#12von12 im November 2017

Wie ein entspannter Sonntag bei mir aussieht? Zeige ich euch heute. Denn sowas gibt es durchaus auch, obwohl die meisten Tage eher vollgestopft und voller Unwägbarkeiten sind.

Aber heute war es ruhig. Der Tag begann erst um 11, als ich nach 11 Stunden Schlaf aufstand. Eine Stunde später saßen wir am Wohnzimmertisch, Jüngste machte Hausaufgaben, ein Nachbarskind war zu Besuch.

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Nach den Hausaufgaben habe ich zum ersten Mal ein Spiel für den Kindle gekauft, mit dem ich bisher schon alles mögliche getan habe (meist getwittert), aber den ich noch nie, nie, nie (!) zum Lesen eines E-Books genutzt habe. Meistens nimmt ihn die Jüngste in Beschlag, so auch heute. Was sich da im Kindle spiegelt, ist übrigens meine Wohnzimmerleuchte.

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Später erlebte ich ein kleines Wunder: Jüngste und ihre Freundin (der Nachbarsjunge war inzwischen gegangen) fanden meine Idee toll, die Holzeisenbahn nochmal aus dem Keller zu holen. Und sie haben sehr begeistert damit gespielt.

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Danach passierte etwas Sonderbares: Ich verspürte den unbändigen Drang, das Bad zu putzen, und zwar inklusive Ausräumen aller Schränke. Dabei fand ich nicht nur ziemlich viel Staub (das war zu erwarten), sondern auch Handseifenvorräte für die nächsten 3 Jahre.

Danach setzte ich mich an die FAS, um, wie mein Vater sagen würde, die Zeitung abzuarbeiten. Zu meinem großen Erstaunen titelte das Blatt heute unten auf Seite 1: “Väter drücken sich. Jeder zweite überweist seinem Kind keinen Unterhalt”, und hatte auch auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils einen ganzseitigen, recht guten Text dazu. Dass das unter “Wirtschaft” und nicht unter “Gesellschaft” stattfindet, ist natürlich bezeichnend.

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Zack, schon war es 17 Uhr und wieder dunkel. Lichterkette an, das dient der Trübsalbekämpfung bei mir und erfreut auch die Nachbarn.

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Als ich die FAS weiterlesen will, passiert, was immer passiert, wenn ich meinem Sonntagsritual frönen will: der Kater legt sich mittig auf die Zeitung.

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Und plötzlich haben der Sohn (11) und die Große (17) die Idee, zusammen Kekse gegen aufkommenden Prä-Montagsfrust zu backen. Sie googeln die Zutaten und machen sich tatsächlich gemeinsam ans Werk. Wow – das ist noch nie vorgekommen!

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Währenddessen entdeckt mein Kater, dass sich die neuen Sitzsäcke vor dem Fernseher auch als Kratzgelegenheit eignen. Fuck!

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Die Kekse lassen wir auf dem Balkon auskühlen. Schön sind sie nicht, aber extrem lecker. Schmecken wie schottisches Shortbread.

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Inzwischen ist auch mein Abendessen fertig: Gänsekeule mit Maronen und Salat. Duftet lecker, schmeckt auch so.

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Das war ein schöner, gemütlicher Tag. November kann also auch mal gar nicht so sch…. sein. Eine gute Erkenntnis.

Weitere #12von12 von heute gibt’s wie immer bei Caro im Draußen nur Kännchen Blog.

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Autorin, Texterin und alleinerziehende Mutter von 3en. Spezialisiert auf Kinderbücher, Vereinbarkeit Familie/Beruf, Alleinerziehende. Seit 2014 auch Stadträtin in Konstanz.

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4 Kommentare auf "#12von12 im November 2017"

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jongleurin
Gast
Ich finde es ja gut, dass familienpolitische Themen nicht immer nur unter “Gesellschaft” laufen. Denn a) ist die Wirtschaft nun einmal betroffen, und das unter anderem deshalb, weil Mütter und Kinder durch Unterhaltsausfall weniger die Wirtschaft ankurbeln können und b) andere Menschen den Wirtschaftsteil lesen als den Gesellschaftsteil und so die thematische Filterblase etwas erweitert werden kann und c) weil der Wirtschaftsteil von vielen Menschen als “wichtiger” empfunden wird als der Gesellschaftsteil (immer noch oft als “Gedöns” betrachtet) und das Thema somit aufgewertet wird. In der neuen brand eins etwa ist der Heftschwerpunkt Geschlecht und Arbeit. Finde ich großartig, dass… Read more »
Susann
Gast

Damit diese Art von Keks auch “hübsch” wird, muss der Ofen vorher richtig vorgeheizt sein und die Kekse müssen ausreichend Abstand voneinander haben. Aber wie überall macht Übung hier den Meister. Meine ersten Kekse wurden ein riesiger Keks, weil ich gar nicht vorgeheizt hatte ;) (Diesen Fehler haben deine Kinder anscheinend nicht gemacht.) Lasst sie euch schmecken! (Wahrscheinlich sind sie schon wieder alle… :D )

Lothar
Gast

Sehr schön! Die Zeit für das sonntägliche Märchenblatt muß ich mir auch wieder nehmen. Das wird mein erster Vorsatz fürs neue Jahr.

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