Alleinerziehend: Aber die Väter sind doch auch arm dran?

Okay, das ist auch keine neutrale Headline. Man ahnt ja schon, in welche Richtung dieser Text gehen wird. Diese Frau Finke, die hat etwas gegen Männer, und sie ist unsolidarisch gegenüber alleinerziehenden Vätern, dabei sitzen doch alle Alleinerziehenden in einem Boot, die sollten zusammenhalten!

Um das mal gesagt zu haben: ich habe nichts gegen Männer. Ich habe aber etwas gegen patriarchalische Strukturen und gegen Benachteiligung von Frauen. Es ist nämlich so: wir sitzen nicht im selben Boot.

Die alleinerziehenden Väter, Einzelfälle ausgenommen, gondeln in einer bequemen Jolle bei leichter Brise durchs Leben. Alleinerziehende Mütter finden sich ziemlich oft in einer Nussschale auf hoher See wieder. Genug der Bilder, hier die Fakten:

Alleinerziehende Mütter und Väter
Sergey Nivens/Shutterstock.com

Warum alleinerziehende Mütter es schwerer haben als alleinerziehende Väter

  1. Alleinerziehende Väter betreuen fast ausschließlich ältere Kinder ab Vorschulalter und Grundschulalter. Das ist wesentlich weniger stressig als rund um die Uhr Säuglinge und Kleinkinder zu versorgen.
  2. Alleinerziehende Väter betreuen überwiegend nur ein Kind. Zwei Kinder oder gar drei und mehr machen ungleich mehr Arbeit.
  3. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für alleinerziehende Väter viel leichter zu bewerkstelligen – wegen der Punkte 1 und 2.
  4. Deswegen sind alleinerziehende Väter auch seltener von Armut betroffen. Das Gleiche gilt für Altersarmut, in die Zukunft projiziert.
  5. Alleinerziehende Väter erhalten gesellschaftlich sehr viel Anerkennung und ihnen wird gerne Hilfe angeboten, während alleinerziehende Mütter abgewertet werden und ihr Lebenswandel infrage gestellt wird.
  6. Alleinerziehende Mütter sind die am schwersten auf dem Arbeitsmarkt zu vermittelnde Gruppe. Trotz mittlerer bis hoher Bildungsabschlüsse, die 78% von ihnen vorweisen können.
  7. Last not least sind 89% der Alleinerziehenden Frauen. Und es werden in absoluten Zahlen jährlich mehr, auch wenn der Anteil gerade von 90% in 2014 auf 89% im Jahr 2015 gesunken ist.

All dies sind gute Gründe für mich, mein Engagement hautpsächlich auf alleinerziehende Mütter zu fokussieren. Ich freue mich über jeden alleinerziehenden Vater, aber auch über jede Oma, Opa, Tante, Onkel, Schwester, Kinderlose und glücklich verheiratete oder unverheiratete Paare, die „meinem“ Thema Gehör schenken. Aber mein Einsatz gilt den Frauen.

Die alleinerziehenden Männer profitieren ja mit, falls es endlich zu Steuergerechtigkeit kommt oder Erleichterungen in der Alltagssorge, was Ziele sind, die ich verfolge. Aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe, für die Rechte alleinerziehender Väter zu kämpfen. Die kommen größtenteils schon klar. Und falls nicht, können sie sicher sein, auf Behörden und von der Umwelt sehr wohlwollend behandelt zu werden. Es sei ihnen allen und ihren Kindern gegönnt.

Die vielen anderen Kinder von alleinerziehenden Müttern aber, die auf dem Zahnfleisch gehen, 1 Million Kinder, die in Armut leben mit oft gestressten Müttern, die ein sehr hohes Burn-Out Risiko haben, die sind mein Anliegen, für die will ich kämpfen. Und ich kann gut damit leben, dass das nicht jedem gefällt.

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Mama arbeitetC.EckR i n ader ThieleEin entsorgter Vater Letzte Kommentartoren
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Susanne Mertens
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Susanne Mertens

Ich finde es sehr okay, das du dich speziell für uns Frauen in der Rolle alleinerziehend einsetzt. Ich bin mit einem alleinerziehenden Vater von 3 Teenagern zusammen und der hat die gleichen Nöte und das permanent schlechte Gewissen wie ich (mit einem Sohn) und ich merke immer wieder, das sich diese immer durch die Anzahl der Kinder potenziert. Er hat es wahrlich nicht einfacher. Wir haben jetzt aber das Glück, uns gegenseitig gefunden zu haben und uns mit viel Verständnis zu stützen.

Ulrike
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Ulrike

Zu Punkt 5: Alleinerziehenden Vätern fällt es normalerweise auch viel leichter, um Hilfe zu bitten, und so von vornherein das ganze soziale Umfeld mit einzubeziehen, wärend Mütter meist zuerst versuchen alles allein zu schaffen und erst dann um Hilfe bitten, wenn sie kurz vor dem Zusammenklappen sind…

Thomas
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Thomas

Ich bin zum Glück nicht alleinerziehend, aber durch die Kombination von Elternzeit+Teilzeit an 2 Tagen pro Woche mit K2 allein unterwegs. Gerne auch mal Nachmittags oder am Wochenende (habe ich schon mit K1 so gemacht). Dabei fällt mir immer mehr auf, wie sehr wir uns selbst im Weg stehen, indem wir Mütter und Väter separat betrachten, diskutieren und kämpfen lassen. Ich will kein ständiges „Och, Vater allein mit Kind – geht das auch?“ mehr hören. Ich will nicht zum Babyschwimmen als einziger Vater bestaunt werden (und mich dann zuletzt umziehen, weil beide Umkleiden an die Mamas vergeben werden). Ich will… Weiterlesen »

Susanne
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Susanne

Ich gebe dir vollkommen recht. Ich bin diese gesellschaftliche Erwartungshaltung auch Leid, was Väter /Männer können und was die Mütter/Frauen. Die Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen gehen wie selbstverständlich davon aus, man habe den ganzen Nachmittag oder gar Vormittags Zeit, oder überhaupt Interesse, an irgendwelchen Bastel- und Backaktionen teilzunehmen. Wenn ich abwinke, mit dem Argument, ich arbeite Vollzeit und bin alleinerziehend mit zwei Grundschulkindern und könne weder backen noch stricken, dann ernte ich Blicke, als würde ich aus egoistischen Motiven der Selbstverwirklichung meine Kinder misshandeln. Ich will keine Interessen unterstellt bekommen und auch keine egoistischen Motive, nur weil ich mich echt anstrenge,… Weiterlesen »

Thomas
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Thomas

Danke!

Genau an dem Punkt müssen wir – gemeinsam – arbeiten: In einem Boot sitzen, ungefähr Kurs halten und das ausgleichen, was der oder die andere nicht so gut kann.

Weniger Neid auf das, was „der anderen Gruppe“ einfach leichter fällt, sondern ein gezieltes Nutzen dieser Stärken zugunsten aller. Und die Einsicht, das Gleichberechtigung nicht Gleichmacherei bedeutet sondern das zugunsten gleicher Rechte für alle auch potenziell jeder mal zurückstecken muss.

Wobei Kompromissbereitschaft ja nicht gerade unsere gesellschaftliche Stärke ist… :(

SilkeAusL
Gast
SilkeAusL

„Alleinerziehende Väter betreuen überwiegend nur ein Kind.“ Es gibt aber auch viele alleinerziehende Mütter mit nur einem Kind. Dass die Väter überwiegend nur ein Kind betreuen liegt vielleicht daran, dass es so wenig alleinerziehende Männer gibt und es ist Zufall? Oder ist es deswegen:“Ein Kind? Komme ich mit klar, kann ich organisieren…“ „Zwei Kinder? Nee, die Kinder bleiben wohl besser bei dir, Frau. Du bist da flexibler…“? Super ist immer die Aussage: Ich muss Euch ja ernähren, ich kann nicht Teilzeit arbeiten…Gilt immernoch für Gertrennte und Nicht-Getrennte. Ich kann uns alleine ernähren. Ist zwar knapp, aber geht. Und nu?? DIE… Weiterlesen »

Mamamotzt
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Mamamotzt

Großartig! Kenne ich auch, seit Jahren wird hier engagiert fortgebildet und gearbeitet, damit der Vater die Kinder bestmöglich finanziell unterstützen kann. In den letzten 15 Jahren ist es ihm leider noch nicht gelungen … aber: er ist auf dem besten Wege. Zeit für Umgang hat er daher auch nicht. Und das muss ich laut Jugendamt und Gericht auch akzeptieren, wenn er nicht kann, kann er nicht. Und natürlich auch hier: wir müssen uns an Vorgaben halten, sonst … Du, du, du. Lach, der Vater hier hat sich von ganz alleine entfremdet. Einzig die Verfplichtung der Kinder, später für ihn sorgen… Weiterlesen »

Tigerbabe ( maskulin)
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Tigerbabe ( maskulin)

Ihre Antwort zu Ulrike: Respekt, Sie sind wirklich eine große Männerkennerin. Für mich und viele meiner Kumpels gilt ( auf gut schwäbisch) Vorher verrecke ich, bevor ich jemand um Hilfe bitte. Um Hilfe bitten ist ein Eingeständnis von Schwäche, damit tun sich Männer immer noch sehr schwer, leider.

der Thiele
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der Thiele

Ich habe deinen Text trotz der leicht krawalligen Anteaserei gelesen. Und dann habe ich die auf Twitter angekündigten Ereiferungen der Väter gesucht (aber keine gefunden). Vielleicht wird ja das hier eine Ereiferung. Ich ärgere mich nämlich. Auch wenn ich aus dem Text nicht herauslese, dass Du was gegen Männer hättest. Ich verstehe Deinen Punkt. Alleinerziehende Mütter haben es insgesamt schwerer als alleinerziehende Männer und deshalb möchtest Du dich für die einen einsetzen und für die anderen nicht. Natürlich kannst Du selbst entscheiden, wofür Du Dich einsetzen magst und wofür nicht. (Und dass Du Dich so einsetzt, finde ich großartig!) Und… Weiterlesen »

Wolfgang
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Wolfgang

Punkt 5 kann ich dick unterstreichen. Hilfe wurde mir manchmal fast regelrecht aufgedrängt – ich als Mann könne das doch nicht. Meine Kinder waren damals 1, 8 und 9.

Susi
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Susi

Peinlicherweise muss ich gestehen, dass ich gegenüber Alleinerziehenden innerlich auch eine emotionale Unterscheidung nach Geschlecht gemacht habe. Früher. Woher das kommt, kann ich nicht sagen. Beeinflussung von Leuten mit entsprechenden Ansichten möglicherweise.
Seitdem ich mich mit dem Thema näher befasse (dank Dir), sehe ich es erheblich differenzierter. Ich verteidige Alleinerziehende wo ich kann bei Diskussionen (die älteste Generation hat Ansichten, die wirklich z.k. sind), gebe meinen alleinerziehenden Kolleginnen hier Tipps, wenn ich beispielsweise günstige Kinderferien herausgefunden habe (die sind rar gesät in CH) usw. Hätte ich eine/n alleinerziehende/n Freund/in, dürfte er/sie mit meiner aktiven Unterstützung rechnen. Egal ob Mann oder Frau.

Candy Bukowski
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Candy Bukowski

Konsequent. Klare, mutige Worte. Und: ja.

yvonne
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yvonne

Nur so ein Gedankenanstoß von einer, die bei einem alleinerziehenden Vater aufgewachsen ist, heute selbst kinderlos in einer Beziehung mit einem Mann, der von der Mutter seines Kindes (meiner Meinung nach) systematisch vom Leben der Tochter ausgeschlossen wird. Wenn man die alleinerziehenden Mütter und Väter in unterschiedliche Boote setzt (um beim Bild zu bleiben) zementiert man dann nicht gerade auch die existierenden Strukturen? Muss man nicht um einen Systemwechsel herbeizuführen in ganz anderen Kategorien denken, um die vielen verschiedenen Arten der Familienstrukturen abzubilden? Mit fehlt, auch durch meine eigene Lebenserfahrung bei den ganzen Diskussionen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf,… Weiterlesen »

Katharina
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Katharina

Besonders Punkt 5 wird immer benachteiligt. Das sehe ich sogar in unserer Alleinerziehenden-Gruppe. Aus unerfindlichen Gründen leisten die alleinerziehenden Papas mehr. Warum?

Stutenbissigkeit unter Frauen? Ist das der Grund?

Maxi Menzel
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Maxi Menzel

Rückblickend aus jehrzehntelanger Erahrung: Es sind die Schwangeren, die zur Beratung in den VAMV kommen, Mütter mit Säuglingen und Kleinstkindern, die schnellstmöglich Arbeit suchen um nicht vom „Erzeuger“ und „Vater Staat“ abhängigi zu sein. Mütter, die durch die Kinderbetreuung häufig in die Teilzeit-Falle gerieten und nun eine „mickrige Rente“erwarten. Tendenziell scheint es in den ltzt. Jahren etwas mehr Männer zu geben, die sich um ihre Kinder auch kümmern wollen; aber immer wieder gibt es wegen Sorge- und Umgangsrecht erhebliche Probleme und auch die finanzielle Belastung trifft überwiegend die Mütter (da sie weit häufiger als ae Väter in Teilzeit/Aufstocker/HARTZIV-Empängerinnen -> oft… Weiterlesen »

Oliver
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Oliver

„da muß Deutschland sich mal in den europ. Nachbarländern umschauen.“

In der Schweiz solltest du Dich aber dann lieber nicht umschauen… Keine Steuervorteile durch Kinder (Im Gegenteil, der getrennte Partner kann die Unterhaltszahlungen absetzen bei mehr als CHF 12000 / Jahr, der Erziehende geht steuerlich (fast) leer aus) , kein Betreuungsunterhalt für unverheiratete Mütter, eigene Krankenkassenbeiträge für Kinder, Betreuungskosten in 4-stelliger Höhe PRO MONAT.

In der Schweiz unterschreibst du Dein finanzielles Todesurteil als alleinerziehender Elternteil. (Es sei denn, Dein EHEPartner muss und kann für Dich zahlen)

Gruss
Oliver

Irmy
Gast
Irmy

Es bestehen kantonale Unterschiede, aber tatsächlich betragen die Betreuungskosten monatlich 4-stellig für 1 Kind, egal ob für Alleinerziehende oder Vater und Mutter mit Kind(ern)! Viele Erziehende müssen sich dieses Privatvergnügen der exorbitanten ERZIEHUNGSKosten „leisten“ und befinden sich deshalb in ständiger finanzieller Sorge/Belastung, was schlussendlich auch zu Lasten der Kinder geht. Eine sehr gute Idee ist deshalb die KINDERGRUNDSICHERUNG FÜR ALLE KINDER, egal wo sie leben!

Oliver
Gast
Oliver

Das kann man aus Sicht einer alleinerziehenden Mutter so sehen. Ist mir allerdings viel zu sehr verallgemeinert. Ich behaupte, dass es einen grossen Anteil alleinerziehender Frauen gibt, die an ihrer Lage selbst Schuld sind (Nicht daran, alleinerziehend zu sein) weil sie einfach aus Stolz und Hass jegliche Unterstüzung des Vaters ablehnen. Wobei der Stolz und Hass es aber zulässt, den Vater finanziell nach Strich und Faden auszunehmen. Auch auf die Gefahr hin, jetzt meine Lage zu verallgemeinern: Du fühlst Dich vom Jugendamt nicht genug unterstützt ? Dann gehe mal als Vater ohne Sorgerecht dahin, dann weisst du, auf welcher Seite… Weiterlesen »

Katrin
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Katrin

Ein persönlicher Einzelfall macht keine Statistik. So gibt es auch alleinerziehende Mütter, denen es finanziell besser geht, als den meisten alleinerziehenden Vätern – das ändert aber nichts an dem Gesamtbild. Es wird hier von einem „großen Anteil“ regelrecht böser Mütter gesprochen, die Väter systematisch fertig machen. Dabei ergab erst kürzlich eine Studie, dass gerade mal die Hälfte der Alleinerziehenden überhaupt Kindesunterhalt bekommen und 25% davon nur unregelmäßig. So viele können es also gar nicht sein, die „den Vater finanziell nach Strich und Faden aus[zu]nehmen“, da scheinbar gerade mal 25% der Alleinerziehenden regelmäßig und in entsprechender Höhe Unterhalt für das gemeinsame… Weiterlesen »

mamax2
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mamax2

„weil sie einfach aus Stolz und Hass jegliche Unterstüzung des Vaters ablehnen.“

*Prust

Selten. So. Gelacht.

Das hätten sie wohl gerne, die zahlreichen Ich-kümmer-mich-einfach-nicht-um-die-Kinder-Väter, dass sie ja sooo gerne unterstützen würden, allein, die böse Frau will ja nicht.
Ein kleiner Realitätscheck wäre hier angebracht, werter Vorposter.

Anita
Gast
Anita

Wenn ich die Kommentare lese, stelle ich eins-gleichermaßen beruhigend und beängstigend-fest: Ich bin nicht allein. Ob das Mut macht? Nein. Es spiegelt lediglich wieder, wie sehr in unserem System etwas falsch läuft, und dass Prozentrechnung und Gleichberechtigung, als auch Kindeswohl, Fremdwörter für Jugendamt und Gerichte sind.
Gemeinsames Sorgerecht gilt als 90%/10%. Wenn der Vater nicht will, will er nun mal nicht. Akzeptieren Sie das. Besorgen Sie sich woanders Hilfe. Und wehe Sie sagen Nein wenn er mal Bock hat. Das dürfen Sie nämlich nicht. Bla bla bla. Wie verkraftet ihr das? Ich habe echt Angst vor den nächsten Jahren

Oliver
Gast
Oliver

Das scheint mir das Problem zu sein. Egal, ob jetzt von Deiner Seite gesehen oder von meiner. Die „kleine Sachbearbeiterin“ vom Jugendamt hat einfach zu viel Einfluss (Oder wie meine sagte „Der Richter macht eh das, was ich sage“) Und was macht so jemand in dieser Situation ? Entscheidet nach persönlichen Sympathien… Mal Sorgerecht für den Vater (wenn auch zum Nachteil zur Mutter), mal keins (zum Nachteil des Vaters). Ich mag ein Einzelfall sein, aber mein Eindruck ist, dass das Kindeswohl am wenigsten entscheidend ist. Hilfe oder Unterstützung bekommt der Elternteil vom Jugendamt, der dem Sachbearbeiter am sympathischsten ist.

Gruss
Oliver

Anita
Gast
Anita

Das habe ich leider auch feststellen müssen. Ich bin zum Jugendamt und zur Familienanwältin, weil ich wollte, dass der Vater seinen Pflichten vor allem im Ausüben des GEMEINSAMEN Sorgerechtes nachkommen muss. Denn: Er hat keine Zeit. Ein eigenes Leben. Ich muss immer springen. Bin (natürlich!) an allem schuld. Vorwürfe und Beleidigungen sind an der Tagesordnung. ICH handel nicht zum Wohl des Kindes. Dazu muss ich sagen: Unser Kind ist schwer krank. ICH pflege sie. ICH habe meinen Job verloren. ICH lebe deswegen von Hartz4. ICH gehe mit ins Krankenhaus. Obwohl ich noch ein 2. Kind habe. ICH sitze 24/7 zu… Weiterlesen »

Claudia Bratfisch
Gast
Claudia Bratfisch

Nicht zu vergessen, Frauen müssen aufgrund der Schwangerschaft auch oft ihre Karriere aufgeben. Ich war früher selbständig, Deutschland weit. Jetzt bin ich entsorgte Mutter während der Vater seine Kariere pflegen konnte. Nicht nur das man nahm mir grundlos unseren Sohn mit 7 Jahren und allen rechten weg, und gab ihm zum Vater, der das Wechselmodel ablehnt. Mir ist nichts mehr geblieben außer ein Berg voll schulden. Genaueres könnt ihr auf meiner Seite, samt Beweise nachlesen. https://www.facebook.com/claudia.bratfisch/posts/830937517006785?pnref=story

Oliver
Gast
Oliver

Nicht zu vergessen, getrennt lebende Väter dürfen ihre Karriere NICHT aufgeben. Wegen der Erwerbsobliegenheit (gesteigert gegenüber dem Kind) DARF man als Vater nicht weniger arbeiten wenn man den Wunsch hat, sich öfter um sein Kind zu kümmern…
Auch nicht gerechter, oder ?

Gruss
Oliver

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Alleinerziehende Mütter und Väter | Sicherer Babyschlaf

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Sahanya
Gast
Sahanya

Ich halte diese ganze Diskussion „wem geht es schlechter“ deswegen für gefährlich, weil sie vom eigentlichen Übel ablenkt. M. E. birgt die ganze Frau/Mann-Debatte die Gefahr, dass die eigentlichen Missstände in unserer Gesellschaft schön bestehen bleiben. „Wir“ sind nämlich so beschäftigt mit uns, dass die „da oben“ einfach immer weiter machen.

Genaueres dazu habe ich hier aufgeschrieben: http://www.babys-und-schlaf.de/2016/08/alleinerziehende-muetter-und-vaeter/

Daniel
Gast
Daniel

Als Teil des Windes auf Twitter, empfinde ich diesen Artikel offen gesagt als Rückschritt in die Vergangenheit. Es geht nicht um Männer oder Frauen. Worum es Ihnen gehen sollte ist, dass Alleinerziehende grundsätzlich unabhängig von Beruf und Geschlecht Teilhabe an unserer Gesellschaft haben können. Insbesondere nach so vielen Jahrzehnten von Emanzipation und Feminismus sollten Männer und Frauen doch in der Lage sein, gesellschaftliche Aufgaben von Geschlecht zu trennen. Dieser Beitrag sagt das Gegenteil. Alleinerziehend ist IMHO erst dann in ausreichendem Ausmaß geregelt, wenn die gesamte Palette von Pflichten und Rechten unabhängig von Geschlecht identisch ist. Sorgerecht, Unterhalt, Arbeit, Kindergarten, Schule,… Weiterlesen »

Katja
Gast
Katja

Ich denke, alleinerziehende Männer haben mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen als Frauen. Daß sie es generell leichter haben, glaube ich nicht. Ich war während der Kindergartenzeit meines Sohnes gut mit einem alleinerziehenden Vater befreundet, wir haben uns gegenseitig bei der Betreuung unserer Kinder unterstützt und konnten uns auch sonst gut austauschen. Leider muss ich auch sagen, dass ich schon so einige typische Harz 4 Mütter kennengelernt habe.( das soll nun kein Pauschalurteil sein gegen Frauen im Harz 4 Bezug).. da stand mir der ebenfalls im Berufsleben stehende Mann mit Kind deutlich näher.
Freundliche Grüße, Katja

Ein entsorgter Vater
Gast
Ein entsorgter Vater

Wer hat bei Ihnen das Sorgerecht? Falls es nur bei Ihnen liegt ist es ein selbstgewählter Lebensweg. Punkt.

der Thiele
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der Thiele

Wer seine Verbitterung über andere ausschüttet, ist vielleicht zurecht entsorgt worden. Doppelpunkt Bindestrich Klammer zu.

R i n a
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R i n a

Ich finde es klasse was Sie machen!!
Dieser Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf!

C.Eck
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C.Eck

Hallo, also zunächst finde ich es okay, dass sich Frau für Frau einsetzt. Aus der Sicht eines (halbzeit) alleinerziehenden Vaters finde ich den Artikel etwas enttäuschend. Ich erlebe sehr viel Sexismus, allerdings ggü. mir, als alleinerziehenden Vater. Die Mutter meiner Tochter arbeitet beim selben Arbeitgeber, wie auch ich. Ständig ist sie krank, sei es wegen unserer Tochter oder ihrer selbst. Man kann ungefähr zusammenfassen, dass sie pro Monat 5-10 Tage krank ist. Ende Mai musste ich mich vor unserer Geschäftsführung dafür rechtfertigen, wie ich auf eine enorm hohe Anzahl von Krankheitstagen käme(es waren zu diesem Zeitpunkt genau 8, die Hälfte… Weiterlesen »