Bundesjugendspiele abschaffen – Petition gestartet

Ich tue das für all die Kinder, die jedes Jahr am Abend vor den Bundesjugendspielen Bauchschmerzen haben, für jene, die während der Wettkämpfe am liebsten im Boden versinken würden, und für alle, die hinterher beim Verteilen der Urkunden am liebsten in Tränen ausbrechen würden.

Und ein bisschen für die kleine Christine, die jedes Jahr, trotz eines ganz normalen Körpers, die Langsamste im Rennen, die Schlechteste im Werfen war und blamable Ergebnisse im Weitsprung hatte. Wenn ich nicht Mutter wäre, dann würde ich darüber keinen Gedanken mehr verschwenden – aber ich kann nicht verstehen, warum es heute noch für gut befunden wird, Kinder zu zwingen, sich in eine sportliche Wettbewerbssituation zu bringen, die mit Demütigung und Ohnmachtsgefühlen vor der Peer Group verbunden ist.

Sport sollte Spaß machen und ein positives Körpergefühl vermitteln. Aber die Bundesjugendspiele leben von Wertung: Aufwertung und Abwertung einzelner auf Kosten anderer. Oft ist das Lehrpersonal auch noch so unsensibel, die Unterschiede zwischen den Kindern besonders herauszustellen bei der anschließenden Vergabe der Urkunden in der Klasse. Bei einem Wettkampf gehöre es dazu, heißt es dann. Aber welchen Sinn hat ein Wettkampf, dem man sich nicht freiwillig stellt und bei dem Einzelne schon vorher wissen, dass sie am unteren Ende der Leistungsskala sein werden?

Wettkampf
Jarmoluk by Pixabay.com

Ich habe noch nie eine Petition gestartet und ich bin zögerlich, wenn es ums Unterzeichnen geht. Zu inflationär erscheint mir das oft, und die Anliegen nicht unbedingt sinnvoll. Aber nachdem ein vorgestern von mir abgesetzter Tweet innerhalb kürzester Zeit eine ungeheure Resonanz erfuhr, spüre ich die Verpflichtung, es wenigstens zu versuchen.

Klar, so eine Petition hat keine rechtliche Wirkung. Aber wenn genügend Leute unterzeichnen, dann kann über die Öffentlichkeit Druck ausgeübt werden und zumindest eine Diskussion angestoßen werden. Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn der Zwang zur Teilnahme abgeschafft würde, falls es nicht gleich mit der ganzen unseligen Veranstaltung klappt, das ist mein Minimalziel. Kriegen wir das hin? Macht Ihr mit?

Petition unterzeichnen

Die Bundesjugendspiele sind nicht mehr zeitgemäß: Der Zwang zur Teilnahme und der starke Wettkampfcharakter sorgen bei vielen Schülern für das Gefühl, vor der Peergroup gedemütigt zu werden. Daran hat auch die Einführung der „Teilnahmeurkunde“ für diejenigen, die am schlechtesten abschneiden, nichts geändert.

Sport sollte Spaß machen und nicht nur für ein gutes Körpergefühl, sondern auch für Selbstbewusstsein sorgen, unabhängig vom Talent und Können des Einzelnen. Die Bundesjugendspiele in ihrer jetzigen Form (ursprünglich auf die Reichsjugendwettkämpfe zurückgehend) konterkarieren dieses Ziel, sie demotivieren Schüler und setzen sie unter sozialen Druck. Häufig werden die Ergebnisse der Wettkämpfe beim Austeilen der Urkunden sogar öffentlich im Unterricht verlesen, als würde es nicht reichen, dass auf dem Sportplatz die Peergroup hautnah mitbekommt, wer besonders gut und besonders schlecht ist. Dabei werden die individuellen körperlichen Voraussetzungen (Körperbau, Größe, Konstitution) der einzelnen Kinder nicht berücksichtigt, gleichzeitig aber, obwohl dies wissenschaftlich nicht haltbar ist, völlig unnötige Geschlechterunterschiede bei den Leistungen von Kindern unter 11 Jahren gemacht.

Das Argument, gerade die schwächeren Schüler könnten bei den Bundesugendspielen Erfolge verbuchen, darf nicht über den Schutz derjenigen Schüler gestellt werden, die im Sport keine guten oder schlechte Leistungen erbringen. Ein Wettkampf, bei dem Einzelne schon vorher wissen, dass sie chancenlos sind, ist sinnlos und unfair.

Die vom Kuratorium für die Bundesjugendspiele postulierten Ziele Freude an Bewegung, Gemeinschaftsgeist und positive Werte werden durch die Bundesjugendspiele nur einigen wenigen, im Sport guten Schülern vermittelt. Für viele weniger sportliche Schüler hingegen bedeuten diese Spiele eine alljährlich wiederkehrende öffentliche Demütigung. Viele glauben bis ins Erwachsenenalter, sie seien unsportlich, was fatal ist, denn eine positive Einstellung zum Sport und zum eigenen Körper dient nicht nur dem psychischen Wohlbefinden, sondern beugt auch langfristig Bewegungsarmut und körperlichen Erkrankungen vor.

Deswegen sollten die Bundesjugendspiele entweder abgeschafft oder auf Freiwilligkeit umgestellt werden.

NB: Die Petiton ist auf change.org, weil ich dort ein Bild einfügen kann, was gut ist, um in den Social Media zu wirken. Außerdem haben viele dort schon ein Nutzerkonto und das Unterzeichnen ist somit niedrigschwellig. Ich konnte dort auch Links einfügen zu Quellen und Texten, die meine Petition untermauern – das ist bei der E-Petition des Bundestags nicht möglich, weswegen ich mich dagegen entschieden habe, sie als Plattform zu nutzen.

Linktipp innerhalb des Blogs: Schulsport – muss das denn so sein!?

Alleinerziehend mit 3 Kindern, Buchautorin und Kolumnistin, seit 2014 auch Stadträtin in Konstanz. Bloggt hier seit 2011.
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FrauKoralle
FrauKoralle
21. Juni 2015 18:17

Als jemand, die früher auch regelmäßig nur die Teilnehmerurkunde bekommen hat, nicht werfen, rennen und springen konnte, weiß ich auch jetzt noch gut, dass es mir nichts ausgemacht hat. Ich wusste, Sport ist nicht meine Stärke, andere Sachen kann ich viel besser. Fertig. Da gab es auch keine blöden Sprüche von Klassenkameraden. Da gab es keinen Frust ob der schlechten Ergebnisse. Aber so ist das im Leben. Manchmal muss man etwas machen, das einem nicht so liegt. Oder man hat einen schlechten Tag. Und die Welt geht davon nicht unter. Das ist wichtig zu lernen! Ich denke, Kinder brauchen Herausforderungen… Weiterlesen »

Beppo
Beppo
23. Juni 2015 13:17

Liebe Mutter und Petitionsverfasserin. Es ist im Leben nun mal so, dass es Enttäuschungen gibt. Ich bin nun schon ein paar Jahre alt und in meiner Jugend hatten sich solche Probleme schnell selbst erledigt. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klar zu kommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Auch nicht zum Ausschluss der Schüler aus der Gemeinschaft. Gehänselt wird immer und überall, auch das gehört zur Schule… Weiterlesen »

Micha
Micha
25. Juni 2015 22:51
Antwort  Beppo

Danke BEPPO!

Uwe
Uwe
26. Juni 2015 10:46
Antwort  Beppo

Danke Beppo. Wenn ich beim Sport verloren habe, hat mich das nur angestachelt besser zu werden. Genau wie bei anderen Dingen auch. Ich verstehe sowieso nicht, wie wir unsere Jugend überlebt haben. Es war ja alles so schlimm.

Jasi
Jasi
26. Juni 2015 11:54
Antwort  Uwe

Ich glaube es geht hier eher um den Zwang bei einem Wettkampf mitzumachen, wo man vorher schon weiß, dass man keine Chance hat. Lesewettbewerb oder Rechenwettkampf sind z.B. freiwillig, warum Sport nicht. Schulsport gibt es doch trotzdem. Ich bin nicht unsportlich, aber wegen diesen Bundesjugendspielen habe ich heute noch keine Lust Joggen zu gehen.

Arne
Arne
29. Juni 2015 15:25
Antwort  Uwe

So ein Schwachsinn,

jeder Schüler muss doch auch an Klausuren teilnehmen. Und auch dort gibt es eine Bewertung in Form von Noten. Und an manchen Schulen werden auch die Besten der Jahrgangs extra geehrt. Wie soll so etwas enden? Berufe werden zugelost weil sämtliche Leistungsbeurteilung aus der Gesellschaft entfernt werden soll.
Frau Finke hätte die Zeit lieber nutzen sollen um ihrem Kind das umgehen mit solchen Situationen beizubringen!

Alexander
Alexander
26. Juni 2015 11:58
Antwort  Beppo

In einem Zitat lässt es sich ganz leicht erklären, warum es abgeschafft gehört.

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“ Jean-Jacques Rousseau

Warum möchten wir anderen zu etwas zwingen, was sie nicht möchten?
Wir haben die Möglichkeit diese Zwangspolitik zu ändern!

Kurt
Kurt
26. Juni 2015 22:31
Antwort  Alexander

Genauso ist es Alexander: Ich wollte in der Schule keine Sprachen und keine Gestewissenschaften. Da gehe wir dann auch nicht mehr hin, wenn es keinen Spass macht.

Mi
Mi
28. Juni 2015 08:31
Antwort  Alexander

Genau!
Wer will schon arbeiten, sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und Alimente zahlen.

Weg damit!

CHRIS
CHRIS
1. Juli 2015 21:55
Antwort  Alexander

Lieber Alexander,
endlich weiß ich warum meine Schüler so oft keine Hausaufgaben haben!
Wahrscheinlich haben sie Rousseau gelesen und diese Weisheit für sich entdeckt!

Wolfgang Hanzen
Wolfgang Hanzen
27. Juni 2015 11:01
Antwort  Beppo

Da ist alles gesagt, so ist es und das ist eines unserer gesellschaftspolitischen Hauptprobleme. Hinterlassenschaft eines leider großen Teils ideologisierter Alt68er.

Michael
Michael
30. Juni 2015 07:59
Antwort  Beppo

Dankeschön für diesen Kommentar Beppo. Ich oute mich hier mal, mir haben die Bundesjugendspiele Spaß gemacht. Selbst wenn mir die Ehrenurkunde verwehrt geblieben ist, es hat auch keine Spätschäden nach sich gezogen.
Seinerzeit hätte ich sie einfach gerne mal bekommen, das wars.

Aus meiner Sicht ist diese Petition die beste, wenn auch verfrühte Überbrückung des Sommerloches seit Jahren.

Unser Filius wird angesichts seiner Jugend wohl bald auf den ersten Liebeskummer stoßen und dann ebenfalls heulend nach Hause kommen. Vielleicht läßt sich auch das mit einer Petition proaktiv aus dem Weg räumen… Aber ich fürchte, da muss er einfach durch.

Jana
Jana
24. Juni 2015 11:07

Hallo, ich kann den Frust absolut verstehen. Mir und anderen Nieten in Leichtathletik ging es ähnlich! Sportliche Leistungen waren damals irgendwie sehr wichtig. Wer nicht mithalten konnte, war peinlich. Nie wurde berücksichtigt, dass man vielleicht persönliches Training, Muskelaufbau, Haltungsübungen hätte machen müssen, bevor man sportliche Höchstleistungen erbringt. Ob man die Bundesjugendspiele deswegen abschaffen sollte? Ich weiß nicht. So kann man ja Talente entdecken.. Ein anderer Umgang wäre wünschenswert und mehr förderung der schwachen Kinder.. schon aus dem gesundheitlichen Aspekt heraus. Und es gibt einen Trost: Viele Stars, Kabarettisten und Moderatoren waren in der Schule mies in Sport!! Die haben meist… Weiterlesen »

Arne
Arne
29. Juni 2015 15:28
Antwort  Jana

Warum sollte man das in der Schule tun?
Andere Kinder haben in Mathe Probleme und müssen privat Nachhilfe nehmen. Also müssen solche Kinder einfach privat in einen Sportverein.

Protegor
Protegor
24. Juni 2015 20:07

Bundesjugendspiele sind doch keine Wertung über den Körper! Viele Top-Models sind unsportlich und würden bei BJS durchfallen! Es geht darum, seinen Körper ein wenig mit absolut elementare Bewegungsformen anzufreunden! Und nichts ist elememtarer als laufen, springen und werfen!

ande71
ande71
25. Juni 2015 08:21
Antwort  Protegor

Modells mit ihrem ausnahmslos gestörten Verhältnis zum eigenen Körper in die Diskussion zu werfen, finde ich etwas abwegig. Sie dienen wohl kaum als Vorbilder.
Das Gestochere dürrer Beinchen im Storchengang auf dem Laufsteg würde ich jetzt auch nicht mit Laufen/Gehen in Verbindung bringen.
Aber anderes Thema.

Charlyn Marder
Charlyn Marder
25. Juni 2015 20:20

Also ich finde Sie haben recht, die Bundesjugendspiele sind diskriminierend und gehören abgeschafft. Heute bekommen die schlechten Kids wenigstens noch eine Teilnehmerurkunde, zu meiner Schulzeit gab es nichts. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich war nie gut im Sport und habe in diesem Fach auch nichts erreicht. Bundesjugendspiele waren immer der größte Horror für mich, weil man von den anderen Kids ausgelacht wurde, weil man knapp ne Minute gebraucht hat um eine gewisse Strecke zu rennen. Nur auf dem Po geplumpst ist beim Weitsprung oder im Winter vom Schwebebalken geknallt ist. Spätestens ab der Pubertät war einem das… Weiterlesen »

Andreas K.
Andreas K.
1. Juli 2015 18:01

Sport ist Bewegungsschule. Aber man muss sich heut nicht mehr bewegen. Nicht mit dem Smartphone und nicht bei der Behoerde. In der Politik schon gar nicht. Wie symptomatisch.

Ein Trost bleibt: Bewegungslegastheniker haben eine weit geringere Lebenserwartung, sei es Fett oder Gelenkschaeden. Haetten sie mal Haltung und Bewegung als Kind trainiert.

jordis
jordis
3. Juli 2015 13:07
Antwort  Andreas K.

Dumm nur, wenn gerade der Sportunterricht allzu vielen jegliche Lust an Bewegung dauerhaft austreibt…
Daran wird sich auch vorläufig nichts ändern, wenn Professoren für Sportdidaktik Sport mit Wettkampf gleichsetzen, wie in einem aktuellen Zeitartikel.

Fischer
Fischer
26. Juni 2015 07:20

Hallo,

es ist mir ein Rätsel, wie man auf so eine Schnapsidee kommt. Bundesjugendspiele abschaffen…Und das in einer Zeit wo die Kinder immer dicker und bewegungsunfähiger werden. Unglaublich!!! Vielleicht sollten Sie Ihrem Kind mal beibringen, dass Sport ein wichtiger Bestandteil im Leben seien sollte!!! Thema Gesundheit!!!
Und Niederlagen sind auch ein Bestandteil im Leben…Vielleicht sollten Sie mal überlegen, dass Ihr Kind irgendwann nicht mehr von Ihnen beschützt werden kann und da wird Ihm dann auch keine Petition mehr helfen….

Ali
Ali
27. Juni 2015 23:28
Antwort  Fischer

O ja, ein Ereignis, das einmal im Jahr stattfindet, wird Kinder vor Verfettung schützen – gut, dass Sie das hier geklärt haben. Nochmal für Sie zum Verständnis: Es geht nicht darum, den Schulsport abzuschaffen, der durchaus sinnvoll ist – zumindest, wenn vernünftig durchgeführt. Es geht um die BJS, und nur um diese. Ich fand diese damals auch furchtbar, obwohl ich nicht unsportlich war. Aber eine derartige Zwangsveranstaltung, auf die niemand vorbereitet wurde, ergo nicht trainiert wurde, ist völlig sinnlos, und das haben auch viele meiner Mitschüler so empfunden. Selbst einige der absoluten Leichtathletik-Cracks.

Thomas
Thomas
1. Juli 2015 15:39
Antwort  Ali

Also kommen die BJS plötzlich ? Überraschend ?
Man kann sich nicht vorbereiten ? Also wie eine Mattearbeit?
Der Termin ist überraschend man bekommt das Sportzeug
morgens vor den BJS an einer Sportmittelausgabe ?

Leute wedet mal erwachsen ! Abschaffen ihr macht euch doch Lächerlich !!!!

Norman Czoch
Norman Czoch
26. Juni 2015 09:00

Wie wollen Sie Ihre Kinder auf das Leben vorbereiten, wenn Sie die in Watte packen. Das Leben besteht aus Siegen und Niederlagen. Auf beides muss man Kinder vorbereiten. Man kann sie nicht vor allem „schlechten“ schützen, aber darauf vorbereiten, als starke Menschen Konflikte durchzustehen. Die Bundesjugendspiele abschaffen ist also eher Kontraproduktiv. Machen Sie Sport mit Ihren Kindern und zeigen Sie Ihnen damit, dass man an seinen „Schwächen“ erfolgreich arbeiten kann. Das sage ich Ihnen als jemand der als Kind Asthma hatte, dadurch von vielem ausgeschlossen, aber erfolgreich daran gearbeitet und für sich selbst viel dabei gelernt hat!

Luca
Luca
26. Juni 2015 15:13
Antwort  Norman Czoch

Also wenn Niederlagen bzw. Demütigung so wahnsinnig wichtig für die Erziehung sind, warum sollen dann gerade die gedemütigt werden, die schwach, unsportlich, vielleicht zu dick, hässlich und unbeliebt sind und so in der Schule und im Leben schon mehr als genug Entäuschung erleben?
Die Siegertypen, denen alles gelingt und die wirklich mal einen Kratzer an ihrem makellosen Ego vertagen könnten, werden mit Sieger- und Ehrenurkunden belohnt.

Ali
Ali
27. Juni 2015 23:37
Antwort  Luca

Weil es so hübsch einfach ist, die „Schwachen“ zu demütigen. Was mir in so vielen Reaktionen auf diese Petition wirklich zu denken gibt, ist, dass viele Befürworter nicht zu lesen scheinen, dass es nicht um eine Abschaffung des Schulsportes an sich geht. Noch mehr gibt mir zu denken, dass sich manch (!) erwachsene Menschen nicht entblöden, unsportliche Menschen als dick, faul, leistungsschwache Versager hinzustellen, gleichzeitig aber postulieren, so ein bisschen Zwangswettbewerb schade doch niemandem! Derlei verzerrte Realitätssicht erstaunt mich, ebenso die Wahrnehmung, das mache doch allen Spaß. Auf der anderen Seite dann aber hingehen und meckern, weil angeblich wegen einiger… Weiterlesen »

Martin Ginkel
Martin Ginkel
1. Juli 2015 16:22
Antwort  Luca

Kann man vielleicht mal diesseits des Zauns vom Ponyhof bleiben. Schueler vergleichen sich, jeden Tag in verschiedenen Faechern. Das ist Teil des Leistungsprinzips, nicht nur in der Schule. Manche koennen gut malen, manche gut rennen andere besser rechnen . Wenn hier alles so dargestellt wird als wuerden die Urkunden bei den BJS irgendwas hochgradig besonders „demuetigendes“ sein, kann ich echt nur muede laecheln. Ich hatte in Sport auch bestenfalls ein Befriedigend, und hab bei Leichtathletikfesten sicher nix gewonnen. Aber wenn ein Kind mit solchen Niederlagen nicht umgehen kann, dann haben die Eltern schlicht etwas verpasst. Ich habs sportlich genommen, ich… Weiterlesen »

Frank
Frank
26. Juni 2015 11:24

Vielleicht sollte man eine Petition gegen dumme Eltern starten. Seit wann ist ein sportlicher Wettkampf ein Angriff auf die Würde? Sowas dummes habe ich noch nie gehört. Muß dann im Jugendbereich von Sportvereinen auch die Wertung der Spiele gestrichen werden, damit es dort nur noch Sieger gibt?
Die Verfasserin sollte mal ihren Kopf einschalten bevor sie sowas verfasst. Demnächst singen und klatschen wir in der Schule auch nur noch, da eine Beurteilung der Intelligenz auch ein Angriff auf die Würde ist…..

Niklas
Niklas
26. Juni 2015 12:04
Antwort  Frank

Ich glaube du solltest mal deinen Kopf einschalten, wenn man in einem bestimmten Sport in seiner freizeit tätig ist, macht man das freiwillig und auch weil man es kann bzw. es einem Spaß macht. Das trifft auf die Bundesjugendspiele nicht zu, die machen in der Regel weder spaß noch kann man sich aussuchen ob man mitmachen will oder nicht, denn wenn man dabei „Nein“ sagt, gibts direkt nen Brief nach hause und auch ne 6 für den ganzen Tag !!

Glaubst du nicht? Gut geh in die Schule, probiers aus und Beweis mir das Gegenteil!

irene
irene
26. Juni 2015 11:27

Richtig, eine 5 in Mathe oder Physik hat mich auch getroffen, aber lange nicht so wie die öffentliche Peinlichkeit der Bundesjugendspiele. Ich habe das als Entwürdigung und Bloßstellung empfunden. Der Schulsport war für mich einfach furchtbar. Ich war ein ganz zierliches Kind und nicht sonderlich begabt – besonders gut erinnere ich mich ans Kugelstoßen. Ich konnte die schwere Kugel kaum hochheben, geschweige denn werfen, sie plumpste mir eigentlich nur vor die Füße – Note 6+. Sport soll Freude machen und wichtig für Psyche und Körper. Und im Sportunterricht in der Schule sollte Kindern und Jugendlichen nicht immer nur Leistung abverlangt… Weiterlesen »

Thomas Lorenz
Thomas Lorenz
27. Juni 2015 00:34

Es ist doch so, dass allgemein die Erziehung im Bezug auf Wettbewerb in die falsche Richtung läuft. Ich selber mache seit 27 Jahren Sport und bin selber Trainer von Kindern zwischen 4 und 15 Jahren. Und das erste was ich den Kindern erkläre ist, dass es bei einem Wettkampf oder Vergleich immer nur einen Gewinner geben kann. Es gibt keinen 2. Sieger. Aber genau das erklärt man den Kindern. Hauptsache Du hast es mal versucht. Aber keiner bringt seinem Kind Durchhaltevermögen bei oder dass es auch mal Dinge gibt, die man nicht gerne macht aber wo man durch muss. Aber… Weiterlesen »

Christian B
Christian B
30. Juni 2015 12:42
Antwort  Thomas Lorenz

Danke Thomas Lorenz – Sie sprechen mir absolut aus der Seele. Liebe Frau Dr. Christine Finke, ohne das ich wirklich Ihren Background kannte, habe ich direkt richtig getippt. Alleinerziehende Mutter mit mindestens zwei Kindern. Sie passen absolut in das Klische der Übermütter die meinen Ihre Kinder vor der bösen Welt und Ihren Mitschülern zu schützen. Am liebsten mit einer Käseglocke, Lehrer abschaffen, BJ abschaffen, jglichen Leistungswettbewerb abschaffen und die Noten am liebsten auch gleich – nur damit sich Ihr Kind nicht herabgesetzt fühlt. Wie wird sich Ihr Kind wohl später in einer Prüfung fühlen, wo andere innerhalb 2 Stunden über… Weiterlesen »

Vater von Dreien
Vater von Dreien
27. Juni 2015 08:14

Liebr Bloggerin, wenn ich mir all das hier durchlese fällt mir eines auf: Sie sind scheinbar beruflich so eingespannt, dass Sie Ihren Kindern nicht ansatzweise die Zeit geben können um Sie in all den Alltagsdingen zu stützen. Ich glaube heraus gelesen zu hben, dass es nicht nur im körperlichen sondern auch im sonstigen schulischen Leistungsbetrieb Defizite gibt. Natürlich ist es schade, dass Sie Alleinerziehend sind und natürlich den Lebensunterhalt erarbeiten müssen. Mir stellt sich nur die Frage: Müssen all die Tätigkeiten sein? Geht es nicht auch mit weniger Aktivität und dafür mehr Zeit für die Kinder? Ich glaube, dass Sie… Weiterlesen »

Papabär
Papabär
27. Juni 2015 10:50

Hallo, ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich ich in der 5. und 6. klasse total in Mathematik dermassen versagte, dass sogar der Lehrer mich aufgab. Auch ich wurde damals ziemlich verspottet und gehänselt. Also NUR weil ihre Kinder (und auch Sie damals), speziell die Sportlichen Beurteilungen nicht ertragen können, meinen Sie nicht dass es im Umkehrschluss genauso Menschen gibt, die es „“HASSEN““ über ihre geistigen Fähigkeiten beurteilt zu werden, und das nicht 1 Mal im Jahr, sondern jede Woche aufs Neue, mit jeder Klassenarbeit die geschrieben wird oder täglich, wenn man nach vorne an die Tafel geholt… Weiterlesen »

Heike
Heike
2. Juli 2015 07:24
Antwort  Papabär

@ Papabär
Sehr gut! Genauso isses!

Bea
Bea
21. Juni 2015 20:04
Antwort  FrauKoralle

Da gehe ich völlig konform. Es ist nicht möglich und auch nicht ratsam, alle Schwierigkeiten und negative Erfahrungen von einem Kind fernzuhalten, auch wenn man das als Mutter aus sehr verständlichen Gründen gern tun möchte. Andere sind in der Schule nicht so gut, dafür halt im Sport und müssen täglich im Unterricht mit ihren negativen Erlebnissen leben. Wollen wir die auch aus dem Weg räumen ??? Ein Kind muß lernen, dass Begabungen differenziert sind und es nicht immer Erfolge einheimsen kann und nicht immer beschützt werden kann. Die Welt ist nicht so heile. Selbsteinschätzung und vor allem Selbstkritik sowie der… Weiterlesen »

Jule
Jule
21. Juni 2015 20:44
Antwort  Bea

Ich stimme dir zu Bea!
Das ging mir auch durch den Kopf.
Und als Lehrerin weiß ich, dass die Teilnehmerurkunden völlig akzeptiert werden. Ich sehe eher das Problem darin, wenn in Schulen bzgl. der Leistungsunterschiede geärgert/gelästert/gemobbt und gelitten wird.

Su | ApropoSmedia
Su | ApropoSmedia
24. Juni 2015 13:36
Antwort  Jule

Liebe bea, liebe julia – und auch liebe Christine. Es ist selten, dass ich dir nicht zustimme – hier ist es so. Allerdings möchte ich das untermauern. Denn: wäre es nicht eine sinnvollere Petition, den umgang mit den Bundesjugendspielen von Schulen zu hinterfragen? Die tatsächliche Integration in den Lehrplan? Das Ausschöpfen der Möglichkeiten? Denn der – im Jahr 2013 letztmals erneuerte Kultusminsterkonferenzenbeschluss enthält ausdrücklich die Wahlmöglichkeit, eine der drei Varianten zu nutzen: Wettkampf, Wettbewerb und Mehrkampf. und die Aufforderung, das auch „mehr oder weniger spielerisch“ in den Schulalltag und den Sportunterricht schon vorher zu integrieren. Was natürlich bei der geringen… Weiterlesen »

danico
danico
26. Juni 2015 02:03

Ich sehe es wie APROPOSMEDIA, hier sind die Schulen gefragt. Meine Tochter ist 12, spielt Handball, fährt Rad, Skateboard, Waveboard, Inliner und hat den Freischwimmer. Auch sie hat keine Ehrenurkunde bekommen, Leichtathletik liegt ihr nicht so. Na und? Keiner hat gelästert oder sie ausgelacht. In der Grundschule gab es keinen ordentlichen Schulsport, da wurde auch nicht geübt. In der Gesamtschule wird im Vorfeld sehr wohl geübt und das ganze auch toll verpackt als Schulsportfest. Auch haben wir Musikwettbewerbe, Kreativtage u.ä. tolle Veranstaltungen, die eine willkommene Abwechslung im tristen Schulalltag sind. Mobbing wird sehr schnell unterbunden von Lehrern und Sozialarbeitern, die… Weiterlesen »

eyk
eyk
1. Juli 2015 13:45

Hallo Su, ich habe nun schon ein paar Tage die unterschiedlichsten Seiten zu dieser Petition gelesen und bin erstaunt wieviele persönliche Angriffe sich in den Kommentaren befinden. Dein Kommentar und die Argumentation trifft genau den Nagel auf den Kopf. Ich halte eine Petition für sinnvoll, wenn sie auch über den Inhalt der Sache ganzheitlich informiert. Dies ist hier nicht der Fall. Du holst das mit dem Hinweis auf den Link und den Wahlmöglichkeiten hier nach, was allerdings wohl die meisten nicht lesen werden, da sie ihre Scheuklappen nicht abnehmen. Da ich in meiner Freizeit ehrenamtlich als Leichtathletiktrainer tätig bin und… Weiterlesen »

Wolf
Wolf
23. Juni 2015 14:21
Antwort  Bea

Liebe Bea,
ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen für diesen wichtigen und richtigen Beitrag, der die ganze Doppelzüngigkeit der ewigen Gleichmacherei in allen Bereichen unserer Gesellschaft auf’s treffendste entlarvt: Menschen sind NICHT gleich! Und jeder Versuch, das Gegenteil durchzusetzen, hat bislang immer in der Unzufriedenheit aller gemündet. Die Evolution, auch die von uns Menschen, basiert auf der Entwicklung von UNTERSCHIEDEN, von der letztendlich alle profitieren.

Bea
Bea
26. Juni 2015 21:23
Antwort  Wolf

Lieber Wolf,
danke, genau so habe ich es gemeint – und wir alle kennen die Problematik der Evolution und ihrer Folgen – und das ist gut so, wir müssen es lernen um unsere Stärken – und Schwächen zu erkennen und uns weiter zu entwickeln.
liebe Grüße
Bea

Sabine
Sabine
27. Juni 2015 18:00
Antwort  Bea

Liebe Bea, das sehe ich genauso. Als nächstes schaffen wir dann Noten und Zeugnisse ab und am Besten auch das gemeinsame Spielen in Gruppen, wo die Kinder sich gegenseitig in Manschaften wählen. Denn wenn eins als letztes gewählt wird, ist das ja auch ein Angriff auf seine Würde.
Wenn wir den Kindern alle Schwierigkeiten, die zum Erwachsenwerden dazugehören, aus dem Weg räumen, dann gute Nacht, liebe Gesellschaft.

Kunstturner
Kunstturner
25. Juni 2015 08:35
Antwort  FrauKoralle

Es ist wie immer! Defizite, egal ob körperlich oder kognitiv Art werden festgestellt und anstatt sich als Eltern zu hinterfragen warum das so sein könnte, werden die Rahmenbedingungen so verändert das die Defizite nicht mehr so auffallen. Nee, früher war nicht alles besser! Aber man hat sich mehr Arbeit auch als Eltern gemacht. Und zwar so, dass es besser wurde. Meine Eltern waren bestimmt nicht sportlich, dennoch sind sie mit uns Kindern auf den „Trimm dich Pfad“ gefahren um sportliche Übung zu absolvieren. (die gab es früher mal) Und das hat Spaß gemacht. Wenn ein Kind heute körperliche, sportliche Defizite… Weiterlesen »

Lilly
Lilly
25. Juni 2015 23:10
Antwort  FrauKoralle

Das wäre aber schade.
Meine Söhne freuen sich schon seit Wochen auf die Bundesjugendspiele.
Was ist nun besser, ihre Kinder enttäuscht oder meine Kinder enttäuscht. Schwierige Sache.

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt
26. Juni 2015 07:10
Antwort  FrauKoralle

Sehr gut, so war es auch bei mir und das hat nur meinen Ehrgeiz geweckt.

Kinder sollten von Beginn an lernen mit Enttäuschungen umzugehen und dazu gehört nun mal auch Sport. Alles andere ist meiner Meinung nach sozi-weichspül-unsinn., von dem wir leider viel zu viel in unserer Gesellschaft haben.
Wir müssen unsere Kinder lieben, schützen, unterstützen und fördern! Das tun wir nicht, indem wir sie vor möglichst allen Enttäuschungen bewahren. Wir haben schließlich nicht nur Walldorf-Schule und Co. in unserem Bildungssystem. Gott sei Dank!

Common Sense
Common Sense
26. Juni 2015 09:28
Antwort  FrauKoralle

Eine Frage vor ab, die meinen Standpunkt veranschaulichen wird. ..Weint ihr Kind auch, wenn es im Familienkreis 5 Runden „Mensch Ärgere Dich nicht“ verliert ? Warum weint ein Kind, wenn es verliert ? Warum fühlt es sich ggf. überlegen (lacht) wenn es gewinnt ? ..auch ein Sieger muss die anderen Teilnehmer wertschätzen, denn ohne diese wäre ein Sieg nicht möglich gewesen.. Wie oft werden sich die „Verlierer“ wohl nochmal mit einem Sieger messen wollen, wenn dieser nur Spott übrig hat ? ..und wie lange wird ein solcher Sieger, wirklich noch als „Sieger“ angesehen ? Wenn sich eine Gruppe von Menschen… Weiterlesen »

Papa arbeitet auch - na und?
Papa arbeitet auch - na und?
26. Juni 2015 12:57
Antwort  FrauKoralle

Warum nicht für all diejenigen die nicht gut rechnen können, auch den Mathematikunterricht abschaffen? Das hülfe auch hier gegen Demütigungen und dagegen, ausgelacht zu werden.

Oder Busse abschaffen für all jene die zu doof sind, in den richtigen Bus einzusteigen?

Körperliche Ertüchtigung macht doch wirklich Sinn, wenn ansonsten alle nur noch vor der Glotze oder halt moderner vor Handy und Tablet hocken.

Und Bundesjugendspiele belohnen die, die sich anstrengen – es werden ja keine olympischen Normen gefordert – und geben Rückmeldung über den Gesundheitszustand der Kinder.

Bea
Bea
26. Juni 2015 22:39
Antwort  FrauKoralle

Leute, ich glaube mittlerweile, nachdem ich heute all diese vielen Kommentare s.u. hier nochmal gelesen habe – Ihr streitet Euch um das falsche Ende der Wurst. Frau Christine möchte Publizistin sein, möchte unbedingt Bekanntheit, möchte meinungsbildend sein, endlich reguläre bedeutende Aufmerksamkeit, die ihr aufgrund dieser fragwürdigen Petition durch die verschiedenen Medien zwischenzeitlich – (nach längerer Mühe) bundesweit , ob bei Spiegel online, tagesschau de, AOL etc. gewährt worden ist – und hier auf dem Blog natürlich ebenso. Ihr springt den Knochen an und beißt Euch fest – aber worum geht es denn hier wirklich ? Gewiß geht es nicht um… Weiterlesen »

danico
danico
27. Juni 2015 01:32
Antwort  Bea

Danke Bea, Du sprichst mir sowas von aus der Seele. Leider ist mein Post vorhin gelöscht worden, war wohl zu unbequem lesen zu müssen, das man sich auf Kosten des eigenen Sohnes profilieren will, der mittlerweile, wie bei Twitter gepostet, genau wegen der Aktion der Mutter dumm angemacht wird. Aber nun hat man ja die Mühlen der Medien in gang gesetzt und kann natürlich nicht zugeben, das das ganze ein ihrem Kind mehr schadet, als eine nicht gewonnene Urkunde. Mir tut der Bub leid, der mit seinen 9 Jahren, die Tragweite dieser Aktion ganz sicher noch nicht erkennen konnte und… Weiterlesen »

Bea
Bea
27. Juni 2015 08:56
Antwort  danico

Na, da wollen wir mal sehen, wie lange mein Kommentar hier bleibt.
Für die Kinder ist das eine äußerst unangenehme Angelegenheit, ach, es wurde ja mit ihnen abgesprochen, habe ich gelesen – wohl kaum bis zur letzte Konsequenz.
Man glaubt es ja nicht, was Leuten so einfällt in ihrem Drange.
Bea

ekia
ekia
27. Juni 2015 20:41
Antwort  Bea

Danke Bea und Danico! Das ist auch meine Meinung! Ich habe kein Verständnis für so eine Mutter!

Lauda
Lauda
30. Juni 2015 13:09
Antwort  FrauKoralle

Räumt nur alle Hindernisse aus dem Weg. Schafft alles ab, was schwierig werden könnte. Ein Hoch auf die nächsten Generationen von Weicheiern….

Lena
Lena
21. Juni 2015 18:18

Danke für die Petition, eben unterschrieben. Vielleicht kann ich meinem Kind einmal das ersparen, was mir selbst immer tagelang Bauchschmerzen und nie irgendeine Urkunde gebracht hat…

Frank
Frank
25. Juni 2015 13:11
Antwort  Lena

Oh Gott und wenn Ihr Kind aus Versehen Spaß am Sport hat? Gewöhnen Sie es ihm dann ab, weil Sie früher auch keinen Spaß daran hatten‘?

Sabine Sischka
Sabine Sischka
21. Juni 2015 18:59

Super Christine! Danke Dir dafür!
Ich habe es als Kind auch gehasst! Und war entsetzt, zu lesen, dass es diesen Mist immer noch gibt! Ich mache selbst sehr gerne und viel Sport, halte aber null und nichts davon, die Kinder in solche Wettbewerbssituationen zu zwingen.

Biene
Biene
21. Juni 2015 19:40

Oh Gott ja!
Da bin ich absolut auf deiner Seite. Ich unterschreib gleich mal!

Liebe Grüße, Biene

trackback
Woanders – diesmal mit Wearables, Wildschweinen, Weckern und anderem | Herzdamengeschichten
21. Juni 2015 19:49

[…] Sport: Ha, schon wieder eine Sportmeldung! Das wird noch eine feste Rubrik, wenn das so weitergeht. Es geht um die Abschaffung der Bundesjugendspiele, alles weitere hier. […]

Eva
Eva
21. Juni 2015 19:56

Dafuer wuerde ich Dich am Liebsten abknutschen. Ein Wettbewerb, an dem man gegen seinen Willen teilnehmen muss, genau so isses. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass das sog. „Sportfest“ so etwa ab der 5. oder 6. IRGENDjemandem Spass gemacht haette.

Bea
Bea
21. Juni 2015 20:08
Antwort  Eva

Mir!

Eva
Eva
22. Juni 2015 03:12
Antwort  Bea

Oh sorry, das habe ich aus meinem Umfeld anders in Erinnerung. Der einzige Pluspunkt war der unterrichtsfreie Tag. Man koennte die Teilnahme ja freiwillig machen und das „Sportfest“ auf’s Wochenende oder auf den Nachmittag legen. Mal sehen, wer dann noch dabei waere.

Lilly
Lilly
25. Juni 2015 23:14
Antwort  Bea

Habe meine Ehrenurkunde noch immer. Habe mich wochenlang drauf gefreut, genau wie meine Jungs jetzt gerade.

Silke
Silke
23. Juni 2015 16:21
Antwort  Eva

Mir hat es Spaß gemacht und Freude bereitet. Vor allem als ich ab der 5. Klasse feststellen durfte, das ich doch in einigen Disziplinen so richtig gut war. Davon wusste ich als (eigentliche) Sportniete vorher nix. Dank der Bundesjugendspiele und dem Wettkampf mit vielen anderen, habe ich jahrelang Hochsprung und Dauerlauf betrieben. Nie Urkunden eingeheimst, aber jede Menge Spaß gehabt.
Auch das Anfeuern der anderen war toll und tat gut.
Schade, das es die Orientierungsläufe und Wandertage nicht mehr in allen Bundesländern gibt. Die waren auch toll!

ekia
ekia
27. Juni 2015 20:44
Antwort  Eva

Mir hat es auch keinen Spaß gemacht, war immer eine der Schlechtesten. Aber meine Eltern haben mir beigebracht, wie man mit so einer Situation umgeht, auch wenn einige Mitschüler gelästert haben.

Jessica
Jessica
28. Juni 2015 13:25
Antwort  Eva

Mir haben die Bundesjugendspiele Spaß gemacht und das obwohl ich nie eine Urkunde bekommen habe (Teilnahmeurkunde gab es bei uns nicht). Der Tag mit Freundinnen auf dem Sportplatz, die Freundinnen anfeuern, sich über seine persönlich Bestleistung mit den anderen freuen, das waren alles schöne Erlebnisse. Klar hätte ich mich auch über eine Urkunde gefreut, aber bei uns wurde niemand gehänselt, wenn er keine bekam.

Katharina
Katharina
21. Juni 2015 20:08

Hab auch grade unterzeichnet.
Und auch dem Post zum Schulsport kann ich genau zustimmen.
Die Sportlehrerin die im 4. Schuljahr meinte, wenn ich den Feldaufschwung jetzt noch nicht kann, würde ich ihn nie lernen, sorgte dafür, dass ich es in den Folgejahren nicht einmal mehr ernsthaft versuchte.
Aber ich hatte auch immer nur solche Lehrer/innen, die keine Techniken etc. erklärten, sondern eine/n begabte/n Schüler/in (meist hatten die das alles im Verein gelernt) vorturnen ließen und dann konnte man schauen, wie man sich selbst um das Reck gewirbelt bekam.

Bea
Bea
21. Juni 2015 20:16
Antwort  Katharina

Unterschreibst Du auch eine Petition gegen Mathe oder jedes andere beliebige Fach, in dem Du nicht so toll warst ?
Seid Ihr die berühmt – berüchtigten Hubschraubereltern ohne jeden erdenklichen Leistungsanspruch ???
Das endet spätestens im der Lehre oder weiterem bitterbös.
Bea

Jule
Jule
21. Juni 2015 20:46

An meiner Schule (Stadtteilschule Bergstedt) bekommen die Kinder mit körperlichen Einschränkungen fürs Laufen oder Springen tatsächlich Nachteilsausgleich in Form von kürzerer Distanz oder Zeit-bzw. Entfernungs-Faktor!
Hierfür sollte plädiert werden!

Mainzelfrau
Mainzelfrau
23. Juni 2015 16:26

Also mal halblang: bei den Bundesjugendspielen wird nicht der Körper bewertet, sondern die Fitness in ganz bestimmten eingeschränkten Disziplinen. Wie bei vielen anderen Fähigkeiten ist das ein Produkt aus Fleiß und Begabung. Und die geforderten Leistungen sind trainierbar.

Philipp
Philipp
23. Juni 2015 19:24

Ich kenne zwar nicht alle Lehrpläne aber in Hessen besteht die Sportnote zu 2/3 aus dem „mündlichen“ Anteil und nur 1/3 fachlich. Da kann auch der unsportliche Schüler eine gute Note bekommen, wenn er in Reflexionen mitarbeitet und Geräte mit auf und abbaut. Wie hier auch andere Schreiben wird in anderen Fächern nicht der Körper sondern der „Geist“ bewertet. Damit scheinen Sie ja keine Probleme zu haben. Und das in mehreren Fächern 2 mal pro Jahr. Und sollte ein Kind hier zu faul zum üben sein wird das auch andauernd gedemütigt und geht morgens aus dem Haus mit den Worten… Weiterlesen »

Tine
Tine
25. Juni 2015 15:12
Antwort  Philipp

@Philipp
Danke, du sprichst mir aus der Seele.

Frank
Frank
25. Juni 2015 13:14

Falsch! Beim Sport wird die Leistung bewertet. Der Körper wird bei „Germany’s next Top Model“ bewertet.

Sabrina
Sabrina
21. Juni 2015 22:50
Antwort  Bea

Der passende Vergleich hierzu wäre der Sportunterricht den es gibt und der nicht abgeschafft werden soll. ;)

Dieser Wettbewerb ist eher damit zu vergleichen alle Schüler die am Matheuntericht teilnehmen zu einem Mathematikwettbewerb zu zwingen.

Klingt total blödsinnig?
Wieso ist es bei Sport OK?

Su
Su
22. Juni 2015 13:40
Antwort  Sabrina

Es gibt Mathewettbewerbe, zu denen alle Kinder „gezwungen“ werden; z.B. „Känguru“. Da gibt es auch Teilnahmeurkunden und Preise für die Besten. In diesem Jahr hat mein Sohn sich geärgert, weil er einen wirklich schlechten Tag hatte. Dennoch möchte er nächstes Jahr unbedingt wieder mitmachen, weil er aus seinen Fehlern gelernt hat und das beweisen will. Auch bei den Bundesjugendspielen ist das so. Da wird dann gern am Wochenende auch mal extra geübt. Bei uns an der Schule heißen die Bundesjugendspiele einfach Sportfest. Das ist ein gemeinschaftstiftendes Ereignis. Und es ist wirklich ein Fest. So macht es allen größtenteils Spaß. Wenn… Weiterlesen »

Kathrin
Kathrin
22. Juni 2015 19:11
Antwort  Su

Zu dem angesprochenen Mathewettbewerb „Känguruh“ wird niemand gezwungen. In der Klasse meiner Tochter haben von 24 Schülern nur 4 mitgemacht.

Thomas
Thomas
25. Juni 2015 13:10
Antwort  Sabrina

Also bei mir hiess der zwingende Mathematikwettbewerb immer Klausuren und fand regelmäßig statt.

Lilly
Lilly
25. Juni 2015 23:15
Antwort  Thomas

Made my day. gacker

Ali
Ali
27. Juni 2015 23:50
Antwort  Thomas

Es sollte Ihnen aber schon klar sein, dass Sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen? Vergleichbar mit Matheklausuren ist die Notenvergabe im regulären Sportunterricht, nach Prüfung der Leistung. Nicht jedoch die BJS. Scheint so manchem nicht einzuleuchten, dieser Unterschied.

Sine
Sine
21. Juni 2015 20:17

Das ist wirklich eine Petition, die ich aus vollem Herzen unterstütze und gerne unterschreibe! Als ich den Artikel bzw. die Petition las, wurden tatsächlich unangenehme Erinnerungen wach. Seltsam wie sich diese Gefühle in einem festbrennen, ich empfand die Bundesjugendspiele- genauso wie auch alle anderen erzwungenen Wettkampfsituationen im Sportunterricht- als furchtbar demütigend und erniedrigend. Dazu muss ich sagen, dass ich noch nicht einmal unsportlich bin – ich bin einfach nur überhaupt nicht der Typ für sportliche Wettkämpfe, ich bekomme schon beim Gedanken daran Bauchschmerzen und flattrige Knie. Was die BJS angeht hatte ich zum Glück sehr verständnisvolle Eltern, die diese jämmerliche… Weiterlesen »

N.
N.
23. Juni 2015 16:05
Antwort  Sine

Ich war in der genau gleichen Situation.
Und trotz der Tatsache, dass meine Eltern mir erlaubt haben von den Sportwettkämpfen fern zu bleiben, war ich in verschiedenen Sportvereinen (was mich aber trotzdem nicht zu einem sportliebenden Menschen gemacht hat ;) ).
Und unsere Schule hatte neben den Bundesjugendspielen auch noch ein Nikolausturnier.

Mal auf die Nase fallen und mit Konkurrenz umzugehen lernt man auch ohne Sportfeste.

Komischerkleinermann
Komischerkleinermann
26. Juni 2015 10:18
Antwort  Sine

Danke Sine, damit sprichst du mir direkt aus der Seele!

Modeste
Modeste
21. Juni 2015 20:28

Hm. Da sind sich hier ja alle offenbar sehr einig. Trotzdem, ich sehe das am Ende doch etwas anders: Man sollte, sagen Sie, nicht nach einer Zufälligkeit wie Talent bewertet werden. Das sehe ich nicht so. Das ganze Leben bewertet uns nach Zufälligkeiten. Wer schnell im Kopf ist, hat bessere Noten, einen besseren Job und wird Vorstandsvorsitzender, während ein anderer es nur zum Sachbearbeiter in der Schadensabteilung bringt. Ungerecht? Na klar. Mancher ist schön, ein anderer kann gut reden. Ich kenne eine Frau, die schläft nur vier Stunden und publiziert auch deswegen viel mehr als ich. Das Leben schaut nur… Weiterlesen »

Lenny
Lenny
21. Juni 2015 23:45
Antwort  Modeste

Stockholm-Syndrom par excellence…und alles so widersprüchlich in sich. Das ganze Leben bewerte uns nach Zufälligkeiten. wie bitter ist das denn? Gehört das nicht schnellsten geändert? Sollte es nicht so sein, dass es nicht mehr dem Zufall überlassen wird, ob ein Kind später einer Tätigkeit nachgehen kann, die ihm Begeisterung, Freude und Zufriedenheit vermittelt? Das erreichen wir bestimmt nicht dadurch – und so hört es sich bei Ihnen an – dass wir Kinder systematisch frustrieren, damit es schon frühzeitig lernt, dass das Leben nicht nur Spaß mache. Der Typus Mensch, den Sie da beschreiben, der durch positive Verstärkung (übrigens die gleiche… Weiterlesen »

Katinka
Katinka
22. Juni 2015 13:54
Antwort  Lenny

Auf den Punkt gebracht und wunderbar formuliert. Vielen Dank!

Modeste
Modeste
22. Juni 2015 17:39
Antwort  Lenny

Ihr Kommentar, Lenny, hört sich an, als würden Sie sich die Schule als eine Art Gegenentwurf zum Rest der Gesellschaft vorstellen, als eine Art Kuschelwelt, in der Kinder aus Begeisterung ausschließlich Dinge tun, die ihnen Spaß machen, und in denen bei der Bewertung keine absoluten Ergebnisse zählen, sondern jeder nur an seinen relativen Möglichkeiten gemessen wird. In der Praxis kommt es aber nicht darauf an, ob jemand so gut er kann, Brot gebacken oder Rechtsansprüche geprüft hat. Sondern nur, ob das Brot schmeckt oder die Bewertung stimmt. Ich lege auch keinerlei Wert darauf, ob mein Friseur mir die Haare aus… Weiterlesen »

Felix Holzhausen
Felix Holzhausen
1. Juli 2015 12:08
Antwort  Modeste

Richtig. Lenny denkt verquert und mit Waldorf-Tunnelblick. Leider greift dieses Syndrom auch auf die Lehrer über. Da sollen in einem Land die Handschrift entfallen, in dem anderen Land die Schulnoten und in einem anderen generell die Fächer. Jeder macht das, wozu er Lust hat (was seine natürlichen Talente sind). Und wenn es anhängen ist. Nur nicht irgendwas fordern. Der junge Mensch könnte demotiviert werden oder frustriert. Und dann gar nichts mehr machen, also bocken. Oh Gott, oh Gott. Und gar keine Vergleiche, alles anonym. Daraus wird dann die Menschheit 2.0. Die , die gar nichts mehr kann, aber das alles… Weiterlesen »

Dirk (@Dgerkrath)
Dirk (@Dgerkrath)
1. Juli 2015 12:51

Wer Angst hat vor Einwanderern ohne Schulabschluss, ohne Deutschkenntnisse und ohne Ausbildung, dem ist nicht zu helfen. Mit dem habe ich herzlich Mitleid. Was da schief gelaufen ist, muss ich mich fragen. Da nützen dann auch keine Bundesjugendspiele mehr.

Felix Holzhausen
Felix Holzhausen
1. Juli 2015 13:14

an unsere allein arbeitende Mama und an Dirk, da habe ich micht etwas unklar ausgedrückt. Erstens gibt es sehr viele gut ausgebildete Einwanderer (an Dirk) und zweitens werden die nicht so verhätschelt und drittens habe ich einen Sohn und da muß ich schon aufpassen, dass der auch alles zum Leben Brauchbare mitbekommt, von der Familie oder von der Schule. Und zum Leben gehört nun halt das Miteinander von Menschen. Und da wird halt auch mal verglichen und es gibt ein Wettbewerb zwischen den Menschen. Und nicht jeder kann überall der Beste sein. Und das muß man als Kind und Jugendlicher… Weiterlesen »

Melanie
Melanie
24. Juni 2015 11:22
Antwort  Lenny

Danke. Ich wünsche mir fast, dass ich das so gut hätte sagen können.

Mine
Mine
24. Juni 2015 19:50
Antwort  Lenny

Mich würde ja mal interessieren, wie eine funktionierende Gesellschaft aussehen soll, in der jeder nur das arbeitet, was ihn „Begeisterung, Freude und Zufriedenheit vermittel“. Da dürften ja so einige notwendige Arbeiten und Arbeitsstellen liegen bleiben.

Mechthild Mühlstein
Mechthild Mühlstein
25. Juni 2015 22:03

Entschuldigung, das gehört zwar nicht zum thema, aber an der stelle muß ich doch mal kurz einhaken: Das BGE, wie es der Götz Werner oder auch andere fordern, würde ganz bestimmt keine bessere gesellschaft bedeuten. Das BGE soll die einzige sozialleistung sein, die es dann noch gäbe. Im gespräch sind beträge zwischen 625 und 660 €, von denen man für ca. 200€ seine krankenversicherung selbst kaufen muß, eventuell vorhandene kinder sind extra zu versichern. Davon kann man nicht leben, wenn man dann auch noch miete zahlen muß, nicht zu vergessen, daß es über die mehrwertsteuer finanziert werden soll (die dann… Weiterlesen »

Bea
Bea
26. Juni 2015 21:28

Was soll das denn ??
Bea

Ali
Ali
27. Juni 2015 23:54
Antwort  Lenny

Vielen Dank für diesen fundierten Kommentar!

Luzie
Luzie
29. Juni 2015 10:20
Antwort  Lenny

Vielen Dank, Lenny! Ich war schon garnz frustriert ob der ganzen Stockholmsyndrom-Kommentare.

Gerd
Gerd
22. Juni 2015 12:08
Antwort  Modeste

Was hätten sie gesagt, wenn sie zwangsweise zur Teilnahme an „Jugend Forscht“ genötigt worden wären? Ich stimme Ihnen zu, dass mit der Jugend von heute nicht mehr viel los ist … aber: BJS sind keine Kritik. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Kritik und orchestrierter, zwangsweiser, einen Tag andauernder öffentlicher Demütigung. Wer keinen Sport kann, der holt sich seine Kritik in Form von Noten schon zur genüge im normalen Sportunterricht ab. Der braucht nicht zusätzlich eine Demütigungs-Veranstaltung. Eine Veranstaltung, die zu allem geeignet ist, nur nicht dazu, zu besseren sportlichen Leistungen zu motivieren. Bessere sportliche Leistungen erreicht man neben Motivation… Weiterlesen »

Modeste
Modeste
22. Juni 2015 17:43
Antwort  Gerd

Ich habe kein Problem damit, auch einmal Dinge zu tun müssen, die ich nicht gern mache. Diese Dinge müssen auch erledigt werden, und ich hoffe, dass auch mein Sohn genug Disziplin mitbekommt, die Mühen der Ebene auf dem Weg ad astras nicht zu scheuen. (Ich habe im Übrigen sehr gern an den BJS, aber ebenso gern am Bundeswettbewerb Geschichte teilgenommen, und hätte mir, wäre die Teilnahme an „Jugend forscht“ verpflichtet, mir halt etwas einfallen lassen. Wenn das dann nicht das große Ding gewesen wäre, finde ich das nicht schlimm. Man kann nicht immer auf dem Treppchen stehen, das ist auch… Weiterlesen »

Sine
Sine
21. Juni 2015 20:34

Ach und noch etwas, ich bin sicherlich keine Helikoptermama oder völlig ohne Leistungsansprüche an mich oder mein Kind. Aber ich sehe es genauso wie Christine, hier geht es um Körperlichkeit die bewertet wird (und das noch nicht einmal zeitgemäß, im Gegenteil es wird einfach „über den Kamm geschoren“) und nicht um geistige Leistungen. Ganz einmal davon abgesehen, dass zum Beispiel Dinge wie Anstrengungsbereitschaft, diverse Lernschwächen etc. in die Leistungsbeurteilung der modernen Pädagogik Einzug gehalten haben. Auch das Stichwort Lerntyp spielt hier eine Rolle – all dies wird bei den BJS nicht berücksichtigt. Und bei Kindern und Jugendlichen spielt bereits sehr… Weiterlesen »

Stephan535
Stephan535
21. Juni 2015 20:36

Nachdem ich die auf Twitter gestartete Diskussion verfolgt habe und bereits einen Kommentar dazu abgegeben hatte, war ich gespannt, wie das in dem angekündigten Blogbeitrag klingen würde. Nun habe ich aber dennoch zwei Anmerkungenx: Wieso wird der Sport hier so herausgestellt? Auch bei anderen schulischen Aktivitäten ist man in einer Wettbewerbssituation. Ist es besser, im Kunstunterricht gesagt zu bekommen, dass man kein Talent habe? Beim Vorlesen zu „versagen“? In Mathematik doof dazustehen, weil man immer noch nicht ableiten kann? Außerdem: Wenn man durch die Abschaffung verhindern will, dass die, die bei den Bundesjugendspielen keine Sieger- oder Ehrenurkunde bekommen, sich als… Weiterlesen »

Bea
Bea
21. Juni 2015 21:02
Antwort  Stephan535

Absolut korrekt!
Bea

Martin Engbers
Martin Engbers
23. Juni 2015 17:31
Antwort  Stephan535

Denken Sie doch bitte erst einmal einen kurzen Augenblick nach, bevor sie alles wild durcheinander werfen und Äpfel mit Orangen gleichsetzen. Der Kunstunterricht ist das Gegenstück zum Sportunterricht, der hier gar nicht thematisiert wird. Wenn jedes Jahr alle Schüler, unabhängig von ihrer Begabung und Motivation, einen vollen Tag lang zur zwangsweisen Teilnahme an einem Mal- und Musizierwettbewerb verpflichtet würden, inklusive öffentlicher Beurkundung und Bewertung, dann wäre das vergleichbar mit den Bundesjugendspielen. Und ich würde der Abschaffung solch eines Unsinns ebenso zustimmen wie der Abschaffung der Bundesjugendspiele. Natürlich gibt es so eine unsinnige Kunstveranstaltung gar nicht, denn wenn es um etwas… Weiterlesen »

danico
danico
26. Juni 2015 02:48

Falsch, an der Schule meiner Tochter werden regelmäßig auch Kunstwettbewerbe veranstaltet, genauso wie Musikwettbewerbe. Das macht den Kindern immer besonders viel Spaß. Da ist Kreativität gefragt. Und auch die BJS werden hier von allen sehr geliebt.
Ich selber war im Sport auch nicht der Bringer, habe aber in meiner Freizeit mit meiner Sportlehrerin als Trainer für die Klassen 1 bis 4 gejobbt. Gedemütigt gefühlt habe ich mich nie, auch wen ich nicht mit Medaillen und Urkunden nach Hause kam.

Sine
Sine
21. Juni 2015 20:46

Und weil das anscheinend gern überlesen wird – es geht hier vorallem um die Abschaffung der verpflichtenden Teilnahme an den BJS, wer freiwillig daran teilnehmen möchte und Spaß daran hat, Wettkämpfe auszufechten, dem soll doch weiterhin die Möglichkeit gegeben werden! Es geht auch nicht darum, dass eine „Zufälligkeit wie Talent“ bewertet wird, sondern vorallem darum, dass die völlig unterschiedlichen körperlichen Vorraussetzungen absolut nicht berücksichtigt werden und die Bewertung nicht zeitgemäß erfolgt. Auch wird zum Beispiel gar keine Geschlechtertrennung bei der Durchführung in Erwägung gezogen, obwohl Studien ergeben haben, dass die Leistungen beider Geschlechter definitiv besser ausfallen, wenn das jeweils andere… Weiterlesen »

Bea
Bea
21. Juni 2015 21:03
Antwort  Sine

Also dann auch wieder getrennte Klassen – was ???
Nach Geschlecht.

danico
danico
26. Juni 2015 02:55
Antwort  Sine

Mich würde mal interessieren, was Sie unter zeitgemäßer Beurteilung verstehen? Soll jetzt für jedes Kind ein individueller Fahrplan durchs Leben erstellt werden, damit er immer nur positive Erlebnisse hat?

Lele
Lele
21. Juni 2015 20:50

Danke für die Petition, gleich unterzeichnet. Ich habe die BJS gehasst, selbst wenn ich mich richtig angestrengt habe, habe ich nie Punkte gekriegt. Und der übliche Sportunterricht war auch furchtbar, Sommer Athletik, Winter Geräte. Ich konnte nichts, aber hauptsächlich, weil unsere Sportlehrerinnen einem nichts beibringen konnten. Ein Jahr hatten wir eine fähige und plötzlich könnte ich fast alles! Und ich mache gern Sport, Wandern, Schwimmen, Tai Chi, Tanzen, Federball, bloß keinen Schulsport!

Eva
Eva
21. Juni 2015 21:08

Liebe mama arbeitet, es ist mir jetzt einfach ein Bedürfnis Ihnen zu schreiben, Ihnen ganz persönlich. Ich hab da nix von in den Kommentaren veröffentlicht zu werden, dürfen Sie aber natürlich machen. Ich möchte nur um Eines bitten, stecken Sie mich bitte nicht zu den ‚Hatern‘, die Sie eben erwähnt haben. ich hab nur einfach eine andere Meinung. Sie rufen eine Petition ins Leben, weil Ihnen und Ihren Kindern etwas nicht gefällt. Überspitzt gesprochen. Das dürfen und das können Sie. Sie machen das natürlich in bester Absicht, weil sie denken das keinem Kind die Bundesjugendspiele gefallen. Oder höchstens irgendwelchen Sportskanonen…und… Weiterlesen »

Bea
Bea
26. Juni 2015 21:33

Warum denn sonst hast Du das angefangen?
Hättest Du keine heulenden Kinder, die nicht gern teilnehmen, wär Dir das nie in den Kopf gekommen.
Ist doch mal glasklar – also sei sachlich !
Bea

Martin
Martin
24. Juni 2015 09:06
Antwort  Eva

Liebe Eva, obwohl ich mich sehr über ihren freundlichen Ton freue, ärgert es mich, wie in den Kommentaren hier alles durcheinander geworfen wird. Sie müssen schon genauer lesen und verstehen, worum es eigentlich geht. Natürlich werden weder der Kunst- noch der Musikunterricht abgeschafft, ebenso wenig wie hier der Sportunterricht abgeschafft werden soll. Die Petition bezieht sich ausschließlich auf die Abschaffung der Bundesjugendspiele, oder zumindest der zwangsweisen Teilnahme daran. In keinem anderen Schulfach gibt es einen jährlichen,verpflichtenden Zwangswettbewerb wie bei den Bundesjugendspielen, an dem jeder unabhängig von Begabung und Motivation teilnehmen muss. Gibt es nicht. Nicht in Mathematik, nicht in Kunst,… Weiterlesen »

danico
danico
26. Juni 2015 03:09
Antwort  Martin

Lieber Martin,
Ich bezweifle, das es den Leuten welche diese Petition unterzeichnen um die Abschaffung einer „Sonderstellung§ des Unterrichtsfaches Sport geht. Man kann hier und auch auf Twitter nämlich reihenweise lesen, was zur Unterschrift bewegt. „Ich habe es gehasst“ lautet die Begründung der meisten Befürworter und was man hasst gehört halt abgeschafft.

Komischerkleinermann
Komischerkleinermann
26. Juni 2015 10:26
Antwort  Eva

Liebe Eva, du schriebst: „wenn man Sport mag, dann mag man auch den Wettkampf“. Das stimmt aber nicht! Zumindest nicht in jedem Fall. Ich mag Sport (jetzt, nach Jahren, endlich wieder, nachdem er mir in der Schule und bei Veranstaltungen wie den BJS gründlich vermiest wurde). Ich gehe leidenschaftlich gern schwimmen, radfahren und besonders gern spiele ich mit meinen Freunden Volleyball. Aber ich mag keine Wettkämpfe. Wettkämpfe vermiesen mir die Lust am Sport. Der Sport sollte doch dazu da sein um Spaß zu machen, um Freude an der körperlichen Bewegung zu haben. Das ist bei mir der Fall, aber nur,… Weiterlesen »

Hannes
Hannes
21. Juni 2015 21:46

Unterschrieben. Weil die Forderung wichtig ist. Und richtig. Die Bundesjugendspiele traumatisieren nicht wenige junge Menschen. Und das seit Jahrzehnten. Ich selbst war noch nie ein sonderlich sportlicher Mensch und zudem nicht mit einem von meiner Außenwelt wie auch von mir selbst akzeptierten Körperbau gesegnet. Die BJS waren für mich blanker Horror, denn ich wusste, dass ich – egal mit welcher Trainingsanstrengung – nie „die Norm“ erfüllen würde. Die Hänseleien von Mitschüler_innen und die Unsensibilitäten der Lehrer_innen taten ihr übriges. Kein Mensch sollte diesen erzwungenen Drill durchleiden müssen. Gerade Kindern und Jugendlichen sollte ein positives Körpergefühl und eine uneingeschränkte Akzeptanz ihrer… Weiterlesen »

Daniel Flamand
Daniel Flamand
25. Juni 2015 16:22
Antwort  Hannes

Zitat Hannes: „Und richtig. Die Bundesjugendspiele traumatisieren nicht wenige junge Menschen. Und das seit Jahrzehnten.“ Ich finde Ihre Äußerung – gelinde gesagt- sehr verstörend. Generationen traumatisierter Kinder und Jugendlicher wurden Ihrer Ansicht nach durch die Bundesjugendspiele generiert? Eine Nummer kleiner geht es nicht? Wir haben schon ein RITALIN Problem, seit Jahren, nun haben wir die andere Hälfte des teutonischen Nachwuchses auf des Psychiaters Couch liegen. Traumatisiert – durch die Bundesjugendspiele. Finden Sie nicht, dass das Slapstick in Reinkultur ist? Das „Danke“ der Bloggerin , die diesen Nonsense losgetreten hat, an „Hannes“, entlarvt die gesamte Aktion als das was sie ist:… Weiterlesen »

danico
danico
26. Juni 2015 03:12

Danke Daniel Flamand!

MrsCgn
MrsCgn
21. Juni 2015 22:10

Liebe Christine, ich erlaube mir, Dein Einverständnis vorausgesetzt, meine Antwort auf Deine Petition, hier zu verlinken: https://mrscgn.wordpress.com/2015/06/21/keep-cool-competitive-warum-ich-in-wettbewerben-nichts-boses-sehe/ Auch ich gehöre zu jenen, die Deine Petition für falsch halten: Zum einen ist sie aus meiner Sicht ein falsches Signal an die Kinder, die merken, dass ihnen die Mama das Hindernis aus dem Weg räumt, wenn sie sich schlecht fühlen. Wobei die Frage, warum sie sich wirklich mies fühlen, m.E. außer Acht gelassen wird: Es ist ja nicht der Wettbewerb an sich, sondern der Umgang der einen Schüler mit den anderen. Das kann man schlecht den BJS anlasten. Zum anderen ist die… Weiterlesen »

die 3 in sport und stolz drauf
die 3 in sport und stolz drauf
21. Juni 2015 22:18

können wir dann bitte auch gleich die schulaufgaben und sämtliche leistungsbewertungen abschaffen? die haben mich nämlich viel mehr gekratzt als die teilnehmerurkunde der bundesjugendspiele. dann gibt es eben kinder die sportliche wettkämpfe nicht mögen. wie viele schüler sind froh wenigstens im sport mal ne urkunde zu bekommen wenns in mathe schon nichts wird? traumatisieren. jetzt hört sich aber alles auf! wir leben in einer gesellschaft in der leistung gebracht werden muss. die kinder müssen lernen, dass man sich mal durchkämpfen muss, dass man nicht immer gut sein kann und vor allem müssen sie lernen mit rückschlägen und unangenehmen situationen klar… Weiterlesen »

Thorsten
Thorsten
23. Juni 2015 09:37

Ich habe eine Urkunde bekommen für „Platz 15 von 15“. Seither habe ich Sport gehasst. Und hasse ihn heute immer noch, obwohl es sicherlich einzelne Sportarten gäbe, die mir auch liegen würden. So viel zum Thema „nicht traumatisieren“. Und nein, ich war nicht stolz drauf, „mal ’ne Urkunde“ zu bekommen. Für den sprichwörtlich letzten Platz belohnt zu werden war fast schlimmer als alles, was die Bullies vom Schulhof einem antun konnten. Außerdem verallgemeinern Sie viel zu sehr: Es soll ja nur die PFLICHTTEILNAHME an den Bundesjugendspielen abgeschafft werden, nicht der Sportunterricht an sich. Wer meint, es sei toll, für den… Weiterlesen »

Annika
Annika
21. Juni 2015 22:43

Sofort unterschrieben und auf Facebook geteilt. Ich habe es damals gehasst und morgen hat mein älterer Sohn seine ersten Bundesjugendspiele. Vermutlich ist es das letzte Mal, dass er vor ihnen so ruhig einschläft. Meine Gespräche mit anderen Eltern haben ergeben, dass die meisten die Bundesjugendspiele als Kind gehasst haben und nur deren Kinder sie heute auch schrecklich finden. Nur die Sportskanonen lieben sie, aber die können ihre Bestätigung ja wohl auch im Verein holen.

Jule
Jule
23. Juni 2015 12:12
Antwort  Annika

Als ehemals kleines dürres Mädchen ohne jegliche Kraft habe ich die „BJS“ auch gehasst und hasse sie immer noch. Gut abgeschnitten haben da nur die Naturtalente oder bereits gut trainierte Sportvereinsmitglieder. Vorab zielgerichtetes Training im Sportunterricht gab es für die „Spiele“ jedenfalls nicht. Vielleicht ein-, zweimal Werfen und Weitsprungversuche ohne große Anleitung eine Woche vorher, das wars dann…. Sehr motivierend, wirklich. Und das schreibe ich als jemand, die seit vielen Jahren unter anderem gerne läuft (auch Halbmarathon), Rad fährt, wandert…

danico
danico
26. Juni 2015 03:18
Antwort  Jule

Und wenn Sie beim Halbmarathon letzte werden? Hassen Sie das dann auch? Abschaffen?

Jo
Jo
22. Juni 2015 01:32

Ja, nee, das ist schon klar. Man sollte die armen Menschen unbedingt vor jeglichem Wettbewerb schützen, auf den sie keine Lust haben. Das geht ja schließlich auch total am realen Leben vorbei, also z.B. wenn sie sich um einen Job bewerben oder eine Wohnung mieten möchten. Klar kann man sich eine andere Gesellschaftsform wünschen, als die derzeit dominante. Aber ist es wirklich eine Fähigkeit, nicht damit umgehen zu können, weil man immer davor beschützt wurde? Die jeweils relevante Prüfungskommission wir da sicher auch total viel Verständnis haben. Die kritische Reflektion der Verhältnisse muß das doch nicht ausschließen. Grundgütiger. Allein schon… Weiterlesen »

Benedikt
Benedikt
22. Juni 2015 18:15
Antwort  Jo

Eine gute Begründung, ein Quentchen Ironie und ordentlich Realismus – danke für diesen Kommentar. Ich war als Einzelkind aus dem Tennisverein die schlacksige Null neben den durchtrainierten Icehockey- und Fußball-Fanatikern. Die Teilnehmerurkunde habe ich noch immer, die Erniedrigung längst verdrängt. Bewegung war wichtig und wird immer wichtiger. Siehe andere Kommentare – man kümmere sich bitte um die Ausbildung der Lehrkräfte oder um ausgewogene Geschlechterverhältnisse, aber es ist nun mal eine kompetitive Gesellschaft und, um es à la Louis CK zu pointieren: „If your child won’t survive touching nuts, maybe it wasn’t meant to reach adulthood.“ (Dies ist natürlich eine harsche… Weiterlesen »

Julia
Julia
22. Juni 2015 06:20

Unser Sportfest war für alle Pflicht, die Mathe-Olympiade (ebenfalls Wettbewerb) jedoch freiwillig. Den Unterschied habe ich damals schon nicht verstanden..
Ich finde die Petition gut und bin dabei.

Hans-Georg
Hans-Georg
22. Juni 2015 07:09

Kurz und schmerzlos: Done!

orangata
orangata
22. Juni 2015 07:18

Wettbewerbe dieser Art resultieren doch noch aus einer Zeit, in der für Volk und Vaterland gekämpft wurde.
Kanonenfutter musste hart wie Kruppstahl sein, zäh wie Leder und flink wie ein Wiesel.
Wenn überhaupt BJS dann auf absolut freiwilliger Basis. Absolut heißt, auch keine Extranote in Sport oder so, damit existiert schon wieder ein Druckmittel. Warum muss alles immer an Leistungen gekoppelt sein?

Ute
Ute
22. Juni 2015 21:17
Antwort  orangata

Die Bundesjugendspiele gibt es seit 1951/52. Sie wurden somit einige Jahre _nach_ Kriegsende ins Leben gerufen.

Die Bundesjugendspiele sind übrigens ein Beschluss der Kultusministerkonferenz. Das bedeutet rein organisatorisch, dass die Bundesländer bzw. deren allgemeinbildende Schulen an den Beschluss gebunden sind und der Bund sich in eine eventuelle Entscheidung über ihre Abschaffung oder Änderungen der Konditionen gar nicht einmischen darf.

Die Petition müsste also theoretisch jedem Länderparlament einzeln zur Abstimmung vorgelegt werden, damit entweder die Teilnahmepflicht oder die Veranstaltung an sich abgeschafft wird. Stelle ich mir gelinde gesagt derzeit ziemlich aussichtslos vor, aber danke für die interessante Diskussion.

Simone
Simone
23. Juni 2015 20:06

Und Hitler hat auch in Gymnasien G8 eingeführt, aber NRW hält trotzdem daran fest.

Bea
Bea
26. Juni 2015 21:38

Was versuchst Du hier zu beweisen ?
Das ist ja zum Fremdschämen – nur weil Deine Kinder nicht erfolgreich im Sport sind, ziehen wir den Nationalsozialismus heran und kleben ihn diesbezüglich unserem heutigen Staat auf.
Peinlichst demagogisch
Bea

Wiebke
Wiebke
22. Juni 2015 07:26

Bundesjugendspiele waren im Teenageralter immer ein sehr beliebter Tag zum schwänzen! In der 9ten Klasse ist selbst unsere Klassenlehrerin mal nicht aufgetaucht! Da ich auch immer „nur“ Teilnehmerurkunden bekam und das als Tatsache ansah, hab ich mir auch nie wirklich Mühe gegeben. Es eher über mich ergehen lassen. Die Veranstaltung war bei der Masse an Schülern auch eher Fließbandarbeit ohne Motivation oder Ansporn seitens der Lehrer. Völlig unnützer Tag, der besser mit Schulunterricht gefüllt werden könnte. Sportbegeisterte Schüler, oder ähnliche Veranstaltungen können gerne im Form des Sportunterrichts im kleinen Rahmen oder in Form einer freiwilligen AG am Nachmittag stattfinden. Von… Weiterlesen »

Dirk
Dirk
22. Juni 2015 07:54

Danke, Christine, für diese Petition ! Das wurde eigentlich Zeit !
Schließlich gibt es ja auch z.B. keine Bundesenglischspiele (bei denen jeder ausgelacht wird, der kein korrektes th aussprechen kann).
Viele Grüße

maike
maike
22. Juni 2015 07:54

Ich fand es damals auch immer blöd. Wir mädels aus der Klasse hatten dann immer unsere Tage und konnten leider nicht mitmachen. Egal wie doll man sich vorher angestrengt hat, ich hatte immer nur eine Teilnehmerurkunde. Ganz schrecklich war das… und ich war nicht unsportlich. Werfen kann ich bis heute nicht weit.

Antje
Antje
22. Juni 2015 08:20

Ich habe schon unterschrieben, diese Veranstaltung ist so sinnlos.

trackback
Sport frei! | BUNTRAUM
22. Juni 2015 08:28

[…] Hier gehts zu Christines Artikel und Aufruf, die Petition zu unterschreiben […]

Katrin
Katrin
22. Juni 2015 08:32

Liebe Christine, danke, danke, danke für diese Idee und diese Aktion. Meine Schulzeit liegt jetzt schon eine ganze Weile hinter mir (Abitur 2004) und doch kann ich sagen, dass die Erlebnisse im Sportunterricht mich bis heute beeinflussen. Ich war auch eins der Kinder, das als allerletztes noch auf der Bank saß, weil keine Mannschaft mich haben wollte. Ich war „unsportlich“. Wie man allerdings in etwas besser werden soll, indem man jahrelang auf der Ersatzbank sitzt und immer nur hämische Kommentare von seinen Mitschülern erntet, wenn man sich an Turnübungen versucht, habe ich bis heute nicht verstanden, Das größte Greuel waren… Weiterlesen »

Christine
Christine
22. Juni 2015 09:16

DANKE! Für die Petition – aber vor allem dafür, das mal öffentlich zu sagen. WIe lange dachte ich, ich sei die einzige auf der Welt, die Angst vor den Bundesyjugendspielen hatte… Statt einer Abschaffung plädiere ich jedoch eher dafür, das ganze etwas sensibler zu handhaben. Mit mehr Spaß, weniger Verbissenheit. Und weniger leistungsdruck. Und ohne die entsetzlichen Urkunden. Ich unterschreibe die Petition trotzdem, da ich es gut finde, abgestandenen Mief mal durchzuquirlen.

Dirk
Dirk
22. Juni 2015 10:27

Ich kann die Argumente für die Petition verstehen, gebe jedoch zu bedenken, dass wir Chancengleichtheit nie herstellen können. Aber genau dieser Trend, dass jeder zu jeder Zeit immer noch alles erreichen können muss, hat zu abstrusen Situationen geführt, die letztlich allen abträglich sind. Was ist so schlimm daran, wenn jemand – sagen wir längere Beine hat – und damit schneller laufen kann als andere? Dafür können andere besser singen (auch körperliche Ursachen). Ich bin sicher, wenn wir eine Petition gegen den Matheunterricht machen, dann finden wir auch viele, die Mathe lieber heute als morgen abschaffen möchten. Ich bin sogar sicher,… Weiterlesen »

mauerunkraut
mauerunkraut
22. Juni 2015 10:36

Hallo Christine! Ich verstehe deine Punkte voll und ganz, allerdings mag ich mich nicht wirklich ganz klar „gegen“ Bundesjugendspiele aussprechen. Denn ich halte es durchaus für wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen und auch zu lernen mit Niederlagen umzugehen. So wie sich der Sportunterricht im Allgemeinen und Sportwettbewerbe im Besonderen gestalten, muss man sich aber auch die Frage stellen, inwieweit diese nicht eher demotivieren. Und gerade in einer Zeit, in der wir Menschen immer mobiler werden und uns dabei immer weniger bewegen, sollte mehr Freude an Sport und Bewegung vermittelt werden – ich finde deinen Ansatz in dem verlinkten Artikel… Weiterlesen »

Monalisa
Monalisa
22. Juni 2015 12:45

Ich kann mich der Argumentation von Christine nur voll anschließen.
Endlich weg mit den ollen „Reichsjugendspielen“!

Sportunterricht in der Schue sollte einen Ausgleich zum vielen Sitzen bieten und eine gewisse Grundfitness vermitteln. Und nicht unbedingt auf tolle Zensuren für Kinder herauslaufen, die Vereinssport betreiben, und für alle anderen nur Krampf und ewiges Versagen bedeuten. Mir hat der Schulsport jedenfalls lange Jahre die Freude an Bewegung genommen und geradezu lächerliche Vorbehalte in mir erzeugt.

Susanne
Susanne
22. Juni 2015 12:46

Ja, ja, ja. Ich habe die BJS gehasst, mein Kind hasst sie und musste in diesem Jahr wegen einer Fußverletzung zwar nicht teilnehmen, aber auf Krücken mit dem Klemmbrett den ganzen Vormittag lang mitgehen, ohne sich einmal hinsetzen zu können. Sonst wäre die Aufsicht nicht gegeben gewesen, weil ja die ganze Schule mitmacht. Ich kritisiere nicht den Wettbewerb der BJS, sondern das Pflichtverständnis, das dahinter steckt. Es gibt kein Entrinnen. Egal ob verletzt oder krank oder was auch immer, die Schüler müssen, sofern sie in die Schule gehen können, mindestens dabei sein, ab besten aber mitmachen. Egal wie das Wetter… Weiterlesen »

Henrik
Henrik
22. Juni 2015 16:16

Was es alles gibt?!?! Wenn es eine Pedition geben würde, die ausgebildete Sportlehrer fordert würde ich das unterschreiben. Die Folge dieser Pedition wäre noch weniger Schulsport, noch mehr Bewegungslegastheniker, eine noch ungesündere Lebensweise der Kids. Also für mich geht das in die völlig falsche Richtung!

VolkerK
VolkerK
22. Juni 2015 20:39
Antwort  Henrik

Ich würde Dir zustimmen, wenn im Sportunterricht an Defiziten gearbeitet würde, wie es in Mathe oder Englisch geschieht. Sport war (und ist) eher eine Dokumentation dessen, was schon da ist. In den paar Sportstunden pro Woche können Kinder nichts grundlegend neues Lernen. Wer eher ein Grobmotoriker ist, wird am Barren nicht mehr schaffen, als sich mal aufzustützen. Wenn der Trizeps ausreicht. Üben? Klar. Geräteturnen geht als Hausaufgabe ja hervorragend. Wer sowieso Sport treibt, hat im Sportunterricht automatisch gute Noten. Die, die, wie ich, „ihren“ Sport erst spät finden, sind bis dahin als Sportnieten stigatisiert. Weil Kraft, Geschick und Kondition nicht… Weiterlesen »

nebo
nebo
22. Juni 2015 22:22
Antwort  VolkerK

„Eine Dokumentation dessen, was schon da ist“ – das trifft es auf den Punkt.

Ali
Ali
28. Juni 2015 00:06
Antwort  Henrik

Wenn es eine Petition (!) gäbe, die verpflichtenden Gebrauch des Dudens verlangte, damit man Fremdwörter richtig schreibt – ich würde sofort unterzeichnen …

Nadja
Nadja
22. Juni 2015 20:01

Liebe Christine Finke, schon unterschrieben – mein 12-Jähriges Ich sendet dankbare Grüße und verdrückt ein paar Tränen der Rührung. Da es in den 90er Jahren in Bayern noch noch einmal Teilnahme-Urkunden gab, brachte ich nie was mit nach Hause. Für meine sportliche Familie (alle immer Ehrenurkunden) ein Drama. Für mich war die Abwertung vor der Peer Group wirklich am schlimmsten, aber noch schlimmer waren fast die unsensiblen Lehrer. Anstatt sich um die Unsportlichen zu kümmern (sind doch Pädagogen, oder?), haben sie sich nicht besser verhalten als meine sportlichen Mitschülerinnen. Es war ein Graus. Was ich bis heute nicht verstehe: Warum… Weiterlesen »

Ulrike
Ulrike
23. Juni 2015 22:30
Antwort  Nadja

Die Idee, Sport nicht zu benoten, hat was, muss ich zugeben. Wenn wahrscheinlich auch nicht machbar. Übrigens waren für mich als Kind nicht die BJS das Grauen, sondern der wöchentliche Mannschafts-Schulsport. Bei den BJS erfolgte die Bewertung durch Maßband und Stoppuhr – in der Schule die Abwertung durch Mitschüler, die ihre Mannschaften nach Sympathie zusammenstellten und nicht danach, wie sportlich die Kandidaten waren.

Katja
Katja
22. Juni 2015 20:29

Schon erstaunlich: so viele Kommentare in so kurzer Zeit ! Ich war auch schlecht im Schulsport, wusste aber dass ich es in den anderen Fächern eher leicht hatte und war irgendwie froh dass es sich nicht andersrum verhielt. Denn es gibt halt auch die Schüler und Schülerinnen, die sich mühsam durchs Schulleben kämpfen und denen wiederum die guten Noten im Sport zufliegen. Im Englischunterricht zu sitzen und einfach nicht die Vokabeln in den Kopf zu bekommen und dann auch noch Fünfer und Sechser zu kassieren ist bestimmt auch nicht angenehm. Gerade in der heutigen `Sitzgesellschaft` mit Millionen Menschen, die unter… Weiterlesen »

nebo
nebo
22. Juni 2015 22:17

Danke Dir für diesen Anstoss! Die Beweggründe der Petitionsunterzeichner sprechen Bände. Und ich dachte jahrelang, ich sei ganz allein mit diesen Gefühlen, eines vor allem: Scham und Demütigung. Ich war ein schlankes Mädchen, das noch in der Grundschule im Weitspringen sehr gut abschnitt, später dann nur noch jahresweise wechselnd 3er (bei Lehrern, die meinen Willen und meine Disziplin mitbewerteten) und 5er/6er (bei Lehrern, die ergebnis-, statt prozessorientiert bewerteten) erhielt. Im Rahmen des Sportunterrichts wurde ich lange von Mitschülern gemobbt und auch später war Sportunterricht für mich einfach die Hölle. Alle rückten von mir ab, die Lehrerin lächelte mitleidig oder genervt,… Weiterlesen »

Jan
Jan
23. Juni 2015 10:33
Antwort  nebo

Ich war immer der Schwächste im Sport (egal ob in der Schule oder Freizeit)… Das machte mich noch Lange nicht zum Außenseiter! Ich hab’s eher mit Humor genommen, mir war es egal wenn andere meinten ich sei schlecht im Sport. Das wichtigste beim Mobbing ist, dass man es nicht an sich heranlässt. Wenn mir jemand dumm kam, habe ich ihn einfach auch dumm angemacht (in der Regel waren die, die gemobbt haben, in anderen Fächern unbegabt). Klar, Mobbing etc. ist schrecklich und kann gefährliche Ausmaße annehmen – Man sollte aber Kinder dazu erziehen, zu den eigenen Schwächen zu stehen, diese… Weiterlesen »

Alex
Alex
26. Juni 2015 08:55
Antwort  nebo

Wir wohnen im Ausland und in der hiesigen internationalen Schule gibt es immer zwei Noten für jedes Fach: eine für „effort“, also die Anstrengung, und eine für „result“, also das Ergebnis. Meine Kinder hatten auch schon ein „very good“ in effort und nur ein „good“ im result oder auch anderherum. Ich finde es richtig gut! Hier gibt es außerdem ein jährliches Sportfest, bei dem die gesamte (Grund-)schule (für die höheren Klassen gibt es ein eigenes Sportfest) in vier Teams eingeteilt wird, quer über alle Jahrgangsstufen hinweg. Rot, blau, grün, gelb. Alle machen verschiedene Stationen und ein Team gewinnt am Schluss… Weiterlesen »

Cathleen Fischer
Cathleen Fischer
22. Juni 2015 23:11

Also ganz ehrlich, ich fand die Bundesjugendspiele super. Endlich musst man mal nicht den ganzen Tag im Klassenzimmer sitzen und Stoff in sich hineinpauken. Es war eine gelungen Abwechslung zum sonstigen Schulalltag. Sicher gab es welche, die besser und schlechter waren. Auch ich war nicht die Beste. Gerade beim Weitsprung war ich aufgrund meiner Körpergröße nicht gerade im Vorteil. Aber ehrlich gesagt kam es darauf auch nicht unbedingt an. Es hat einfach Spaß gemacht sich draußen zu betätigen. Ich finde das Argument, dass es ein Unterschied macht, ob man schlechte Noten bekommt oder schlechte Leistungen bei den Bundesjugendspielen erbringt, nicht… Weiterlesen »

Elli
Elli
22. Juni 2015 23:21

liebe Christine, Ich finde deinen Ansatz sehr interessant, wenn auch unbegründet. Auch ich habe als Schülerin immer nur eine Teilnehmerurkunde bekommen- trotzdem habe ich mich jedes Jahr auf die bjs gefreut. Ich glaube, so früh zu merken dass mir Sport nicht liegt, hat mir später geholfen dieses Makel sehr locker zu sehen und eine gewisse Selbstironie zu entwickeln. Wenn man so denkt wie du, müsste man auch den Matheunterricht abschaffen, weil manche Kinder eben schlecht in Mathe sind und ein Test ja auch ein Wettbewerb ist. Ach woher, machen wir die Schule doch direkt freiwillig, damit Kinder nur ja nichts… Weiterlesen »

Holger Kuhlmann
Holger Kuhlmann
23. Juni 2015 09:33

Für diese Petition habe ich überhaupt kein Verständnis! Bei den BJS geht es um mehr als nur sportliche Erfolge oder Medaillen. Kinder sollen lernen über sich hinaus zu gehen, zu wachsen und sich dem Wettbewerb zu stellen. Das ist eine Lektion die Kinder lernen müssen um im weiteren Leben zu bestehen. Wie sollen Kinder an Aufgaben wachsen wenn es ihnen keiner beibringt? Packt eure Kinder weiter in Watte ein, erzieht sie weiter zur Unfähigkeit. Dann kommen nach Burnout auch noch hohe Selbstmordraten dazu! Nur mal zum Vergleich, im Vertrieb arbeiten wir gerne mit ehemaligen Sportlern zusammen weil die ständig in… Weiterlesen »

ok_computer
ok_computer
25. Juni 2015 17:36

Aufgaben sind dann sinnvoll, wenn sie für die jeweilige Person weder zu schwer noch zu leicht sind. Für einen sportlichen Schüler stellen die BJS genau die richtige Herausforderung dar, für unsportliche Schüler jedoch, die trotz aller Bemühungen niemals auch nur im Ansatz eine Chance auf mehr als eine Teilnehmerurkunde, sind sie eine sinnlose Demütigung, Demotivation und Qual.

Anstatt sich mit den Klassenbesten zu messen, wäre es für unsportliche Schüler besser ganz individuelle Herausforderungen zu finden in einem Sport, der ihnen Spaß macht!

Sille
Sille
23. Juni 2015 09:46

Hallo, auch ich erinnere mich noch gut an die Sportfeste (mittlerweile bin ich ü 40). Ich war als Schülerin nie sehr gut in Leichtathletik. Ich war eine absolute Niete im Kugelstossen und im Weitsprung. Und trotzdem habe ich mich auf das Sportfest gefreut und gerne mitgemacht. Mir war im Vorfeld klar, dass einige Klassenclowns über meine „Leistungen“ lachen werden, aber mir war es wurscht ich hatte Spass am Wettlauf, am mich „Messen“… Das Sportfest abschaffen? Nein, ich halte das für keine gute Idee… Kinder messen sich durchaus gerne… Ausserdem gehört es dazu auch Dinge zu tun, auf die man u.U.… Weiterlesen »

Jan
Jan
23. Juni 2015 10:28

Ich war immer grauenvoll in Sport, besonders Leichtathletik…. Ich konnte nicht laufen, nicht springen, nicht werfen… Tatsächlich habe ich es irgendwann mehr oder weniger aufgegeben mich bei den Bundesjungendspielen anzustrengen… Ich hätte auch lieber einen Tag mehr Schule gehabt, als auf dem Sportplatz rumzueiern In der Oberstufe musste ich auch Leichtathletik belegen, leider sind hier nur die Ergebnisse bei den Diziplinen mit eingeflossen – Das Ergebniss: Eine 5 auf dem Zeugniss! That being said: Ich finde die Petition und vor allem die Begründung quatsch. So what, wenn ich nicht gut in Sport war, dafür hatte und habe ich andere Qualitäten.… Weiterlesen »

Barbara Pfeifer
Barbara Pfeifer
23. Juni 2015 11:21

Ehrlich gesagt, habe ich die ganze Schule mit ihrer Notengeberei gehasst, nicht nur den Sport. Ja, in Sport war ich mies, es gab immer eine 3 oder eine 4. Ich fand Schule so schrecklich, dass ich das Abitur ein halbes Jahr früher als die anderen gemacht habe. Unsere Tochter geht jetzt auf eine Freie Aktive Schule (Montessori/Wild) und entscheidet selbst, welchen Herausforderungen sie sich wann stellen will. Denn Noten gibt es nicht, und auch keinen Unterricht – außer man will was lernen. Dann fragt man einen Begleiter oder die anderen Kinder oder die Eltern oder oder. Sie hat das Silberne… Weiterlesen »

Anita Dennert
Anita Dennert
23. Juni 2015 11:43

Bei meiner Tochter an der Grundschule waren die Bundesjugendspiele letzte Woche! Sie war natürlich nicht sehr begeistert davon. Was ich nicht schön finde, ist dass die Kinder ja gar nicht mehr darauf vorbereitet werden. Wir durften früher wenigstens vorher üben. Bei meiner Tochter war da keine Zeit dafür übrig. Was soll das dann überhaupt noch für einen Sinn haben? Nur weil es so im Schulplan steht, dann kann man es auch gleich abschaffen.

John R.
John R.
23. Juni 2015 11:45

Mein Sohn ist absoluter Naturwissenschaftler, er kann Sprachen einfach nicht. Er schreibt regelmäßig sehr schlechte Klassenarbeiten in Englisch. Er fühlt sich dadurch vor seinen Klassenkameraden etwas gedehmütigt und kam auch schon weinend heim. Hiermit starte ich eine Petition gegen Klassenarbeiten! Es ist jedes mal an mir ihm zu zeigen, dass er sich anstrengen soll und wenn es dann nichts wird, dass er desshalb kein schlechter Mensch ist und ihm das Selbstbewusstsein vermitteln, das er braucht. Die Bundesjugenspiele sind für viele schwache aber sportliche Schüler eine Gelegenheit zu zeigen, dass „sie auch etwas können“. Wollen wir ihnen das wirklich nehmen? Sollen… Weiterlesen »

Mina
Mina
23. Juni 2015 11:52

Wenn deine Kinder irgendwann einmal realisieren, dass du sie benutzt hast, um DICH zu profilieren und in den Vordergrund zu stellen, dann wären sie vllt froh, wenn sie durch ein schlechtes Abschneiden bei den BJS gelernt hätten, was es bedeutet, der/die Schwächere und unterlegen zu sein.

Jessica
Jessica
28. Juni 2015 13:40

Ich glaube kaum, dass ein Grundschüler die Tragweite dieser Aktion einschätzen kann. Würde er jetzt immer noch sein Einverständnis dafür geben?

danico
danico
28. Juni 2015 14:28

Meine Frage haben Sie aber immer noch nicht beantwortet. Hätten Sie diese Petition auch gestartet, wenn er gewonnen hätte? Strahlend mit leuchtenden Augen nach Hause gekommen wäre?

Stephan
Stephan
23. Juni 2015 12:00

Wow, Super Sache. Man sollte die lieben Kleinen nur nicht zu sehr solch frustrierenden Erlebnissen aussetzen. Ich habe die Bundesjugendspiele auch gehasst … wenn auch nicht so sehr wie Matheklausuren. Vielleicht sollten wir direkt noch eine Petition gegen Mathe hinterherschieben? Über die Bundesjugendspiele bin ich letztendlich zum Joggen gekommen .. eine der wenigen Sportarten die mir dauerhaft Spass gemacht hat im Leben. http://www.kinderschutzbund-nrw.de/denkanst/Bewegungsmangel.htm In der Grundschule seh‘ ich immer mehr Kinder, die schon in der 2 Klasse mit eigenem Fernseher und Wii zum Couchpotatoe werden und bei denen die Eltern ihren ohnehin schon moppeligen Kids fröhlich Nutellabrote und Limo mitgeben.… Weiterlesen »

Hagen
Hagen
23. Juni 2015 12:05

… genau der richtige Weg!! Ich starte jetzt gleich eine Petition, dass allen nicht in die engere Wahl gekommenen Bewerbern auf Anstellungen, zumindest eine Halbtagsstelle anzubieten ist, oder mit den zurück erhaltenen Bewerbungsunterlagen alternativ ein Scheck zu übergeben sei – Summe muß natürlich gesetzlich geregelt werden – Einlösung auch als Sachgutschein möglich, an jedem Süßigkeitenregal, in Härtefällen gerne auch an der Trosttücherschütte des Drogisten seines Vertrauens … jetzt Sarkasmus aus! … Was für ein langweiliges Kinderleben, in dem Mutter/Vater/Eltern Vermeidungsstrategien für ihr Kind fahren, die keine Auseinandersetzung mit dem tatsächlichen Leben zulassen, pfffft … Ich höre gerade Davids Mutter rufen:… Weiterlesen »

Mina
Mina
23. Juni 2015 12:07

Noch ein Nachtrag: Diese Diskussion deutet darauf hin, dass nicht nur die BJS sondern das gesamte Bildungssystem eine Erneuerung erfahren könnten. Dazu gibt es sehr fähige Menschen – wie z.B. Prof. Dr. Gerald Hüther – die sich viele Gedanken darüber gemacht haben, und Alternativen ins Leben gerufen haben: http://www.schulen-der-zukunft.org/

Lars K.
Lars K.
23. Juni 2015 12:14

Und wieder verleitet ein veraltetes und dennoch anerkannte Bildungssystem zu einer Rüge, sei es auch nur von einer Minder-Meinung. Wenn die eigene Kompetenz der Lehre und die Implementierung der Bewegung in den Alltag der Schüler versagt, hat gefälligst auch das System keine Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um diese Inkompetenz auszugleichen. Wer sich über eine derartige Veranstaltung in der Art echauf­fiert, hat wohl kein Interesse daran, dass Kinder eine Weiterentwicklung erleben und sich auf den Wettkampf vorzubereiten, der sich Leben nennt. Natürlich ist es nicht Sache der Eltern, den Schülern zu erklären, warum es wichtig ist, sich einer solchen Veranstaltung… Weiterlesen »

Steffi
Steffi
23. Juni 2015 15:09
Antwort  Lars K.

Es ist ein Unterschied, ob ein Kind in seiner Freizeit freiwillig Sport macht und dort auch Wettkämpfe bestreitet – oder ob jedes Kind in der Schule an einen Sportwettkampf teilnehmen muss.