Kinderbücher und Trennung

Ich habe gerade eine Geschichte verfälscht. Meine Jüngste (3) schleppte ein Kinderbuch aus meinem reichhaltigen Fundus an Büchern an, das “”Ein toller Tag auf der Baustelle” heißt. Soweit sehr passend, denn wir leben ja auf der Baustelle.

Und dann kam gleich auf der ersten Seite der Satz “Heute fahren Mama und Papa zur Baustelle.” Ich las “Heute fährt Mama zur Baustelle”, und verfremdete den ganzen Rest des Buches auch so, dass kein Papa vorkommt.

Denn der Papa ist ein genderideologisch beladenes Problem in deutschen Kinderbüchern, und auch im Fernsehen – von Caillou bis zu Lauras Stern, überall gucken meinen Kindern glückliche Familien mit kleinen Differenzen entgegen, die sich schnell in Luft auflösen.

Nicht einmal in der offiziellen Trennungsliteratur für Kleinkinder – ich habe sie alle gekauft – wird auch nur halbwegs adäquat eine Familie gespiegelt, wie wir sie leben. Es mag kurzen Streit geben, die Mama weint ganz doll, und der Papa zieht aus – aber am Ende haben sich alle ganz gern und essen Eis miteinander. Es haben auch nicht alle getrennten Kinder ein schönes zweites Kinderzimmer beim Vater, wie etliche Bilderbücher suggerieren. Da könnte ich, entschuldigt die Wortwahl, kotzen. So ein Buch müsste den Titel “Wir wohnen jetzt mit Mama woanders” tragen, oder “Mama mag nicht mehr mit Papa wohnen.”

In meinem Wohnblock kenne ich innerhalb von 5 Metern Luftlinie 3 Frauen, die alleinerziehend sind, wo der Papa sich nicht so vorbildlich verhält wie in diesen Büchern geschrieben. Den Papa sehen die Kinder auch nicht am Wochenende, wie einem die Trennungsbücher erzählen, sondern unregelmäßig.

In keinem der Trennungsbücher, die ich kenne, trennt sich die Frau von dem Ehemann, obwohl das statistisch die Regel ist, und stets beteuern alle Protagonisten, dass sich durch die Trennung der Eltern an der Beziehung zu den Kindern nichts ändert.

Klingt toll, ist aber nicht so. De facto verlieren innerhalb eines Jahres nach der Trennung viele der Kinder den Kontakt zum Vater. Pustekuchen mit alle haben sich lieb, obwohl sie woanders wohnen. Das einzige Buch, das ich kenne, das ein realistisches und positives Bild von Alleinerziehenden vermittelt, ist “Lotte will Prinzessin sein” von Doris Dörrie. Da kommt der Papa erst gar nicht vor, und den beiden Mädels geht es gut. Ich überlege gerade angestrengt, wer mir das geschenkt hat. Es steht schon lange bei uns im Bücherregal, definitiv bevor der Sohn 2006 zur Welt kam. Irgendjemand ahnte wohl, dass meine Tochter und ich alleine besser dran sind. Anna, warst du das?

Nachtrag, Juli 2014:

Dank eines Kommentars hier wurde ich auf das 2013 erschienene Bilderbuch “Julian und die Wutsteine” aufmerksam. Geschrieben hat es Marion von Vlahovits, und es ist das bisher beste Buch, das ich zum Thema “Nicht einvernehmliche Trennung und Riesenschlamassel” gesehen habe.

Julian und die Wutsteine
Julian und die Wutsteine

Meine Jüngste, die jetzt 5 ist, bittet mich seit Tagen immer wieder, dieses Buch noch einmal vorzulesen. Es hat eine ausdrucksstarke Bildersprache, die meine Tochter vollkommen in den Bann zieht, und genau wie es im Nachwort der Autorin und der Illustratorin im Buch beschrieben wurde, zum Nachdenken und Reden einlädt.

Ich finde das kindliche Unglück sehr gut dargestellt in diesem Buch, die Einsamkeit und eben diese große Wut, die sich als Schuldgefühl beim Kind gegen sich selbst richten kann und bei dem Protagonisten Julian dazu führt, dass ihm das Herz wehtut. Der Knoten löst sich, als eine ältere Nachbarin die Not des Kindes sieht und es mittels ihres Hundes schafft, den Jungen zu erreichen. Das ist mein Lieblingssatz im Buch: “Sie hatte keine Angst vor Julian. Sie hatte Angst um Julian.” Am Ende des Buchs ist zwar alles wieder gut, aber nur auf Julians Ebene.

Es wird nicht vermittelt, dass sich die Eltern vertragen hätten, sondern nur die Gefühlswelt des Jungen betrachtet. Von solchen Trennungsbüchern hätte ich gerne noch ein paar. Es ist, wie Autorin Vlahovits im Nachwort schreibt, ein Buch für Kinder, deren Eltern eben nicht nach der Trennung gemeinsam für das Kind weiterhin da sind. Und davon gibt es leider ziemlich viele.

Ein gutes Bilderbuch für 3 bis 6-Jährige (meine Einschätzung), das ich wirklich empfehlen kann. Deswegen verlinke ich auch gerne die Verlagsseite zum Buch bei Papierfresserchen.de.

Linktipps:

Bloggerin Frau Kreis über “Wie heil muss die (Kinder)welt sein?”

Bloggerin mamahatjetztkeinezeit über Kästners unheile Kinderwelt

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66 Kommentare auf "Kinderbücher und Trennung"

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Silke
Gast
Liebe Christine, ein Thema, das mich auch bewegt. Die Ach-so-heile-Familie in den Bilderbüchern. Das Buch “Der Kleine und das Biest” gefällt mir gut – gab dazu auch einen Kurzfilm. Immerhin sind hier die Eltern nicht superglücklich und es erklärt, dass Mama sich manchmal so schlecht fühlt (wobei das VOR der Trennung auf manche Eltern mehr zutrifft als NACH der Trennung…). Ich kenne glaube ich nur zwei Kinderbücher, in denen die Kinder “ganz selbstverständlich” nur bei einem Elternteil leben. Die Linnea-Serie von Kerstin Boie (Mama alleinerziehend mit 3 Kindern, Papa lebt in einer anderen Stadt, hat eine Freundin und taucht nur… Read more »
Anke
Gast
Liebe Christine, habe gestern mal in mein Bücherregal geschaut und allerhand unverfängliche Kinderbücher entdeckt, wo von Anfang gar keine Elternproblematik auftaucht. Die Raupe Nimmersatt Petterson und Findus (alle Bände toll illustriert) Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt Bibi und das Schweinchen Jo Der Star im Apfelbaum Vom Jörg, der Zahnweh hatte (alles neu aufgelegte Kult-DDR-Kinderbücher, toll illustriert, guck mal nach, da gibts noch mehr: Kinderbuchverlag Berlin) Piggeldy und Frederik (die Schweine-Brüder) Pippi Langstrumpf (ich habe die dicke Astrid Lindgren Biografie, demnach wollte Astrid Lindgren unbedingt Kinder haben, aber die Väter ihrer Kinder waren für sie eher das leidliche Übel,… Read more »
Frau Kreis
Gast
Hallo Christine, mir fiel spontan auch Kirsten Boies “Linnea” ein – das lesen auch unsere beiden Kiga-Kinder zu Hause gern. Ansonsten ganz spontan – in der Kita-Bücherecke steht: Sylvia Schneider: Papa wohnt nicht mehr bei uns. Martina Baumbach: Und Papa seh ich am Wochenende. allerdings weiß ich nicht, wie gut oder schlecht die Bücher sind, ich habe sie nicht zu Hause. (Auch wenn man nicht alleinerziehend ist, kann man sich über deutsche Bilderbücher mehrere Runden aufregen: in der Mehrzahl der Bücher steht eine hübsche Mami mit Schürze und Stöckelschuhen allseits an der Seite ihrer Kinder, hegt und pflegt, während Papa… Read more »
Frau Kreis
Gast
Okay, wer genau liest, ist im Vorteil ;-) … entschuldige bitte! Ich glaube, die Redewendung “wie im Bilderbuch” hat mehr denn je Berechtigung … Kannst du gut für Kinder schreiben? Ich glaube, so ein Bilderbuch (vielleicht erst einmal als print-on-demand) wäre eine Marktlücke. (ich war damals als Kleinkindmutter heilfroh, als ich die Bilderbücher von Tove Appelgren entdeckt habe. Einfach weil ich endlich mal ein Buch in der Hand hielt, in dem die Wohnung aussieht wie Sau, die Mutter unausgeschlafen am Frühstückstisch sitzt, die Kinder heulend am Boden liegen und und und … voll das Leben eben. Sicher brauchen Kinder auch… Read more »
S.
Gast

Hier ähnlich!

Wir haben zwar “Und Papa seh ich am Wochenende” daheim stehen, gelesen wird es aber nicht (mehr).

Hier hat sich die Frau damals (vor 3 Jahren) von meinemPartner getrennt, die Kinder sind nun 5 / 6 Jahre alt. Sie sehen ihren Papa jedes zweite Wochenende und auch so sehr häufig (er ist einer der “tollen” Papas ;) würde ich mal so sagen).

Aber trotzdem: SIE hat sich getrennt – wird kaum behandelt. Nirgendwo. Habe es aufgegeben danach zu suchen.
Und die Mutter verhält sich auch nicht unbedingt immer vorbildlich. Aber so wird das ja in den Büchern immer aufgezeigt.

Mia
Gast

Liebe Christine,
Mein Sohn liebt ja Bobo Siebenschläfer. Bei dem dort vermittelten Rollenbild kann ich mir auch nur an den Kopf packen. Ich verstehe daher, dass dich die in den Büchern zum Thema Trennung unrealistisch dargestellte Situation ärgert. Es gibt doch aber sicherlich Bedarf für diese Bücher, um den Kindern ein bißchen die Sorgen nehmen zu können, oder? Plädierst du für mehr Kinderbücher, in denen eine Trennungssituation nur ganz beiläufig Erwähnung findet, oder siehst du auch Bedarf für Bücher, die die Kinder mit realistischen Trennngsszenarien konfrontieren, die dann aber auch ganz schön schwer verdaulich sein dürften?
LG Mia

RuWu
Gast

Hallo Christine,

kennst Du “Paul trennt sich”? An diesem Buch gefällt mir, dass es die Perspektive des Kindes annimmt und die Ängste und Schmerzen einer Trennung wirklich in Bilder verwandelt. Allerdings ist es auch hier der Vater, der geht – ist mir vorher nie aufgefallen – und die Mutter, die “einen See weint”….. tja, das bildet tatsächlich nicht die Realität ab….

http://www.amazon.de/Paul-trennt-sich-Martin-Baltscheit/dp/3860421689

Liebe Grüße
Ruth

rocktpapa
Gast

Stimmt schon, und wundert nicht, dass Kinderbücher Heile Welt zeigen wollen. Wobei die originalen Grimmschen Märchen (um mal ein sehr urwüchsiges Kindergenre zu wählen) gerade nicht so waren.
Ob sich die Realität dem Wunschbild in Zukunft anpasst, das bleibt zu hoffen – ich könnte es mir vorstellen, denn es gibt ja einen leichten Trend hin zum Neuen Papa. Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, ohne meine beiden Sonnenscheins zu leben.

Belle
Gast

Das kommt mir sehr bekannt vor. Es ist ebenfalls nicht einfach, Bücher zu finden, in denen es Kinder mit (wie in unserem Fall) zwei Mamas zu finden. Immer gibt es Mama, Papa, Kind und alle sind happy. Wir ersetzen dann den Papa gerne mal durch Mommy, aber das geht auch nur, wenn da kein Bild von einem Mann zu sehen ist. Ansonsten muss es halt den Papa geben, auch wenn der bei uns keine Rolle spielt. Und auch nicht Papa sondern Vater bzw. eher noch mit seinem Vornamen thematisiert wird.

Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast

Liebe Christine,

Um eine Frau zu finden, die sich getrennt hat, kannst Du wirklich zu Kästners “Doppeltem Lottchen” zurückkehren, wo Lieselotte sich von ihrem Mann getrennt hatte, weil der so ein Egomane war mit seiner Komponiererei und sie so gerne als Journalistin gearbeitet hat :-)

Aber für Zwei- oder Dreijährige kommt mir echt auch nichts in den Sinn. Die Listen hier kennst Du sicher:
http://www.allein-erziehend.net/buchempfehlungen/kinderbuecher-trennung.htm
http://www.eb-regensburg.de/pdf-Dateien/TS_Literatur.pdf
http://www.hallofamilie.de/service/buchempfehlungen/trennung-scheidung.html

Herzlich, Katharina

S.
Gast

Problem bei Erich Kästners Doppeltes Lottchen?
Hier wollte dann ein Kind plötzlich gerne bei Papa Leben… (vermutlich in der Hoffnung, dass….)

Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast

Und das andere bei der Mama.
Nicht erstaunlich, dass sie Kinder das jeweils tot geglaubte Elternteil kennen lernen möchten, oder?

S.
Gast

Ich bezog das “Hier” auf unsere persönliche Situation.
Die Kinder haben sich dann im doppelten Lottchen wiedergefunden und hatten (so vermute ich) die Hoffnung, würden sie erstmal getrennt leben, dass Mama+Papa wie im Buch irgendwann wieder zusammenleben würden.

rocktpapa
Gast

Es dauert manchmal, bis einem der Groschen fällt. Mir ist gerade klar geworden, dass mein “Der Tag, als der Regen nicht mehr aufhörte” genau so einen Fall beschreibt: Papa weg, Kind bei Mama und etwas geknickt, dass ihm eine Hälfte fehlt.

Katinka
Gast
Die Bücher befassen sich zwar nicht mit Trennung, aber in den “Willi Wiberg” Büchern die ich letztens den Kindern im Kindergarten vorgelesen habe kommt z.B. keine Mama vor. Willi lebt alleine mit seinen Vater, ohne das dies weiter Thematisiert wird kommt eine Mutter gar nicht vor. Allgemein finde ich es aber auch schwer das Thema “massgeschneidert” in Kinderbüchern rüber zu bringen. Ich kann durchaus verstehen, das die Bücher versuchen zu vermitteln das sich durch die Trennung nix ändert und Mama und Papa immer noch fester Bestandteil des Lebens sind. Aus meinen direkten Bekanntenkreis kenne ich übrigens mehr Fälle in denen… Read more »
Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast

Liebe Christine,

Mir ist heute beim Erzählen von “Ich bin das kleine Bärenkind” aufgefallen, dass dort nur eine Mama vorkommt und kein Papa. Das kleine Bärenkind lebt mit Mama und Brüderchen im Wald…
http://www.amazon.de/Ich-bin-das-kleine-B%C3%A4renkind/dp/3473307378

Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast

Noch eines:
http://www.buch.ch/shop/bch_start_startseite/merkartikel/ich_bin_der_staerkste_im_ganzen_land/mario_ramos/ISBN3-89565-136-2/ID3895480.html

“Der Stärkste” auf der ganzen Welt ist meine Mama!

Da gibt’s im Fall schon einige, wenn man mal die Augen offen hält.

Thalea
Gast

Hallo Christine,

hier wurde ja fast schon alles gesagt in den Kommentaren, aber ich wollte Dir auch noch kurz sagen, dass ich finde, Du hast ein sehr wichtiges, größtenteils unbeachtetes Thema aufgegriffen. In den allermeisten Kinderromanen findet man tatsächlich die heile Familie in klassischer Konstellation. Und in den Trennungsbüchern haben sich am Ende alle lieb. Dass das in der Realität leider oft ganz anders aussieht, davon können viele ein Lied singen! Es sollte auch dazu mehr Bücher geben, die Kindern (und Eltern) helfen, mit einer so schwierigen Situation besser umzugehen.

LG Thalea

Mara
Gast
hm, hier noch ein link zu einem nebenthema, das hier aufgetaucht ist, bücher für kinder psychisch kranker eltern: http://www.mabuse-verlag.de/Mabuse-Verlag/Produkte/Mabuse-Verlag/Unsere-Buecher/Kinder-Jugendliche ich habe noch keines davon gekauft, aber immerhin gibt es sowas. das einzige vorkommende trennungsbuch spricht allerdings auch davon, dass papa auszieht. in unserer mutter-kind-kur gab es nicht wenige mütter, die sogar geschlagen wurden, und dennoch haben sie jahre gebraucht, um auszuziehen. mir kam so die idee eines buches, das mehrere szenarien durchspielt, lesben, geschlagene mütter, der alleinerziehende vater, die harmonische trennung, die fröhliche aufblühende mutter… schreib doch mal sowas, wäre doch sehr cool. außerdem hast du doch kontakte zu einem… Read more »
rocktpapa
Gast

Hi Christine,
ich kann dir Corinna als Illustratorin empfehlen, die meinen Titel für “Der Tag, als der Regen nicht mehr aufhörte” gemacht hat (siehe http://paparockt.blogspot.de/p/der-tag-als-der-regen-nicht-mehr.html). Grüß sie schön von mir, wenn Du mit ihr Kontakt aufnimmst: http://www.facebook.com/SamarasKunst
rocktpapa

Janntje
Gast

habe jetzt nicht alle kommentare gelesen, aber es gibt ein großartiges tolles fantastisches buch ohne heile welt, aber mit allen familienkostellationen und -varianten. heisst: Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten” von Alexandra Maxeiner.

ich habe drei bücher davon auf halde liegen, weil es immer wieder trennungskinder und patchworkkinder im bekanntenkreis gibt und in dem buch ist alles normal und möglich, mal traurig und mal fröhlich. wirklich uneingeschränkte empfehlung!

viele grüße

Nachtrag von Janntje, per Mail, eingetragen von Christine Finke:

Link zu Janntes Buchempfehlung:
http://www.djlp.jugendliteratur.org/2011/sachbuch-4/artikel-alles_familie-135.html

Marie
Gast

Ich hab auch nicht alle Einträge gelesen aber es gibt ne ganze Reihe dieser Bücher zum Beispiel ein geniales Buch/Hörbuch: Elfrid & Mila – Das Weihnachtswichtelwunder von Pernilla Oljelund super süß und auch keine heile Familienwelt zudem passt es ja perfekt zur Zeit… Hier der Link zum Hörbuch ich habs gerad meinen kleinen Cousinen besorgt :)
http://www.hoercompany.de/index.php?op=hoerbuecher&isbn=978-3-942587-42-6

Viele Grüße

Katja
Gast

Ja, das eine ist die Wunschvorstellung der Gesellschaft und Autoren – und das andere ist die Wirklichkeit. Aber es scheint ja doch eine ganze Sammlung an entsprechender Literatur zu geben. Die Tipps sind eine große Hilfe für mich, denn ich kann sie gleich in meine Arbeit mit einbeziehen, bzw. weiter empfehlen. Vielen Dank.

Mia
Gast

Wahre Worte! Mir persönlich ist auch kein Buch bekannt, wo dieses trügerische Bild einer glücklichen Familie (auch nach Trennung) nicht bestehen bleibt. Den Kindern wird damit etwas vorgemacht, was meiner Meinung nach nicht fair ist. Sie sollten zumindest die Chance haben zu erfahren, wie es wirklich sein kann. Man muss ihnen vorsichtig zeigen, dass auch ohne einen Vater, der ständig da ist, ein glückliches Leben möglich ist.

Milena
Gast

Oh ja. Das Problem der Kinderbücher kenne ich auch. So wie es aussieht ist das eine Marktlücke. Also sollten wir eben unsere eigenen Kinderbücher schreiben!!! Die Verlage müssten doch scharf diese Thema sein. Doch bei welchem Verlag soll man es versuchen? Das ist mein Problem. Es gibt einfach so viele und die meisten erteilen einem eine Absage oder lassen überhaupt nichts von sich hören. Als nächstes werde ich es bei einem Privatverlag versuchen. Ich habe z.B. schon viel positive Kritik über den Frieling Verlag in Berlin gehört. Kennt den hier zufällig jemand?

http://www.frieling.de

LG
Milena

Daniela
Gast

Ich suche nach einer guten Trennungsliteratur, in der es nicht darum geht wie man den Kontakt mit dem Vater regelt, sondern die sich mal damit beschäftigt wie es ist, wenn der Vater einfach gegangen ist und sich nicht meldet und man auch gar nicht weiß wo er ist. Und wie man das dann mit den Kindern bespricht ohne dass sie Schuldgefühle entwickeln. Ich freue mich über hilfreiche Tipps.

Ursula
Gast

Hallo Daniela,

ich kann dir “Wenn der Partner geht” von Doris Wolf empfehlen. Das Buch hat mir persönlich sehr geholfen.

Marion von Vlahovits
Gast
Ich bin zufällig auf diesem Blog gelandet und melde mich jetzt als Autorin eines Trennungsbuches mal zu Wort. Ich arbeite als Lehrerin und habe mich auch immer an diesen heile Weltbüchern gestört in denen sich nach der Trennung beide Eltern vorbildlich und gemeinsam um ihre Kinder kümmern. Leider erlebe ich es oft so, dass der Vater keinen Kontakt mehr hat, nicht zahlt, oder nichts von den Kindern wissen will – aber auch der umgekehrte Fall kommt vor – oder es einen permanenten Krieg zwischen den Elternteilen gibt. Für diese Kinder sind die heile Welt Bücher der blanke Hohn. Deshalb habe… Read more »
Textmagd
Gast

Liebe Christine,
auch ich habe noch eine Buchempfehlung. Ich habe meiner Tochter in meiner ersten Familie (als Alleinerziehende) gerne die Geschichten ab 3 von Hanne Schüler vorgelesen. In den Geschichten mit Knuschelmuschel, Schwarzpfötchen, Weißnäschen und Schu-schu kommt ein Vater überhaupt nicht vor.
Ich finde auch, dass in Kinderbüchern die ganze Lebenswelt vorkommen sollte – eben solche mit Vater-Mutter-Kind und auch die anderen. In allen (Regenbogen-)farben dieser Welt.

Marion von Vlahovits
Gast

Ich sitze gerade zu Tränen gerührt vor meinem Laptop und freue mich riesig über dieses wunderbare Urteil über mein Buch. Ich fühle mich durch die Rezension in meiner Intention hundertprozentig verstanden. Besonders der Lieblingssatz war auch für mich ein entscheidender. Es wäre mein Herzenswunsch, dass jedes Kind Menschen in seinem Umfeld hat, die nicht nur auf die Handlungen der Kinder schauen, sondern mit offenen Augen und wachem Herz erkennen, welche Gefühle im Kind durch sein Verhalten ihren Weg nach außen suchen. Vielen Dank Christine Finke für diese großartige Rezension und ganz herzliche Grüße an die “Jüngste”. Marion von Vlahovits

Bernhard Münzer
Gast

Das Lieblingsbilderbuch in meiner Familie war und bleibt “Wo die wilden Kerle wohnen” von Eric Carle.
In der Geschichte kommt auf selbstverständliche Weise kein Vater vor, und es fällt mir schwer, mir einen Schluss vorzustellen, in dem einer auftauchen würde.

Petra Brüning
Gast
Liebe Christine, so wie Marion von Vlahovits habe ich ein Kinderbuch zum Thema “Trennung der Eltern” geschrieben. Es ist jedoch kein Bilderbuch. Das Lesealter darf höher angesetzt werden als bei Marion. Es ist kein Heile-Welt-Buch und meine Protagonistin fällt anfangs tief (was dem Buch auch bereits Kritik eingebracht hat – in der Art, dass die Eltern meine kleine Emma auf die Trennung hätten vorbereiten müssen). Da hier viel über die “Heile Welt” diskutiert wurde, interessiert mich natürlich sehr, wie “Auf und weg!” hier aufgenommen wird. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich dir ein kostenloses Rezensionsexemplar zukommen lassen dürfte.… Read more »
Birte
Gast
Hallo Christine, ich lese schon seit einer Weile mit, hatte aber nie etwas beizutragen. In meinem Kinderbuchregal steht noch “Klar, dass Mama Ole lieber hat/ Klar, dass Mama Anna lieber hat” von Kirsten Boie und Silke Brix-Henker. Es handelt sich hierbei nicht um ein Trennungsbuch. Stattdessen geht es um Streit und Rivalität unter Geschwistern. Die Geschichte wird einmal aus Sicht von Ole, einmal aus Sicht von Anna erzählt und trifft sich in der Mitte. Es kommt kein Papa im Buch vor und ich denke, dass die Mutter alleinerziehend ist. (Sie macht die Kinder morgens alleine fertig, ist den ganzen Tag… Read more »
Murmelmama
Gast

Guten Morgen liebe Christine,

herzlichen Dank für die Empfehlung! Ich habe das Buch direkt bestellt.

Sobald es da ist, werde ich mich dazu noch mal hier melden :-)

Liebe Grüße

Tanja
(@murmelmum)

stern
Gast

Und welche WEihnachtsbücher lese ich als Alleinerziehende meiner fast 4jährigen Tochter vor????

Helen
Gast
Hallo Christine, Toller Blog und tolle Seite! Mein Kleiner (2 Jahre) kennt es nicht anders als dass Mama und Papa getrennt sind, daher suche ich kein Buch zum Thema Trennung, sondern eins zum Thema Trennungsschmerz und Abschied allgemein. Es ist gerne am WE bei seinem Papa und immer seeehr traurig (bis hin zum Wutanfall), wenn er Sonntags wieder zu mir zurückkommt. Es ist meist schnell wieder gut und liegt vermutlich auch an seinem momentanen Alter, aber trotzdem würde ich ihm gerne helfen. Er nimmt so oder so ungern Abschied von geliebten Personen wie Oma und Opa, aber beim Papa ist… Read more »
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