8 Fakten über Norddeutsche

Vorkommen und Lebensraum

  • Norddeutschland beginnt bekanntlich gleich hinter Frankfurt, jedenfalls von Baden-Württemberg aus betrachtet. (Während Süddeutschland gleich südlich von Hannover liegt, von Schleswig-Holstein aus gesehen.)
  • Im Norden gehen die Menschen nicht “ans Meer”, “an die See”, oder “an die Ostsee”, sondern “ans Wasser”. Dort vergnügen sie sich bei jedweden Temperaturen und Wetterverhältnissen, ab 18° C und Schleierbewölkung im Bikini. Wind bis Stärke 4 empfinden Norddeutsche als leichte Brise. An Süddeutsche in Windbreakern, Fleecejacken und Jeans hat sich die norddeutsche Urbevölkerung gewöhnt und übersieht deren Verweichlichung großmütig. Sollte es ausnahmsweise einmal nicht windig sein, beklagt sich der Norddeutsche ausgiebig über “die drückende Luft”.aussicht-balkon

Ernährung

  • Getränk der Wahl im Norden ist Bier, vorzugsweise eines, das beim Öffnen ploppt. Der Kartoffelkonsum ist um ein vielfaches höher als im Süden, und neben Gewürzgurken im Glas und frischen Salatgurken kann man auch dickliche, hellgrüne Schmorgurken kaufen. Diese scheinen in Süddeutschland unverkäuflich. Gleiches gilt für Lakritze, das in jedem Supermarkt auf etlichen Regalmetern in erklecklicher Auswahl angeboten wird. Ihren Kopfsalat essen die Norddeutschen mit gezuckertem Jogurtdressing, das mit Zitrone “verfeinert” wird. (Für Süddeutsche, die herzhafte Essig-Öl Dressings zu Feldsalat verspeisen, eine völlig indiskutable Vorstellung.)

Sprache und Sozialverhalten

  • Um im Wind nicht zu viel Wärme zu verlieren, hat der Norddeutsche eine besondersökonomische Form des Deutschen entwickelt, bei der die Lippen nur wenig geöffnet werden und lang gezogene Vokale dominieren. Diese im präpalatalen Bereich (vorderer Gaumen, dort, wo das “t” gebildet wird) angesiedelte Variante des Deutschen ist durch enorme Sprechgeschwindigkeit gekennzeichnet und wird ohne hörbare Unterbrechungen zwischen den einzelnen Wörtern artikuliert, um Süddeutsche zu verwirren.
  • Den Bedarf des täglichen Lebens deckt der Norddeutsche bei Läden namens “Sky”, “Ernsting’s Family”, “Aldi Nord” und “Rossmann”, zu denen man auf ausbesserungsbedürftigen Straßen mit sehr hellem Teer gelangt. Dort reagieren Einheimische auf versehentliches Anrempeln mit dem Einkaufswagen oder “rechts vor links”-Konflikte zwischen den Regalreihen auf das reflexartige “Oh, Entschuldigung!” des Süddeutschen mit einem knurrigen “Nix passiert!”, wobei keinesfalls der Blick durch ein Lächeln oder freundliche Intonation getrübt werden darf. Bedankt man sich bei Norddeutschen, wird dies mit abfallend intoniertem “Da nich für” beantwortet (niemals mit “Gern geschehen!” und einem Lächeln).strand-dlrg-turm
  • Als Gruß genügt dem Norddeutschen ein angedeutetes Nicken. Besonders gut gelaunte Exemplare lassen sich zu einem “Moin” hinreißen, falls man sich schon länger kennt. Verwandte, selbst entfernte Verwandte, fallen sich jedoch freudig um den Hals, wenn sie sich treffen. (Wobei im süddeutschen Raum gelegentlich Kusins/Kusinen per Handschlag begrüßt werden und als kaum noch verwandt betrachtet werden.)
  • Einen Plausch mit wildfremden Menschen zu halten, kommt dem Norddeutschen nicht in den Sinn. Gesprächige Süddeutsche betrachtet er mit Misstrauen und sucht schnell das Weite. Der Austausch von kürzeren Sätzen ist nach etwa 3-4 Monaten Bekanntschaft denkbar, wenn man miteinander warm geworden ist.
  • Kumpelhaftes, geselliges Gebaren ist dem Norddeutschen zutiefst fremd. Und insofern empfindet er offenherzige, zutrauliche Süddeutsche als nicht artverwandte Wesen. Hat man jedoch durch Blutsverwandtschaft oder Einheiraten Zugang zu einer norddeutschen Sippe gefunden, zeigt sie ihre warmherzige Seite: da wird gelacht, getrunken und getanzt. Freundschaften mit Norddeutschen sind eine Sache fürs Leben, wenn man sie erst einmal geschlossen hat. Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit sind hier kein kulturelles Allgemeingut. Es ist ein bisschen wie mit Lakritze mit den Norddeutschen: bittersüß, nicht leicht zu konsumieren, und nicht jedermanns Geschmack.

abendhimmel-ostsee

Dieser Text stammt von einer am südlichsten Ende von Deutschland lebenden Tochter von gebürtigen Kielern, deren Vorfahren auf der Insel Fehmarn, in Lübeck, in Haselau westlich von Hamburg und in Eckernförde heimisch waren. Die Autorin wurde von ihren Eltern 1968 im Alter von knapp 2 Jahren aus ihrem Geburtsort Hamburg nach Freiburg im Breisgau verschleppt und verbringt gerade ihren Sommerurlaub an der Ostsee.

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41 Kommentare auf "8 Fakten über Norddeutsche"

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Barbara
Gast

Wunderbare Fakten! Danke dafür!
Für mich, als Norddeutsche, die vor 2 Jahren der Liebe wegen nach Bayern gezogen ist, beginnt Süddeutschland jedoch schon südlich der Elbe.
Viel Spaß und vor allem Nerven im heiß vermissten Norden!

Dora
Gast

Hey Babara bist du denn noch so happy?? bin dieses jahr von norddeutschland (kiel) nach Bayern gezogen und habe vorher noch nie einen Berg gesehen!!!! gruselig :D schön dass es auch ein paar gleichgesinnte gibt….

Sven
Gast

ja, gleich nach dem Elbtunnel. Das kenne ich auch noch, wenn wir uns in die Richtung begaben…

Katha
Gast

Soviel steht mal fest, daß Süddeutschland direkt hinter dem Elbtunnel beginnt ;-)

Der Text ist wunderbar geschrieben.
Ich finde in weiten Teilen mich selber wieder oder, wenn nicht, mein Umfeld.
Danke für die amüsante, zutreffende und trotzdem irgendwie liebevolle Beschreibung.

Besonders gefällt mir: Wir gehen nicht ans Meer, die See oder sonstwas, sondern schlicht und ergreifend “ans Wasser” – die Frage ist dann nur noch, “wo” – weil wir ja eine breite Auswahl an Stränden vor der Tür haben.

Liebe Grüße aus Kiel
Katha

Claudia
Gast

Hallo Christine,

vielen Dank für die wohlwollend Betrachtung – als nordeutsche Leserin empfinde ich sie zumindest so;-)

Liebe Grüße

Claudia

Schädi
Gast

Bleibt noch das höchstmögliche, norddeutsche Lob für gute Küche zu ergänzen: “Jo, kann man essen!”

Silke
Gast

Liebe Christine,
vielen Dank für diesen Bericht, ich hab mich köstlich amüsiert!
In knapp 3 Wochen fahre ich auch wieder in dieses Land (aber da ich nördlich von Kassel wohne, wohne ich ja auch schon in Norddeutschland ;) ), ich freue mich schon, wenn ich dieses Mal an den Artikel hier zurückdenken darf :D
Gruß aus Norddeutschland in der Nähe von Bielefeld…

Marc
Gast

Bielefeld gibt es nicht ;-) und sollte ich mich irren zählt es definitiv nicht zu Norddeutschland :-P

nicole kartes
Gast

Liebe Christine!
Habe Deinen Artikel mit großem Amüsement gelesen.
Aus dem Südwesten kommend und nach 33 Jahren Bayern sind mir die Norddeutschen entfernter als Wien, Budapest oder Triest. Trotz lieber Freunde in Hamburg und noch weiter oben.
Zudem war ich über 12 Jahre in der Münchner Dependance eines Hamburger Verlages tätig; das Nord-Süd-Gefälle war häufig Gesprächsthema unter uns Kollegen, und wir haben viel gelacht.
Und so erfahren wir alle immer wieder, wie groß und vielseitig und reichhaltig dieses unser Deutschland ist. Nicht erst seit der Wiedervereinigung.

Liebe Grüße
Nicole

Eckendenker
Gast
Hm, also ganz unrecht hast Du nicht (besonders bei den Schmorgurken jammi, müsste ich echt mal wieder kochen) ABER liebe Christine, die Sache mit dem Sozialverhalten sollte ich, in den vielen Gesprächen mit Dir, doch hinreichend wiederlegt haben oder? Immerhin kannten wir uns nicht als ich Dir angeboten habe, Deinen Blog technisch zu betreuen ;-). Lachen musste ich aber bei der Sache mit der Begrüßung. Übrigens, je nach Lage benutzt man auch Moin Moin, aber mir fällt auf, mit dem Nicken hast Du wirklich recht, ist mir gar nicht aufgefallen aber ich mach das ja wirklich urgs.. Es grüßt der… Read more »
Ute Blindert
Gast

Köstlich! Habe mich sehr amüsiert. Muss aber die Rheinländer bei der Kommunikation rausnehmen, denn die reden viel mehr als viele Süddeutsche und sind doch eindeutig nördlich von Frankfurt angesiedelt. Auch die Kontaktanbahnung ist sehr leicht, wobei mir als gebürtiger Sauerländerin das Zugeknöpfte auch als Haltung nicht fern ist.

Mara
Gast

In einigem habe ich mich wiedergefunden ;) , ich als Norddeutsche aus der Mitte Schleswig-Holsteins; vergessen hast du meines Erachtens die norddeutschen Kohlgerichte; vielleicht sind sie dir auch noch nicht begegnet. Erinnert hat mich dein Artikel an eine Ferienfreizeit mit Nord- wie Süddeutschen Jugendlichen. Ui, wie fand ich die Betreuerinnen anfangs blöd, bis ich nach ein paar Tagen dahinter kam, dass sie einfach auf einer ganz anderen Frequenz sendeten … und sie dann doch ganz nett fand. :)

Sven
Gast

Als Exilnordfriese in Franken nicke ich mal.
Hier sagt man “passt scho”, wenn man sich riesig über etwas freut – das würde uns Norddeutschen auch gut stehen.
Ansonsten bin ich hier auf der Suche nach richtig knackenden Brötchen (rösch halt), die auch schmecken und nicht nur Luft enthalten. “Orkanwarnungen” im Radio verfolge ich immer noch mit leichtem Stirnrunzeln, wenn sich draußen die Zweige kaum bewegen. Daran, dass man einem hier immer sofort brüderlich auf die Schulter klopft und duzt, musste ich mich gewöhnen – aber es gibt Schlimmeres ;-)

Sina
Gast

Sven, Sven, Sven,

erst war ich enttäuscht davon, wie die Franken mit den Südwestdeutschen in einen Topf geworfen werden – hier gibt es sehr wohl Schmorgurken, die auch gekauft werden, Bodaggn werden in weit größerem Maße verzehrt als ich es aus vielen Jahren Norden kenne, offenherzig ist hier keiner, und auch sonst sind wir an den Extremen der Republik einander gar nicht wirklich so sehr fremd.

Aber ausgerechnet unser Wort “rösch” gegen uns verwenden zu wollen… Muss man halt mal weg von den Kettenbäckern. Die ZEIT hat für die Bäckersuche übrigens eine her vor ra gen de Suchseite…

Adé!

Sina

Claudio Michele Mancini
Gast

…ein wundervoller Artikel…, ich habe mich köstlich amüsiert!
Herzliche Grüße von einem Autorenkollegen
Claudio

Andrea
Gast

Vielen dank, als gebürtige Reihnländerin wohnhaft im Großraum Kielförde kann ich dir nur recht geben und freue mich in Punkto Wahrnehmung der Wetterlage, Naturverbundenheit und Sprache schon assimiliert zu haben. Lediglich das geschilderte Sozialverhalten, wird mir wahrscheinlich ein Herausforderung bleiben…

Nina
Gast
Moin! Köstlich aber wahr! Aber irgendwie kommentieren das nur Nordlichter. Wo bleibt der unaufhörlich plappernde Süddeutsche? Also Süddeutschland ist aus meiner Sicht alles südlich der Elbe! (In Quedlinburg konnten die Menschen mit “südlich der Elbe” nichts anfangen “Wir sind doch westlich der Elbe…?”) Mehr schnacken als unbedingt nötig? Warum? Und ähm … hier ist grade Windstärke 5 und nichtmal die kleinsten Zweige bewegen sich. Das als Wind zu bezeichnen wäre ja lächerlich. Ich meine Luft (nur LUFT!!!), die sich mit grade mal 30 km/h bewegt? Hallo? Der (süddeutsche?) Sensor auf dem Dach sorgt dafür, dass ständig (ab Windstärke 5) die… Read more »
Robert
Gast

Was hab ich gelacht, tolle Beschreibung!

Bin im zarten Alter von 27 von Süd- nach Nord-D umgezogen, jetzt seit vielen Jahren begeisterter Wahl-Bremer und meine größte Begeisterung gilt noch immer den Menschen in den Kleinstädten und Dörfern hier, egal ob Heide, Ammerland oder eines der Friesländer, die sich auszeichnen durch vorwiegend Einsilbigkeit, einen unsagbar trockenen Humor und ein großes Herz!

Roland
Gast
Danke für diesen wunderbaren Kommentar, voller Humor, gut gemacht. Ich selber bin in Rendsburg geboren und in Kiel aufgewachsen. Mit 18, Umzug der Eltern, kam ich nach Frankfurt. Für mich war das wie ein Kulturschock. :) Dieses permanente “Gebabbel” über jeden unbedeutenden Mist, lautstark obendrein, ich dachte ich bin im falschen Film. Als mir eine Mitschülerin spontan um den Hals gefallen ist war ich erst mal perplex. Hallo, das geht doch nicht, das darf höchstens meine Schwester oder meine Eltern…:) Hat gute sechs Monate gedauert um damit warm zu werden. Heute lebe ich bei München, im Herzen werde ich aber… Read more »
Micha Sen
Gast

Is’ so!

Gunhild
Gast

Gut getroffen. Bin da aufgewachsen und fand die Urlaube bei der bayrischen Verwandtschaft immer als unglaublich wohltuend. Norddeutschland isn’t for everybody – gilt auch für die, die da groß werden.

Sandra
Gast

;-))) Was ein genialer Text !! Als neu Schleswig-Holsteinerin weiß ich jetzt woran ich arbeiten muss…. hahaha aber genau das ist es ja was ich am Norden liebe !!!!! Aber Moin Moin sagen doch nur die Schnacker – oder Touris.
LG von einer Noch-Hessin und demnächst SPO mit Zweitwohnsitz Scharnhagen (leben zwischen den Meeren – ach nee Wassern !!!)

Carmen Peters
Gast

Moin :-)
Ach was liebe ich unser Nordfriesland, hier schnacken wir noch so wie es uns gefällt :-) Nix ist besser als Plattdeutsch und Hochdeutsch gemischt, Touris geben nach kurzer Zeit auf hihi
Das mit den Freundschaften kenne ich zu gut, meine beste Freundin ( von Rostock nach Nordfriesland gezogen) sagte mal, das sie über 1 Jahr um mich rum getüddelt ist, bis endlich mal ne Freundschaft zustande kam… ist mir gar nicht so aufgefallen, in meinen Augen war das eine endlose Labertasche die nie den Sabbel halten konnte ;-)
Carmen

Mike
Gast

Wo Südeuropa auf den nördlichen Balkan trifft, bildet die Elbe die natürliche Grenze! :-) Dein Artikel ist wundervoll

Tanja
Gast

Hab ich schon erwähnt, dass ich es liebe eine norddeutsche Deern zu sein… ;-)
In diesem Sinne Moin.
Ich hab übrigens lauthals gelacht über diesen Text und die Vorstellung.
Einiges stimmt einfach und ist herrrrrrrlich wahr.

Viele Grüße
Tanja

Peter Schorn
Gast

Nu kümmt ook mien Kommentar dorto, uut Frankeich wo de Lüdd flämisch oder Französisch türt und wo ick över 40 Johr all Leben deit: ass den leven Gott de Erde upteilt hett dor hett he mit de Hölle anfungen, denn för alle Lüdd, und denn wullt he ook een Paradis heben, und datt schull Abt Woter sien und nich to groot he wusst datt all schon, datt dat nich to verletzt Lüdd gifft die datt verdient hebben int Paradis to wohnen! Denn het he nach een Namen drückt…und denn kümmt Schleswig Holstirn dorbei rutt! So issas all wegen! Tach ook

Jerome
Gast
was musste ich herzlich Lachen und schmunzeln , tränen vergiessen ob all des Heimwehs. Ja Heimweh. Ich bin nicht mal Deutscher, sondern Eidgenosse. Doch meine Zeit in Hamburg hat mich geprägt und ich liebe diese Stadt noch immer so sehr. Ich kann mich kaum satthören an den Dialekten, kringel mich ob der eigenwilligen Art und geniesse diese an sich feine Zurückhaltung der Menschen dort. und mit Pladdütsch .. einer grossen Liebe was sprachliches angeht, jedoch nie den Mut gehabt, selbst zu lernen. aber im Oktober gehe ich wieder dorthin und geniesse in Messmers Momentum feinen Tee und Gebäck wärend ich… Read more »
Volker Merschmann
Gast

Jo ne, is klar! ;-)

In Flensburg gilt übrigens das einfache “Moin” als unverbindliche Höflichkeit (z.B. beim Betreten eines Ladens), “MoinMoin” entsprechend betont hingegen als Auftakt für ein Gespräch.

Gruß von einem Buten-Eckernförder, der aber von Hannover aus die Küste noch in Reichweite hat.

Susanne
Gast

Hallo,

das ist ein sehr toller Artikel. Gefällt mir super. Passt alles doch irgendwie ganz genau :-)

LG Susanne

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[…] zweite Text, der in einem Schulbuch landen soll, ist mein lustiger Text über die Eigenheiten der Norddeutschen. Dass gerade dieser Text in der Schule verwendet werden soll, wundert mich ein wenig, aber es freut […]

Loona
Gast
Hey! Ich bin ein gebürtiges Nordlicht aus SH und bei deinem Text musste ich sehr schmunzeln. Es stimmt, dass wir viel Lakritze und Kohl futtern und auch jeglichen Wind als Brise bezeichnen. ? Und das mit der Sprechgeschwindigkeit trifft zu 100% auf mich zu! Ich rede ohne Pause zwischen den Wörtern und überschlage mich beim reden fast. Bei meinen Freunden muss ich leider oft vieles wiederholen ? Nur das “Moin” benutze ich ehrlich gesagt nie ? Ich mag das Wort irgendwie nicht *schäm*, lieber grüße ich alle mit einem Kopfnicken und einem eventuellen grinsen. ? Bemerkt habe ich bei mir… Read more »
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[…] beginnt für einen Norddeutschen nicht unbedingt südlich von Hannover, wie Mama arbeitet sagt, sondern für einige sogar schon südlich der Elbe. Südlich der Elbe meint nicht südlich des […]

Peter Breuer
Gast

Der Norddeutsche sagt übrigens auch nicht Sky-Markt, sondern Ess-Kah-Ypsilon-Markt. Aber das nur am Rande. Und kein falsches Wort gegen Schmorgurken.

Irmy
Gast

Und wenn morgen im Süden “Samstag” ist, ist im Norden “Sonnabend”. So hev wi alle wat!

Sternenguckerin
Gast

Also wir (=meine Kieler Filterbubble und ich) sagen Skü.
Ahoi und danke für den Text :)
Als Exilbielefelderin fühle ich mich auch nach 16 Jahren in Kiel so ziemlich wie früher, sagt man doch den Ostwestfalen eine ähnliche Zugeknöpftheit, Sturheit und Lieben-auf-den-zweiten-Blick nach wie den Norddeutschen (die ich jetzt mal ganz frech in einen Pott schmeisse).

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