Na endlich – Spotify in Deutschland!

Achtung – unkritische, vorbehaltlose Lobeshymne im Anmarsch! Ich liebe es!

Meine Freunde in Norwegen konnten es gar nicht fassen: „Ihr habt kein Spotify in Deutschland!?“, wurde ich im Mai 2011 ungläubig gefragt. Denn alle, wirklich alle Kollegen, die ich dort kannte, konnten sich ein Leben ohne Spotify nicht mehr vorstellen. Pernilla aus Schweden und Petra aus Finnland nahmen sich meiner an und zeigten mir, wie dieser Dienst funktioniert, damit ich nicht weiter im Tal der Ahnungs- und Musiklosen leben musste. Und wirklich – ich war sofort vom Spotify-Fieber infiziert.

Es ist kostenlos, hat keinen Haken, es ist legal (das ist mir wichtig), und einfach zu bedienen. Das tolle daran ist, dass ich nichts kaufen muss, sondern nach dem Installieren der Software selbst aus 16 Millionen Titeln, darunter auch Raritäten, meine Playlists zusammenstellen kann. Das ist eine Art Album, wie man das früher nannte, eine persönliche Zusammenstellung.

Die eingespielte Werbung stört mich nicht, sie erklingt etwa alle 5 Songs für ungefähr 20 Sekunden. Und Banner sind auch kein Ärgernis für mich – obwohl ich die noch amüsanter fand, als sie auf Norwegisch erschienen ;).

Facebook-Mitglied bin ich sowieso, das ist er einzige Haken für User, die dem social-media-skeptischen Lager angehören – es ist allerdings anders, als mancherorts berichtet, nicht Zwang, die Playlists mit Freunden oder gar öffentlich zu teilen. Bei der Anmeldung für Spotify Deutschland erscheint eine Tickbox, in der man die Option hat, die facebook-Verknüpfung zu deaktivieren.

In den ersten 6 Monaten ist die Nutzung des „Free Services“ unbegrenzt, danach darf ich jeden Titel nur noch 5 Mal hören und monatlich maximal 10 Stunden auf Spotify Musik streamen. Ob ich danach auf einen kostenpflichtigen Spotify Service umsteige, überlege ich mir also im September. :)

Gut gefällt mir auch, dass man mit seinen Freunden, die Spotify nutzen, die Playlists austauschen kann – es gibt da eine Option, wo der User den Zugriff auf die Listen gestatten kann oder sie privat hält, je nachdem, wie er es lieber hat.

Was ich an Spotify besonders schätze, ist dass Titel, die ich nirgendwo mehr downloaden oder gar kaufen kann, noch erhältlich sind – wie „Tracks of my Tears“ in der Interpretation der britischen Band Carmel. Ich habe hier nicht nur Zugriff auf Raritäten, sondern auch eine schier erschlagende Auswahl an Interpretationen: Von „Summer Time“ (ich mag’s am liebsten gesungen von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong) bietet mir die Suche eine ellenlange Liste an Versionen an. Und das höre ich mir jetzt an. Endlich. Nach 9 Monaten Spotify-Entzug bin ich wieder voll drauf!

Linktipps:

Interview mit Axel Bringéus, Direktor für internationales Wachstum bei Spotify, auf focus online.

Sehr gut recherchierter Artikel über Musik Streaming Anbieter und technische Details im Überblick (mit Tabelle) auf spiegel online

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Carsten
Gast
Carsten

Siehe auch:
http://www.taz.de/Kostenloser-Musikanbieter-Spotify/!89512/
Guter Artikel zum Hintergrund.

hostmami
Gast
hostmami

Muss ich doch gleich mal ausprobieren:)