Alleinerziehend? Für Impfung nun Erlaubnis des Vaters nötig

Dieser Text des Kinderdoc aus der vergangenen Woche ließ mich entsetzt auf den Bildschirm starren: „Getrennt lebende Eltern müssen sich einigen bei der Impfentscheidung“ ist der Titel, und darin erklärt uns der Doc, wie er sich als Kinderarzt laut einem neuen Gerichtsurteil zu verhalten habe.

„Nach Ansicht des Gerichtes liegt im Fall der Impfentscheidung eine „Entscheidung von erheblicher Bedeutung“ vor – was ein Elternteil alleine nicht entscheiden darf“, fasst der Kinderarzt die neue Sachlage zusammen, und erklärt uns, dass die Gerichtsurteile vorher die Position vertraten, dass Impfen sehr wohl eine „Entscheidung des alltäglichen Lebens“ sei, da der Alltag durch eine ablehnende Haltung zu Impfungen stark eingeschränkt werden kann.

Impfausweise

Bisher konnte der/die Alleinerziehende alleine übers Impfen entscheiden

Das bedeutete bisher also, dass trotz gemeinsamen Sorgerechts die Person, die sich hauptsächlich um das Kind kümmert, die Impfentscheidung fällen konnte. Weil sie ja auch diejenige ist, die im Fall von wochenlanger Krankheit (Masern, Mumps, Röteln….) mit dem Kind zuhause hockt und sich um seine Genesung kümmert.

Gerade für berufstätige Alleinerziehende ist ein krankes Kind eine echtes Problem, denn sie sind auf das eigene Einkommen in besonderem Maße angewiesen. Alleinerziehende mit Job haben also ein hohes Interesse daran, ein funktionierendes, gesundes Kind zu haben, um es mal sehr pragmatisch auszurücken. Außerdem ist wochenlanges Kranksein auch nicht unbedingt zum Wohle des Kindes, selbst wenn die Mutter nicht berufstätig ist.

Ab jetzt Impfung nur noch mit Einverständnis des Kindsvaters

Und nun soll, laut der neuesten Gerichtsentscheidung, die Impfentscheidung nur noch einvernehmlich mit dem anderen sorgeberechtigten Elternteil getroffen werden können. Das bedeutet, dass die Alleinerziehende (90% der Alleinerziehenden sind Frauen) nun theoretisch für jede Impfung das schriftliche Einverständnis des Vaters braucht. Was für ein Riesen-Heckmeck!

Halten wir uns kurz vor Augen, dass sich nicht alle getrennt lebenden Eltern gut verstehen und manche auch überhaupt nicht mehr miteinander klarkommen, trotzdem es aber fast unmöglich ist, das alleinige Sorgerecht zu erhalten (es gibt hohe Hürden dafür, und die alleinige Sorge wird meist nur in Teilbereichen zugestanden), dann heißt das für Mütter jetzt, wenn sie ihr Kind impfen lassen wollen, kann der Vater das Einverständnis verweigern, und so ihren Alltag komplett durcheinanderbringen, wenn das Kind an vermeidbaren Krankheiten erkrankt. Er hat so einen Hebel, bei feindseligem Verhältnis zur Mutter, Druck auf sie über das Kind auszuüben. Und das ganze soll laut Richtern dem Kindeswohl dienen!? Da stellen sich mir echt die Nackenhaare auf!

Der Kinderdoc sagt uns klipp und klar, was das von jetzt an bedeutet: „Wenn wir darüber wissen, dass Eltern getrennt leben und ein Elternteil den Impfungen kritisch gegenüber steht, sollten wir nicht impfen.“

Interview mit dem Kinderdoc

kinderdoc

 

1)   Gilt diese neue Regelung für ganz Deutschland? Oder verhält es sich je nach Oberlandesgericht im jeweiligen Bundesland anders?

Kinderdoc: Ich bin kein Jurist, aber m.W. gilt diese Regelung als Präzedenzfall bundesweit, bis ein anderes OLG evtl. in einem ähnlichen Fall anders oder gleich entscheidet. Es gibt ja kein Gesetz zu dem Thema, sondern stets nur juristische Auslegungen. Bei einem ähnlichen Fall zwischen zwei Eheleuten könnte sich ein Anwalt bzw. ein angerufenes Gericht auf dieses Urteil beziehen.

2)   Muss ich als alleinerziehende Mutter davon ausgehen, dass mein Kinderarzt darüber Bescheid weiß? Bekommt Ihr so eine Art Newsletter mit den wichtigsten Neuerungen?

Nein, und in der Recherche online habe ich auch viele Statements von Anwälten gefunden, die noch das alte Urteil des AG Darmstadt zitieren, obwohl das OLG ja das Urteil bereits gekippt hat. Also sogar in Anwaltskreisen ist das so nicht bekannt. Die Frage ist, inwieweit unser Berufsverband die Frage aufgreift, der hat ja auch Juristen, die ihn beraten und dann eventuelle Verhaltensempfehlungen an die Mitglieder weitergeben.

3)   Kann ich auch mündlich sagen, mein Exmann sei einverstanden, oder brauche ich unbedingt eine schriftliche Einverständniserklärung für die Impfung?

Als Kinderarzt, wenn ich wüßte, die Eltern sind getrennt und dass es vielleicht Zwist in solchen Fragen gibt (vielleicht, weil es in der Vergangenheit schon mal Diskussionen gab), würde ich auf eine schriftliche Erklärung beider Eltern drängen. Mit dem aktuellen Urteil muß sich jeder Kinderarzt fragen, ob er tatsächlich nicht jedesmal ein OK von beiden Eltern geben lässt. Bisher ging man – jedenfalls bei zusammenlebenden Paaren – billigend davon aus, dass, wenn ein Elternteil mit dem Impfling kommt, der andere einverstanden ist. 

4)   Wenn es sich um eine Auffrischung (z.B. Tetanus) oder Serienimpfung handelt (z.B. Zecke, da braucht man ja 3 Impfungen), kann der Kinderarzt dann davon ausgehen, dass der andere Sorgeberechtigte einverstanden ist? Oder muss man das jedes Mal neu erfragen?

Ich denke mal, das wird einmal für eine Impfung besprochen und gilt dann für alle Folgeimpfungen der gleichen Art.

5)   Kann es sein, dass diese Entscheidung noch vom Verfassungsgericht gekippt wird? Oder ist das das letzte Wort?

Kommt drauf an, ob die betroffene Mutter nochmals in Berufung geht, dann eben vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Sollte das nicht geschehen, kann erst bei einem anderen Fall (wie unter 1 geschildert), wenn also neu geklagt wird, neu verhandelt werden. 

Das sind teilweise juristische Fragen, die ich in meinem Laienwissen interpretiere, interessant wäre es tatsächlich, wie ein Familienrechtler das diskutiert, ob es tatsächlich so weitreichende Folgen hat, wie Du es befürchtest. Und den Medizinrechtler wird man befragen müssen, wie sich die Ärzte in Zukunft zu verhalten haben.

Fazit: Mehr Entscheidungsfreiheit für Alleinerziehende nötig!

Ich hatte mit dem Exmann noch nie Probleme, was medizinische Dinge und Unterschriften für offizielle Anlässe betrifft. Trotzdem empört mich dieses Urteil. Hier werden Alleinerziehende im Alltag entmündigt. Vordergründig zum Wohle des Kindes. Aber eigentlich geht’s leider oft um Macht und nicht um Sorge bei getrennten Eltern. Und wenn eine Mutter nicht impfen will, der getrennt lebende Vater aber will, dass das gemeinsame Kind geimpft wird, muss sie dann mit ihm zum Impfen gehen? Oder prozessieren nun alle!?

Mein Standpunkt ist, dass die Person, die das Kind im Alltag betreut, möglichst viele Entscheidungen alleine treffen dürfen sollte. Auch die Wahl der Schule und des Kindergartens, übrigens!

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kinderdok
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kinderdok

Ich darf noch ergänzen: im aktuell vorliegenden Fall kam es wohl laut Gericht „zu einer gütlichen Einigung“, wie diese ausfiel, ist nicht überliefert, aber damit fällt wohl die Berufung in Karlsruhe flach. Siehe http://www.hefam.de/urteile/6UF15015.html
Das OLG präzisiert auch, dass im Falle einer Nichteinigung das Familiengericht für das Kind entscheidet – hoffentlich im öffentlichen Interesse für die Impfung.

(PS Natürlich muß auch die Mutter mit entscheiden, wenn die Kinder beim Vater leben)

Daddy Dahoam
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Daddy Dahoam

Hallo, nur ein paar kurze juristische Ergänzungen: 1. Tatsächlich haben sich im Ausgangsverfahren die Eltern dahingehend geeinigt, dass sie nach Konsultation eines weiteren Kinderarztes künftig einvernehmlich dessen Empfehlungen zu Durchführung und Umfang der Impfungen beider Kinder folgen werden. Das Verfahren wird also nicht in eine weitere Instanz gehen (Quelle: http://blog.beck.de/2016/03/01/impfen-ist-eine-angelegenheit-des-t-glichen-lebens-oder-doch-nicht; dort im Update weiter unten zu finden). 2. Das OLG Frankfurt ist in der Sache letztlich dem Kammergericht Berlin (entspricht einem OLG) gefolgt, das bereits 2005 entschieden hat, dass die Entscheidung über die Impfung eine Entscheidung von erheblicher Bedeutung sei (Quelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202006,%20142). 3. Mittlerweile hat sich auch das OLG Jena… Weiterlesen »

Iris Heyen
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Iris Heyen

Ich habe zum Glück das alleinige Sorgerecht, mein Expartner ist absolut gegen das Impfen, auch aus kulturellen Gründen. Das Problem bei einigen Krankheiten, wie Mumps, Masern etc. sind auch noch die evtl. Komplikationen mit Folgeschäden. Wenn dann ein Elternteil aus Groll auf den anderen Elternteil dann die Impfung verweigert, ist das heftig. Vielleicht sollte der impfverweigernde Elternteil den Verdienstausfall zahlen?! Oder eine Kinderkrankenschwester?!

kinderdok
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kinderdok

Welche Kultur verbietet den das Impfen?

B.
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B.

Das Urteil ist wohl eh hinfällig wenn die staatliche Impfpflicht wie von manchen Stellen angekündigt eintreten wird, dann werden nicht nur AE’s entmündigt sondern alle Eltern…wenn ich allerdings solche Argumente Pro Impfen lese wie „funktionierendes Kind, Verdienstausfall, zuhause hocken wegen vermeidbarer Krankheiten“… Ich fände es nicht gut diese Entscheidung als Machtinstrument zu missbrauchen, das kann aber im übrigen auch derjenige bei dem das Kind lebt… Impfen ist ein sehr umfangreiches und in manchen teilten umstrittenes Thema über das man sich ruhig informieren sollte bevor man dem Kind blindlings Spritzen geben lässt…vielleicht hilft die Mitsprache beider Elternteile ja auch, sich darüber… Weiterlesen »

kinderdok
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kinderdok

Ich möchte hier keine Impfdiskussion eröffnen, weil das ein anderes Sujet wäre, aber: Die Eltern, die ihre Kinder bei mir (komplett) impfen lassen, sind sehr wohl sehr gut informiert. Keine Ahnung, woher das immer kommt, dass impfende Eltern weniger Ahnung hätten.

Tinka
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Tinka

Man bekommt heutzutage keinen Krippen oder KiTaplatz, ohne Vorlage der Kopie des Impfausweises.. . Wenn dann das Kind z.B. bei der Mutter lebt, Vater keinen Unterhalt zahlt, sich aber weigert das Kind impfen zu lassen.. sitzt die Mama zwangsweise mit Kind zuhause im HartzIV- Bezug ohne Aussicht dort heraus zu kommen ausser bei Schulbeginn.. aber auch dort gibt es Pflichtimpfungen. Macht es also Sinn, solange man sich mit dem anderen Elternteil versteht, sich eine generelle Vollmacht auszustellen?

Schmid
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Schmid

Die Aussage, man bekommt ohne Impfausweis keine Kinderbetreuung in einer Krippe oder einem Kindergarten ist grundlegend falsch, sie wird leider nur so vermittelt. Mit Einführung des Präventionsgesetzes letztes Jahr sind die Infektionsschutzbeauftragten an die Träger der Einrichtungen herangetreten und haben darauf hingewiesen, dass eine derartige Impfpflicht innerhalb der AGBs (Kindertagesstättenordnung) geregelt werden könnte. Diese Regelung übersteigt jedoch den gesetzlichen Rahmen, der nur eine Vorlage einer Impfberatungsbescheinigung erfordert. Einzig und allein im Bereich der Masernimpfung muss man darüber Auskunft geben ob diese erfolgt ist, denn hier kann im Fall von Masern in der Einrichtung ein ungeimpftes Kind zum Schutz dessen ausgeschlossen… Weiterlesen »

Mutterseele
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Mutterseele

Na toll, bis mein Ex auf solche Fragen antwortet, sind die Kinder längst erwachsen… Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, aber wen interessiert das schon? Bis jetzt hat nur die Bank mal 2 Unterschriften verlangt, alles andere unterschreibe ich allein, sonst wären die Kinder bislang weder eingeschult, noch im Hort, noch geimpft, noch krankenversichert etc.
Oft wissen die entsprechenden Stellen nicht mal, daß wir getrennt sind, und fragen deshalb nicht nach. Da steht ja auch meistens „Unterschrift der Sorgeberechtigten“, nicht „Unterschrift ALLER Sorgeberechtigten“.
Ich wurde übrigens weder in der Krippe, noch Kita, noch Hort, noch Grund- oder weiterführender Schule nach Impfausweisen gefragt.

Mamamotzt
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Mamamotzt

Die Schule, auf die meine Kinder gehen, hat nachgebessert. Die ersten beiden habe ich bei der Anmeldung einfach so mit einer Unterschrift durchgemogelt, beim dritten hatte ich GsD schon eine Vollmacht. Die Schulsekretätrin musste streng sein, sie kennt uns privat und hätte sonst zwei Unterschriften verlangen müssen.

Schmid
Gast
Schmid

Generell lässt sich die Tendenz der Rechtssprechung wie folgt zusammenfassen: Wenn sich die Eltern, egal ob beide gemeinsam oder einer allein für das Impfen aussprechen, idealerweise nach den Vorgaben der STIKO wird dem kein Gericht entgegenstehen, solange keine erheblichen gesundheitlichen Bedenken gegen die Impfung – hier sprechen wir von einzelnen Impfungen – sprechen. Dies liegt vorallem auch daran, dass geimpft werden „soll“ und die Begrifflichkeit „soll“ gibt in der juristischen Auslegung den Regelfall vor. Entscheidet sich jedoch ein Elternteil gegen eine Impfung oder gegen das Impfen generell oder bevorzugt der Elternteil einen individuellen Impfplan, der beispielsweise eine spätere Impfung als… Weiterlesen »

Schmid
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Schmid

Liebe Frau Dr. Finke, wenn ihr Standpunkt die Festigung der Entscheidungsfreiheit des alleinerziehendem und betreuendem Elternteil ist, bleibt unabdingbar daran die Frage geknüpft, was das Beste für das Kind ist. Sie folgern richtig, aus den Akteninhalten geht hervor, dass die Gesundheit des Kindes nicht das wirkliche Thema war, sondern es um Machtspiele von Expartnern geht, die sich einen Wunden Punkt, das Wohl des eigenen Kindes heraussuchen und dort eine Angriffsfläche erkennen, die sie dann schamlos nutzen. Im Fall von Düsseldorf gab es nur betreuten Umgang, was um so mehr zeigt, dass sich die Gerichte an den vorgegebenen STIKO Empfehlungen orientieren… Weiterlesen »

Annika
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Annika

Wenn ich sehe, was der Ex meiner Nachbarin so alles mitentscheiden und unterschreiben muss, kann ich ihr eigentlich nur raten, die Unterschrift vom Ex fälschen zu lernen. In Kindergarten, Schule, Hort, dauernd müssen beide Eltern unterschreiben – wenn sie denn getrennt leben. Bei meinem Mann und mir reicht eine Unterschrift. Ich halte das für Bevormundung. Schlimm, und es wird immer schlimmer.

Tigerbabe
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Tigerbabe

Hallo Frau Dr. Finke,

finde es ziemlich dreist was sich „Schmid“ hier erlaubt. Einem fanatischen Impfgegner sollte man hier kein Forum bieten. Ansonsten machen Sie bitte weiter mit Ihrem tollen Blog. Viele liebe Grüße.

Schmid
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Schmid

Liebes Tigerbabe, scheinbar hat sie die Tiefe des Themas nicht wirklich erreicht, denn Impfgegner führen in aller Regel keine Argumente an, die sich durch wissenschaftliche und anerkannte Studien nachweisen lassen, sondern reagieren auf das Thema Impfungen völlig anders. Vielleicht nutzen Sie einmal ihre Kraft in die Recherche der von mir zitierten Studien und überdenken einfach nochmal die Sinnhaftigkeit diese anzuführen, wenn man ein fanatischer Impfgegner wäre. Mir geht es um die Sicherheitsbewertung von Impfstoffen und die kommt maßgeblich den impfenden Eltern zu Gute, denn fanatische Impfgegner lehnen generell jede Impfung ab und müssen sich deswegen mit der Sicherheit von Impfstoffen… Weiterlesen »

Rene
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Rene

Finde Schmid ,neutral und sachlich ! man sollte Wertneutral lesen .LG

Frau Dr. Friedrich
Gast
Frau Dr. Friedrich

Der Vater und ich sind vollkommen unterschiedlicher Meinung, was das Impfen betrifft. Für unser Kind ist es sicherlich das Beste, dass wir beide gemeinsam darüber entscheiden dürfen und es nicht Opfer einer extremen Meinung wird.

Panagrellus
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Panagrellus

Was wäre denn eine extreme Meinung „pro-Impfen“?
Dem STIKO-Impfplan zu folgen kann mit „extreme Meinung“ ja nicht gemeint sein?

Heike
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Heike

Interessant wird es dann, wenn Schadensersatzforderungen möglich werden, weil eins der beiden Elternteile nicht zugestimmt oder ein anderes eigenwillig gehandelt hat. Ein Grund, warum Ärzte über kurz oder lang sich ganz sicher an die Unterschriftspflicht halten werden.

Ulinator
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Ulinator

Dieser Satz liest sich wie Hohn „Gerade für berufstätige Alleinerziehende ist ein krankes Kind eine echtes Problem, denn sie sind auf das eigene Einkommen in besonderem Maße angewiesen“. Ein krankes Kind ist zuallererst ein echtes Problem für das Kind. Sprich, in erster Linie sollte es beim Impfen darum gehen, dem Kind etwas Gutes zu tun, nicht der berufstätigen Mutter. Und @Tigerbabe, vielleicht sollten Sie mal Ihre Intoleranz überdenken. Ich bin auch fürs Impfen, was aber nicht heißt, dass Impfgegner nicht ihre Meinung äußern dürfen oder durch ihren fanatischen Kommentar mundtot gemacht werden. Wenn das so weiter geht, leben wir bald… Weiterlesen »

Jäger
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Jäger

Ich finde diesen Standpunkt mehr als traurig. Nur weil der Vater nicht bei seinen Kindern wohnt darf er nicht mitentscheiden? Was für eine traurige antiquierte Meinung. Schon mal gefragt ob er das erkrankte Kind nehmen und hüten möchte? Viele getrennte Väter in meinem Umkreis denen das Leben von Frauen die denken sie haben mit der Trennung die Alleingewalt über die Kinder zugesprochen bekommen würden sofort hier schreien und lossocken. Es ist eine Frechheit zu unterstellen der Mann wolle der Frau das Leben unnötig schwer machen. Und genau aus diesem Grund kommt die Gesellschaft bei gemeinsamen Sorgerecht nicht weiter und die… Weiterlesen »

mamax2
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mamax2

Ich muss jetzt leider sagen, dass ich nicht mehr als ein Exemplare der beneidenswerten Gattung „engagierte getrennte Väter“ kenne. Die anderen, die ich kenne, kümmern sich von gar nicht bis zu nach Lust und Laune. Konsistenz eher nicht zu erwarten. Ich finde, die Person, bei der die Kinder überwiegend leben, und die ihren Alltag darauf abstimmt, muss einfach im Alltag mehr Entscheidungsrechte haben als der Wochenend-bis-zweimal-im-Jahr-Vater. Die Kinder und der überwiegend betreuene Elternteil sind wesentlich mehr betroffen von Alltagsentscheidungen als der andere Elternteil. Warum letzterer privilegiert wird und im schlimmsten Fall einfach schikanös handeln kann, erschließt sich mir nicht.

Jäger
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Jäger

Ich habe leider festgestellt das der Unwillen der Väter meist an den Müttern liegt. Die Väter haben keine Lust zu betteln, ständig nachzuhaken oder nur in den Alltag der Mütter eingepasst zu werden. Sie wollen selbbestimmt mit ihren Kindern umgehen. Ich höre immer nur von tollen Familienvätern in Ehen und wenn sie getrennt sind wollen sie ihre Kinder nicht mehr um sich haben? Seltsam? Ja finde ich auch. Als neue Familienkonstellation sollte man sich neu finden und sich dann als Mutter auch mal selbst reflektieren. Und sich nicht bemühem eine neue Struktur ohne Vater aufzubauen und ihn als Eindringling darzustellen… Weiterlesen »

Schmid
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Schmid

aber diese Nebenkriegsschauplätze welcher Vater sich wirklich kümmert und welche Mutter mehr Rechte in der Entscheidung braucht ist doch völlig am Thema vorbei. Wenn Du STIKO konform impfst, dann passt es. Wenn nicht und der andere Elternteil würde aber STIKO konform impfen, bekommt er eben das elleinige Entscheidungsrecht – es geht also nicht um das was für das Kind in dem Fall richtig und gut ist, oder für den betreuenden Elternteil, sondern es geht darum was dem Willen entspricht, dass geimpft wird. Es geht ja nur um die Frage der Entscheidung und nicht um die Spritze im Arm des Kindes…..nur… Weiterlesen »

Stefan
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Stefan

Immer locker bleiben! Damals im Studium hieß es immer: solange es keine Entscheidung vom BGH gibt, kann jedes Gericht bzw. jeder Richter tun und lassen was er will. Somit einfach abwarten und Tee trinken.

Peter M B English
Gast
Peter M B English

Please excuse me for writing in English… You may be interested in the UK situation. In the UK, for most purposes, any body with „parental responsibility“ (which usually means the parents, but can also mean eg the local authority if the child is in care) can give consent for a medical procedure. In 1999, however, two parents differed about whether a boy should be circumcised. A court („In the matter of Re J (child)“) decided that for „controversial procedures“, such as circumcision, the consent of all bodies with parental responsibility was required. In 2003 – at the height of concerns… Weiterlesen »

Jutta
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Jutta

Vielen Dank an Herrn Schmidt für seine klugen – über den Tellerrand hinausgehenden – Gedanken.
Neben dem m. E. völlig weltfremden Urteils des Gerichts liegt hier nämlich das eigentliche Problem!

Karen
Gast
Karen

Interessant, wie Herr Schmid argumentiert. Seine rhetorischen Methoden sind die gleichen, wie sie auch mitunter von Populisten benutzt werden: 1. Die Spaltung der Eltern in die mit der richtigen und falschen Meinung. Er behautet, die Impfbefürworter seien nicht richtig informiert. Wenn sie es wären, würden sie sich ja Impfungen kritisch gegenüberstehen. Weitere Belege braucht es nicht. Das heißt, die Impfbewürworter haben von vorne herein Unrecht und gehören somit zur „falschen“ Seite. 2. Das Negierung des Expertenwissens. Die Impfempfehlungen werden von Experten formuliert, die sich hauptberuflich und schon sehr sehr lange mit dem Thema befassen. In der klinischen Forschung kann alles… Weiterlesen »

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10 Ideen, die mein Leben als Alleinerziehende sofort leichter machen

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Daniela
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Daniela

Eine nicht vorhandene Impfung legt also den Alltag lahm-vor allem den der arbeitenden Mutter.Und die Impfung dient letztlich dem Wohle des Kindes..sieht hier keiner diesen Widerspruch?Laut diesem Artikel gehts deutlich ums Wohl der Mutter.Das sollte es aber nicht.Es ist der Körper und die Gesundheit des Kindes die durch das Impfen gefährdet würde. Klar kann ein Kind ohne Impfung Masern,Mumps oder Röteln bekommen.Diese sind aber behandelbar und verlaufen i.d.R.harmlos.Natürlich kann es Komplikationen geben.Aber im selben prozentualen Rahmen können Impfschäden auftreten.Macht man sich bewusst,dass Impfstoffe Aluminium.Formaldehyd und Quecksilberverbindungen enthalten,sind Folgeschäden gar nicht so abwegig.Grade bei den ganz kleinen Kindern ohne Blut-Hirn-Schranke. Oder… Weiterlesen »