Mutter-Kind-Kur: ein Erfahrungsbericht

Mein Bericht direkt nach der Kur vom vergangenen Januar traf die Sache nicht ganz, stelle ich gerade fest, wie ich mich auf twitter austausche anlässlich der Erinnerungen an den 3. Geburtstag der jüngsten Tochter, den ich in jener Kur feiern musste. Als Blog-Neuling habe ich mich wohl nicht getraut, offen zu schreiben – somit habe ich offenbar eine Entwicklung durchgemacht, die ich als positiv empfinde. Keine Scheu vor zutreffenden Worten mehr. Vergleicht selbst, was ich damals schrieb. Und lest, wie es wirklich war:

Ich machte mich mit großen Erwartungen auf den Weg, denn ich wollte mich 3 Wochen lang verwöhnen lassen. Mir schwebte Wellness mit All-Inclusive Verpflegung und Kinderbetreuung vor. Dazu reichlich Schnee im Bayerischen Wald, die Kinder sollten Schlitten fahren und abends schön müde sein. Im Hochglanzprospekt der Kurklinik war die Rede von Massagen, Bädern, Sport und therapeutischer Begleitung, reichlich Freizeitangebote sollte es geben, und der Mensch ganzheitlich behandelt werden.

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Ab 20 Uhr Ruhe und mittags auch. Klinikflur.

Also reiste ich mit meinen 3 Kindern, damals 2, 5 und 11 Jahre alt, an. Als uns die Zimmer gezeigt wurden, sank meine Stimmung bereits etwas, denn die 3 Kinder und ich sollten in einem winzigen Zimmer mit Hochbett schlafen, was bedeutete, dass die Jüngste stets mit in mein 90 cm schmales Bett kroch. Es gab noch ein zweites Zimmer mit Fernseher und Kochnische, in dem ein karger Kleiderschrank und ein Tisch standen. Das ganze sah aus wie in einer Jugendherberge. Insgesamt wohnten wir in diesen 3 Wochen auf etwa 15 Quadratmetern, wobei der Wäscheständer, der im Prinzip immer in Benutzung war, ziemlich viel Raum einnahm.

Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht nach 3 Tagen so viel Hunger gehabt hätte, dass ich das Gespräch mit der Heimleitung gesucht habe. Am ersten Tag dort in der Kur wurden wir gewogen, Bludruck genommen, und nach den Zielen der Kur gefragt. Meine Ziele stimmten nicht mit dem überein, was diese Kurklinik leisten konnte (es waren sehr viele extrem übergewichtige junge Frauen dort, die Schwierigkeiten hatten, einfache sportliche Übungen durchzuführen), und ich war frustriert darüber, dass ganz offensichtlich niemand bei der Krankenkasse die vielen Bogen zur Vorbereitung der Mutter-Kind-Kur gelesen hatte, die ich und meine Ärztin hatten ausfüllen müssen.

„Tja, Frau Finke, das tut mir Leid – wir wissen manchmal auch nicht, warum die Krankenkassen uns die Leute schicken“, sagte mir meine Gesprächspartnerin aus der Klinikleitung sehr offen. Es stellte sich heraus, dass sie überhaupt kein Programm hatten, das zu meiner Problematik passte, und dass die Krankenkassen wohl gelegentlich einfach erholungsbedürftige Frauen irgendwohin verschicken, um die Häuser zu füllen. Das fand ich sehr niederschmetternd, denn für mich war diese Kur ein großer Hoffnungsträger gewesen.

Kunst am Inn / Mariensteg
Kunst am Inn / Mariensteg

Es stehe mir natürlich frei, abzureisen, sagte man mir. Und ich wollte das eigentlich auch tun, aber meine Kinder fühlten sich wohl und baten mich zu bleiben. Was ein bisschen bizarr ist angesichts der Tatsache, dass ICH die zu kurende Person hätte sein sollen. Aber ich blieb. Mir war ungemein langweilig, das mit dem Hunger wurde besser, weil ich oft im Edeka im Ort einkaufte und doppelte Portionen Essen bekam (das fettarme, kalte Abendessen um 17:15 war ein Problem für mich – ich esse abends sonst warm, und zwar Fleisch mit Soße und allem!), aber das Hauen und Stechen am Buffet stieß mich nach wie vor ebenso ab wie die lieblosen Freizeitangebote, die uns gemacht wurden (Traumfänger basteln mit desinteressiertem Mannweib).

Am Wochenende und an den Feiertagen zog sich die Zeit unendlich zäh, und auch an den Wochentagen hatte ich teilweise nur 1 Anwendung pro Tag, die z.B. in einem 15-Minuten dauernden Bad bestand. Dafür sollte ich also 6 Stunden anreisen und mich langweilen? Die Mittagspause der Kinderbetreuung gab mir den Rest – zuhause hatte ich schon Ganztagsplätze in Krippe und Kita für meine jüngeren Kinder, in der Kur musste ich 90 Minuten Mittagspause mit 3 unausgelasteten Kindern im Zimmer verbringen, wo man ruhig zu sein hatte. Das war ätzend!

Eine weitere Hoffnung, die ich hatte, nämlich neue interessante Freundinnen zu finden, zerschlug sich sehr rasch. Es war weit und breit niemand da, mit dem ich reden wollte – bis auf eine Frau, die alles genauso hasste wie ich, mit der ich heute noch gut auf Facebook befreundet bin. Leider kamen wir erst in den letzten Tagen der gemeinsamen Kur miteinander ins Gespräch.

Am schlimmsten war der 3. Geburtstag meiner jüngsten Tochter, den wir in Quarantäne, also im Zimmer, verbringen mussten, da sie sich mit Bindehautentzündung angesteckt hatte. Da war ich so traurig, dass ich im Malraum weinte, wo wir mutterseelenalleine saßen, und meine Tochter mich trösten wollte. An jenem Tag habe ich mir einen Piccolo gekauft und den heimlich im Zimmer getrunken, obwohl man das in der Kur eigentlich nicht durfte – während die Raucher fein rauchen durften in der Raucherecke. Für die Liebhaber von Wein und Co gab’s einen „Pavillon“, den man hätte 2 Mal pro Woche aufsuchen können, aber dazu hatte ich nun wirklich keine Lust, denn ich trinke Wein zum Essen und nicht hinterher in medizinischen Dosen. Außerdem konnte ich die Kinder um 20:45, wenn dieser Pavillon öffnete, nicht alleine lassen – die Jüngste war einfach noch zu klein und der Sohn zu anhänglich. Babysitter gab’s natürlich nicht in der Kur. Also war ich ab 18 Uhr, nach dem Abendessen, im Zimmer kaserniert. Wir gingen sehr früh ins Bett, ich schlief aus lauter Frust auch schon um 21 Uhr.

Und am Ende wurde mir ein Brief mitgegeben, in dem stand, dass die Wiederholung der Kur vor Ablauf der Frist dringend geraten werde. Bloß traue ich mich jetzt nicht mehr so recht, denn ich habe keine Lust auf einen weiteren Reinfall. Ich habe 210 € Eigenanteil bezahlt, kein Gramm ab oder zugenommen (was ja auch nicht mein Ziel war), und mein Gesamteindruck war, dass ich in die Räder einer Kur-Industrie geraten war, in der Menschen als Belegeinheiten gesehen werden. Ach, und geschneit hat es auch nur ganz kurz. Zum Schlittenfahren hat es nicht gereicht.

Gestern ist meine Nachbarin, ebenfalls alleinerziehend, auf Kur gefahren, in ein Haus derselben Kette – ich hoffe so sehr, dass es ihr besser ergeht. Aber ich habe meine Zweifel.

Immenstaad am Bodensee
Bei Meersburg am Bodensee im Januar 2012 – fast wieder Zuhause

Linktipps innerhalb des Blogs:

Mutter-Kind-Kur. So war’s (Januar 2012)

Kochen – Blockade gelöst

 

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58 Kommentare auf "Mutter-Kind-Kur: ein Erfahrungsbericht"

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Anke
Gast
Liebe Christine, Finger weg von dieser Kette. Ich bin nun schon zwei Mal in einem von der Caritas geführten Kurhaus in Kühlungsborn an der Ostsee gewesen. Davon ein Mal mitten im Juli, und ein Mal Ende September/Anfang Oktober. Weite Gänge, reichliches Essen (ausdrücklich ohne Kinder, damit sich die Mütter erholen können), mit Kinderzimmer, wo die Kinder schlafen und einem Einzelzimmer für die Mama mit Massagesessel. Und ohne Mittagspause in der Kinderbetreuung (was soll das bloß – wo ist da der Erholungseffekt, wenn die Kinder gerade während der wunderbaren Mittagsruhe zur Mutter müssen – machen die Erzieherinnen Kur oder was?) Wir… Read more »
Andrea
Gast

Guten Abend!
Habe letztes Jahr, als ich in deinen Blog gestolpert kam, alle Artikel rückärts nachgelesen, also auch jenen über die Kur.
Dein Frust über diese Anti-Kur war für mein Empfinden recht deutlich – auch zwischen den Zeilen zu finden.
Im Vergleich dazu ist zu Hause zu bleiben allemal schöner und entspannter/entspannender…
Fröhliches Feiern – geht auch ohne Topfschlagen! ;-)
LG Confu

Silke
Gast

Liebe Christine,

Anke macht mir auch Mut, denn nach deinen Schilderungen habe ich mich nicht getraut, eine Kur einzureichen…

Lieben Gruss,
Silke

Alex
Gast
Liebe Christine! Du sprichst mir aus der Seele. Wir hatten zwar wahrscheinlich teilweise unterschiedliche Kurziele, aber bestimmt ein gemeinsames Ziel: Erholung möglichst stressfrei und ohne Gequängel. Ich habe aus den genannten Gründen auch keine Motivation nochmal eine Kur zu beantragen. Wahrscheinlich wäre es für die Krankenkassen günstiger, geplagte Mütter für ein verlängertes Wochenende in einem Super Wellnesstempel unterzubringen. Der Effekt kann nicht schlechter sein als der nach einem 3-wöchige Aufenthalt in einer Mutter-Kind-Kurklinik. Allerdings machen mich die Schilderungen von Anke über die Klinik in Kühlungsborn doch neugierig. Zumal ich Kühlungsborn im September 2011 besucht habe und ganz angetan war. Aus… Read more »
Connie
Gast
Ich würde nie wieder eine Kur machen aber wenn , dann nur mit Auto. Einige, die ein Auto mit hatten wurden hier hofiert weil alle natürlich gerne immer mitfahren wollten und haten sofort ein dichtes soziales Netzwerk. Nicht das ich das nötig hätte hofiert zu werden aber es tut schon weh, wenn eine mit der man klar gekommen ist, einen fallen lässt weil sie eine bequemere Möglichkeit gefunden hat bei einer anderen mit Auto wo hinzukommen. Ich wäre dann auch unabhängiger und würde mehr Klamotten mit nehmen können. Das Gewasche ist hier auch meganervig gewesen, teuer und oft alles besetzt… Read more »
Anke
Gast
Hallo, Ihr Lieben, es ist wirklich so, wie Alex es schreibt. 3 Tage komplett ohne Kinder wären erholungstechnisch wirklich das Beste. Weil ich das ahnte, hatte ich damals versucht, den Kurplatz an der Ostsee zu bekommen. Und zwar im Sommer. Christine, Du warst ja im letzten Jahr auch an der Ostsee – Kühlungsborn ist vergleichbar mit ähm (wo warst Du?) Timmendorfer Strand?? Nee, Grömitz, glaub ich… :) d.h. das Niveau ist auch in Kühlungsborn wegen der hohen Unterkunftskosten gehobener. Man fühlt sich wirklich wohl. Wenn ich privat mit den 2 jüngeren Kids in einer Ferienwohnung war, hatte ich sie ab… Read more »
Anthea
Gast
Hallo Christine, ich geb’s zu, ich war noch nie in einer Kur. Ich möchte auch nicht. Meiner bescheidenen Meinung nach ist es mit (insbesondere kleinen) Kindern immer noch am Bequemsten zuhause, wo alles auf ihre Bedürfnisse eingerichtet ist…und nach Deiner Schilderung war ehrlich gesagt sogar das Frauenhaus gemütlicher, obwohl’s da auch nur vormittags Kinderbetreuung gab und die Zeit dann für die Arbeit an der Zukunft genutzt wurde. Eine etwas andere Meinung hab ich zum Essen. Ich esse supergerne mit meinen Kindern zusammen, die nicht schmatzen, selten(er als ich) kleckern und generell einfach gute Gesellschaft sind. Persönlich fänd‘ ich’s auch doof,… Read more »
Connie
Gast

Bei uns war Alkohol ausdrücklich ERLAUBT, was ich nicht wusste und da hat sich hier natürlich ein entsprechende Klientel eingefunden, dagegen wurden Raucher erbarmungslos diskreditiert und ausgegrenzt. Es war auch nicht nur in den Zimmer und auf den Balkonen, sondern auf dem GESAMTEN Gelände verboten.
Das Problem ist ja , dass man nicht kontrollieren kann, wenn einer sich jeden Abend die Hucke vollsäuft auf dem Zimmer, aber wenn einer raucht richt und sieht man es sofort und man wird auch garantiert sofort denunziert auch wenn keiner überhaupt durch den Rauch belästigt wurde .

Anke
Gast
Hi Christine, auf jeden Fall nehme ich das Projekt Kühlungsborn Sommer 2014 in Angriff. Bin dann nur mit Anne da, denn Benno ist dann schon zu alt. Geht ja nur bis 11 Jahre. Daumendrücken, dass Silke, Du und ich in einen Durchgang kommen! Für Anne haben die drei Wochen an der Ostseeluft wirklich eine therapeutische Wirkung gezeigt. Sie hat Belastungsasthma und wenn sie nicht an der Ostsee war, dauert ihre Winterbronchitis genau 2 Monate. Mit Kur hat sie die Folgewinter komplett ohne Bronchitis überstanden. Aber wer hat schon das Geld, jedes Jahr 3 Wochen Ostsee zu bezahlen… Ja, nehmen wir… Read more »
Katharina
Gast

Das tönt ja wirklich ganz furchtbar.
In der Schweiz gibt es die REKA-Feriendörfer. Auf Familien ausgelegte Ferienwohnungen inklusive Spielzimmer und -plätze sowie im Preis inklusive Bespassungsangebot und haben ein „Sozialprogramm“ (Ferien für 100.–/Woche) für bedürftige Familien und nochmal ein Spezialangebot ausgerichtet auf Alleinerziehende (http://www.reka.ch/de/sozialeangebote/ferienhilfe/seiten/mama-hat-vortritt.aspx)
Gibt es in Deutschland nichts ähnliches?

Katharina
Gast

Christine, nö, also das hier sind echte Ferien in echten Ferienanlagen für Familien, wo einfach immer ein paar der Ferienwohnungen für finanziell schlechter gestellte Eltern reserviert sind. Das ergibt dann meiner Meinung nach auch eine gesunde Durchmischung, nicht so „arme-leute-ferien“ (das tönt jetzt so von oben herab, ist aber nicht so gemeint) wo nur weniger Wohlhabende wären.
Also auf Mutter-Kind-Kuren wie Du sie hier beschreibst, kann ich gut und gerne verzichten :-)

Windgefluester
Gast

wir waren damals auch auf Mutter Kind Kur im Schuppenhoernle, war wirklich toll und ich hatte gott sei dank super Muetter neben mir :)

Miriam
Gast

Hallo Anke,

ich fahre Anfang April mit meinen Kindern nach Kühlungsborn in das Kurhaus Stella Maris und ich hoffe meine Kur wird so gut wie du es beschreibst. Ich hatte schon ein wenig Angst, aber deine Berichte machen mir wieder Mut.

Sollte noch jemand Anfang April ins Stella Maris fahren, bitte doch bei mir melden.

Gruß Miriam

Jasmin
Gast

Hallo Miriam,

habe mir gerade für Sept. 13 einen Platz reservieren lassen, vorher war leider nichts mehr frei, Wäre schön, von Dir zu hören, wie es Dir gefallen hat.

Viele Grüße Jasmin

Lindenblatt
Gast

Hallo! Ich war mittlerweile schon 3 mal in einer Kur. Es war bis jetzt immer Erholsam, aber man muß auch gewisse Eigeninitiative ergreifen. 2mal von der Caritas als Mutter-Kind Kur und einmal vom Rententräger als Reha,aber auch mit Kinder. Meine Kids sind jetzt 11,9 und 2. Und ende des Jahres beantrage ich wieder eine Kur für uns.
Viele Grüße

Liebling nicht jetzt
Gast

OMG!!!! Wie hast Du das nur ausgehalten? Ich hätte statt Sekt gleich Wodka gekauft und diesen in einer Mineralwasserflasche getarnt bereits zum Frühstück genossen.
LG Dörte

Susanne
Gast
Oh Gott, ich hab Angst! Soll im Januar nach Feldberg und habe vor 2 Tagen angerufen, um den Tagesablauf zu erfahren. Wollte mich auf etwas einstellen können… Das war sooo ernüchternd, dass ich heute etwas gegoogelt habe und auf Dein Blog gestoßen bin. Ich habe letztes Jahr – bzw. schon öfter – eine Mutter-Kind-Kur empfohlen bekommen. Ich bin mir grad unsicher, ob ich das absagen soll. Schon nach der Schilderung am Telefon dachte ich mir, dass das ein Horror wird. Ich habe so einen durchorganisierten Alltag, dass ich (und so habe ich es in dem Formular beschrieben) mich einfach erholen… Read more »
Bianca Staßen-Sefrin
Gast

Beantworte gerne Fragen zu den Einrichtungen (wenn gewünscht).
Hatte auch vergessen den Haken unten zu setzen. Benachrichtigungen über nachfolgende Kommentare sind erwünscht.

lg Bianca

Alexandra
Gast

Hallo Bianca,
Berichte doch mal bitte wie deine letzte Kur war. Würde mich sehr interessieren.
Lg Alex

Bianca Staßen-Sefrin
Gast
Hallo liebe Kur-Mamas, habe vor einigen Tagen ja hier von meinen Erfahrungen berichtet. Dabei wurde erwähnt, dass ich erneut eine Kur, vor Ablauf der 4 Jahre, beantragt habe. Meine kompletten Unterlagen habe ich am 15.01.14 zur Arbeitsgemeinschaft Eltern und Kind geschickt. Gestern, 28.01.2014, lag ein Brief im Briefkasten, dass ich meine Kur bewilligt bekomme! Freu! Als Kurklinik habe ich mir den Alpenhof in Chieming ausgewählt. Meine Tochter und ich fahren wahrscheinlich vom 09.07. – 30.07. oder vom 02.07. bis 23.07. (wissen wir noch nicht ganz genau). Ist zufällig noch jemand zu dieser Zeit dort? Würde mich sehr freuen, wenn Ihr… Read more »
Mutter Rabe
Gast

Danke für diesen ehrlichen Text. Dachte nach der Schreibabyzeit ja auch über eine Kür nach….

Alexandra
Gast
Liebe Christine, vielen Dank für Deinen Bericht, der mir aus dem Herzen spricht! Ich war im Herbst 2013 mit meinem damals noch kein Jahr alten Kleinstkind in einer Mutter-Kind-Kur in Goch am Niederrhein. Es waren die fürchterlichsten drei Wochen seit ihrer Geburt! Danach war ich vollkommen fertig und bin erstmal richtig krank geworden. Sollte ich mich noch einmal trauen, eine Mutter-Kind-Kur in Anspruch zu nehmen, werde ich Folgendes anders machen: – kein katholisches Haus mehr (das Alleinerziehende als „gefallene Mädchen“ betrachtet) – nicht wieder im Herbst/Winter (es sei denn die Gegend ist schneesicher) – nicht ohne Auto bzw. nicht wieder… Read more »
Little B.
Gast
Ich habe im gerade vergangenen Jahr eine Mutter-Kind-Kur gemacht. Und ich muss sagen, dass es eines der besten Erebnisse des letzen Jahres war. Keine Ahnung, ob es an meiner Krankenkasse und/ oder meiner Indikation lag, aber ich habe es echt gut getroffen: Haus: top Therapieangebote: top Mitkurende: top Gut, über Essen und Einrichtung kann man sich streiten, aber ich würde es jederzeit wieder machen. Es hat mir wirklich geholfen und weitergebracht. Aber ich hatte auch das Glück, dass ich letztlich die Wahl gehabt hätte. Da, wo ich war, war ich freiwillig und nach eingehender Beratung. Ich habe die Kur auch… Read more »
Landfamilie
Gast

Liebe Christine, ich komme jetzt erst hier vorbei. Alles, alles kommt mir bekannt vor: Das kalte Abendessen. Das ewige Nichts-Tun. Keine Anwendungen für mich abgesehen von Wannenbädern und Tanzen (das, zugegeben, war gut). Dann die obligatorische Quarantäne fürs Kind und meine Wuttränen darüber.
War bei der Caritas.
Mein persönliches Fazit: Gute Freunde, spannende Freizeitvergnügen, Eltern und Partner die zu einem halten, oder auch nur eines davon: reichen völlig aus, um sich neben Arbeit & Kindern zu erholen.

trackback
13 Sätze, die ich als Alleinerziehende nicht hören will

[…] ich, und habe ich schon gemacht. Es war grauenhaft, das willst du gar nicht im Detail wissen. Denn so eine Kur ist, selbst wenn die zu kurende Person die Mutter ist, dafür da, die Bindung zum […]

Astrid
Gast
Ohje Christine, es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest, es geht aber auch anders. Ich bin vergangenes Jahr bereits das zweite Mal in MuKiKur gefahren, mit zwei Jahren Pause dazwischen, anstatt der vier. Es war gesundheitlich und nervlich dringend notwendig und wurde problemlos bewilligt. Beide Male war ich in ein und derselben Kureinrichtung. Ich sage bewusst nicht Klinik, weil es keine ist. Meine Krankenkasse war nicht begeistert, aber ich habe ausdrücklich klar gestellt, dass ich das letzte Wort der Wahl habe (freie Kurklinikwahl), solange die Einrichtung meinen Anwendungsbereichen entspricht. Natürlich wollte man unbedingt eigene Kurkliniken belegt wissen.… Read more »
Frau Pingaga
Gast

Wie kann ich Dich kontaktieren, Astrid? Darüber wüsste ich auch gern mehr!! Wie hast Du das alles rausgefunden und wie hast Du letztendlich die „Klinik“ gefunden? Spannend!

Gela
Gast
Hallo an alle Mama’s, Ich war letztes Jahr im Januar mit meiner, damals 3 – jährigen Tochter im „Stella Maris“ in Kühlungsborn. Dieses Haus kann ich nur empfehlen….ich hatte das Glück ein „Rollstuhlzimmer“ zu bekommen. Dieses war ausgestattet mit großem Bad ?, Wohnraum mit Bett für mich & ein kleines Schlafzimmer für meine Tochter. „Stella Maris“ nimmt nur ca.35 Mütter auf, dadurch entsteht eine relativ persönliche Atmosphäre. Mit den Angeboten war ich auch sehr zufrieden (Gespräche, Sport, „basteln am Abend“[filzen, töpfern…]). Am Wochenende musste man sich selbst „beschäftigen“, war aber nicht so wild, da man mit der Bahn auch die… Read more »
Frau Pingaga
Gast
Puh, das klingt ja wirklich schauderhaft.. auch ich hab schonmal mit dem Gedanken gespielt, eine Kur zu beantragen… aber auch mein Sohn ist erst knapp 2 … lieber erst, wenn er 3 ist, denke ich. Solange „halte ich noch durch“… Aber ich habe mal eine ganz andere Frage: Ich bin auch alleinerziehend und dann wahrscheinlich freiberuflich/selbstständig … wie ging denn das bei Dir finanziell? Du hattest doch sicher in den drei Wochen Komplettausfall, also finanziell gesehen, oder? Ich wüsste gar nicht wie ich das machen soll… Ach ja… kann man bei Dir die nachfolgenden Kommentare nicht abonnieren? Die meisten Blogs… Read more »
Sabine Roth
Gast
Hallo, ich lese deinen Artikel jetzt erst und bin etwas entsetzt. Du hast dich gelangweilt, aber nicht erholt? Die Kinder waren tagsüber betreut und du musstest mit ihnen zusammen essen und die Mittagsruhe verbringen? Das klingt wirklich schrecklich….. Anstatt dich zu langweilen, hättest du die Zeit lieber zur Erholung nutzen sollen, das ist vielleicht nur eine Frage der Einstellung. Nicht kochen zu müssen, nicht den Haushalt machen zu müssen und sonst keine weiteren Verpflichtungen zu haben, sollte eigentlich Erholung sein!? Wer seine Kinder sonst immer ganztags betreuen lässt, ist anscheinend mit gemeinsamem Essen und einer gemeinsamen Stunde am Nachmittag überfordert?… Read more »
fee
Gast
liebe christine, seit einiger zeit lese ich immer wieder mit großem interesse deinen blog. es ist erstaunlich wie souverän du mit bestimmten kommentaren umgehst, vor allem bei einem so erschöpfendem – im wahrsten sinne des wortes – thema wie dem alleinerziehend zu sein. ich bin -4kinder, verheiratet-auch oft ganz schön ko, dennoch ist es doch etwas anderes einen partner an der seite zu haben, der die probleme- und alles andere auch -mit einem teilt. ich kann mir sehr gut vorstellen, mit wieviel enthusiasmus man in deiner situation – also immer immer immer die volle verantwortung, das volle programm – an… Read more »
Sabine Roth
Gast
Ich bin eine Frau und eine alleinerziehende Mutter und das schon seit fast 10 Jahren! Vor einigen Jahren war ich auch mit meinen beiden kleinen Kindern in Kur. Wir waren damals alle 3 aus gesundheitlichen Gründen in Kur und ich hatte einige schlimme und anstrengende Jahre hinter mir. Ich habe mich aber gefreut, mich ohne sonstige Verpflichtungen, nur mit meinen Kindern erholen zu können. Ich musste allerdings auch nicht ständig bespaßt oder unterhalten werden, um mich erholen zu können. Mir scheint, viele können heutzutage nichts mehr mit sich anfangen und einfach nur genießen (z.B. lesen, spazieren, uvm.). Ich finde Kommentare,… Read more »
Anja
Gast
Liebe Mamas, vor allem natürrlich liebe „Mama arbeitet“, ich bin zufällig auf deinen Atikel gestoßen – eigentlich hatte ich nach einem ganz anderen Inhalt zum Thema Kur gesucht. Die Art, in der du deine Kurerfahrung darlegst, klingt intelligent, nachvollziehbar, ist wirklich angenehm zu lesen (Schreibstil!) – um so mehr hat mich der Inhalt erschreckt… Habe die Kommentare überflogen und festgestellt, dass es tatsächlich Frauen gibt, die aufgrund deines Artikels ihren Kurantritt noch einmal überdenken… Ich finde das sehr, sehr schade, habe ich doch selbst ausgesprochen positive Kurerfahrungen gemacht – so positiv, dass ich vor einer Woche – direkt nach Ablauf… Read more »
v.loeffler
Gast

Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen

Der richtige Weg zur Kur führt idealerweise über eine unserer bundesweit 1.400 Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes. Wir begleiten die Mütter durch das gesamte Antragsverfahren, bei der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie bei der gezielten Nachsorge im Anschluss an die Maßnahme.
Unter: http://www.muettergenesungswerk.de oder Tel. 030 330029-29 finden die Mütter eine Beratungsstelle in ihrer Nähe. Die Beratung ist kostenlos und bei Bedürftigkeit können wir auch finanzielle Unterstützung zum Beispiel für Zuzahlungskosten durch Spendenmittel des Müttergenesungswerkes leisten.

PS: Natürlich könne Sie auch mit einer Spende unsere Arbeit für Mütter unterstützen. Wir würden uns darüber freuen.

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