Zitterpartie um Unterhaltsvorschuss 2017 beenden: #UVjetzt Petition

Was für ein Zirkus! Am 14. Oktober teilte das Familienministerium mit, dass Bund und Länder sich auf die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses geeinigt haben. Dies sollte zum 01.01.2017 gelten.

Für Uneingeweihte: Unterhaltsvorschuss ist eine Geldleistung, die die jeweiligen Kommunen an Alleinerziehende zahlen, wenn das Elternteil, das Unterhalt zahlen sollte (meist der Vater, denn 90% der Alleinerziehenden sind Frauen), nicht zahlen kann oder will. Oder wenn er nur selten oder zu wenig zahlt. Das kommt erschütternd häufig vor – die Hälfte der Alleinerziehenden erhält gar keinen Unterhalt, weitere 25% zu wenig oder zu selten welchen.

Unterhaltsvorschuss 2017
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Es handelt sich nicht um viel Geld, eigentlich ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein: je nach Alter des Kindes zwischen 145 € und 195 € im Monat. Aber wer so wenig Geld hat wie die meisten Alleinerziehenden (die mit 42% die höchste Armutsquote aller Familienformen haben), für den sind auch 50 € viel Geld. Vor allem, wenn man sie nicht hat und die Kinder Schuhe oder Essen brauchen.

Föderalismus als Hemmschuh: kommt der erweiterte Unterhaltsvorschuss doch nicht?

Dass bisher der Unterhaltsvorschuss vom Staat wegfiel, wenn ein Kind 12 Jahre alt wurde oder wenn dieser Zuschuss 6 Jahre lang bezogen wurde, ist absurd und ungerecht.

Nun wollte unsere Familienministerin Manuela Schwesig dies ändern, und sie hat sogar Mehrheiten organisiert – allerdings haben es sich jetzt im letzten Moment die CDU und FDP noch anders überlegt, und die Gründe, die sie dafür anführen, sind hier nachzulesen. Kurz gefasst lauten sie: zu teuer, nicht so schnell machbar, wird zu sehr nachgefragt werden (Merkt Ihr selbst, oder!? Das zeigt nämlich, wie dringend diese Änderung nötig ist!)

Ich zitiere aus dem Stopp-Antrag aus NRW (Absätze zwecks besserer Lesbarkeit von mir eingefügt):

Nordrhein-Westfalen muss im Bundesrat den drohenden Kommunalkollapsdurch  die geplanten Änderungen des Unterhaltsvorschussgesetzes verhindern

Diese Kosten werden nach § 8 Abs. 1 Unterhaltsvorschussgesetz zu einem Drittel durch den Bund und zu zwei Dritteln durch die Länder getragen. Die Länder haben die Möglichkeit, ihre Kosten anteilig an die Kommunen weiterzugeben. Das Land Nordrhein-Westfalen reicht gemäß dem Gesetz zur Ausführung des Unterhaltsvorschussgesetzes aktuell 80 Prozent seiner zu tragenden Kosten an die Kommunen weiter.

Nordrhein-Westfalen liegt damit bundesweit an der Spitze der Kostenweiterleitung an die kommunale Familie. Die Länder Bayern, Schleswig-Holstein und Brandenburg übernehmen die Kosten in voller Höhe und belasten die Kommunen nicht. Unsere Nachbarbundesländer Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz überwälzen die Lasten in einem deutlich geringeren Umfang als es das Land Nordrhein-Westfalen macht. Im Bundesdurchschnitt beteiligen sich die Kommunen mit etwa 24,5% an den Landesgesamtaufwendungen.

Die Kommunen haben zwar das Recht, das Geld von zahlungssäumigen Elternteilen zurückzufordern. Jedoch gelingt dies aktuell nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen nur in 20 Prozent der Fälle.

In 80 Prozent der Fälle bleiben die Kommunen damit de facto auf den Kosten der Unterhaltsvorschusszahlungen sitzen. Alleine durch die zu erwartende Verdoppelung der Fallzahlen würden die nordrhein-westfälischen Kommunen finanzielle Mehrbelastungen in Höhe von dreistelligen Millionenbeträgen stemmen müssen.

Wenn man etwas wirklich zügig einführen will, dann klappt das auch. Und vielleicht sollten wir sowieso mal grundsätzlich überlegen, ob unser Familienquersubventionierungs-System nicht völlig unübersichtlich und inpraktikabel geworden ist. Denn der Knackpunkt bei dieser Reform, die den Alleinerziehenden und ihren Kindern sehr helfen würde, ist dass – mal wieder- niemand das Ganze bezahlen möchte.

Dank Föderalismus ist es nämlich so, dass manche Kommunen 80% der Unterhaltsvorschusskosten vom Land erstattet bekommen, andere aber auf den kompletten Kosten sitzenbleiben. Kein Wunder, dass die Städte da über den Städtetag um Hilfe rufen. Und dass es Mehrkosten in der Verwaltung verursacht, wenn man auf einmal ein bis zu 3faches Aufkommen an Anträgen zu bearbeiten hat, ist irgendwie auch logisch.

Viele träumen davon, raus aus Hartz IV zu kommen

Aber dafür können die Alleinerziehenden nichts. 38% von ihnen beziehen Hartz IV und fast alle wollen da, entgegen dem Klischee der „sozialen Hängematte“ (die längst keine mehr ist!) raus. Jede Dritte Alleinerziehende in Hartz IV ist Aufstockerin, arbeitet also, verdient aber nicht genug Geld für sich und ihr Kind. Und das, obwohl 78% der Alleinerziehenden eine gute bis sehr gute Ausbildung haben (auch hier wieder gegen das Klischee!).

Und wenn nun diese Frauen dank erweitertem Unterhaltsvorschuss hoffen, endlich aus dem Hartz-IV Bezug herauszukommen, oder ein bisschen besser schlafen zu können, weil sie wissen, dass ihnen 145-194 € im Monat fürs Kind sicher sind, obwohl der Vater nicht zahlt, dann sollte dies nicht an Parteiengeplänkel und Profilierungsversuchen scheitern. Es wird Möglichkeiten geben, diese Gesetzesänderung umzusetzen. Wenn andere Dinge schnell geändert werden sollen, geht es ja auch.

Petition #UVjetzt als Gemeinschaftsprojekt von VAMV und Bloggerinnen

Und deswegen haben sich der VAMV Bundesverband, der VAMV NRW, Alexandra Widmer, Rona Duwe und ich uns zusammengeschlossen und eine Petition auf die Beine gestellt, die schon 2.000 Leute unterschrieben haben, obwohl sie heute erst online ging. Wir fordern die Politiker auf, sich für die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses wie geplant ab dem 01.01.2017 einzusetzen. Und je mehr von euch unterschreiben, desto eher werden wir erhört! Bitte macht also mit und teilt die Kampagne.

Auf die Straße zu gehen, haben wir ja kaum Zeit. Aber 2 Klicks und euer Engagement, das geht, oder? Auch, wenn Ihr nicht Alleinerziehend seid – es geht hier um viele Kinder. 1 Mio Kinder von Alleinerziehenden, die in Armut leben, und dies über Jahre. Das muss und darf nicht sein!

Hier geht’s zur Petition:

#uvjetzt

Nachtrag vom 4.12.2016: Die Tagesschau berichtet, dass 226.000 Kinder aus SGB II Bezug kommen würden durch diese Reform. Das ist jedes Vierte der 1 Mio Kinder von Alleinerziehenden, die in Armut leben.

96 KOMMENTARE

  1. Erst die Pferde scheu machen und dann die Alleinerziehende fallen lassen. Frechheit. Die Politik sollte sich einen Spruch in ihren Kopf einprägen. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen! Für Alleinerziehende ist das ein großer Schritt zur Entlastung, in finanzieller und psychischer Sicht. Der zu zahlende Elternteil ist doch wohl in der Lage arbeiten zu gehen und einen entsprechenden Anteil zurückzuzahlen, ne Alleinerz. geht schließlich auch arbeiten. Ich hoffe doch sehr, dass die verlängerte UHV – Zahlung durchgesetzt wird! Wer ist nicht auf Geld angewiesen?

  2. Es tut so gut, mal nicht abgewatscht zu werden, sondern eine Hand gereicht zu bekommen.
    Danke für Euer Engagement
    Ich habe unterschrieben und hoffe, meine Freunde werden dies auch machen.

  3. […] abhielten. Stattdessen saß ich im Zug und half mit, mit dem VAMV NRW, dem VAMV Bundesverband, Christine Finke und Alexandra Widmer, eine Petition ins Leben zu rufen und zu […]

  4. Die meisten Alleinerziehende sind Gerinverdiener, liegen also unter dem sogenannten Selbstbehalt, müssen davon das tägliche Leben bestreiten.Die massive Ungleichbehandlung muss aufhören. Es gibt Väter, die der Mutter durch unsaubere Aussagen, das Kind weggenommen haben. Hier sind auch Vernachlässigungen der JÄ zu beklagen. Sie tragen eine Vermittlungspflicht. Das Kind steht in der neuen Patchworkfamilie alleine dar, einen neutralen Ansprechpartner gibt es nicht. Großeltern , die 11 Jahre unterstützend tätig waren ( finanziell u. zeitliche Hilfestellungen gegeben haben ) werden derartig vom Kindesvater als „negativ“ hingestellt. Das Gericht glaubt diese Aussagen. Dieser Fall ist mehr als ein „Krimi „!

  5. Was? Das meinen die nicht ernst, oder? Ich meine, neben dem Verzicht auf aktuellen Verdienst und der absurd niedrigen Rente, die sich daraus ergeben, dass man das mit der Kinderneurologie komplett allein macht, ist das auch ein bitteres Signal: nach sechs Jahren werden die Nichtzahler aus der Pflicht gelassen. Die Unsicherheit, die Antragstellerei, das Stigma (und auch der Stress, Geld evtl gerichtlich einzutreiben, inklusive der Belastung für das Verhältnis der Kinder zum Vater) liegen dann komplett bei uns. Das signalisiert: ist ja nicht so wild, wenn man nicht zahlt… Ich will wirklich keine ständige Bevorteilung, aber das gesellschaftliche Signal: Wir stehen hinter euch, und wir benutzen unsere gesammelte Kraft (so ein Zahlungsbescheid von einer Behörde hat schon mehr Durchschlagskraft), um das Recht eurer Kinder durchzusetzen, wäre schon schön.

  6. Das ist eine unglaubliche Sauerei! Ich teile und teile und teile über alle möglichen Kanäle. Bekomme vereinzelt schon zu hören, dass ich mit meinem ständigen „Geteile“ der Petition langsam nerve. … Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein ;-)

  7. das ist echt ne Sauerei – erst große Worte und dann eigentlich wie immer nix dahinter.
    Ich bin alleinerziehender Vater / meine EX Frau zahlt nix…
    Armes Deutschland wo die eigenen Kinder im Stich gelassen werden aber auf der anderen Seite für die Migranten ist Kohle ohne Ende vorhanden.
    Den Politikern gebe ich als Vater eines mal mit auf den Weg – mehr wie Arbeiten kann man nicht und wenn ich noch mehr arbeiten würde währe mein Sohn (12) noch mehr allein. Ist das gerecht ? Warum muss das Kind auf meine Anwesenheit verzichten ? Um noch mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten und trotzdem nicht in der Lage zu sein einfache Wünsche zu Erfüllen ???
    Danke Liebe Politiker das ihr uns ganz einfach hängen lasst……

  8. Keiner trennt sich aus Spaß! Wichtige Gründe gegen solchen Entscheidungen voraus!!
    Wir Alleinerziehenden werden besteuert wie lohnstruerklasse 1!
    Wir können nicht Vollzeit arbeiten weil irgenwann am Tag braucht jedes Kind auch mal seine Eltern..!!
    Z d wenn KV oder Mv den Unterhalt nicht zahlt….dann ist es auch noch unser Problem…
    Nie habe ich mich mehr im Stich gelassen gefühlt von Staat wie seit ich Alleinerziehend bin!!!
    Unsere kinder haben ein Recht auf Unterhalt!!

  9. Danke für euren Einsatz! Ich habe auch unterschrieben.
    Was ist denn das überhaupt für ein Argument, zu teuer und zu sehr nachgefragt!? Weil die Nachfrage zu hoch wäre, bieten wir das gar nicht erst an, dann müssen wir nicht zahlen?
    Immerhin scheint der Politik bewusst zu sein, dass es eine hoche Nachfrage geben wird. Tja, warum nur…?

  10. Ich bin ein Mann mit 44 Jahren.
    Ich habe seit 25 Jahren versucht eine Familie zu gründen.
    Keiner Frau war ich dafür gut genug.

    Jetzt, da ich im Schweiße meines Angesichtes gut verdiene, allein meine Häuser gebaut, allein meine Krankheiten durchstanden, allein meine Weihnachten verbracht habe und auch meine Rente privat vollständig abgesichert habe, soll ich FÜR EURE KINDER BEZAHLEN ?

    Ihr habt mich als Mann und Vater abgelehnt.
    Ihr bekommt nun von mir auch kein Geld !
    Null. Nicht einen Cent.

    Ihr wollt Lösungen für Euer Problem ?

    Sofortiges Sorgerecht nach der Geburt für BEIDE ELTERN durch Gentest gesichert.
    Sofortiges Umgangsrecht für BEIDE Eltern.
    Das Wechselmodell als staatlich standardisiertes Grundmodell.

    Und Staatskohle wird maximal dafür ausgegeben, den jungen Frauen und Männern in Filmen und Unterricht einzuschärfen, wie wichtig ihre Partnerwahl für sich und die Gesellschaft ist.
    Für Jungs kann es gern Lehrstunden zu Ehe und Unterhalt sowie zu Möglichkeiten der männlichen Verhütung (Vasektomie) geben.

    Warum Lehrgänge für Mädchen ?
    Weil es noch nie, in der Geschichte unseres Landes, in Friedenszeiten, so viele Alleinerziehende gegeben hat.
    Weil es noch nie, in der Geschichte unseres Landes, für Frauen, so viel Zeit und Freiheit bei der Partnerwahl gegeben hat.

    Daraus folgt: Die Mädchen und Frauen sind überfordert mit der Partnerwahl und müssen entsprechend geschult werden.

    Nichts geht über eine funktionierende Familie bestehend aus MANN UND FRAU.
    Das merkt ihr alle gerade selber.

    Dorthin muss in Zukunft die Reise gehen.
    Alles andere ist pervers und wird nicht helfen, sondern die Zustände verschlimmern und zu einem sich jetzt schon abzeichnenden Zusammenbruch des Sozialsystems führen.

    gezeichnet:

    Mann (44) Unternehmer.

    PS: Mal sehen, ob die starke Frau Verfasserin die Stärke besitzt, dies hier auszustellen.

    • Nach diesem Beitrag zu urteilen, wundert es mich nicht, dass du keine Frau gefunden hast.
      Aber UNSERE Kinder werden dich im Alter pflegen. UNSERE Kinder werden das Geld für deine Rente erwirtschaften. Und zwar auch die private Rente!!! Denn ohne UNSERE Kinder wird es keine Rendite für deine private Rentenversicherung geben :-) Das haben Fachleute ermittelt, nicht ich.

      • Ich gehe davon aus, dass Du als rechtschaffender Mann derzeit Steuern zahlst. Diese Steuergelder fließen aktuell auch in meine Kasse, da ich zwar arbeite, aber keinen Unterhalt nach der Trennung für unsere 3 Wunschkinder vom Exmann (der in 16 Jahren anfangs entzückend, später unter wirtschaftlichem Druck gewalttätig und grausam wurde!stimmt, ich Dummerchen, das hätte ich wohl vorhersagen können müssen! Dass dieser Mann eine maligne narzißtische Persönlichkeitsstörung hat, erkennt ja auch kaum ein geschulter Psychologe ;-) ) bekomme und ich mit H4 aufstocken muss. Den Prozess, den ich derzeit vor Gericht führen muss deswegen, zahlst Du mir somit auch. Achja, und mit Deinen Krankenkassenbeiträgen machst Du schon seit Du im Berufsleben stehst, im Gemeinschaftsprinzip mit.

        Ich hab selten so etwas Frauenverachtendes gelesen wie Deine Zeilen. Daraus springt mich Dein Frust und Deine Wut über Ablehnung gerade zu an.

        Da, wo Kinder sind, egal unter welchen Voraussetzungen, sollte das Wohlwollen der Gemeinschaft liegen. Egal ob ich mir den falschen Partner gewählt hab oder ober vielleicht unschuldig zu früh gestorben ist. Denn die Kinder sind unsere Zukunft (auch Deine!) und nicht die Institution Ehe. Es ist egal, ob sie alleinerziehend oder gemeinschaftlich aufwachsen! Sie gehören geschützt und gefördert.
        Auch, wenn der Kindsvater nicht zahlt.

        • kurze frage:
          Als unbedarfter und nur gelegentlicher Mitleser (männlich!) bitte ich, mir zu erklären, was denn nun die explizit frauenverachtenden Passagen sind?

          Ich bin wohl ziemlich merkbefreit – aber lernfähig und bitte daher darum, mir diese Stellen als Zitat zu präsentieren und auch gleich die RICHTIGE Interpretation der Zitate zu liefern.

          Ist es eventuell das:
          „Sofortiges Sorgerecht nach der Geburt für BEIDE ELTERN durch Gentest gesichert.
          Sofortiges Umgangsrecht für BEIDE Eltern.
          Das Wechselmodell als staatlich standardisiertes Grundmodell.“

          oder das:
          „Und Staatskohle wird maximal dafür ausgegeben, den jungen Frauen und Männern in Filmen und Unterricht einzuschärfen, wie wichtig ihre Partnerwahl für sich und die Gesellschaft ist.
          Für Jungs kann es gern Lehrstunden zu Ehe und Unterhalt sowie zu Möglichkeiten der männlichen Verhütung (Vasektomie) geben.“

          oder das:?
          „Nichts geht über eine funktionierende Familie bestehend aus MANN UND FRAU.“

          Bin für alle Hinweise sehr dankbar

          Ich (48)
          (Alleinerziehender Vater zweier Söhne, der seiner Frau auch noch Unterhalt zahlt, damit die Kinder keine schlechte Meinung von der Leistungsfähigkeit der eigenen Mutter bekommen, wenn sie bei ihr sind)

        • Auf diesen zum Himmel schreienden, dummdreisten Text eines sich als sog. „Unternehmer“ Bezeichnenden einzugehen, ist Zuviel des Guten. Denn dieser „Mann“ hat keine Entwicklungshilfe verdient, obwohl er sie bitter nötig hätte.

      • Wie ich angegeben habe, bin ich 44 Jahre alt, habe also noch theoretisch viele Jahre bis zu einer staatlichen Rente.
        Wer glaubt, in meinem Alter oder noch jünger, so ein Rente ausbezahlt zu bekommen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
        Wenn ich PRIVAT schreibe, dann meine ich PRIVAT.
        Mein Geld ist in hochwertigen eigenen Immobilien sowie in Gold, Silber und Firmenanteilen angelegt.
        Die hoffentlich eintretende, im Einzelfall zu beweisende, Wirtschaftsleistung Eurer Kinder, brauche ich nicht.

        Und um meine Pflege mache ich mir NULL Sorgen.
        Mit dem ganz gewissen Zusammenbruch des Sozialsystems in Deutschland wird es massenhaft Frauen geben, die mir meinen alten, faltigen Arsch waschen. Ansonsten gibt’s dies preiswert in anderen Ländern.

        Und weil ihr mir so zynisch schreibt, ich würde bereits über meine Steuern die Verschwendungspolitik der Politikerinnen finanzieren, die Kriegseinsätze, Waffen und Leute finanzieren, die „noch nicht so lange hier wohnen“:

        Ich bin Unternehmer und nutze sämtliche Möglichkeiten der Steuereduzierung, die es auf diesem Erdball gibt.

        Schönen Tag noch – ich hab gleich Massage neben dem Pool und es ist verdammt heiß hier.

        • Sehr geehrter Junggeselle,
          ich weiss ein gutes Investment für Sie als Unternehmer: eine ausgiebige Psychotherapie.
          In sich selbst investieren ist doch immer das beste.

          Sie meinen doch nicht wirklich, dass das ein Beitrag zur Sache ist, oder?

  11. Hallo,

    grundsätzlich stimme ich euch zu – es bleibt jedoch ein „aber“ zurück. Aus Kindergarten und Schule kenne ich viele allein Erziehende, es sind ja vor allem Frauen. Ich kenne nur einen allein erziehenden Vater. Mir ist aufgefallen, dass viele der allein erziehenden Frauen auch schon vor der Geburt der ein bis drei Kinder berufslos gewesen sind. Manche haben einen 400-EUR-Job – und dass man davon keine Familie ernähren kann, dürfte klar sein. Obwohl Kindergärten und Schulen inzwischen so lange geöffnet haben wie niemals zuvor, die Kids inzwischen auch in den Ferien oft und lange betreut werden können, scheinen manche Frauen nicht öfter als einige Stunden pro Woche arbeiten zu können… Im Kindergarten meiner Tochter waren in der Nachmittagsbetreuung eine zeitlang fast ausschließlich Kinder von Hartz-IV-Empfängern, also von Eltern oder allein Erziehenden ohne Job. Und nein, Babys und Kleinstkinder mussten daheim nicht mehr betreut werden. Stattdessen wurde einer verheirateten Frau mit krankem Mann der 40-Stunden-Platz verwehrt, mit der Begründung, sie hätte ja „einen Versorger“, sie müsste nichts arbeiten gehen… Sorry, aber das kann ja wohl auch nicht der richtige Weg sein… Ich bin gerne bereit zu helfen und zu unterstützen, wenn jemand in Not geraten ist – aber die meisten allein Erziehenden, die ich kenne, haben mit unter 20 oder knapp über 20 das erste Kind bekommen. Und das waren keine Unfälle, sondern gewollte Kinder! Wenn ich mir dann die sporadisch vor dem Kindergarten auftauchenden Väter dazu angucke, frage ich mich, was eine 18/19Jährige dazu bewogen haben könnte, sich mit so einem Typen zusammen zu tun.
    Ehen bzw. Beziehungen können scheitern, jeder kann in eine Notlage kommen. Soweit klar. Und dann muss und sollte geholfen werden. Aber es gibt einfach immer mehr junge Frauen, die sich sehenden Auges von einer Katastrophe in die nächste stürzen, die nicht warten können, die sich mit Typen abgeben, bei denen von vorn herein klar ist: Das wird nix. Und wenn der Typ dann wieder weg ist, wird das Kind hochgehalten und gesagt: Ich kann ja nicht. Dabei ist das einzige Kind dann oft schon aus dem Gröbsten raus und den ganzen Tag betreut, während die Mutter der Meinung ist, sie könne nichts arbeiten.
    Ich denke, die Väter müssten viel mehr vom Staat dazu gezwungen werden, ihren Beitrag zu leisten. Es ist nicht fair, den Steuerzahler für eigene falsche Entscheidungen zur Kasse zu bitten. Ich konnte mich mit 18 auch nicht hinstellen und sagen: Ich hab keinen Job und keine Lust auf eine Ausbildung, dann bekomme ich jetzt mal schnell ein Kind, dann brauche ich ja nicht. Und die Mehrzahl der allein Erziehenden, um die es hier geht, sind ja die sehr jungen Mütter ohne Job und Ausbildung. Wer lange verheiratet war und sich dann trennt, hat die Kinder ja meist schon mindestens im Grundschulalter. Und es sind meist Väter vorhanden, die zahlen können und das auch wollen! Deine Situation, Christine, als Akademikerin drei Kinder zu haben, zudem einen Ex-Mann, auf den kein Verlass ist und sich bereits im Babyalter des jüngsten Kindes zu trennen, ist eine Ausnahme. Die meisten Akademikerinnen oder gut ausgebildeten Frauen heiraten spät, bekommen oft nur ein Kind und bleiben dann auch meist zumindest für längere Zeit verheiratet. Und sie gehen im Trennungsfall arbeiten – und zwar nicht wenig. Denn die Kinder sind oft schon größer und brauchen keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung mehr. Da muss man einfach auch differenzieren. Und den jungen Mädchen klar machen, dass Ausbildung und Beruf an erster Stelle stehen sollten.

      • Einbildung ist auch eine Bildung. Nur kurz der Unterhaltsvorschuss wird in den meisten fällen nicht zu den Kindern kommen, wenn diese Frauen Unterhaltsvorschuss bekommen stehen die meisten von ihnen in 3Monaten vor den gleichen finanziellen Desaster. Warum? 1/3 kauft sich von diesen Frauen eine oder zwei Katzen/Hund ein weiteres drittel ist auf einmal premium Mitglied bei Elite Partner und Paarship oder anderen Portalen und beim letzten drittel wird Sky oder was anderes abgeschlossen.
        Will nicht böse sein aber die Kacke wurde selber eingerührt, wenn ich zum JA gehe geht das JA wie ein Inkassounternehmen gegenüber dem Vater vor, wenn ich dann noch meinen Ex immer vor Gericht schleife schlachte ich den Esel den ich eigentlich melken wollte, soll heißen der Vater passt sich der Situation an oder geht daran kaputt.
        Zu meiner Person, alleinerziehnder Vater der keinen Unterhalt von seiner Ex bekommt und auch nicht brauch ich brauche kein Geld vom Staat, ich kann rechnen. Wenn ihr jetzt denkt das ich zu den Spitzenverdienern oder Beamter oder im öffentlichen Dienst gehöre habt ihr euch getäuscht.
        Achso Sinnvoller aus meiner Sicht ist den Eltern so wenig wie möglich Geld für das Kind zu übergeben stattdessen sollte man diese finanzielle Resource für kostenloses Schulessen, Kindergärtenplätze, Sportvereine, Klassenfahrten, Bücher usw. einsetzten.
        Wenn ihr mir euren Ex-partnern Probleme habt dann rennt nicht zum JA und schreit nach GELD GELD und nochmal GELD sondern fragt den Kindsvater ob er den Unterhalt an das Schulessen Sportverein usw überweisen soll zeigt ihn das ihr die Kohle nicht bekommt.
        Das geht natürlich nur wenn die Ämter rausgelassen wurde und ein ehrlichen Weg eingeschlagen wurde. Den wie schon geschrieben ist das JA einmal dabei wird der Vater in diesem Moment finanziell ausbluten.
        Rechtschreibfehler können behalten werden und kommen vom Herzen, gehe aber davon aus das dieses nicht gepostet wird.

        • Was für schlimme Vorurteile, Jens. Ich bin entsetzt.

          Und eins noch: wenn das Jugendamt „den Vater ausbluten ließe“ und wie ein Inkassounternehmen vorgehen würde, dann müssten wir über eine Erweiterung des Unterhaltsvorschusses überhaupt nicht reden. Davon bin ich fest überzeugt.

          • diese wurden mir leider Gottes mehrmals bestätigt, kein Geld da aber die besagten Sachen sind vorhanden, Ich kenne eigentlich nur wenig Leute die mit Geld gut umgehen können, Ja und eine Frau ist auch mit dabei. Mit ausbluten meine ich es so wie es ist. dem Vater wird ein fiktives Einkommen aufgebrummt und er kommt in eine finanzielle Situation wo er nicht mehr arbeiten kann und wo es besser ist nicht mehr arbeiten zu gehen. Als Beispiel: Gerichtprozess Einkommen vom Vater 2000Euro netto Einkommen der Mutter auf Grund der Kinder Harz4 ( ist nicht böse gemeint ) gering. Jetzt strebt Mutti mehr Unterhalt an, was passiert, erstens A bekommt Mutti nicht mehr Geld weil dieses vom Harz4 Satz oder vom Unterhaltsvorschuss abgezogen wird. B Prozesskosten werden für Mutti vom Staat gezahlt aber was ist mit dem Vater der kann auf Grund des Einkommen dieses selber bezahlen. Auf Grund dieser Situation kommt er in eine dermaßen beschissene Situation ( Seelisch halte ich mal außen vor) das es besser ist nicht mehr zu arbeiten, weil dadurch rutscht er in die Prozesskostenbeihilfe hinein (was viel Geld und Zeit spart). Ende vom Lied ist das der Vater sich nach 2Jahren diesen Spass nicht mehr leisten kann und seine eigenen Wege gehen wird ( Harz4, Schwarzarbeit, geringe Stunden Ausland usw. oder Arbeitsunfähig) weil er nicht mehr arbeiten kann weil er kaputt gemacht wurden ist.
            Deswegen sage ich gebt den Eltern KEIN Geld in die Hand und seit mal ehrlich ist euch geholfen wenn man euch 200 Euro+Kindergeld in die Hand gibt oder ist euch geholfen wenn ihr euch keinen Kopf über den Kindergartenplatz, über das Schulessen über gute Sportvereine ( Schach gehört mit dazu ) über Klassenfahrten usw. machen müsst, wenn ihr nicht zu den Behörden ständig laufen müsst um dieses und jenes zu beantragen.

            Man sollte mal darüber nachdenken und sich fragen warum es so ist wie es ist. Denn zum zeugen von Kindern gehören immer zwei.

            in diesen Sinne ich muss jetzt arbeiten gehen.
            Jens

          • Genau das hier, Jens: „Mit ausbluten meine ich… er kommt in eine finanzielle Situation wo er nicht mehr arbeiten kann und wo es besser ist nicht mehr arbeiten zu gehen“ berührt den Kern des Problems. Denn ob die Frau bzw. das betreuende Elternteil arbeiten gehen will, die Frage stellt sich nicht. Sie MUSS. Weil es für Alleinerziehende keinen Selbstbehalt von über 1000 € gibt. Wenn sie nur 600 € im Monat hat, dann ist das ihr Pech. Dass das daran liegt, dass ein abwesender Vater nicht ums Kind kümmern will und schon gar nicht einsieht, finanziell verantwortlich zu sein, ist genau das, was für mich das große Unrecht darstellt. Kinder kosten nunmal Geld. Und Zeit. Und Liebe brauchen sie auch noch. Ein Vater, der denkt wie du, bietet nichts von alledem.

          • dann ist das so, habe deshalb nicht gezahlt weil ich Kindermisshandlung nicht unterstütze, aber sei es drum sie haben Recht. wird schon ein Grund haben warum wir alle alleinerziehend sind.
            Ich zu meinen Teil klinke mich in diesen wunderschönen Blog wieder aus, vom rumjahmern wird nichts.
            P.S ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest.
            In diesem Sinne Jens

          • Wenn du Kindesmisshandlung verhindern willst, dann führt der Weg dazu sicher nicht über Unterhaltsverweigerung. Sondern über offizielle Stellen, die helfen. Dir auch noch ein schönes Leben.

      • … eine gute oder sehr gute Ausbildung in WAS bitte?

        Ich bin im Maschinenbau tätig, sehe da . äääh, KEINE Frauen… ausser am Frontdesk, Buchhaltung, etc. mit pünktlich Feierabend und Freizeit-Optimierungspotential.

        ich kann dem Herrn Unternehmer weiter oben nur meine absolute Zustimmung aussprechen!

        Ja – jeder kann in Not geraten. Sich aber auf Staatskosten, also MEINEN STEUERN bequem zu machen und das Kindchen als Entschuldigung für allen hoch zu halten. Nope, sorry, sooo nicht.
        Hier gehört der Einzelfall mit NACHWEISEN betrachtet und unter Vormund gestellt. Ausgaben von Unterhalt bewiesen und nachgewiesen werden. Bei verstoß der Frauen umgehend Kürzen und dem Mann zusprechen.

        Die Steuern sind für euch liebe Frauen kein Füllhorn ums ich wahllos daraus zu bedienen, nur weil IHR euch entschieden habt euren Mann zu schassen. BEVOR ihr euch ein Kindchen machen lässt, erstmal darüber nachdenken, ob das auch so zu finanzieren ist. Ich kaufe mir ja auch keinen Ferrari ohne mir VORHER zu überlegen ob ich den Sprit bezahlen kann!
        Schonmal was von Verhütung gehört? geht das selbst mit „guter Bildung“ nicht? DAS weiss doch jeder Bauer wie das geht…

        Hier hat die Erziehung absolut versagt – sorgte doch früher die Familie für ein natürliches Aussortieren untauglicher Paarkonstellationen. Heute zieht doch alles nur noch auf die eigene Bequemlichkeit und den Egotrip der Prinzessinnen ab. Wollen-Wollen-Wollen und die eigenen Fehlentscheidungen finanzieren sollen andere.

        In diesem Sinne… ich geh mich mal am Pool lümmeln und suche mir meinen nächsten Wagen aus, den ich mir kaufen möchte. AMG oder M, das ist hier die Frage.

        • …. unter Vormund gestellt!? Geil, zurück ins Mittelalter, nein ins 19. Jahrhundert! Bis Mitte des 20 Jhs. war das wirklich so, die Frauen hatten das Sorgerecht fürs eigene Kind nicht. Aus genau den Gründen, die dieser Kommentar belegt: man unterstellte den Frauen, sie seien irgendwie minderbemittelt/nicht in der Lage, sich selbst verantwortlich um das Kind zu kümmern. Und auch damals lag die Verantwortung für Verhütung natürlich alleine bei der Frau. Selbst Schuld, wenn sie schwanger wird!

          Den Rest des Kommentars kommentiere ich nicht, das ist ja schon mehrfach getan worden im Verlauf des Threads. Ich kann mir allerdings nicht verkneifen, zu hoffen, dass du keine Kinder hast. Und auch nie welche bekommst.

          Für Interessierte: Hier ein kurzer geschichtlicher Überblick zur Stigmatisierung Alleinerziehender in diesem Blog:
          https://mama-arbeitet.de/familie/alleinerziehende-stigma-geschichte

        • Lieber Finanzierer,
          ich bin Dipl.- Physikerin, spezialisiert in Bereich Halbleiterphysik. Man könnte meinen, ideale Ausbildung um viel Geld zu machen. Als Prozessingenieurin in Qualitätssicherung (mein anvisiertes Tätigkeitsfeld), sind die Verdienste nicht schlecht.
          Ich habe meine Kinder bekommen in den glauben, das ein gleichberechtigtes Paar wie wir es sind es schaffen, beide in große Teilzeit zu kommen bis die Kinder älter sind und weniger Elternpräsenz brauchen. Der Wiedereinstieg in dem Beruf erwies sich als sehr schwierig. Alle Firmen schreckten davon zurück mich einzustellen, „bei meiner familiäre Situation“. Diese familiäre Situation waren zwei Kinder die vollzeitbetreut waren. Ja, bereits in der Jobsuchphase haben wir uns den Luxus gegönnt, besser gesagt darin investiert, damit wir auch in der Eingewöhnungszeit feststellen können ob es unseren Kindern damit gut geht und gegebenenfalls Alternativen suchen können. Bei Krankheitsfällen teilen wir uns die Verantwortung, so dass die wichtigsten Meetings abgesichert sind.
          Mit Mühe und Not hat mich eine Firma in Teilzeit eingestellt, deutlich unter die Zeit die ich gerne gearbeitet hätte und mit schlechte Bezahlung. Überstunden zu machen wurde mir oft verboten, obwohl es viel Arbeit zu tun gab, so dass ich bei Betreuungsengpässe Schwierigkeiten hatte auf ein Überstundenpolster zurückzugreifen. Dann kam die Schule mit den vielen Ferienwochen, die Ferienbetreuung war teurer als mein Verdienst als Ingenieurin, arbeiten würde zu einem Minusgeschäft.
          Das Ende von Lied ist, ich habe auf Lehrerin umgeschult, damit wenigstens das Ferienthema vom Tisch ist. Zum Glück mag ich den Job gern, der Verdienst ist zwar deutlich weniger als des eines Ingenieures, aber viel mehr als ich als Ingenieurin habe bekommen können. Zeitlich ist es so weit flexibel dass ich meine Kinder am späten Nachmittag sehe, dafür muss ich oft nachts arbeiten (Vorbereitung, Korrekturen). Bei Krankheit der Kinder, zum Glück selten, übernimmt mein Mann trotz deutlich höheren Verdienst auch seinen Anteil der Verantwortung.
          Zusammenfassung: Für uns eine brauchbare Lösung, aber nicht mein Wunschberuf, nicht mein Wunschverdienst, trotz dementsprechende Ausbildung. Liegt es an uns, oder am System, dass Mütter ungern eingestellt werden und wenn, dann in Teilzeit mit lachhafte Vergütung?
          Ihre Ingenieurin.

    • Eine gute bis sehr gute Ausbildung ist irrelvant, denn es geht nicht um die Ausbildung, sondern um das Einkommen. Haben Alleinerziehende ein gutes bis sehr gutes Einkommen? Ein reicher Unternehmer kann sich im Alter überall auf der Welt pflegen lassen. Es mangelt nicht an Menschen, die einen Job brauchen und Geld verdienen wollen liebe Anja. Herta Ihre Beobachtungen teile ich.

        • Es gibt viele Gründe. Ich nenne einfach einige, die mir spontan einfallen: Fach studiert ohne Bedarf, keine Berufspraxis, Studium nicht abgeschlossen wegen Schwangerschaft, Teilzeitstellen sind knapp, zu viele Kinder und keine Zeit für Arbeit, Arbeitszeiten harmonisieren nicht mit Kindergartenöffnungszeiten, zu oft krank, keine Großeltern in der Nähe, keine Weiterbildung, Fachwissen veraltet, gelernter Job wird ansich schlecht bezahlt (Supermarkt, Dienstleistungen etc.), im öffentlichen Dienst nicht untergekommen …. Es sind selbstverursachte Probleme Christine.

          Ich bin für eine gute Kinderbetreuung von 6.00 – 19.00 Uhr, kostenloses Mittagessen für alle Kinder im Kindergarten und in der Schule, für kostenlose Klassenfahrten und Exkursionen, für kostenlose Arbeitsgemeinschaften und Sportvereine. Das alles entlastet Mütter und hilft dem Kindern. Frauen müssen arbeiten gehen können. Nur dafür hat der Staat zu sorgen. Wer dann nicht will, dem ist nicht zu helfen.

          • Auf die gute Kinderbetreuung von 6-19 Uhr, von mir aus gerne auch an Randzeiten, Wochenenden und den Ferien können wir uns einigen. Ansonsten wäre es wichtig, dass die Frauen auch jemand einstellt – oft genug haben Entscheider in der Personalabteilung und der Firma Vorurteile gegenüber Alleinerziehenden.
            Daneben muss sich, das finde ich extrem wichtig, auch der Vater kümmern. Sowohl finanziell, als auch mit Zeit und Liebe. Dann wäre schon viel gewonnen. Und in einem Punkt will ich energisch widersprechen: Das sind NICHT selbst verursachte Probleme, sondern strukturelle. Sagen Studien wie die Bertelsmannstudie „Alleinerziehende unter Druck“ (2016), das Familienministerium, Fachleute aus Soziologie und Politik.

  12. Liebe Herta,
    dass es einige Alleinerziehende gibt, die keine Ausbildung haben und auch nicht arbeiten wollen, ist unbestritten. Überwiegend sind dies Kinder und Jugendliche, die unter problematischen Bedingungen aufgewachsen sind und entsprechendes vorgelegt bekamen.
    Deine Beobachtung, dass die meisten Alleinerziehenden um die 20 sind und keine Ausbildung haben und nicht arbeiten, kann ich wirklich nicht bestätigen. Ich kenne bei uns in der Gemeinde mehrere Alleinerziehende und ALLE haben eine Ausbildung und arbeiten, wenn auch meist nur in Teilzeit. Aber ALLE arbeiten 25 Stunden und mehr. Es kommt vielleicht auch auf die Umgebung an. Wir leben in einer kleinen Gemeinde.
    Als Maschinenbautechnikerin bin ich nicht so schlecht ausgebildet. Ich habe immer gearbeitet, abgesehen von kurzen Erziehungszeiten für meine 2 Kinder. Als mein 2. Kind 15 Monate alt war, habe ich dann mit Teilzeit angefangen. Ich arbeite 25 Wochenstunden und das Einkommen reicht ohne Unterhaltsvorschuss einfach nicht für 3 Personen. Bei mehr Arbeit wäre das mehr an Einkommen durch die Kinderbetreuungskosten draufgegangen.
    Der Unterhaltsvorschuss hat ja gerade den Vorteil, dass er Alleinerziehenden, die arbeiten, hilft. Nicht aber denen, die nicht arbeiten wollen und noch nie gearbeitet haben.

    • Die Linksfraktion sieht das aber anders. Sie gehen von 87% Hartz4 Empfängern unter den Alleinerziehenden aus.
      http://www.berliner-zeitung.de/politik/alleinerziehende-staat-kassiert-unterhaltsvorschuss-gleich-wieder-ein-25191980
      Zu den 78% die eine gute Ausbildung haben: Das glaube ich einfach nicht.
      Was wird zu der guten Ausbildung gezählt? Ein höherer Schulabschluß? Mag eine gute Ausbildung sein, bietet aber noch keine Qualifikation für das Berufsleben.
      Außerdem ist eine gute Ausbildung die nicht am Markt gebraucht wird ebenfalls wertlos. Anstatt Gendertheories, Soziologie oder ähnliches zu studieren sollte man sich ein bißchen am Markt orientieren.

      • Lediglich 17,6% der Alleinerziehenden haben einen hohen Bildungsabschlüsse.

        Quelle: Statistisches Bundesamt, Ergebnisse des Microzensus 2009 Alleinerziehende in Deutschland.

        Das war 2009, zwischenzeitlich dürfte der Anteil statistisch betrachtet kleiner sein.

        • Bertelsmannstudie „Alleinerziehende unter Druck“ (2016), S. 9: „Alleinerziehende Mütter in Deutschland sind überwiegend gut ausgebildet. Mehr als drei Viertel von ihnen (78%) verfügen über einen mittleren bis hohen Bildungsabschluss. 23% der alleinerziehenden Mütter haben einen niedrigen Bildungsabschluss.“

          • 78+23=101 (Prozent)

            auch ich habe sowohl einen Regelschulabschluss, eine Fachhochschulreife wie auch ein abgeschlossenes Studium, doch sollten die Akademiker aus diesen Studien berücksichtigen, dass üblicherweise nur der höchste erworbene Abschluss gezählt wird.

        • Sollen sich jetzt alle Alleinerziehenden, die „nur“ einen mittleren Abschluss (Realschüler oder Gymnasium 10.Klasse) und danach eine „nur“ Berufsausbildung gemacht haben, schuldig fühlen?

  13. Ganz ehrlich! Hier sind einige Kommentare, die mich echt wütend machen so langsam. Niemand oder präziser keine Frau sollte sich rechtfertigen müssen, ein Kind oder gar gleich mehrere Kinder bekommen zu haben! So, und damit gleich noch Klischees bedient werden können: ich bin Akademikerin mit sehr gutem (!!) Abschluß. Ich habe die Frechheit besessen, ein Kind aus einem Two-Night-Stand auszutragen und mit dem Wissen, es allein großzuziehen. Der Kindsvater oder muss ich diesem Fall Erzeuger oder Samenspender sagen ???, wwar mit meiner Entscheidung nicht glücklich. Was ich sehr gut verstehen konnte…. Allerdings war mit ihm nicht zu reden, was den Umgang mit der Tatsache, dass ich nun mal durch ihn schwanger wurde, betrifft. Ihc schreibe bewusst Umgang mit den Tatsachen – es ging mir nicht darum, ihn jetzt weiter „zu melken“ – hach, was für ein Wortspiel. Stattdessen beharrte er auf seinen Prinzipien, dass es verwerflich wäre unter den Umständen, dass wir kein Paar sind, ein Kind zu bekommen. Ich habe Schuld auf mich geladen – an der ich jahrelang schwer zu tragen hatte, auch wenn ich seine verqueren Ansichten nicht teilte, haben sie mich emotional jahrelang sehr schwer belastet. Wir haben weder einen vernünftigen Umgang noch sonst irgendwas hinbekommen. Ich habe mich auf einen Deal mit ihm damals eingelassen – in der Hoffnung, ihn dadurch irgendwie für meine Tochter ins Boots zu holen. An diesem Deal habe ich auch schwer zu tragen gehabt, da er seinen Teil der Vereinbarung nicht eingehalten hat und stattdessen ich als Kindsmutter die Rechnung allkein zu tragen hatte – das Jugendamt hat mich verurteilen lassen! Dann – da ich naiverweise anscheinend doch den Traum einer glücklichen Familie träumte, habe ich mit einem anderen Mann ein zweites Kind bekommen. Oh weh! Ich habe mich sehr bemüht und angestrengt, wollte ihm beweisen, dass ich als Freiberuflerin alles gewuppt kriege, versuchte ihm den Rücken frei zu halten, da dieser Mann seinen Beruf, seine berufliche Flexibilität über alles stellte. Ich wollte natürlich auch nicht, dass er das Gefühl bekommt, dass er mein erstes Kind finanziell mit unterstützen muss – also habe ich als Freiberuflerin im Kulturbetrieb gearbeitet, während der Schwangerschaft, gleich wieder nach der Geburt. Ich habe mich und meine Kinder allein versorgt. Er kam „nach Hause“ zu uns, in meine kleine Wohnung, wenn er frei und Zeit hatte. Nur ich war immer erschöpft… vom arbeiten, dem existentiellen Druck, dem Versorgen der Kinder (incl. schlaflosen Nächten mit dem Baby) und dachte irgendwann, hier läuft was schief…. Ende alles klar: Trennung. Unterhalt für´s erste Kind, mittlerweile 12 Jahre gab es nie, der Unterhaltsvorschuss ist lange vorbei. Das zweite Kind bekommt den Mindestunterhalt. Ich habe vor einem halben Jahr mit Hilfe einer Anwältin noch einmal offiziell klären lassen sozusagen, dass wenn ein Vater nicht zahlen wikll, er in Deutschland die Möglichkeit hat, sich prinzipiell zu verweigern! Die Familie dieses Kindsvaters weiß Bescheid und hatte nie das Bedürfniss, meine Tochter kennenzulernen. Diese Familie wird alles dafür tun, dass meine Tochter nie irgendwelche Ansprüche geltend machen kann. So, Fakt ist, dass mir die Novellierung des Unterhaltsvorschussgesetz definitv helfen würde, um mit meinen Kindern und meiner freiberuflichen Tätigkeit, in Ruhe leben zu können – ohne ständigen Stress, ohne Existenzdruck. Diese Zahlung würde mir beim Großziehen meines Kindes helfen, mir die Freiheit geben, evt. mal einen Auftrag weniger annehmen zu können und stattdessen mal mehr Ruhe, Zeit für die Bedürfnisse meiner Kinder zu haben. Und – jetzt kommt es! – ich finde, meine ältere Tochter hat ein Recht auf diese Unterstützung durch die gesellschaftliche Gemeinschaft! Schließlich soll sie irgendwann auch mal Rente erwirtschaften helfen, soll sich solidarisch zeigen – aber wie erklärt man das – auch vor sich selbst – wenn man ständig in dieser Solidargemeinschaft benachteiligt wird?

    Mich kotzen diese Argumentationsstränge an, wenn auf irgendwelche Mütter resp. Menschen gezeigt wird, die sich dann mit staatlicher Unterstützung in die Hängematte legen…. Mit Kindern gibt es keine Hängematte und ehrlich, die drei, die das vielleicht wirklich wollen, kann eine reiche Gesellschaft wie Deutschland zum einen locker aushalten, zum anderen sollte man diese Menschen unterstützen und ihnen mittels Solidarität evt. zeigen, dass alle wichtig sind, ihren Platz hier haben.

    • Du bist das Paradebeispiel einer unterleibsgesteuerten, verantwortunglosen Frau, die ihre, aus Leitfertigkeit entstandenen, Kindeskosten der Allgemeinheit aufs Auge drücken will.
      Das kannst Du alles ausleben, das ist Dein gutes Recht – aber trage dafür bitteschön SELBST die Kosten !

      Ich sehe es nicht ein, für derartige, sinnfreie Sexual- und Lebenseskapaden anderer, aufzukommen.

      Ich kann dieses Gejammer und Geforder nicht mehr hören und lesen.
      Versorgt Euch selbst !

      Ireen (42) alleinerziehend, selbstversorgend !, Witwe.

      • Wenn du eine alleinerziehende Witwe bist, fresse ich einen Besen, „Ireen“.

        Warum ich diesen Kommentar trotzdem freischalte: er zeigt sehr schön, wie sehr die abwertenden Vorurteile voller Hass, die ihren Ursprung im Mittelalter haben, heute noch wirken. Die Frau als beängstigendes Wesen mit Sexualtrieb und oder hexerischer Macht. Das ist ein sehr altes Bild, das dazu führte, dass ledige Frauen es bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts extrem schwer hatten. Geschichtlich höchst interessant.

      • Ein sehr verachtender Kommentar – aber nun ja, wir wissen ja alle, das beim Sex von Frau und Mann Kinder entstehen können. Ich war also mit meinem Sexualtieb nicht allein. Im übrigen, wenn du, liebe „Ireen“, richtig und genau gelesen hättest, hättest du gelesen, dass ich mich tatsächlich selbstversorge. Ich arbeite freiberuflich!

        Und ich hoffe nur, dass dir meine Tochter nicht irgendwann mal den Hintern wischen oder deine Rente erwirtschaften muss…

        Was mich an dieser ganzen Diskussion nur mächtig ärgert ist, dass ständig Fint gemacht wird – diese Frauen verdienen Mitleid, die anderen Verachtung. Diese Kinder sind es wert, die anderen nicht. Im Grunde sollte es egal sein, wie und wann ein KInd hier in einem reichen Land wie Deutschalnd auf die Welt kommt – aller sollten die gleichen Chancen haben. Das haben sie aber entsprechend ihrer Herkunft, ihres sozialen Milieus etc nicht.

        Um meine Kinder muss sich in diesem Fall niemand Sorgen machen – mich regt nur diese maßlose Ungerechtigkeit, diese Ausspielen voneinander, diese Arroganz mancher, die vorschreiben (wollen) wie das richtige Leben geht!

  14. >Ihr habt mich als Mann und Vater abgelehnt.
    >Ihr bekommt nun von mir auch kein Geld !

    Schon traurig: Ein offenbar wichtiges Lebensziel nicht erreicht und nun sind irgendwie alle anderen Schuld. Frauen natürlich. War sie schwarzhaarig? Dann sind also alle schwarzhaarigen Frauen besonders schuld? War sie Linkshänderin? … nur um noch eine andere beliebige, sinnlose Kategorie aufzumachen.
    Und die eigene Rolle dabei? Tadellos. weiße Weste. Natürlich!
    Abwegig der Gedanke, dass zu einer Partnerschaft zwei gehören.

    > Daraus folgt: Die Mädchen und Frauen sind überfordert mit der Partnerwahl und müssen entsprechend geschult werden.

    Just. Wow.

    • Thema nicht verstanden Almut.

      Niemand ist schuld an meinen Lebensumständen.
      Ich hab die alleinige Verantwortung dafür.
      Und die trage ich vollständig. Ohne wie Ihr herumzujammern oder gar Geld von meinen Mitmenschen einzufordern.

      Ihr jedoch kommt daher und wollt, daß ICH für EURE Lebensumstände zahlen muß.
      IHR habt doch die alleinige Verantwortung dafür.

      Und Eure Überforderung liegt doch klar auf der Hand:

      Ihr dürft so lange und so frei einen Partner auswählen, wie noch nie in der Geschichte Deutschlands.
      Und was macht ihr ???
      Ihr produziert nunmehr fast 3 MILLIONEN ALLEINERZIEHENDE !

      Das ist kein FAKT ! Und eine erschreckende Bilanz.
      Ihr Frauen habt es einfach nicht drauf.

      Lest mal alte Bücher und hört alte Geschichten, wie früher den Frauen von ihren Eltern eingetrichtert wurde, worauf sie bei einem Mann acht zu geben haben und daß sie nicht ihre Unschuld an den Falschen verschwenden sollen, der sie sitzen läßt oder keine Familie ernähren kann.

      Und was macht Ihr ?
      Ihr testet nicht mehr auf Beziehungs- und Familienfähigkeit, noch seid ihr selbst im Besitz dieser Eigenschaften.
      Ihr sucht Euch Partner mit knackigem Arsch und schönen Augen, statt danach zu fragen, ob er auch den Umgang mit Kindern beherrscht oder finanziell eine Familie ernähren kann.

      • Lasse ich auch stehen, weil dieser Kommentar ebenfalls sehr deutlich zeigt, wieviel Hass und Unwissen teils vorhanden ist.

      • Verdammte Axt! Es sind nicht „die Lebensumstände“, es sind die von Dir gezeugte Kinder die Du finanziell unterstützen sollst! Und wenn Du dich drückst, ist es eine gesellschaftliche Verantwortung dafür aufzukommen.

        • Aber was kann denn die Gesellschaft dafür, dass Du Kinder mit einem Mann gezeugt hast, und Du dann nach der Geburt herausfindest, dass Du doch gerne einen anderen Mann hättest? Wenn nun der Vater nicht aufkommen kann, oder in wenigen Fällen nicht aufkommen will, warum kannst Du das nicht alleine schultern? Warum müssen alle anderen für Deine Fehler aufkommen? Sie wurden doch auch nicht vor der Zeugung gefragt.
          Warum nehmen die Vorurteile gegenüber uns Frauen überhand? Weil wir sie schüren. Weil wir genau so handeln, wie es uns unterstellt wird.
          Ich habe ein hartes Brot zu beißen, muss mich jeden Tag neu beweisen. Aber dafür habe ich den Respekt der meisten Kollegen, kann mich selbst, und vor Allem meine Kinder, versorgen.
          Anders sieht es bei meinen Kolleginnen aus, die häufig aus unterschiedlichen Gründen ausfallen, unzuverlässig sind, und das offen zur Schau tragen. Hier gibt es eine sehr hohe Fluktuation.
          Ich bin jedenfalls froh, am Ende des Tages zurückblicken zu können und zu sagen: Das ist meins, das habe ich alleine erwirtschaftet, das kann mir niemand streitig machen.

          • Erstens finde ich es hart, ein Kind als „Fehler“ zu bezeichnen, Judith – auch wenn die Partnerschaft, aus welchen Gründen auch immer, keinen Bestand hatte. Und zweitens haben wir in Deutschland das Prinzip Solidargemeinschaft. Bedeutet, man teilt mit denen, denen es schlechter geht als einem selbst. Und zwar am besten, ohne diesen Menschen auch noch Vorwürfe zu machen. Aber vielleicht ist das nur mein naives Weltbild.

            Ach, und zum dem selbst erwirtschafteten Geld: glaubst du nicht, die Alleinerziehenden, die es nicht schaffen, ihr Einkommen komplett selbst zu erwirtschaften, würden das wahnsinnig gerne tun? Jede dritte Alleinerziehende in Hartz IV ist Aufstockerin. Das heißt, sie arbeitet. Oft leider in schlecht bezahlten Berufen aufgrund von fehlender Kinderbetreuung oder Diskriminierung am Arbeitsmarkt. DA müssen wir ansetzen. Nicht beim Beschuldigen der Frauen für das Auseinanderbrechen der Beziehung.

            Um es mal ganz deutlich zu sagen: Was können denn die Kinder dafür, dass „die Gesellschaft“ sie nicht will? Aber Steuern und Rente für die jetzigen Mittelalten sollen diese Kinder später zahlen!?

          • Liebe Judith,
            die Gesellschaft braucht Kinder. Länder mit zu viel Bevölkerung treffen andere Maßnahmen, z.B. Chinas Ein-Kind-Politik. Aber hier haben wir eine über-alternde Gesellschaft die auf Kinder angewiesen ist.
            Es haben zwei Menschen entschieden ein Kind auf die Welt zu bringen. Wenn eins davon nicht kann ist die Arbeits- und Finanzielle Belastung für einen allein schon sehr hoch, oft zu hoch. Die Statistiken zeigen dass sich dieser Vorurteil der faulen, kinderkriegenden Frauen die sich bei der Wahl des „Versorgers“ oder „Finanzierers“ vertan haben genau das ist, ein Vorurteil.
            Cecilia

  15. „…um auf die Straße zu gehen, haben wir kaum Zeit. “ …und genau aus diesem Grund geht’s uns Alleinerziehenden relativ schlecht, wir haben kaum Zeit um angemessen für unsere Rechte zu kämpfen. Wenn jemand auf die Straße geht, ich wäre dabei!

  16. Wow, geballter Hass, schon eindrucksvoll…
    Aber, ganz ehrlich: ich habe diese Kinder nicht allein bekommen, habe wirklich viel versucht, dass zusammen hinzubekommen, aber massive verbale und auch physische Gewalt gehen gar nicht.
    Zum Zeitpunkt der Trennung war ich arbeitslos, habe aber tatsächlich Arbeit gefunden, arbeite jetzt Teilzeit und habe die Kinder weitestgehend allein: jeder einzelne Termin, alle Hausaufgaben, jede Krankheit, die ganze Wäsche… Der Vater der Kinder arbeitet, würde jedoch freiwillig keinerlei Unterhalt zahlen (wie auch der Umgang sofort eingeschränkt wird, wenn es so aussieht, als hätte ich Freizeit).
    Nun finde ich zweierlei:
    1. UV ist nicht „ausbluten“. Es ist auch letztendlich keine Leistung für die Alleinerziehenden, sondern für die Nichtzahler. Es ist nicht einzusehen, warum Alleinerziehenden der Schwarze Peter Antragstellung auf Sozialleistung zugeschoben wird, wenn der jeweils andere seiner Verantwortung nicht gerecht wird.
    2. In hochkonfliktuellen Situationen kommt es auch dem Umgang der Kinder mit dem jeweils anderen zugute, wenn nicht auch noch die Frage des Unterhalts direkt erstritten werden muss. (Und ja, ich nehme da Einiges auf mich, um das zu ermöglichen.)

      • Das Wechselmodell funktioniert nur bei getrennten Eltern, die sich verstehen. Und die Paar- und Beziehungsebene trennen können, die das Wohl des Kindes im Blick haben. Gerade bei den sogenannten „Väterrechtlern“ und hasserfüllten Menschen, zu denen auch du in meinen Augen zählst, ist das eine absurde Idee. Das wird zum Glück auch vor den Gerichten so gesehen.

      • Das ist sehr witzig: der Kindsvater weigert sich, auch nur für eine Mahlzeit in 14 Tagen zu sorgen, lädt bei jedem Kratzer die Kinder wieder bei mir ab, gibt den Kindern (!) nicht einmal seine Telefonnummer, aber Wechselmodell soll gehen?

  17. Hallo Anja,

    hier in unserer mittelgroßen Stadt ist es sehr gemischt: Aber es fällt halt auf, dass die sehr jungen Mütter mit kleinen Kindern die größten Probleme haben. Meine Schwägerin mit Teenager-Jungs hat sich vor wenigen Jahren getrennt. Der Kindsvater zahlt, meine Schwägerin hat einen neuen, gut verdienenden Freund, zu dem sie inzwischen gezogen ist. Sie selbst geht arbeiten (25 Std.) und hat keine finanziellen Probleme. Daher: Man muss schon jede einzelne Situation genau bleuchten. Im Kindergarten meiner Tochter sind viele junge Frauen mehr oder weniger allein erziehend. Sie haben aber alle einen neuen Freund, mit dem sie eine Wohnung und daher wohl auch die Kosten teilen. Mir ist nur eine einzige Frau mit Kind ohne Partner bekannt. Die ist nach der Trennung zurück zur Mutter ins eigene Haus gezogen. Das Kind hat dort einen großen Garten und ein eigenes Zimmer. Die Mutter geht 20 Std./wöch. arbeiten. Da weder Miete noch sonstige Abgaben von ihr geleistet werden müssen, geht es ihr – nach eigenen Äußerungen – sehr gut. Zumal durch die Oma auch immer ein Babysitter vorhanden ist.
    Daher sage ich: Man muss einfach differenzieren. Es geht nicht allen allein Erziehenden per se schlecht. Die Lebenssituationen sind sehr unterschiedlich. Meine Beobachtungen gehen dahin, dass es mehrheitlich die sehr jungen Mütter mit sehr kleinen Kindern sind, die finanziell am Limit gehen. Oft waren sie mit dem Kindsvater gar nicht verheiratet, haben keine Ausbildung etc. Es sind Beobachtungen, mehr nicht. Meine Freundin wohnt in einer Großstadt – sie teilt aber meine Eindrücke. Dort ist es wohl ähnlich.

    Hier wurden ja nun auch verschiedene Statistiken ins Feld geführt. Welche ist denn nun näher an der Wahrheit dran?

    Gruß,
    Herta

  18. Herta, Sie schreiben von der Wirklichkeit, die oftmals negiert wird. Sie schreiben von einer Frau, die ihren Mann verlässt, Unterhalt kassiert, in einer neuen Beziehung von einem wirtschaftlich potenten Mann gesponsort wird und mit nur 25 Stunden Erwerbsarbeit lebt, wie eine Königin. Auf Kosten ihrer Männer kann diese Frau mit wenig Arbeit ein schönes Leben führen. Das ist offenbar gar nicht so selten. Auf der Strecke bleiben offenbar nur die Frauen, die es nicht schaffen einen Sponsor zu finden oder lieber allein leben. Aus ihren Geschichten Herta ist ein parasitärer Lebensstil der Frauen herauszulesen. Der Mann, der Staat oder auch die Familie soll zahlen. Ist dies die Freiheit und Gleichberechtigung, die Frauen sich so wünschen?

    • Das sind gefühlte Wahrheiten, man nennt das „postfaktisch“ – was „gar nicht so selten“ ist, lässt sich zuverlässig nur durch Statistiken feststellen. Und da wissen wir, dass nur jede Vierte Frau vom Vater des Kindes den ihr zustehenden Unterhalt erhält. Faktisch. 50% erhalten gar keinen.

  19. Hallo Herta,
    da stimme ich dir völlig zu, dass man differenzieren muss und es nicht allen Alleinerziehenden schlecht geht. Deine Schwägerin bekommt ja Unterhalt. Aber viele eben nicht. Und als Ausgleich dafür soll der Unterhaltsvorschuss ja sein. Wenn die Alleinerziehende Unterstützung durch die Eltern erhält, hilft es dieser natürlich auch. Wenn aber weder Unterhalt noch Unterstützung durch die Familie vorhanden ist, wird es eng. Meine Eltern starben, da war ich 16 und 31 Jahre alt. Meine Kinder bekam ich im Alter von 36 und 40. Meine Kinder haben also keine Großeltern von meiner Seite. Was mir des öfteren weh tut für meine Kinder. Denn bei ihren Freunden bekommen Sie natürlich mit, wieviel diese mit ihren Großeltern machen. Der Kindsvater wohnt bei seiner Mutter und bekommt Hartz IV inklusive Wohnkosten, obwohl seine Mutter alles bezahlt! Er hat also Unterstützung durch die Familie. Wir haben ihn seit 8 Jahren nicht mehr gesehen.
    Obwohl ich ihn anfangs immer wieder nach Besuchen gefragt habe.
    Aber natürlich gebe ich dir recht, dass es auch diese (jungen) Mütter gibt, die nichts auf die Reihe bekommen. Weder ohne noch mit Partner. Diesen Müttern nützt der Unterhaltsvorschuss nichts, weil sie vermutlich ewig in Hartz IV verharren werden. Mit oder ohne Kinder. Diese Eltern beklagen sich auch, dass ihnen die 2€ Kindergelderhöhung auf Hartz IV angerechnet werden und ignorieren, dass der Hartz IV Satz um mehr als die 2€angehoben wird.
    Darum stimme ich Herrn Schneider, dem Hauptgeschäftführer des Paritätischen Gesamtverbandes, auch nicht zu, dass es bei Hartz IV Freibeträge auf den Unterhaltsvorschuss geben sollte. Besser wäre dies beim Wohngeld. Denn dann würde schon ein geringes Einkommen reichen um aus Hartz IV herauszukommen, was motivieren würde eigenes Einkommen zu erzielen. Und bei wachsendem Einkommen würde der/dem Alleinerziehenden etwas davon bleiben. Bisher wird beim Wohngeld der Kinderzuschlag nicht angerechnet, wohl aber Kindesunterhalt, Waisenrente und Unterhaltsvorschuss. Dies betrifft übrigens auch Patchworkfamilien. Bisher sind die Hürden raus aus Hartz IV einfach zu hoch. DAS muss sich ändern.
    Bezüglich einer Statistik sagen die Kollegen aus meiner Abteilung: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    Oder wie einer meiner Lehrer mal sagte: Statistik ist wie ein Bikini, sie zeigt viel und verbirgt das wesentliche.

    In diesem Sinne einen schönen Tag
    Anja

  20. …..Alle Mütter H4, alle Väter verantwortungslos? schwarz weiß Malerei. Aber es geht hier nicht um die Eltern ( Mütter/Väter) sondern um die Kinder, alle Kinder! Die haben sich weder ihr Schicksal noch die Eltern ausgesucht. 6 Jahre bzw. bis max. 12. Lebensjahr Unterhaltsvorschuss zu erhalten, ganztägige Betreuung gewährleistet hilft und hat geholfen. Aber was dann? Sind ältere Kinder weniger Wert? Was ist gerecht daran, dass die Jugendlichen, pubertierenden keine Zuwendungen mehr erhalten? Die Kosten eines 13., 15. oder 17. jährigen, werden nicht geringer. Bücher, Klassenfahrten, Kleidung und.v. m. Meine Kinder konnten und können nicht in der Mensa mitessen, zu teuer, in den Ferien bleiben sie zu Hause ( zählen ja als Erwachsene wenn man doch in den Urlaub möchte), günstige Freizeitangebote fehlanzeige. Als sie noch klein waren gab es genügend, Spielplätze und Schwimmbäder, vielerorts sind sie noch kostenlos reingekommen, Betreuung Ganztagsschule, top. Die Kleinen konnte man noch irgendwie glücklich machen. Meine 2 Kinder habe ich auch allein und ohne Unterhalt vom Vater groß gezogen. Mein Sohn wird im Jan. 20 Jahre alt, meine Tochter ist letzte Woche 18 geworden. Mit dem größer werden haben sie auch mehr und mehr die finanzielle Belastung realisiert. Sie werden nicht mehr von einer Neuregelung profitieren. Beide im Abitur müssen sich ihr Taschengeld selbst erarbeiten. So braucht es ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen, Anteil zu nehmen, auch finanziell und nicht nur für die Grundschulkinder. Ich bin gern bereit mich an dieser sinnvollen Aufgabe finanziell zu beteiligen, den Kindern zuliebe. Im übrigen, ich bin eine Mutter die immer Vollzeit gearbeitet hat mit 2900€ brutto pro Monat (50/60 Std. p.W.). kein schlechter Verdienst. Bei einer Miete von mittlerweile 860€ p. M. Und Gesammtfestkosten von 1400€ bleiben noch 400€ + Kindergeld ( welches per Gesetz den Kindern persönlich zusteht). Anstatt gehen meine Kinder seit über 2 Jahren jobben + Abi. Gegenüber den Kindern die dies nicht aus finanziellen Gründen müssen sind und bleiben sie benachteiligt. Denn die anderen können sich voll und ganz aufs lernen konzentrieren. Numerus Klausus, mithalten auf dem Platz für die Uni….

    • Liebe Ines,
      dein Beitrag spricht mir voll aus dem Herzen.
      Angefangen bei der schwarzweiß Malerei über Mütter und Väter.
      Und dass es ein ganzes Dorf braucht um ein Kind zu erziehen, was in Naturvölker normal ist.
      Bis hin zu dem Punkt, dass die Kinder benachteiligt sind, weil sie ihr Taschengeld selbst erarbeiten müssen. Trotzdem fiebert mein großer Sohn schon dem Zeitpunkt entgegen, wenn er nächstes Jahr 14 wird und einen Job (Zeitungen austragen) machen kann, sofern er einen findet.
      Ich wünsche deinen Kindern viel Erfolg!

  21. ich hab die Petition unterschrieben.
    ich hätte lieber eine unterschrieben, die noch mehr raushaut (höhere UHV-Sätze und vor allem Druck- und Vollstreckungsmittel gegenüber den KVs).

    es hat schon etwas unfassbar erniedrigendes, dass dieser Bereich des Lebens, der unsere zukünftige Generation betrifft und formt, so dermaßen schlecht abgesichert ist. klar trennen sich heute mehr Frauen: weil noch genauso viele Kerle wie früher die Nerven verlieren, Alkoholiker werden, die eigene Freiheit durchdrücken oder zuschlagen und die meisten Frauen aber besser gebildet sind (juhu! wir dürfen uns ausbilden lassen und studieren!). wir sind also besser ausgebildet und haben meist irgendwann mal alleine von einer Vollzeitstelle gelebt. aber sobald Kinder da sind und plötzlich die archaischen Prinzipien der eigenen Eltern durchbrechen sind wir die Blöden? wir werden ab Strich-im-Schwangerschafts-Test von Fremden bedrängt, bloß alles richtig zu machen (das Richtige zu essen, zu trinken, die richtige Menge Bewegung, der richtige Kurs, die richtige Erstausstattung, und immer auch ein wenig an sich selber denken, damit die Seele nicht überschnappt…aber auch nicht zu viel Egoismus, ne?) aber wehe, wir stellen fest, dass das Zuhause einfach gar keinem Ideal mehr entspricht. wehe, wir stellen fest, dass wir viel gelernt haben, aber der Typ da auf der anderen Bettseite macht noch immer denselben Kram wie vor der Schwangerschaft. wehe, wir aktualisieren uns mit Erziehungskursen und kriegen die Tränen, weil der Partner der Meinung ist, dass die Kinder gefälligst auf ihn zu hören haben und das ab spätestens 2, denn dann können sie sprechen und laufen und dann wird das doch wohl gehen. FRÜHER GING ES JA AUCH!

    weil die Männer unserer Gesellschaft sich weigern, endlich mal die überholten Vorstellungen zu Gunsten ihrer Partnerinnen und Töchter über Bord zu werfen, deswegen werden diejenigen Frauen verteufelt, die progressiv oder verzweifelt genug sind, es alleine zu versuchen???

    welche Frau trennt sich leichtfertig vom Vater ihrer Kinder?

    sorry, nein: dieses Geschäft geht immer zu Lasten der Frauen. und es ist richtig gehend peinlich, dass wir noch nicht weiter sind. dass wir diesen empfindlichen Familiensystemen noch Existenzängste zumuten. dass überhaupt als Familie nur Vater-Mutter-Kind gilt und nichts anderes.

    allez! es gibt noch viel zu tun!

    Minusch

    PS: ich klammere der einfachen Lesbarkeit halber einfach die paar männlichen Alleinerziehenden aus. aber logisch gönne ich denen auch finanzielle Sicherheit und einen verlässlichen Partner.

  22. Hm, es gibt aber auch Alleinerziehende, die gar nicht arbeiten können.
    Mich hat Multiple Sklerose vom Arbeitsmarkt gefegt, und beziehe Rente wegen VOLLER Erwerbsminderung. Kurz nach dem zwölften Geburtstages meines Kindes floss kein Unterhalt mehr.
    – Unterhaltsvorschuss konnte ich nicht beantragen, weil Kind zu alt.
    – Kinderzuschlag durfte ich nicht beantragen, weil in unserem Haushalt keiner als erwerbsfähig gilt.
    – Beim Antrag auf Grundsicherung sollten meine Eltern, in deren Haushalt wir nicht wohnen, ihre Finanzen offen legen.

    Mein Beistand bleibt ständig am Datenschutz hängen, während meine Eltern sich „nackig“ machen sollten – kam für mich nicht in frage. Also blieb Wohngeld, leben somit aber auch leicht unterhalb von Hartz4.
    Mir konnte noch keiner erklären, wie ich bei voller Erwerbsminderung und dieser Erkrankung den ausbleibenden Kindesunterhalt jemals auffangen soll!

    • So leid mir Ihre Krankheit tut, aber warum soll da jetzt der Kindsvater (der sich, nach Ihrer Darstellung, ohnehin vor dem Unterhalt drückte) mehr Kindes-Unterhalt zahlen, weil Sie erkrankten?

      Prinzipiell leben wir in einer Solidargemeinschaft, dennoch wird bei Feststellung einer Bedürftigkeit zunächst auf die nächsten Verwandten (Ehegatte, Eltern, Kinder) zurückgegriffen, das ist auch so in den Gesetzen festgelegt und richtig so.

      Wie gesagt, Ihre Situation ist bestimmt nicht einfach, nur können Sie den Vater Ihres Kindes nicht für Ihre Erkrankung verantwortlich machen und folglich auch daraus keinen erhöhten Unterhaltsanspruch ableiten.

      • Er soll ja NICHT MEHR Kindesunterhalt, sondern ÜBERHAUPT Kindesunterhalt zahlen! Und dieser steht dem Kind gesetzlich zu. Aber das wird vom Vater ignoriert.

  23. Liebe Anja, danke für den Zuspruch. Ich kann mich wirklich nur wiederholen. Was macht Kinder unter 12 Jahren wertvoller und förderungsbedürftiger?! Welche wirklich plausible Begründung gibt es denn dafür?! Mir erscheint die derzeitige Regelung doch ziemlich willkührlich. Warum wird denn ansonsten selbst beim H4 Satz und beim Kindergeld altersunterschiedlich berechnet. Und zu guter Letzt, heißt es Unterhaltsvorschuss. Will heißen, Vorschuss vom Staat an das begünstigte Elternteil bzw. Kind, rückzahlbar von dem Elternteil welches den gerichtlich bzw. gesetzlich festgelegten Unterhalt schuldet. Kein Almosen! Wir sollten dabei nicht Mutter gegen Vater oder H4 gegen Berufstätige ausspielen oder uns erheben den / die Einzelne/ n und seine Entscheidungen/ Lebensentwürfe zu bewerten, sondern uns als Gesellschaft stark machen für alle Kinder in diesem Land möglichst gleiche Zukunftschancen zu erreichen. Die Ausweitung des Unterhaltsvorschuss es wäre hier aus meiner Sicht ein erster Schritt und ein wichtiges Signal.
    Ich wünsche Euch einen friedlichen 2. Advent im Kreise Eurer Lieben.

      • Also Martin, jetzt reicht es langsam – weitere Kommentare von dir hier werden nicht freigeschaltet.

        Der Unterhaltsvorschuss ist fürs Kind. Und wenn der Vater über Jahre hinweg nicht zahlen kann, ist der Vorschuss nicht „verloren“. Das ist eine menschenverachtende Denkweise. Die Kinder, die Unterhaltsvorschuss bekommen, brauchen dieses Geld dringend. Da von verlorenem Geld zu sprechen, ist zynisch.

        • Wenn der Unterhaltszahler nicht zahlen kann, dann ist der Unterhaltsvorschuss eben „nur noch“ ein Unterhalt. Und was ist daran verloren, wenn es damit möglich ist die Zahnspange, Nachhilfestunden, eine vernünftige Brille oder einen Schüleraustausch zu finanzieren? Ganz abgesehen von den restlichen Bedürfnissen der Kinder.

      • Ihr Typen, die denken, wir Mütter mit Euren Kindern führen ein Luxusleben mit 194/Kind, habt einfach NULL Ahnung von der Realität mit Kindern. Ich wette, von Euch hat noch niemand einen Einkauf am Monatsende mit 10€ und Taschenrechner beim Discounter machen MÜSSEN. Noch niemals den Kindern mindestens 2-3× im Monat sagen MÜSSEN „Das geht diesen Monat leider nicht “ oder „Dafür habe ich gerade kein Geld!“ . Und ich wette, von Euch hat auch noch niemand um 7h30 in der Schlange vom Jobcenter warten MÜSSEN, um wieder mal irgendetwas zu regeln, damit das Leben weiter geht!?
        Hat irgendjemand von Euch da draußen, wie sich das für Kinder anfühlt, die gesagt bekommen „Ihr werdet immer Harz4er bleiben! “ auf die mutige Frage vom Sohn direkt an den Vater gestellt, warum er denn keinen Unterhalt zahlt. Warum er nicht will, dass es seinen eigenen Kindern besser geht.
        Aber poppen wollten ALLE TYPEN vorher, bevor die Missstände unüberbrückbar wurden.
        Poppen wolltet IHR UNS ALLE!!!!!!! Und zwar sogar noch, als es schon scheisse war mit uns unerträglichen geldgierigen Exfrauen!!!!

        Brrrrr.

        • Eva, ich glaube, es ist noch vielfältiger – die Männer wollten ja nicht nur „poppen“. Sie wollten, zumindest viele von ihnen, eine Familie. Und als sie merkten, das klappt nicht, dachten sie auf einmal, fürs gemeinsame Kind seien sie nun nicht mehr zuständig. DAS finde ich wirklich schlimm. Es hat so etwas zutiefst egoistisches und kalkulierendes. Die Männer, die so denken, sehen gar nicht ein, für etwas zu zahlen, von dem sie nicht mehr profitieren.

          • Ja Christine, und ich finde es sogar interessant, der Versuch mich in den Köpfen der Maskulinisten hineinzuversetzen.
            Das scheinen Männer zu sein, dessen fantasierte harmonische Familie eine fürsorgliche und genügsame Frau als Care-Arbeiterin beinhaltet, die Abends nie müde ist und mit warmen Essen im sauberen Heim auf ihn wartet, umgeben von einem fröhlichen Kinderschar die 1/2 Stunde mit Papi schäkert und lacht um danach seelig zu schlummern, so dass die Mama beiseite weicht um der wollüstige Eheweib Platz zu machen, die ihren Herren dankbar zu diensten sind.

            Das Kindereaufzucht harte Arbeit ist, dass Frau sich alleine damit überfördert fühlen kann, oder dass ihre Vorstellungen seine nicht entsprechen und es damit zum Krach und sogar zur Trennung kommt ist dann ganz allein die Schuld der Frau, und dafür soll sie auch Geldnot leiden, es ist in seinen Augen nur gerechtfertigt. Wagt sie es, sich von ihm zu lösen, soll sie selber sehen, wie sie klarkomt (http://phoenix-frauen.de/komm-allein-klar-wenn-du-dich-trennst/).
            Sein Lebensentwurf ist gescheitert, daran ist die Frau schuld, damit fühlt er sich von der Verantwortung SEINER KINDERN GEGENÜBER freigesprochen.
            „Ihr habt mich als Mann und Vater abgelehnt. Ihr bekommt nun von mir auch kein Geld!“ Die FRAU hat Dich als Mann abgelehnt, die Kinder können doch nichts dafür! Dass manche Frauen den Umgang erschweren ist wahr, aber öfter verwehren ihren Ex-Familien nicht nur den Unterhalt, sonder brechen auch den Kontakt zu den Kindern ab. (Christine, hast Du zahlen dazu?)
            Es sollen nicht die Kinder dafür aufkommen, dass ihr als Paar „versagt“ habt. Der Unterhalt ist deren Lebensunterhalt!
            Cecilia

          • Geht mir genauso. Ich sehe das mit einer gewissen gruseligen Faszination und interpretiere die Beweggründe der Männer ähnlich wie du.
            Und P.S.: Nein, es gibt meines Wissens leider keine Zahlen dazu. Ich weiß nur, dass Väter, die nicht zahlen, sich auch oft verweigern, durch Zeit und Liebe einzubringen.

          • „Eva, ich glaube, es ist noch vielfältiger – die Männer wollten ja nicht nur „poppen“. Sie wollten, zumindest viele von ihnen, eine Familie. Und als sie merkten, das klappt nicht, dachten sie auf einmal, fürs gemeinsame Kind seien sie nun nicht mehr zuständig. DAS finde ich wirklich schlimm. Es hat so etwas zutiefst egoistisches und kalkulierendes. Die Männer, die so denken, sehen gar nicht ein, für etwas zu zahlen, von dem sie nicht mehr profitieren.“

            Hire steckt ein riesiger Fehler drin – so eine Art Glaubensblase.
            Richtig ist: Der überwiegende Teil der Männer will auch eine Familie.
            Falsch ist, daß die Männer in den Sack hauen, wenn sie selber merken, daß es nicht geht. Was ist falsch? Nun, die überwiegende Anzahl von Beziehungen wird durch die Frau aufgekündigt! Ihr wißt das alle selbst! Auch ihr hier schreibenden „AE_Mütter“ habt mehrheitlich von euch aus die Beziehung gekündigt und zwar nicht wegen Gewalt oder Alkoholismus in der Partnerschaft (der kleinste Teil der Trennungsgründe), sondern aus trivialeren Gründen wie z.B. „Weiterentwicklung“, gepante „Selbstverwirklichung“ etc.

            Hier wird soviel über das Kindeswohl als höchstes Ziel geschrieben, aber der „Selbstverwirklichung“ wird es immer untergeordnet. Auch meine Frau ist gegangen, weil sie sich „selbst verwirklichen“ wollte.
            Sie hätte und hat während der Ehe jederzeit arbeiten können, nur jede Arbeit hat ihr nach kurzer Zeit nicht gepaßt.
            Nun bin ich der AE und sie verwirklicht sich so lala.
            Klar ist meine Situation paradiesisch – ich habe ein gutes Einkommen und die etwas über 40-Stundenwoche verträgt sich relativ gut mit Fahrzeiten und Kindern.
            Aber vielen Männern geht es wesentlich schlechter. Selber miterlebt, daß sich beide bei der Trennung darauf einigten, 50/50 Modell zu leben und es auch taten. Dann die Ernüchterung bei ihr, daß sie dann ja keinen KU erhält und sofort wurde die Regelung aufgehoben und er darf seine Kinder jetzt alle 14 Tage sehen.

            Wieso, zum Kuckuck nochmal trennt ihr euch unter so fadenscheinigen Gründen und schafft dann die Voraussetzungen dafür zu sagen, daß ihr wegen der Kinderbetreuung nicht ganztags arbeiten könnt? Laßt den Vätern, die es wollen doch die Kinder 50/50! Oder geht es euch nur um KU und erhöhten Bedarf für Kindesbetreuung?

            Wieso bekommt einen Kindsmutter z.B. Unterhalt (Als Ausfallsleistung, weil sie wegen Betreuung nicht arbeiten kann) für sich zugesprochen, um das Kind (ganztags) selbst zu betreuen und wenn sie das Kind dann aber in eine Kita gibt, bekommt sie noch lt. Gesetz vom Kindsvater diese Kosten zusätzlich erstattet? WAS soll das? Sie sitzt zu Hause und bekommt die Fremdbetreuung auch noch erstattet?
            Sowas ist irrsinnig und verursacht genau diese Verweigerungshaltung der Zahlväter!

          • Also, „triviale Gründe“ für eine Trennung zu unterstellen, ist schon so abwertend und voller Vorurteile, dass ich weiter gar nicht lesen mag. Trotzdem freigeschaltet, aus exemplarischen Gründen. Weil das sicher keine Einzelmeinung ist.

            P.S.: Die in obigem Kommentar geäußerten Annahmen zum Unterhaltsbezug treffen in der Realität so gut wie nie zu. Und „zuhause rumsitzen“ kann man die anstrengende Beaufsichtigung eines Babys/Kleinkindes nun wirklich nicht nennen. Das ist rund um die Uhr anstrengende Arbeit.

  24. Hallo, ich habe auch unterschrieben, und hoffe es wird noch oft verbreitet. Die Gesetzeslage ist zu Lasten der Kinder, welche sich nicht wehren können. Ich hoffe immer, wenn zwei sich trennen, dass Sie diesen Stress nicht auf die Kinder übertragen.
    Leider gelingt dies dann doch oft nicht.
    Ich denke ein Unterhaltsvorschuss bis zum Ende der Schulzeit bzw bis zum Ende der Ausbildung, so wie es bei den regelhaft zahlenden Elternteilen vorkommt, sollte das Ziel sein.
    Alles andere ist schlicht unfair und behindert die Kinder in so vielen Bereichen.
    Bleibt dran, viel Erfolg !

  25. „Zahlen wollen sie Alle nicht:“, das sagt man doch im Zusammenhang mit der Verpflichtung (von meistens Männern/Vätern) zur Zahlung vor allem von Alimenten an Kinder. Das war schon immer so und scheint sich auch bis heute nicht geändert zu haben. Diese Haltung zeigt sich ja auch deutlich an den Aeusserungen der hier Schreibenden männlichen Namens, die wohl befürchten, dass man zukünftig nicht mehr so einfach davon kommt, wenn es um diese Verpflichtungen geht. Denn sicherlich werden sich die Aemter modernerer Methoden bedienen, um die gezahlten Vorschüsse zurück zu erhalten.
    Von der viel grösseren Verpflichtung zur Verantwortung gegenüber den Kindern – und nur um diese geht es – ihnen, wie auch immer gestaltete, gute Zukunftschancen zu bieten, will ich hier gar nicht reden, weil sich das von selbst versteht für jeden Menschen der Kinder in die Welt setzt.
    Deshalb, weitere, lediglich den eigenen Bauchnabel umkreisende Kommentare dieser Spezies (s.oben) sind ungeeignet, nicht hilfreich beim gedeihlichen Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und verdienen auch keine weitere Beachtung.

  26. […] Deswegen sollten wir endlich akzeptieren, dass Trennungen passieren und zum Leben dazugehören. Natürlich kann die Lebenspartnerschaft tatsächlich ein Leben lang halten und dies sei auch jedem vergönnt. Aber das Risiko einer Trennung ist in jeder Beziehung gegeben. Genau deswegen müssen wir uns in unseren Partnerschaften mit ihnen auseinandersetzen und für den Fall des Falles vorsorgen. Aber auch als Gesellschaft müssen wir unser Verhältnis zu Trennungen überdenken. (Ganz aktuell können wir zum Beispiel beim Thema Alleinerziehende und Trennungskinder anfangen.) […]

  27. Nochmal zur Richtigstelung, da „Mamma arbeite“ nicht ganz richtig gelesen hat (war wohl zu verschachtelt geschrieben…
    „Wieso bekommt einen Kindsmutter z.B. Unterhalt (Als Ausfallsleistung, weil sie wegen Betreuung nicht arbeiten kann) für sich zugesprochen, um das Kind (ganztags) selbst zu betreuen und wenn sie das Kind dann aber in eine Kita gibt, bekommt sie noch lt. Gesetz vom Kindsvater diese Kosten zusätzlich erstattet? “

    Das ist eine normale höchstrichterlich sanktionierte und von Frauen nicht widersprochene Vorgehensweise.
    Zur Erläuterung:

    Sagen wir mal die AE Frau X hat ein vierjähriges Kind und kann deswegen nicht arbeiten gehen. Sie erhält also sowohl Kindesunterhalt UND Betreuungsunterhalt für die ganztägige Betreuung des eigenen Kindes. Der Kindesunterhalt selber ist natürlich außer Diskussion.
    Betreuungsunterhalt sagen wir mal 1000 Euro. Dieses Geld erhält sie, weil sie wegen der Kindesbetreuung nicht arbeiten gehen kann (Schadesersatzprinzip des BGB).
    Jetzt hat die AE aber die Idee, das Kind in eine Kita zu geben und verlangt vom KV die Kosten (250 €) der Kita ersetzt. Der KV sieht das nicht ein. Er wendet ein, daß die KM dei Betreuung nur deligiert aber die gewonnene Freiziet nicht nutzt, um z.B. halbtags zu arbeiten, sondern weiterhin nur zu Hause ist.
    D.h. sie erhält Betreuungsunterhalt für die ganztägige Betreuung des Kindes, deligiert diese Betreuung an Dritte und will diese Betreuung ebenfalls und zusätzlich erstattet bekommen – in meinem Besipiel also gesamt 1250 €. Das Gemeine ist: die zusätzlichen 250 € berechnen sich außerhalb der Berechnungsgrenzen des Unterhaltes und verringern häufig das Einkommen des KV über dessen Selbstbehalt hinaus. (Fiktives Einkommen des KV)
    Der BGH sagt dazu am 17. Juli 2008: „Selbst wenn ein Kind im Kindergarten volltags betreut wird, führt dies nämlich noch nicht notwendig zu einer ….. Erwerbspflicht des betreuenden Elternteils.“
    ABER: keine Frau schreit auch nur ein klein wenig deswegen auf, sondern alle finden es in Ordnung, daß Betreuungsunterhalt UND dieser sog. „Mehr- und Sonderbedarf“ ebenfalls vom KV zu tragen ist, ohne daß die KM nur ein Fitzelchen mehr tun muß.

    Ich bitte um eine rechtfertigende Aussage von der arbeitenden Mama.

    • Unterhalt für sich selbst erhält die Mutter nur, bis das Kind 3 ist. Danach ist sie verpflichtet, einen Vollzeitjob auszuüben.

  28. Guten Morgen, hier in der Petitionsrunde ist Ruhe eingekehrt, schade ? !! Oder besser so, wenn andere Mitleser nur zahlen wollen, wenn irgendeine -Schuld- vorhanden ist. Dabei ist die Schuldfrage beim Unterhalt zum Glück unerheblich.
    Heute morgen die Nachricht im Handelsblatt, dass sich Bund-Länder auf den Finanzausgleich einigen können http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/finanzreform-bund-und-laender-einigen-sich-ueberraschend/14955964.html
    Leider konnten Sie sich nicht auf den Unterhaltsvorschuss einigen.
    Schöner Mist!
    Wir müssen weiterkämpfen für die Rechte unserer Kinder! Jedes Kind hat das Recht, gerade im reichen Deutschland, auf Unterhalt, und auf ein Leben ohne Armut.

  29. Oh, ich sehe gerade was da auf Twitter los ist. Ich habe leider keinen Twitter Account, daher bin ich nicht ganz im Bilde was da los ist. Ich freue mich, dass Sie dort und hoffentlich nicht nur dort, viele gute Unterstützer haben! Ich bin dabei (im Geiste-ist wohl Zuwenig )

  30. Ich bin heute zufällig vom männermagazin aus auf dieser Seite gelandet. Ich finde am UV generell schwierig, dass Mütter motiviert werden den leiblichen Vater ni ht zu nennen um so doppelt kassieren zu können. Einmal UV und einmal direkt von ihm. Ich kenne zwei solche Beispiele im weiteren Umfeld, die auch noxh so dumm sind damit anzugeben.

    Ich würde mir deutlich mehr Kontrolle durch die Ämter wünschen, unangekündigte Hausbesuche, Befragung der Nachbarn, etc. Dann würde ich mein reichlich gezahltes Steuergeld auch für UV aufwenden wollen…..vorher aber nicht.

    Ich habe Jahre in London gearbeitet. Da war es normal Leute in Verdachtsfälle über die 0800 oder https://www.gov.uk/report-benefit-fraud anzumelden und dann wurde vernünftig kontrolliert. ICh wurde viermal über Nachbarn befragt…..da zahlt man auch gerne Steuern für social help, wenn mann die Gelder gut administriert weiss.

    Und in Deuschland: Da beantragen 1500 Rumänen in bremerhaven betrügerisch H4 und niemanden interessiert es.

    Kurzum: UV ja, aber mit harten Kontrollen bei Müttern u d natürlich auch Vätern, die nicht zahlen.

  31. Liebe Christine, liebe andere vernünftige Foristen,
    nun lasst euch doch von diesen Maskulinisten oder wie sich diese sonderbaren Gestalten nennen, doch nicht so aufschwänzen.
    Es sind lächerliche Würstchen, Modernisierungsverlierer, die eben keine „modernen“ Frauen abbekommen haben, nie fähig waren, eine gleichberechtigte Partnerschaft zu leben (denn dann hätten sie eben keine Zierfische ( bei dem Ausdruck kommt mir das kalte K…) oder „Weibchen“, die sie jetzt abzocken, geheiratet). Nein, sie wollten die traditionelle Rollenverteilung, allerdings ohne die Zeche dafür zu zahlen- nämlich Verantwortung (!!!!!!) für die Familie als Alleinverdiener zu tragen, dazu noch eine menschen -bzw. frauenverachtende Einstellung (Ödipale Mutterbindung??) und fertig ist der künftige „entsorgte“ arme Mann.
    Schade nur, dass die Flugtickets für die Brüder der Zierfische so teuer sind, würde gerne einigen eins spendieren. Die wüssten mit den zahlungsunwilligen „Exschwägern“ schon umzugehen ;-))).
    Also regt euch nicht über diese Tröten auf (ein Blick auf Lt.Dinos Bog reicht aus), sie sind krank!! Lackiert euch in der Zeit lieber die Nägel, spielt mit den Kids Rummikub oder sonst was. Ihr habt Sie als junge Frauen mit dem A.. nicht angeschaut (deshalb mussten sie ja eine Frau aus dem Katalog bestellen), sie waren uninteressant und deshalb sind sie es jetzt mit Glatze, Plautze und pleite erst recht!!!
    P.S: Ein echter Unternehmer würde sich für so eine Verbaldiarrhoe wie oben weder Zeit nehmen noch Mühe machen…
    Also, drüber lachen und sich insgeheim amüsieren, dass diese geplatzten Würstel so vor Frust kochen!!!

  32. Nachtrag: In einem Punkt unterstütze ich die „Würstelfraktion“ umfassend und gerne, der Durchführung von möglichst vielen Vasektomien. Vielleicht kann das steuerlich absetzbar gemacht werden ? (Vorschlag an die politisch Aktiven unter uns).Dann würde vielen Kindern und Frauen viel Leid erspart. Die nunmehr „Luftpumpen“ können dann eben keine Kinder mehr in die Welt setzen…
    Vielleicht ist das ganze Vasektomiegelaber auch nur Show. FRAGE: Welche lebenskluge Frau lässt sich mit so einem Würstelkönig ein…?

  33. Die Diskussion zeigt, dass der Feminismus Männern viele Vorteile gebracht hat.

    Ansonsten hätte er sich auch kaum so weit durchsetzen können – wenn man davon ausgeht, dass früher (und heute auch noch) alle gesellschaftlichen Schlüsselpositionen von Männern gehalten werden.

    Auf jeden Fall ist mittlerweile die Haltung unter Männern weit verbreitet, dass Sex keine besondere Verantwortung mit sich bringt und schon gar keine finanzielle und moralische Verpflichtung auf Lebenszeit, falls (leider, leider) ein Kind daraus entsteht. Das ist dann mehr so ein „Malheur“, das überwiegend die Frau auszubaden hat. Zwingt sie ja keiner das Kind zu bekommen… wofür hat man schließlich den 218er eingerichtet?

    Soll doch die Frau für alles allein die Verantwortung übernehmen. Immerhin hat man ihr erlaubt, ein eigenes Konto zu führen und höhere Schulen zu besuchen…

    Aus der Möglichkeit zur Erwerbsarbeit wurde der Zwang, während die traditionell unbezahlte (aber früher zumindest gewertschätzte und gemeinschaftlich getragene) Sorgearbeit weiterhin unterbezahlt und nebenher geleistet wird und Frauen dafür auch noch als faule Teilzeitarbeiterinnen verhöhnt werden, s. oben.

    Einige Frauen sind dann sogar noch Stolz, wenn sie sich diesen kranken Maßstäben anpassen und feiern ihre permanente Überforderung ab und dass sie für weniger Geld das doppelte geleistet haben, wie kinderlose Männer oder Vaterschaftsverweigernde ihrer Generation, aber Hauptsache ohne Hilfe vom Amt! Haha.

    So sehr mich diese kinder- und frauenfeindliche Denke anekelt, ist es andererseits aber tatsächlich so, dass viele Frauen sowohl leichtsinnig Partnerschaften eingehen, als auch wieder beenden. Ich verstehe nicht, wie man sich das schönreden kann.

    Viele Elemente im Feminismus sind ebenfalls ziemlich, ähm, leichtfertig und selbstzentriert
    und über die Konsequenzen vieler Forderungen oder Denkweisen lügt man sich dann auch noch in die Tasche. Auch das ist alles nicht so schön …

    Letztendlich muss der Staat immer mehr eingreifen und das ist wohl auch besser so, denn wenn man die modernen Menschlein so vor sich hin machen lässt, scheinen sich viele einfach nur mehr schäbig und egoistisch zu verhalten.

    Und natürlich muss der Staat eingreifen, wenn Väter für ihre Kinder finanziell nicht aufkommen können/wollen und alles an den Müttern allein hängen bleibt. Es ist wirklich schlimm, wie man diese Kinder und Frauen ihrem Schicksal überlässt. Gerade angesichts sonstiger Staatsausgaben.

    Wenn sich Männerrechtler schon solche Sorgen um ihre Steuergelder machen, sollten sie sich eben dafür einsetzen, dass erst mal alles getan wird, um den Unterhalt vom KV einzutreiben.
    Aber nee, der Wunsch nach auch weiterhin gedankenlosem und (im Ernstfall) unsanktionierten Sex bestimmt da wohl die Perspektive.

  34. Hallo,
    Das morgige Treffen zur verabschiedung des neuen Unterhaltsvorschussgesetzes ist verschoben worden auf frühestens Januar.
    Die Länder sind sich nicht einig wie die Sache finanziert werden soll.
    Sehr schade

  35. Folgendes habe ich auf Facebook sowohl bei Winfried Kretschmann (ich wohne in Baden-Württemberg und bin dem Aufruf der Petition gefolgt) als auch dem deutschen Städtetag gepostet:

    Da meine Kinder nun keinen Unterhaltsvorschuss mehr erhalten, beschäftigen wir 4 (vier!!!) Ämter, um über die Runden zu kommen. Die Wohngeldstelle, die KIndergeldkasse (Kinderzuschlag), das Jobcenter wegen Bildung- und Teilhabe (8 verschiedene Anträge in den letzten 6 Monaten!) und das Jugendamt mit einer Beistandschaft (mit dem Versuch doch noch etwas Kindesunterhalt zu bekommen). Gerade Alleinerziehende, die nur wegen der Kinder in Hartz IV sind, leiden also sehr darunter und kosten so den Staat mehr, als wenn sie Unterhaltsvorschuss erhalten würden.

    Über diese Mehrkosten sollten sich unsere lieben Politiker auch mal Gedanken machen!!!!!!!!!

  36. hier nun eine praktische Information: ich habe soeben beim Jugendamt angerufen und erhielt die Info, dass noch nichts entschieden ist, es aber sinnvoll wäre, bis spätestens zum 31.1.2017 einen Antrag zu stellen. Falls der UV kommt, wird er dann eventuell auch rückwirkend ab Januar 2017 gewährt.
    Euch allen Fröhliche Weihnachten und Lichtblicke, ja Sternstunden in 2017 für Euch und Eure Kids wünscht Katja!

    • hm, hier bei uns wimmelt man eher ab:-(

      https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/jugendamt/finanzielle-leistungen/artikel.334386.php

      Lieber guter Weihnachtsmann,

      jeder tut soviel er kann,
      so auch Du – wohlan!:
      könntest Du nicht auch besorgen,
      dass unterm Baume liegt dann morgen,
      ein Paket für’s UVG in spe,
      das niemandem so arg tut weh?

      Das allen Segen bringen mag,
      ob Bund, ob Ländern oder Städtetag,
      – doch ganz zuvorderst allen Kindern!
      Deren Not es gilt zu lindern,
      und die Föderalgerangel nicht kann verhindern!

      Ich weiß, lieber Weihnachtsmann,
      dass noch so viel Arbeit vor Dir liegt.
      nicht zuletzt auch in der Flüchtlingspolitik,
      (und falls wir angesichts dessen dreist wirken – bitte vergib!).

      …und delegiere uns vielleicht an den Osterhasen?

      Viele Grüße,
      MaMo

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