Den Geburtsnamen zu behalten als Frau ist kein feministischer Akt

Warum ich meinen Namen bei der Hochzeit nicht behalten habe und auch nicht glaube, dass das ein feministischer Akt gewesen wäre? Das hatte sehr pragmatische Gründe. Und einen romantischen.

Auf twitter und Facebook macht gerade ein Text aus der Zeit Online die Runde, den viele Frauen, die ich schätze, teilen. Darunter auch solche, die ganz klar dem feministischen Spektrum zuzuordnen sind, einige davon würde Außenstehende sogar als radikalfeministisch bezeichnen (aber das tun sie bei mir ja auch). In diesem Text steht vieles drin, was ich gut und richtig finde, und besonders der Blick auf die Vergangenheit ist erhellend, weil ich finde, wir dürfen auch nicht vergessen, wo wir herkommen – aus Frauenrechtlerinnensicht. Das ist übrigens auch etwas, was mich immer wieder motiviert, meine Ziele nicht aufzugeben, wenn ich gelegentlich denke, es gehe überhaupt nicht vorwärts mit der Gleichberechtigung und den Rechten für Frauen/Mütter.

Auch wer den Geburtsnamen behält, trägt das Patriarchat weiter

Aber zurück zu den Nachnamen – dieser Text auf Zeit Online vergisst etwa Wesentliches: Der Geburtsname einer Frau, die heiratet, ist nichts weiter als ein patriarchales Etikett. Denn natürlich hatte die Mutter der Braut auch mal einen „Mädchennamen“, den sie bei der Hochzeit aufgegeben hat, weil es damals so Brauch war und gesetzlich vorgesehen.

Mein Mädchenname war zum Beispiel Ehler. Das ist ein norddeutscher Name, der vom Agil-Weard, dem Speerpitzenwächter des Dorfes, abgeleitet ist, wie ich von meinem Dozenten im Fach Altisländisch erfuhr, als ich das im Rahmen meines Skandinavistikstudiums 4 Semester an der Uni belegte. Der Speerpitzenwächter hatte also den Schlüssel für den Waffenschrank, und den Gedanken mochte ich. Was ich nicht mochte, war, dass ich als in Süddeutschland lebende Tochter von Kielern meinen Nachnamen stets mehrfach buchstabieren musste. Er passte den Badenern einfach nicht in den Kopf. Und so nannte man mich mal Ehrat, mal Ehrler, und mal Ehret. Das sind gute badische Namen, die kannte man.

Die Entscheidung über unseren Familiennamen traf ich – meinem Mann war das total egal

Ich war ein bisschen genervt von der ständigen Verballhornung meines Nachnamens, und so habe ich zwar bei der Hochzeit gründlich überlegt, wie ich heißen möchte, kam aber am Ende zu dem Schluss, dass ein neuer, einfach zu buchstabierender Nachname durchaus praktisch wäre. Meinem Mann, einem Menschen, der auf Konventionen und Regeln wenig Wert legte, war es herzlich egal, wie wir heißen – die Wahl des Familiennachnamens war also wirklich ganz alleine meine Entscheidung.

Ein Doppelname kam für uns beide nicht infrage, und zwei verschiedene Nachnamen für unsere neu gegründete Familie wollten wir auch nicht. Wir wollten zusammen alt werden und irgendwie heißen, aber diese Verbundenheit auch mit einem gemeinsamen Nachnamen nach außen dokumentieren. Meine Hochzeit war ein zutiefst romantischer Akt, sie hatte rein gar nix mit steuerlichen Erwägungen oder sonstigen Vernunftsgründen zu tun. Geheiratet habe ich übrigens, obwohl ein Kind unterwegs war, nicht deswegen.

Und so entschied ich, dass ich und unser Kind, das bald geboren werden würde, Finke heißen würden. Das fand ich auch deswegen gut, weil ich gerade einen neuen Beruf erlernt hatte und die Karriere als Wisssenschaftlerin an der Uni hinter mir ließ, wo ich mir als historische Sprachwissenschaftlerin einen Namen gemacht hatte. Als Journalistin wollte ich nun Finke heißen, mir gefiel diese Idee.

Scheidung – und nun zurück zum Geburtsnamen?

Was ich nicht bedacht hatte bei dieser Entscheidung, war dass auch meine Ehe scheitern könnte. Und dass ich irgendwann vor der Frage stehen würde, ob ich nach der Scheidung meinen Geburtsnamen wieder annehmen möchte. Eigentlich hätte ich meinen Namen gerne zurückgewollt, weil ich mit Herrn Finke ja komplett durch war. Andererseits waren da meine Kinder, die seinen Nachnamen tragen. Und einen anderen Nachnamen zu tragen als meine Kinder, stellte ich mir blöd vor.

Außerdem wusste ich von anderen geschiedenen Frauen, dass das im Alltag, speziell bei Auslandsreisen, zu Problemen führen kann. Aber auch im Umgang mit anderen Eltern und Lehrern sind verschiedene Nachnamen von Mutter und Kindern nicht wirklich praktisch – ich erinnere mich daran, dass ich selbst immer durcheinanderkam, wenn sich auf Elternabenden Frauen zu Wort meldeten, die sich als „Frau Müller, Mutter von Lisa Meier“ vorstellten.

Und dann war da noch die Tatsache, dass ich mittlerweile als Journalistin einen guten Ruf hatte, von daher wäre eine Rückkehr zu „Ehler“ einfach nur verwirrend gewesen. Last not least mag ich die angeheiratete Finke-Familie wirklich gerne, ich fühle mich als Teil von ihr – trotz Scheidung.

Alternativer Vorschlag: mehr matriarchale Auswahl bei den Familiennamen

Und so heißen wir hier alle weiterhin Finke, womit ich gut leben kann. Und insbesondere, wenn ich mir klarmache, dass der im Zeit Online-Text so hochgehaltene Geburtsname eben auch nur ein Zeichen des Patriarchats ist. Wenn schon, dann hätte ich gerne den Nachnamen meiner Uroma, also den Mädchennamen meiner Oma gewählt – die hieß Duve, bis sie Herrn Wulff heiratete. Von daher wünsche ich mir eigentlich mehr Möglichkeiten. Anstatt den patriarchalen Geburtsnamen bei einer Hochzeit behalten zu können, würde ich Frauen lieber die Wahl lassen, ob die Familien einen Nachnamen aus der matriarchalen Linie tragen möchte. Sagen wir, bis zu 4 Generationen zurück. Wie fändet Ihr das?

Anekdote am Rande: Dass „Finke“ im Schweizerischen Hausschuh bedeutet, konnte ich nun wirklich nicht ahnen. Aber man hat mich dort trotzdem akzeptiert in den 4 Jahren, die ich als Redakteurin mitten in der Schweiz gearbeitet habe. (Finke ist laut Deutschem Namenslexikon der fröhlich-unbeschwerte Mensch.)

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27 Kommentare auf "Den Geburtsnamen zu behalten als Frau ist kein feministischer Akt"

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Silke
Gast
Liebe Frau Finke, ich kannte dich ja noch unter dem Geburtsnamen. Gefallen mir, deine Gedanken. Ich selbst habe nie geheiratet -und hätte sich auch meinen Namen behalten. Aus beruflichen Gründen. Und weil ich ihn mag. Meine Kinder tragen den Nachnamen ihres Vaters – da spielt der (nicht vorhandene) Trauschein keine Rolle. Es war einfach der pragmatisch gesehen einfachere Name. Kurz, knackig und im Norden und Süden geläufig. Ich kenne übrigens auch einige Männer, die ihre Nachnamen mit der Ehe aufgegeben haben. Meist, weil das Paar gemeinsam sich für den Namen mit dem schöneren Klang entschieden hat. Oder weil der betroffene… Read more »
Dirk
Gast

Hallo Christine, ist da nicht ein gewaltiger Denkfehler dabei? Die Geburtsnamen der Frauen, der Mütter, der Großmütter, usw. , sind letztlich doch auch nur die Namen der Väter, patriarchalische Namen also, oder nicht?
Das Patriarchat lässt sich nicht von hinten aufrollen, nur nach vorne.

Christine Lohr
Gast
Bei meiner Hochzeit habe ich meinen Nachnamen behalten. Ich habe mit fast 40 Jahren geheiratet und war so an meinen Namen gewöhnt. Auch hatte ich keine Lust, mir alle Unterlagen neu ausstellen zu lassen und mir eine neue Unterschrift anzugewöhnen. Darüberhinaus hat der Nachname meines Mannes eine ungewöhnliche Schreibweise – also quasi „Luxenburger“, obwohl „Luxemburger“ ja richtiger wäre. Mein Mann fand die Idee nicht toll, wusste aber, dass ich mir das nicht ausreden lassen würde. Meine Schwiegermutter fand es toll. Meinen Eltern war es egal. Kompromiss war, dass unsere Kinder seinen Namen tragen. Was zwar ein bißchen lästig ist, aber… Read more »
Julie
Gast
„Anstatt den patriarchalen Geburtsnamen bei einer Hochzeit behalten zu können, würde ich Frauen lieber die Wahl lassen, ob die Familien einen Nachnamen aus der matriarchalen Linie tragen möchte. Sagen wir, bis zu 4 Generationen zurück. Wie fändet Ihr das?“ Wo kann ich unterschreiben? ;) Dann hätte ich nämlich den Mädchennamen meiner Mutter angenommen, Brüggemann. Das ist die Familie, der ich mich verbunden fühle, die für mich *Familie* bedeutet. Den Namen meines Vaters hingegen habe ich gerne und mit Eifer abgelegt – erstens fand ich ihn nie schön (man war mit Zw auch immer allerletzte im Alphabet) und zweitens habe ich… Read more »
Nickel
Gast

Interessant finde ich die englisch-walisische Unbeschwertheit und Unkompliziertheit zu diesem Thema. Dort muss man seinem Kind nicht den eigenen Familiennamen geben, sondern kann sich etwas ausdenken. Oder ihn gleich ganz weglassen. Man kann seinen Namen auch jederzeit ändern lassen.

Das ist in Deutschland nur mit sehr viel Geld oder einem psychologischen Gutachten möglich und in jedem Fall mit einem wahnsinns Bürokratieaufwand verbunden.

In den Civil Laws steht dazu
„Any one may take on himself whatever surname or as many surnames as he pleases, without statutory licence.“

Eva
Gast

Kenn ich auch so aus den USA und finde es klasse! Bekannte von mir haben ihrem Kind als Nachnamen einen neuen Namen gegeben, der eine Kombination aus den Nachnamen der Eltern darstellt.

Joevlin
Gast
Danke für deinen sehr interessanten Blogpost. Dieses Thema beschäftigt mich seit c. 10 Jahren. Seit den ersten Gedanken ans Heiraten, dachte ich immer es wäre schön, den Nachnamen zu ändern, da meiner aus ausländisch ist und noch nie von jemandem richtig geschrieben wurde. Nun kam es so, dass ich einen Italiener in Italien geheiratet habe… was icg nicht wusste, hier behält jeder seinen Nachnamen und es besteht keine Möglichkeit ihn zu ändern. Ich habe bereits nach vielen Schlupflöchern gesucht, aber am Ende würde es mehr Probleme bereiten als Vorteile (da ich in Italien lebe). Das was mich hierbei aber besonders… Read more »
Maria
Gast

Mir persönlich stellt sich diese Frage überhaupt nicht, da ich sowieso noch nie vorhatte, zu heiraten.

Der ursprünglicher Zweck einer Ehe, die materielle Versorgung, lässt sich seit den ekelhaften Hartz-„Reformen“ immer schwieriger verfolgen.

Und zum Gerede über ein „Patriarchat“:

Den ersten zwei Feminismus-Wellen bin ich dankbar. Mit der Prägung des Begriffs „Gender“ hatte der Feminismus aber dann seinen „Jumping the shark“-Moment

Herr Bock
Gast
Liebe Christine, ich für mich hatte mal entschieden, dass ich mit der Hochzeit als Mann meinen Namen aufgeben werde. Eher, weil ich die Chance hatte, diesen Namen der Familie, auf die ich in der Zeit sehr sauer war, nicht mehr weiter existieren zu lassen. Ich wollte also den Namen der Frau. Der hätte mir auch gut gestanden. Das Schicksal hat uns dann unseren Sohn auf den Weg gebracht. Wobei? Wir haben wahrscheinlich Schicksal gespielt, aber dennoch war da für mich immer klar: Unser Sohn bekommt den Namen meiner Partnerin. Das gehört sich so. Im Regelfall wird bei einer Trennung sie… Read more »
Tigerbabe
Gast

Namen sind unfassbar wichtig und werden in ihrer Wichtigkeit oft unterschätzt. Believe me: Wohl und Wehe eines Menschen hängen nicht zuletzt von seinem Namen ab. Siehe Cees Nooteboom, „Die folgende Geschichte…“ Ich denke, Sie haben sich richtig entschieden. Finke ist frech, griffig und merkbar und passt sehr gut zu Ihnen.

Karina
Gast
Ich habe meinen Namen nach der Hochzeit bahalten, aber nicht aus „feministischen“ Gründen – es ist ganz profan: Ich finde den Nachnamen meines Mannes einfach hässlich (so sehr ich ihn auch liebe: Weder ich, noch unsere Kinder sollen damit gestraft werden). Ob er seinen Namen ändert, ist seine Sache. Da er bereits mehrfach unter seinem Namen Publiziert hat tendiert er zu einem Doppelnamen – was ich persönlich unschön finde, da sein Nachname allein bereits sehr lang ist. Nun ja, ich finde allg. nicht, dass Nachnamen eine Familie zu einer Familie machen. Meine Mutter hat neu geheiratet und heißt anders als… Read more »
Sindy
Gast

Sehr schöner Text. Ich habe auch den Namen meines Mannes angenommen und dabei haben zwei Faktoren eine wesentliche Rolle gespielt: Erstens finde ich den Gedanken schön, dass meine kleine Familie den gleichen Nachnamen hat (deshalb wären unterschiedliche nicht in Frage gekommen) und zweitens lässt es sich mit dem neuen Namen viel stimmiger und schöner unterschreiben.
Letztlich ist es jedem selbst überlassen. Ich fühle mich zu meiner Familie (Eltern Großeltern) nicht weniger zugehörig, weil ich jetzt einen anderen Nachnamen habe.

Neeva
Gast

Genau. Tatsächlich matrilinear wäre Christina n’ha Gabriele, aber ich bin keine freie Amazone. (Extrapunkte wer das Buch erkennt :-) )

claudia
Gast

Bei meiner Heirat haben mein Mann und ich keinen Grund gefunden, den einen oder anderen Namen zu bevorzugen. Beide Namen sind ähnlich selten, ähnlich schwierig zu buchstabieren und ähnlich lang.
Wir haben uns dann entschieden, in einem fairen Wettbewerb den Namen „auszuschießen“ (Wir sind beide Bogenschützen)
Dass ich gewonnen habe ist insofern toll, als andersherum kaum noch jemand nach unserer Entscheidung fragen würde.

Anneke
Gast
Liebe Christine! Danke für Deine Worte. „Früher“ habe ich immer gesagt, dass ich a) nie heiraten und b) nie meinen Nachname ablegen werde. Dann traf ich vor drei Jahren auf meinen Mann. :-) Ich habe mich bei unserer Heirat bewusst für den Nachnamen meines Mannes entschieden. Das hatte für mich nichts mit Patriarchat zu tun, sondern mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl und Liebe. Und mit der Freude darüber, ihn „gefunden“ zu haben und das zeigen zu wollen. Dass ich, wenn ich mit meinen Eltern telefoniere und sie sich mit ihrem Nachname melden, antworte „Hier auch.“ finde ich jedes Mal lustig. Ich lerne… Read more »
Sonnenfräulein
Gast

Das notleidende Patria-schard scheint wirklich ein Museumsfall zu werden.
Ich hab für die Familie im tiefsten Bayern,
da wo die Gegend noch in Ordnung ist,
die Traditionen hoch gehalten werden,
das Patrrriachart zu Hause ist, ein paar Tage Erholung gebucht.

Ich gebe meine Daten an und den Vornamen meines Ehemannes. „Und der Ehemann hat den gleichen Nachnamen wie sie?!?“, werde ich gefragt.

Natürlich, sagte ich lachend.
Das sind wirklich schlimme Zeiten dachte ich.
Wie kann man diesem notleidendern PatriaDings nur helfen, wenn man selbst in Bayern davon ausgeht, dass die Jungs mit dem Mädchennamen der Frau rumrennen.
Schlimm sowas. ;))))

Eva B
Gast
Hallo Frau Finke, hier mal ein großes Danke an Ihren Blog und das was Sie auf Twitter schreiben. Da mich der Kindsvater gerade in meiner momentanten Schwangerschaft verlassen hat, nehme ich auch viel Kraft aus Ihren Worten und geh davon aus, dass es in irgendeiner Art funktioniert, auch alleine ein Kind großzuziehen. Zum Thema Namen. In meinem Praktikum (Sozialpädagogik) im Studium hatte meine Chefin die Idee, dass vom Namen des Mannes und er Frau vor der Hochzeit die Buchstaben der Nachnamen neu zusammen geworfen werden sollen und so neue Namen entstehen. Finde ich sehr reizvoll, für die Ahnenforschung tatürlich ein… Read more »
Kathrin
Gast
Hallo, ich hatte einen schönen Mädchennahmen allerdings mit einem stummen i, in meinem Geburtsnundesland war er selbstverständlich allerdings können ihn Leute, die von außerhalb kommen eigentlich nie ordentlich aussprechen. So verquer, dass ich mich nie angesprochen gefühlt habe. Dabei ist es einfach eine altdeutsche Schreibweise. Ich nahm bei der Hochzeit mit meinem Mann vor 2 Jahren seinen Nachnamen an. Einen alten deutschen Vornamen. Und was ist passiert, jeder schreibt ihn falsch, ich buchstabiere weiter fleißig. Dazu kommt noch, dass ein sehr böser Mensch der deutschen Geschichte so mit Vornamen hieß. Was ich nun schon in Diskussionen über Geschichte verwickelt wurde… Read more »
franzi
Gast

Mich stört es ja gar nicht, einen anderen Nachnamen zu haben als die Kinder. Dieses Argument finde ich ja immer Quatsch. Fändest Du es denn auch komisch, wenn ein Vater auf demElternabend sagt: Ich bin Schröder, Vater von Schulze. Ist doch normal, für Unverheiratee sowieso. Der Nachname ist für mich rein äußerlich. Genauso wenig brauche ich denselben Namen wie mein Mann. Ich habe meinen behalten, er seinen, die Kinder haben seinen behalten, einfach weil der seltener ist.

Annelie
Gast

Ich habe mich damals für den Familiennamen meines Exmannes entschieden. Einfach deshalb, weil mein Nachname furchtbar und umständlich zu schreiben ist. Ich war und bin immer noch froh, dass ich und meine Kinder schön allerweltsmäßig einfach Müller heißen.
Nach meiner Scheidung habe ich den Namen aus diesen Gründen behalten.
Und das Erstaunliche an der Sache ist, dass ich und meine Kinder (davon ein Mädchen) nun den Geburtsnamen meiner Ur-Großmutter tragen.

Katharina
Gast
Interessanter Artikel, den Gedanken hatte ich auch selbst schon oft….. und hätte mir auch gerne einen Namen aus einer früheren Generation gewählt, auch wenn das wieder der Name eines Mannes gewesen wäre, aber dann wäre es eben meine eigene Wahl gewesen und ein Statement, wo ich hingehöre in dieser Familie. Meinen Mädchennamen habe ich mit Freude bei der Hochzeit abgelegt. Mein Mann hätte auch ohne Probleme meinen Namen angenommen, er hatte es angeboten, aber ich wollte den väterlichen Namen loswerden und damit auch ein Zeichen setzen. Mit dem neuen Namen bin ich glücklicher, er passt jetzt besser zu mir. Es… Read more »
Klara
Gast

Ich finde es schön, wie es in spanisch-sprachigen Ländern gehandhabt wird: Jeder hat zwei Nachnamen, einen vom Vater, einen von der Mutter. Wenn man dann noch frei wählen kann, welchen der beiden Nachnamen man an die Kinder weitergibt, ist es auch ziemlich gerecht.