Mutter-Kind-Kur: ein Erfahrungsbericht

Mein Bericht direkt nach der Kur vom vergangenen Januar traf die Sache nicht ganz, stelle ich gerade fest, wie ich mich auf twitter austausche anlässlich der Erinnerungen an den 3. Geburtstag der jüngsten Tochter, den ich in jener Kur feiern musste. Als Blog-Neuling habe ich mich wohl nicht getraut, offen zu schreiben – somit habe ich offenbar eine Entwicklung durchgemacht, die ich als positiv empfinde. Keine Scheu vor zutreffenden Worten mehr. Vergleicht selbst, was ich damals schrieb. Und lest, wie es wirklich war:

Ich machte mich mit großen Erwartungen auf den Weg, denn ich wollte mich 3 Wochen lang verwöhnen lassen. Mir schwebte Wellness mit All-Inclusive Verpflegung und Kinderbetreuung vor. Dazu reichlich Schnee im Bayerischen Wald, die Kinder sollten Schlitten fahren und abends schön müde sein. Im Hochglanzprospekt der Kurklinik war die Rede von Massagen, Bädern, Sport und therapeutischer Begleitung, reichlich Freizeitangebote sollte es geben, und der Mensch ganzheitlich behandelt werden.

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Ab 20 Uhr Ruhe und mittags auch. Klinikflur.

Also reiste ich mit meinen 3 Kindern, damals 2, 5 und 11 Jahre alt, an. Als uns die Zimmer gezeigt wurden, sank meine Stimmung bereits etwas, denn die 3 Kinder und ich sollten in einem winzigen Zimmer mit Hochbett schlafen, was bedeutete, dass die Jüngste stets mit in mein 90 cm schmales Bett kroch. Es gab noch ein zweites Zimmer mit Fernseher und Kochnische, in dem ein karger Kleiderschrank und ein Tisch standen. Das ganze sah aus wie in einer Jugendherberge. Insgesamt wohnten wir in diesen 3 Wochen auf etwa 15 Quadratmetern, wobei der Wäscheständer, der im Prinzip immer in Benutzung war, ziemlich viel Raum einnahm.

Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht nach 3 Tagen so viel Hunger gehabt hätte, dass ich das Gespräch mit der Heimleitung gesucht habe. Am ersten Tag dort in der Kur wurden wir gewogen, Bludruck genommen, und nach den Zielen der Kur gefragt. Meine Ziele stimmten nicht mit dem überein, was diese Kurklinik leisten konnte (es waren sehr viele extrem übergewichtige junge Frauen dort, die Schwierigkeiten hatten, einfache sportliche Übungen durchzuführen), und ich war frustriert darüber, dass ganz offensichtlich niemand bei der Krankenkasse die vielen Bogen zur Vorbereitung der Mutter-Kind-Kur gelesen hatte, die ich und meine Ärztin hatten ausfüllen müssen.

„Tja, Frau Finke, das tut mir Leid – wir wissen manchmal auch nicht, warum die Krankenkassen uns die Leute schicken“, sagte mir meine Gesprächspartnerin aus der Klinikleitung sehr offen. Es stellte sich heraus, dass sie überhaupt kein Programm hatten, das zu meiner Problematik passte, und dass die Krankenkassen wohl gelegentlich einfach erholungsbedürftige Frauen irgendwohin verschicken, um die Häuser zu füllen. Das fand ich sehr niederschmetternd, denn für mich war diese Kur ein großer Hoffnungsträger gewesen.

Kunst am Inn / Mariensteg
Kunst am Inn / Mariensteg

Es stehe mir natürlich frei, abzureisen, sagte man mir. Und ich wollte das eigentlich auch tun, aber meine Kinder fühlten sich wohl und baten mich zu bleiben. Was ein bisschen bizarr ist angesichts der Tatsache, dass ICH die zu kurende Person hätte sein sollen. Aber ich blieb. Mir war ungemein langweilig, das mit dem Hunger wurde besser, weil ich oft im Edeka im Ort einkaufte und doppelte Portionen Essen bekam (das fettarme, kalte Abendessen um 17:15 war ein Problem für mich – ich esse abends sonst warm, und zwar Fleisch mit Soße und allem!), aber das Hauen und Stechen am Buffet stieß mich nach wie vor ebenso ab wie die lieblosen Freizeitangebote, die uns gemacht wurden (Traumfänger basteln mit desinteressiertem Mannweib).

Am Wochenende und an den Feiertagen zog sich die Zeit unendlich zäh, und auch an den Wochentagen hatte ich teilweise nur 1 Anwendung pro Tag, die z.B. in einem 15-Minuten dauernden Bad bestand. Dafür sollte ich also 6 Stunden anreisen und mich langweilen? Die Mittagspause der Kinderbetreuung gab mir den Rest – zuhause hatte ich schon Ganztagsplätze in Krippe und Kita für meine jüngeren Kinder, in der Kur musste ich 90 Minuten Mittagspause mit 3 unausgelasteten Kindern im Zimmer verbringen, wo man ruhig zu sein hatte. Das war ätzend!

Eine weitere Hoffnung, die ich hatte, nämlich neue interessante Freundinnen zu finden, zerschlug sich sehr rasch. Es war weit und breit niemand da, mit dem ich reden wollte – bis auf eine Frau, die alles genauso hasste wie ich, mit der ich heute noch gut auf Facebook befreundet bin. Leider kamen wir erst in den letzten Tagen der gemeinsamen Kur miteinander ins Gespräch.

Am schlimmsten war der 3. Geburtstag meiner jüngsten Tochter, den wir in Quarantäne, also im Zimmer, verbringen mussten, da sie sich mit Bindehautentzündung angesteckt hatte. Da war ich so traurig, dass ich im Malraum weinte, wo wir mutterseelenalleine saßen, und meine Tochter mich trösten wollte. An jenem Tag habe ich mir einen Piccolo gekauft und den heimlich im Zimmer getrunken, obwohl man das in der Kur eigentlich nicht durfte – während die Raucher fein rauchen durften in der Raucherecke. Für die Liebhaber von Wein und Co gab’s einen „Pavillon“, den man hätte 2 Mal pro Woche aufsuchen können, aber dazu hatte ich nun wirklich keine Lust, denn ich trinke Wein zum Essen und nicht hinterher in medizinischen Dosen. Außerdem konnte ich die Kinder um 20:45, wenn dieser Pavillon öffnete, nicht alleine lassen – die Jüngste war einfach noch zu klein und der Sohn zu anhänglich. Babysitter gab’s natürlich nicht in der Kur. Also war ich ab 18 Uhr, nach dem Abendessen, im Zimmer kaserniert. Wir gingen sehr früh ins Bett, ich schlief aus lauter Frust auch schon um 21 Uhr.

Und am Ende wurde mir ein Brief mitgegeben, in dem stand, dass die Wiederholung der Kur vor Ablauf der Frist dringend geraten werde. Bloß traue ich mich jetzt nicht mehr so recht, denn ich habe keine Lust auf einen weiteren Reinfall. Ich habe 210 € Eigenanteil bezahlt, kein Gramm ab oder zugenommen (was ja auch nicht mein Ziel war), und mein Gesamteindruck war, dass ich in die Räder einer Kur-Industrie geraten war, in der Menschen als Belegeinheiten gesehen werden. Ach, und geschneit hat es auch nur ganz kurz. Zum Schlittenfahren hat es nicht gereicht.

Gestern ist meine Nachbarin, ebenfalls alleinerziehend, auf Kur gefahren, in ein Haus derselben Kette – ich hoffe so sehr, dass es ihr besser ergeht. Aber ich habe meine Zweifel.

Immenstaad am Bodensee
Bei Meersburg am Bodensee im Januar 2012 – fast wieder Zuhause

Linktipps innerhalb des Blogs:

Mutter-Kind-Kur. So war’s (Januar 2012)

Kochen – Blockade gelöst

 

58 KOMMENTARE

  1. Liebe Christine,

    Finger weg von dieser Kette.
    Ich bin nun schon zwei Mal in einem von der Caritas geführten Kurhaus in Kühlungsborn an der Ostsee gewesen. Davon ein Mal mitten im Juli, und ein Mal Ende September/Anfang Oktober.

    Weite Gänge, reichliches Essen (ausdrücklich ohne Kinder, damit sich die Mütter erholen können), mit Kinderzimmer, wo die Kinder schlafen und einem Einzelzimmer für die Mama mit Massagesessel. Und ohne Mittagspause in der Kinderbetreuung (was soll das bloß – wo ist da der Erholungseffekt, wenn die Kinder gerade während der wunderbaren Mittagsruhe zur Mutter müssen – machen die Erzieherinnen Kur oder was?)
    Wir babysitteten abends gegenseitig.
    Abends zum Shoppen Wein auf die Seebrücke (200m vom Heim entfernt) oder den Anglern zuschauen.
    Ein Mal pro Woche Schokolade-Frühstück. Ohne Kinder. Nur Mütter.
    Nachmittags weite Strandspaziergänge oder Baden im Meer. Mit den Kindern.
    Manche hatten Laptops mit, damit machten wir in der Bibliothek DVD-Abende mit Knabberzeug und Cidre. (Die Bibliothek lag auf meinem Gang :) gleich gegenüber unseres Zimmers…) Dafür ließen wir so manche abendliche Filz-Bastelstunde liegen. Ob das verboten war – keine Ahnung – wir haben extra nicht um Erlaubnis gefragt…
    Immer gefragt, und das 2x pro Woche: Bauch-Beine-Po abends.

    Nur die Duschvorhänge waren mir etwas zu keimig, aber das war wirklich der einzige negative Funken an dieser Kur.

    Wirklich – was Du erlebt hast, ist hundert pro steigerungsfähig.

    Gib nicht auf, ich sag bloß: Stella Maris, Caritaskurheim (ausdrücklich auch für Nichtchristen), Kühlungsborn.

    Liebe Grüße von
    Anke

    • Liebe Anke,

      genau, das habe ich vergessen, zu schildern: Essen mit Kindern ist nervig. Zuhause esse ich gerne alleine, in Ruhe. In der Kur musste ich vor allem dafür sorgen, dass die Kinder die Teller voll bekamen, bevor das Essen alle war. Schrecklich. Und das Essen war schnell alle, weil alle Leute die Teller vollstapelten vor lauter Sorge, nicht genügend abzubekommen.

      Was du da erzählst, klingt besser. Werde ich mir merken!

      Herzlichst, Christine

      • Warum haben sie überhaupt Kinder bekommen!? Schrecklich wie sie über ihre Kinder schreiben!!! Schämen sollten sie sich!! Meiner Meinung nach ist der Sinn der Mutter Kind Kur wieder mehr mit seinen Kindern zusammen zuwachsen und abstand vom Alltag zu bekommen und mal 3 Wochen nur mit seinen Kindern zu verbringen!! Sie sehen ihre Kinder doch kaum!! Und dann genervt und sich belästigt fühlen von der Anwesenheit seiner Kinder!? Ich bin entsetzt!!!

        • Das stimmt, Steffi – es ist der Sinn der Mutter-Kind Kur, die Bindung zu verstärken und präventiv etwas für die Gesundheit zu tun. Aber Bindung ist hier gar nicht das Problem gewesen, sondern Erschöfpung und Überlastung. Und zu kuren wäre ja ich gewesen, nicht die Kinder. Ansonsten finde ich die Frage, warum ich denn überhaupt Kinder bekommen habe, etwas dumm. Als ob frau vorher wüsste, dass sie 6 Jahre lang alles alleine macht.

        • Richtige Antwort. Sehe ich genauso!! Dann hätten die Damen (!) keine Kinder bekommen sollen. Das hier hört sich für mich so an, als ob die Weiber einfach nur 3 Wochen Spaß haben wollten.

          • Kinder bekommen immer zwei Elternteile. Und Spaß ist eine Kur nicht, das wird einem vom Anfang an erklärt. Es handelt sich dabei um einen Klinikaufenthalt.

          • Du musst eine der asozialen aggressiven Weiblein sein, die anderen auf Kuren mit ihrem Mobbing und der üblen Nachrede die ganze Zeit verleiden. Kehr doch mal vor deiner Tür. Da ist vermutlich viel mehr im Argen, wenn du schon ohne jeden Grund derartig feige im Schutze der Anonymität her fällst über andere Mütter, die leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Es sind sogar meist die besseren echten Mütter, die leiden auf so einer Kur, weil sie sich viel zu viel gefallen lassen und von solchen Proleten die sich dreist alles herausnehmen unterbuttern lassen. ich war auch in so einer Klinik wegen Erschöpfung und hier waren nur missmutige intrigante fette Frauen die hier abnehmen sollten. War woanders aber sonst genau das selbe.
            Wo soll der Sinn sein, wenn man zwar woanders ist mit seinen Kinder aber nur noch mehr Stress hat in Endeffekt, bitte ? Es sind die Mütter, die mal Zeit für sich brauchen . Und die paar Wochen in x Jahren sollten wohl mal drin sein ????
            Wer so doof ist zu glauben, dass eine Kur Urlaub ist, der hat noch nie eine gemacht. Stress pur – und genau wegen solcher gruseligen Gestalten wie dich, die es da zu Hauf gibt .. leider .. Leider gucken die Kassen so gut wie gar nicht mehr was Sache ist bei den Anträgen und schicken egal wen egal wohin um ihre Häuser voll zu kriegen. Da die alle immer nur ein halbes Duzend “ Anwendungen“ in petto haben , kann man dann Pech haben, dass nichts geeignetes dabei ist und null zu den Beschwerden passt. Gut zurecht kommen da eigentlich nur welche, die wirklich nur Urlaub machen wollen. Wer wirklich eine Kur braucht, wird da nur noch kränker wie die TE.

  2. Guten Abend!
    Habe letztes Jahr, als ich in deinen Blog gestolpert kam, alle Artikel rückärts nachgelesen, also auch jenen über die Kur.
    Dein Frust über diese Anti-Kur war für mein Empfinden recht deutlich – auch zwischen den Zeilen zu finden.
    Im Vergleich dazu ist zu Hause zu bleiben allemal schöner und entspannter/entspannender…
    Fröhliches Feiern – geht auch ohne Topfschlagen! ;-)
    LG Confu

    • Liebe Andrea,

      interessante Rückmeldung, danke, denn für mich als Schreibende, noch dazu in der Rückschau, ist es schwierig, den Text von damals auch nur halbwegs neutral zu lesen.

      Schön, dass du schon 1 Jahr hier liest!

      Herzlich, Christine

  3. Liebe Christine,

    Anke macht mir auch Mut, denn nach deinen Schilderungen habe ich mich nicht getraut, eine Kur einzureichen…

    Lieben Gruss,
    Silke

  4. Liebe Christine!
    Du sprichst mir aus der Seele. Wir hatten zwar wahrscheinlich teilweise unterschiedliche Kurziele, aber bestimmt ein gemeinsames Ziel: Erholung möglichst stressfrei und ohne Gequängel. Ich habe aus den genannten Gründen auch keine Motivation nochmal eine Kur zu beantragen. Wahrscheinlich wäre es für die Krankenkassen günstiger, geplagte Mütter für ein verlängertes Wochenende in einem Super Wellnesstempel unterzubringen. Der Effekt kann nicht schlechter sein als der nach einem 3-wöchige Aufenthalt in einer Mutter-Kind-Kurklinik. Allerdings machen mich die Schilderungen von Anke über die Klinik in Kühlungsborn doch neugierig. Zumal ich Kühlungsborn im September 2011 besucht habe und ganz angetan war. Aus das Kurhaus ist mir seinerzeit aufgefallen. Im Ort integriert und in bequemer Laufnähe zum Ortskern und zum Strand. Zumal das Umland auch noch sehr reizvoll ist. Aber: nie mehr ohne Auto!
    Liebe Grüße
    Alex

    • Liebe Alex,

      ich glaube das auch – für die Mütter wäre es besser, 3 Tage ein schickes Familotel mit erstklassiger Kinderbetreuung zu bekommen als 3 Wochen in der Kur-Industrie abzuleisten. Nach jener Kur hatte ich echten Erholungsbedarf, ich war total im Eimer, und es ging mir schlechter als vorher.

      Dass ich das Auto dabei hatte, darüber bin ich auf sehr froh. Wir konnten immerhin wegfahren am Wochenende, und ins Schwimmbad oder den Indoorspielplatz. War halt eine teure Sache so, denn ich habe an den Wochenenden viel Geld für Unterhaltung ausgegeben :(.

      Wir treffen uns dann alle in Kühlungsborn.

      Herzlichst, Christine

    • Ich würde nie wieder eine Kur machen aber wenn , dann nur mit Auto. Einige, die ein Auto mit hatten wurden hier hofiert weil alle natürlich gerne immer mitfahren wollten und haten sofort ein dichtes soziales Netzwerk. Nicht das ich das nötig hätte hofiert zu werden aber es tut schon weh, wenn eine mit der man klar gekommen ist, einen fallen lässt weil sie eine bequemere Möglichkeit gefunden hat bei einer anderen mit Auto wo hinzukommen. Ich wäre dann auch unabhängiger und würde mehr Klamotten mit nehmen können. Das Gewasche ist hier auch meganervig gewesen, teuer und oft alles besetzt und weit weg alles.

  5. Hallo, Ihr Lieben,

    es ist wirklich so, wie Alex es schreibt.
    3 Tage komplett ohne Kinder wären erholungstechnisch wirklich das Beste.

    Weil ich das ahnte, hatte ich damals versucht, den Kurplatz an der Ostsee zu bekommen. Und zwar im Sommer.
    Christine, Du warst ja im letzten Jahr auch an der Ostsee – Kühlungsborn ist vergleichbar mit ähm (wo warst Du?) Timmendorfer Strand?? Nee, Grömitz, glaub ich… :) d.h. das Niveau ist auch in Kühlungsborn wegen der hohen Unterkunftskosten gehobener. Man fühlt sich wirklich wohl.
    Wenn ich privat mit den 2 jüngeren Kids in einer Ferienwohnung war, hatte ich sie ab frühmorgens (Benno ist Frühaufsteher, er ist Punkt 6 Uhr wach), musste mich ums Tischdecken und Brötchenholen kümmern. Und dann war ich nach einer Woche Ostsee urlaubsreif. Und ich musste die Kinder quasi ab dem Aufstehen bespaßen.

    Wenn man es wirklich so macht und 3 Wochen im Sommer zur Ostsee fährt, ist das wie Ostseeurlaub, nur dass man halt die Kinder erst ab 14 Uhr bespaßen muss, Frühstück und Mittag allein essen kann, immer mal durchgeknetet wird und Entspannungstechniken lernt. Und wenn man dann die Kinder geholt hat, danach gleich zum Strand abwandern kann.

    Wenn ich noch mal eine Kur beantrage, dann wieder dort, im Sommer.
    Die Beantragung muss zwingend bis Februar passieren, denn später sind dann alle Sommerplätze vergeben (sehr begehrt). 2014 dürfte ich noch einmal fahren. Dann sind wieder 4 Jahre nach der letzten Kur herum.

    Vielleicht hilft Euch das weiter.
    Liebe Grüße von
    Anke

    • Liebe Anke,

      danke für deine Tipps! Im kommenden Sommer ist Grömitz schon gebucht, 10 Tage Ostsee reichen mir. :)
      Aber in 2014 können wir uns alle für Kühlungsborn verabreden. Silke, hast du Lust?

      Lieben Gruss, Christine

      • Liebe Christine,

        ja – und wie! Bin gern dabei! Und man lese und staune: den Sommer 2014 habe ich noch nicht geplant :D
        Bin gern dabei, denn ich bin ganz, ganz sicher, dass ich dann nicht nach Schweden fahre!

        Lieben Gruss,
        Silke

  6. Hallo Christine,

    ich geb’s zu, ich war noch nie in einer Kur. Ich möchte auch nicht. Meiner bescheidenen Meinung nach ist es mit (insbesondere kleinen) Kindern immer noch am Bequemsten zuhause, wo alles auf ihre Bedürfnisse eingerichtet ist…und nach Deiner Schilderung war ehrlich gesagt sogar das Frauenhaus gemütlicher, obwohl’s da auch nur vormittags Kinderbetreuung gab und die Zeit dann für die Arbeit an der Zukunft genutzt wurde.

    Eine etwas andere Meinung hab ich zum Essen. Ich esse supergerne mit meinen Kindern zusammen, die nicht schmatzen, selten(er als ich) kleckern und generell einfach gute Gesellschaft sind. Persönlich fänd‘ ich’s auch doof, den Kindern beim Essen zuzuschauen und dann hinterher alleine zu essen, weil ich volle Tische und fröhliche Familienessen einfach zu sehr mag um mich da auszuschliessen.

    Alkohol trink ich eh keinen, den hätt‘ ich also schon mal nicht vermisst. Schon mal guten (!) Traubensaft aus Wein(! die sauren)trauben versucht? Ich finde, damit könnte man Wein faken…schmeckt genau so (für mich) ätzend, ist aber ohne Alkohol und somit kurfreundlich. ;)

    Na ja, also Dein Bericht hat mich jedenfalls in meiner Meinung bestätigt, dass eine Kur sehr wahrscheinlich nix für mich ist. Ich bin aber auch nachweislich „Stubenhockerin“ (nicht wirklich, ich geh schon gerne raus usw. – Aber ich schlaf‘ am Liebsten zuhause) und fühl‘ mich zuhause am Wohlsten.

    Liebe Grüße,

    Anthea

    • Liebe Anthea,

      ich bin seit der Kur auch wieder gerne ein Stubenhocker :).

      Das mit dem Essen in der Kur war besonders blöd, weil die Kinder nicht ans Buffet durften und ich als Mutter also für 3 Kinder Essen organisieren musste, auf Tellern, im Gedränge. Wenn die Kinder dann alle etwas nach ihrem Gusto hatten, war für mich nicht mehr viel Ansprechendes übrig. Und so wahnsinnig ansprechend war das Buffet für mich sowieso nicht, mir ist fettarmer Käse ein Graus, und auch Gemüserohkost oder Nudelsalate schlagen mich eher in die Flucht.

      Traubensaft mag ich auch, aber Wein ist für mich ein Kulturgut. Bin halt Badenerin.

      Allerherzlichst, Christine

    • Bei uns war Alkohol ausdrücklich ERLAUBT, was ich nicht wusste und da hat sich hier natürlich ein entsprechende Klientel eingefunden, dagegen wurden Raucher erbarmungslos diskreditiert und ausgegrenzt. Es war auch nicht nur in den Zimmer und auf den Balkonen, sondern auf dem GESAMTEN Gelände verboten.
      Das Problem ist ja , dass man nicht kontrollieren kann, wenn einer sich jeden Abend die Hucke vollsäuft auf dem Zimmer, aber wenn einer raucht richt und sieht man es sofort und man wird auch garantiert sofort denunziert auch wenn keiner überhaupt durch den Rauch belästigt wurde .

  7. Hi Christine,

    auf jeden Fall nehme ich das Projekt Kühlungsborn Sommer 2014 in Angriff.
    Bin dann nur mit Anne da, denn Benno ist dann schon zu alt. Geht ja nur bis 11 Jahre.

    Daumendrücken, dass Silke, Du und ich in einen Durchgang kommen!

    Für Anne haben die drei Wochen an der Ostseeluft wirklich eine therapeutische Wirkung gezeigt. Sie hat Belastungsasthma und wenn sie nicht an der Ostsee war, dauert ihre Winterbronchitis genau 2 Monate. Mit Kur hat sie die Folgewinter komplett ohne Bronchitis überstanden. Aber wer hat schon das Geld, jedes Jahr 3 Wochen Ostsee zu bezahlen…

    Ja, nehmen wir doch einfach die Sache in Angriff! Super!

    Anthea, also Kaffee und Abendbrot isst man bei der Kur schon mit den Kiddies zusammen. Nur Frühstück und Mittag nicht. Und am Wochenende sowieso alle Mahlzeiten, weil da keine Kinderbetreuung ist.
    Ich verstehe aber Deine Argumente. Man muss sich ein Stück weit auf die Kur und veränderte Strukturen einlassen, und auch mir fiel das anfangs schwer.
    Aber im Sommer an der Ostsee fällt das Anpassen an eine Kur echt am leichtesten.

    Liebe Grüße,
    Anke

    • Ich musste auch mit ihnen frühstücken – das war aber nicht so wild, weil ich da eh nur Tee mit viel Milch und Honig stürze. :) Ach, und das Mittagessen, das gab’s um 11.15 Uhr. Eine gar absurde Zeit für warmes Mittagessen. *Schüttel*

      Und am Wochenende wurde das Frühstück, wie jeden Tag, um 9 Uhr abgeräumt. Nix mit ausschlafen und langsam machen. Nee, nee, das war nix.

      Schaudernd, Christine

  8. Das tönt ja wirklich ganz furchtbar.
    In der Schweiz gibt es die REKA-Feriendörfer. Auf Familien ausgelegte Ferienwohnungen inklusive Spielzimmer und -plätze sowie im Preis inklusive Bespassungsangebot und haben ein „Sozialprogramm“ (Ferien für 100.–/Woche) für bedürftige Familien und nochmal ein Spezialangebot ausgerichtet auf Alleinerziehende (http://www.reka.ch/de/sozialeangebote/ferienhilfe/seiten/mama-hat-vortritt.aspx)
    Gibt es in Deutschland nichts ähnliches?

    • Liebe Katharina,

      doch – es gibt irgendwas in der Art, aber ich weiss nicht genau, wo danach suchen. Guter Denkanstoss. Meistens sind das aber eher Ferienlager, Kinderfreizeiten für Familien ohne Geld, weniger für die Mutter gedacht bzw. deren Gesundheit. Wir haben Ferienlager von der AWO und so, wobei meine Kinder dort nicht hinwollten und die Jüngste viel zu klein ist dafür.

      Tja, dass Ihr keine Mutter-Kind-Kuren habt in der Schweiz, das wusste ich, aber als ich dort noch arbeitete, dachte ich, die armen Schweizer Frauen seien zu bedauern. Diese Meinung steht nicht mehr. :)

      Und in der Schweiz gibt’s sicher keinen fettarmen Käse für erholungsbedürftige Mütter, oder?

      Herzlichst, Christine

  9. Christine, nö, also das hier sind echte Ferien in echten Ferienanlagen für Familien, wo einfach immer ein paar der Ferienwohnungen für finanziell schlechter gestellte Eltern reserviert sind. Das ergibt dann meiner Meinung nach auch eine gesunde Durchmischung, nicht so „arme-leute-ferien“ (das tönt jetzt so von oben herab, ist aber nicht so gemeint) wo nur weniger Wohlhabende wären.
    Also auf Mutter-Kind-Kuren wie Du sie hier beschreibst, kann ich gut und gerne verzichten :-)

  10. wir waren damals auch auf Mutter Kind Kur im Schuppenhoernle, war wirklich toll und ich hatte gott sei dank super Muetter neben mir :)

    • Das freut mich, und ich wollte auch nicht ausdrücken, dass alles Mist sei – es scheint mir eine Quote von 50-50 zu geben. Was immer noch viel ist, vor allem, wenn man bedenkt, wieviel das die Krankenkassen kostet, es kommen ja auch noch Lohnersatzkosten dazu… Schnupperhoernle klingt jedenfalls schonmal sympathisch.

  11. Hallo Anke,

    ich fahre Anfang April mit meinen Kindern nach Kühlungsborn in das Kurhaus Stella Maris und ich hoffe meine Kur wird so gut wie du es beschreibst. Ich hatte schon ein wenig Angst, aber deine Berichte machen mir wieder Mut.

    Sollte noch jemand Anfang April ins Stella Maris fahren, bitte doch bei mir melden.

    Gruß Miriam

    • Hallo Miriam,

      habe mir gerade für Sept. 13 einen Platz reservieren lassen, vorher war leider nichts mehr frei, Wäre schön, von Dir zu hören, wie es Dir gefallen hat.

      Viele Grüße Jasmin

  12. Hallo! Ich war mittlerweile schon 3 mal in einer Kur. Es war bis jetzt immer Erholsam, aber man muß auch gewisse Eigeninitiative ergreifen. 2mal von der Caritas als Mutter-Kind Kur und einmal vom Rententräger als Reha,aber auch mit Kinder. Meine Kids sind jetzt 11,9 und 2. Und ende des Jahres beantrage ich wieder eine Kur für uns.
    Viele Grüße

    • Liebe Dörte, wenn man irgendwo zum Alkoholiker werden kann, dann in so einer Kur. Also pass gut auf, falls du dich zu so etwas entscheidest, wohin du gehst! Allerherzlichste Grüsse, Christine

  13. Oh Gott, ich hab Angst! Soll im Januar nach Feldberg und habe vor 2 Tagen angerufen, um den Tagesablauf zu erfahren. Wollte mich auf etwas einstellen können… Das war sooo ernüchternd, dass ich heute etwas gegoogelt habe und auf Dein Blog gestoßen bin. Ich habe letztes Jahr – bzw. schon öfter – eine Mutter-Kind-Kur empfohlen bekommen. Ich bin mir grad unsicher, ob ich das absagen soll. Schon nach der Schilderung am Telefon dachte ich mir, dass das ein Horror wird. Ich habe so einen durchorganisierten Alltag, dass ich (und so habe ich es in dem Formular beschrieben) mich einfach erholen muß und keinen durchgeplanten Tag mit einem Kleinkind brauche. Ich denke, wenn man depressive Züge hat, sind durchorganisierte Tage gut. Aber das frühe Mittagessen, der Lärm im Speisesaal und ein Kleinkind von 12-20 Uhr zu betreuen, hat für mich nichts von Erholung für überarbeitete, alleinerziehende (selbständige) Mütter. Außerdem: was hat es für einen Vorteil, wenn ich mein Kind 3 Wochen auf einen komplett anderen Tagesablauf gewöhne, nur um es danach wieder umzugewöhnen…das ist doch für das Kind auch nicht toll. Und: daran hatte ich noch gar nicht gedacht; an all die Infektionen, die andere mit einschleppen…ich weiß grad nicht, was ich machen soll…..;(

    • Liebe Susanne,

      es kann ja auch alles viel besser sein als bei mir – andere Frauen machen gute Erfahrungen. Wenn du allerdings ähnlich tickst wie ich und auch alleinerziehend und selbstständig bist, dann kann ich mir schon vorstellen, dass so eine Kur dich nicht erholt, sondern schafft. Du kannst sie aber abbrechen, wenn du merkst, dass sie dir schadet. Was nicht geht, ist einfach unabgesprochen abreisen. Aber mit guten Grund darfst du auch wieder fahren, wenn du das dort vor Ort besprichst. Vielleicht schaust du es dir mal an? Wie es sich verhält, wenn man vorher absagt, weiss ich nicht.

      Alles Liebe und Gute, Christine

      • Hallo an alle Kurmamas,

        wenn man das alles so liest, bekommt man nicht gerade Lust zur Kur zu fahren – ob notwendig oder nicht -. Deshalb habe ich mich entschlossen mal zu schreiben. Ich bin mit meiner Tochter (damals 4 Jahre alt) nach Büsum zur Kur gefahren. Abgesehen vom Wetter kann ich nichts Negatives berichten. Allerdings waren alle (und das meine ich auch) Mütter echt ok. Wir hatten viel Spaß bei gemeinsamen Unternehmungen und teilweise auch bei den Anwendungen. Meine Tochter war super untergebracht, unser Zimmer war zweckmäßig, aber vollkommen in Ordnung (nur die Matratze war für mich ein Chaos). Alles in allem sind wir nach 3 Wochen glücklich und erholt heimgefahren.

        Im Sommer 2011 waren wir dann in Sylt im Haus „Ida-Ehre“. Schöner hätte kein Urlaub sein können!!! Dreizehn Frauen. Bis auf eine Dame aus Berlin waren alle einfach super nett, aufgeschlossen und für alles zu haben. Gemeinsame Unternehmungen, Abends schön an die Strandpromenade oder auf ein Gläschen in die Etagenteeküche…. Es gab fast nichts auszusetzen. Die Kinder hatten ihren Spaß (waren alle nur Begleitkinder) und haben viel ins Umland unternommen. Bis 22 Uhr war es auf den Fluren zwar nicht gerade leise, aber das hat uns nicht gestört, da wir eh nicht so früh aufs Zimmer gegangen sind.

        Beide Kuren habe ich über die AWO beantragt. Die haben sich erstklassig um alles gekümmert. Beide Häuser waren auch AWO-Häuser. ICH kann nur sagen: immer wieder.

        Deshalb habe ich auch erneut (wegen anderer Indikationen) eine Kur für dieses Jahr beantragt. Was daraus wird, weiß ich noch nicht. Ich möchte aber gerne nach Chieming, Klinik Alpenhof.
        Hoffe sehr, dass ich es durchbekomme (vor Ablauf der 4 Jahre soll es ja schwierig sein) und dass es uns wieder so gut gefällt, wie in den zwei vorherigen Kuren.

        Also meine Damen. Man kann auch Glück haben. Probiert es und lest vorher Erfahrungsberichte durch. Evtl. kontaktiert auch mal Mütter, die schon in einer Einrichtung waren. Das hilft oft bei der Entscheidung.

        lg Bianca

  14. Beantworte gerne Fragen zu den Einrichtungen (wenn gewünscht).
    Hatte auch vergessen den Haken unten zu setzen. Benachrichtigungen über nachfolgende Kommentare sind erwünscht.

    lg Bianca

  15. Hallo liebe Kur-Mamas,

    habe vor einigen Tagen ja hier von meinen Erfahrungen berichtet. Dabei wurde erwähnt, dass ich erneut eine Kur, vor Ablauf der 4 Jahre, beantragt habe. Meine kompletten Unterlagen habe ich am 15.01.14 zur Arbeitsgemeinschaft Eltern und Kind geschickt. Gestern, 28.01.2014, lag ein Brief im Briefkasten, dass ich meine Kur bewilligt bekomme! Freu!

    Als Kurklinik habe ich mir den Alpenhof in Chieming ausgewählt. Meine Tochter und ich fahren wahrscheinlich vom 09.07. – 30.07. oder vom 02.07. bis 23.07. (wissen wir noch nicht ganz genau).
    Ist zufällig noch jemand zu dieser Zeit dort? Würde mich sehr freuen, wenn Ihr euch dann bei mir melden würdet.

    lg Bianca

  16. Liebe Christine,

    vielen Dank für Deinen Bericht, der mir aus dem Herzen spricht! Ich war im Herbst 2013 mit meinem damals noch kein Jahr alten Kleinstkind in einer Mutter-Kind-Kur in Goch am Niederrhein. Es waren die fürchterlichsten drei Wochen seit ihrer Geburt! Danach war ich vollkommen fertig und bin erstmal richtig krank geworden. Sollte ich mich noch einmal trauen, eine Mutter-Kind-Kur in Anspruch zu nehmen, werde ich Folgendes anders machen:

    – kein katholisches Haus mehr (das Alleinerziehende als „gefallene Mädchen“ betrachtet)
    – nicht wieder im Herbst/Winter (es sei denn die Gegend ist schneesicher)
    – nicht ohne Auto bzw. nicht wieder irgendwo im Nirgendwo
    – wenn die Kinderbetreuung nicht funktioniert: Kind raus aus der Betreuung und heim (damals hätten sie mir für einen Kurabbruch 80,- Euro pro nicht in Anspruch genommenen Tag in Rechnung gestellt, das würde ich mir nicht nochmal ohne Weiteres gefallen lassen)
    – stärker auf die behandelten Indikationen achten (bei mir waren auch vorwiegend stark übergewichtige Frauen in Kur)
    – gut über die Zimmer informieren (auch bei mir – und ich war nicht die einzige – lag das Kind im 90 cm schmalen Bett, weil es das Gitterbett im Nachbarzimmer nicht akzeptiert hat, und wir haben beide schlecht geschlafen)

    Bei der nächsten Kur wird alles besser!

    Herzliche Grüße,

    Alexandra

  17. Ich habe im gerade vergangenen Jahr eine Mutter-Kind-Kur gemacht. Und ich muss sagen, dass es eines der besten Erebnisse des letzen Jahres war. Keine Ahnung, ob es an meiner Krankenkasse und/ oder meiner Indikation lag, aber ich habe es echt gut getroffen:
    Haus: top
    Therapieangebote: top
    Mitkurende: top

    Gut, über Essen und Einrichtung kann man sich streiten, aber ich würde es jederzeit wieder machen. Es hat mir wirklich geholfen und weitergebracht. Aber ich hatte auch das Glück, dass ich letztlich die Wahl gehabt hätte. Da, wo ich war, war ich freiwillig und nach eingehender Beratung. Ich habe die Kur auch direkt über meine Krankenkasse beantragt.

    (Ausführlicher Bericht auf meinem Blog).

  18. Liebe Christine, ich komme jetzt erst hier vorbei. Alles, alles kommt mir bekannt vor: Das kalte Abendessen. Das ewige Nichts-Tun. Keine Anwendungen für mich abgesehen von Wannenbädern und Tanzen (das, zugegeben, war gut). Dann die obligatorische Quarantäne fürs Kind und meine Wuttränen darüber.
    War bei der Caritas.
    Mein persönliches Fazit: Gute Freunde, spannende Freizeitvergnügen, Eltern und Partner die zu einem halten, oder auch nur eines davon: reichen völlig aus, um sich neben Arbeit & Kindern zu erholen.

    • Tanzen gab’s bei mir nicht in der Kur, das hätte mir auch noch gefallen. Aber mein Fazit ist das gleiche – zuhause kann ich mich besser erholen. Danke für deinen Kommentar!

  19. Ohje Christine, es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest, es geht aber auch anders. Ich bin vergangenes Jahr bereits das zweite Mal in MuKiKur gefahren, mit zwei Jahren Pause dazwischen, anstatt der vier. Es war gesundheitlich und nervlich dringend notwendig und wurde problemlos bewilligt.

    Beide Male war ich in ein und derselben Kureinrichtung. Ich sage bewusst nicht Klinik, weil es keine ist. Meine Krankenkasse war nicht begeistert, aber ich habe ausdrücklich klar gestellt, dass ich das letzte Wort der Wahl habe (freie Kurklinikwahl), solange die Einrichtung meinen Anwendungsbereichen entspricht. Natürlich wollte man unbedingt eigene Kurkliniken belegt wissen. Da ich aber ein Nerd bin und mich gründlich vorab informiere, alle Kliniken miteinander verglich und immer wieder bei „meiner“ Kureinrichtung landete, war die Sache klar.

    Keine krankenkasseneigene Klinik! Privat geführtes Familienunternehmen auf Rügen. Die Kasse trägt die vollen Kosten. Anreise problemlos per Bahn, mit Shuttleservice zur Einrichtung. Gepäck wird vorab per Post und Kartons versandt, zu günstigen Preisen, Paketmarken bekommt man auf Wunsch von der Einrichtung zugesandt.

    Ich werde immer wieder dort hin gehen. Sowohl die Kinderbetreuung, als auch die Anwendungen, die psychologische Beratung, das Umfeld, das Klima, die Angebote und vor allem die Stimmung dort tragen sehr zur Erholung bei und ich bin beide Male wie neu geboren und vor allem: kopfbefreit! wieder nach Hause gekommen.

    Wenn du noch einen Versuch wagen möchtest, schreib mich gerne an, ich vermittle dir den Kontakt.

  20. Hallo an alle Mama’s,

    Ich war letztes Jahr im Januar mit meiner, damals 3 – jährigen Tochter im „Stella Maris“ in Kühlungsborn. Dieses Haus kann ich nur empfehlen….ich hatte das Glück ein „Rollstuhlzimmer“ zu bekommen. Dieses war ausgestattet mit großem Bad ?, Wohnraum mit Bett für mich & ein kleines Schlafzimmer für meine Tochter. „Stella Maris“ nimmt nur ca.35 Mütter auf, dadurch entsteht eine relativ persönliche Atmosphäre. Mit den Angeboten war ich auch sehr zufrieden (Gespräche, Sport, „basteln am Abend“[filzen, töpfern…]). Am Wochenende musste man sich selbst „beschäftigen“, war aber nicht so wild, da man mit der Bahn auch die Umgebung sehr erkunden kann( da ich ohne Auto angereist war)…..
    FAZIT: empfehlenswert, man darf natürlich nicht vom Wellness-Hotel ausgehen

  21. Puh, das klingt ja wirklich schauderhaft.. auch ich hab schonmal mit dem Gedanken gespielt, eine Kur zu beantragen… aber auch mein Sohn ist erst knapp 2 … lieber erst, wenn er 3 ist, denke ich. Solange „halte ich noch durch“…
    Aber ich habe mal eine ganz andere Frage: Ich bin auch alleinerziehend und dann wahrscheinlich freiberuflich/selbstständig … wie ging denn das bei Dir finanziell? Du hattest doch sicher in den drei Wochen Komplettausfall, also finanziell gesehen, oder? Ich wüsste gar nicht wie ich das machen soll…
    Ach ja… kann man bei Dir die nachfolgenden Kommentare nicht abonnieren? Die meisten Blogs haben da so ein Feld für ein Häkchen… ich krieg sonst immer nix mit. Vielleicht magst Du mir kurz bei mir „drüben“ antworten? Das wäre super.

    • Da war ich noch arbeitslos gemeldet und bezog ALG 1 – so war es finanziell kein Problem. Für Selbstständige ist das ansonsten wirklich schwierig.

  22. Hallo,

    ich lese deinen Artikel jetzt erst und bin etwas entsetzt. Du hast dich gelangweilt, aber nicht erholt? Die Kinder waren tagsüber betreut und du musstest mit ihnen zusammen essen und die Mittagsruhe verbringen? Das klingt wirklich schrecklich….. Anstatt dich zu langweilen, hättest du die Zeit lieber zur Erholung nutzen sollen, das ist vielleicht nur eine Frage der Einstellung. Nicht kochen zu müssen, nicht den Haushalt machen zu müssen und sonst keine weiteren Verpflichtungen zu haben, sollte eigentlich Erholung sein!? Wer seine Kinder sonst immer ganztags betreuen lässt, ist anscheinend mit gemeinsamem Essen und einer gemeinsamen Stunde am Nachmittag überfordert? Da frage ich mich wirklich, warum Frauen noch Kinder bekommen und dann auch noch drei?

  23. liebe christine,
    seit einiger zeit lese ich immer wieder mit großem interesse deinen blog. es ist erstaunlich wie souverän du mit bestimmten kommentaren umgehst, vor allem bei einem so erschöpfendem – im wahrsten sinne des wortes – thema wie dem alleinerziehend zu sein. ich bin -4kinder, verheiratet-auch oft ganz schön ko, dennoch ist es doch etwas anderes einen partner an der seite zu haben, der die probleme- und alles andere auch -mit einem teilt. ich kann mir sehr gut vorstellen, mit wieviel enthusiasmus man in deiner situation – also immer immer immer die volle verantwortung, das volle programm – an so eine kur herangeht, um dann an so einem lieblosen ort zu landen. ich verstehe solche dämlichen kommentare wie oben, dass man doch gerne mit seinen kindern zusammen ist etc. absolut gar nicht.was für eine gruselige vorstellung 90min mittagspause in stille in einem ungemütlichen raum mit meinem beiden jungs, 3 und 7, verbringen zu müssen.und das täglich……also-vielen dank für deinen höchst interessanten blog mit all seinen gedankenanregungen.

  24. Ich bin eine Frau und eine alleinerziehende Mutter und das schon seit fast 10 Jahren! Vor einigen Jahren war ich auch mit meinen beiden kleinen Kindern in Kur. Wir waren damals alle 3 aus gesundheitlichen Gründen in Kur und ich hatte einige schlimme und anstrengende Jahre hinter mir. Ich habe mich aber gefreut, mich ohne sonstige Verpflichtungen, nur mit meinen Kindern erholen zu können. Ich musste allerdings auch nicht ständig bespaßt oder unterhalten werden, um mich erholen zu können. Mir scheint, viele können heutzutage nichts mehr mit sich anfangen und einfach nur genießen (z.B. lesen, spazieren, uvm.). Ich finde Kommentare, dass man Zeit mit seinen Kindern verbringen MUSS, schon sehr merkwürdig. Eine Kur ist außerdem kein Kloster, in dem man seine Zeit in Stille verbringen muss. Man kann die Mittagspause auch mit vorlesen, spielen (z.B. Puzzle) oder malen verbringen, das macht nicht allzuviel Krach. Auf Kritik muss man außerdem nicht gleich aggressiv reagieren, Menschen haben einfach nur verschiedene Meinungen und dürfen sie auch äußern?

    • Ich kam über die E-Mail Adresse drauf. Und hätte 3 Wochen im Kloster sehr erholsam gefunden – schließlich hätte es in dieser Kur, ausnahmsweise, mal um mich gehen sollen. So war es indiziert.

      P.S.: Sachliche Nachfragen als „aggressiv“ zu bezeichnen, ist nicht gerade hilfreich.

  25. Liebe Mamas, vor allem natürrlich liebe „Mama arbeitet“,
    ich bin zufällig auf deinen Atikel gestoßen – eigentlich hatte ich nach einem ganz anderen Inhalt zum Thema Kur gesucht.
    Die Art, in der du deine Kurerfahrung darlegst, klingt intelligent, nachvollziehbar, ist wirklich angenehm zu lesen (Schreibstil!) – um so mehr hat mich der Inhalt erschreckt… Habe die Kommentare überflogen und festgestellt, dass es tatsächlich Frauen gibt, die aufgrund deines Artikels ihren Kurantritt noch einmal überdenken… Ich finde das sehr, sehr schade, habe ich doch selbst ausgesprochen positive Kurerfahrungen gemacht – so positiv, dass ich vor einer Woche – direkt nach Ablauf der 4 Jahre – einen neuen Antrag gestellt habe und wohl Ostern zur Kur fahren kann… (ist bereits genehmigt!!!)
    Im Grunde scheinen mir die Erfahrungen, die ich gemacht habe, gar nicht so anders zu sein, als deine… Ich bewerte sie nur grundsätzlich anders….
    Wir hatten ein kleines, nicht gerade supermodernes Zimmer für uns zwei (kein separates Zimmer fürs Kind). Die Betten konnten wir zum Glück zusammenrücken und so war es dann eigentlich ziemlich gemütlich.
    Die Anwendungen schienen mir tasächlich für alle relativ gleich zu sein – muss halt abgerechnet werden und unterliegt wirtschaftlichen Faktoren. Ich hatte mir an dieser Stelle ebenfalls mehr erwartet. Das scheint aber, wenn man verschiedene Erfahrungsberichte (persönlich, Klinikbewertungen, blogs etc.) auswertet, ein grundsätzliches Problem zu sein und nicht an der jeweiligen Klinik zu liegen – der Fehler liegt im System!
    Mit den frühen Abendessenzeiten und dem kalten Abendessen (dafür aber warmem Mittagessen) musste ich mich auch erst mal arrangieren. War sehr ungewohnt für mich – am Ende aber nicht wirklich ein Problem. (Zudem war es so, dass ich auf meine entspr. Nachfrage hin auch hätte in die spätere Gruppe wechseln können. Die Gründe für die vorgenommene Einteilung waren allerdings absolut nachvollziehbar und wurden mir nett erklärt, also entschied ich, dass es dabei bleibt – danke an das nette Klinikpersonal!!!)
    Die Zeit danach habe ich mit meinem Sohn zuerst bei den Bastelangeboten (nicht mein Ding. Aber ich freue mich, zu sehen, dass es ihm Spass macht), dann mit vorlesen/ lesen/ TV auf dem Zimmer verbracht. Lage des Zimmers und Alter meines Sohnes damals ließen auch nichts anderes zu. Ich fand das total erholsam und schön. Zumal „neue Freundinnen finden“ weder ein persönliches Kurziel war, noch jemand da war, mit dem ich mir das hätte vorstellen können…
    Ich trinke zum Essen zu Hause auch gerne einen Wein. War da halt nicht möglich. Theoretisch auch nicht auf den Zimmern erlaubt. Es gab allerdings kleine Kühlschränke und ich weiß von anderen Frauen, die diesen für sich durchaus auch mit Alkohol bestückt haben… Für mich waren drei Wochen ohne meinen durchaus hoch geschätzten Wein aber auch ok.
    Ansonsten sind wir einfach sehr, sehr viel spazieren gegangen und haben gemeinsam gespielt. (Mein Sohn hat auch schon mit 2 Jahren damals keinen Mittagsschlaf mehr gemacht. Wir hätten in der Mittagspause aber auch nicht leise im Zimmer sein wollen – also raus auf den Spielplatz, spazieren gehen…) Ich habe die Zeit mit meinem Sohn soooo genossen! Keinerlei hauswirtschaftliche, berufliche oder organisatorische Verpflichtungen – nur wir zwei!
    Es waren auch Frauen da, die sich absolut nicht auf drei Wochen fremdbestimmte Abläufe einlassen konnten. Ich fand das wirklich sehr schade (für sie und wegen der allg. Stimmungs-Vergiftung, die von ihnen ausging). Natürlich ist eine Kur kein Urlaub. Wenn man es zulässt (und mit den Umständen nicht riesiges Pech hat), kann sie aber doch sehr, sehr erholsam und heilend sein!
    Dieses „Einlassen-Können“ sollte man (frau!) – glaube ich – vorher für sich selbst sehr genau überdenken… „ich probier es mal…“ ist als Haltung eher fragwürdig, die (teure!) Maßnahme meines Erachtens dann eigentlich schon zum Scheitern verurteilt!
    Genießt es, wenn ihr euch denn für eine Kur entscheidet und sie dann auch noch genehmigt bekommt!!!! :-) :-) :-) Du auch, liebe „Mama arbeitet“!
    Ich freu mich schon so!

  26. Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen

    Der richtige Weg zur Kur führt idealerweise über eine unserer bundesweit 1.400 Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes. Wir begleiten die Mütter durch das gesamte Antragsverfahren, bei der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie bei der gezielten Nachsorge im Anschluss an die Maßnahme.
    Unter: http://www.muettergenesungswerk.de oder Tel. 030 330029-29 finden die Mütter eine Beratungsstelle in ihrer Nähe. Die Beratung ist kostenlos und bei Bedürftigkeit können wir auch finanzielle Unterstützung zum Beispiel für Zuzahlungskosten durch Spendenmittel des Müttergenesungswerkes leisten.

    PS: Natürlich könne Sie auch mit einer Spende unsere Arbeit für Mütter unterstützen. Wir würden uns darüber freuen.

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