantastisch, leider hier auf dem platten Land noch schwieriger als in den Großstädten.

    Punkt 7 und Punkt 9 würden hier bei mir ebenfalls sehr großen Anklang finden. Viele Veranstaltungen können wir einfach nicht besuchen, sofern sie denn Eintritt kosten. Das ist natürlich ärgerlich und einschränkend.

    Vielen Dank für die den tollen Artikel.

  6. Meine Kinder sind inzwischen erwachsen, trotzdem würde ich Dir die 10 Wünschesofort unterschreiben, wenn Du sie als Petition einbringst. Schleißlicj kann ich mich gut erinnern, wei schwierig so manches zu bewerkstelligen war.

    Danke für den Artikel!

  7. Da sich bei uns der Papa um seinen Sohn regelmäßig kümmert, sind einige Punkte bei uns nicht relevant. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, was es bedeutet, wenn dies nicht so ist.

    Mein Favoriten sind Punkt 7 und 9. Damit wäre uns sehr geholfen.

  8. Oh, Punkt 1 war mir gar nicht so bewusst! Elternabende gibt es bei uns erst ab 19:30 Uhr, damit „fertig gstallat“ ist (übersetzt: die Bauern ihre Stallarbeit beenden können). Allerdings dürften die Alleinerziehenden auch hier am Land inzwischen eine deutlich größer Anzahl ausmachen als die Bauern. Ich bringe das beim nächsten Termin gleich mal aufs Tapet.
    lg

  9. Ich bin offiziell nicht alleinerziehend, doch sehen wir den Papa spät abends oder am Wochenende. Meiste Zeit unter der Woche ist er beruflich im Außendienst und somit auch nachts nicht da. Keine Großeltern vor Ort. Somit wären Punkte wie Elternabend und Haushaltshilfe oder gar ein Babysitter (auch im Krankheitsfall) für ein paar Stunden traumhaft. Zum Glück muss ich mich nicht um die anderen rechtlichen Dinge kümmern. Doch in meiner Mutter-Kind-Kur wurde klar, alle 4 Jahre, da verheiratet. Erschöpft bin ich aber trotzdem. Ich unterstütze euch auf jeden Fall, wenn es darum geht!! Egal ob Mutter oder Vater (auch hier habe ich in der Kur Väter kennengelernt, die Vollzeit arbeiten und die Mutter nicht mehr da ist) .

  10. Ja, das wären echte Meilensteine!

    Irrwitzigerweise werden aber gerade die Alleinerziehenden die jede Sekunde des Lebens doppelt verplanen müssen noch angehalten endlich mal „aktiv“ zu werden.

    Du bist da ein ganz wichtiges Sprachrohr: Nein, wenn man von Alleinerziehenden wenig hört und sieht heisst das nicht dass die Zufrieden sind…die sind PLATT, KRANK, ÜBERFORDERT und verbringen am liebsten die letzten freien Minuten damit auf ihre Kinder positiv, den Umgang mit dem Vater betreffend, einzuwirken wie es „natürlich“ verlangt werden kann.
    (Der Sarkasmus kommt halt immer wenn es ganz böse ist – tschuldigung)

    Leider ist bei Dir ein Punkt dabei, auf den ich Dich hinweisen muss: Alleinerziehende haben mitnichten das Recht öfter als alle 4 Jahre eine Mutter-Kind-Kur zu bekommen. Ich hatte das bei Dir gelesen und mich daraufhin (würde mir nicht so viel helfen wie Deine Alternative, aber mir hätte die Auszeit vielleicht ein bisschen Kraft gegeben) bemüht. Sowohl Kurklinik als auch Caritas haben auf die Frage ob Alleinerziehende schneller wieder kuren dürfen gesagt dass für Alleinerziehende genau die gleichen Bedingungen gelten wie für Mütter in „Normalfamilien“. Anträge vor Ablauf von 4 Jahren haben kaum Chance (und ich habe genug Gründe für die Kur, incl Behinderung)
    Also nicht mal das.

    Netzwerke: JA BITTE!
    Ich wohne sehr ländlich. Ich kenne hier genau GAR KEINE Alleinerziehende. Ich vermute die stecken in den nächstgelegenen Städten in den engen Sozialbauten weil es anders ja fast gar nicht geht.

    Schade, muss los….zum Kinderarzt. Unter anderem fragen was ich machen soll wenn – wie gehabt – mein Kind EINMAL spuckt und dann 48 Stunden nicht in die Kita soll. Mit Kind 20km zum Kinderarzt für das nötige Attest? Mit einem ganz offensichtlich gesunden Kind? Der Arbeitstag ist ganz sicher futsch!
    Und wenn das Kind mal richtig krank ist, der Arbeitgeber aber am Ende der Toleranz, dann doch mit Fiebersaft intus abgeben? Oder lieber Job riskieren?
    Der alltägliche Wahnsinn für Kleinstfamilien.

    • Danke für den Hinweis mit der Kur, das ist eigenartig. Denn mir wurde gesagt, auch dort in der Kurklinik, dass mir als Alleinerziehender so eine Kur alle 2 Jahre zustünde. Ich mache mich mal schlau.

      Nachtrag: kurzes Googeln ergibt, dass bei medizinischer Notwendigkeit auch öfter als alle 4 Jahre eine Kur genehmigt werden kann. Kommt wahrscheinlich auf den Attest ausstellenden Arzt und den Sachbearbeiter der Krankenkasse an?

      • In einer kur gibt es die Möglichkeit, die Notwendigkeit auf vorzeitige kur Wiederholung attestiert zu bekommen. Etwa, wenn der Grund der kur noch nicht beseitigt ist. Dies legt man dann der Krankenkasse vor bei der Beantragung

        • Hat aber mit alleinerziehend oder nicht nix zu tun.
          Wie gesagt, es wurde mir deutlich gesagt dass vor 4 Jahren nichts geht. Und das trotz Schlafproblemen beim Kind, div Erkrankungen bei mir und Rosenkriegs- und überlastungsbedingter Nervenzusammenbrüche. Die Belastung als Alleinerziehende zählt nicht.

      • Ja ich war auch bereits im abstand von 2,5 Jahren zur Mutter Kind Kur! Völlig problemlos! Werde Ende des Jahres wieder eine beantragen, dann sind zwei Jahre um!

  11. Klasse auf den Punkt gebracht.
    Ich habe 4 Kinder und mit knapp 50 stand ich nach einem privaten Tsunami vor vielen Herausforderungen, gesundheitlich habe ich das nur geschafft, weil ich ein alltagstaugliches Konzept genutzt habe und heute gerne anderen Frauen und Müttern damit zwei Möglichkeiten aufzeige.
    Gesund und Kraftvoll , aber auch geschäftlich gibt es praktikable tolle Lösungen und Perspektiven und im Netzwerk ist keiner mehr allein.LG

  12. Die mögliche Pflicht, des Kindsvaters, Kontakt wahr zu nehmen, sollte aber auf keinen Fall pauschalisiert werden, es gibt einfach Fälle, wo es besser ist, wenn kein Kontakt besteht. Denkt an gewalttätige Männer, die ihre Familien schon lange genug tyrannisiert haben zum Beispiel (Mein Ex, drogenabhängig und psychisch krank hat zum Glück den Kontakt abgebrochen und ich bin einfach nur froh und dankbar, solange er dabei bleibt)

    Ansonsten kann ich alle Punkte voll unterschreiben!!!

    • Da hast du natürlich Recht. Gewalt ist ein Sonderfall. Ich bin auch absolut dafür die betroffenen Exfrauen und Kinder bestmöglich zu schützen.

  13. Vielen Dank für diesen Artikel! Auf den Punkt gebracht…… Danke das Du dir die Zeit nimmst der Öffentlichkeit Einblick in das Leben von Alleinerziehenden zu geben – ich würde das gerne unterstützen – bin aber leider all zu oft mit Job und Kind und Haushalt überfordert bzw. einfach ausgelastet! Ich wünsche mir für uns alle bessere Grundvorraussetzungen – die im Umkehrschluss bei den Kindern ankommen und einen grundsätzlich besseren Start ins Leben bieten könnten!!!!
    Danke Dir*

  14. Oh ja. Alles wichtige Punkte.
    Mein durch mich alleine erzogenes Kind ist ja nun schon erwachsen, und ich bin echt geschockt, wie viele Rechte dem nicht erziehenden Elternteil hier mittlerweile eingeräumt werden, so als großer Vertrauensvorschuss, dass er/sie sich intensiv kümmern und einbringen wird…das ist natürlich in sehr vielen Fällen NICHT der Fall, und doppelt benachteiligt ist dann der erziehende Elternteil, der nicht nur die gnaze Arbeit an der Backe hat, sondern dann auch noch die Einwilligung von sich nicht kümmernden Elternteil streiten darf. Das sind Gesetze,die von völlig ahnungslosen und naiven, aber gutmeinenden Menschen gemacht werden.

    • Sehe ich – leider – auch so. Völlig ahnungslose, gutmeinende Menschen. Im Zweifelsfall immer für den Vater. Aber damit oft genug gegen das Wohl des Kindes, und sei es nur indirekt darüber, dass die Mutter massiv unter Druck gerät.

  15. Punkt 2 finde ich sehr wichtig. Die ganze Zeit kümmert sich KV nicht, aber wehe ich brauch seine Einwilligung für etwas. Da legt er mir Steine in Weg ohne Ende um mir eins auszuwischen und Kinder leiden dann drunter.
    Hilfe habe ich ansonsten zum Glück durch meine Familie genug.

  16. Ich habe einerseits das Glück, dass wir zwar kein paar mehr sind, aber beide Eltern geblieben sind.
    Bei Elternabend, sonstiger Belange Kind wechseln wir uns ab oder zum Schulfest (grad Einschulung 5.) gemeinsam.

    Da es allerdings keinen nachehelichen Unterhalt für mich gibt, könnte ich gar nicht voll arbeiten, wenn das nicht funktionieren würde. Z.zt nich Teilzeit – auf der Suche.
    Viele AG haben nämlich trotzdem Bedenken im Krankheitsfall Kind.

    Haushaltshilfe wäre genial, sobald ich eine 40 Std Woche habe.

    Auffällig die „Kinderrabatte“ bei Urlaub gelten nur bei 2 vollzahlern…na danke.
    Das ist also nicht drin.

    Müttern die gewillten Vätern aus verletztem Stolz den Kontakt verweigern sind mir zuwider – unser Sohn kennt seine Geschwister (von vorher) nicht mal.
    Das ist nicht fair. Zahlen darf der Papa nämlich.

    So oder so super Ideen & danke!

  17. Also bei uns klappt es ganz gut das meine beiden wenn dann doch mal ein Termin abends ist, das sie alleine ins Bett gehen. Meine beiden sind 8 und 6 Jahre alt.
    Das geht auch nur mit Vertrauen. Sie dürfen bis 20 Uhr TV gucken, die Große lässt dann auf mein Handy 3 mal klingeln, dann weiss ich dass sie hochgehen. Zähne putzen und die Große liest dann in meinem Bett ein Buch vor. Beide dürfen dann auch in meinem Bett schlafen.
    Das haben wir nun ein paar mal so gemacht und es hat super geklappt. Ich war dann aber auch um ca 20:30-21 Uhr wieder da. Sie wissen dann immer wo ich bin max 5 Min mit dem Auto entfernt und wissen wo sie im Notfall hin können (Nachbarin, die auch ein Auge drauf wirfst, aber selber nicht aufpassen kann da sie ein kleines Kind hat 2 J.) Aber es geht auch so.

  18. Deine Ideen sind nicht schlecht. Gerade der mit den Elternabend gefällt mir sehr gut. 20 Uhr ist wirklich immer sehr spät dann geht der meistens auch noch 1 Stunde oder länger und wann man dann mal Zuhause ist ist echt nervig. Zum Glück machen unsere Schulen das nur einmal im Jahr.

Kommentieren Sie den Artikel